Paris – Juni 2026

70 Fotos:

Mit F11 kann auf dem PC oder Laptop das Vollbild einschalten.

> „Je cherchais de l’ombre dans les villes que je ne connais pas“ : la bonne idée d’un ingénieur rennais qui facilite vos trajets à pied pendant les canicules – par Geoffrey Lopes -TF1, 5 juillet 2026.

Paris je t’aime – Offizielle Tourismus-Website von Paris

Ungewöhnliche Orte in Paris

RATP – Metro, Bus und Nahverkehr in Paris

SNCF Connect – Bahnverbindungen in Frankreich

Musée du Louvre

Offizielle Website des Eiffelturms

Musée d’Orsay

Schloss Versailles

Sainte-Chapelle

Paris Aéroport – Charles de Gaulle & Orly

Météo-France – Wettervorhersage für Paris

Partons en France – Reisen wir nach und durch Frankreich

Rezension: L’étranger von Albert Camus verfilmt von François Ozon

Benjamin Voisin ist der Nachfolger von Marcello Mastroiani, der 1967 im Film von Luchino Visconti die Hauptperson des Romans von Albert Camus L’étranger (1942) verkörperte. In diesem Jahr ist die Neuverfilmung des Schulkassikers von François Ozon als Schwarz-Weiß-Film in die deutschen Kinos gekommen

Albert Camus, > L’étranger
Texte et documents, 97 Seiten
Originaltext mit Annotationen und Zusatztexten
ISBN 978-3-12-597460-9

Meursault, ein Angestellter in Algier erfährt per Telegramm, dass seine Mutter in Altersheim verstorben ist: Das ist zugleich einer der berühmtesten Romananfänge: „Heute ist Mama gestorben. Vielleicht auch gestern…“ Er nimmt sich einen Tag frei und fährt nach Marengo, um an ihrer Beerdigung teilzunehmen. Wieder zurück begegnet er seiner Kollegin Marie (Rebecca Marder), sie gehen zusammen schwimmen, dann ins Kino und auch zu ihm nach Hause.

Ob sie ihn liebe, will sie wissen und Meursault sagt, das sei doch egal. Später an einem Strand haben seine Freunde Ärger mit Arabern, Meursault nimmt seinem Kumpel die Pistole ab, damit dieser keinen Unfug anstelle. … Bitte weiterlesen auf dem Blog Lesen fürs Leben von Ernst Klett Sprachen > L’étranger von Albert Camus verflmt von François Ozon

Sartre, Camus und die Kunst. Die Herausforderung der Freiheit

Auf unserem Blog:

> ChatGPT: Résume L’étranger d’Albert Camus – 27. September 2024

Albert Camus 7.11.1913-4.1.1960

Albert Camus 7.11.1913-4.1.1960 – 4. Januar 2024

Nicolas Tirard-Gatel parle de l’Hôte d’Albert Camus – 13. Dezember2021

Artikel 49.3 und zwei Misstrauensanträge

french german 

| Eine kleine Anfrage | Der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2026 | Das Manuskript von Sartre über Rimbaud | Frankreich will den Jugendlichen unter 15 Jahren den Zugang zu sozialen Netzwerken verbieten@frankoviel , der 🇫🇷-Podcast wird 100 (!) | Szenarien im KI-gestützten Französischunterricht (I) | Deutsch-französischer Tag: 22. Januar 2026  | Éditorial : La souveraineté de l’Europe |


Ergänzung am 2. Februar 2026:

Jetzt nach zwei weiteren Misstrauensantrgen, die die Regierung überstanden hat, ist es geschafft, der Haushalt für 2026 steht. Die nichtsozialistische Linke erreichte 260 Stimmen und die extreme Rechte 135 von 289 notwendigen Stimmen. Damit gilt der Entwurf gemäß Artikel 49.3 als angenommen. Jetzt schaut der Conseil Constitutionnel auf Wunsch des Premierministers nochmal über den Entwurf, der dann am 10. Februar in Kraft treten könnte. Nun wird der Haushalt 2027 vorbereitet. Es geht vor allem um Einsparungen. Frankreich ist eines der am stärksten verschuldeten Länder der Euro-Zone.

Nachdem die Abstimmung über den Haushaltsentwurf mit dem Artikel 49.3 verknüpft worden ist wurden Misstrauensanträge gegen die Regierung eingebracht, über die am Freitag 23. Januar 2026 abgestimmt werden wird. Zur Erinnerung, die Mehrheitsverhältnisse in der Nationalversammlung. Hier kann man herausfinden, wer mit wem stimmen muss, um eine absolute Mehrheit zu erreichen. Beide Misstrauensanträge scheiterten am Freitag in der Nationalversammlung. Damit ist der Haushaltsenturf bezüglich der Einnahmen angenommen.

> Pourquoi il est difficile de trouver une majorité à l’Assemblée nationale : testez notre simulateur de coalition

> PLF 2026 (nouvelle lecture) : dépôt de 2 motions de censure à la suite de l’engagement de la responsabilité du Gouvernement sur la 1ère partie (art. 49.3) – Website der nationalversammlung

Ein Akt der Verzweiflung? Eigentlich haben die Parteien alle Möglichkeiten am Haushaltsentwurf mitzuarbeiten. Der Sturz der Regierung wird nichts an dem übergroßen Staatsdefizit ändern. Jede neue regierung muss eigentlich noch viel härtere Maßnahmen ergriefen, um die Staatsfinanzen – auch die retnen – sanieren zu können.

Mardi 20 janvier 2026, une motion de censure a été déposée par Mathilde Panot, Cyrielle Chatelain, Stéphane Peu et 108 de leurs collègues, à la suite de l’engagement de la responsabilité du Gouvernement (49.3).

Mardi 20 janvier 2026, une motion de censure a été déposée par Marine Le Pen, Eric Ciotti et 102 de leurs collègues, à la suite de l’engagement de la responsabilité du Gouvernement (49.3).

Heute Abend meldet Le Monde, der Premierminister werde nun den Haushalt 2026 mit dem Artikel 49.3 zu verknüpfen. Am Dienstag werde der Text bezüglich der Einnahmen eingebracht werden und mit 49.3 verknüpft werden. Lecornu möchte das Staatsdefizit unterhalb von 5% des BIP zu halten. > Voir la vidéo de l’engagement de responsabilité du Gouvernement

in den folgenden Tagen, wenn die Regierung dies übersteht, wird der zweite Teil des Haushalts bezüglich der Ausgaben ebenfalls mit dem Artikel 49.3 verbunden. LFI und RN haben je ein Misstrauensvotum angekündigt. Nach der Abstimmung im Senat kommt die Vorlage dann wieder in die Nationalversammlung, dann wird oder muss, wenn die Regierung dann noch im Amt ist, der Artikel 49.3 ein drittes Mal aktiviert werden.

à propos… > La Constitution démythifiée. Derrière les grandes formules et les polémiques, la Constitution française est souvent plus simple, plus souple et plus politique qu’on ne l’imagine. Julien Jeanneney, professeur de droit, en explore certains angles morts et idées reçues. 4 épisodes


Visitez le site Internet de la Société Rétif de la Bretonne

 

Szenarien im KI-gestützten Französischunterricht (I)

Siehe auch: > Sinn und Unsinn der KI – 11. Dezember2025


Die Rezension: Johanna Lea Korell*, Maximilian Irion und Roland Ißler ChatGPT zur Textproduktion und -korrektur im Französischunterricht der Sekundarstufe II brachte unsere Redaktion auf die Idee, hier eine Serie zu Szenarien im KI-gestützten Französischunterricht zu beginnen, die sich auf ihre Unterrichtserfahrungen in zwei Internatsgymnasien berufen kann. Im Vordergrund steht dabei die Anleitung zum selbstgesteuerten Lernen, das durch bestimmte Szenarien im Unterricht befördert werden kann.

1. Konjunktionen lernen und anwenden

Prompt: Erstelle eine Tabelle mit 15 Konjunktionen: Konjunktion, Umschreibung, französischer Beispielsatz, (Deutsch)

Lettre ÉduNum Ressources n°20 – février 2026 >>>

Die Tabelle kopieren sich die Schüler in Ihr (digitales) Französischheft – war ganz einfach auf Schloss Bieberstein, da alle Schüler nahezu ausschließlich mit dem IPad arbeiten.

Prompt: Erstelle mit diesen Konjunktionen einen Text, der die Frage: „Warum soll ich Literatur lesen?“ oder „Soll das Smartphone in der Schule verboten werden?“ beantwortet.

Der Text wird dann projiziert und alle Konjunktionen werden gelb markiert, die Wörter, die den Sinn tragen: Roman, lesen, Leser, etc. werden mit einer anderen Farbe markiert.

Sind die Konjunktionen und die sinntragenden Wörter markiert, ist es leicht, die sinntragenden Wörter durch andere Wortfelder zu ersetzen und schon können die Schüler dans une forme raisonnée Stellung beziehen.

2. Neue Vokabeln lernen

Die Schüler schrieben die neuen Vokabeln in ihr digitales Vokabelheft und ließen ChatGPT dann mit diesen Vokabeln einen kurzen Text herstellen, der möglichst nur diese neuen Vokabeln enthält. Oder ihr Prompt lautet: Erstelle ein Tabelle zu jedem dieser Wörter [Liste kopieren] + Umschreibung + französischer Beispielsatz + Synonym + Antonym… (Deutsch). Schüler können sich dann auch ganz leicht eigene Vokabeltests erstellen

3. Nachhilfe zu zweit

Prompt: Schreibe einen Dialog auf Französisch zwischen Martine und Bertrand. Beide sitzen im Luxemburggarten. Martine erklärt Bertrand den Unterschied zwischen Passé composé und imparfait.

4. Wortfelder erstellen

Prompt: Erstelle eine Tabelle mit 30 Wörtern (Substantive, Verben und Adjektive) [evtl auch Redewendungen] zum Thema Soziale Netzwerke mit diesen Spalten: Französisch, Umschreibung, Beispielsatz.

Aber… 5. ChatGPT: Résume L’étranger d’Albert Camus

6. Weitere > Beispiele für den Einsatz von ChatGPT – einschließlich der hier vorgestellten Nr. 1.

7. > KI im Französischunterricht

s. auch > Rezension: Johanna Lea Korell, Maximilian Irion und Roland Ißler ChatGPT zur Textproduktion und -korrektur im Französischunterricht der Sekundarstufe II, in: Lebende Sprachen. Zeitschrift für Interlinguale und interkulturelle Kommunikation. Themenheft /Special issue: „Kulturelle Missverständnisse im Spannungsfeld von Literatur und Linguistik“, 2025, Band 70, Heft 2, S. 538-563. – www.romanistik.info

Ernst Klett Verlag: > KI clever nutzen – Die besten Tipps, Tools und Tricks für Unterricht und Planung (Teil 1)

Rezension: Eric Sadin, Le Désert de nous-mêmes: Le tournant intellectuel et créatif de l’intelligence artificielle

Die Einführung von ChatGPT am 30.November 2022 stehe, so der französische Technikphilosoph Éric Sadin, für eine tiefgreifende Wende mit weitreichenden sozialen und kulturellen Folgen. KI-Systeme gäben vor, zunehmend grundlegende menschliche Fähigkeiten wie die Produktion von Sprache, Bildern und Videos übernehmen zu können, und sie beschränken sich doch nur auf bereits vorhandene Inhalte, die zu ihrem Training gedient haben.

Sadins Frontalangriff richtet sich gegen alle Aspekte der Systeme, die man uns als KI vorsetzen will. Zunächst stellt er deren Funktionsweise und ihren Anspruch, intelligente Inhalte zu produzieren in Frage. ChatGPT und Co. könnten nichts Neues produzieren, sie schaffen allenfalls neue Inhalte auf der Basis der statistischen Häufigkeit von Wortverbindungen. Die Imagination, die den Menschen auszeichnet, geht ihnen ab, aber der Anspruch der KI-Systeme, sie imitieren zu wollen, provoziert die entschiedene Kritik von Sadin.  … Die vollständige Rezension auf Französsich und deutsch finden Sie auf www.romanistik.info: > Die Falle der künstlichen Intelligenz – Rezension: Eric Sadin, Le Désert de nous-mêmes: Le tournant intellectuel et créatif de l’intelligence artificielle

 

Eric Sadin, Le Désert de nous-mêmes: Le tournant intellectuel et créatif de l’intelligence artificielle, Paris: L’Èchapée 2025.  19 €

> Die Beiträge unserer Redaktion zur KI – www.france-blog.info

Présidentielle 2027 : Rendre la confiance aux Français. Un entretien avec Pierre-Yves Le Borgn’

french german 

> Nachgefragt, Pierre-Yves le Borgn‘, Président du Groupe Ouest, antwortet auf unsere Fragen – 24. Juni 2025

Sinn und Unsinn der KI

Fragt man Google nach „Sartre Camus Kunst“ – oder nach Sartre und Rimbaud – weiß Google per KI folgendes zu berichten:

Übersicht mit KI

Sartre und Camus, zwei Giganten des französischen Existenzialismus, hatten eine komplexe Beziehung zur Kunst: [Diese Aussage ist Unsinn… beide Autoren haben sich intensiv mit der Kunst beschäftigt. Im Werk von Sartre könnte man sogar sagen, dass die Kunst der zentrale Bezugspunkt in einem Werk ist: vgl. H.Wittmann, Sartre et la liberté de la création: l’art entre la philosophie et la littérature. in : G. Farina, M. Russo, (Hg.), Sartre et l’arte contemporanea. Immagini e imaginari, dans: Gruppo Ricerca Sartre, > Studi Sartriani, Anno XV / 2021, S. 83-102. „Komplexe Beziehung“ klingt nach schwieriger Beziehung… ]  Sie sahen Kunst als zentrale Antwort auf das Absurde und als Mittel zur Sinnstiftung und moralischen Verpflichtung, wobei Camus die Autonomie der Kunst betonte [dann muss aber auch gesagt werden, was die „Autonomie der Kunst“ bei Camus bedeutet: Man könnte es so sagen “ Die Notizen in seinen Tagebüchern und seine eher beiläufigen Reflexionen über Kunst sind ein Hinweis darauf, dass in seinem Schaffen das Schreiben selbst und nicht eine Ideologietheorie im Vordergrund stand. Dies gilt übrigens auch für seine Vorstellung von der Autonomie der Kunst, die Camus gegen die Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts ins Feld führte.“ H.W: Vortrag 2008 in London] und Sartre das politische Engagement hervorhob, was schließlich in ihrem berühmten Bruch gipfelte, als Sartre Camus‘ „Der Mensch in der Revolte“ kritisierte und ihre unterschiedlichen Ansichten zur Rolle des Künstlers im politischen Kampf (Revolte vs. Revolution) aufeinanderprallten. [So ein Durcheinander, hier wird alles miteinander miteinander vermischt: Camus wird die Autonomie der Kunst zugeschoben, bei Sartre geht es um das „politische Engagement“, da kann man nur noch sagen, die KI rechnet Wortnachbarwahrscheinlichkeiten aus und kreiert irgendwelche Aussagen… von Zusammenhängen mag man gar nicht sprechen. Ja es gab den Bruch, der bezog sich aber auf Camus‘ Kritik „Der Mensch in der Revolte“ aufgrund politischer Differenzen, aber nicht wegen ihren unterschiedlichen Aussagen zur Rolle des Künstlers.]

Gemeinsamkeiten & Positionen

  • Kunst als Antwort auf das Absurde:Beide sahen Kunst nicht nur als ästhetische Schöpfung, sondern als fundamentale menschliche Reaktion auf die Sinnlosigkeit der Welt, wie Camus es in „Der Mythos des Sisyphos“ darlegte. [Bei Camus ist das Absurde eine Art Diagnose, dann folgen bei ihm die Aufgaben des Künstlers…. Die „Sinnlosigkeit der Welt“? Die Welt hat den Sinn, den sie ihm geben, sagt der Autodidakt zu Roquentin in La Nausée.]
  • Existenzialistische Wurzeln:Ihre Kunst und Philosophie waren tief im Existenzialismus verwurzelt, der die Freiheit und Verantwortung des Individuums betont.

Unterschiede & Konflikt

  • Camus‘ Ästhetik:Für Camus war Kunst eine Form der Revolte gegen das Absurde, die Freiheit und Moral vermittelte. Er suchte nach einer Ästhetik der Autonomie, die sich von Ideologien abgrenzte, wie in „Der Fremde“ oder „Die Pest“.  [Die letzten Kapitel von „Der Mythos der Sisyphos“ oder „Der Mensch in der Revolte“ sowie zahlreiche Aufsätze wie auch seine Nobelpreisrede von Camus müssten hier genannt werden.]
  • Sartres Engagement:Sartre betonte stärker die politische Verpflichtung des Künstlers (Engagement). Seine Kunst, wie in „Der geschlossene Garten“, sollte aktiv die Welt verändern und die Freiheit des Menschen verwirklichen. [„Die politische Verpflichtung des Künstlers (Engagement)“: Viel ist über das Engagement in Sartres Werk geschrieben worden, in „Was ist Literatur?“ sagt er , wenn der Schriftsteller zu schreiben beginnt, ist er bereits engagiert, d. h. er hat einen Verantwortung für das, was er schreibt, er ist engagiert…man könne sich nicht „engagieren“. – Meint die KI „Hinter verschlossenen Türen“? Kunst im Werk von Sartre? Die Flaubertstudie oder seien Studien zu Tintoretto… aber davon hat die KI nichts gefunden.]
  • Der Bruch:Der Bruch 1952, ausgelöst durch Sartres Kritik an Camus‘ „Der Mensch in der Revolte“, entzündete sich an der Frage, ob der Künstler in der Revolte verharren oder eine revolutionäre, gewalttätige Handlung eingehen sollte, was ihre unterschiedlichen Kunstverständnisse widerspiegelt. [Hier wird Politik mit Kunst einfach vermischt… ohne dass daraus ein Sinn entsteht. Wie gesagt, die KI rechnet lediglich auf statistischer Ebene Wortnachbarwahrscheinlichkeiten aus, wobei die Intelligenz auf der Strecke bleibt.]

Fazit zur Kunst

Für beide war die Kunst ein existenzieller Akt: Bei Camus eine Form der Rebellion und Sinnstiftung innerhalb des Absurden, bei Sartre eine Form der Freiheit und politischen Einflussnahme; doch ihre Wege trennten sich in der Frage nach der Art und dem Ziel dieses künstlerischen Engagements. “ [Was für ein Durcheinander! Der Bruch zwischen beiden hat mit der Darstellung der Kunst in ihren Werken gar nichts zu tun.]

Sartre, Camus und die Kunst. Die Herausforderung der Freiheit

Immerhin, Google nennt als Beleg für seine Ausführungen den Link zu meinem Buch: https://romanistik.info/albert-camus-kunst-und-moral, nennt aber nicht das Buch über Sartre und Camus: https://romanistik.info/sartre-camus-und-die-kunst-die-herausforderung-der-freiheit

Auf unserem Blog: Artikel zur KI


Jens Olaf Koch ist es mit dem Buch > Prompting kurz & gut richtig gut gut gelungen, LLMs zu erklären, sie verständlich zumachen und zu erklären, wie man ChatGPT & Co professionell nutzen kann. Koch weckt keine übertriebenen Hoffnungen, sondern erklärt präzise und sachgerecht, wie man die LLMs anspricht, ihnen Fragen stellt oder Aufgaben erteilt (prompten). Koch hat durchaus auch eine kritische Haltung zu diesen KI-Angeboten und weiß, dass z.B. das Reasoning (S. 148) noch fehlerhaft ist und auch das Problem mit den Wortnachbarwahrscheinlichkeiten erklärt er (S. 40 ff.).


Sartre und Rimbaud

Stehen im Prompt mehrere Hinweise auf einen Sachverhalt, so nimmt CHatGPT sie auf und sucht sich nach Wortnachbarscheinlichkeiten etwas zusammen:

Prompt am 27.1.2026: „Rimbaud und die Dichtung, dieses Manuskript von Sartre aus dem Jahre 1956 fügt sich wunderbar in seine Studien über die anderen Künstler ein, Bitte resümiere es in 300 Wörtern:“

ChatGPT, 27.1.2026: „Jean-Paul Sartres Manuskript „Rimbaud und die Dichtung“ (1956) lässt sich nahtlos in seine Reihe existenzialistischer Künstlerstudien einordnen, in denen er Literatur nicht primär als ästhetisches Produkt, sondern als Form des Handelns begreift. Wie bei Baudelaire, Mallarmé oder später Flaubert interessiert Sartre der Dichter als Subjekt, das sich durch Schreiben zu seiner Situation verhält – und sich dabei entwirft oder verweigert.

Im Mittelpunkt steht Rimbauds Verhältnis zur Dichtung als existenziellem Projekt. Sartre liest Rimbauds frühe poetische Produktivität nicht als Gabe oder Inspiration, sondern als bewusste Praxis der Negation. Dichtung wird zur Waffe gegen Sprache, Moral und Identität selbst. Rimbauds poetisches Experiment zielt auf eine Zerstörung der gegebenen Bedeutungen; das „Seher“-Programm erscheint bei Sartre als Versuch, durch radikale Sprachverfremdung eine neue Existenzform zu erzwingen.

Zentral ist dabei Sartres These, dass Rimbaud die Dichtung nicht um ihrer selbst willen betreibt. Sie ist Mittel, nicht Zweck: ein Übergangsstadium in einem umfassenderen Projekt der Selbstverweigerung. Rimbauds Gedichte sind Akte der Flucht – vor der bürgerlichen Ordnung, vor der literarischen Institution, letztlich auch vor sich selbst. In diesem Sinn deutet Sartre die poetische Radikalität als Vorstufe zu Rimbauds endgültigem Bruch mit der Literatur.

Das berühmte Schweigen nach 1875 erhält hier eine konsequente Deutung: Rimbaud verwirft die Dichtung, weil sie Gefahr läuft, selbst zur Rolle, zur Identität, zur Ware zu werden. Indem er aufhört zu schreiben, setzt er denselben Freiheitsimpuls fort, der sein Schreiben motiviert hat. Dichtung ist für Sartre bei Rimbaud zugleich Höhepunkt und Sackgasse.

Innerhalb von Sartres Künstlerstudien markiert Rimbaud damit einen Extremfall. Während andere Autoren an ihrer Kunst festhalten und sie reflektieren, opfert Rimbaud die Dichtung selbst. Sartre zeigt ihn nicht als romantischen Genie-Mythos, sondern als existenziellen Akteur, dessen kompromisslose Freiheit zugleich bewundert und kritisch befragt wird.“

Prompt am 27.1.2026: „und jetzt die genaue bibliographische Angabe des Rimbaud Buches oder ist es nur ein Manuskript ? Wo?“

ChatGPT am 27.1.2026: „Zur genauen bibliographischen Angabe von Sartres Arbeit über Rimbaud:

💡 Jean-Paul Sartres Text über Rimbaud aus dem Jahr 1956 existiert offenbar nicht als eigenständig gedrucktes Buch, sondern als unpubliziertes Manuskript bzw. als Aufsatz/Essay, der in Sartre-Studien oder Nachlässen auftaucht. In den gängigen bibliographischen Nachweisen („Les Écrits de Sartre“, einer kommentierten Bibliographie der Texte von Sartre bis 1969) werden zahlreiche seltene Texte und unveröffentlichte Stücke (Appendices mit Manuskripten, Essays etc.) aufgeführt, aber kein standardmäßig gedruckter Monographietitel „Rimbaud und die Dichtung“ aus 1956 im Sinne eines offiziellen Buches.

📌 Konsequenz: Die Arbeit, auf die du dich beziehst, ist – soweit bibliographische Nachweise zugänglich sind – kein separat veröffentlichtes Buch im Verlag, sondern ein Manuskript / unveröffentlichter Essay/Sammlung von Notizen, der Teil des Nachlasses oder der Sammlungen von Sartres gesammelten Schriften sein kann. …

Wenn du möchtest, kann ich dir helfen, einen konkreten Zitierstil (z. B. MLA, Chicago, APA) für diese Art von Manuskriptangabe zu formulieren – sag mir einfach für welchen Kontext (Seminararbeit, Bibliographie etc.).

Prompt am 27.1.2026: „bitte konkreter Zitierstil“

ChatGPT am 27.1.12026: „1. Chicago Manual of Style (Notes & Bibliography)

(Standard in Literatur-, Philosophie- und Kulturwissenschaften)

Fußnote (erste Nennung):
Jean-Paul Sartre, Rimbaud et la poésie (1956), unveröffentlichtes Manuskript, nachgewiesen in: Michel Contat und Michel Rybalka (Hg.), Les écrits de Sartre. Chronologie, bibliographie commentée (Paris: Gallimard, 1970).“

Anmerkung unserer Redaktion:

Dazu: Grégor Brandy, > Aux Etats-Unis, des bibliothécaires désemparés face aux demandes de livres inventés par l’IA, LE MONDE, 24 janvier 2026

Studieren mit dem Internet (II)

french german 

| Conférence en ligne : L’art comme référence. Sartre et les artistes | Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet | Éditorial – Jugendliche und soziale Netzwerke | IA/KI – L’intelligence artificielle au lycée / Künstliche Intelligenz in der Schule | IA / KI : Verlieren wir unsere Identität? | Der Bericht über die Auswirkungen der Bildschirmzeiten auf Jugendliche | Die Zeit vor den Bildschirmen ist für Kinder verlorene Zeit… ? | Partons en France – Reisen wir nach und durch Frankreich | Apprendre des mots – Dictionnaires en ligne |

| 222 Argumente für Französisch | Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler: Französisch-Leistungs- oder Grundkurs bis zum Abitur | Argumente für Französisch | Apprendre le français – faire des exercices |

1 2 3 4 5 31