Alfred Grosser parle de Notre-Dame de Paris

> Notre-Dame in Paris hat gebrannt– 17. April 2019

Unsere Redaktion hatte am Dienstag eine Gelegenheit, mit Alfred Grosser über dieses Desaster zu sprechen. Unser TV-Team bearbeitet den Film und wird ihn hier am Donnerstag anzeigen. Grosser wies draraufhin, dass es hier weniger um die Kathedrale als ein christliches Symbol gehe, sondern die Bedeutung von Notre-Dame als ein Symbol für die Geschichte Frankreichs:

Alfred Grosser wird heute 94 Jahre alt

Unsere Redaktion gratuliert Professor Alfred Grosser sehr herzlich zu seinem 95. Geburtstag.

Alfred Grosser stammt aus Frankfurt/M. (*1925). Sein Vater war Kinderarzt in Frankfurt, er starb 1934 ein Jahr nach der Flucht seiner Familie nach Frankreich. Grosser wird Franzose und studiert nach dem Krieg Germanistik, wendet sich dann aber der Politischen Wissenschaft zu und lehrt ab 1955 Im Institut d’Études politiques (Sciences-Po) in Paris. Er wird Forschungsdirektor an der Fondation nationale des sciences politiques. Von 1965 bis 1994 schreibt er für LE MONDE, danach für La Croix und Ouest-France.

1948 gründet er zusammen mit Emmanuel Mounier u.a. unter ihnen Joseph Rovan das > Comité français d’échanges avec l’Allemagne nouvelle und bekommt damit einen entscheidenden Einfluss auf die deutsch-französische Wiederannäherung nach dem Zweiten Weltkrieg.

So beginnt ein Artikel, den unsere Redaktion kürzlich für die nächste Ausgabe von Französisch 1/2019 heute verfasst hat: „« Expliquer, expliquer, toujours patiemment expliquer », so oder ähnlich hat sich der Politologe und Publizist Alfred Grosser immer wieder über seine Position als Vermittler zwischen Frankreich
und Deutschland geäußert. Der 2006 eingerichtete Frankreich-Blog [www.france-blog.info] folgt diesem Ansatz und möchte viele Aspekte der deutsch-französischen Beziehungen aufzeigen, erklären und bewerten.“ Mit seinem damals gerade erschienen Buch Wider den Strom: Aufklärung als Friedenspolitik, 1976, in der Tasche habe ich in Sciences Po begonnen, seine Vorlesungen Introduction à la vie politique und L’Allemagne de notre temps zu hören.

Erste Auflage dieser Ausgabe. München: Deutscher Taschenbuch-Verlag, 1976 (Mai).

Unter seinen zahlreichen Büchern ist die Deutschlandbilanz. Geschichte Deutschlands seit 1945 (1970) ein Standardwerk.

Alfred Grosser ist Träger zahlreicher Orden und Auszeichnungen. 1975 er hielt er der 1975: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für seine Rolle als „Mittler zwischen Franzosen und Deutschen, Ungläubigen und Gläubigen, Europäern und Menschen anderer Kontinente“. Am 1. Januar 2019 erhielt der das Großkreuz der Ehrenlegion.

Ing Kolboom hat an das > Interview der Deutschen Welle mit Alfred Grosser, „…mit diesem großen deutsch-französischen Brückenbauer vom 11.11.2018, hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs“ erinnert.

Wir zitieren hier einen Brief (zitiert auf der Website des > Alfred Grosser Schulzentrums in Bad Bergzabern), den Alfred Grosser 1980 an Neusser Gymnasiasten gerichtet hat:

Liebe Neusser Gymnasiasten!

Es antwortet Euch ein glücklicher Mensch, der Euch in ein paar wenigen Sätzen andeuten möchte, wie das so mit der Freude am Leben gekommen ist.

Meine erste „Erfahrung“ war, als kleiner Judensohn in einer Frankfurter Schule von achtjährigen Kamera- den so verprügelt zu werden, daß ich ins Krankenhaus mußte. Geistige Spuren sind nicht geblieben – außer der Überzeugung, man muß Verführte aufklären, denn die Schuldigen sind die Verführer. Mit 9 kam ich nach Frankreich und habe mich schnell eingelebt, habe aber dabei nie den Kontakt zur deutschen Sprache und Kultur verloren: Man soll offen sein für jeden geistigen Reichtum, auch wenn im Namen eines Volkes Massenmorde vollbracht werden.

Die grausamen Seiten der Kriegszeit haben mich zweierlei gelehrt. Als ich erfuhr, daß ein Teil meiner Familie in Auschwitz umgekommen war, entdeckte ich, daß ich nie eine Menschengruppe (die Deutschen) für kollektivschuldig halten würde, daß ich aber nach dem Krieg für den Aufbau eines anderen Deutschlands mitverantwortlich sein würde, eben weil ich unter dem verbrecherischen gelitten hatte. Und das Gefühl der Mitverantwortlichkeit, das zum Mitwirken führt, ist beglückend.

Und dann habe ich in Marseille, nach einem Bombenangriff, so viele Leichen und verkrüppelte Menschen gesehen, daß ich seitdem alle Dinge im Vergleich zum Tod und zum Elend sehe. Das Glücklichsein erreicht man auch durch den Vergleich (oft mit schlechtem Gewissen!) mit denen, die weniger haben.

Sich eifersüchtig mit denen zu vergleichen, die mehr haben, macht unglücklich. Übrigens: Neid wie Haß, wie Bitterkeit bedeuten Zeitverlust. Denn es bleibt uns wenig Zeit bis zum Tode – und diese Zeit sollten wir nicht mit unnützen Dingen vergeuden!

In späteren Jahren habe ich dann viel äußeres Glück gehabt – im Berufsleben und im Privatleben. Meine Mutter war zugleich meine Mitarbeiterin in der deutsch-französischen Arbeit bis zu ihrem Tod 1968. Ich habe 1959 eine meiner Doktorandinnen geheiratet (die Dissertation ist nie fertig geworden …), und unser Honigmond ist noch nicht beendet. Unsere vier Söhne (19, 16, 11 und 10 Jahre) bringen Freude und Sorgen (je älter sie werden, desto mehr Sorgen …), aber das Grundelement der Freude ist bis jetzt geblieben, weil der gegenseitige Respekt zusammen mit der Liebe geblieben ist. (Übrigens, was ist Liebe? U.a. daß man sich darauf freut, später zusammen alt werden zu dürfen!)

Ich bin mir meiner Privilegien wohl bewußt: Ich stamme aus einer privilegierten Familie, die Kultur und Selbstsicherheit zu vermitteln hatte. Ich habe einen schönen Beruf – und bin dabei sogar Beamter, d.h. daß ich nicht arbeitslos werden kann. Ich bin gesund, und Frau und Söhne sind unversehrt. Aber es geht auch um eine Grundeinstellung (für die ich wenig kann: sie ist weitgehend angeboren; ich versuche aber doch, sie durch Selbstkontrolle aufrecht zu erhalten): Zufrieden sein, ohne sich zufriedenzugeben, so viel Freude wie möglich zu empfangen und zu geben …

So, nun macht mit dieser Predigt, was ihr wollt …

Herzliche Wünsche für‘s Abitur
Alfred Grosser

Alfred Grosser: Mit Deutschen streiten. Aufforderungen zur Wachsamkeit. München (dtv) 1992. S.290f.

> Professor Alfred Grosser – Website von Sciences Po

Auf unserem Blog:

Über sein Leben > Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2011

> Gedenkstunde im Bundestag: 1914-1918: Alfred Grosser hat am 3. Juli 2014 im Bundestag gesprochen – 3. Juli 2014

> Die deutsch-französischen Beziehungen und die Europapolitik. Ein Gespräch mit Alfred Grosser – 13. September 2013

Alfred Grosser wird heute 93 Jahre alt

Wir gratulieren Alfred Grosser zu seinem heutigen Geburtstag. In seinen Vorlesungen zwei Jahre lang ab Oktober 1976 im I.E.P. in Paris (Sciences Po) – immer mittwochs und donnerstags um 10 h – „L’Allemagne de notre temps“, „Introduction à la l’Étude de la vie politique“, „La politique extérieure de la France“ und „Questions de l’actualité“ zusammen mit seiner unverwechselbaren Art, immer wieder erklären, geduldig erklären, entstand die Passion für die Politikwissenschaft. Wenn unsere Redaktion heute über Alfred Grosser schreibt so muss auch daran erinnert werden, dass er nach 1945 das > Comité pour l’échange avec l’Allemagne nouvelle das Französische Komitee für den Austausch mit dem neuen Deutschland zusammen mit Emmanuel Mounier gegründet hat.

> Wer ist eigentlich Prof. Alfred Grosser ? Eine Vorstellung in Selbstaussagen zusammengestellt von Rainer Ehrhardt auf der Website des Alfred Grosser Schulzentrum in Bad Bergzabern > SWR2 Zeitgenossen: Alfred Grosser

Deutschlandfunk Kultur Interview / Archiv | Beitrag vom 13.02.2017
> Alfred Grosser. Auf andere zu zeigen, hilft uns nicht – Moderation: Liane von Billerbeck

> Nachgefragt: Alfred Grosser, Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz – 4. Mai 2011

Alfred Grosser auf langer Reise nach Duisburg, Bonn, Köln… und Stuttgart

Der französische Politologe, Historiker und Professor Alfred Grosser (92 > Alfred Grosser hat Geburtstag – 1. Februar 2017) ist wieder auf Reisen in Deutschland. Er, der schon 1948 zusammen mit Joseph Rovan (> La réconciliation franco-allemande après 1945 – 14. Januar 2013) sich im Rahmen des Comité pouir l’échange avec l’Allemagne nouvelle für die deutsch-französischen Beziehungen einsetzte, besteht noch immer darauf, dass es notwendig ist, die beiden Partner der deutsch-französischen Kooperation immer wieder einander zu erklären, immer wieder geduldig zu erklären:

> Alfred Grosser, Daniel-Cohn-Bendit und Patrizia Nanz – Zur Eröffnung der phil.cologne: Wo stehen wir?
Mit Daniel Cohn-Bendit, Alfred Grosser und Patrizia Nanz
Moderation: Jürgen Wiebicke
Dienstag, 6. Juni 2017 – Beginn: 19:30 Uhr
phil.COLOGNE – WDR Funkhaus, Klaus-von-Bismarck-Saal, Wallrafplatz 5, 50667 Köln

> Ulrike Guérot, Quo vadis Europa?
Ulrike Guérot, Karl Lamers und Claus Leggewie stellen ihre Visionen vor
Mittwoch, 7. Juni 2017 – Beginn: 18:30 Uhr
phil.COLOGNE – COMEDIA Theater, Roter Saal, Vondelstraße 4-8, 50677 Köln

Unsere Rezension: > Eine Utopie für Europa
Auf unserem Blog: > Nachgefragt: Ulrike Guérot und die Europäische Republik – 19. April 2017

> Alfred Grosser – Le Mensch. Die Ethik der Identitäten
Alfred Grosser im Gespräch mit Meinhard Schmidt-Degenhardt
Mittwoch, 7. Juni 2017 – Beginn: 20:00 Uhr
Christian-Wirth-Saal im Schloßgarten-Campus – Schloßplatz 1, 61250 Usingen

> „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht“ Buchvorstellung mit Martin Schulz und Klaus Schönhoven
Das Schicksal der 1933 gewählten SPD-Reichstagsabgeordneten
Eine Veranstaltung der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand
Donnerstag, 8. Juni 2017 – Beginn: 16:00 Uhr
Landesvertretung Rheinland-Pfalz – In den Ministergärten 6, 10117 Berlin

> Alfred Grosser – Le Mensch. Die Ethik der Identitäten
Donnerstag, 8. Juni 2017 Beginn: 19:30 Uhr – Haus am Dom – Domplatz 3, 60311 Frankfurt

> Alfred Grosser – Le Mensch. Die Ethik der Identitäten
Buchvorstellung und Gespräch mit Alfred Grosser
Moderation: Prof. Dr. Magnus Striet (Fundamentaltheologe, Freiburg)
Montag, 19. Juni 2017 – Beginn: 19:00 Uhr
Katholische Akademie Freiburg – Wintererstr. 1, 79104 Freiburg

> Heimat ohne Grenzen? Diskussion mit Alfred Grosser „Talk bei Bloch-Live“
Diskussion mit Prof. Alfred Grosser, Mark Terkessidis und Prof. Konrad Paul Liessmann
Moderation: Dietrich Brants (SWR)
Dienstag, 20. Juni 2017 Beginn: 19:00 Uhr – Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen
Walzmühlstraße 63, 67061 Ludwigshafen

https://twitter.com/AnneWillTalk/status/861319134453346309

> Alfred Grosser – Le Mensch. Die Ethik der Identitäten
Alfred Grosser stellt sein neues Buch vor.
Mittwoch, 21. Juni 2017 Beginn: 20:00 Uhr – Deutsch-Amerikanisches Institut Heidelberg
Sofienstraße 12, 69115 Heidelberg

> Alfred Grosser – Le Mensch. Die Ethik der Identitäten
Moderation: Felix Heidenreich
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut Francais.
Donnerstag, 22. Juni 2017 Beginn: 20:00 Uhr
Literaturhaus Stuttgart – Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

Quelle: > Dietz-Verlag: Termine

Alfred Grosser, Le Mensch. Die Ethik der Identitäten

Do 23. März 2017 Beginn: 17:00 Uhr | End: 18:30 Uhr
> Begegnung mit Alfred Grosser Zeitgeschichtliches Forum, Leipzig Grimmaische Str. 6 04109 Leipzig


Alfred Grosser Le MenschIm Verlag Verlag J.H.Diez Nachf. in Bonn erscheint in diesem Monat das Buch von Alfred Grosser(92 > Geburtstag) > Le Mensch. Die Ethik der Identitäten, ca. 240 Seiten, ca. 24,90 Euro ISBN 978-3-8012-0499-0.

> Alfred Grosser: Interviews auf unserem Blog

Verlagstext:
„Wer bestimmt, was der Mensch ist: als Individuum oder Amtsinhaber, als Angehöriger einer Gruppe, Religion oder Ethnie? Facettenreich und mit vielen persönlichen Rückblicken schreibt der große Europäer Grosser über die Entstehung und Moral sozialer Identität. Dabei wehrt er sich gegen ein altes Grundübel, das aktueller ist denn je – den Finger, der auf andere zeigt, das »schlimme DIE«: DIE Muslime, DIE Frauen, DIE Juden, DIE Deutschen, DIE Flüchtlinge. Ein großes Buch, das uns auffordert, auch in schwierigen Zeiten niemals unsere Menschlichkeit zu verlieren.

https://twitter.com/DLFBuch/status/839082127891316736

Klar in der Sprache und konkret in der Sache nimmt Alfred Grosser das Menschsein auf allen Feldern des gesellschaftlichen Lebens unter die Lupe: Kultur, Politik und Erziehung, Geschlecht, Geschichte und Religion, Geld und nationale Mythen – und natürlich unsere Identität in einem Europa mit Flüchtlingen oder ohne. Er warnt eindringlich vor Politikverachtung und zieht Bilanz über das ‚Menschwerden inmitten der Verzweiflung am Weltgeschehen‘. Sein Credo: ‚Penser juste, donc à la fois avec justesse et avec justice – Richtig denken heißt, mit Richtigkeit und mit Gerechtigkeit denken. Das klingt zwar im Deutschen nicht so gut, sagt aber doch das Wesentliche.'“

Veranstaltungen mit Alfred Grosser zu diesem Buch:

Alfred Grosser – Le Mensch. Die Ethik der Identitäten
> Eine Veranstaltung im Rahmen der lit.COLOGNE Moderation: Joachim Frank, Chefredakteur Kölner Stadt-Anzeiger
Sonntag, 12. März 2017, Beginn: 17:00 Uhr
Börsensaal der IHK Köln


Conférence d’Alfred Grosser -LE MENSCH. L’éthique des identités avec Michaela Wiegel
im Hheinrich-Heiner Haus (und von ihm aufgezeichnet) in Paris: 19.05.2017:

Alfred Grosser hat Geburtstag

Wir gratulieren Alfred Grosser zu seinem 92. Geburtstag am 1. Februar 2017.

Sein Buch L’Allemagne de notre temps, Paris : Fayar 1970 un dann in vielen Auflagen auch auf Deutsch: Deutschlandbilanz. Geschichte Deutschands seit 1945, München: Hanser 4/1972. Sein Buch Wider den Strom. Aufklärung als Friedenspolitik mit seiner Rede anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1975 hatte ich wohl in der Tasche als ich 1976 begann, bei Alfred Grosser im Institut d’Études politiques in Paris zwei Jahre lang Vorlesungen zu hören.

In dieser Zeit gab er das Les leçons sur le nazisme, Paris : Fayard 1976 heraus, das kurz darauf auf Deutsch erschien: Wie war es möglich? Die Wirklichkeit des Nationalsozialismus. Neun Studien, hrsg. v. A. Grosser, München: Hanser 1977. Nach einer Vorlesung: „Haben Sie das schon?“ Und eine Widmung bekam ich auch dazu. Und aus den Vorlesungen 1976-1978 entstand der Band: Les Occidentaux. Les pays d’Europe et les États-Unis depuis la guerre, Paris : Fayard 1978. Später Affaires extérieures. La politique de la France 1944/1984, Paris : Flammarion 1984. Selbst auf Wikipedia steht nur eine > Auswahl seiner umfangreichen Bibliographie. Le sel de la terre. Pour l’engagement moral, Paris: Seuil 1981. 1989 erschien Vernunft und Gewalt. Die französische Revolution und das deutsche Grundgesetz heute, München: Hanser.

In diesem Monat erscheint im Verlag J.H. Diez sein Buch > Le Mensch. Die Ethik der Identitäten, ca. 240 Seiten, ca. 24,90 Euro ISBN 978-3-8012-0499-0.

Wir gratulieren Alfred Grosser zum Geburtstag

Heute feiert Alfred Grosser in Paris seinen 91. Geburtstag. Wir gratulieren sehr herzlich.

Als Student in seinen Vorlesungen zwei Jahre lang ab Oktober 1976 im I.E.P. in Paris (Sciences Po) – meistens mittwochs und donnerstags um 10 h – „L’Allemagne de notre temps“, „Introduction à la l’Étude de la vie politique“, „La politique extérieure de la France“ und „Questions de l’actualité“ zusammen mit seiner seiner präzisen und unverwechselbaren Art, die Politik in Frankreich und Deutschland zu beobachten und zu analysieren, behalte ich viele interessante Erinnerungen und Methoden der Politikwissenschaft, die u. a. auch eine Basis für unseren Blog sind. Auch damals hatte er immer den genau passenden Zeitungsausschnitt zur Hand, um zu zeigen, dass manches ganz anders ist, als man es gerade in der Diskussion beschrieben hatte. Damals wie heute, dieses Lächeln, aber dann hört man von ihm die ganz gegenteilige Ansicht. Gerade hat die Erziehungsministerin Najat Vallaud-Belkacem > die neuen Sprachenkarte verkündet und schien ihren Kritikern jetzt entgegenzukommen. Sie erinnern sich… es geht um die Kürzung des Unterrichts der bilangues-Klassen und damit des Deutschunterrichts. „Nichts ist besser …“ erklärte Grosser in unserem Gespräch. Beim Stand der Dinge bleiben mit derr Rentrée 2016 nur 70 % des Deutschunterrichts in den bilangues-Klassen erhalten.

> Un entretien sur l’actualité avec Alfred Grosser – enregistré le 26 janvier 2016 à Paris.

Un entretien sur l’actualité avec Alfred Grosser

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