home

Neues vom CNNum
La consultation nationale sur le numérique touche à sa fin

23. Februar 2015 von

french german 

Zum Mittagessen bei François Hollande

20. Februar 2015 von

| Interview mit S.E. Philippe Étienne, Botschafter der Französischen Republik in Deutschland | Kolloquium zum 90. Geburtstag von Alfred Grosser | Les droits de l’homme en France. Christine Lazerges, Présidente de la CNCDH répond à nos questions | Die Videos auf dem Frankreich-Blog | Najat Vallaud-Belkacem : Présentation de la grande mobilisation pour l’École pour les valeurs de la République | 21 janvier 2015 : François Hollande : Vœux au monde éducatif | Sophie Pène spricht über den Bericht JULES FERRY 3.0 |

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Präsident haben heute zusammen über das G7 Treffen, das Deutschland vorbereitet, und über den Deutsch-französischen Ministerrat, der am 31. März in Berlin stattfinden wird, gesprochen. G7-Agenda: Terrorismus, Ukraine, Gesundheitsfürsorge in Afrika. François Hollande berichtete in der Pressekonferenz von ihrem Gespräch über Minsk. Das Abkommen Minsk II müsse respektiert werden. “Ces accords doivent être appliqués. Tous le saccords, rien que les accords,” wiederholte Hollande: Der Waffenstillstand, obwohl er verletzt wurde, er müsse jetzt respetiert werden. Die 2. Etape ist der Abzug der schweren Waffen, und mit ihr solle jetzt begonnen werden. Und die Freilassung der Gefangenen. Griechenland: Wir müssen eine Lösung finden, sagt Hollande. Er erinnerte an die enge Zusammenarbeit mit Deutschland. “Voilà l’esprit qui nous anime. Et je dois vous confirmer qu’avec la Chancelière, nous sommes toujours à l’initative pour essayer d’être utiles en Europe et même hors de l’Europe et en même temps de rapprocher sans cesse davantage nos deux pays, parce que l’Europe a besoin de la France et de l’Allemagne, et la France et l’Allemagne veulent travailler pour l’Europe.”

L’Europe et la Grèce

20. Februar 2015 von

> http://bnf.libguides.com/europe **** – Page de la Bibliothèque Nationale à Paris

Photos: > Entretien suivi d’un déjeuner avec Mme Angela MERKEL, Chancelière de la République fédérale d’Allemagne. – Site du Palais de l’Élysée

Laut der letzten Meldung des SPIEGEsL > Streit mit Griechenland: Merkel schlägt moderate Töne an zeigten sich die Bundeskanzlerin und Präsident Hollande in Bezug auf Griechenland zuversichtlich.

Bis 2043 wird Französisch Verkehrssprache im Saarland

20. Februar 2015 von

Am 21. Januar 2014 haben Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger haben die Frankreichstrategie der saarländischen Landesregierung im Rahmen der Landespressekonferenz vorgestellt. Kernpunkt der neuen Strategie ist die Absicht, Französisch im Saarland bis 2043 zur Verkehrssprache, also zur zweiten Amtssprache zu machen. Die Weichen sind gestellt und wir wollen hier darüber berichten, was das bedeutet und wie das gemacht worden ist. Im Januar 2015 wurden die > Eckpunkte einer Frankreichstrategie für das Saarland von der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer vorgestellt.

frankreich-stretegie-saarland

Die neue Strategie beruft sich auf die Frankreichkompetenz des Saarlandes, die überall in der Wirtschaft, Politik, Bildung, Kultur und Forschung zum Ausdruck kommt. In diesem Zusammenhang wird auf die Erfolge des Saarlandes und das Engagement der Landesregierung besonders unter der Ministerpräsidentin im Rahmen ihres Amtes als Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit hingewiesen, das kürzlich turnusgemäß Bürgermeister Olaf Schulz in Hamburg übertragen wurde. Tatsächlich kann das Saarland wichtige Erfolge der letzten Monate vorweisen: die Ansiedlung des französischen Sekretariats des Deutsch Französischen Kulturrats in Saarbrücken,

Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

die erfolgreiche Grenzraumkonferenz der deutsch-französischen Grenzregionen am 15.07.2013 mit der „Saarbrücker Erklärung“, die Strategietagung zur grenzüberschreitenden beruflichen Bildung mit über 200 Gästen aus ganz Deutschland und Frankreich, die Ansiedlung einer Außenstelle des Deutsch-Französischen Jugendwerks in Saarbrücken und sowie die Einrichtung einer Fachstelle für grenzüberschreitende Ausbildung. Die > Frankreichstrategie soll ein “ein ganzheitliches und zivilgesellschaftliches Projekt” (S. 4) begründen. Die Bestandsaufnahme S. 5-8 des Eckpunkte-Papiers beschreibt eine bemerkenswerte Verzahnung der saarländischen und französischen Wirtschaft besonders in den grenznahen Regionen. Das Saarland 2043 soll ein multilingualer Raum deutsch-französischer Prägung werden. Man will sich am mehrsprachigen Vorbild Luxemburgs orientieren: Für das Saarland ist das Ziel gesteckt: “Langfristig soll die französische Sprache an Alltagsrelevanz gewinnen,” (S. 9) und das kleine Bundesland schreibt sich die Mehrsprachigkeit in den Bildungseinrichtungen auf die Fahne: Es geht keinesfalls nur darum, lediglich den eigenen Bürgern Französisch beizubringen, denn “Das Saarland soll im Bundesgebiet erster Ansprechpartner für deutsch-französische Beziehungen werden. Die sprachlichen und interkulturellen
Kompetenzen seiner Bevölkerung bilden die Basis dieser Entwicklung.” (S. 10)

Das Saarland will auch seine Brückenfunktion behaupten und
ausbauen: “Das Saarland soll aus französischer Sicht zu einer Brücke nach Deutschland und zum Tor zu Frankreich aus deutscher Sicht werden und neben Brüssel, Straßburg und Luxemburg Standort europäischer Einrichtungen.” (ib. u. bes. S. 13 f.) Raumplanung, innere Sicherheit, Bildungswesen, Medien, alle politischen und soziale Themen werden in das Projekt eingebunden. Dabei wird zwischen einer Binnen-Strategie (vgl. S. 14, 16) und einer Außen-Strategie (S. 14, 17), die die Brückenfunktion des Saarlandes stärken soll, unterschieden.

Die > Frankreichstrategie wird im Saarland Chefsache, d. h. die Staatskanzlei kontrolliert ihre Umsetzung im Rahmen der Richtlinienkompetenz der Regierungschefin. Das Saarland will die Rahmenbedingungen für französisch und französisch-deutsche Unternehmen verbessern. Ein Runder Tisch “Frankreich” (S. 28) wird zusammen mit dem Sprachenrat Saar einberufen, der durch seine Vorschläge dazu beitragen soll, “die Alltagsrelevanz des Französischen im Saarland” zu stärken. Die ehemalige französische Botschaft in Saarbrücken (Architekt Georges-Henri Pingusson) soll ein neues Zuhause für saarländische Frankreich-Kompetenz werden, außerdem soll ein Pariser Büro (S. 37) die ganze Bandbreite der saarländischen Aktivitäten in Paris repräsentieren.

Die weiteren Schritte: Auf eine öffentliche Anhörung folgt mit eine Auftaktveranstaltung unmittelbar nach dem Beschluss im Ministerrat. Nach der öffentliche Präsentation soll die “Implementierung und Umsetzung der Strategie … auf der Basis eines von der Landesregierung zu erarbeitenden Masterplans, mit selbständiger und eigenverantwortlicher Verwirklichung im Geschäftsbereich jedes einzelnen Ressorts (§1, Abs. 1 GOReg)” erfolgen


Zweisprachigkeit! Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer geht mit gutem Beispiel voran:


In der Tat hat das Saarland hinsichtlich der Kompetenz und der Erfolge in der deutsch-französischen Kooperation sich eine bemerkenswerte Stellung geschaffen, besonders wenn andere Bundesländer immer noch selbst in unmittelbarer Grenznähe um die Sprachenfolge Französisch/Englisch ringen. Das Saarland macht sich seine Größe zum Erfolgsrezept. Die Ansiedlung deutsch-französischer Institutionen fördert die Brücken- und Vermittlungsfunktion nicht nur in politischer, auch in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Und hinsichtlich der Bildungs- und Sprachenpolitik können die anderen Bundesländer vom Saarland viel lernen.

Unser Blogkonzept. Zuerst der Beitrag, die Recherche. Der Artikel Nachgefragt: Die Frankreichstrategie des Saarlandes folgt jhier demnächst, wenn die > Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer uns erneut zu einem Interview empfangen hat.

Die Presse berichtet:

Hannelore Crolly > Das kleine Saarland wird jetzt zweisprachig – DIE WELT, 21.1.2014

> Lothringen arbeitet an Deutschland-Strategie – SR-Online

> Twitter-Acount der Ministerpräsidenten Kramp-Karrenbauer

http://www.welt.de/politik/deutschland/article124090161/Das-kleine-Saarland-wird-jetzt-zweisprachig.html

Von Hannelore Crolly

Assemblée parlementaire de la francophonie

18. Februar 2015 von

Eben fanden wir diesen Tweet:

Die neue Website der > Assemblée parlementaire de la francophonie

> Présentation de l’APF ***

Ohne Abstimmung gültig: 49-3

18. Februar 2015 von


Loi Macron : Le recours à l'article 49-3… von lemondefr

In Kurzform: wenn Ihr mir das Vertrauen nicht entzieht, gilt das Gesetz als angenommen, ihr braucht auch nicht abzustimmen, sagt die Regierung den Abgeordneten.

Gestern wurde es mit einem Mal eng für die Regierungsmehrheit in der Nationalversammlung in Paris. Anscheinend gab es nur noch eine Mehrheit von sechs Stimmen für das Gesetz. Eine Niederlage wollte die Regierung um jeden Preis vermeiden. (cf. > David Revault d’Allonnes, Loi Macron : comment le 49-3 a été dégainé comme un dernier recours – Le Monde.fr 17.02.2015) Also telefonierte Premierminister Manuel Valls mit Präsident Hollande, und es wird entschieden- hm eigentlich im Minsterrat – aber der Präsident sitzt dem Minsterrat vor – , dass der Premierminister bei der anstehenden Abstimmung über das Loi Macron, das sind die Wirtschaftsreformen, die den Namen des Wirtschaftminister Emmanuel Macron tragen, > Artikel 49-3 der Verfassung der V. Republik benutzt wird:

“Le Premier ministre peut, après délibération du Conseil des ministres, engager la responsabilité du Gouvernement devant l’Assemblée nationale sur le vote d’un projet de loi de finances ou de financement de la sécurité sociale. Dans ce cas, ce projet est considéré comme adopté, sauf si une motion de censure, déposée dans les vingt-quatre heures qui suivent, est votée dans les conditions prévues à l’alinéa précédent. Le Premier ministre peut, en outre, recourir à cette procédure pour un autre projet ou une proposition de loi par session.

Le Premier ministre a la faculté de demander au Sénat l’approbation d’une déclaration de politique générale.”

Nach Beschluss im Ministerrat, kann der Premierminister in der Nationalversammlung die Vertrauensfrage mit einem Gesetzesvorschlag – Projet de loi – das kommt von der Regierung – nicht genannt wird hier la proposition d’une loi, die kommt von den Abgeordneten – verbinden wenn es sich um ein Finanzgesetz oder ein Gesetz zur sozialen Sicherheit handelt. In diesem Fall gilt das Gesetz als angenommen – ohne Abstimmung -, es sei denn ein Misstrauensantrag, der innerhalb von 24 h eingereicht wird, gemäß der Regeln des Artikels 49-2, mit absoluter Mehrheit angenommen wird. Also, schon am kommenden Freitag könnte es darüber eine Abstimmung geben; sprechen sich die Hälfte der Abgeordneten + 1 Stimme für den Misstrauensantrag aus, muss Manuel Valls beim Präsidenten den Rücktritt der Regeruing einreichen… und Hollande könnte ihn sofort wieder ernennen… Die Annahme des Misstrauensantrag ist keineswegs sicher; sehr unwahrscheinlich, wird er nicht angenommen, die Abgeordneten wäre ja auch in der Gefahr, dass Hollande als die Nationalversammlung auflöst, sehr unbequem sein, das dürfte aber beim Stand der Dinge so gut wie völlig ausgeschlossen sein. Also würde nach dem Abstimmung um das Misstrauensvotum alles beim alten bleiben, nur das Gesetz Macron ist ohne Abstimmung angenommen. Der Artikel 49/3 war 1958 ein Novum in der Verfassung, um den Zusammenhalt der Mehrheit zu garantieren. Natürlich ist die Opposition jedes Mal entsetzt, dass die Regierung zu solchen Mitteln greift, auch Hollande hat sich schon früher bei anderen Gelegenheiten aus der Opposition heraus verärgert über die Benutzung des Artikels 49-3 gezeigt. Aber er ist ein Mittel, den Abgeordneten zu sagen, wenn Ihr die Regierung nicht ausdrücklich stürzen wollt, gilt das Gesetzesprojekt als angenommen, das Einverständnis der Abgeordneten wird dann einfach vorausgesetzt.

Übrigens es geht um das > Loi Macron: Economie : croissance, activité et égalité des chances économiques, das in den letzten Wochen von den Abgeordneten zerpflückt worden ist.

> Projet de loi pour la croissance et l’activité (EINX1426821L)

> Dossiers législatifs – Projet de loi pour la croissance et l’activité (EINX1426821L)

Die Jahrestagung der Groupe d’études sartriennes GES 2015 in Paris

17. Februar 2015 von

Die Jahrestagung der > Groupe d’études sartriennes GES 2015 wird am 19. und 20. Juni 2015 in der Universität Sorbonne in Paris stattfinden.

Es sind drei Themenblöcke vorgesehen: 1. Écrire, militer, s’engager : les styles de Sartre, 2. Le Saint Genet : morale, éthique, politique und 3. Varia, die eine besonders spannende Tagung versprechen.

> Appel à communications 2015 *.pdf

Die Vorschläge für Vorträge – Titel und Resümee in einem Absatz – sind an die beiden Secrétaires du GES bis zum 10. März 2015 zu senden: Alexis Chabot > alexis.chabot@orange.fr oder Florence Caeymaex > F.Caeymaex@ulg.ac.be. Die Vorträge dürfen 30 Minuten nicht überschreiten.

Beim ersten Thema Écrire, militer, s’engager : les styles de Sartre geht es um die Frage der Écriture engagée, des Engagierten Schreiben. Gemeinhin wird damit die Vorstellung verbunden, ein Schriftsteller wird auf einen Umstand oder einen Vorgang aufmerksame, möchte ihn ändern und macht sich daran, darüber etwas zu schreiben. Engagier Dich, sagen seine Freunde oder seine Leser. Es gibt sogar einen Eintrag in Wikipedia > Engagierte Literatur, der sich im ersten Satz auf Metzlers Literaturlexikon bezieht: “Als Engagierte Literatur bezeichnet man im weitesten Sinne jede Literatur, die ein politisches, soziales, religiöses oder ideologisches Engagement erkennen lässt und dieses mit den Mitteln der Literatur vorträgt und verficht.” und dann auch noch als Beleg anführt, der Begriff solle von Jean-Paul Sartre stammen : “Der Begriff Engagierte Literatur wurde 1945 von J. P. Sartre geprägt.[2]” (ib.) Vielleicht müsste die Kollektive Intelligenz von Wikipedia bei Sartre selbst nachschauen, denn er versteht das Engagement des Schriftstellers ganz anders. Was er auch schreibt, der Schriftsteller steht dafür mit seiner Verantwortung ein, daraus folgt, er ist immer engagiert, sowie er die erste Silbe schreibt: “Parler c’est agir: toute chose qu’on nomme n’est déjà plus tout à fait la même, elle a perdu son innocence,” erklärt Sartre in Qu’est-ce que la littérature? (Paris 1948, S. 59) Vgl. dazu H. Wittmann, >Sartre und die Kunst. Die Porträtstudien von Tintoretto bis Flaubert, Tübingen, Narr, S. 61-72.

Die Groupe d’études sartiennes fragt in Ihrem Themenvorschag für das Juni-Kolloquium: “La théorie de l’engagement développée dans l’après-guerre est l’un des aspects les plus fameux et les plus controversés de l’oeuvre de Sartre. Souvent interprétée comme une injonction lancée aux écrivains, alors que l’engagement est pour Sartre un état de fait découlant de la nature même de l’acte d’écrire, elle n’a cessé de poser la question de la conciliation complexe d’une telle conception et de la préoccupation proprement littéraire : l’écriture, le style, la recherche esthétique et le déploiement de l’imaginaire seraient vraiment-ils négligés par l’auteur de Qu’est-ce que la littérature ?” und trifft damit den Kern der Sartreschen Literturtheorie: vgl. H.W.: > Appeler un chat un chat. Sartre et les lettres,Vortrag. Le colloque annuel du Groupe d’Etudes sartriennes, 24 juin 2011 en Sorbonne à Paris:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

ges-sartre.fr

> www.ges-sartre.fr

Das zweite Thema dreht sich um die Biographie, die Sartre 1952 zu Jean Genet verfasst hat. Über 750 Seiten! Nicht nur ein Vorwort zu den Gesammelten Werken von Genet, sondern gleich deren erster Band: Sartre, Jean Genet. Comédien et martyr, in: J. Genet, Œuvres complètes, t. I., Paris 3/1952. “Tu es un voleur”, muss sich der kleine Jean anhören, als er beim Diebstahl ertappt wird. Diese Szene prägt ihn, er gleitet ab, fängt sich aber und wird ein berühmter Theaterautor. Wie macht sich ein Individuum zum Künstler, fragt Sartre implizit in seiner Studie, die nicht unbedingt nur eine Biographie ist. Der Schlüssel zum Verständnis des Saint Genet wird in dessen letztem Kapitel dargelegt: « Prière pour le bon usage de Genet » « Seule la liberté peut rendre compte d’une personne en sa totalité » womit Sartre auf die Schwächen der psychoanalytischen und der marxistischen Erklärungsansätze hinweist. Die Groupe d’études sartriennes bezeichnet den Saint Genet in ihrem Themenvorschlag: als ein “œuvre de transition entre L’être et le néant et la Critique de la Raison dialectique, où l’on voit se transformer les questions de la philosophie existentielle en direction d’une pensée historique et politique, et résolument dialectique : le problème de la liberté comme libération à travers, notamment de l’exploration renouvelée du rôle de l’altérité — non seulement sous la figure d’un autrui particulier, mais aussi sous celle de la division sociale, historiquement constituée — dans la dynamique du rapport à soi ; le problème de la « valeur » et de la constitution du désir à travers l’exploration du rôle de normes morales socialement constituées — l’ouvrage trouvant ici sa place entre les Cahiers pour une morale et les conférences sur Morale et histoire.” Es geht also um den Freiheitsbegriff bei Sartre und darum, wie Sartre mit den > Studien über Künstler Philosophie, Kunst und Literatur in seinem Werk miteinander verbunden hat.

sartre-gesellschaft

> www.sartre-gesellschaft.de

Zeitzeugen-Ludwigsburg-Montbeliard

17. Februar 2015 von

Mentbéliard-Ludwigsburg. Das Deutsch-Französischen Institut DFI hat in Kooperation mit der Hochschule der Medien eine virtuelle Ausstellung ins Netz gestellt: Zeitzeugen-Ludwigsburg-Montbeliard.

Zwischen 2011 und 2013 haben das dfi und die Stadtarchive Ludwigsburg und Montbéliard Dokumente wie Zeitungsartikel, Reden und Broschüren zu den Anfängen und der Entwicklung Ihrer Städtepartnerschaft, die schon 64 Jahre alt ist, digitalisiert und inhaltlich erschlossen.

> zeitzeugen-ludwigsburg-montbeliard.de/

Seit Januar 2014 können diese Dokumente in einem online unbeschränkt zugänglichen „digitalen Lesesaal“ eingesehen werden. In einem Folgeprojekt wurden Akteure der Partnerschaft interviewt, um die amtlichen und journalistischen Sichtweisen um persönliche Eindrücke zu ergänzen.

Dreizehn Bürger beider Städte sprechen über ihre Erinnerungen. Die Gespräche dokumentiert den generationenübergreifenden und den deutsch-französischen Austausch. Die Zeitzeugen wurden von deutsch-französischen Schülergruppen interviewt, die auch die Fragen vorbereitet haben.

Kirchensteuer für Franzosen – in Deutschland

16. Februar 2015 von

Thomas Bores ist nach Berlin gezogen, und weil er zur Kirche (in Frankreich) keine besondere Beziehung hat, kreuzt er auf einem Formular in Berlin Konfessionslos an. Und im Januar 2015 merkt er plötzlich, dass auf seinem Konto 550 EUR fehlen… Wie sind die deutschen Steuerbehörden wohl an die Taufbescheinigung von Thomas Bores gekommen? “… l’église catholique française, passant outre la directive européenne 95/46/CE sur la protection des données personnelles, envoie sur simple demande nos données personnelles, sans nous en informer au préalable, à l’église catholique allemande pour nous soutirer de l’argent,” schreibt er. Getauft, also ein Mitglied der Kirche, also muss er Kirchensteuer in Deutschland entrichten, wenn er hier wohnt und arbeitet. Nein, so einfach ist das nicht. Und dann beginnt eine Odyssee durch den deutschen Bürokratieapparat. Außerdem kümmern sich jetzt schon ein Minister und ein Abgeordneter um den Fall.

> Berlin Jour 3 – Pourquoi il est urgent de vous faire rayer des listes de baptême en France

Auf unserem Blog:

> Der Laizismus in Frankreich

La classe inversée – Offener Unterricht

12. Februar 2015 von

Früher hockten wir in Zweier-Bänken, abschreiben war natürlich verboten, und die vielen, ständigen Ermahnungen, nicht mit dem Nachbar zu reden, sind uns gut in Erinnerung. Frontalunterricht, 70 Lehrer-Fragen pro Schulstunde, Strecken! Rumlaufen, das wurde gar nicht gerne gesehen. Unter dem Tisch gab es keine Smartphones und statt zu twittern oder uns auf FB zu tummeln, tippten wir die Artikel für unsere Schülerzeitung auf der elterlichen Schreibmaschine, spielten wir nachmittags Fußball oder gingen in die Tanzstunde. Eigentlich lernten wir nicht weniger als heute. Wir hatten unsere Schülerbibliothek und die Abzüge, die mehr oder weniger fein nach Alkohol rochen, die unserer Lehrer in Nachtarbeit erstellt hatten. Damals lasen wir noch viele Texte, das Wort Internet war noch unbekannt. Gruppenarbeit war noch etwas Neues und kam in der Referendarausbildung dran, wo wir manches Mal den Tageslichtschreiber mit schleppen mussten.

Heute heisst das Unterrichten in der Klasse > classe inversée, auf der Website > Actualité du numérique éducatif de Hauts-de-Seine steht ein Artikel mit dem Titel > Mercredis du Numérique : Projet de classe inversée, in dem eine Präsentation von Sami Chérif, professeur d’Histoire-Géographie au Collège Jean Moulin à Chaville (92) zitiert wird, der ausführlich die Idee der > Classe inversée erläutert und > viele Beispiele für Inhalte und Internet-Angebote für die Classe inversée nennt. Wird mehr gelernt als früher? Es wird anders gelernt, Vergleiche sind wirklich müßig. Aber die Neuen Medien schulen die Selbständigkeit der Schüler, und sie lernen, wenn auch erst in einem kleinen Kreis, die Bedeutung des Publizierens, so wie wir damals im Keller der Schule die Schülerzeitung, Auflage 1000, geschrieben haben und in der häuslichen Dunkelkammer die Fotos für unsere Zeitung entwickelt haben, deren Seiten wir, wenn die Werbeeinnahmen wieder reichten, zum Offsetdrucker trugen.

Wir verdanken den Hinweis auf Sami Chérif diesem Tweet:

Auf unserem Blog stehen auch schon > 236 Artikel zum Thema Web 2.0, aber der Beitrag von Sami Chérif hat zusammen mit seiner Präsentation den Vorteil das gesamte notwendige Vokabular zu bieten und er systematisiert die Angebote, die für diesen offenen Unterricht geeignet sind.

Im übrigen möchten wir auch an die Artikel auf unserem Blog zum > Rapport Jules Ferry 3.0 erinnern, der en somme eine Pädagogik und damit fachdidaktische Überlegungen zum Einsatz der Digitaltechnik im Unterricht enthält.

Das Frankreich-Blog auf

France-blog.info auf Facebook

Follow FranceBlogInfo on Twitter