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Archiv für die Kategorie 'Französisch'

Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes

Sonntag, 22. März 2015

Nachdem wir auf unserem Blog über die neue Frankreich-Strategie des Saarlandes > Bis 2043 wird Französisch Verkehrssprache im Saarland geschrieben haben, wurde heute unser Blog in der Staatskanzlei von der Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer zu einem Interview empfangen.

Wir haben Sie nach ihrer Bilanz als Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die Deutsch-Französische Zusammenarbeit, ein Amt das sie turnusgemäß Ende 2015 an den Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz abgegeben hat, gefragt.

Zum Herunterladen:
<<< > Umsetzung der Frankreichstrategie: „Feuille de route“ verabschiedet – Saarländische Landesregierung stellt Fahrplan für 2015/2016 vor

Französische Version: > France-Stratégie

Außerdem hat die Ministerpräsidentin uns die Frankreichstrategie des Saarlandes erläutert, mit der bis 2043 Französisch als Verkehrssprache im Saarland eingeführt werden soll; nicht als 2. Amtssprache, aber Französisch soll im Saarland dennoch einen bemerkenswerten Status erhalten, der in vergleichbaren Nachbarsituationen in Europa seinesgleichen bisher vergeblich sucht:

In diesem Zusammenhang muss man daran erinnern, dass das Saarland schon längst keine bloße Grenzregion mehr ist. Man fährt von Saarbrücken nicht einfach über die deutsch-französische Grenze, sondern man reist im Saarland, in Rheinland-Pfalz, im Grenzgebiet zu Frankreich, in Lothringen oder in Luxemburg durch eine > www.granderegion.net.

Das Saarland fängt also in Sachen deutsch-französischer Kooperation keineswegs bei Null an, aber es gibt in den letzten vier Jahren eine bemerkenswerte Zahl von Initiativen zugunsten der ganz praktischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit mit Frankreich und besonders mit der Region Lothringen, die, und das ist ein erstes bemerkenswertes Ergebnis der saarländischen Frankreichstrategie, jetzt auch an einer Deutschlandstrategie arbeitet, die im kommenden Juni vorgestellt werden soll.

> Bis 2043 wird Französisch Verkehrssprache im Saarland

Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre (I/II)

Mittwoch, 11. März 2015

Wie bereits in einem vorhergehenden Beitrag angedeutet, kann www.france-blog.info mit seinem > TV-Studio auch kurze Videos herstellen: > Lire Sartre : Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre. Wie angekündigt folgt jetzt hier ein längeres Gespräch über Sartre, mit dem das 2011 aufgenommene > Gespräch mit Michel Sicard über Sartre ergänzt wird. Wir zeigen den Film (insgesamt ca. 120 Min.) hier in zwei Teilen.

Michel Sicard erklärt hier, wie er Sartre kennnengelernt hat, wieso seine politischen Werke heute eine geringere Bedeutung haben, und die besondere Bedeutung der Ästhetik im Werk von Sartre:

Teil 1:

Teil 2:

Ohne den Inhalt des Films hier zu resümieren, sollen fünf Zitate aus dem Werk von Sartre, die Bedeutung seiner Ästhetik verdeutlichen:

1970 akzeptiert er gegen seine Gewohnheit, nicht im Radio aufzutreten, eine Einladung von > Jacques Chancel (1928-2014) zur Sendung Radioscopie und erklärt u.a. „Les véritables forces sont celles de la conscience et de la liberté. Je n’ai jamais accepté le matérialisme stupide qui réduit l’homme à être une chose parmis les choses.“ Sartre, [Interview mit J. Chancel], 1970. Ob es stimmt, dass er während der Sendung vergessen hat, den kleinen Zettel mit der Kontonummer von Libération, die Zeitung, an deren Gründung, er damals gerade beteiligt war, und ihn vorzulesen, bleibt dahingestellt.

1970/1972 erscheinen die drei Bände L’Idiot de la famille. La vie de Gustave Flaubert. 1921-1857, mit denen er herausfinden, wie Flaubert sich zum Autor von Madame Bovary gemacht hat. Aber auch 2800 Seiten geht es um noch mehr: « N’importe qui vous le dira : ’Gustave Flaubert, c’est l’auteur de Madame Bovary.’ Quel est donc le rapport de l’homme à l’œuvre ? Je ne l’ai jamais dit jusqu’ici. Ni personne à ma connaissance. Nous verrons qu’il est double : Madame Bovary est défaite et victoire ; l’homme qui se peint dans la défaite n’est pas le même qu’elle requiert dans sa victoire ; il faudrait comprendre ce que cela signifie. »
Sartre, L’Idiot de la famille. Lavie de Gustave Flaubert de 1821 à 1857, t. I, Paris 1988, p. 8.

Scon in dem Questions de méthode, ein Text, der 1957 in einer polnischen Zeitschrift erschien, und als Vorwort der französischen Ausgabe der Critique de la Raison dialectique wiederabgedruckt wurde, schrieb er: « L’œuvre pose des questions à la vie. Mais il faut comprendre en quel sens: l’œuvre comme objectivation de la personne est, en effet, plus complète, plus totale que la vie. Elle s’y enracine certes, elle l’éclaire mais elle ne trouve son explication totale qu’en elle-même. » Sartre, Questions de méthode, dans: Critique de la raison dialectique, Paris 1985, p. 108.

Eine Zusammenfassung der Ästhetik Sartres steht am Ende von La Nausée (1938), als Roquentin über ein künftiges Buch nachdenkt: « Une histoire, par exemple, comme il ne peut en arriver, une aventure. Il faudrait qu’elle soit belle et dure comme de l’acier et qu’elle fasse honte aux gens de leur existence. » Sartre, La Nausée.

Und schließlich gründete Sartre 1947 in Qu’est-ce que la littéraure ? die Rezeptionsästhetik: « C’est l’effort conjugué de l’auteur et du lecteur qui fera surgir cet objet concret et imaginaire qu’est l’ouvrage de l’esprit. Il n’y a d’art que pour et autrui. » Sartre, Qu’est-ce que la littéraure ? Paris 1948, p. 55.

Bis 2043 wird Französisch Verkehrssprache im Saarland

Freitag, 20. Februar 2015

Am 21. Januar 2014 haben Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger haben die Frankreichstrategie der saarländischen Landesregierung im Rahmen der Landespressekonferenz vorgestellt.

Kernpunkt der neuen Strategie ist die Absicht, Französisch im Saarland bis 2043 zur Verkehrssprache, also zur zweiten Amtssprache zu machen. Die Weichen sind gestellt und wir wollen hier darüber berichten, was das bedeutet und wie das gemacht worden ist. Im Januar 2015 wurden die > Eckpunkte einer Frankreichstrategie für das Saarland von der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer vorgestellt.

frankreich-stretegie-saarland

Die neue Strategie beruft sich auf die Frankreichkompetenz des Saarlandes, die überall in der Wirtschaft, Politik, Bildung, Kultur und Forschung zum Ausdruck kommt. In diesem Zusammenhang wird auf die Erfolge des Saarlandes und das Engagement der Landesregierung besonders unter der Ministerpräsidentin im Rahmen ihres Amtes als Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit hingewiesen, das kürzlich turnusgemäß Bürgermeister Olaf Schulz in Hamburg übertragen wurde. Tatsächlich kann das Saarland wichtige Erfolge der letzten Monate vorweisen: die Ansiedlung des französischen Sekretariats des Deutsch Französischen Kulturrats in Saarbrücken,

Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

die erfolgreiche Grenzraumkonferenz der deutsch-französischen Grenzregionen am 15.07.2013 mit der „Saarbrücker Erklärung“, die Strategietagung zur grenzüberschreitenden beruflichen Bildung mit über 200 Gästen aus ganz Deutschland und Frankreich, die Ansiedlung einer Außenstelle des Deutsch-Französischen Jugendwerks in Saarbrücken und sowie die Einrichtung einer Fachstelle für grenzüberschreitende Ausbildung. Die > Frankreichstrategie soll ein “ein ganzheitliches und zivilgesellschaftliches Projekt” (S. 4) begründen. Die Bestandsaufnahme S. 5-8 des Eckpunkte-Papiers beschreibt eine bemerkenswerte Verzahnung der saarländischen und französischen Wirtschaft besonders in den grenznahen Regionen. Das Saarland 2043 soll ein multilingualer Raum deutsch-französischer Prägung werden. Man will sich am mehrsprachigen Vorbild Luxemburgs orientieren: Für das Saarland ist das Ziel gesteckt: “Langfristig soll die französische Sprache an Alltagsrelevanz gewinnen,” (S. 9) und das kleine Bundesland schreibt sich die Mehrsprachigkeit in den Bildungseinrichtungen auf die Fahne: Es geht keinesfalls nur darum, lediglich den eigenen Bürgern Französisch beizubringen, denn “Das Saarland soll im Bundesgebiet erster Ansprechpartner für deutsch-französische Beziehungen werden. Die sprachlichen und interkulturellen
Kompetenzen seiner Bevölkerung bilden die Basis dieser Entwicklung.” (S. 10)

Das Saarland will auch seine Brückenfunktion behaupten und
ausbauen: “Das Saarland soll aus französischer Sicht zu einer Brücke nach Deutschland und zum Tor zu Frankreich aus deutscher Sicht werden und neben Brüssel, Straßburg und Luxemburg Standort europäischer Einrichtungen.” (ib. u. bes. S. 13 f.) Raumplanung, innere Sicherheit, Bildungswesen, Medien, alle politischen und soziale Themen werden in das Projekt eingebunden. Dabei wird zwischen einer Binnen-Strategie (vgl. S. 14, 16) und einer Außen-Strategie (S. 14, 17), die die Brückenfunktion des Saarlandes stärken soll, unterschieden.

Die > Frankreichstrategie wird im Saarland Chefsache, d. h. die Staatskanzlei kontrolliert ihre Umsetzung im Rahmen der Richtlinienkompetenz der Regierungschefin. Das Saarland will die Rahmenbedingungen für französisch und französisch-deutsche Unternehmen verbessern. Ein Runder Tisch “Frankreich” (S. 28) wird zusammen mit dem Sprachenrat Saar einberufen, der durch seine Vorschläge dazu beitragen soll, “die Alltagsrelevanz des Französischen im Saarland” zu stärken. Die ehemalige französische Botschaft in Saarbrücken (Architekt Georges-Henri Pingusson) soll ein neues Zuhause für saarländische Frankreich-Kompetenz werden, außerdem soll ein Pariser Büro (S. 37) die ganze Bandbreite der saarländischen Aktivitäten in Paris repräsentieren.

Die weiteren Schritte: Auf eine öffentliche Anhörung folgt mit eine Auftaktveranstaltung unmittelbar nach dem Beschluss im Ministerrat. Nach der öffentliche Präsentation soll die “Implementierung und Umsetzung der Strategie … auf der Basis eines von der Landesregierung zu erarbeitenden Masterplans, mit selbständiger und eigenverantwortlicher Verwirklichung im Geschäftsbereich jedes einzelnen Ressorts (§1, Abs. 1 GOReg)” erfolgen


Zweisprachigkeit! Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer geht mit gutem Beispiel voran:


In der Tat hat das Saarland hinsichtlich der Kompetenz und der Erfolge in der deutsch-französischen Kooperation sich eine bemerkenswerte Stellung geschaffen, besonders wenn andere Bundesländer immer noch selbst in unmittelbarer Grenznähe um die Sprachenfolge Französisch/Englisch ringen. Das Saarland macht sich seine Größe zum Erfolgsrezept. Die Ansiedlung deutsch-französischer Institutionen fördert die Brücken- und Vermittlungsfunktion nicht nur in politischer, auch in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Und hinsichtlich der Bildungs- und Sprachenpolitik können die anderen Bundesländer vom Saarland viel lernen.

Unser Blogkonzept. Zuerst der Beitrag, die Recherche. Der Artikel Nachgefragt: Die Frankreichstrategie des Saarlandes folgt hier demnächst, wenn die > Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer uns erneut zu einem Interview empfangen hat.

Die Presse berichtet:

Hannelore Crolly > Das kleine Saarland wird jetzt zweisprachig – DIE WELT, 21.1.2014

> Lothringen arbeitet an Deutschland-Strategie – SR-Online

> Twitter-Acount der Ministerpräsidenten Kramp-Karrenbauer

http://www.welt.de/politik/deutschland/article124090161/Das-kleine-Saarland-wird-jetzt-zweisprachig.html

Von Hannelore Crolly

Die Jahrestagung der Groupe d’études sartriennes GES 2015 in Paris

Dienstag, 17. Februar 2015

Die Jahrestagung der > Groupe d’études sartriennes GES 2015 wird am 19. und 20. Juni 2015 in der Universität Sorbonne in Paris stattfinden.

Es sind drei Themenblöcke vorgesehen: 1. Écrire, militer, s’engager : les styles de Sartre, 2. Le Saint Genet : morale, éthique, politique und 3. Varia, die eine besonders spannende Tagung versprechen.

> Appel à communications 2015 *.pdf

Die Vorschläge für Vorträge – Titel und Resümee in einem Absatz – sind an die beiden Secrétaires du GES bis zum 10. März 2015 zu senden: Alexis Chabot > alexis.chabot@orange.fr oder Florence Caeymaex > F.Caeymaex@ulg.ac.be. Die Vorträge dürfen 30 Minuten nicht überschreiten.

Beim ersten Thema Écrire, militer, s’engager : les styles de Sartre geht es um die Frage der Écriture engagée, des Engagierten Schreiben. Gemeinhin wird damit die Vorstellung verbunden, ein Schriftsteller wird auf einen Umstand oder einen Vorgang aufmerksame, möchte ihn ändern und macht sich daran, darüber etwas zu schreiben. Engagier Dich, sagen seine Freunde oder seine Leser. Es gibt sogar einen Eintrag in Wikipedia > Engagierte Literatur, der sich im ersten Satz auf Metzlers Literaturlexikon bezieht: “Als Engagierte Literatur bezeichnet man im weitesten Sinne jede Literatur, die ein politisches, soziales, religiöses oder ideologisches Engagement erkennen lässt und dieses mit den Mitteln der Literatur vorträgt und verficht.” und dann auch noch als Beleg anführt, der Begriff solle von Jean-Paul Sartre stammen : “Der Begriff Engagierte Literatur wurde 1945 von J. P. Sartre geprägt.[2]” (ib.) Vielleicht müsste die Kollektive Intelligenz von Wikipedia bei Sartre selbst nachschauen, denn er versteht das Engagement des Schriftstellers ganz anders. Was er auch schreibt, der Schriftsteller steht dafür mit seiner Verantwortung ein, daraus folgt, er ist immer engagiert, sowie er die erste Silbe schreibt: “Parler c’est agir: toute chose qu’on nomme n’est déjà plus tout à fait la même, elle a perdu son innocence,” erklärt Sartre in Qu’est-ce que la littérature? (Paris 1948, S. 59) Vgl. dazu H. Wittmann, >Sartre und die Kunst. Die Porträtstudien von Tintoretto bis Flaubert, Tübingen, Narr, S. 61-72.

Die Groupe d’études sartiennes fragt in Ihrem Themenvorschag für das Juni-Kolloquium: “La théorie de l’engagement développée dans l’après-guerre est l’un des aspects les plus fameux et les plus controversés de l’oeuvre de Sartre. Souvent interprétée comme une injonction lancée aux écrivains, alors que l’engagement est pour Sartre un état de fait découlant de la nature même de l’acte d’écrire, elle n’a cessé de poser la question de la conciliation complexe d’une telle conception et de la préoccupation proprement littéraire : l’écriture, le style, la recherche esthétique et le déploiement de l’imaginaire seraient vraiment-ils négligés par l’auteur de Qu’est-ce que la littérature ?” und trifft damit den Kern der Sartreschen Literturtheorie: vgl. H.W.: > Appeler un chat un chat. Sartre et les lettres,Vortrag. Le colloque annuel du Groupe d’Etudes sartriennes, 24 juin 2011 en Sorbonne à Paris:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

ges-sartre.fr

> www.ges-sartre.fr

Das zweite Thema dreht sich um die Biographie, die Sartre 1952 zu Jean Genet verfasst hat. Über 750 Seiten! Nicht nur ein Vorwort zu den Gesammelten Werken von Genet, sondern gleich deren erster Band: Sartre, Jean Genet. Comédien et martyr, in: J. Genet, Œuvres complètes, t. I., Paris 3/1952. “Tu es un voleur”, muss sich der kleine Jean anhören, als er beim Diebstahl ertappt wird. Diese Szene prägt ihn, er gleitet ab, fängt sich aber und wird ein berühmter Theaterautor. Wie macht sich ein Individuum zum Künstler, fragt Sartre implizit in seiner Studie, die nicht unbedingt nur eine Biographie ist. Der Schlüssel zum Verständnis des Saint Genet wird in dessen letztem Kapitel dargelegt: « Prière pour le bon usage de Genet » « Seule la liberté peut rendre compte d’une personne en sa totalité » womit Sartre auf die Schwächen der psychoanalytischen und der marxistischen Erklärungsansätze hinweist. Die Groupe d’études sartriennes bezeichnet den Saint Genet in ihrem Themenvorschlag: als ein “œuvre de transition entre L’être et le néant et la Critique de la Raison dialectique, où l’on voit se transformer les questions de la philosophie existentielle en direction d’une pensée historique et politique, et résolument dialectique : le problème de la liberté comme libération à travers, notamment de l’exploration renouvelée du rôle de l’altérité — non seulement sous la figure d’un autrui particulier, mais aussi sous celle de la division sociale, historiquement constituée — dans la dynamique du rapport à soi ; le problème de la « valeur » et de la constitution du désir à travers l’exploration du rôle de normes morales socialement constituées — l’ouvrage trouvant ici sa place entre les Cahiers pour une morale et les conférences sur Morale et histoire.” Es geht also um den Freiheitsbegriff bei Sartre und darum, wie Sartre mit den > Studien über Künstler Philosophie, Kunst und Literatur in seinem Werk miteinander verbunden hat.

sartre-gesellschaft

> www.sartre-gesellschaft.de

Un entretien avec Alfred Grosser

Montag, 1. Dezember 2014

french german 

“Numérique et pédagogie de projet : osons innover !” -
le 12 novembre 2014 à Paris

Dienstag, 18. November 2014

Les lecteurs assidus de notre blog se rappellent l’interview avec Muriel Epstein et son projet TRANSAPI sur notre Blog > Nachgefragt: Muriel Epstein répond à nos question sur TRANSAPI. Dans cet article, nous avons mentionné que Muriel Epstein nous avait emmené, après notre interview, à la Conférnce “Numérique et pédagogie de projet : osons innover !” – le 12 novembre 2014.

Les organisateurs de la conférence > osonsinnover.education > Madmagz nous ont envoyé les liens vers les vidéos enregistrées au cours de cette conférence. Nous sommes particulièrement heureux de pouvoir – avec l’aimable autorisation du MADMAGZ – les afficher ici et de partager avec vous le plaisir et l’expérience d’avoir asssité cette conférence:

Conférence “Numérique et pédagogie de projet : osons innover !”

> Communiqué de presse: “Paris – Stop à l’éducation passive ! Profitons des apports du numérique pour évoluer vers une pédagogie de projet qui rend les élèves acteurs de leur apprentissage. À l’heure où la France affiche encore un retard important en matière de numérique à l’école et où la pédagogie de projet a fait ses preuves en termes de responsabilisation et motivation des élèves, > Madmagz réunit le 12 novembre 2014 les grands experts et professionnels de l’Education pour lancer une réflexion et insuffler une nouvelle dynamique. Un événement parrainé par > Julie Higounet, experte en « usages pédagogiques du numérique et des TICE » et organisé en partenariat avec > Educavox et > le Labo de l’édition.”

> Revivre la conférence en vidéo


1. La pédagogie de projet et le numérique : où en est la France ? – Serge Tisseron, docteur en psychologie, psychanalyste et chercheur associé HDR à l’Université Paris VII : > video 00:00 – 00:51)

2. Quand le numérique favorise la collaboration entre les pays et le dialogue interculturel – le cas eTwinning – Muriele Dejaune, ambassadrice eTwinning – Académie de Versailles et Caroline Vincent, chargée de formation au Bureau national d’eTwinning : > video 00:53 – 1:20

3. Lutte contre le décrochage scolaire et pédagogie alternative – le cas TransiMOOC – Adeline Del Medico, enseignante – Sciences Economiques et Sociales – Académie de Créteil et Muriel Epstein, présidente de Transapi : > video 1:40 – 2:19

4. Collaboration, responsabilisation des élèves, éducation aux médias, réconciliation avec l’écriture – les apports du journal scolaire numérique – Baptiste Genestin, coordinateur pédagogique pour l’élémentaire à l’Ecole Internationale de New York (EINY) (video), Annélie Rousseau, professeur-documentaliste au Lycée professionnel Antoine de Saint Exupéry à Halluin (59) – Académie de Lille : > video 2:26 – 2:37

5. Publier, une compétence fondamentale à l’heure de l’éducation numérique – Michel Guillou, consultant, observateur du numérique éducatif et des médias numériques, conférencier : > video 2:37 – 2:57

6. Conclusions : mise en parallèle des usages des TICE dans des environnements culturels différents – Julie Higounet, experte en « usages pédagogiques du numérique et des TICE » et directrice des programmes au sein du Lycée International Franco-Américain de San Francisco : > video video 3:02 – 3:25

Claude Tran,Educavox a enregistré l’ouverture de la conférence poar Youssef Rahoui, Président du > Madmagz :

Véronique Garczynska explique le programme Déclic

Dienstag, 18. November 2014

Au Centre de Recherches Interdisciplinaires CRI de l’Université Desartes á Paris, vendredi, 14 novembre 2014, nous avons rencontré Véronique Garczynska. Elle a répondu à nos questions sur le prgramme Déclic:

“Nos élèves sont créatifs et ils ne le savent pas ! IIs ont envie de s’engager dans un projet qui a du sens pour eux mais ils n’en ont pas l’occasion. Le programme déclic propose de susciter l’envie d’innover et d’agir pour répondre à un problème concret économique social, environnemental.

En inspirant les élèves avec des vidéos, exemples d’initiatives qui ont changé le monde, en organisant des rencontres avec des hommes et des femmes qui se sont investis pour répondre à un problème qui les touchent, DECLIC ouvre l’horizon des jeunes ; « C’est possible ! Certains ont changé le monde alors, pourquoi pas moi ? ». Face à un défi concret, les jeunes recherchent, par groupe, en utilisant des techniques de production d’idées, une solution innovante qu’ils pourront mettre en œuvre.” > Promouvoir l’esprit d’initiative et l’innovation des lycéens avec Déclic

Nachgefragt: Florence Rizzo répond à nos questions sur SynLab

Dienstag, 18. November 2014

Im > Centre de Recherches Interdisciplinaires CRI der Universität Paris-Descartes haben wir am 14. November Florence Rizzo besucht, die unsere Fragen zu > SynLab und > www.batisseursdepossibles.org beantwortet hat.

Florence Rizzo ist Mitbegründerin und Direktorin des > SynLab. Sie hat eine 10-jährige Erfahrung mit der Entwicklung neuer pädagogischer Projekte. Sie hat ein Diplom von Sciences Po, l’ESSEC (Chaire Entrepreneuriat Social) und INSEAD ISEP Singapour.

“SynLab est une association loi 1901 qui accompagne les acteurs éducatifs (enseignants, parents, éducateurs, etc.) pour qu’ils intègrent davantage les dimensions humaines et sociales dans leurs pratiques, permettant ainsi la réalisation du potentiel de chaque enfant.

Dans l’optique d’un changement à grande échelle, SynLab fait le pont entre les acteurs du monde de la recherche et du monde de l’éducation, et tire le meilleur des innovations françaises et internationales en matière d’éducation et de formation.”

Wir haben sie gefragt, wie das SynLab organisiert wird. Welche Handlungsfelder gibt es? Wie werden Schul- und Unterrichtssituationen analysiert? An welche Schüler wendet sich das SynLab und die > www.batisseursdepossibles.org:

batisseursdu possible-500

> On the way(s) to school

Nachgefragt: Muriel Epstein répond à nos question sur TRANSAPI

Montag, 17. November 2014

| Adorno und Sartre: 18.11. | Napoleon III. : 20.11. | Le rapport Jules Ferry 3.0 |

muriel-epstein

Nachdem wir hier auf unserem Blog Sophie Pène im Centre de Recherches Interdisciplinaires CRI der Universität Paris-Descartes zum > Rapport Jules Ferry 3.0 befragt haben, hat Sie uns andere Initiativen genannt, die vom CRI beherbergt werden, und die wir am 12. und 14. November 2014 im CRI interviewt haben. Ein Interview mit > François Taddei, dem Leiter des CRI, folgt auf unserem Blog. Muriel Epstein hat unsere Fragen zu Transapi- Un projet d’apprentissage innovant beantwortet. Nach unserem Interview hat sie den Frankreich-Blog zu der Conférence Numérique et pédagogie de projet osons innover ! mitgenommen, und wir haben dort gefilmt, wie sie TRANSAPI vorgestellt hat. Übrigens alle Vorträge dieser Konferenz sind online: > www.osonsinnover.education/:

Comme promis dans la vidéo, voilà la fiche de lecture Marivaux :

Was ist TRANSAPI?

Muriel Epstein, Transapi, Innovation dans l’éducation, éducation à l’innovation from Mardis de l'innovation on Vimeo.

Noch ein Beispiel. Was ist das “Socialisation” ?

Samstag, 15. November 2014
4. Ludwigsburger Französischlehrertag: Vivons le français!

Freitag, 14. November 2014
Auf unserem Blog:

> Diskutieren Sie über den Rapport Jules Ferry 3.0 …
> Nachgefragt: Sophie Pène spricht über den Bericht JULES FERRY 3.0
> JULES FERRY 3.0 – Bâtir une école créative et juste dans un monde numérique
> Discours de M. le président de la République en hommage à Jules Ferry

Auf dem 4. Ludwigsburger Französischlehrertag (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, 71634 Ludwigsburg, Reuteallee 46, Gebäude 1) am Samstag, 15.11.2014: wird > M. Alfred Grosser (professeur émérite – Institut d’études politiques, Paris) von 10h – 11h einen Vortrag France-Allemagne au niveau politique et au niveau sociétal halten.

> Programm des 4. Französischlehrer-Tags *.pdf

Französischsprachige ateliers bieten den Teilnehmern und Teilnehmerinnen Gelegenheit dazu, am 4. Ludwigsburger Französischlehrertag nicht nur ihre didaktisch-methodischen Kompetenzen zu erweitern, sondern aktiv ihre Französischkenntnisse einzusetzen, um ihre Unterrichtskompetenz weiter auszubauen.

> Beschreibung der Ateliers

Anmeldung:

Anmeldeformular – 4. Französischlehrertag *.doc
Anmeldeformular – 4. Französischlehrertag *.pdf

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