Emmanuel Macron hat Angela Merkel in Beaune verabschiedet

In Beaune ist Bundeskanzlerin Angela Merkel von Staatspräsident Emmanuel Macron mit dem Großkreuz der Ehrenlegion geehrt worden. Außerdem bekam sie als Geschenk das Dokument, in dem Ihr Name zum ersten Mal in Frankreich auftauchte, damals war sie Mitglied der Delegation unter der Leitung von Thomas de Maizière:

https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1456041945143382017

Die besondere Herzlichkeit, mit der Angela Merkel in Beaune von Emmanuel Macron und der Bevölkerung empfangen wurde, ist das Ergebnis ihrer außergewöhnlichen langen 16-jährigen deutsch-französischen Kooperation:

https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1455964860622254087

Sicher, manchmal war das Verhältnis zwischen Macron und Merkel nicht so einfach, zumal die deutche Regierung die > europapolitischen Vorstellungen von Macron nicht so beantwortete, wie dieser es sich vielleicht gewünscht hätte. Aber die neue Regierung in Berlin wird in dieser Hinsicht möglicherweise neue Antworten entwickeln. Aber es gab auch einen historischen Tag im Juli 2020, > > Emmanuel Macron: “Jour historique pour l’Europe !”, der einen sehr engen Schulterschluss zwischen Deutschland und Frankreich ermöglichte.

Das Vermächtnis von Angela Merkel ist trotz mancher Irritationen unter Freunden ein stabiles deutsch-französisches Verhältnis, das aber auch, um Alfred Grosser zu zitieren, immer wieder neu erklärt werden muss.

https://twitter.com/RegSprecher/status/1456044711337205763

https://twitter.com/bleubourgogne/status/1455936529935872005

Und jetzt?

https://twitter.com/debatRFI/status/1455969274531508228

Auf Einladung von Präsident Emmanuel Macron: Der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Fort de Brégançon

> L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020)


35 Jahre ist es her, dass ein Bundeskanzler den französischen Präsidenten in dessen Sommerresidenz Fort de Brégançon an der Côte d’Azur besucht hat. 1985 wurde dort Helmut Kohl von François Mitterrrand empfangen. Nun ist gestern Angela Merkel auf Einladung von Emmanuel Macron dorthin gereist. Beide haben bei diesem Treffen hauptsächlich europäische Themen erörtert. Aber auch die Lage im Nahen Osten, in Mali wie auch das Verhältnis zu Russland einschließlich der möglichen Vergiftung von Alexei Nawalny sowie die Situation in Weißrussland wurden erörtert. Im Fall Nawalnys haben Macron und Merkel ihrem Wunsch nach einer Untersuchung seines Falls Ausdruck verliehen – das gab es bei ähnlichen Fällen bisher nicht. Zugleich wurde auf den offenen Dialog mit dem Kreml hinsichtlich einer Lösung der Krise in Weißrussland ausdrücklich hingewiesen. Beide Politiker berichteten, Moskau eine Vermittlung im Rahmen der OSZE, der Russland und Weißrussland angehören, vorgeschlagen zu haben. Macron fügte hinzu, Putin ie diesem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen, er meinte jedoch, Aljaksandr Lukaschenka zögere noch.

Auf der Website des ÉLyséepalastes > Visite de la Chancelière allemande Angela Merkel au Fort de Brégançon wird der Gastgeber mit diesen Worten zitiert: « Dieser Besuch spiegelt das außergewöhnliche Maß an Übereinstimmung und gemeinsamem Engagement zwischen Deutschland und Frankreich wider, und zwar sowohl auf bilateraler, europäischer als auch internationaler Ebene. Das ist unsere Stärke! »

Mit der modernen Technik bekommt man beinahe das Gefühl, dabei gewesen zu sein:

Die Pressekonferenz auf Französisch:

Die Pressekonferenz auf Deutsch:

> Jour historique pour l’Europe ! – site du Palais de l’Élysée

https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1296549905167781888

https://twitter.com/RegSprecher/status/1296465484280475654

Lundi, 20 juillet 2002 : Le Président de la République Emmanuel Macron et la Chancelière Angela Merkel se prononcent à Bruxelles

Mardi matin 21 juillet:


Lundi vers 13 h :

1. Regardez/Ecoutez la déclaration du Président Macron promoncée öle 20 juillet vers 13 h deux fois

2. Quels sont selon le Président Macron les grandes ambitions pour l’Europe ?

3. Rédigez un bref texte qui résume les propos du Président que le présentateur du journal pourrait lire à la télévision-

4. Vous n’avez pas tout compris?

PONS vous aidera:

> La déclaration du Président de la République à son arrivée au Conseil européen extraordinaire

> Initiative franco-allemande pour la relance européenne face à la crise du coronavirus / Deutsch-französische Initiative “Europa muss zusammenstehen” – 8. Juli 2020

> Deutsch-französische Initiative “Europa muss zusammenstehen” – Nachgefragt: Prof. Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen
Mai 22nd, 2020

> L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe

La rencontre de la Chancelière Angela Merkel avec le Président de la République Emmanuel Macron à Meseberg

french german 

Online-Podiumsdiskussion: Neustart des deutsch-französischen Motors: Der Macron-Merkel-Plan für die Finanzierung der wirtschaftlichen Erholung in Europa

> Initiative franco-allemande pour la relance européenne face à la crise du coronavirus / Deutsch-französische Initiative “Europa muss zusammenstehen” – 19. Mai 2020

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Online #Französisch-lernen I ff.: Die Übersicht

Mittwoch 1. Juli 2020, 17-18 Uhr, Webinar (Zoom) / In deutscher Sprache / kostenlos /
Voranmeldung erforderlich unter > info.stuttgart@institutfrancais.de

Auftakt der Veranstaltungsreihe „Der Aachener Vertrag: Neue deutsch-französische Impulse für Europa?“

Die aktuelle Pandemie hat auch die deutsch-französischen Beziehungen belastet. Man denke zum Beispiel an die Grenzkontrollen zwischen den Ländern, die alte Ressentiments zutage förderten. Vor allem die Differenzen bzgl. der finanziellen Antwort der EU auf die Krise schienen unüberbrückbar. Nun haben Präsident Macron und Bundeskanzlerin Merkel mit einem gemeinsamen Plan für eine europäische Wirtschaftspolitik überrascht und damit endlich eine Blockade überwunden, die ganz Europa gelähmt hat.

Tout un système :
> 12 Reden über Europa: Macron und Europa

Gerade Südeuropa, das eine europäische Antwort sehr vermisst hat, begrüßt diesen Durchbruch. Was sind nun die wesentlichen Elemente des Plans? Auf welche Strategien setzen Macron und Merkel? Und was bedeutet der gemeinsame Plan für die künftige Entwicklung der Europäischen Union? Darüber sprechen wir mit Evelyne Gebhardt (Mitglied des Europäischen Parlaments) und Christoph Arend (Mitglied der französischen Nationalversammlung und Vorsitzender der Deutsch-französischen Parlamentariergruppe). Frank Baasner (Leiter des DFI Ludwigsburg) führt die Diskussion.

Ein Projekt des IF Stuttgart und Europe Direct in Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem DFI Ludwigsburg und den deutsch-französischen Kulturzentren in Baden-Württemberg (Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Tübingen)

Dazu auf unserem Blog:

> La coopération franco-allemande décentralisée suite au Traité d’Aix-la-Chapelle Visions franco-allemandes – 8. Juni 2020

> La Secrétaire d’Etat chargée des Affaires européennes, Amélie de Montchalin, sur le pont frontière de Petite-Rosselle – 5. Juni 2020

> Nachgefragt – Moritz Philipp: Der Appell der Jugendbotschafter an die Regierungen in Berlin und Paris – 30. Mai 2020

> Assemblée parlementaire franco-allemande (APFA) – 28. Mai 2020

> Schäuble und Ferrand: In der Coronakrise ge­mein­sam zu neuer Dynamik in Europa – 26. Mai 2020

> Deutsch-französische Initiative “Europa muss zusammenstehen” – Nachgefragt: Prof. Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen – 22. Mai 2020

> Initiative franco-allemande pour la relance européenne face à la crise du coronavirus / Deutsch-französische Initiative “Europa muss zusammenstehen” – 19. Mai 2020

> Nachgefragt: Der Abgeordnete Christophe Arend (La REM) antwortet auf unsere Fragen – 27. April 2020

Die Neujahrsansprachen von Staatspräsident Emmanuel Macron und von Bundeskanzlerin Angela Merkel

Am 31.12.2019 hat sich Staatspräsident Emmanuel Macron mit der traditionellen Neujahrsansprache den Franzosen seine guten Wünsche übermittelt. Er beharrt auf seinem Wahlversprechen und kündigt an, dass die Rentenreform als Gesetzentwurf im Januar den Ministerrat passieren soll. Außerdem ruft er die Franzosen auf, die Einheit der Nation zu wahren und erinnert an sein persönliches umfassendes Engagement für Frankreich: Es muss ihn freuen, dass der wirtschaftliche Aufschwung in Frankreich sich stabilisiert, das zeigt sich an der wachsenden Anzahl neuer Jobs: „Plus de 500 000 emplois ont été créés depuis mai 2017 et bénéficient souvent à des personnes éloignées du monde du travail depuis longtemps ; des créations d’entreprises toujours plus nombreuses ; des investissements internationaux dans notre économie supérieurs à ceux qu’enregistrent nos voisins ; des usines qui rouvrent et permettent à des territoires en difficulté de renouer avec l’espoir : la France n’avait pas connu un tel élan depuis des années.“

> Les vœux du Président de la République aux Français pour l’année 2020 – Site du Palais de l’Élysée

Zum Vergleich:


> Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Jahreswechsel 2018/2019 am Montag, 31. Dezember 2018, in Berlin

Bundeskanzlerin Merkel, Staatspräsident Macron und die NATO

Aktuell:

> Emmanuel Macron: Discours sur la stratégie de défense et de dissuasion devant les stagiaires de la 27ème promotion de l’Ecole de guerre – 13. Februar 2020

Aktualisiert am 25.11.2019, nachdem unsere Redaktion bei der Bundesregierung nachgefragt hat.

Im deutsch-französischen Verhältnis knirscht es seit längerem – Sand im Getriebe oder normale mehr oder weniger laute Betriebsgeräusche? – seit die Bundesregierung zögerlich auf die europapolitischen Vorschläge von Macron antwortet, bzw. nicht antwortet. Nun hat das Interview von Präsident Macron in The Economist vom 7. 11.2019 für neuen Zwist gesorgt:

Auf unserem Blog:

> Emmanuel Macron: Die Nato und Europa – 10. November 2019

> Macron und Europa

> Auf Deutsch: Rede von Staatspräsident Emmanuel Macron anlässlich der Verleihung des Karlspreises – 22. Mai  2018.

> Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht vor dem Europäischen Parlament in Straßburg – 13. November 2018

Am 23.11.2019 berichtete Steven Erlanger in der New York Times von einem Streit zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident Emmanuel Macron, bei dem die Bundeskanzlerin sich beim Präsidenten beklagt habe: > Merkel and Macron Publicly Clash Over NATO. Merkel habe gesagt, so Steven Erlanger: „“I understand your desire for disruptive politics,” Ms. Merkel said. “But I’m tired of picking up the pieces. Over and over, I have to glue together the cups you have broken so that we can then sit down and have a cup of tea together.”“ – Muss man das als Streit ganz hoch hängen? Klingt aber auch versöhnlich, weil gleich das Teetrinken kommt? Aber der Hintergrund ist ernster Natur. Wir erinnern uns an Gespräche mit unseren französischen Freunden, die ihrer Sorge, Berlin verpasse durch das Abwarten vor allem in Bezug auf > die europapolitischen Vorschläge von Macron eine große Chance, Ausdruck verliehen. Eine Verstimmung der Bundeskanzlerin ist spürbar, die mehrere Ursachen haben kann: Verärgerung über die Initiativen Macrons, fehlende gewohnte Absprachen vor Verlautbarungen, Vorpreschen des Präsidenten in Sachen > Europa u. v. m. oder eine Art von Selbstärger, weil Berlin Probleme und Schwierigkeiten, hat, Macron zu folgen: s. > Brexit, Europe, Paris et Berlin: Alfred Grosser répond à nos questions – 19. April 2019) – Wie auch immer dieser Sachverhalt ist eine Aufforderung, die Aussagen in den Medien kritisch zur Kenntnis zu nehmen und ganz besonders in den sozialen Netzwerken äußerst kritisch zu lesen, weil dort oft Bewertungen schnell vorgenommen werden, ohne dass der Sachverhalt geklärt ist. So eben mit dem „Hirntod“, (so Zeit online, die einen > Tweet schickt, der sich beim Angucken mit den Hashtags > #merkel #macron #nato #hirntod beim flücjhtigen Leser festsetzt) ein Begriff der schnell mit dem Ende der NATO verbunden wurde, was, wie festgestellt, Macron nicht gemeint hat. LE POINT spricht in einem > Tweet gar davon „Les relations entre Angela Merkel et Emmanuel Macron se détériorent…

Sut oder Streit? Sir haben bei der Bundesregierung nachgefragt: Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, hat heute in der Bundespressekonferenz auf Nachfragen der Journalisten gesagt:

„Ich kann Ihnen aber so viel sagen: In der Erinnerung der Bundeskanzlerin an diesen Abend gab es weder Klage noch Wut oder Streit. Was es gab, war eine wunderbare Runde, in der es im Wesentlichen um die Ereignisse und die Entscheidungen von vor 30 Jahren hin zur deutschen Einheit ging.
Daneben ging es auch um die oft unterschiedlichen politischen Herangehensweisen Deutschlands und Frankreichs an Themen und Herausforderungen sowie um die Tatsache, dass wir stets gemeinsame Lösungen suchen und finden. Das war Inhalt und Geist dieses Abendessens. Dabei erst wie’s daraufhin, dass dieses Gespräch als. Vertraulich behandelt werde und es darüber keine Auskunft geben. gleichwohl habe er versucht, den „Geist und den Inhalt dieses Abendessens“ eben darzustellen. Zum Thema Nato, so Seinert, „habe die Bundeskanzlerin ja mit Blick auf das Interview des französischen Präsidenten das Ihre dazu gesagt, nämlich dass sie das anders ausdrücken würde und dass sie, wie sie meiner Erinnerung nach sagte, einen solchen Rundumschlag nicht für notwendig gehalten hätte.“

Zum “Rundumschlag“ fügte Seibert hinzu: „Ich habe über die gute, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Bundeskanzlerin mit dem französischen Präsidenten jetzt nichts weiter zu sagen. Frankreich ist unser wichtigster Partner und Freund in Europa, und dementsprechend gestaltet sich die Zusammenarbeit. Das macht uns nicht zu Ländern, die gleich sind, und darin liegt auch der Reiz.“
Auf die Nachfrage eines Journalisten, ob die Bundeskanzlerin die Auffassung des französischen Präsident teile, Europa könne sich selber verteidigen, sagte Seinert: „Auch die Bundeskanzlerin hat ja in der Vergangenheit häufiger darüber gesprochen, dass es für Europa richtig und angezeigt ist, zu seiner eigenen Verteidigung, zu seiner eigenen Sicherheit mehr beizutragen – aber nicht anstelle der Nato, sondern innerhalb ihres Nato-Engagements und nicht, um das Nato-Engagement sozusagen zu ersetzen.
Die Nato muss sich – das haben wir hier ja auch neulich schon gehabt – immer sich verändernden Bedingungen anpassen, und das hat sie über die Jahrzehnte als ein starkes Bündnis auch geschafft. So ist immer wieder ein neuer Diskussionsprozess in der Nato nötig. Der Außenminister hat dazu gerade einen Vorschlag gemacht – der richtig ist und der auch die Unterstützung der Bundeskanzlerin hat -, um die Nato an die Entwicklungen im Sicherheitsumfeld anzupassen. Dabei werden die Meinungen und die Haltungen aller Verbündeten, natürlich auch Frankreichs, in die Diskussion einfließen.“

Man muss viele Kommentare lesen, um sich ein Bild zu machen:

> Aufgaben:

Quand est-ce Président Macron a parlé d’une mort cérébrale de l’OTAN? Citez > sa phrase exacte et tenz compte du contexte de cet avis.

Une rapide recherche: Qu’est-ce que l’OTAN? La date de sa fondation, ses membres. Qu’est-ce que l’article 5?

Pourquoi les propos du Président Macron ont-ils irrité les membres de l’Alliance?

Une petite recherche: Choisissez deux journaux en France et deux journaux en Allemagne. Qu‘est-ce qu’ils pensent des propos de Macron?

Et les réactions du monde politique? Vous choisissez quelques tweets… plus ou moins représentatifs.

Et, d’aprés vous, quel est le résultat de ce débat?

Vous avez déjà compris, la prochaine fois, notre rédaction vous donne tout simplement un sujet et vous pourriez formuler les questions et bien sûr les réponses vous-mêmes.

Was ist passiert? Präsident Macron hatte in einem Interview mit The Economist die NATO als „hirntod“ bezeichnet: Vgl. dazu auf unserem Blog: >Emmanuel Macron: Die Nato und Europa – 10. November  2019.Die Bundeskanzlerin hatte diese Bezeichnung umgehend zurückgewiesen und sich dann, wie Steven Erlanger berichtet, bei einem Diner in Berlin anlässlich des 30. Geburtstages des Mauerfalls angeblich erregt oder wütend (> „Ich bin es leid“: Als sie Macron zur Rede stellt, wird Merkel ungewöhnlich wütend – Fokus 24.11.2019) gegenüber Macron geäußert. Macrons Kritik bezog sich in erster Linie auf den Angriff der Türkei im Norden Syriens und meinte damit, dass das Bündnis nicht in der Lage gewesen sei, dies zu verhindern. Mehrmals betonte der französische Präsident, die „Interopérabilité“ der NATO funktioniere. Sein Wort vom „Hirntod“ hat bei der Regierungen der Mitgliedsstaaten der NATO offenkundig zu erheblichen Irritationen geführt. Gegenüber Merkel, soll Macron geantwortet haben, dass er nicht nach London zum NATO-Treffen fahren und so tun könne,  als ob die USA und die Türkei die gemeinsamen Interessen in Syrien gewahrt hätten: „Mr. Macron defended himself, saying that he could not simply go to a NATO meeting in London in early December and pretend that the United States and Turkey had behaved in the collective interest in Syria.“ Macron geht es um eine Überprüfung der NATO-Strategie, er hat nicht behauptet, dass die NATO am Ende sei.

Und was sagt Berlin? Im hier zitierten FOCUS-Arikel vom 24.11. 2019 wird am Schluss eine Aussage aus dem Auswärtigen Amt zitiert: „‚Nach Macrons Wortmeldung und nach dem unabgestimmten Handeln der Amerikaner und Türken in Syrien ist für Minister Maas offensichtlich, dass eine solche Diskussion um die großen strategischen Linien akut fehlt und geführt werden muss‘, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. ‚Wir hören auch von Partnern, unter anderem Frankreich, dass dort ähnlich gedacht wird.’“ Wenn dem so ist, klingt die Nachricht über den Streit zwischen Macron und Merkel wieder ganz anders: Wir sehen das auch so, kommt aus Berlin, die Strategie der NATO muss überdacht werden.

Es ist nicht einfach, den Stand der Dinge festzustellen:

> macron mort cérébrale OTAN – Twitter – > Macron, Hirntod, NATO – Twitter

Jetzt könnte man die Tweest zu diesem Thema in Deutschland und Frankreich zählen und gucken, in welchem Land sich wer, Politiker, Institutionen, Medien oder Privatleute zu diesem Thema äußern.

> Arbeiten im Französischunterricht: Suchen und Lernen mit Twitter – 4. Oktober 2019

Die Kritik an der NATO von Bundesaußenminister Heiko Maas klingt ähnlich wie die von Präsident Macron:

Rochade im Kanzleramt? Macron unterstützt Merkel auf dem Weg nach Brüssel.

Spannende Zeiten.

Michaela Wiegel das Interview, das Präsident Emmanuel Macron dem Schweizer Sender RTS Info gegeben hat, in dem er sagte, er unterstütze die Kandidatur von Angela Merkel als Kommissionspräsidentin: > Macron serait prêt à soutenir la candidature de Merkel à la tête de la Commission européenne: wenn sie wolle, werde er sie unterstützen. Diese Kandidatur könnte auf einen früheren Machtwechsel im Bundeskanzleramt hinweisen, bevor bei der nächsten Wahl die Grünen stärkste Kraft werden. Ob Angela Merkel nach der Sommerpause Annegret Kramp-Karrenbauer ins Kanzleramt einziehen lassen wird?

Und wie ist das mit den bisher so halbherzigen Antworten auf die europapolitischen Vorschläge von Präsident Macron? Siehe hier: > Europa – EU – 5. Juni 2019 – Würde Angela Merkel in Brüssel immer noch zögern? Oder würde es einen neuen deutsch-französischen Anlauf geben? >Der Appell von Emmanuel Macron und die Antwort von Annegret Kramp-Karrenbauer – 12. März 2019

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