Plus de coordination ! Nous voulons des précisions sur la fin des contrôles aux frontières !

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Update

Fin des contrôles aux frontières dans la nuit de dimanche à lundi !

Une décision en faveur d’une Europe unie !

Malgré une fin juridique des contrôles allemands le 15 juin à minuit annoncée par le Ministre fédéral de l’Intérieur allemand, M. Horst Seehofer, les Directeurs régionaux de la Bundespolizei se sont accordés ce vendredi en faveur de la suppression des contrôles aux frontières dès lundi matin. Opposé depuis le début de la crise à la fermeture des frontières, le Député Christophe Arend salue cette décision en faveur des habitants des zones frontalières et de l’amitié franco-allemande et européenne.

« Je salue cette décision d’harmoniser la levée des contrôles aux frontières. Nous nous dirigeons enfin vers un retour à la normalité pour les habitants de ce bassin de vie au coeur de l’Europe. C’est un signe positif vers une Europe unie et pour un renforcement de l’amitié franco-allemande. Ce choix démontre également l’importance d’une harmonisation des décisions dans les zones transfrontalières et le besoin d’une décentralisation des mesures au plus proche du terrain » explique le Député Christophe Arend.


Unserer Redaktion veröffentlicht hier die Stellungnahme des Abgordneten Christophe Arend (LaREM), der hier über die Sitzung des Ausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit (GrüZ) vom 10. Juni 20120 berichtet, der mit dem > Aachener Vertrag eingerichtet wurde. Sein Text ist deshalb von so großer Bedeutung, weil er er einen konkreten Einblick in eine schwierige Situation gibt, und er zeigt, mit welchen Mitteln diese Probleme jetzt zu lösen sind:

Auf unserem Blog:

 

> La Secrétaire d’Etat chargée des Affaires européennes, Amélie de Montchalin, sur le pont frontière de Petite-Rosselle – 5. Juni 2020

> Nachgefragt: Der Abgeordnete Christophe Arend (La REM) antwortet auf unsere Fragen – 27. April 2020

> #CoronaVirus – COVID-19-Krise

> La coopération franco-allemande décentralisée suite au Traité d’Aix-la-Chapelle Visions franco-allemandes – 8. Juni 2020

Nachgefragt: Der Generalsekretär des DFJW Tobias Bütow antwortet auf unsere Fragen

Heute war der Generalsekretär des DFJW Tobias Bütow zu Gast – online wegen der Corona-Krise – in unserem Homeoffice.

> Online #Französisch-lernen I ff.: Die Übersicht

#Coronavirus – Le déconfinement en France  – Stand 2.5.2020

> #ondoitrelire

> Die Konzeption unsere Blogs: Pädagogik, Fachdidaktik und auch Journalismus

Das DFJW ist eine internationale Organisation im Dienst der deutsch-französischen Zusammenarbeit und des Jugendaustauschs. Am 1. März 2019 hat Tobias Bütow sein neues Amt als Generalsekretär des DFW angetreten. Wie haben ihn gefragt, wie seine Bilanz (ohne Corona) nach einem Jahr lautet? Dann haben wir über das OFA/DFJW in Zeiten des #Confinement gesprochen: Seit 1963 hat es knapp 9 Millionen jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich die Teilnahme an über 320.000 Austauschprogrammen ermöglicht.

Das DFJW lebt vom oder belebt den ständigen Austausch. Auf welche Aktivitäten konzentriert sich das DFJW in Zeiten, wo die Schüler/innen beiderseits der Grenze zu Hause bleiben müssen?

Das zweite Thema in unserem Gespräch war der neue > Deutsch-Französischen Bürgerfonds gesprochen. Tobias Bütow hat uns die Idee und das Projekt des Bürgerfonds erläutert: Der Bürgerfonds entstand 2019 mit dem Deutsch-Französischen Vertrag, dem > Aachener Vertrag.

Der Deutsch-Französische Bürgerfonds unterstützt Bürgerinitiativen und Vereine, Städte- und Regionalpartnerschaften, Stiftungen oder Akteure aus Sozialwirtschaft, Bildung und Wissenschaft im Dienste der deutsch-französischen Freundschaft und eines lebendigen Europas. Er ist ein Projekt des Vertrages von Aachen und wird während einer dreijährigen Pilotphase vom Deutsch-Französischen Jugendwerk umgesetzt. Der Bürgerfonds hat mit 2,4 Millionen Euro, die Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dem französischen Bildungs- und Jugendministerium (DJEPVA) und dem französische Europa- und Außenministerium (MEAE) ein solides Finanzpolster.

Deutsch-Französischer Bürgerfonds

Es ist nicht leicht, einen Überblick über die deutsch-französischen Kooperationen zu bekommen und zu behalten. Keineswegs weil sie schwer zu finden sind, sondern weil sie so zahlreich und von einigem Gewicht sind. Gerade hat unsere Redaktion einen sehr langen Artikel verfasst um alle deutsch-französischen Initiativen im Kampf gegen die Pandemie aufzulisten, > Le #coronavirus et la coopération franco-allemande I – 15. April 2020 – dann kommt nun auch die Nachricht über den Start des Deutsch-Französischen Bürgerfonds. Es gibt kaum ein Beispiel für zwei Staaten, die auf eine vergleichbar intensive Art zusammenarbeiten. Diese Intensität der Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland ist auch eine permanente Botschaft für andere Staaten, diesem Beispiel zusammen mit ihren  Nachbarn zu folgen, zumal wenn Krieg und Zwietracht herrschen.

Der Deutsch-Französische Bürgerfonds setzt ein Zeichen für europäischen Zusammenhalt – sowohl in der Corona-Krise, als auch darüber hinaus. Mit einem Gesamtbudget von 2,4 Millionen Euro unterstützen ab sofort beide Regierungen Projekte, die den zivilgesellschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich vertiefen – ganz im Sinne des > Vertrages von Aachen.

Jetzt erst recht! Deutschland und Frankreich zeigen, dass sie zusammenstehen.

Austausch, Begegnung, Gemeinschaft, Solidarität und Engagement erfinden sich neu, um in der aktuellen Krise bestehen und einen Beitrag leisten zu können. Insbesondere jetzt gilt es, eine lebendige Zivilgesellschaft, eine aktive Demokratie und europäischen Zusammenhalt zu stärken. Der Deutsch-Französische Bürgerfonds macht dies möglich: Er ist eine Initiative des Vertrags von Aachen und wird finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Jugend und Frauen (BMFSFJ), vom französischen Bildungs- und Jugendministerium sowie vom französischen Europa- und Außenministerium. Die Umsetzung übernimmt das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW).

https://twitter.com/RegSprecher/status/1184524346548772864

„Wir haben uns gemeinsam dafür entschieden, dieses Leuchtturmprojekt des Vertrages von Aachen während der Krise zu starten und damit ein starkes Signal in die deutsche und französische Zivilgesellschaft zu senden. Der Deutsch-Französische Bürgerfonds ist Wertschätzung und Ermutigung für alle, die sich bürgerschaftlich engagieren und damit unsere Gesellschaften und Europa zusammenhalten“, so Juliane Seifert, Staatssekretärin im BMFSFJ, und Gabriel Attal, französischer Staatsekretär im Bildungs- und Jugendministerium.

„Nicht nur die gegenwärtige Coronakrise zeigt, dass europäische Solidarität unverzichtbar ist. Wo die Bürgerinnen und Bürger unserer beiden Länder gemeinsam handeln und sich einander verbunden fühlen, enden nationalistische Irrwege. Mit der Unterstützung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds kann jede und jeder etwas zum Projekt Europa beitragen. Wir danken dem Deutsch-Französischen Jugendwerk für die Aufbauarbeit in kurzer Zeit“, so Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, und Amélie de Montchalin, Staatssekretärin für europäische Angelegenheiten beim französischen Minister für Europa.

„Der Bürgerfonds schlägt ein neues Kapitel in der Geschichte der Beziehungen unserer beiden Länder auf: Was mit dem Elysee-Vertrag und der Gründung des DFJW begann, wird mit dem Vertrag von Aachen und dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds fortgesetzt. Deutsche und Franzosen brauchen einander mehr denn je“, so Tobias Bütow und Anne Tallineau, DFJW-Generalsekretäre.

https://twitter.com/ofaj_dfjw/status/1228337636772909057

Was wird gefördert? Der Deutsch-Französische Bürgerfonds fördert alle, die sich aktiv für eine starke europäische Zivilgesellschaft einsetzen; deutsch-französische Projekte, die uns einander näherbringen; Begegnungen über Generationen und über Grenzen hinweg.

Um den besonderen Umständen Rechnung zu tragen, liegt der Fokus zunächst auf Online-Begegnungen: Bei Online-Dinnern etwa können Interessierte bereits jetzt künftige Projekte planen. Auch Projekte zwischen Kulturschaffenden, Sportvereinen oder Städtepartnerschaftsvereinen können online neue Wege gehen und gefördert werden.

Wenn die Ausgangssperren aufgehoben werden und die Normalität zurückkehrt, soll der Bürgerfonds Menschen auch wieder physisch zusammenbringen: Vom Gruppenaustausch mit der Partnerstadt oder einem gemeinsamen Konzert, über deutsch-französische Konferenzen und digitale Projekte bis hin zum grenzüberschreitenden Sportevent oder einer Jubiläumsveranstaltung: Geförderte Projekte sollen den Austausch zwischen Bürger*innen aus Deutschland und Frankreich wirksam und innovativ anregen, erneuern oder vertiefen. Sie stärken die Demokratie in Deutschland und Frankreich und fördern europäische Verständigung und Vielfalt. Schwerpunkte liegen auf Themen wie Umweltschutz, intergenerationellem Dialog, Gesundheit, Kultur, Menschenrechten, Sport oder der Digitalisierung.

Wer kann mitmachen? Der Bürgerfonds richtet sich an Vereine und Bürgerinitiativen, Städtepartnerschaften und Stiftungen oder Akteure aus Sozialwirtschaft, Bildung und Wissenschaft im Dienste eines lebendigen Europas. Der Bürgerfonds soll helfen, die deutsch-französische Freundschaft in der Breite der Bevölkerung erfahrbar zu machen.

Wie kann man mitmachen? Daher ist die Förderung besonders niedrigschwellig: Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich, eine Online-Suchbörse für Partnerorganisationen wird Kontakte vermitteln und der Förderantrag wird einfach online gestellt.

Hintergrund: Der Bürgerfonds geht auf den 2019 geschlossenen Vertrag von Aachen zurück, mit dem Deutschland und Frankreich ihre Zusammenarbeit 56 Jahre nach dem Elysée-Vertrag (1963) bekräftigten. Eine der Vereinbarungen: gemeinsame zivilgesellschaftliche Initiativen und Städtepartnerschaften stärken. Der Bürgerfonds bietet dafür finanzielle und strukturelle Unterstützung. Damit wird ein lang gehegter Wunsch engagierter deutsch-französischer Träger und Vereinen Wirklichkeit.

Die Umsetzung liegt beim Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), das seit Jahrzehnten den Austausch zwischen jungen Menschen in Deutschland und Frankreich fördert und in beiden Ländern mit tausenden Akteuren der Zivilgesellschaft vernetzt ist. Das DFJW etabliert den Bürgerfonds während einer Pilotphase von drei Jahren.

Das Budget des Bürgerfonds wird zu gleichen Teilen von Deutschland und Frankreich zur Verfügung gestellt: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gibt 1,2 Millionen Euro. Das französische Bildungs- und Jugendministerium (DJEPVA) und das französische Europa- und Außenministerium (MEAE) geben jeweils 600.000 Euro.

> Deutsch-französischer Bürgerfonds

Joyeux Noël et Bonne année 2020

Wir wünschen unseren Lesern schöne Weihnachtsfeiertage und viel Glück und Erfolg im Neuen Jahr 2020.

AUf nach Paris  Fotos: Heiner Wittmann

> Paris, 1. Dezember 2019

Sicher wird das neue Jahr 2020 wieder genauso spannend wie > 2019 auf unserem Blog.

Haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke besorgt? Unsere Kollegen vom Klett-Cotta-Blog haben einen > Wunschzettel verfasst.

2020. Noch ewas ungewohnt zu schrieben, aber das kommt noch. Unsere Redaktion ist gespannt, wie alle > deutsch-französischen Versprechungen in die tat umgesetzt werden und wir hoffen darauf, dass Präsident Macron endlich mehr Antworten auf seine > europapolitischen Vorstellungen erhalten wird.

Unsere Redaktion freut sich 2019 über steigende Besucherzahlen, nahezu verdoppelt im Vergleich zu 2018 die vermuten lassen, dass der Blog allmählich bekannter wird: > Éditorial: Warum sollten Schüler unseren Blog lesen? – 16. Dezember 2019. Das ist schon toll: Wir schreiben über die deutsch-französischen Beziehungen und die Blog-Statistik verrät uns, dass unsere Leser jeden Tag z. B. den Beethoven-Saal der Liederhalle in Stuttgart bis auf den letzten Platz belegen würden. Die gute Nachricht dazu: Unser Blog ist nie ausverkauft, Sie können immer allen weitersagen: Kommt doch mit. Platz ist für alle genug vorhanden. Unsere > Redaktion freut sich über jeden Leseerfolgsgruß.

Éditorial: Warum sollten Schüler unseren Blog lesen?

Immer wieder wird in Gesprächen über unseren Blog die Befürchtung geäußert, die Inhalte auf diesem Blog > Aufgaben auf diesem Blog seien für Schüler/innen zu schwer. Solche Hinweise sind nicht unbegründet, denn zu schwere Aufgaben schrecken die Adressaten leicht ab, lassen diese sich aber darauf ein, merken sie schnell, dass sie viel lernen können und überhaupt, dass sie das bisher Gelernte keinesfalls nicht umsonst gelernt haben – genau darauf richtet sich die Formulierung unserer > Aufgaben, die die Schüler/innen zu möglichst viel Selbständigkeit anleiten wollen.

Eine der schwierigsten Fragen in der Fachdidaktik lautet, > Warum wählen so viele Schüler/innen am Ende der Sek. I Französisch ab? Sicher, man macht ihnen das zu leicht. Man lässt sie über ein Fach und seine Inhalte entscheiden, bevor sie wichtige Autoren kennengelernt haben und durch Vergleich mit dem Nachbarland den eigenen Horizont erweitert haben. Daraus folgt, dass auch in der Mittelstufe die deutsch-französischen Beziehungen und die Literatur ein viel stärkeres Gewicht erhalten müssen. Mit allen Methoden des eigenverantwortlichen Lernens müssen dort die Schüler auch an schwierigere Themen herangeführt werden: vgl. dazu: Andreas Nieweler, Methoden sinnvoll einsetzen, in: id. Fremdsprachen unterrichten, S. 113-139.

Literarische Themenhefte Französisch
Möchten Sie in dem Buch blättern?: Danielle Rambaud, Wolfgang Bohusch (Hrsg.), > Les relations franco-allemandes dans la littérature française
Buch – B2/C1
978-3-12-591586-2 (3-12-591586-4)
> Klassensatzbestellungen

Kurzfassung: Zum Ausdrucken und Verteilen:Der Frankreich-Blog www-france-blog.info

Europas größter Trumpf ist die kulturelle Vielfalt: „La refondation de l’Europe passe par la culture“: >#fbm17 #FRAFRA2017 Le discours d’ouverture d’Emmanuel Macron. Daraus folgt, dass mindestens zwei Fremdsprachen bis zum Abitur eigentlich selbstverständlich sein müssten. Die deutsch-französischen Beziehungen sind meist für Schüler/innen höchstens eine Angelegenheit besonderer Fest- oder Gedenktage, auch nur dann, wenn sie im Französischunterricht daran erinnert werden: z.B. : > Präsident Emmanuel Macron hielt am 18.11.2018 im Deutschen Bundestag die Gedenkrede an die Kriegstoten – Sonntag, 18. November 2018. Fast könnte man davon sprechen, dass Französischunterricht kaum mehr als eine Elite erreicht: nur rund 20 % in der Sek. II lernen Französisch, darunter auch diejenigen, die in einem bilingualen Zweig fast zweisprachig das deutsche und französische Abitur gleichzeitig machen und im optimalen Fall gleich mit einem Studiengang der > Deutsch-französischen Hochschule weitermachen. – 2017/18 lernten 1 440 521 Schüler in den allgemeinbildenden Schulen Französisch. 2018/19 ist ihre Zahl um 2,7 % auf 1 401 189 zurückgegangen. (> Schüler/-innen mit fremdsprachlichem Unterricht – Statistisches Bundesamt) Zum Vergleich > Les élèves germanistes en France – Website des Goethe-Instituts.

Wir benötigen in Frankreich und Deutschland eine große gemeinsame Initiative für den Deutsch- bzw. für den Französischunterricht.  Ist das föderale System in Deutschland der einzige Hemmschuh für eine solche Initiative? Finanzen? Die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen hängt auch von den Sprachkenntnissen und den Kenntnissen über das Nachbarland ab. Alle Politiker nicken dabei immer, aber auch der > Aachener Vertrag vom Januar 2019 macht nur wenige Vorgaben: „Artikel 10. Beide Staaten führen ihre Bildungssysteme durch die Förderung des Erwerbs der Partnersprache, durch die Entwicklung von mit ihrer verfassungsmäßigen Ordnung in Einklang stehenden Strategien zur Erhöhung der Zahl der Schülerinnen, Schüler und Studierenden, die die Partnersprache erlernen, durch die Förderung der gegenseitigen Anerkennung von Schulabschlüssen sowie durch die Schaffung deutsch-französischer Exzellenzinstrumente für Forschung, Ausbildung und Berufsbildung sowie integrierter deutsch-französischer dualer Studiengänge enger zusammen.“ Schon wieder wird zuerst der Föderalismus indirekt aber dafür umso deutlicher formuliert, so also ob alle weitergehenden Maßnahmen im Keim erstickt werden sollen, man will fördern… gar „Exzellenzinstrumente“ einsetzen und die Berufsausbildung verbessern, das ist alles zu wenig und man riskiert es, dass alles beim Alten bleibt und Französisch und Deutsch weiter an Boden verlieren.

Klett engagiert sich für Französisch


> Le réseau franco-allemand des écoles maternelles bilingues « Élysée 2020 » Rapport IGEN – Décembre 2018

> Échange franco-allemand des enseignants du premier degré 2020-2021 -Eduscol

Bruno Studer, > 8 propositions pour un enseignement bilingue ambitieux au service du territoire – Octobre 2018

> Die französische Sprache an meiner Schule fördern – Website des DFJW

> Certifications DELF DALF – Website des Institut français in Deutschland – Mit Unterstützung von Klett

Aktuell:

https://twitter.com/kmkpad/status/1206605918445744128

À suivre


Diese kulturelle Vielfalt betrifft auch den Vergleich mit Frankreich und Deutschland. Eine großer Teil unserer rund 4000 Blogartikel seit 2006 geben einen Eindruck von dieser Vielfalt und begründen direkt und indirekt wieso der Vergleich eine gute Kenntnis beider Länder voraussetzt, wieso die Unterschiede so groß sind und weshalb beide Länder so viel voneinander lernen können. Die > Erinnerungskultur ist eine historische Ebene, die literarische Ebene wird allenfalls mit der > Lektüre französischer Literatur gestreift, erschwert doch die Fächertrennung gemeinsame Projekte mit dem Fach Deutsch. Bedenkt man das große > Angebot an Lektüren für alle Jahrgangsstufen im Fach Französisch kann es um den > Literaturunterricht  im Fach Französisch nicht schlecht bestellt sein:

Lektüren für den Französischunterricht

…allerdings sind die positiven Antworten auf die Frage: Habt Ihr schon mal einen ganzen französischen Roman gelesen eher selten. Und doch ist der Zugang über die Literatur der beste Türöffner zur französischen Kultur. Auch wenn > L’étranger und > L’hôte von > Albert Camus weiterhin zu den Spitzenreitern im Französischunterricht gehören, so sollte man sich auch fragen, ob nicht auch Werke von > Jean-Paul Sartre zur Unterrichtslektüre gehören sollten.

Heiner Wittmann, Existenz, Freiheit und Kunst
Ausgewählte Werke Jean-Paul Sartres im Überblick
in: > Sartre. Unterricht Französisch Nr. 162/2019, S. 9-11.

Die Interviews auf diesem Blog > Nachgefragt:Alain Mabanckou, Une littérature-monde ? oder >Nachgefragt: Boualem Sansal, 2084 oder > Lesung und Interview: Philippe Grimbert, Un secret. Erwähnen wir hier auch Marcel Proust > Nachgefragt: Luc Fraisse, Lire Marcel Proust aujourd’hui – 3. März 2016. Nicht zu vergessen ist die ungeheure Vielfalt der Literatur, die der Francophonie – 58 Artikel – zuzurechnen ist:  Magnier, Bernard, Journalist, Direktor der Reihe «Afriques» beim Verlag Actes Sud hat ein beeindruckendes Panorama des littératures francophones de l’Afrique sub-saharienne vorgestellt: 150 Autoren mit 250 Werken werden auf 150 Seiten präsentiert: > Panorama des littératures francophones de l’Afrique sub-saharienne *.pdf.

Und dann ist Französisch auch so eine Art Arbeitsversicherung. Bewerber, die gute Französischkenntnisse mitbringen, haben immer die Nase vor allen anderen Bewerbern: Unser Topartikel hinsichtlich der Zahl der Aufrufe seit 2 Jahren ist der Artikel über die berufliche Fortbildung: > Conférence à Montpellier, 28 février 2017. Emploi : L’accès au premier emploi en France et en Allemagne avec une bibliographie et une sitographie. Mit Videos haben wir auf unserem Blog viele Artikel begleitet:  > Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen. Ein andere Schwerpunkt unseres Blogs – diesmal an die Adresse der Französischlehrer/innen ist > Fortbildung und > Fachdidaktik und > Online-Lernen.

> Grundwissen La France
Klasse 11/12 (G8) Klasse 12/13 (G9)
Umfang: 184 Seiten
ISBN: 978-3-12-521006-6

Vokabeltests schrecken ab, weil sie den Schülern ihr Unwissen vor Augen führen. Texte schreiben, das ist es! Mit Konjunktionen – Mais où est donc Ornicar? – Interessante Inhalte diskutieren, entdecken, dass die Lebenswirklichkeit ihrer Altersgenossen in Frankreich so unterschiedlich ist

NEU > www.horizons21.fr – Schauen Sie sich an, wie weit man mit Srpachkenntnissen kommt!

und herausfinden, mit welcher Schule ein Austausch organisiert werden kann: > Haben Ihre Schüler schon eine Partnerschule in Frankreich? – 7. Dezember 2019 von . Über Themen auf dem Frankreich-Blog berichten… etc.

Schüler/innen die Französisch lernen, sollten den Frankreich-Blog kennen, weil er ihnen alle Möglichkeiten für die Anwendung ihrer Sprachkenntnisse demonstriert:  > Twittern für die deutsch-französische Kooperation.

Edouard Husson, Historien, exhorte les dirigeants français à mulitiplier les contacts à tous les niveaux en Allemagne

> Lehrerfortbildung: Erinnerungskultur im Französischunterricht in Koblenz – Montag, 11.11.2019, 09.30–16.30 Uhr
Dozent: Dr. Heiner Wittmann – Anmeldeschluß: 1.11.2019


Das Ergebnis der Landtagswahlen in Thüringen mit dem schlechten Abschneiden der CDU und er SPD, die nur noch auf 8,2 % der Stimmen kommt zusammen mit dem Ergebnis der AfD wird auch in Frankeich mit großer Sorge zur Kenntnis genommen.

Edouard Husson :  > « Le morcellement politique de l’Allemagne demande un changement radical de méthode à Paris »  LE MONDE  – 30.10.2019

In einem Beitrag für LE MONDE fordert Edouard Husson; Professor an der Universität Cergy-Pontoise und Direktor des > Institut franco-allemand d’études européennes (Ifaee) die Verantwortlichen in Frankreich auf, auf allen Ebenen die Kontakte mit Abgeordneten in allen Parlamenten wie auch in Brüssel zu intensivieren. – Die gleiche Erinenrung muss auch an die deutschen Politiker adressiert werden. – Husson erinnert daran, dass Emmanuel Macron nach seiner Wahl zum Staatspräsidenten 2017 auf eine Zusammenarbeit des deutsch-französischen Tandems gesetzt habe, um die Europäische Union weiterzuentwickeln: Husson schreibt: „Non seulement il faut faire définitivement le deuil d’un nouveau „couple“ fort président-chancelier“ und er erinnert an das Debakel mit der Kandidatur von François Goulard: Deutschland könnte sich sich immer einig zeigen, wenn es mit Paris keine Absprache gebe. „Die politische Zerstückelung Deutschlands, die immer deutlicher werde,“ so Husson, „verlangt einen radikalen Methodenwechsel in Paris : Man muss konkreter vor Ort werden. Es geht darum, wieder das ganze Deutschland kennenzulernen, statt sich auf Gespräche mit Berlin zu beschränken.

Édouard Husson
> Paris-Berlin : la survie de l’Europe
Collection Esprits du monde, Gallimard
Paris-2019.
Zur Erinnerung. Berlin hat Emmanuel Macron immer noch keine wirklich hinreichenden Antworten auf seine europapolitischen Vorstellungen, Anregeungen und Initiativen gegeben.  In Hintergrundgespräch sagte ein Diplomat in Paris im Frühsommer unserer Redaktion, man könne die Sorge empfinden, dass das deutsch-französische Paar eine historische Chance verpassen würde oder bereits verpasst habe.

Die Reden zu Europa: > Emmanuel Macron und Europa – 8. September 2018

> Lesetipp: Deutschland und Frankreich. Gemeinsam für mehr Europa – 29. Dezember 2018

> Ministre Bruno Le Maire spricht in Berlin auf Deutsch – 11. Juni 2018

> Nachgefragt: Ministerpräsident Armin Laschet antwortet auf unsere Fragen – 8. Juli 2019

> Brexit, Europe, Paris et Berlin: Alfred Grosser répond à nos questions – 19. April  2019

“ Die starke Präsenz von Germanisten in der Regierung und im Élyséepalast ist kein Zufall. Setzt der neue Präsident mit ihrer Berufung ein deutliches Zeichen, um ein Renouveau der deutsch-französischen Kooperation einzuleiten?“ > Le Renouveau de la coopération franco-allemande (I) – 18. Mai 2017

Es gibt kein weiteres Beispiel in der Welt für eine so intensive politische, wirtschaftliche und gsellschaftliche Zusammenarbeit auf allen Ebenen wie der zwischen Frankreich und Deutschland. Von der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft könnten und müssten unsere Politiker viel mehr lernen. Die französische Kooperation, die zwischen den Ministerien in Berlin und den Landesregierungen mit Paris so intensiv ist, muss aber auch gemeinsame Ergebnisse vorweisen können. Auf Bundesebene hat immer den Eindruck, deutsch-französische Beziehungen sind lediglich Gipfelpolitik. Klima, Digitalisierung, Migration…. jeder arbeitet für sich auf seiner Seite des Rheins. Sicher, dann kommt wieder ein Gipfel, große Versprechungen und man fährt wieder nach Hause: > Conseil des ministres franco-allemand du 16 octobre 2019 – 12. Oktober  2019. Ein gemeinsames Umweltministerium? Eine gemeinsame Institution zur Förderung der beruflichen Bildung? Gemeinsame Ausbildungsgänge für Französisch- und Deutschlehrer? Eine gemeinsame Digitalagentur? > Deutsch-Französische Ministerium für die Jugend war nur eine Idee im Rahmen der Vorstellungen unserer Redaktion für > nicht realisierte deutsch-französische Projekte. Die gemeinsame deutsch-französische Parlamentariergesellschaft, die im Zusammenhang mit dem > Aachener Vertrag ins Leben gerufen wurde,  ist schon ein Meilenstein. Zweimal soll sie im Jahr tagen, das klingt immer noch nach Gipfeldiplomatie.

Und es gibt immer noch keine bemerkenswerte Initiative zum Sprachenlernen beiderseits des Rheins: Wir können nur wirklich über Europa sprechen, wenn die Schüler/innen zwei und mehr Fremdsprachen in der Schule verpflichtend lernen. Und der deutsch-französische Motor ruckelt und zuckelt vor allem deswegen, weil es mit dem sprachlichen Austausch so schleppend voran geht. Immer mehr Schüler/innen wählen Französisch vor der Oberstufe ab. 10- 12 % von ihnen behält Französisch in der Oberstufe. Es gibt so viele Initiativen für Französisch bei uns, das Deutsch-französische Jugendwerk DFJW eingeschlossen…

… es gibt großartige Erfolge der bilingalen Schulen > 8. Deutsch-französischer Jugendkongress – mit einer Linkliste – 19. September 2019, aber ein Großteil der Schüler/innen wendet sich von Französisch ab, weil Spanisch mehr Urlaub verspricht oder weil die grundelegende Werbung für das Fach Französisch von allen Seiten einschließlich der Politik fehlt.

Es ist die vordringlichste Aufgabe für den Deutschunterricht in Frankreich und den Französischunterricht in Deutschland intensiv zu werben. Das DFJW bekommt auch dieses jahr mehr Mittel kann aber nur einen Teil der Schüler/innen erreichen.

 

Ein Hilferuf. Wie steht es um das Fach Französisch?

Aktualisiert: 26.9.2019

Christine Longin berichtet in ihrem Tweet über ein anonymes Geständnis eines Französischlehrers aus Hamburg, das auf Spiegel-Online zu lesen ist:

> Bin ich der Glasbläser des Bildungssystems?

„Lehrergeständnisse. Wie Schule wirklich ist,“ steht als Überschrift über dem Text des Hamburger Lehrers. Das klingt reißerisch, gilt aber keinesfalls für alle Schulen. Das Negative weckt Aufmerksamkeit, Über Erfolge im Französischunterricht wird viel zu wenig gesprochen. Erfolg, den haben Schüler/innen, die z.B. Nach dem Abitur mit Hilfe der Deutsch-französischen Hochschule in einen Doppelstudiengang kommen.

Nur fünf Schülerinnen haben den Weg in seinen Oberstufenkurs gefunden. Und das ist auch das Problem des Französischunterrichts in Deutschland. Immer mehr Schüler geben Französisch nach der Sekundarstufe I auf, weil man ihnen die Abwahl so leicht macht.

Der anonyme Lehrer hat so seine Vermutungen: „Der deutsch-französische Motor Europas? Keine große Hilfe, wenn es darum geht, Kinder für Französisch zu begeistern, sondern ins Stottern geraten. Seitens der Politik vermisse ich in der Merkel-Ära ein besonderes Interesse für Frankreich. Präsident Emmanuel Macron versucht es zwar immer wieder mit Initiativen, aber von deutscher Seite bleiben die Reaktionen verhalten.“ Da ist etwas dran, die Beziehungen zu Frankreich haben einen Grad der Normalität erreicht, dass sich Schüler/innen kaum wundern, wenn man ihnen von einem gemeinsamen Parlament, der > Deutsch-französischen Parlamentarierversammlung, erzählt, in dem deutsche und französische Abgeordnete tagen und beraten. Was Schüler/innen heute wohl vom > Aachener Vertrag wissen? Wann der unterzeichnet wurde?

Man hat den Eindruck le francoallemand erscheint nur bei besonderen Gelegenheiten in der Presse. Aber, es ist den Bürger/innen und den Schüler/innen offensichtlich nicht klar, dass die Ministerien und die Regierungen in Paris und Berlin auf allen Ebenen ständig zusammenarbeiten:

> Deutsch-französische Kooperationen: Unsere Bookmarks

Die Aufzählung der gemeinsamen Räte und Gremien würden hier mehrere Seiten füllen. Unsere Redaktion vermutet, dass in Deutschland viel zu wenig Werbung für das Fach Französisch gemacht wird. Wer erzählt Schüler/innen, die sich mit dem Gedanken tragen, Französisch in der Sek II nicht weiterzumachen, dass dieses Fach eine der besten Arbeitsversicherungen für sie ist? 10 Bewerber: alle können Englisch, der 10. sagt, ich kann auch gut Französisch. Und welche Schüler/innen haben mehr als drei französische Romane gelesen, bevor sie entscheiden dürfen, Französisch aufzugeben?

Das Regal bei > Klett Sprachen für Französisch ist prall mit Lektüren gefüllt:

Haben wir genau gelesen? Der Hamburger Lehrer erwähnt das Wort Literatur nicht. Natürlich muss es nicht gleich Marcel Proust sein. Und dennoch > Roger Willemsen hat seinen Klassenkameraden in Bonn davon vorgeschwärmt, was für einen ungeheuren Kick in jeder Hinsicht ihm die Lektüre von A la recherche du temps perdu gegeben hat: > Nachgefragt: Luc Fraisse, Lire Marcel Proust aujourd’hui – 3. März 2016. Und wie steht es um die Passion der lehrer/innen für ihr Fach, die > Romanistik, das sie studiert haben? Teilen sie ihre Passion für die > Literatur -337 Artikel auf unserem Blog – mit ihren Schüler/innen? Zu schwer? Nein, die Schüler/innen müssen sich einmal mit dem Lesevirus infizieren: > Rezension: Édouard Philippe, Des hommes qui lisent – 19. September 2017 oder > #lire III Französische Literatur für Schüler/innen – 8. Februar 2019 von H. Wittmann.

Die Digitalisierung – an diesem Thema arbeitet unsere Redaktion gerade: dazu ganz bald mehr auf dem > Blog von Klett-Cotta –  ist keinesfalls ein Wundermittel für die Motivation: >Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet – 30. September  2016 oder > Ecrivez-vous à la main ou tapez-vous au clavier ? – Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? – 24. August 2017 – aber man kann das Internet auch im Französischunterricht sehr geschickt einsetzen:  > Arbeiten im Französischunterricht: Suchen und Lernen mit Twitter – 23. September 2019 von .

„Tatsächlich hat Französisch hierzulande aber immer mehr an Bedeutung verloren, ist mein Eindruck,“ schreibt der anonyme Lehrer. Und das knüpft wieder an die oben genannte politische Dimension des Problems an. Migration, Digitalisierung, Klimakrise, Sicherheit, kein Land in Europa – auch Großbritannien nicht kann diese Probleme auch nur ansatzweise alleine lösen. Sie können es natürlich versuchen, aber der wirklich große Erfolg kann nur gemeinsam errungen werden. Das ist der Sinn von Präsident Macrons Auffassung einer > europäischen Souveränität, die die der Mitgliedsländer verteidigen soll. Wäre diese europäische Solidarität nicht da, wäre jedes Mitgliedsland auf sich alleine gestellt.

> Conférence à Montpellier, 28 février 2017. Emploi : L’accès au premier emploi en France et en Allemagne avec une bibliographie et une sitographie

Unser Handbuch auf Twitter zum Französischunterricht > https://twitter.com/search?q=%40francebloginfo%20franz%C3%B6sischunterricht&src=typed_query

> > Argumente für Französisch

Mit keinem anderen Land der Welt unterhält Deutschland so intensive, auch schon so alltägliche Beziehungen, so dass der Alltag francoallemand den Medien kaum der Rede mehr wert ist. Die > deutsch-französischen Städtepartnerschaften sind ein weiterer Hinweis auf die Intensität der deutsch-französischen Kooperation.

Brexit, „Ende der transatlantischen Freundschaft“, „sinkende Mobilität durch Klimaerwärmung“ stehen für unseren anonymen Lehrer für die Hoffnung, Französisch und mit „dem ehemaligen Motor Europas“ könnten wieder Aufwind bekommen. „Nur: Wie könnte ich mir das wünschen? Denn was bedeutet schon mein kleines Fach, wenn die Welt im Chaos versinkt?“ Unsere Redaktion ist nicht der Auffassung, dass Französisch ein kleines Fach sei, denn wenn man den Einfluss der französischen Literatur zusammen mit der Geschichte Frankreichs und Europas durch die Jahrhunderte betrachtet mit wohlgemerkt allen Epochen der französischen Literatur, der Aufklärung, der Französischen Revolution, der Philosophie, der nun wirklich aufregenden Verfassungsgeschichte, die Frankreich zu einem politischen Laboratorium ohnegleichen macht, dann sind das Dimensionen, die heute im Französischunterricht eine eher untergeordnete Rolle spielen – womit wir allmählich bei der rigiden Fächertrennung und dem Korsett der 45 Minuten angekommen sind. Ich erinnere mich zu gut an den Ärger, den ich mir bei der Lehrprobe im Bonner Friedrich-Ebert-Gymnasium eingehandelt hatte: es ging um 2 oder drei Vokabeln, die eingeführt hatte – über dem erlaubten Limit von 10 oder 12 Vokabeln, die uns die Fachleiterin zugestanden hatte. Und als ich > Camus sein Kapitel mit Meursault und seinem Beichtvater in der Zelle vom Band hatte vorlesen lassen, war sie besonders ungehalten. Das ist ja viel zu schwer für die Schüler. Und dennoch auch Felix in der letzten Reihe hatte die Ohren gespitzt und so interessiert wie noch nie ausgesehen. Ich hatte auch ihn gepackt. Aber ihn sah sie von hinten nicht.

Es gibt natürlich auch die Unterrichtserfolge der Schulen mit einem bilingualen deutsch-französischem Zweig:

> 8. Deutsch-französischer Jugendkongress – mit einer Linkliste – 19. September 2019

und unsere Politiker setzen sich auch für das Fach Französisch ein:

> Nachgefragt: Ministerpräsident Armin Laschet antwortet auf unsere Fragen – 8. Juli 2019 von H. Wittmann

Was rät unsere Redaktion dem anonymen Lehrer in Hamburg? Haben Sie schon einmal ein richtig großes deutsch-französisches Fest in Ihrer Schule gemacht? So mit allem Drumundran? Mit französischen Gästen, mit Schüler/innen Ihrer Partnerschulen in Frankreich? Mit Abgeordneten der Deutsch-französischen Parlamentarierversammlung oder > Staatsminister Michael Roth? Mit Unterstützung des > Deutsch-französischen Jugendwerks? Mit vielen Ständen in der Aula, – viele deutsch-französische Unternehmen, viele Behörden, die Tourismusbüros, bref > alle Partner du francoallemand geben Ihnen gerne Unterlagen, die verteilt werden können-  die jeweils von 2-3 Schülern ausgedacht, organisiert und betreut werden? Haben Sie ein Schüler/innen-Komitee, das das Fest organisiert – sie als Lehrer brauchen dann gar nicht viel zu machen. Der nächste 22. Januar 2020 ist eine gute Gelegenheit für einen > deutsch-französischen Tag auch in Ihrer Schule. Am besten eine Woche lang, da kann jedes Fach seinen Beitrag leisten. Die Schüler werden bestimmt auch hervorragende Pressearbeit machen (> Twitter im Französischuntericht wäre dazu auch nützlich) und danach steigt nicht nur das Interesse ihrer Schüler/innen an Französisch, sondern auch das derjenigen, die von anderen Schulen eingeladen waren.

Unsere Redaktion kennt die Klagen über den Deutschunterricht in Frankreich – aber das ist ein Thema für einen anderen Beitrag auf diesem Blog. Aber was wir tun können, ist den Französischunterricht zu stärken. Und den Schüleraustausch zu fördern:  > Programm Brigitte Sauzet.

Rüstungsexporte. Nachgefragt: Brigadegeneral a.D. Dr. Klaus Wittmann antwortet auf unsere Fragen

Ganz aktuell: > Communiqué du ministère de l’Europe et des Affaires étrangères – Allemagne – Accord franco-allemand relatif au contrôle des exportations en matière de défense (14 novembre 2019) – Site du ministère de l’Europe et des des Affaires étrangères


Gerade hat die Süddeutsche Zeitung (16.5.2019) ein Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel veröffentlicht. Auf die Frage ”Wo sehen Sie gemeinsame Fortschritte?” gemeint sind die deutsch-französischen Beziehungen, sagt sie und verweist ausdrücklich auf gemeinsame Fortschritte mit Frankreich: “Beispielsweise in der Verteidigungspolitik. Da haben wir enorme Fortschritte erzielt. Wir haben beschlossen, zusammen ein Kampfflugzeug und einen Panzer zu entwickeln. Es ist doch ein großes gegenseitiges Kompliment und ein Zeichen des Vertrauens, wenn man sich in der Verteidigungspolitik stärker aufeinander verlässt.” Zu dem Projekt mit Kampfpanzern und den Hubschraubern kommt auch noch die Eurodrohne.

Aber in diesem Zusammenhang muss man auch an eine Schreiben der Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland, S. E. Anne-Marie Descôtes, erinnern, in dem sie sich kürzlich kritisch zu der deutschen Rüstungsexportpolitik geäußert hat: > Vom „German-free“ zum gegenseitigen Vertrauen: „Die wachsende Politisierung der deutschen Debatte zu Waffenexporten entspringt berechtigter Sorge.“ Der Titel ihres Beitrags, der auf der Website der Bundesakademie für Sicherheit veröffentlicht wurde, resümiert très clair et précis ihr Anliegen: Es wird Probleme beim Export von Waffen, besonders von gemeinsam hergestellter Waffensystemen, geben, falls dort keine deutsche Schraube drin sein darf. Es gilt also weiter am Vertrauen zu arbeiten. „Die Verteidigungsindustrie: Grundpfeiler der Verteidigung Europas, nicht existenzfähig in einem begrenzten Markt,“ diese Zwischenüberschrift verweist auf Ihr Anliegen: Verengt sich der Markt, kann die Verteidigungsindustrie nicht wirtschaftlich funktionieren. Im Grunde genommen beklagt die Botschafterin fehlende Rechtssicherheit. Aber sie will „Unsere Waffenausfuhrkontrollinstrumente besser verstehen und zum Prinzip des gegenseitigen Vertrauens zurückkehren“.

Unsere Redaktion mit unserem > TV-Team hat am letzten Samstag in Berlin Brigadegeneral a. D. Klaus Wittmann getroffen und nachgefragt:

Auf unsere Frage „Die Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland, Ihre Exzellenz Mme Descôtes hat kürzlich in einem Beitrag für die Bundesakademie für Sicherheit die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung kritisiert. Wie ist ihr Papier einzuordnen?“ kam eine überraschende Antwort:

Unser Tonstudio hat den Ton dieses Videos am 21.5.2019 korrigiert:.

Frankeich und Deutschland exportieren Waffen in einem ähnlichen Umfang, trotzdem gibt es für bestimmte Regionen, eine deutsche Zurückhaltung. Aus welchen Gründen?Nimmt die Bundesregierung damit Friktionen mit den Partnern in Kauf?Werden diese Auswirkungen auf gemeinsame Projekte (Kampfflugzeug, Kampfpanzer und Eurodrohne) haben? Im > Aachener Vertrag steht  der Wille, gemeinsame Regeln für den Verkauf von Rüstungskooperationen zu finden und es gab am 14.1.2919  ein Abkommen zwischen Paris und Berlin: „Deutsch-französische Industriekooperation im Verteidigungsbereich – gemeinsames Verständnis und Prinzipien über Verkäufe“ : der SPIEGEL zitiert am 15.2.2019 aus diesem Papier:  „Die Parteien werden sich nicht gegen eine Transfer oder Export in Drittländer stellen.“  Reicht das, um die deutsch-französischen Wogen zu glätten? Wo könnten jetzt Kompromisslinien verlaufen?

Brigadegeneral Dr. Wittmann (geb. 1946) in Lübeck, trat im Oktober 2008 nach 42 Jahren Bundeswehrdienst in den Ruhestand. Er war Bataillons- und Brigadekommandeur), er hat Geschichte und Politik studiert  und sich in seiner Laufbahn u.a. auf die Sicherheitspolitik konzentriert: er War im BMVg, im NATO-Hauptquartier. Als Direktor Lehre an der Führungsakademie der Bundeswehr war er für die höhere Offiziersausbildung national zuständig. Zuletzt war er  Director Adademic Planning and Policy am NATO Defense College, Rom. Er war Mitglied der Kammer für Öffentliche Verantwortung, in der die > Friedensdenkschrift des Rates der EKD von 2007 entstand. Er ist Senior Fellow des Aspen Institute Deutschland und hat einen Lehrauftrag für Zeitgeschichte an der Universität Potsdam.

Zum Nachlesen: > Ansprache des Präsidenten der Französischen Republik François Mitterrand aus Anlaß des 20. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit -Website des Deutschen Bundestages

> PESCO Permanent Structured Cooperation: Mehr Zusammenarbeit bei der Verteidigung

> Waffenexporte und die Umsetzung des Gemeinsamen Standpunkts 2008/944/GASP

 

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