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Der Vergleich II
Deutsch-französische Kooperation.
Eine Woche im August 2014

1. September 2014 von

Unsere Politiker haben längst ihre Rentrée hinter sich. Wir hatten uns vorgenommen, auf diesem Blog u. a. auch Formen der alltäglichen deutsch-französischen Kooperation zu untersuchen. Deutsch-französische Beziehungen finden keinesfalls nur statt, wenn Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Hollande sich treffen. Le franco-allemand zeigt sich auch, in der täglichen Routine, wenn innerhalb kurzer Zeit 6 Minister sich treffen… Jetzt könnten wir lange über die Inhalte dieser Treffen schreiben und dann nachzusehen, wie die Protagonisten sich und ihre Ergebnisse in den sozialen Netzwerken zeigen und dokumentieren. Aber statt hier einen zu langen Eintrag zu schreiben, gucken wir in Facebook und Twitter nach:

> Rede von Außenminister Steinmeier auf der Botschafterkonferenz in Paris

Une excursion à Strasbourg (I) – La préparation

1. September 2014 von

Im August war der Frankreichblog auf der Ferienrückreise wieder einmal einen Tag in Straßburg, um eine eintägige Dienstreise nach Straßburg im September 2014 vorzubereiten.

Ankommen am > Hauptbahnhof von Straßburg! Mit der > Straßenbahn fahren ! Natürlich waren wir wieder auf der Place de l’Hommme de fer, wo sich die Straßenbahnlinien kreuzen. Jeder Verkehrsteilnehmer bekommt hier stets den Platz den er gerade benötigt. Auf dem <<< Wilhelmsplatz in Stuttgart-Bad Cannstatt ist das ganz anders. Dort ist für jeden Verkehrseilnehmer, vom Fahrrad, Auto, über Straßenbahn bis zu den Fußgängern ständig ein bestimmter Bereich des öffentlichen Platzes reserviert. In einem Vergleich haben wir diese beiden Situationen Place de l'Homme de fer in Straßburg mit dem richtigen leben und den Wilhelmsplatz in Cannstatt mit der Bevormundung durch soziale Netzwerke verglichen: > Wie sozial sind soziale Netzwerke?

Bitte öffnen Sie das folgende Fotoalbum (30 Fotos) mit einem Klick auf eines der folgenden Fotos erst, wenn diese Website ganz geladen sonst funktioniert das Album nicht:

Der Plan für eine eintägige Stadtführung ist fast fertig. Wunderbar geholfen hat dabei diese Website > Architecture et histoire des bâtiments et lieux, wo <<< dieses Buch vorgestellt wird:

Balades strasbourgeoises : du Moyen Age à 1900, l’architecture de la ville en 5 circuits, Strasbourg : Office de tourisme, 1993. 43 p. + 8 p. sur dépliants : ill., plans ; 21 cm. Jedem Jahrhundert ist ein Kapitel mit einem Plan gewidmet. Nach drei Tagen kennen Sie sich in der Stadt aus. Zwischendurch kann man hier und dort einkehren.

Unsere Mittagspause soll im Restaurant > La Chaîne d’or Brasserie Alsacienne, 134, Grand Rue STRASBOURG 67000 stattfinden. Mehr zur Ein-Tages-Planung in Straßburg hier demnächst auf dem Blog.

> Geführte Stadtrundgänge – Website des Office de Tourisme a Strasbourg – PDF

Die Rede von Außenminister Frank-Walter Steinmeyer auf der Botschafterkonferenz in Paris

29. August 2014 von

Der folgende Beitrag ist eine Ergänzung zu unserem Artikel von gestern: > Der Vergleich (I): 28 août 2014 : La Conférence des Ambassadeurs à Paris – 25. August 2014: Botschafterkonferenz in Berlin

Manchmal werden Artikel dieses Blogs für Schüler als zu schwer empfunden, oder gar auch als zu weit von den Chancen, Sorgen und Nöten des Französischunterrichts empfunden. Ein bisschen mehr Didaktik heißt es dann. Immerhin: > Französischunterricht 164 Beiträge. Warum wird aber Französisch gelernt? Nur der Blick über die Wände des Klassenzimmers und über die Schulmauern hinaus vermittelt eine Antwort:

Aber ein Artikel wie dieser hier erklärt auf einleuchtende Weise, warum diese wunderbare Sprache gerade von Deutschen heute in Europa gelernt werden muss. Die Zukunft Europas wird von Frankreich und Deutschland gemeinsam mit ihren Partnern in der EU beeinflusst. Englisch lernen sowieso alle, aber Französisch und dann noch eine Sprache, die in der EU gesprochen wird: Was ergeben sich dadurch heute für aufregende Studien- und Arbeitsmöglichkeiten! Aber nicht nur zum Arbeit, für den Job, für das schnöde Geldverdienen. Sprachkenntnisse sind ein Schlüssel für jedes Engagement in Europa, in der Wirtschaft und in der Politik. In diesem Sinne hat Frank-Walter Steinmeier heute in Paris bei seiner > Rede auf der Botschafterkonferenz in Paris nicht nur sechs Thesen zur europäischen Politik genannt, er hat damit auch indirekt aber nicht weniger deutlich auf die Gründe hingewiesen, wieso wir uns mit der französischen Sprache, der Geschichte und der Politik unseres Nachbarlandes beschäftigen müssen. Es geht nicht nur um die aktuelle Politik, es geht auch um die gemeinsame Krisenbewältigung und unsere Perspektiven für Europa, die nur gemeinsam erdacht und realisiert werden können. > Argumente für Französisch – auf unserem Blog.

Seine Bemerkung, man er könne mit seinem Amtskollegen die Schlüssel zu ihren Amtssitzen tauschen, ist eine schöne Umschreibung für das gemeinsame Einverständnis (auch) in der Außenpolitik mit Frankreich. Steinmeier nannte sechs Thesen und Prognosen: 1.”Wenn wir beieinander bleiben und klug handeln, dann werden Historiker eines Tages zurückblicken und sagen: Diese außenpolitischen Krisen waren ein Integrationsschub für die europäische Außenpolitik, so wie es die Finanz- und Währungskrise für Europas Wirtschaftspolitik war!” 2. “Was europäische Außenpolitik auszeichnet, ist nicht völlige Interessengleichheit, sondern der unbedingte Wille, am Ende zusammenzustehen und gemeinsam zu handeln.” 3. “Europäische Außenpolitik heißt Arbeitsteilung. … Bei alldem sind die Unterschiede zwischen Deutschland, Frankreich und den anderen europäischen Partnern keine Schwäche, sondern im Gegenteil: wenn wir unsere spezifischen Fähigkeiten, Traditionen, Werkzeuge und Gesprächskanäle zum Tragen bringen, dann wird aus den Unterschieden eine Stärke. 4. “Europäische Außenpolitik braucht alle 28.” 5. “Europäische Außenpolitik braucht den gesamten Instrumentenkasten der Diplomatie. … Ihr schafft es, lieber Laurent, Euren Instrumentenkasten immer wieder der Zeit gemäß anzupassen.” 6. “Wir brauchen ein Höchstmaß an europäischer Koordinierung in all den großen Sachfragen, mit denen wir es auf internationaler Ebene zu tun haben: von Klima- und Energiepolitik bis zu Datenschutz und Regeln fürs Internet. Wenn wir nicht gemeinsame europäische Ansätze in diesen Fragen vorweisen können, kriegen wir es global schon gar nicht hin.” Europapolitik knapp zusammengefasst in 6. Punkten.

Französisch lernen, diese sechs Punkte lesen und beherzigen, weitere Sprachen in Europa lernen,sich mit der deutsch-französischen Kooperation beschäftigen, nach Arbeitsfeldern in Parteien, (internationalen) Organisationen, in den Medien und in der EU Ausschau halten… viele merken nicht sofort, das Französisch bei Bewerbungen auch eine Art Jobversicherung ist.

Der Vergleich (I)
28 août 2014 : La Conférence des Ambassadeurs à Paris –
25. August 2014: Botschafterkonferenz in Berlin

28. August 2014 von

Vergleichende Politikwissenschaft. Dort der Präsident, hier der Bundesaußenminister … aber dann am zweiten Tag der Botschafterkonferenz in Paris ist der deutsche Außenminister mit dabei.

Gestern versprach uns der Außenminister Laurent Fabius, “FW Steinmeier” anlässlich der Botschafterkonferenz in Paris wiederzutreffen”:

N.B.: Diese Fotos wurden nicht von uns aufgenommen: Das ist ein hier eingebetteter – zitierter Beitrag, den Frank-Walter Steinmeier (oder seine Mitarbeiter?) auf seinem Facebook-Account veröffentlicht hat.

Frank Walter Steinmeier > Rede auf der Botschafterkonferenz in Paris: “Als ich mir den Reiseplan so angesehen habe, dachte ich: Warum geben wir uns nicht einfach gegenseitig einen Ersatzschlüssel für unsere Außenministerien? So wie die Leute zuhause das mit ihren besten Nachbarn machen… Falls der eine sich mal aus Versehen aussperrt, oder der andere in den Urlaub fährt…

Ich biete mich jedenfalls gerne an, hier das Haus zu hüten! Denn so ehrwürdig wie der Quai d’Orsay sind wenige Außenministerien auf der Welt, und, liebe Freunde, ich komme wirklich gern hierher! Und ich mache keinen Hehl aus meiner Freude darüber, dass die französische Regierungsumbildung das Außenministerium nicht betrifft.”

Diese Konferenz ist für den Staatspräsidenten eine Gelegenheit wichtige Positionen der französischen Außenpolitik, die zu seinem > “Domaine réservé” gehören vor den Botschaftern Frankreich zu erläutern:

Sowie der Text der Rede auf der Website des Elyséepalastes erscheint, können wir mit Unterstützung von > PONS aus diesem Artikel wieder ein perfekte Hör- und Sehensverstehensübung machen. Bis dahin: Für Schüler Schreiben Sie einen kurzen Artikel und nennen Sie die Themen dieser Rede.

UPDATE
François Hollande > Discours d’ouverture de la Conférence des Ambassadeurs

Ausführlich ging Hollande auf die Ukraine-Krise ein, deren Lösung nur politisch nicht militärisch erfolgen könne. Ausdrücklich het er das Engagement der Bundeskanzlerin am 6. Juni 2014 in der Normandie hervor: “La présence d’Angela MERKEL a été utile à ce moment. Depuis, la Chancelière et moi-même avons poursuivi nos démarches pour tisser les fils, renouer les contacts.” Eine Lösung wurde noch nicht gefunden. Russland könne könne nicht darauf zählen eine anerkannte Macht im 21. Jahrhundert zu sein, so Hollande, ohne die Regeln zu beachten. Hollande fügt hinzu, dass er Putin wiederholt gesagt habe, die EU wünsche ene Vertiefung der Beziehungen mit Russland. Hollande wies daraufhin, dass er mit Deutschland zusammenarbeiten wolle, um diese Blockade aufzuheben: “Mais, aujourd’hui, la crise ukrainienne est un blocage. Raison de plus pour le lever rapidement ! La France y est prête avec l’Allemagne. Je fais une nouvelle fois la proposition de se réunir dans le format qu’on appelle maintenant « Normandie » (1) – la marque est déposée ! – pour trouver un accord global. Mais on ne va pas se réunir à quatre si les conditions de cet accord ne sont pas posées. Notre disponibilité est donc là, nous y travaillons avec la Chancelière. La réponse doit venir notamment du côté russe.”

(1) Damit eint Hollande das Zusammentreffen vieler Staatschefs der Normandie am 6. Juni 2014.

Zum Vergleich:

In Deutschland: > Botschafterkonferenz 2014: Mehr außenpolitische Verantwortung wagen – Website des Auswärtigen Amtes

> Eröffnungsrede von Außenminister Frank-Walter Steinmeier zur Botschafterkonferenz 2014 – Website des Auswärtigen Amtes

> Eröffnungsrede von Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz – Website des Auswärtigen Amtes


Eröffnungsrede von Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz – Website des Auswärtigen Amtes

Frank Walter Steinmeier: “In so einer Welt, die 100 Jahre nach dem ersten Weltkrieg, 25 Jahre nach Ende der Blockkonfrontation von Ost und West eine neue Ordnung noch nicht gefunden hat, tun wir Deutsche uns schwer damit zu definieren, was für uns Verantwortung heißt. Uns fehlt ein klarer Kompass dafür, was angesichts veränderter Machtstrukturen richtig und notwendig ist, und was nicht. Was anständig ist, was Politik leisten kann, und was nicht.”

Vorsicht Bild II

28. August 2014 von

> Vorsicht Bild am 9. Mai 2014 auf unserem Blog. Und nun dieses Foto auf der Website der > Süddeutschen Zeitung von heute:

Es mag sein, dass das Foto zur Meldung passt, aber es wurde im letzten Mai in Stralsund aufgenommen, so auch die Bildlegende in der SZ: “Meinungsverschiedenheiten über die Besetzung der EU-Kommission: Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande, hier im Mai in Stralsund. (Foto: Getty Images).”

Dennoch, man sieht zuerst das Foto, die Kanzlerin macht Miene, als wolle sie eine abwehrende Handbewegung zu machen und guckt sehr streng, derweil Hollande missmutig woanders hinguckt. Mit diesem Szenario im Kopf liest man den Artikel und wird dann nur noch darin bestärkt, dass die Kanzlerin über Moscovici als Kandidaten für den Posten des Wirtschafts- und Währungskommissars nicht glücklich ist. Sachverstand und politische Erfahrung des Kandidaten werden nicht erwähnt, nur die Gefahr flexibler ausgelegter Grenzen fürs Sparen wird erwähnt. Immerhin, die Überschrift wie auch das Wort “tatsächlich” zeugen von deutlicher Kritik an Merkels Grundsätzen. Aber prüfe man sich selbst, das Foot mit seiner Aussagekraft hat auch hier wie so oft ein ganz eigenes Gewicht.

Französische Wochen im Großraum Stuttgart 9.-24.10.2014

28. August 2014 von

Jetzt auf Facebook:

franzoesische-wochen-stuttgart-2014

Vom 9.-24.10.2014 finden im Großraum Stuttgart wieder die Französischen Wochen statt. Die Vorbereitungen können auf > Facebook verfolgt werden.

Die Französischen Wochen werden seit dem Jahr 1999 alljährlich ausgerichtet und stellen eine offene Plattform für die Darstellung der deutsch-französischen Kooperation dar, auf der Künstler, Institutionen und Vereine der Lebendigkeit und Vielfalt des kulturellen Austausches zwischen Deutschland und Frankreich Ausdruck verleihen. Un dieses Jahr ist > Klett wieder mit 2 Veranstaltungen mit dabei. Werfen Sie einen Blick in das > ProgrammheftWas für eine tolle Organisation! Wieviele E-Mails wohl hin-undhergeschickt wurden, wie oft telefoniert wurde! Bis dieses Programm fertig war! Beeindruckend was das Team vom Institut français in Stuttgart mit diesem Projekt schon realisiert hat. Wieder eine echte Steigerung. Die Vielfalt der Veranstaltungen kann sich sehen lassen. Wir sehen und? 9.-24.10.2014 in Stuttgart.

Seit 2010 ist das > Institut français de Stuttgart für die Organisation der Französischen Wochen zuständig.

> www.franzoesischewochen.de

> Download des Programmheftes 2014

Reformen in Frankreich (I) – Mehr arbeiten
… und in Deutschland?

28. August 2014 von

Im morgendlichen Newsletter von LE MONDE steht, dass Emmanuel Macron, der neue Wirtschaftsminister, bereit sei, den Firmen zu erlauben gegen das > Gesetz der 35 Stunden, dass die Regierung 1998 und 2000 eingeführt hatte, zu verstoßen: “Macron prêt à autoriser « toutes les entreprises » à déroger aux 35 heures.” Reformen sind echt nicht einfach in Frankreich.

> Wechsel in der Regierung. Reformspiel in Frankreich von Beat Gygi, NZZ, 27.8.2014

> Frankreichs Abschied vom Norden, Manfred Rist, Aurillac, NZZ, 15.8.2014:

Rist fasste prägnant zusammen, wie viele Strukturprobleme Hollande von seinen Vorgänger geerbt hatte. Erhöhung der Lohnstückkosten, das Minus der Außenhandelsbilanz, und die Einführung der 35-Stunden-Woche. Hinzukam der Widerstand in den eigenen Reihen, für den Hollande verantwortlich gemacht wurde….

Und wie geht es weiter? Eben steht im letzten Newsletter von LE MONDE, der auf die nächsten Artikel hinweist:
“Que dit Le Monde ? : Le PS mis au défi par la déclaration d’amour de Valls à l’entreprise”.

Noch mehr lesen:

> “Ni godillots, ni déloyaux” : 200 députés PS soutiennent Hollande par Yann Bertrand – FRANCE_INFO – jeudi 28 août 2014 12:19

Noch viel mehr lesen. Und in Deutschland?
” ‘Mutti’ va-t-elle désormais utiliser la ‘méthode douce’ pour convaincre ses partenaires européens de prendre ‘les bonnes décisions ?’ ” fragt heute Frédéric Lemaître auf seinem Blog: >Officiel : Merkel à la recherche de psychologues

> Interview mit Alfred Grosser: > Die deutsch-französischen Beziehungen und die Europapolitik 12.9.2013 auf unserem Blog.

> Gedenkstunde im Bundestag:1914-1918: Alfred Grosser hat am 3. Juli 2014 im Bundestag gesprochen

Les discours de Manuel Valls devant le Medef

27. August 2014 von

Wir werden auch künftig hier auf dem Blog dokumentieren, wie die französische Regierung sich für den Wiederaufschwung und das Wirtschaftswachstum einsetzt. Gerade hat der alte und neue > Premierminister Manuel Valls im Journal du Dimanche am 17. August versprochen, dass die Sparvorgaben eingehalten werden:le 17 août : “Le Pacte de responsabilité et ses 41 milliards de baisse de coût du travail vont véritablement entrer en oeuvre maintenant”.

Heute hat Manuel Valls eine bemerkneswerte Rede vor der Sommeruniversität des > Mouvement des entreprises de France (Medef) gehalten:

“J’ai une conviction : le retour de la croissance passera d’abord par le soutien aux entreprises (…) Je le dis depuis longtemps : il n’y a pas d’emploi sans employeur. (…). Il est absurde de parler de cadeaux faits aux patrons”

Zum Herunterladen: > 27.08.2014 Discours de Manuel VALLS, Premier ministre à l’Université d’été du MEDEF

Er erklärte u.a.: “Les faits sont là : les marges qui diminuent, les déficits de la balance commerciale qui se creusent, le différentiel croissant avec l’Allemagne, qui elle, a su mener les réformes nécessaires …”

und

“Il ne s’agit pas de > se défausser en demandant de changer les règles, en laissant filer les déficits, en s’exonérant des réformes nécessaires, ou bien encore en montrant du doigt l’Allemagne. Il s’agit de regarder les choses en face : aujourd’hui, la faiblesse de l’inflation, l’absence de croissance, alors que la crise frappe depuis 6 ans, sont des circonstances exceptionnelles. Il faut les prendre en compte. Faire de nouvelles économies pour compenser l’effet d’une inflation trop basse et d’une croissance pas encore au rendez-vous, ce serait créer de l’austérité, appuyer sur le frein pour l’ensemble des pays de l’Union. Ce serait finalement mettre en danger le projet européen ; un projet qui n’est pas seulement un grand marché, mais aussi un grand dessein.”

“Man soll nicht die schlechten Karten zurückgeben und eine Änderung der Regeln verlangen, eine Vergrößerung der Defizite erlauben, notwendige Reformen aussetzen, oder gar noch mit dem Finger auf Deutschland zeigen. Jetzt geht es darum, den Realitäten ins Gesicht zu sehen: die Schwäche der Inflation, das fehlende Wachstum und die jetzt schon sechsjährige Krise sind außergewöhnliche Umstände. Wir müssen Sie berücksichtigen. Neue Einsparungen zu machen, um eine zu geringe Inflation und noch fehlendes Wachstum zu kompensieren würde würde Sparmaßnahmen verursachen, die wie ein Bremse für alle Länder der Union wirken würde. Das würde eine Gefahr für das europäische Projekt bedeuten; das Projekt ist nicht nur ein großer Markt, dahinter steckt ein bedeutende Absicht.” (Übersetzung www.france-blog.info)

> Manuel Valls affronte le Medef – LE POINT

> « Standing ovation » pour Valls à l’université d’été du Medef -Le Monde.fr avec AFP | 27.08.2014

Voir aussi :

Manuel Valls était l’invité mardi 26 août du journal télévisé de France 2 suite à l’annonce de la composition de son nouveau Gouvernement.
> Le Premier ministre au JT de France 2 – 27 août 2014

Außenminister Laurent Fabius stellt sich heute den Fragen der Twitter-Gemeinde

27. August 2014 von

french german 

Wunderbar: Das hatte uns Präsident Hollande bei unserem kurzen Gespräch auf dem > Hartmannsweilerkopf versprochen:

Liest und antwortet (twittert) der Außenminister wirklich selber alleine in seinem Büro?


Heute vor 225 Jahren:
Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte

26. August 2014 von

Wie steht es heute im Jahr 2014 um die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789? Nicht gut. Die vielen erschreckenden Nachtrichten aus allen Teilen der Welt belegen, dass diese Erklärung für viele Staaten noch eine weit entfernte Vision ist. Unsere Medien feiern so viele Jahrestage, aber sie würdigen gar nicht oder > nur sehr vereinzelt aber auch > hier den 225. Geburtstag der Verkündung der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte – > Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen, die am 26. August 1789 von der > französischen Nationalversammlung verkündet wurde. Dieser Text ist der wichtigste politische Text der Neuzeit. Man spricht oft nur von den Menschenrechten, aber die Bürgerrechte sollen ihre Durchsetzung garantieren; deshalb muss immer der vollständige Titel dieses Textes genannt werden: Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte war das Ergebnis der Aufklärung und gleichzeitig der Beginn der Demokratie in Frankreich. Ist die Durchsetzung der Menschenrechte so schwer, nur weil ihr in den entscheidenden Momenten die Anwälte für ihre Realisierung fehlen?

Der erste Artikel legte 1789 unmissverständlich die Freiheit jedes Einzelnen fest: Lesen wir hier nur mal drei der 17 Artikel:

Artikel 1
„Les hommes naissent et demeurent libres et égaux en droits. Les distinctions sociales ne peuvent être fondées que sur l’utilité commune.“

“Die Menschen werden frei und an Rechten gleich geboren und bleiben es. Gesellschaftliche Unterschiede dürfen nur vom allgemeinen Nutzen begründet sein.”

Der 2. Artikel legt fest, wie die Menschenrechte gewahrt werden wollen und begründet das Widerstandsrecht:

“Le but de toute association politique est la conservation des droits naturels et imprescriptibles de l’homme. Ces droits sont la liberté, la propriété, la sûreté et la résistance à l’oppression.“

“Der Zweck jeder politischen Vereinigung ist die Bewahrung der natürlichen und unantastbaren Menschenrechte. Diese sind das Recht auf Freiheit, das Recht auf Eigentum, das Recht auf Sicherheit und das Recht auf Widerstand gegen Unterdrückung.”

Der 3. Artikel definiert das Souveränitätsprinzip, das jede Art von Diktatur vermeiden soll.

„Le principe de toute souveraineté réside essentiellement dans la nation, nul corps, nul individu ne peut exercer d’autorité qui n’en émane expressément.“

“Der Ursprung jeder Souveränität liegt in ihrem Wesen beim Volk; keine Körperschaft, kein Einzelner kann eine Gewalt ausüben, die nicht ausdrücklich von ihm ausgeht.”

Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte war 1789 ihrer Zeit weit voraus. Dennoch war sie sofort ein politisches Programm, an der sich Erfolge und Misserfolge der Revolutionäre von 1789 messen lassen mussten. Noch heute birgt diese Erklärung viel revolutionäres Potential in sich, weil viele Staaten weit davon entfernt sind, die Rechte ihrer Staatsbürger anzuerkennen. Und wenn diese Erklärung akzeptiert ist, dann geraten die in ihr ausgedrückten Rechte immer wieder in Gefahr missachtet zu werden. Viele Staaten haben in ihren Verfassungen ganz explizit den Hinweis auf diese Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte aufgenommen, manche haben sie mehr oder weniger bewusst weggelassen.

Camille Desmoulins (1760-1794) war Anwalt, Verleger, Journalist, Autor, Politiker, Abgeordneter, Regierungsmitglied. Sein Engagement für die Revolution verleitete ihn dazu, eine besondere Art des politischen, kämpferischen Journalismus zu entwickeln, der nicht nur berichten, sondern mitgestalten will. Seine Ethik als politischer Aktivist und seine Überzeugungen als Journalist wurden in einem Vorwort am besten von Félix Godart zusammengefasst, als sein Buch Camille Desmoulins d’après ses œuvres, Paris 1889 erschien: Das Vorwort dieses Buches enthält die Déclaration des droits de l’homme. Programm und Maßstab für sein politisches Handeln.

Heiner Wittmann, Camille Desmoulins. Journalismus und Terror, i. Vb.

—, Condorcet und die Französische Revolution, in: Christina Rohwetter, Marita Slavuljica, Heiner Wittmann, (Hrsg.), > Literarische Autonomie und intellektuelles Engagement. Der Beitrag der französischen und italienischen Literatur zur europäischen Geschichte (15.-20. Jh.). Festschrift für Dirk Hoeges zum 60. Geburtstag, Frankfurt/ M. 2004, S. 91-109.

Dirk Hoeges > Die Menschenrechte und ihre Feinde. Deutsche Profile zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik, Köln 2013.

> Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen de 1789 – Wesbite www.legifrance.gouv.fr

> Institut nationale des droits de l’homme – Strasbourg

> Que sont les droits de l’homme?- Nations-Unies – Haut commissariat aux drois de l’homme

> Droits de l’Homme – Site www.diplomatie.gouv.fr

> Déclaration des droits de l’homme et du citoyen – Institut français de l’éducation

Vor 70 Jahren: Die Befreiung in Paris im August 1944

25. August 2014 von

Am Montagabend, 25. August 2014, hat Staatspräsident Hollande anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von der deutschen Besatzung vor dem Rathaus in Paris eine Rede gehalten:

Wir Deutschen und Franzosen müssen noch an einer > gemeinsamen Erinnerungskultur arbeiten. Es gibt mittlerweile Riesenfortschritte, die die Bedeutung und Tragweite der deutsch-französischen Aussöhnung in eindrucksvoller Weise bestätigen. Die > gemeinsame Grundsteinlegung für das deutsch-französische Historial auf dem Hartmannsweilerkopf war ein bemerkenswertes Ereignis, das die deutschen Medien leider eher nur am Rande mitgeteilt haben. Das Gedenken an den Aufstand in Paris im August 1944 vor 70 Jahren, mit dem die deutche Nazi-Herrschaft beendet wurde, bekommt noch immer in unseren Medien keine besondere Aufmerksamkeit. Am 26. August 1944 defilierte die 2. Panzerdivision von General Leclerc auf den Champs-Élysées, an ihrer Spitze geht De Gaulle geht zu Fuß. Später wird er in seinen Kriegsmemoiren sich an diesen Tag erinnern:

« Ah ! C’est la mer ! Une foule immense est massée de part et d’autre de la chaussée. Peut-être deux millions d’âmes. Les toits aussi sont noirs de monde. A toutes les fenêtres s’entassent des groupes compacts, pêle-mêle avec des drapeaux. Des grappes humaines sont accrochées à des échelles, des mâts, des réverbères. Si loin que porte ma vue, ce n’est qu’une houle vivante, dans le soleil, sous le tricolore.
Je vais à pied. Ce n’est pas le jour de passer une revue où brillent les armes et sonnent les fanfares. Il s’agit, aujourd’hui,de rendre à lui-même, par le spectacle de sa joie et l’évidence de sa liberté, un peuple qui fut, hier, écrasé par la défaite et dispersé par la servitude. [...] Il se passe, en ce moment, un de ces miracles de la conscience nationale, un de ces gestes de la France, qui parfois, au long des siècles, viennent illuminer notre Histoire » > La Libération de Paris : le général de Gaulle descend les Champs-Élysées (25-26 août 1944)


Lire :

> La Libération de Paris 19-25 août 1944

> Chronologie de la Libération de Paris > www.charles-de-gaulle.org

> Entretien avec Christine Levisse-Touzé, historienne, directrice du musée du maréchal Leclerc de Hauteclocque et de la libération de Paris et du musée Jean Moulin – La Croix, 19 août 2014

Regarder :

> Le Paris libéré d’août 1944 s’expose à l’hôtel de ville – Site de France-Inter mit vielen weiteren Links und einer Chronologie der Ereignisse

Du 19 au 26 août 1944, Paris se libérait. 70 ans plus tard, une exposition rend hommage à cette semaine décisive pour la ville, avec, entre autres, des documents exceptionnels issus d’un appel aux particuliers.

France-Inter – l’émission du vendredi 22 août 2014
> La libération de Paris vue par Hitler : “une question stratégique”
“Bruno Duvic reçoit Stefan Martens, historien allemand, directeur adjoint de l’Institut Historique Allemand à Paris.”

France-Inter: > Libération de Paris : “Il fallait marcher” – 22 août 2014

70e anniversaire de la Libération de la France et de la victoire sur le nazisme:
> www.le70e.fr **** – Site du ministère de la Défense, secrétariat général pour l’administration, direction de la mémoire, du patrimoine et des archives, 14 rue Saint-Dominique, 75007 Paris

> Libération de Paris

> Henri Cartier-Bresson – FRANCE. Libération. 1944

Am 25. August 1944 hält General de Gaulle im Rathaus von Paris eine Ansprache mit den berühmten Worten: “… Paris, Paris outragé ! Paris brisé ! Paris martyrisé ! mais Paris libéré !… libéré par lui-même, libéré par son peuple, avec le concours des armées de la France…” > http://www.ina.fr/video/I00012416

> Discours de l’Hôtel de Ville de Paris, 25 août 1944

Rücktritt der französischen Regierung

25. August 2014 von

Aufstand zwei Minister: Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg kritisiert den Sparkurs der Regierung und erhält offene Unterstützung vom Erziehungsminister Benoît Hamon. Nach der Kritik des Wirtschaftsminister habe, so melden dies eben L’EXPRESS, LE MONDE, LE FIGARO, Premierminister Manuel Valls Staatspräsident Hollande den Rücktritt der Regierung eingereicht, gemäß LE MONDE hatte Holande ihn darum gebeten. Valls wurde von Hollande mit der Neubildung einer Regierung beauftragt.

> Démission du gouvernement – Website des Elysée-Palastes

Bastien Bonnefous (A Frangy-en-Bresse (Saône-et-Loire), > A la Fête de la rose, Montebourg et Hamon mettent la pression sur Hollande -Le Monde.fr -24.08.2014


> Arnaud Montebourg : « Les choix politiques ne sont pas figés » – LE MONDE | 23.08.2014 • Mis à jour le 25.08.2014 | Propos recueillis par Bastien Bonnefous, Patrick Roger et Thomas Wieder

Montebourg möchte die Beendigung der Krise zur Priorität machen und die dogmatische Reduzierung der Defizite, die seiner Meinung nach zu Sparmaßnahmen und zur steten Steigerung der Arbeitslosigkeit führen, hinten anstellen und hat damit auch die Politik der Bundeskanzlerin im Visier.

A. Montebourg beantwortete die Frage: “Que faut-il faire avec l’Allemagne ?”

mit

“Il faut hausser le ton. L’Allemagne est prise au piège de la politique austéritaire qu’elle a imposée à toute l’Europe. Quand je dis l’Allemagne, je veux parler de la droite allemande qui soutient Angela Merkel. La France n’a pas vocation à s’aligner sur les axiomes idéologiques de la droite allemande. Je ne peux que remercier Sigmar Gabriel, mon homologue socialiste à l’économie, qui pousse dans le même sens que nous.”


> Le blog d’Arnaud Montebourg

> Arnaud Montebourg appelle à un changement de cap économique – LE FIGARO, 23/08/2014

La bise – wie oft? Rechte Wange? Linke Wange?

25. August 2014 von

Wir freuen uns ganz besonders, wenn auch ältere Artikel auf diesem Blog immer wieder gelesen werden: Man kennt sich ein wenig und wird in Frankreich gleich geküsst. Und die Gastgeber wundern sich, wenn die Deutschen ihnen partout immer noch die Hand geben wollen.

Vor sieben Jahren veröffentlichte der Ernst Klett Verlag wichtige Reiseunterlagen für jeden Austausch mit oder jede Reise nach Frankreich: la carte des bises pour vous aider à mieux préparer votre prochain voyage en France. Eben hat Nathalie Laurent uns ein Mail geschickt, um einiges in Punkto Bises richtigzustellen. Nicht dass unser Artikel vom 5. März 2007 > Faire la bise fehlerhaft war, nein, er war ein bisschen zu kurz. Das stimmt. Nathalie Laurent schreibt uns “Über eine kleine Nuance an der Carte des Bises wäre angebracht / Une petite nuance devrait être apportée à votre Carte des Bises. En Provence, ma “Patrie” on échange 2 – 3 bises selon les regions et occasion socio culturelles / in der Provence, meiner “Heimat” gibt es 2 – 3 bises je nach Region und socio-kulturellen Anlass In Montpellier gibt es ebenfalls 2 – 4 bises / A Montpellier, on échange également 2 – 4 bises.” Wir ahnten und wussten, dass das kompliziert ist… in manchen Gegenden Frankreichs gibt man sich eben nicht mit zwei bises zufrieden, und der Deutsche merkt sofort, wenn er mit der falschen Wange angefangen hat. Peinlich ist das überhaupt, man darf sich stets und ständig über diese kleine kulturellen Unterschiede freuen, die Franzosen oder Französinnen bringen das ihren deutschen Freunden/innnen schnell bei. Und > Nathalie Laurent schickt uns einen Link mit, wo man ihre Behauptungen interaktiv durch Klicken “verifizieren” kann > www.combiendebises.free.fr.

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Videos aus dem Internet für den Französisch-Unterricht

21. August 2014 von

Der Abiturjahrgang 2014 in Baden-Württemberg musste sein Hör- und Hör-/Sehverstehen mit einer Klausur unter Beweis stellen. Dazu liegt ein “Eckpunktepapier” zur Abiturprüfung vor.

Zum Thema > Videos aus dem Internet für den Französisch-Unterricht gibt es auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg viele grundsätzliche Hinweise zum Finden, Speichern und Bearbeiten von Videos.

> Die Videos auf unserem Blog

Video mit Schulaufgaben: > Berlin, 14 juillet 2014. Interview avec S. E. M. Maurice Gourdault-Montagne

Oder > > Nachgefragt: Jean-Noël Jeanneney, La Grande Guerre, si loin, si proche

 

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