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Éric Zemmour will Kandidat für die Präsidentschaftswahl im April 2022 werden

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Der Bericht von Benjamin Stora: Les Questions mémorielles portant sur la colonisation et la guerre d’Algérie.

Das Motto, das Benjamin Stora seinem Bericht über Algerien vorangestellt hat:
« J’ai aimé avec passion cette terre où je suis né, j’y ai puisé tout ce que je suis, et je n’ai jamais séparé dans mon amitié aucun des hommes qui y vivent, de quelque race qu’ils soient. Bien que j’aie connu et partagé les misères qui ne lui manquent pas, elle est restée pour moi la terre du bonheur, de l’énergie et de la création. »
Albert Camus, « Appel pour une trêve civile en Algérie ».
22 janvier 1956

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Am 20. Januar 2021 hat der Historiker Benjamin Stora seinen Bericht > Les Questions mémorielles portant sur la colonisation et la guerre d’Algérie. Rapport. (*.pdf – 160 S.) Staatspräsident Emmanuel Macron überreicht. Erst kürzlich hat Emmanuel Macron sich zum französcih-algerischen Verhältnis geäußert: > L’article 24, les violences policières, le séparatisme, les manifs… Le Président de la République Emmanuel Macron répond au Brut: la mémoire, la guerre d’Algérie, voir  53:48, indem er mit Nachdruck die Erneuerung einer Erinerungskultur gemeinsam mit Algerien anmahnte.

Claus Leggewie
Papa, was hast du im Krieg gemacht? Der Algerienkrieg in der europäischen. Erinnerungskultur – *.Pdf
Der Algerienkrieg in der europäischen Erinnerungskultur
in: MERKUR, März 2021, 75. Jahrgang, Heft 862, pp 68-75
Von

> Remise du rapport sur la mémoire de la colonisation et de la guerre d’Algérie. Site du Palais de l’Élysée

Benjamin Stora, Professor an der Universität Paris 13 und am Institut national des langues et civilisations orientales (Inalco), ist Historiker und hat sich auf die Geschichte der Maghreb-Saaten spezialisiert. Er hat eine große Zahl an Bücher über Algerien verfasst, u. a. La gangrène et l’oubli, la mémoire de la guerre d’Algérie, Paris: La Découverte, 1991, Les guerres sans fin. Un historien, la France et l’Algérie, 2008 oder Les clés retrouvées, Paris, Stock 2015 wie auch zusammen mit Renaud de Rochebrune, La guerre d’Algérie vue par les Algériens, en deux volumes,2017.

> Benjamin Stora: Biographie et Biblographie.

Der Bericht mit dem Titel > Les Questions mémorielles portant sur la colonisation et la guerre d’Algérie. Rapport, den Benjamin Stora Staatspräsident Macron überrreicht hat, umfasst 160 Seiten mit einer Bibliographie: S: 153-157. Sehr ausführlich im Anhang: Archives relatives à l’Algérie, classements, numérisations et mises en ligne. Bilan et perspectives 2017-2024: S. 132-143.

Gemäß des Titels geht es um die Aktivitäten und Formen  Erinnerungskultur bezüglich der Kolonalisierung und des Kriegs in Algerien, der 1954 begann und mit der Unabhängigkeit Algeriens 1962 endete. Auf Seite 2 seines Berichts zitiert Stora aus dem Brief von Präsident Macron, in dem er Stora um Bericht bittet: „Je souhaite m’inscrire dans une volonté nouvelle de réconciliation des peuples français et algériens. …“ „Ich möchte einen neune Anlauf nehmen, und den Wunsch nach Versöhnung zwischen dem französischen und dem algerischen Volk umsetzen. Das Thema der Kolonisierung und des Algerienkrieges hat zu lange den Aufbau einer Schicksalsgemeinschaft zwischen unseren beiden Ländern im Mittelmeerraum behindert. Diejenigen, die die Zukunft Algeriens und Frankreichs verantwortlich sind, kommt keine keine Schuld für die vergangenen Konfrontationen zu. Es ist die Pflicht unserer Generation, dafür zu sorgen, dass sie nicht das Stigma davon trägt, um ihre eigene Geschichte zu schreiben. Diese Arbeit des Erinnerns, der Wahrheit und der Versöhnung, für uns selbst und für unsere Beziehungen zu Algerien, ist nicht beendet und wird fortgesetzt. Wir wissen, dass es Zeit benötigt und dass es mit Mut, im Geiste der Harmonie, der Besänftigung und des Respekts für alle Gewissen durchgeführt werden muss. Daher hoffe ich, im Bewusstsein und mit Respekt vor Ihren Verpflichtungen, auf Ihre Erfahrung und Ihre intime und tiefgehende Kenntnis dieser Themen zählen zu können, um unsere Überlegungen zu nähren und unsere Entscheidungen zu erhellen, indem ich Sie mit einem Auftrag zur Reflexion betraue.“ (Übers. v. d. Red.)

Im ersten Teil seines Berichts behandelt Stora die Geschichte und die Erinnerungskultur unter dem Titel : „L’Hisoire et l’impossible oubli“. Im zweiten Teil konzentriert er sich auf „Les rapports entre la France et l’Algérie“. Der dritte Teil behandelt die Herausforderungen, die sich an die Erinnerungskultur richten: „Les défis à relever“. Die Zusammenfassung trägt die Überschrift „Vers un traité Mémoires et Vérité“ geffolgt von den Handlungsempfehlungen („Préconisation“), S: 95-100, die wir hier kurz zusammenfassen:

„Die schwierige Aufgabe, die Erinnerung zwischen Frankreich und Algerien zu versöhnen, kann nicht darin bestehen, ein „Gedenkgesetz“ zu entwerfen, um eine unumstößliche Geschichte zu konstruieren, die jede kritische Ausübung der Geschichte behindern würde. Es geht auch nicht darum, die Illusion zu erwecken, eine gemeinsame Geschichte zu schreiben, indem man die tiefen Divergenzen in der Konstruktion der nationalen Imaginationen  verschweigt und die tragischen Berichte einer dennoch gemeinsamen Kolonialgeschichte vergisst.

Bescheidener ausgedrückt, geht es darum, die Möglichkeit zu eröffnen, bei diesen sensiblen Themen Brücken zu bauen, die es uns aber erlauben, voranzukommen, gemeinsam Schritte zu gehen. Die Frage der Archive, das Problem der Verschwundenen, die Formen der Charakterisierung der kolonialen Tatsache und die Bedeutung der Bilder: In dieser Untersuchung habe ich vier Themen gewählt, die mir heikel erscheinen und die es uns erlauben zu sagen, dass wir uns gemeinsam dieser schwierigen Vergangenheit stellen können.“ S. 61 (Übers. v. d. R.)

Stora schlägt die Einrichtung einer Kommission „Mémoires et vérité“ vor, die die Fragen der Erinnerungskultur zwischen Frankreich und Algerien untersuchen soll, wobei er zunächst eineige Daten nennt, die verstärkt in den Blick gertane sollen: 19. März 1962 mit dem Abkommen von Evian, das zur Beendigung des Algerienkrieges führte oder andere Erinnerungen wie die Teilnahme der Europäer Algeriens am Zweiten Weltkrieg oder der 17.Oktober 1961 mit der gewaltsamen Niederschlagung des Demonstration algerische Arbeiter in Paris, bei dem so Martina Zimmermann am 25.1.2021 gemäß Historikern im DLF mehrere Hundert Tote zu beklagen waren. Die Kommission solle Zeitzeugen befragen. Nach der Erklärung zu zum Tod von Maurice Audin, sollte Frankreich den Mord an Ali Boumendjel 1957 anerkennen. Eine große Bedeutung misst Stora der Aufklärung persönlicher Schicksale auf beiden Seiten mittels der Intensivierung der Archivarbeit zu.

Außerdem soll der französisch-algerischen Geschichte mehr Platz im Schulunterrichte eingeräumt werden. Stora regt die Einrichtung eines Office Franco-Algérien de la Jeunesse an. Das 2014 eingestellte Projekt Musée de l’histoire de la France et de l’Algérie solle wieder aktiviert werden.

2021 sollte eine Internationales Kolloquium stattfinden, dass sich mit der Verweigerung besonderer Persönlichkeiten gegenüber dem Algerienkrieg wie François Mauriac, Raymond Aron, Jean-Paul Sartre, André Mandouze, Paul Ricoeur beschäftigt. Im Musée national de l’histoire del’immigration, sollte eine Ausstellung oder ein Kolloquium über die Unabhängigkeitsbewegungen in Afrika stattfinden. Die sterblichen Überreste vn Gisèle Halimi, (1927-1920) sollten in das Panthéon überführt werden.

Im Anhang seines Berichts erinnert Benjamin Stora an die Reden der Staatspräsidenten über Algerien:

Discours de M. Jacques CHIRAC, Président de la République, à l’occasion de l’inauguration du Mémorial national de la guerre d’Algérie des combats du Maroc et de la Tunisie. – Paris, le jeudi 5 décembre 2002 -S. 106-108.

Discours de Nicolas Sarkozy prononcé à Constantine devant des étudiants algériens Mercredi 5 décembre 2007, S. 108-117.

Discours du Président de la République, François Hollande au Mémorial de la guerre d’Algérie. – 19 mars 2016, S. 118-124.

Emmanuel Macron, Déclaration du Président de la République française, Emmanuel Macron, à propos de Maurice Audin. 13 septembre 2018, S. 124-127.

Benjamin Stora auf hat sich im Radiosender France-Culture wiederholt zu algerischen Geschichte geäußert:

La Grande table (2ème partie) : Épisode : Algérie, nos mémoires, avec Benjamin Stora – France-Culture – 11.12.2017 :

La Grande table (2ème partie) : Épisode 4 : Camus, par Benjamin Stora – France-Culture – 17.12.2012 :


Gerade erschienen:

H. Wittmann, „…die Ausübung und das Erleiden des Terrors verweigern“ (Camus). Die Intellektuellen und der Widerstand im Algerienkrieg, in: Heidi Beutin, Wolfgang Beutin, Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Michael Walter, Claudia Wörmann-Adam (Hg.), > „Widerstand ist nichts als Hoffnung“. Widerständigkeit für Freiheit, Menschenrechte, Humanität und Frieden, talheimer sammlung kritisches wissen Band 90 herausgegeben von Welf Schröter und Irene Scherer, Mössingen-Talheim 2021, Seite 275-296.

Dank an Azelarabe Lahkim Bennani (Professor für Philosophie an der Universität Fès, Marokko) für > seinen Kommentar auf Facebook zu diesem Aufsatz.

L’article 24, les violences policières, le séparatisme, les manifs… Le Président de la République Emmanuel Macron répond au Brut.

Die Tweets von > Brut. vom 4.5./12.2020 enthalten viele Ausschnitte des interviews, dessen Themen damit sehr gut erschlossen werden können: (> Arbeiten im Französischunterricht: Suchen und Lernen mit Twitter 4. Oktober 2019): Suchen wir mit der > Detailsuche von Twitter nach > „Macron auf dem Account von @brutofficel am 4.12.2020“.

Mit Hilfe von Twitter kann also auch ein über 2 Stunden langes Interview im Französischunterricht behandelt werden.

1. Rédigez un article qui mentionne les sujets de l’interview accordé par le Président de la République au Brut.
2. Qu’est-ce que le président dit au sujet des violences policières?
3. Qu’est-ce qu’il dit sur le séparatisme?
4. Qu’est-ce que Macron explique au sujet du climat ?
5. Rédigez un petit commentaire : Emmanuel Macron s’adresse aus Jeunes via Brut.
6. Vous cherchez des mots? PONS vous soutient

Mittlerweile ist bekanntgeworden, dass der Artikel 24 des loi sur la sécurité globale neu geschrieben werden soll. Zu dem wird sich Präsident Macron am Freitagabend, 4.12. 2020 – ursprünglich für Donnerstagabend geplant, aber wegen der Ansprache des Präsidenten zum Tod von Valéry Giscard d’Estaing aug Freitag verschoben – , > in einem Interview über die Seite Brut. Fragen von Journalisten zu den Gewalttaten der Polizei beantworten, meldet LE MONDE am 1.12.2020. Und heute ist Präsident Macron 2 h 25 Minuten lang auf Brut. interviewt worden:

Table des sujets évoqués :

place de la république 6.00
de tels comportements de la part de la police en France en 2002, c’est normal en France? M. le Président6.20
émigrants, 7.00
une solution pour les loger? 7:42
droit d’asile 8:30
détournement du droit d’asile 9:02
des fautes de la part de la police 9:20
Michel Zecler 9:55
les policiers qui s’engagent pour servir 10:45
la violence dans la société 11:
blacks blocs 12:38
violence policiére 13:18 – 14:58
rassisme 14:51
violence urbaine 16:30, 33:31
Hambourg G7 16:02
déontologie (de la police) 18:12
former, encadrement 19:10
transparence 19:29
caméras 19:35
médiateurs 20:39
discriminations 21:17
la haine de la police commence là 21:36
stress de la police 22:07
une plateforme commune pour déoncer les discriminations – janvier 2021 22:50
Contrôle – plateforme de signalement 23: 10
formaton des policiers pour prendre les dépositions 24:01
sanction – IGPN 25:24
communication des sancctions 26:34
Michel Zecler 26:56
l’indépendance de la IGPN 27:42
hiérarchie 28:30, 31:58
place de la Bastille 30:05
2 milliards d’euro pour l’hébergement d’urgence par an 30:35
Michel Zecler 32:28
sanction implacable 32:36
le danger pour le policier, tué, brulé, 33:15
harcèlemenet, 33:28
Article 24 35:30
Art. 24. : Les parlementaires disent, on va le réécrire 9:50
président autoritaire ? 41:02
manifestations 41:55
journalistes 43:00
on est pas la Hongrie, pas la Turquie 44:17
les libertés 45:02
Erdogan 45:50, 48:26
notre liberté d’expression 46:30 1:10:50
peu de journalistes, peu d’intellectuels ont accompagné mon accompagnement de combat 47:37
ordre moral nouveau 47:50
loi défendant les principes républicianes 49:00
qu’est-ce qu’on a râté? Bataclan? 49:50
le mal est ennous 50:11
communautarisme 50:40
[radicalisation] 50:56
Samuel Paty 52:50
l’èchec de l’intégration à la française 52:50
discrimination 53:00
la mémoire, la guerre d’Algérie 53:48 (1)
la jeunesse 54:30
immigrants 55:23
colonisation 55:50
„Tu as une place“ 56:06
L’arabe à l’école 56:56, 59:17
l’arabe et le séparatisme 57:40
l’arabe comme une chance 58:00
les autres langues 58:15
le travail historique sur la guerre d’Algérie 59:25
mémoire blessée 1:00:01
identité française 1:00:37
appel à une contribution 1:02:46
l’instruction en famille 1:04:00
bonnes exceptions 1:06:00
la critique de l’islam 1:07:00
la laicite 1:07:38, 1:08:40, 1:14:10
harcèlement à l’école 1:08:17
je ne suis pas Charlie 1:08:39
être Français aujourd’hui 1:12:20
un citoyen 1:13:00
habiter une langue 1:13:15
covid 19 et les jeunes 1:16:20
bourses 1:23:44
RSA 1:24:21
travail 1:24:24
lutte contre la pauvreté 1:25:42
rouvrir les univiersités 1:26:55
apprendre en non-présentiel 1:27:38
vaccin – obligatoire ? 1:29:30, 1:30:07
vaccin efficace ? 1:31:30
restrictions 1:33:25
notre vulnérabilité 1:33:30
confinement 1:35:10
tester 1:36:12
appli anticovid 1:36:40
tester 1:37:05
l’immunité collective 1:37:37
les masques – des râtés 1:38:40, 1:39:00
intraitable sur la transparence 1:41:01
l’écologie : Glyhosat 1:42:25
marché unique 1:45:35
Europe un compromis permanent 1:45:45
convention citoyenne sur le climat 1:48:30
gilets jaunes 1:53:48
transition écologique 1:54:49 – 2:05
nucléaire 1:55:0
champion dans la lutte contre le réchaufement 1:58:14
office français de la diversité 2:59:45
logements 2:03:55
les violences contres les femmes/les enfants 2:06:00
Ouïghours en Chine 2:13:30
300 000 dans la rue ? 2:16:00
hébergement d’urgence 2:16:40
réinsertion dans la société 2:16:58
détournement du droit d’asile 2:17:29
jeunesse dans votre campagne une priorité, 2:19
candidat en 2022 ? 2:21:04
je suis en plan dedans 2:21:28

…geht bei 5’18“ los
> Entretien exclusif : Emmanuel Macron répond à Brut

> Ungewöhnliches Interview mit Macron: Internet-Medium Brut zeigt seine Stärken – Handelsblatt, 5.12.2020

> Violences policières, jeunes, écologie : ce qu’il faut retenir de l’interview fleuve de Macron à Brut – France Inter

Rémy Buisine, > twitter.com/RemyBuisine Journalist bei Brut. (2016 gegründet von Renaud Le Van Kim, heute 13 Mio. Aufrufe/Tag), bekannt für seine langen Videos , die er bei Demonstrationen aufnimmt > « Je fais le métier de ma vie » : Rémy Buisine, l’image à l’état brut – LE MONDE, 3.12.2020., der in den letzten Tagen mehrmals – auch am 23. November während der Räumung der Place de la République, wo die Polizei ungewöhnlich energisch zugriffen hatte, mit der Poltzei aneinandergeraten war – Le Monde schrieb, „il a été molesté…“ Am 28. November gerät Buisine bei einer Demonstration in eine Tränengaswolke zwischen dem Schwarzen Block und die Polizei, so Le Monde.Er bekommt die Schlagstöcke der Polizei zu spüren und sein Livestream hat 5 Millionen Zuschauer. Zwei Tage später wird er von der Inspektion générale de la Police nationale (IGPN) empfangen. Kurz danach erhält er die Zusage von Präsident Macron zu einem Interview für > Brut. Am Freitag 4. Dezember stellte sich Präsident Macron 2 Stunden 25 Minuten den Fragen von Rémy Buisine und zwei weiteren Journalisten.

Eigentlich wollte Emmanuel Macron sich in der Öffentlichkeit etwas rarer machen schreibt Alexandre Lemarié in LE MONDE am 4.12.2020: > « La France n’est pas un Etat autoritaire. On n’est pas la Hongrie ou la Turquie » : Macron s’explique longuement et défend son bilan, aber die Ereignisse der letzten Tage: Artikel 24, Demonstrationen, Polizeigewalt > Michel Zecler, quatre policiers et le président de la République – et les manifestions du samedi 28 novembre en France – 28. November 2020 zwangen de Präsident sich doch wieider ganz unmittelbar im Tagesgeschäft zu äußern: Alexandre Lemarié drückt das so aus: „…le président de la République a été contraint de replonger les mains dans le cambouis.“

In Bezug auf die Gewalttätigkeiten der Polizei  ließ Macron den Vorwurf, die Freiheiten würden in Frankreich reduziert werden, nicht gelten: La France n’est pas un Etat autoritaire. On n’est pas la Hongrie ou la Turquie.“ Le Monde notierte, dass Macron den Terminus „violences policières“  verwendet habe, also seine Existenz anerkannt habe. Der Staatschef wünscht hinsichtlich der Aufgaben der IGPNla transparence du suivi des affaires“ (Transparenz hinsichtlich einer Verfolgung der Ereignisse).  Auf die gewaltsame Räumung der Place de la République angesprochen, sagte, der Präsident, die Räumung sei richtig gewesen, allerdings nicht mit diesen Methoden und ohne eine Lösung zu haben, wo die Migranten hingehen sollten. Falls einzelne Polizisten ihre Pflichten verletzen, müsse  unnachsichtig sanktioniert werden, aber der Präsident wies auch auf die Demonstranten hin unter denen gemäß eines Ausdrucks des Innenministers  Gérald Darmanin sich „gens ensauvagés“ (verwilderte Leute) befinden würden. Macron plädierte für „Null Toleranz gegenüber der Gewalt“ auf beiden Seiten.

Der umstrittene Artikel 24 werde neu gefasst, so Macron. Er erinnerte auch daran, dass es sich um eine „proposition de loi » handele, also eine Gesetzesinitative vom Parlament, in die die Regierung (sie macht Projets de loi) sich nicht einzumischen habe. Der Präsident versrpach: „Morgen können Journalisten dun Bürger weiterhin Polizisten filmen.“ Es werde keine Sanktionen gegen den Präfekten der Polizei, Didier Lallement, und den Innenminister, Gérald Darmanin, geben.

2:00:47: Zusammenleben: In Bezug auf den Kampf gegen Diskriminationen kündigte Macron eine Internet-Plattform an, für der Staat, der Défenseurs des droits und Verbände verantwortlich seien, auf der ab Januar Beschwerden erfasst werden. Eine weitere Plattform werde sich den Kontrollen der Polizei widmen.

Eine lange Passage des Interviews wurde dem Separatismus gewidmet (vgl.  > “La République en actes” : Discours d’Emmanuel Macron contre sur la lutte contre les séparatismes aux Mureaux. – 2. Oktober 2020). In diesem Zusammenhang erinnerte Macron an das Gesetz über den Separatismus, das im Ministerrat am 6. Dezember behandelt werde. An die Jugendlichen gewandt, die aus der Immigration stammen, sagte Macron: „Die Republik erkennt euch an“ und „Ihr sei eine Chance für sie“.

Algerien: Macron erwähnte die Verdienste von Benjamin Stora und wies daraufhin, dass die Erinnerungskultur in Bezug auf Algerien unbedingt intensiviert werrden müsse.

1:36:25: Beim Thema Klima erinnerte Macron an die Vorschläge des Bürgerkonvents > Die Vorschläge des Bürgerkonvents für das Klima/Les propositions de la Convention Citoyenne pour le climat – 29. Juni 2020, bedauerte es aber dass der Ausstieg aus dem Glyphosat nicht in drei Jahren gelänge. In einer bemerkenswerten Aussage erklärte Macron: Le nucléaire m’importe. Le nucléaire, c’est de l’emploi et c’est de l’énergie. Je ne suis pas antinucléaire. Je l’ai toujours dit avec beaucoup de force„.

1:10:39: le Covid-19. Mitte Januar sollen die Universitäten, wenn die Fallzahlen es erlauben, wieder teilweise geöffnet werden.

In einer langen Passage äußerte sich Macron zur Gewalt gegenüber Frauen:

Im Januar werde es neue finanzielle Hilfen für Jugendliche geben, kündigte der Staatschef an.

Ganz geschickt fragte Buisine, ob die Jugend Thema seines Wahlkampfes sein werden. Die Falle vermied Macron und sagte, er werde jetzt nicht sagen, ob er wieder kandidieren werden, denn als Kandidat könne er keine unpopulären Entscheidungen mehr treffen, die aber jetzt in der Pandemie gerade notwendig seien. Es könne ja auch ein, dass er nicht wieder kandidiere

Rappel : > Harcèlement scolaire : le Président a un message pour les jeunes – 15. November 2019

Voir: > Michel Zecler, quatre policiers et le président de la République – et les manifestions du samedi 28 novembre en France – 28. November 2020

Notes:
1. Cf. Heiner Wittmann, „…die Ausübung und das Erleiden des Terrors verweigern“ (Camus). Die Intellektuellen und der Widerstand im Algerienkrieg, in: Heidi Beutin, Wolfgang Beutin, Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Michael Walter, Claudia Wörmann-Adam (Hg.),„Widerstand ist nichts als Hoffnung“ . Widerständigkeit für Freiheit, Menschenrechte, Humanität und Frieden, talheimer sammlung kritisches wissen Band 90 herausgegeben von Welf Schröter und Irene Scherer, Mössingen-Talheim 2021, Seite 275-296.

Stadtbibliothek Stuttgart: Französische Philosophie in (post)kolonialer Kritik

Prof. Dr. Michaela Ott | Hamburg
Französische Philosophie in (post)kolonialer Kritik
Mittwoch 12. Februar 2020, 19:30 bis 21:00

Die französische Philosophie des 20. Jahrhunderts hat wie keine andere zur Beachtung des „A/anderen“ aufgerufen und sich bis an die Grenze des Denkbaren und eurozentrischer Artikulation vorgewagt. Unter der Formel eines „Denkens des Außen“ wurden die Autorposition, die Konzentration der Philosophie auf die Frage der menschlichen Existenz, herkömmliche Ontologien und Unterteilungen wissenschaftlicher Disziplinen in Frage gestellt. Diese wurden ersetzt durch Versuche des Sprechenlassens der diskursiven Strukturen selbst, durch entgrenzende und entanthropomorphisierende Lektüren von Literatur und Kunst, durch Begriffserfindungen, disziplintransversale Theorieentwürfe usf.

Aber so radikal diese Ansätze bis heute erscheinen, so haben sie gerade aufgrund ihres Paradigmenwechsels Entscheidendes nicht wahrgenommen: die mit der Entkolonisierung sich mehrenden anderskulturellen Personen und ihr Wirken auf dem französischen Territorium, mithin die zunehmende politische Heterogenisierung Frankreichs selbst.

Michaela Ott, > Welches Außen des Denkens?
Französische Theorien in (post)kolonialer Kritik
Wien: Turia + Kant 2019

Michaela Ott fragt nach der methodischen Farbenblindheit dieses philosophischen Denkens, nach Stimmen, die zu hören gewesen wären und heute aus dem „Außen“ wahrnehmbar sind. Sie unternimmt einen historischen Durchgang durch die französische Theoriebildung von 1936 bis heute, durch ihre methodischen Umbrüche und die schwer nachvollziehbare Ausblendung von Alteritäten trotz ihrer Zentralstellung im Diskurs.

Die Veranstaltung wird von der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung gefördert.

Prof. Dr. Michaela Ott hat in ihrem Vortrag an Jean-Paul Sartres Vorwort zur Anthologie de la nouvelle poésie nègre et malgache 1948 unter dem Titel Orphée noire, 1948 erinnert: „Le noir qui appelle ses frères de couleur à prendre conscience d’eux-mêmes va tenter de leur présenterl’image exemplaire de leur négritude et se retournera sur son âme pour l’y saisir. Il se veut phare et miroir à lafois ; le premier révolutionnaire sera l’annonciateur de l’âme noire, le héraut qui arrachera de soi la négritudepour la tendre au monde, à demi prophète, à demi-partisan, bref un poète au sens précis du mot „vates““  und “ „Ce qui fait, dit Senghor la négritude d’un poème, c’est moins le thème que le style, la chaleur émotionnelle qui donne vieaux mots, qui transmue la parole en verbe.“ On ne saurait mieux nous prévenir que la négritude n’est pas unétat, ni un ensemble de vices et de vertus, de qualités intellectuelles et morales, mais une certaine attitude affective à l’égard du monde.“ Und Ott verwies auf L’étre et le néant (1943), wo Sartre das Konzept des Anderen und autrui ausführlich begründet und entwickelt hat.1961 schreibt Sartre ein Vorwort zu Frantz Fanosn „Les damnés de la terrre“: „Européen, je vole le livre d’un ennemi et j’en fais un moyen de guérir l’Europe. Profitez-en.“ und „Ici Fanon s’arrête. Il a montré la route : porte-parole des combattants, il a réclamé l’union, l’unité du continent africain contre toutes les discordes et tous les particularismes. Son but est atteint. S’il voulait décrire intégralement le fait historique de la décolonisation, il lui faudrait parler de nous : ce qui n’est certes pas son propos. Mais, quand nous avons fermé le livre, il se poursuit en nous, malgré son auteur : car nous éprouvons la force des peuples en révolution et nous y répondons par la force. “ Zitieren wir einen weiteren Abschnitt aus dem Vorwort Sartre zu Fanons: Les damnés de la terre:

„Vous savez bien que nous sommes des exploiteurs. Vous savez bien que nous avons pris l’or et les métaux puis le pétri des “ continents neufs ” et que nous les avons ramenés dans vieilles métropoles. Non sans d’excellents résultats : des pals des cathédrales, des capitales industrielles ; et puis quand crise menaçait, les marchés coloniaux étaient là pour l’amortir ou la détourner. L’Europe, gavée de richesses, accorda de jure l’humanité à tous ses habitants : un homme, chez nous, ça veut dire un complice puisque nous avons tous profité de l’exploitation coloniale. Ce continent gras et blême finit par donner de ce que Fanon nomme justement le “ narcissisme ”. Cocteau s’agaçait de Paris, “ cette ville qui parle tout le temps d’el même ”. Et l’Europe, que fait-elle d’autre ? Et ce monstre sureuropéen, l’Amérique du Nord ? Quel bavardage : liberté égalité, fraternité, amour, honneur, patrie, que sais-je ? Cela nous empêchait pas de tenir en même temps des discours racistes, sale nègre, sale juif, sale raton. De bons esprits, libéraux tendres – des néo-colonialistes, en somme – se prétendaient choqués par cette inconséquence ; erreur ou mauvaise foi : ri de plus conséquent, chez nous, qu’un humanisme raciste puisque l’Européen n’a pu se faire homme qu’en fabriquant des esclaves et des monstres. Tant qu’il y eut un indigénat, ce imposture ne fut pas démasquée ; on trouvait dans le genre humain une abstraite postulation d’universalité qui servait couvrir des pratiques plus réalistes : il y avait, de l’autre côté c mers, une race de sous-hommes qui, grâce à nous, dans mi ans peut-être, accéderait à notre état. Bref on confondait genre avec l’élite. Aujourd’hui l’indigène révèle sa vérité ; du coup, notre club si fermé révèle sa faiblesse : ce n’était ni plus ni moins qu’une minorité. Il y a pis : puisque les autres se font hommes contre nous, il apparaît que nous sommes les ennemis du genre humain ; l’élite révèle sa vraie nature : un gang. Nos chères valeurs perdent leurs ailes ; à les regarder de près, on n’en trouvera pas une qui ne soit tachée de sang. S’il vous faut un exemple, rappelez-vous ces grands mots : que c’est généreux, la France. Généreux, nous ? Et Sétif ? Et ces huit années de guerre féroce qui ont coûté la vie à plus d’un million d’Algériens ? Et la gégène. Mais comprenez bien qu’on ne nous reproche pas d’avoir trahi je ne sais quelle mission : pour la bonne raison que nous n’en avions aucune. C’est la générosité même qui est en cause ; ce beau mot chantant n’a qu’un sens : statut octroyé. “

Außerdem stellte Michaela  Ott in Ihrem Vortrag die  Werke von Michel Foucault, Histoire de la folie (1961), Emmanuel Lévinas, Totalité et Infini : Essai sur l’extériorité, 1961 und Gilles Deleuze Mille Plateaux – Capitalisme et schizophrénie 2, en collaboration avec Félix Guattari, Paris, Les Éditions de Minuit, coll. « Critique », 1980 vor.

> Jean-Paul Sartre – Ausstellung in der BnF

Auf unserem Blog:

> Podiumsdiskussion im Lindenmuseum Stuttgart. Die Restitution des afrikanischen Kulturerbes – 20. April 2019

> Francophonie: Bibliographie et sitographie – 5. April 2019

> Nachgefragt: Alain Mabanckou, Une littérature-monde ? – 23. Januar 2017

> Nachgefragt: Shumona Sinha, Apatride – 23. Januar 2017

> Nachgefragt: Boualem Sansal, 2084 – 24. Januar 2017

> Nachgefragt. Azouz Begag: Wie steht es um die Immigration in Frankreich? – 26. Oktober 2016

> Un entretien avec Wilfried N’Sondé : Intégration ou assimilation ? – 9. Mai 2016

> Nachgefragt: Dany Laferrière „Tagebuch eines Schriftstellers im Pyjama“ – 28. April 2016

> La littérature de l’immigration en France. Bibliographie et sitographie – 2016

> Jean-Paul Sartre. Michel Sicard et ses entretiens avec Heiner Wittmann

> Das aktuelle Thema für den Französischunterricht: Immigration – intégration – 4. September 2015

> François Hollande: “L’histoire de l’immigration en France est notre histoire à tous” – 17. Dezember 2014

> Überlegungen zur Integration in Frankreich: Refondation de la politique d’intégration – 14. Dezember 2013

Bibliographie:

Mornet Joseph, > « Sartre et Fanon. Commentaire à la préface de Jean-Paul Sartre pour Les damnés de la terre de Frantz Fanon », VST – Vie sociale et traitements, 2006/1 (no 89), p. 148-153. DOI : 10.3917/vst.089.0148. URL : https://www.cairn.info/revue-vie-sociale-et-traitements-2006-1-page-148.htm

Senghor, Léopold Sédar > Discours de réception de Léopold Sédar Senghor – Académie française, 29 mars 1984
> Discours prononcé pour le cinquantième anniversaire de la Faculté des lettres de l’Université Laval, à Québec – 5 septembre 1987
> Allocution de Monsieur Léopold Sedar Senghor, Président de la République, au peuple sénégalais – 6.9.1960
” Léopold Sésar Senghor : La pensée et l’action politique “ *pdf, 269 Seiten, Actes du colloque organisé par la section française de l’Assemblée parlementai re de la Francophonie sous le haut patronage de M. Jean-Louis Debré, Président de l’Assemblée nationale, Président de la section française de l’Assemblée parlementaire de la Francophonie et de S.E. M. Abdou Diouf, Secrétaire général de la Francophonie SECTION FRANÇAISE Assemblée nationale – Salle Victor Hugo Paris – 26 juin 2006

Tardy Joubert, Hubert, « Sartre et la Négritude : de l’existence à l’histoire », Rue Descartes, 2014/4 (n° 83), p. 36-49. DOI : 10.3917/rdes.083.0036. URL : https://www.cairn.info/revue-rue-descartes-2014-4-page-36.htm

Populismus

Ergänzt am 17. Dezember 2023:

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/1736421312376021396

Paula Diehl > Was ist Populismus? – bpb Bundeszentrale für politische Bildung, 28.1.2018: „Populismus kann als eine besondere politische Logik definiert werden. Im Zentrum steht die Idee, dass die Macht dem Volke gehört und dass die Politik Ausdruck des Volkswillens sein soll. Populismus idealisiert das Volk und baut Feindschaft zur Elite auf. Hier fungiert der Führer als Stimme des Volkes. Populismus erzählt die Geschichte des von der Elite betrogenen Volkes:…“.

Ergänzt am 31.1.2020.

S. auch > #Corona-Virus, #Covid19 und die Verschwörungstheorien – 2. September 2020 von H. Wittmann

Kaum ein anderes Wort in den letzten Jahren hat die Parteienlandschaft in vielen Ländern der EU oder auch in den USA, sowie beim Brexit so geprägt, wie das des Populismus. Wenn Jean-Luc Mélenchon (La France insoumise) auf seinem Blog mit dem Titel > L’ère du peuple die Wut des Volkes ausdrücken will, so zeigt er, wie es sich die Populisten gerne für sich in Anspruch nehmen, das Volk zu vertreten, an das sie sich nicht nur wenden, sondern in dem sie möglichst häufig so tun, als wenn sie seine Stimme wären. Dazu gehören u. a. auch Halbwahrheiten, aus denen politische Forderungen abgeleitet werden.

Am 14.1.2020 steht auf Mélenchons Blog unter dem Titel > Retraites : La France insoumise propose une motion de censure contre le gouvernement: „Depuis 40 jours, le pays connaît un mouvement social sans précédent. La réforme des retraites proposée par le gouvernement rencontre un rejet massif de la population. Les Français ne sont pas dupes. Ils savent que le système par points proposé par Macron n’est ni universel, ni juste. Il ne répond pas aux problèmes qui se posent : les gens partent trop tard et trop pauvres en retraite.“ Der erste Satz „Depuis 40 jours…“ ist eine Aussage. Der zweite Satz behauptet, die Rentenreform würde massiv abgelehnt werden… der dritte Satz: „Les Français ne sont pas dupes,“ gibt zu verstehen, wer zustimme, sei > „dupe„, das will doch  niemand sein: die Versuchung ist dann groß das zu glauben, was der Betrug sein soll. Der vierte Satz „Ils savent…“ gibt vor, dass ganz Frankreich wissen, dass das von Macron vorgeschlagene Punktesystem ungerecht sei… und dann folgt eine Verdrehung aller Perspektiven: Zu spät gehen die Leute in Rente und sie seien viel zu arm. Alle Forderungen nach frühem Renteneintritt und hoher Rente sind zweifelsohne populär. Populistisch werden sie, wenn unrealistische Versprechungen gemacht werden, oder Forderungen aufgestellt werden, die auf falschen Voraussetzungen beruhen. Die Forderungen bringen Stimmen, füllen aber nicht die Rentenkassen.

> Die Rentenreform in Frankreich und der Streik ab 5. Dezember 2019 – 6. Januar  2020
> Faktencheck: 61 % fordern in Frankreich die Aufgabe der Rentenreform – 26. Januar 2020

Die Prekarität der Renten ist ein zweifellos ein brisantes Thema – auch für die Regierung. Die Herabsetzung des Renteneintrittsalters auf 60 Jahre unter François Mitterrand und dann auch noch die Einführung der 35 Stundenwoche unter Lionel Jospin haben zu der heutigen Schieflage der Rentensysteme in Frankreich beigetragen, wobei die 40 unterschiedlichen Rentensystem ihren Teil dazu beisteuerten. Jede Wiederheraufsetzung ist unpopulär aber von der Füllhöhe der Rentenkassen geboten. Am 17. Dezember 2014 hatte auch der heutige Rassemblement national erkannt, dass ein Defizit der Rentenkassen droht und gab eine Pressemitteilung heraus: > Trou de 11 Milliards en 2018 : les déficits des régimes de retraite se résorberont quand le nombre d’emplois augmentera: „En cela, la solution d’attendre depuis 2008 que la croissance revienne comme par miracle n’a aucun sens. Il est nécessaire d’être courageux et de retrouver nos moyens de relance de l’économie que sont la monnaie nationale, un Etat stratège, un patriotisme économique et un protectionnisme intelligent. Sans cela, l’âge de départ à la retraite ne cessera d’être augmenté et les retraites seront sans cesse rognées.“ Das klingt nach Zuversicht und Engagement… allerdings ohne konkrete Maßnahmen, denn „ein „patriotisme économique“ ist nur eine Worthülse. In ihren > Les 144 engagements présidentiels schrieb Marine Le Pen noch: “ 52: Fixer l’âge légal de la retraite à 60 ans avec 40 annuités de cotisations pour percevoir une retraite pleine.“ Diese Vorschläge sind auch interessant hinsichtlich Le Pens Vorstellungen bezüglich der EU: „1. Retrouver notre liberté et la maîtrise de notre destin en restituant au peuple français sa souveraineté (monétaire, législative, territoriale, économique). Pour cela, une négociation sera engagée avec nos partenaires européens suivie d’un référendum sur notre appartenance à l’Union européenne. L’objectif est de parvenir à un projet européen respectueux de l’indépendance de la France, des souverainetés nationales et qui serve les intérêts des peuples.“ Das klingt nach den britischen Populisten, die auch von neuer Bewegungsfreiheit gesprochen haben. Und wieder wird das Volk gerufen, dem seine Souveränität zurückgegeben werden soll, die im folgenden Satz als Ziel seines Strebens erklärt wird.

Frank Dikötter
> Diktator werden
Populismus, Personenkult und die Wege zur Macht
Aus dem Englischen von Heike Schlatterer (Orig.: How to be a Dictator)
1. Aufl. 2020, ca. 368 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98189-6
Erscheint am 22.2.2020 bei Klett-Cotta

Heute sieht das Wahlprogramm von Marine le Pen so aus: Jetzt heißt es > Pour une Europe des nations, und „Alliance Européenne des Nations“ (S. 3.): Das altbekannte Gedankengut ist immer noch da:“L’Union Européenne a fait de l’Europe le laboratoire de l’idéologie mondialiste et de son corollaire le libre échangisme, la doc-trine qui fait du nomadisme planétaire, de la mobilité économique, du déracinement des hommes, de la concurrence généralisée les fondements d’une société marchande universelle.“ (S. 12)  Der Vergleich dieser 175 Seiten von 2019 mit den 144 Vorschlägen von 2017 ist lehrreich. Die Forderung nach einem Frexit ist aufgegeben: „L’Europe n’est pas une construction idéologique au service d’un projet mercantile mais une réalité vivante au sein de laquelle les citoyens de chaque pays doivent trouver avec la sécurité, la capacité d’agir, d’entreprendre, de s’épanouir et de transmettre“. Trotz einer augenscheinlich so gemäßigt erscheinenden Ansichten: Die Standardthemen des RN sind nicht aufgegeben. Auf Seite 54: „Elle (la civilisation européenne, w.) est menacée par l’idéologie du nomadisme dont l’immigration de masse en est une manifestation, idéologie qui impose un modèle déraciné d’exploitation des territoires sans transmission et sans responsabilité.“ Und auf S. 10: “ La paix en Europe procède de la Guerre froide, de l’équilibre nucléaire et du désarmement de l’Allemagne. C’est l’échec de l’Union Européenne à défendre les peuples européens dans la mondialisation et son mépris des identités nationales qui, au contraire, réveillent passions nationales et rivalités historiques.“  Der Erfolg der langen Friedensicherung in Europa ist auch der deutsch-französischen Aussöhnung geschuldet. Und der Appell an ein diffuses Gefühl, man bezahle immer zuviel, wird auf S. 23 Europa verantwortlich gemacht: „Trop de citoyens ont le sentiment de payer pour tout et tous. Trop d’Européens ressentent que la justice, la vérité, le respect, tout ce qu’ils croient et tout ce qu’ils aiment, sont bafoués au nom même d’une Union qui rend l’Europe folle. Cette colère des peuples est juste, salvatrice et nous enjoint de libérer l’Europe des puis-sances qui l’exploitent, des logiques qui l’asservissent, des idéologies qui ont décidé sa dilution.“

https://twitter.com/ArminLaschet/status/1087724766377791489

Zum Populismus gehören einfache politische Aussagen, die als wahre Behauptung daherkommen und durch Wiederholung nicht wahrer werden. Die Ankunft der Migranten in großer Zahl 2015, allgemein in den Medien als Flüchtlingskrise bezeichnet, gipfelte in dem vielfach wiederholten Vorwurf, Bundeskanzlerin Merkel habe die Grenzen geöffnet. Offene Grenzen kann man nicht öffnen und das einfache Schließen, dessen Unterlassung man der Bundeskanzlerin hätte vorwerfen können, ging ohne Rechtsbruch auch nicht so einfach. Aber der komplizierte Sachstand wurde von den Populisten gerne vereinfacht und so entstand die Mär von der Grenzöffnung. > Nachgefragt: Stephan Detjen, Maximilian Steinbeis, Die Zauberlehrlinge. Der Streit um die Flüchtlingspolitik und der Mythos vom Rechtsbruch

Stephan Detjen, Maximilian Steinbeis
> Die Zauberlehrlinge
Der Streit um die Flüchtlingspolitik und der Mythos vom Rechtsbruch
1. Aufl. 2019, ca. 176 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-608-96430-1


Die Warnung vor Migration, die bei der AfD schnell zur „Massenmigration“ wird, verbindet Beatrix von Storch (MdB, AfD) mit ihrer Kritik am Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung (22.1.20120) im Zusammenhang mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das am 1. März 2020 in Kraft treten soll: Von Storch > Beatrix von Storch: Merkel will jetzt ganz offiziell Deutschland zu einem Einwanderungsland machen:  „„Merkels Masseneinwanderung soll jetzt mit dem Aktionsplan der Bundesregierung als Zukunftslösung für Deutschland verkauft werden. Die GroKo nennt es einen ‚Paradigmenwechsel‘. Das wäre er auch, wenn es uns als AfD nicht gelänge, die Massenmigration zu stoppen. Woran Deutschland jetzt schon leidet, würde dann völlig außer Kontrolle geraten: Parallelgesellschaften, Clans, Kinderehen, Ehrenmorde, Niedriglöhne und unzumutbare Belastungen für unsere Schulen und Sozialsysteme.“ Angstmacherei und unrealistische Lösungsvorschläge: „Durch die Rationalisierung und Digitalisierung werden in den kommenden Jahrzehnten Millionen von Arbeitsplätzen verschwinden. Auch Tätigkeiten, die bisher als nicht ersetzbar galten, können von Robotern übernommen werden, wie auch das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung feststellt.“

Gleichmal ein Faktencheck:

> Die Digitalisierung wirkt sich regional unterschiedlich aus IAB aktuell, 12.9.2019: „Mit der fortschreitenden Digitalisierung können immer mehr berufliche Tätigkeiten von Computern oder computergesteuerten Maschinen erledigt werden. In den letzten Jahren haben sich diese Substituierbarkeitspotenziale in fast allen Berufen erhöht. Allerdings gilt dies für die Regionen in Deutschland in höchst unterschiedlichem Maße. So ist in Berlin jeder siebte, im Kreis Dingolfing-Landau jeder zweite Arbeitsplatz potenziell betroffen. Ein hohes Substituierbarkeitspotenzial weisen vor allem die Regionen auf, in denen viele Menschen im Verarbeitenden Gewerbe tätig sind. […] Dies bedeutet allerdings nicht, dass tatsächlich ein Viertel der Arbeitsplätze wegfallen wird. Denn dass eine Tätigkeit als substituierbar eingestuft wird, heißt nicht automatisch, dass sie künftig nur noch von Computern und computergesteuerten Maschinen erledigt wird. Das Substituierbarkeitspotenzial sagt lediglich etwas über die technische Machbarkeit aus. Ob dieses Potenzial auch ausgeschöpft wird, hängt von einer Reihe anderer Faktoren ab.

Ethische oder rechtliche Hindernisse, Kostenüberlegungen oder Präferenzen auf Kundenseite können den Einsatz neuer digitaler Technologien verhindern. So wird es weiterhin Handwerksbäckereien geben, wenn Verbraucher ein handgebackenes Brot mehr wertschätzen als ein maschinell gefertigtes. Zudem entstehen mit der Digitalisierung neue Produkte und Dienstleistungen. Dadurch können neue Arbeitsplätze geschaffen werden, weil die neuen Maschinen und Roboter gebaut und gewartet werden müssen. Außerdem kann die Nachfrage nach Produkten steigen, weil durch den Einsatz neuer Technologien Preissenkungen möglich sind.“


https://twitter.com/franceculture/status/1219688753570160642

 

La Grande table idées par Olivia Gesbert – 13.1.2020:
> Populisme, l’affaire du siècle ?
„Il s’intéresse à la théorie manquante du „populisme“, une culture politique originale qu’il convient d’analyser de manière critique : Pierre Rosanvallon, Professeur au Collège de France et auteur de l’essai „Le siècle du populisme“ (Seuil, 2019), est notre invité:“

Pierre Rosanvallon ist Professeur am Collège de France, wo er den Lehrstuhl > Histoire moderne et contemporaine du politique (2001-2018) innehat. Er ist Heraugeber in Kooperation mit Le Seuil von > La République des idées

Le Tour du monde des idées par Brice Couturier
> La rhétorique du populisme – France-Culture -28.1.2019

> Nachgefragt: P. Leo, M. Steinbeis, D.-P. Zorn, Mit Rechten reden – 21. Februar 2018

Mit ihnen reden, sie stellen, ihre Argumente untersuchen, ganz einfach ihnen zeigen, dass sie mit ihren Parolen nicht durchkommen, unaufgeregt aber hart in der Sache mit ihnen streiten und dabei unsere Streitkultur renovieren, die auch unter der GroKo gelitten hat, das alles wird die Neurechten am besten wieder zurückdrängen. Das ist die Quintessenz aus diesem Buch und aus unserem Gespräch, in dem Per Leo sehr einleuchtend seine und die Argumente seiner Mitautoren Maximilian Steinbeis und Daniel-Pascal Zorn erklärt hat: > Nachgefragt: P. Leo, M. Steinbeis, D.-P. Zorn, Mit Rechten reden – 21. Februar 2018  – Von Heiner Wittmann
Per Leo, Maximilian Steinbeis, Daniel-Pascal Zorn

> Mit Rechten reden
Ein Leitfaden
1. Aufl. 2017, 183 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-608-96181-2
> Nachgefragt: Daniel-Pascal Zorn, Logik für Demokraten

Unsere Fragen:Angesichts des Erstarkens der Rechtspopulisten wie die AfD, möchten Sie die Demokraten stärken bei uns für den Dialog vonn neuem fit machen. > Logik für Demokraten lautet der Titel Ihres jüngst bei Klett-Cotta erschienenen Buches. Sie verstehen es als eine Anleitung – wozu?
Wie lautet Ihre Diagnose, wenn sie die Qualität des demokratischen Diskurses in der Bundesrepublik betrachten?
Auf dem Klappentext Ihres Buches steht: „Demokratie verpflichtet. Uns alle. Offen sein, zuhören, argumentieren!“ Reicht das?

Daniel-Pascal Zorn
> Logik für Demokraten. Eine Anleitung
Stuttgart: Klett-Cotta, 1. Aufl. 2017, 314 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-96096-9

Auf unserem Blog:

Bibliographie > Populismus:

Der Tipp unserer Redaktion:
L’observatoire du conspirationnisme : > www.conspiracywatch.info ***

Bibliographie: Erinnerungskultur

Die folgende Bibliogaphie und Sitographie wurde von unserer Redaktion im Rahmen der Vorbereitung unserer > Lehrerfortbildung angefertigt. | Primärtexte | 1789 | 1914-1918 | 1933-1945 | Menschenrechte | Antisemitismus heute | Islamismus | Populismus | Migranten | Hass | Rassismus | Erinnerungskultur | Institutionen | Auf unserem Blog | Bibliographie | Diese Bibliographie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie wird

Weiterlesen

Europa – EU

> Une nouvelle donne pour l’Europe – Site du Palais de l’Éysée

Spannende Zeiten. Die Parteien in Berlin werden sich nach diesem Wahlergebnis neu sortieren müssen. Dabei geht es um Machtfragen jeder Art, wer behält seinen Posten, wer bekommt einen neue Aufgabe? Ob das Thema Europa dabei so im Vordergrund stehen wird, dass es die Diskussion bestimmen wird? Die CDU in der GroKo weiß noch nicht genau, wer ihren Partner demnächst führen wird. Das sind Unsicherheiten, die die Projekte der GroKo unter keinem guten Stern erscheinen lassen.  Abwarten und vieles mal eben Aussitzen geht dann nicht mehr. In der Schule geht es in erste Linie um die Selbständigkeit der Schüler. An einigen Stellen gibt es in den Parteien Verwunderung, dass die Jugend auf einmal doch eine Politisierung und ein Interesse für politische Fragen zeigt, das manche ihr überhaupt nicht zugetraut haben. Die Parteien müssen Jugendliche endlich ernst(er)nehmen.

Zum Nachlesen auf unserem Blog:

> Éditorial: Die Wahl zum Europäischen Parlament 2019 – Montag, 27. Mai 2019

> Pierre-Yves Le Borgn’ : “L’Europe doit retrouver le lien citoyen. “ – Freitag, 24. Mai 2019

> Sorgen vor den Europawahlen – Montag, 20. Mai 2019

Immer aktuell:

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Twittern. Frankreich und Deutschland in der EU

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/1135281290150850560

Die Art und Weise, wie Deutschland jetzt mit Frankreich und den anderen Mitgliedsstaaten in der EU verhandelt, wenn es um die Besetzung der Spitzenposten geht, gehört zu den lang erwarteten Antworten aus Berlin auf die europapolitischen Vorschläge von Präsident Emmanuel Macron, die er eigentlich immer noch nicht bekommen hat: In seinem Sinn geht es gar nicht um eine bedingungslose Vorstellung, so möchte unsere Redaktion seine Vorschläge interpretieren, sondern  um eine Diskussion, aber dann natürlich auch um eine gemeinsame Refondation de l’Europe, die die Handlungsfähigkeit der EU eindrucksvoll beweisen sollte: Die Themen sind zahlreich genug: Klima, Digitalisierung, Migration und Sicherheit.


Zum Nachlesen:   > Macron und Europa

Unserer Redaktion nennt hier ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit hinsichtlich der Behandlung dieser Themen Beiträge auf unserem Blog:

Klima: > La loi de ratification de l’accord #COP21 adoptée par l’Assemblée nationale  – 19. Mai 2016 und 15 weitere Beiträge zur COP21

Digitalisierung:> Digitalisierung > Sitographie: “Regeln” für soziale Netzwerke in der Politik – 29. Mai  2019

Migration: > Nachgefragt: Stephan Detjen, Maximilian Steinbeis, Die Zauberlehrlinge. Der Streit um die Flüchtlingspolitik und der Mythos vom Rechtsbruch20. Mai 2019

> Professor François Héran, Lehrstuhl “Migration et sociétés” am Collège de France – 6. September 2018

> Projet de loi pour une immigration maîtrisée et un droit d’asile effectif – 27. Februar 2018

> Museumsbesuch (I) Das Musée de l’Histoire de l’immigration à Paris – 13. Mai 2016.

> Das aktuelle Thema für den Französischunterricht: Immigration – intégration – 4. September 2015.

> Nachgefragt: P. Leo, M. Steinbeis, D.-P. Zorn, Mit Rechten reden – 21. Februar 2018

Menschenrechte: > Unsere Besuche beim CNCDH in Paris

Sicherheit: > Rüstungsexporte. Nachgefragt: Brigadegeneral a.D. Dr. Klaus Wittmann antwortet auf unsere Fragen – 20. Mai 2019


Die Antwort der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer wurde in Paris möglicherweise als Diskussions-Beitrag nicht vollständig rezipiert, weil der Vorschlag, Straßburg als Standort für das Europäische Parlament aufzugeben,  in Paris Ärger auslöste, wie auch Fragen nach dem Vorschlag eine europäischen Flugzeugträgers blieben: > Der Appell von Emmanuel Macron und die Antwort von Annegret Kramp-Karrenbauer –  12. März 2019.

Nachgefragt: Die Antworten aus Berlin auf Macrons Vorschläge:

> Paris-Berlin. Nachgefragt: Christian Lequesne répond à nos questions – 17. April 2019

Brexit, Europe, Paris et Berlin: Alfred Grosser répond à nos questions –  19. April 2019

Die Fraktionsvorsitzende der AfD Alice Weidel schwärmt immer mal wieder vom Europa der Vaterländer und weiß möglicherweise gar nicht, dass sie damit die Vorstellungen von de Gaulle in Erinnerung ruft, der das Vereinigte Europa auf der Grundlage der Staaten – aber keines falls in dem abgeschotteten Sinn, die die AfD dies bevorzugt, im Sinne hatte: > Hörensagen: “Das Europa der Vaterländer” – 22. Januar 2018

So wie Frau Weidel ihr „Europa der Vaterländer“ versteht, würde ihr Präsident François Mitterrand in seiner ruhigen, aber umso bestimmteren Art wiedersprechen: „Ce que je vous demande là est presque impossible, car il faut vaincre notre histoire et pourtant si on ne la vainc pas, il faut savoir qu’une règle s’imposera, mesdames et messieurs : le nationalisme, c’est la guerre.  La guerre ce n’est pas seulement le passé, cela peut être notre avenir, et c’est vous, mesdames et messieurs les députés, qui êtes désormais les gardiens de notre paix, de notre sécurité et de cet avenir. “ > Présentation du programme de la Présidence française de l’Union européenne à Strasbourg le 17 janvier 1995 und > François Mitterrand im Europaparlament, 17. Januar 1995 – 17. Juni 2016.

Es ist richtig, dass die EU, oder sogar ihre Mitgliedsländer ihre großen Erfolgen in der EU eher bescheiden behandeln:

> Nachgefragt: “L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.”Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris – 18. Dezember 2017

Noch mehr zum Thema Europa auf unserem Blog:

> Ein vereintes Europa – Une Europe unie – auf dem Weg zu einer Konföderation – Donnerstag, 16. Mai 2019

> Discours du Président de la République devant le Parlement réuni en Congrès à Versailles – 10. Juli 2018

> Ein vereintes Europa – Une Europe unie – auf dem Weg zu einer Konföderation – 16. Mai 2019

> Nachgefragt: Ulrike Guérot und die Europäische Republik – 18. April 2017

> 9. Mai 1950 : Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) – Donnerstag, 9. Mai 2019

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