Europawahl 2024 – Themen, Fragen, Entscheidungen Podcasts und Diskussionen von April bis Juni 2024

Auf unserem Blog: | Die Europawahlen am 9. Juni 2024 | Le discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe à la Sorbonne (2) |


Die Deutsch-französische Online-Zeitschrift > dokdoc.eu, des Frankreich-Podcasts Franko-viel, des Institut français Aachen und des Aachener EUROPE DIRECT Informationszentrums präsentieren im Vorfeld der Europawahlen 2024 gemeinsam zwei Podcasts:

> Europawahl 2024 – www.europedirect-aachen.de

Der Historiker Matthias Waechter (Direktor Cife – Nizza) im Gespräch mit Andreas Noll:
Vor 52 Jahren betrat der Front National die politische Bühne in Frankreich. Damals allenfalls für eine kleine Minderheit wählbar, ist die Partei in den Umfragen vor der Europawahl die mit Abstand stärkste Kraft in Frankreich.

Der Journalist Jean-Marie Magro im Gespräch mit Andreas Noll:
Frankreichs Präsident Macron sieht sich als Vordenker Europas, doch seine politischen Gegner wollen die Europawahl zum nationalen Referendum gegen ihn machen.

Vor der Europawahl: Online-Diskussion am 28.05.2024 um 19 Uhr

D24 04 17 Europawahl Reihe online 1024x512ie Erfolge der politischen Rechten bei einer Reihe von nationalen Wahlen hat viele Analystinnen und Analysten dazu veranlasst, einen Rechtsruck bei den bevorstehenden Europawahlen vorauszusagen. Die Umfragen scheinen ihnen Recht zu geben.

Zusammen mit Marie Krpata vom Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen am Institut français des relations internationales (Paris) und Nils Franke vom Wissenschaftlichen Büros Leipzig wollen wir darüber diskutieren und am Beispiel Deutschlands und Frankreichs den Themen auf den Grund gehen, die den Wahlkampf bestimmen: Migration, Klimawandel, Landwirtschaft, Stadt-Land-Kluft, Europäische Souveränität, Krieg und Frieden.

Analyse der Europawahl am 11.06.2024 um 19 Uhr

24 06 11 Europawahl Grashaus 1024x512Zwei Tage nach den Europawahlen wollen wir einen Rückblick auf den Wahlkampf vornehmen, die Ergebnisse kritisch analysieren und einen Blick in die Zukunft wagen.

Ist der von vielen gefürchtete Rechtsruck eingetreten? Welche Auswirkungen werden die Wahlen auf die Zusammensetzung des Parlaments und die Besetzung der Spitzenpositionen in Brüssel haben? Wie haben Deutschland und Frankreich gewählt? Wird die Wahl das Ende der Ära Macron einläuten? Was würde ein solches Szenario für Deutschland und Europa bedeuten?

Wie steht es um die deutsch-französischen Beziehungen? Marc Ringel, Professor des DFI, antwortet auf unsere Fragen

| Die Europawahlen am 9. Juni 2024Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? | Le discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe à la Sorbonne (2) | Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler > Französisch-Leistungskurs bis zum Abitur | Lernen für DELF | Partir en France – en ligne | Harcèlement | Wiederholen und üben mit unserem Blog222 Argumente für Französisch | NEU: Apprendre le français – faire des exercices | Emmanuel Macron: Internationale Solidarität | ChatGPT | Nachgefragt: Jean-Noël Jeanneney, L’un de nous d’eux |

Heute Morgen hatte unsere Blogredaktion Gelegenheit mit Professor Marc Ringel, dem neuen Direktor des Deutsch-Französischen Instituts DFI in Ludwgsburg über den Stand der deutsch-französischen Beziehungen zu sprechen:

Marc Ringel ist Volkswirt. Am Institut d’études politiques in Paris (Sciences Po) leitet er seit 2022 den European Chair for Sustainable Development and Climate Transition. Seit 2013 lehrte er als Professor für Umwelt- und Energieökonomie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen. Seit Februar dieses Jahrs ist er Nachfolger von Professor Frank Baasner.

Das > Deutsch-Französische Institut DFI engagiert sich seit Jahrzehnten in der Förderung der deutsch-französischen Beziehungen ganz besonders auch in ihrem europäischen Kontext. Man kann das DFI auch als ein politisch unabhängiges Kompetenzzentrum bezeichnen, fördert es doch durch Austausche und Begegnungen das Engagement der Zivilgesellschaft. Ich empfehle unseren Zuhörern mit Nachdruck den Besuch der Website Ihres Instituts www.dfi.de, auf der man alle Facetten der deutsch-französischen Beziehungen findet.

Immer wieder wird vom Stottern des deutsch-französischen Motors berichtet. Es wird angedeutet, Staatspräsident Macron und Bundeskanzler Scholz würden sich nicht so gut verstehen, obwohl sie in der Öffentlichkeit Einigkeit demonstrieren. Wie ist es Ihrer Meinung nach heute um das deutsch-französische Verhältnis bestellt?

Auf unserem Blog: > Macht doch mal eine Liste aller deutsch-französischen Organisationen… -4. Juni 2022

Am 25. April hat der französische Staatspräsident Emmanuel Macron zum zweiten Mal in der Sorbonne ein > > Grundsatzrede zu Europa gehalten. Es ist bekannt, dass nach seiner ersten Europa-Rede in der Sorbonne am 26. September 2017, die Bundesregierung sich in ihren Reaktionen auf diese Rede lange Zeit eher bedeckt hielt. Diesmal hat Bundeskanzler Scholz sogleich zustimmend auf X reagiert. Und > laf Scholz on why Vladimir Putin’s brutal imperialism will fail. Germany’s chancellor says Europe needs more military muscle THE ECONOMIST 23. Mai 2024. Reicht das als Reaktion?

In den beiden Teilen seiner Rede hat Macron zuerst die Erfolge der EU (auch Frankreichs) erwähnt: „Man wird ihm kaum widersprechen können, wenn er feststellte, dass Europa, und er meint damit die EU, diese Krisen (Pandemie der Brexit) gemeinschaftlich bewältigen konnte, weil die Strukturen vorhanden waren, die neue gemeinsame Lösungen, die es so vorher noch nicht gegeben hatte, ermöglichten. In diesem Zusammenhang erinnert unsere Redaktion daran, dass die EU als ein Prozess zu verstehen ist…“ hat unserer Redaktion auf dem Frankreich-Blog geschrieben, wieso werden solche Erfolge so wenig geschätzt?

Der Präsident unterstrich in seiner Sorbonne-Rede auch die Bedeutung des grünen und digitalen Wandels, sowie die Klimaziele und damit die Absicht bis 2050 CO2-neutral zu werden. Wie steht es in diesem Bereich um die deutsch-französische Kooperation?

Mittlerweile hat Macron nochmal im Gespräch mit dem ECONOMIST > französische Bodentruppen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine erwähnt. Wie sind seine Ankündigungen einzuordnen und zu bewerten?

In zehn Tagen wird Emmanuel Macron zu einem Staatsbesuch nach Deutschland kommen. Ohne Zweifel wird der Krieg der Ukraine eines der Themen in seinen Gesprächen mit der Bundesregierung sein. Aber auch Sicherheit und die Verteidigung wie auch die anstehenden Europawahlen werden auf der Tagesordnung stehen.

Die Europawahlen am 9. Juni werden einmal mehr die Zuwächse der Rechtsextremen Parteien, des Rassemblement National in Frankreich und der AfD in Deutschland zeigen. Warum gelingt es in Paris und in Berlin nicht deren Einfluss zurückzudrängen?

Herr Professor Ringel, der Frankreich-Blog richtet sich auch Schülerinnen und Schüler und soll ihnen Dimensionen der deutsch-französischen Beziehungen vermitteln, die möglicherweise im Französischunterricht zu kurz kommen. Was sagen Sie unseren Schülerinnen und Schülern, wieso sie Französisch lernen sollten und sich auch mit den deutsch-französischen Beziehungen vertraut machen sollten?

In seiner Antwort erwähnt Mac Ringel den Service civique. Vgl. dazu: Nachgefragt : La Présidente de l’Agence du Service Civique répond à nos questions – 12. Mai 2021

Auf unserem Blog:

> Nachgefragt: Stefan Seidendorf (DFI) spricht über den Conseil national de la refondation (CNR) -30. September 2022

> Deutsch-französische Initiative “Europa muss zusammenstehen” – Nachgefragt: Prof. Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen, 22. Mai 2020

> Nachgefragt: Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen zu den Gelben Westen, Grand Débat National und Aachener Vertrag -22. Februar 2019

> Nachgefragt: Martin Villinger empfing uns in der Bibliothek des Deutsch-Französischen Instituts in Ludwigsburg – 21. Juli 2017

Der Einsatz von Bodentruppen in der Ukraine

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Aktuell: > En direct, guerre en Ukraine : Emmanuel Macron répète ne pas exclure un déploiement de troupes au sol en Ukraine « si les Russes devaient aller percer les lignes de front » – LE MONDE, 2 mai 2024


Regardez aussi:

> L’énergie des relations franco-allemandes – 27. November 2022

Finale des Grenzüberschreitenden Redewettbewerbs / Concours d’éloquence transfrontalier der Association des Membres de l’Ordre des Palmes Académiques (AMOPA)

Beim Finale des Grenzüberschreitenden Redewettbewerbs / Concours d’éloquence transfrontalier der Association des Membres de l’Ordre des Palmes Académiques (AMOPA) – AMOPA Süddeutschland e. V. und AMOPA Section du Bas-Rhin Mittwoch, 20. März 2024 wurden im Europasaal des Regierungspräsidiums Stuttgart die besten Reden in der Sprache des Nachbarn von Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Frankreich ausgezechnet.

Die Schirmherrschaft dieser Veranstaltung hatten Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg und Olivier Faron, Recteur de l‘Académie de Strasbourg, übernommen.

Bei diesem Wettbewerb sollen die deutsch-französischen Beziehungen im Vordergrund stehen und es geht um die Förderung de Verständnisses der französischen Kultur in Deutschland und der deutschen Kultur in Frankreich. Die Redekompetenz in der Sprache des Nachbarn soll gestärkt werden. Mit dem Wettbewerb werden Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe mit sehr guten Kenntnissen in der Sprache des Nachbarn aus dem Elsass, Baden-Württemberg und der rheinland-pfälzischen PAMINA-Region angesprochen.

Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautete: 60 Jahre nach der „Rede von Ludwigsburg“ wenden Sie sich in einer argumentativen Rede an die Jugend, um die deutsch-französische Freundschaft, ausgehend von eigenen Ideen, weiterzuentwickeln. / Six décennies après le « discours de Ludwigsburg » vous vous adressez à la jeunesse pour relancer l’amitié franco-allemande. Argumentez votre discours par vos idées personnelles.

Finalisten 2024

Deutsche Kandidatinnen und Kandidaten
1. Butz, Hanna (Justinus-Kerner-Gymnasium Weinsberg)
2. Holitzner, Klara Maria (Evangelisches Heidehof-Gymnasium Stuttgart) – 1. Platz
3. Morjane, Hanaa (Johanna-Geissmar Gymnasium Mannheim)
4. Resch, Nicole (Gymnasium Weingarten)
5. Schröder, Jana Alina (Theodor-Heuss-Gymnasium Schopfheim) – 3. Platz
6. Schultz, Kira (Gymnasium Mengen) – 2. Platz

Französische Kandidatinnen und Kandidaten
1. Dutruch, Chloé (Lycée Jean Sturm de Strasbourg)
2. Frisch, Inès (Lycée Jean Sturm, Strasbourg) – 2. Platz
3. Krettnich, Till (Lycée Robert Schuman de Haguenau) – 1. Platz
4. Landes, Anna (Lycée Robert Schuman de Haguenau) – 3. Platz

Der Grenzüberschreitende Redewettbewerb / Concours d’éloquence transfrontalier wurde 2016 durch die gemeinnützige AMOPA Süddeutschland e. V. und die AMOPA Section du Bas-Rhin ins Leben gerufen. Der Wettbewerb wird jährlich durchgeführt, abwechselnd in Deutschland und in Frankreich. Im Jahr 2024 fand er zum 7. Mal statt. Der Grenzüberschreitende Redewettbewerb beruht in erster Linie auf zivilgesellschaftlichem Engagement.

Alle Teilnehmende des Finales erhalten darüber hinaus ein repräsentatives Dokument für ihr Curriculum Vitae.

Finanzierung:

Die Initiative wird aus Mitteln der AMOPA Süddeutschland e. V. sowie der AMOPA Section du Bas-Rhin bestritten und mit viel ehrenamtlicher Eigenleistung ermöglicht.

Preise werden insbesondere durch folgende Sponsoren erbracht: Klett-Verlag, Firma Stihl (Waiblingen), Europa-Park (Rust).

Sprache des Nachbarn
Warum die Sprache des Nachbarn lernen? – Das Erlernen der französischen Sprache in Deutschland – so wie auch das Erlernen der deutschen Sprache in Frankreich – geht dank der über Jahrzehnte gewachsenen Beziehungen zum Partnerland, gestärkt durch den Elysée-Vertrag, das Deutsch-Französische Jugendwerk sowie den Aachener Vertrag, mit der Möglichkeit einher, an einer Vielzahl von Schüleraustauschen und Auslandsaufenthalten teilnehmen zu können. Die Städte- und Regionalpartnerschaften bieten einen besonders spannenden Kontext für Austausche und Begegnungen aller Generationen.

Die von der Kooperation der Schulbehörden der Partnerregionen getragenen Austausch-Programme sind für alle motivierten Jugendlichen niederschwellig und ganz unabhängig von der finanziellen Situation der Elternhäuser zugänglich.

Insofern ist das Erlernen der Sprache des Nachbarn in besonderem Maße mit Chancengleichheit verbunden, wenn es um den Zugang zu einer gelebten Mehrsprachigkeit, zu grenzüberschreitenden Erfahrungen und zu einem tieferen Verständnis für Europa und für die Demokratie geht. Mit keiner anderen Sprache sind einschlägige Schlüsselerlebnisse und prägende grenzüberschreitende Erfahrungen so einfach realisierbar wie mit dem Französischen bzw. dem Deutschen.

Der Grenzüberschreitende Redewettbewerb / Concours d’éloquence transfrontalier steht als konkrete zivilgesellschaftliche Maßnahme im Lichte des Aachener Vertrags1; hier spielt die Sprache des Nachbarn, insbesondere für die Grenzregionen, eine hervorgehobene Rolle.

In Artikel 15 des Aachener Vertrags von 2019 heißt es: „Beide Staaten sind dem Ziel der Zweisprachigkeit in den Grenzregionen verpflichtet und unterstützen die dortigen Stellen dabei, geeignete Strategien zu entwickeln und umzusetzen.“

Dank seiner vielfältigen Beziehungen zu frankophonen Partnerregionen kommt den Ländern der Grenzregionen als privilegierte Akteure die verstärkte Entwicklung modellhafter grenzüberschreitender #leuchtturmprojekte auf allen Ebenen zu.

In Artikel 10 führt der Aachener Vertrag hinsichtlich der Bildung Folgendes aus: „Beide Staaten führen ihre Bildungssysteme durch die Förderung des Erwerbs der Partnersprache, durch die Entwicklung von mit ihrer verfassungsmäßigen Ordnung in Einklang stehenden Strategien zur Erhöhung der Zahl der Schülerinnen, Schüler und 1 Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration (22. Januar 2019). Genannt: Aachener Vertrag. Studierenden, die die Partnersprache erlernen, durch die Förderung der gegenseitigen Anerkennung von Schulabschlüssen sowie durch die Schaffung deutsch-französischer Exzellenzinstrumente für Forschung, Ausbildung und Berufsbildung sowie integrierter deutsch-französischer dualer Studiengänge enger zusammen.“

Assemblée parlementaire franco-allemande. 5 ans après la signature du Traité d’Aix-la-Chapelle

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Revoir : Assemblée parlementaire franco-allemande : Table ronde réunissant divers acteurs des relations franco-allemandes ; Présentations des travaux du Forum pour l’avenir franco-allemand et des recommandations de Génération Europe

> 10. Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) in Bonn – 6. Dezember 2023

Éditorial : Macron, Scholz et l’Ukraine

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Juniorbotschafter des DFJW/OFAJ auf Schloss Bieberstein

Leider kam unsere Ankündigung zu früh:

Das Glatteis war dagegen. Erst dachte unsere Redaktion, wir können unsere Gäste vom Bahnhof abholen, dann aber wurde hier oben sehr richtig entschieden, wir setzen kein Auto in Bewegung. Wir hatten Leonie Petzoldt und Robert Fedler, beide Juniorbotschafter des Deutsch-französischen Jugendwerks DFJW zu einem Vortrag und zu einer Spachanimation in die Hermann-Lietz-Schule SChloss Bieberstein eingeladen. Eis und Schnee haben das heute verhindert. Aber der Termin wird bald nachgeholt werden.

Das vereinbarte Gespräch haben wir aber trotzdem aufgezeichnet:

„Anlässlich des 40. Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrages am 22. Januar 2003 haben der französische Präsident Jacques Chirac und der Bundeskanzler Gerhard Schröder den 22. Januar zum „Deutsch-Französischen Tag“ erklärt und ihm Initiativen gewidmet, die Jugendliche aus beiden Ländern einander näherbringen sollen. (Artikel 16 der gemeinsamen Erklärung).“ > https://www.france-allemagne.fr/Deutsch-Franzosischer-Tag,1342.html

Die in dem hier angezeigten Gespräch erwähnten Beiträge auf unserem Blog;

> Nachgefragt: Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Die Co-Vorsitzenden Brigitte Klinkert und Nils Schmid antworten auf unsere Fragen – 15. November 2022

Siehe auch: > 10. Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) in Bonn – 6. Dezember 2023

> Deutsch-Französischer Bürgerfonds – 16. April 2020

> Alle Beiträge zum Aachener Vertrag

> Nachgefragt: Der Generalsekretär des DFJW Tobias Bütow antwortet auf unsere Fragen – 30. April 2020

> Macht doch mal eine Liste aller deutsch-französischen Organisationen… – 4. Juni 2022

Die Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein gehört zur Stiftung Deutsche Landerziehungsheime Hermann-Lietz-Schule.

10. Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) in Bonn

| Adventskalender | COP28 – La crise climatique nous concerne tous | Rezension: Christophe Braouet, Deutschland und Frankreich schaffen das | Geopolitik | Mobbing | Antisemitismus | L’ouverture de la Cité internationale de la langue française : Und was macht Deutschland? | Goethe-Institute: ” fermeture à Lille, Bordeaux et Strasbourg décidée, Toulouse a déjà perdu son service linguistique” | ChatGPT |


Mit dem Aachener Vertrag gaben sich Frankreich und Deutschland auf Initiative von Staatspräsident Macron nach dem Élyséevertrag von 1963 einen zweiten Freundschaftsvertrag. Mein akademischer Lehrer Alfred Grosser brachte mit seiner für ihn so typischen Analyse im April 2019 die Beurteilung, bzw. die Unterschiede zwischen den beiden Verträge so genau auf den Punkt: Der Élysée-Vertrag hatte keine Inhalt – was nicht ganz stimmt… oder man könnte sagen, dass nur wenig von seinem Inhalt wirklich konkret umgesetzt wurde -, aber eine hohe Symbolkraft, hingegen hat der Aachener Vertrag nicht viel Symbolik, aber viel Inhalt.“ In einer anderen Kurzform: der Élyséevertrag besiegelte die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland; für de Gaulle war er aber nur ein schwacher Ersatz, weil er eigentlich mit einer deutsch-französischen politischen Union geliebäugelt hatte; eine Absicht, die aber zuerst Adenauer , dann der Bundestag mit seiner Präambel des Ratifizierungsgesetzes durchkreuzte. Der Aachener Vertrag hingegen brachte neben einer ausdrücklichen Bestandsverpflichtung – viele auch institutionelle Neuerungen, so dass dieser Vertrag beiden Ländern einen Weg in die Zukunft weist. U. a. einen Ausschuss für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, der sich schon in der Pandemie sehr bewährt hat und auch eine Deutsch-Französische Parlamentarische Gesellschaft, die jetzt gerade zum 10. Mal getagt hat. In diese Versammlung werden von der Nationalversammlung und dem Bundestag je 50 Abgeordnete entsandt: > Nachgefragt: Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Die Co-Vorsitzenden Brigitte Klinkert und Nils Schmid antworten auf unsere Fragen – 15. November 2022

In der 10. Sitzung am 4. Dezember 2023 stand u.a. als TOP 2 auf der Tagesordnung: „Anhörung der Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für die deutsch-französischen Bildungs- und Kulturbeziehungen, Anke Rehlinger, und des französischen Ministers für Bildung und Jugend, Gabriel Attal:“

Solange noch kein Wortprotokoll vorliegt, zeigen wir den Mitschnitt der 10. Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung am M0ntag, 4. Dezember 2023, in Bonn und nennen die Redner:

TOP2:
23’14“: Ministerpräsidentin Anke Rehlinger
28’16“: Ministre de l’Éducation Gabriel Attal
27’04“: Befragung

Quelle: Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Gegenseitiger Spracher­werb wichtig für die deu­tsch-französische Freundschaft. – Website des Deutschen Bundestages -, auf der auch eine ausführliche Zusammenfassung dieses TOP2 steht:


> Die Rede des Erziehungsministers Gabriel Attal anlässlich des Welttages der Lehrerin und des Lehrers
8. Oktober 2023


Die Ministerpräsidentin des Saarlandes und zugleich Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für die deutsch-französischen Bildungs- und Kulturbeziehungen, Anke Rehlinger (SPD) – (in dieser Eigenschaft vertritt sie die Kultusminister der Bundesländer gegenüber dem französischen Erziehungsminister), wie der französische Minister für Bildung und Jugend, Gabriel Attal, betonten, dass das Erlernen der Nachbarsprache essentiel für die künftige deutsch-französische Kooperation sei, Die Ministerpräsidentin und der Minister erinnerten an die 2022 verabschiedete „Strategien zur Förderung der Partnersprache“ (Artikel auf unserem Blog). Aus dem, was zu Papier gebracht wurde, müsse nun auch etwas gemacht werden, „was in der Realität stattfindet“, so wird Rehlinger auf der Website im Bundestag zitiert.

https://twitter.com/kulturdtfrz/status/1731709001673453773

Die Anzahl der Schüler, die die Nachbarsprache lernen, ist in Deutschland und Frankreich rückläufig. Für Deutschland wies Rehlinger auf große regionale Unterschiede hin. Die Ministerpräsidentin betonte, es sei wichtig, herauszufinden, wieso Schüler die Nachbarsprache nicht lernen wollen, ihr geht es dabei auch um neue persönliche und berufliche Perspektiven, mit dem das Interesse für Französisch wieder geweckt werden sollte. Möglicherweise gäbe es eine Verbesserung, wenn Schulpartnerschaften wieder an Bedeutung zunähmen.

Unsere Redaktion sagt dazu: 1. Wenn Sprachlehrer fehlen, die für ihr Fach in der Schule werben könnten, wird es schwierig sein, Nachwuchs für den Fremdsprachenunterricht zu finden. Die Situation erinnert an das fatale Jahr 1986, als uns im Studienseminr in NRW drei Monate vor dem II. Staatsexamen mitgeteilt wurde, niemand werde aufgrund eines Einstellungsstopps eingestellt werden.

Info-Paket: Französisch ist mehr

Zusammen mit der Französischen Botschaft, der Kulturbevollmächtigten für die deutsch-französische Zusammenarbeit Büro II, dem DFJW, der VdF und weiteren Partnern wirbt Klett für Französisch als 2. Fremdsprache.

Mit dem Paket „Französisch ist mehr“ werden Schüler:innen und ihre Eltern über Austauschprogramme, das Abibac, das Voltaire-Programm, DELF u.v.m. informiert. Das Material finden Sie hier online.

 Zum Online-Material

Bestellt werden können die Info-Pakete auch unter
 http://www.ovd.eu/bestellung/ sowie beim Ernst Klett Verlag mit der Bestellnummer X520000 unter kundenservice@klett.de.

Die Folge: viele top ausgebildete Französischlehrer blieben draußen, was dazu führte, dass nicht nur in NRW mindesten eine ganze Lehrergeneration ihr frisches Uniwissen nicht mehr in die Schulen bringen durften. Der Rückgang des Interesses an Französisch hat auch mit dieser Entwicklung zu tun, diese Lücken wurden erst allmählich durch Neueinstellungen gefüllt. Um es gleich zu sagen: Viele Referendare werden unserer Redaktion beipflichten: Der Vorbereitungsdienst für das höhere Lehramt war keine beglückende Zeit, um es vorsichtig auszudrücken. Wir kennen viele Kandidaten, die sich das nicht antun möchten. Vielleicht muss auch eine Reform des Vorbereitungsdienstes in Angriff genommen werden, um den Einstieg in den Lehrerberuf, wieder mit der Freude zu verknüpfen, die diesen Beruf eigentlich auszeichnet: Wieso ich mich in unserer Schule beworben habe, möchten meine Schüler wissen: Nun, ich möchte Euch das weitergeben, was mein Lehrer Harald Voss (Schller-Gymnasium in Köln), der mir die französische Sprache beigebracht hat, und wie meine akademischen Lehrer (Alfred Grosser und Dirk Hoeges) mir die Literatur und Kultur ja auch die Politik und damit die Leidenschaft für Frankreich und die deutsch-französichen Beziehungen vermittelt haben.

2. In der zitierten „Strategien zur Förderung der Partnersprache“ wird der Wunsch genannt, dass viele Schulen im Nachbarland eine Partnerschaft schule finden sollte… Papier ist geduldig, es müssen endlich Taten folgen. Da es grundsätzlich für eine deutsche Schule nicht einfach ist, in Frankreich eine Partnerschule zu finden – als Französischlehrer habe ich gerade diese Erfahrung auch machen müssen – sollte es – trotz der segensreichen Unterstützung vom DFJW in Sachen Austausch – auch mit seiner Unterstützung eine deutsch-französische Online-Tauschbörse als Forum im Internet eingerichtet werden: Ein Schulkontaktseite – wie einschlägige Partnerbörsen dies vormachen: Schulen könnten sich anmelden und das System schlägt Partnerschulen und im Nachbarland vor, die sich ebenfalls angemeldet haben.

Bildungsminister Attal möchte das Interesse an doppelten Abschlüssen wie das AbiBac in den Schulen Frankreichs zu steigern: Tatsächlich gibt es in Deutschland viel mehr bilinguale deutsch-französische Gymnasien als in Frankreich. Auch hier würde ein verstärkter Austausch Wunder bewirken.  Die Website des Bundestages zitiert den Minister mit den Worten „Wir brauchen Begegnungsmöglichkeiten zwischen unseren Ländern, um die Kultur und die Sprache zu lernen“, sagte er.

Das zurückgehende Interesse hat auch mit der Unkenntnis des Partnerlandes zu tun: Wir haben schon die so segensreiche Arbeit des Deutsch-Französischen Jugendwerks DFJW erwähnt, aber es muss zu denken geben, dass Französischschüler im allgemeinen Frankreich nicht kennen. Nein, sie seien noch nie dort gewesen,  sie würden das Fach ja sowieso abwählen… sie bräuchten es nie wieder.

Im Grunde genommen gibt es in Frankreich ähnliche Problem wie in Deutschland: Der Sprachunterricht der Nachbarsprache gehe zurück, selbst eine Erhöhung der Stundenzahl wird nicht möglich sein, da Deutschlehrer fehlen. Die Zahlen sind düster: Minister Attal: Von 15,7 Prozent sei der Anteil auf 13,5 Prozent zurückgegangen. Sprachlehrer wie Sprachassistenten fehlen, weil geeignete Bewerber nicht vorhanden seien…  es ist kein Wunder, wenn dann festgestellt wird, dass keine Schüler da seien, die sich für Deutsch interessiere.

Unsere Redaktion meint dazu: Sprachlehrer sind nicht dazu da, immer wieder ihre Schüler mit Vokabeltests zu prüfen, sondern mit Ihnen die Passion für die zu erlernende Fremdsprache zu teilen: > Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler: Französisch-Leistungs- oder Grundkurs bis zum Abitur. Und dann gibt es ein echtes Problem: Es geht einfach nicht an, dass Schüler mit dem Argument, Französisch sei schwer, durchkommen und das Fach, ohne je etwas von der Literatur in Frankreich, geschweige denn in der frankophonen Welt etwas gehört zu haben, abwählen dürfen. Der Lehrer gefällt ihnen nicht, sie haben Angst vor schlechten Noten, die Aussprache ist zu schwer, die Grammatik verständen sie nicht…… nichts ist mehr von der Faszination der französischen Kultur zu spüren: > Den Französischunterricht stärken: 222 Argumente für Französisch – 26. September 2021.

Wie geht es weiter im beiderseitigen deutsch-französischen Sprachaustausch? Frankreich feiert seine Spache mit > L’ouverture de la Cité internationale de la langue française, nachdem Emmanuel Macron 2028 eine Strategie für die französische Sprache vorgeschlagen hatte. > #monmars20 Journée de la Francophonie. Präsident Macron : Lancement de la stratégie internationale pour la langue française et le plurilinguisme – Und was macht Deutschland? | Goethe-Institute: ” fermeture à Lille, Bordeaux et Strasbourg décidée, Toulouse a déjà perdu son service linguistique”

Auf unserem Blog:

> Enquête: L’enseignement de l’allemand en France – 30. Oktober 2022

> Éditorial: 60 Jahre Élysée-Vertrag. Und wie steht es heute um den Sprachunterricht? – 22. Januar 2023

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