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Mehr: > Blogs und Blogger Un site du Landesbildungsserver Baden-Württemberg

Französische Filme in Stuttgart – 2.-8.11.2006

Das Kommunale Kino Stuttgart hat die Organisation der Französischen Filmtage Stuttgart übernommen und arbeitet in guter Tradition – wie beim Festival CineLatino – mit den Filmtagen Tübingen zusammen und zeigt aktuelles französisches Kino. Die Partner in der Stuttgart sind das > Institut Français, das Forum Africanum, das Institut für Linguistik/Romanistik der Uni Stuttgart mit dem IZKT und der DVA-Stiftung, das französische Café Einstein und die Organisatoren der monatlichen ‚Soirée Française’. > Das Programm

Französische Woche in Stuttgart

Französische Woche

In diesem Herbst bietet in Stuttgart die siebte „Französische Woche in und um Stuttgart“ von Donnerstag, 12. bis Sonntag, 22. Oktober rund 100 spannende Veranstaltungen: Lesungen, Ausstellungen, Filme, Vorträge, Führungen, Podiumsdiskussionen, Kinder- und Jugendveranstaltungen, Kunst- und Kulturführungen, Präsentationen, Städtepartnerschaftsprojekte sowie Tanz, Theater, Kulinarisches und einiges mehr.

Bei der Auftaktveranstaltung der Französischen Woche am Donnerstag, 12. Oktober, um 20 Uhr tritt das Pariser Ensemble „La Petite Fabrique“ mit der Tanzproduktion „Les Fables à la Fontaine“ im Theaterhaus Stuttgart auf.

Die Programmbroschüre mit 96 Seiten liegt im Kulturamt, Institut français de Stuttgart, Europahaus, an der Infothek im Rathaus, im i-Punkt Königstraße 1a, im Treffpunkt Rotebühlplatz und in der Stadtbücherei zum Abholen bereit..

Das Programm und weitere Informationen: > www.stuttgart.de/franzoesische-woche.

Der Ernst Klett Verlag beteiligt sich an der Französischen Woche mit einem Chansonabend von Mfa Kera im Institut français, einer Führung in der Französichredaktion des Verlages „Wie entsteht ein Schulbuch?“ und einem Vortrag über Albert Camus und seinen Roman L’étranger.

> www.klett-franzoesisch.de/franzoesische-woche-2006.html

L’étranger ist zur Zeit noch „Sternchenthema“ in Baden-Württemberg. Noch immer wird dieser Roman vor allem und oft ausschließlich als ein absurder Roman gelesen. In dem Vortrag werden verschiedene Interpretationsansätze vorgestellt.

23. Internationales Festival des frankophonen Films

In Tübingen findet vom 1. – 8. November 2006 das 23. Internationales Festival des frankophonen Films mit einer deutsch-französischen Jury des Deutsch-französischen Jugendwerks (DFJW) statt. Auf seiner Website sucht das > DFWJ nach Interessenten, die an der Jury teilnehmen wollen:

„Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und TV5MONDE, in Zusammenarbeit mit den Französischen Filmtagen Tübingen – Stuttgart, suchen sieben junge kinobegeisterte Menschen zwischen 18 und 28 Jahren (vier Deutsche und drei Franzosen) für eine deutsch-französische Jury- « » mit deutsch-französischer DFJW-Jury.“

Gilles Floret

Bei Gilles Floret fing alles mit einer Gitarre an, die er mit 12 Jahren von seinen Eltern bekam und noch heute bei sich trägt.

1986 ist er Lektor für Romanistik an der Martin Luther Universität in Halle/Saale. Sollte er Russisch lernen oder eine Doktorarbeit schreiben? Damals hat ihm eine Freundin Gedichte von Hans-Eckardt Wenzel mitgebracht, der zu einer neuen Generation von jungen Autoren in der DDR gehörte. Die Sammlung „Lied vom wilden Mohn“ hat er auf französisch übersetzt und im Anhang seiner Dissertation veröffentlicht.

10 Jahre später hat der Ernst Klett Verlag ihm vorgeschlagen, die erste Version des Gedichts „Verlassenes Bett“ (Le lit défait I) mit seiner Komposition aufzunehmen. Danach  hat Gilles Floret in Zusammenarbeit mit Hans-Eckardt Wenzel mit der Originalmusik des Autors weitere Gedichte aufgenommen.

Die neue CD enthält 11 Lieder von Wenzel auf französisch, zwei davon mit der Musik von Gilles Floret , sowie eine Version zusammen mit Wenzel von > L’herbe du souvenir (*.mp3), das im Maxime Gorki Theater in Berlin aufgenommen wurde.

Im Hauptberuf ist Gilles Floret Redakteur in einem großen Schulbuchverlag tätig und betreut dort Französischbücher.

Gilles Floret: > www.klett-franzoesisch.de/gilles-floret.html
Seine CD gibt’s hier: > www.edition-fant.de/gilles-floret.html
Und seine Doktorarbeit ist online: > www.romanistik.info/floret.html 

Am 7. November 2006 tritt in Heidelberg auf:
> www.klett-franzoesisch.de/cinq-siecles.html

Bloggen für die deutsch-französischen Beziehungen

Die Suche nach „Blog deutsch-französische Beziehungen“ mittels einer bekannten, oft benutzten Suchmaschine liefert hinsichtlich der Parteien und sonstiger Institutionen ein eher enttäuschenden Ergebnis, das aber dennoch hoffnungsvoll stimmen kann: es gibt noch genügend Raum für nützliche Initativen. Übrigens! Mit dieser Suchanfrage findet man auf Platz 1 findet man die Website des Hermann Vöchting-Gymansium in Blomberg
> http://www.gymnasium-blomberg.de/?p=416, weil sie ganz einfach nach allen Regeln der Kunst prima gemacht ist und den Titel des Artikels auch im TITLE aufgenommen hat. Allerdings könnten die Schüler zu diesem Thema mehr auf Ihrer Website schreiben. Wär doch ne Idee? Ansonsten gibt die Website dieser Schule einen faszinierenden Einblick in das ganze Schulleben und macht einen richtig neidisch.

Auf deutscher Seite ist blogmäßig zum Thema deutsch-französische Beziehungen noch nicht so recht was los. Sucht man in der genannten Suchmaschinen nach „deutsch-französische Beziehungen“ findet man an erster Stelle das > Lebendige virtuelles Museum online zu unserem Thema. Dann das > Themenheft „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (2003) (richtig gut, nicht ganz aktuell) zu den deutsch-französischen Beziehungen, dann der Eintrag aus der Online Enzyklopädie Wikipedia zu unserem Stichwort und danach meine Seite auf dem Server der TU Dresden: > Romanistik im Internet. Trotz aller gegenseitigen bei jedem deutsch-französischen Gipfel wiederholten Versprechen, Paris und Bonn wollen künftig näherzusammenrücken, muß man im Internet nach den entsprechenden Aktivitäten beider Regierungen, der poilitischen Instiutionen, Organisationen und Parteien erst länger suchen. Nebenbei, hätten beide Regierungen zusammen gebloggt, wäre in Frankreich das Referendum zur Europäischen Verfassung möglicherweise nicht gescheitert.

Es gibt aber doch eine offielle Seite zu den deutsch-französischen Beziehungen www.deutschland-und-frankreich.de/public/index.php, die aber mit dem Suchbegriff  „deutsch-französische Beziehungen“ unter den ersten hundert Seiten nicht gefunden wird. Man muß eben nach „deutsch-französischer Zusammenarbeit“ suchen… Also der Vorwurf geht vor allem an die Suchmaschine, die eben nur eine Maschine ist.

Eigentlich wollte ich ja über deutsch-französische Blogs schreiben. Ich suche erstmal weiter, sonst wird dieses Posting vielleicht doch zu lang.

Kann man sich in den Elysée-Palast bloggen?

Wenn man den beginnenden Wahlkampf für die Wahl des französischen Präsidenten beobachtet, die im April 2007 stattfinden soll, gewinnt man den Eindruck, daß ohne einen persönlichen Blog keiner der Kandidaten auch nur die geringste Chance hat, wenn sie oder er keinen persönlichen Blog besitzt. In den Umfragen und in der Gestaltung ihres Blogs geht Ségolène Royal (PS) allen voran und macht es ihren Mitstreitern in der eigenen Partei bis zu ihrem eigenen Lebensgefährten, François Hollande, dem ersten Sekretär der Parti socialiste, richtig schwer: > www.desirsdavenir.org/ so heißt ihr Blog. Ein Online-Buch und „débats d’actualité“ und „débats permanents“ sollen das ganze Spektrum der Themen im Wahlkampf abdecken. Im Gegensatz zu einem ihrer Konkurrenten Nicolas Sarkozy >  sarkozyblog.free.fr/, der nicht nur einen langweiligere URL für seine Blog hat, bietet Royal ihren Anhängern auch die Fortführung der Debatten in ihren Blog an. 

Hier gibt es eine nützliche Übersicht über die politischen Parteien und auch die reginalen Blogs:> Répertoire des blogs politiques

Warum gibt es in Frankreich diese hohe Zahl an Blogs, ein Phänomen, das sich besonders auch im Bereich der Politik zeigt? Aber auch sonst  sind die Franzosen viel eifriger beim Bloggen als die Deutschen. 3,2 Mio. soll es in Frankreich geben, während bis jetzt weniger als eine halbe Million der deutschen Surfer sich einen Blog zugelegt hat. Die intensive Nutzung der Blogs in Frankreich, wie sie sich schon beim Referendum über den Europäische Verfassung gezeigt hat, verrät aber auch etwas über die politischen Strukturen unseres Nachbarlandes. Offensichtlich müssen die Politiker dort aufgrund des Mehrheitswahlrechts sich intensiver um einen Kontakt zu den Wählern bemühen. Bei uns kümmern sich die Politiker um die guten Plätze auf den Landeslisten und bei der parlamentarischen Tagesarbeit stehen immer mehr die Ausschüss- und die Fraktionssitzungen im Vordergrund als Schauplatz wichtiger Entscheidungen, anstatt daß die Große Koalition auf die Idee ihre Reformbemühungen bürgernah mit den modernen Medien zu vermitteln… zu bloggen! Sucht man nach „CDU blog“, kommt man auf die Seite > www.cdunion.de/ für die Matthias Busse, Pressereferent im Kreisverband Rhein-Neckar der CDU, verantwortlich zeichnet: „Herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserem Weblog. ww.CDUnion.de. Zu Wahlkampfzeiten sind wir wieder online.“ -Soviel zum Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich.

Wahlkampf in Frankreich > France 2

George W. Bush und Albert Camus

Im August rief mich ein Redakteur der Süddeutschen Zeitung an: Herr Bush lese gerade „Der Fremde“. Was kann er von Camus lernen? Tatsächlich hatte Bush-Sprecher Tony Snow berichtet, er habe mit dem amerikanischen Präsidenten eine kurze Unterhaltung über die Entstehung des französischen Existentialismus und Camus und Sartre, gehabt. (Libération, 31. August 2006). Hier ist die Antwort an die SZ, die den Text gedruckt hat. Leider wurden wohl wegen Platzmangels die letzten Sätze weggelassen:

Was kann Herr Bush von Camus lernen?

Der Roman „Der Fremde“ (1942) von Albert Camus (1913-1960) erzählt, wie Meursault einen Araber am Strand erschießt, nachdem dieser sein Messer gezückt hatte. Im anschließenden Gerichtsverfahren, in dem der Staatsanwalt auf die angeblichen moralischen Verfehlungen des Angeklagten verweist, die mit der Tat nichts zu tun haben, wird dieser zum Tode verurteilt. „Der Fremde“ wird oft zu Unrecht wie Camus‘ Werk selbst auf die Schilderung des Absurden reduziert. Allzu leichtfertig folgen viele Leser dem Staatsanwalt und bezeichnen ebenfalls Meursault als gefühllos, obwohl dieser jedes Detail um sich herum aufmerksam beobachtet und sich lediglich an die Wahrheit hält. Camus selber erklärte im Vorwort der amerikanischen Ausgabe zu seinem Roman, jemand der bei der Beerdigung seiner Mutter nicht weine, riskiere zum Tode verurteilt zu werden. In seinem Gesamtwerk setzt er die Autonomie der Kunst den Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts entgegen, (vgl. > Albert Camus. Kunst und Moral) so wie er in seiner Nobelpreisrede (1957) betont hat, daß der Künstler sich nie isolieren darf, denn er ist immer der Wahrheit und der Freiheit verpflichtet und muß sich stets allen Fragen seiner Zeit stellen. Der amerikanische Präsident könnte mit Camus verstehen, daß Kunst und Kultur eine größere Bedeutung als Waffen haben. Außerdem kann er Camus als einen entschiedenen Gegner der Todesstrafe kennenlernen, der in seinen „Betrachtungen zur Todesstrafe“ (1957) erklärte: „Weder im Herzen des einzelnen noch in den Sitten der Gesellschaft wird es einen dauerhaften Frieden geben, solange der Tod nicht aus den Gesetzen verbannt ist.“

Bei Klett gibt es CDs mit einer Originalaufnahme des L’étranger, so wie Camus ihn 1952 im französischen Rundfunk gelesen hat.

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