„Rassismus ist ein Gift,“ sagte Bundeskanzlerin Merkel nach dem Attentat von Hanau

french german 

Aktuell: > Le racisme, c’est pas sport – Réseau Canopé


Eine Anleitung:
> Die Konzeption unseres Blogs.

Heute im Bundestag:

> Ansprache von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble zum Anschlag von Hanau – 5. März 2020 – Website des Deutschen Bundestages

Auf unserem Blog:

> Hanau – 20. Februar 2020 – 21. Februar 2020


Hanau – 20. Februar 2020

Auf unserem Blog:

> “Rassismus ist ein Gift,” sagte Bundeskanzlerin Merkel nach dem Attentat von Hanau – 26. Februar 2020

> Ansprache von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble zum Anschlag von Hanau – 5. März 2020 – Website des Deutschen Bundestages


Nach dem Terror und den Morden in Hanau am 20. Februar 2020, bei dem der mutmaßliche Attentäter neun Menschen erschoss, dann offenbar seine Mutter tötete und sich selber das Leben nahm, hat Bundeskanzlerin Merkel den „Rassismus als ein Gift“ bezeichnet und meinte damit jede Form von Ausgrenzung und Hass, besonders den auf Migranten jeder Herkunft.

Der mutmaßliche Täter war selbst ein Opfer äußerst kruder Verschwörungstheorien, die ihn zu einem wirren Gedankengut mit dem Ziel der Auslöschung vieler Völker geführt haben. Auch wenn der Hanauer Attentäter sehr offenkundig geistig krank war, so ist dennoch nicht zu übersehen, dass der Rechtsextremismus mit seinen Warnungen vor Migranten, seine Hetze gegen Fremde, und den Warnungen gar vor einem „Bevölkerungsaustausch“, ein Stichwort, „le grand remplacement“, dass es auch in Frankreich gibt – dass man in vielen Statements der AfD finden kann, zu den Motiven des Täters beigetragen haben. Die Gedanken unserer Redaktion sind bei den Opfern dieser Bluttat und ihren Angehörigen.Die vielen Bürgerinnen und Bürger, die sich in vielen deutschen Städten zu Mahnwachen zusammengefunden haben signalisieren eine klare Haltung gegen jede Form von Rechtsextremismus, Rassismus, Hass und Hetze gegen Fremde.

Der Rechtsextremismus und der Hetze gegen Andere ist kein nationales Problem, er betrifft uns alle. Gemeinsam in Europa können wir und müssen wir uns gegen dieses schleichende Gift entschieden zur Wehr setzen.

> Unsere Berichte über die Commission consultative des droits de l’homme CNCDH auf unserem Blog

https://twitter.com/RichardFerrand/status/1230494740136833025

Nein, M. Mélenchon, den Rechtsextremismus mit seinem Hass, seiner Hetze und seinem Rassismus müssen wir alle zusammen bekämpfen:

Stichwort Verschwörungstheorien:
> L’observatoire du conspirationnisme : > www.conspiracywatch.info

Auf unserem Blog:

> La lutte contre le racisme et l’antisémitisme, priorité de la coopération franco-allemande en 2020 – 28. Januar 2020

> Der Kampf gegen Rassismus und Hass

> Erinnerungskultur

> Populismus 31. Januar 2020

> Die Attentate vom 13.11.2015 – 12. November 2016

> Éditorial : Die Attentate in Paris und der Marche républicaine – 12. Januar 2015

> 13 novembre 2015 – 13. November 2017

> Die Migranten und die Menschenrechte – 6. September 2016

> Nachgefragt. CNCDH: Le rapport sur la lutte contre le racisme, l’antisémitisme et la xénophobie – 6. Mai 2016

> Paris et Berlin, 14 novembre 2015 – Éditorial – #NousSommesUnis – 14. November 2015

Die Ansprachen von Staatspräsident Emmanuel Macron in Polen

Die Briten treten aus, weil Populisten ihnen vorgaukelten, alleine ginge alles besser, sie wollen zwar gerne die Vorteile Europas behalten… nun, Europa zieht weiter:

Der Besuch von Präsident Macron in Polen – vgl. Manuela Wiegel > Macrons neue Ostpolitik, FAZ, 3.2.2020 – wird mit drei Filmen hier dokumentiert. Diese drei Reden ergänzen alle bisherigen Stellungnahmen von Präsident Macron zu Europa, s. hier am Ende dieses Beitrags.

> Discours du Président Emmanuel Macron devant les étudiants de l’Université Jagellonne de Cracovie:

16′ 55“: ab hier müssen auch deutsche Schüler/innen diese Rede zur ansehen: „En analysant la pensée centre-europénne…“denn Präsident Macron spricht auch über ihre Zukunft, über unsere Zukunft in Europa. Das ist ganz ohne Zweifel ein komplexes Thema: Geschichte, Politik, Wirtschaft, Sicherheit, Klima, kaum ein Thema ist zu übergehen. Zuerst die Geschichte: „…nous ne construirons pas l’Europe dans l’oubli de l’Europe.“ Europa ist ein Projekt der Jugend. Aber man dürfe eben nicht die Vergangenheit vergessen, werde sie sie nicht berücksichtigt (Stichwort > Erinnerungskultur auf unserem Blog) werden wir wieder im Hass und in den Nationalismen gefangen sein, warnt Macron. Wie gesagt eine komplexe Aufgabe, die keine einfachen Lösungen verträgt. 2004 war keine bloße EU-Erweiterung, sondern eine Wiedervereinigung. Manche sei damals zu schnell gegangen, bekennt Macron und meint, das Wiederfinden habe nicht gut geklappt.

Macron betont den politischen Charakter des Projekts Europas als Friedensprojekt: „un projet fou“, die Mitglieder, die sich bekriegt hatte´, hätten beschlossen, keine Kriege mehr zu führen. und beschlossen eine politische Union zu bilden. Er erinnert an die Justizreform in Polen und versichert sich nicht einmischen zu wollen. Er sei weit entfernt davon sich einmischen zu wollen Aber „Un Etat membre n’a pas à donner d’instructions à d’autres Etats membres, mais c’est à la France de défendre les principes de l’Union européenne tels qu’ils sont dans nos textes, dans notre histoire, dans le projet politique que nous portons et tels qu’ils sont défendus par le Conseil de l’Europe et la Commission européenne. Ça, c’est notre responsabilité. Et d’avoir cette Commission, ce Conseil qui portent fort ces principes, moi, j’en appelle à un souci de cohérence et de ce qu’est l’Europe dans sa part politique que j’évoquais tout à l’heure.“

Man könne Patriot und Europäer sein: „Il n’y a rien dans les textes qui dit de ne pas aimer sa patrie.“ Und er trägt diese Gedanken so vor, als wenn tatsächlich nur ein Europäer sein Vaterland ganz besonders lieben kann, weil er den besonderen Wert die Vielfalt in der Einheit versteht.

Außerdem widmet der Präsident zwei weitere lange Passagen dem Klimaschutz und der Sicherheit in Europa.

Macrons Message ist eindeutig: „L’Europe est une aventure impossible, pensée par des rêveurs et portée par les peuples. Tous les cyniques ont toujours voulu la détruire. Tous les gens sérieux ont toujours cherché à la relancer. Soyez des fous ou des rêveurs.“

Kurzatmige, kleinteilige, geschichtsverlorene Ansätze müssen scheitern. Es gilt, dass Europäer aller hier genannten Themen zusammen in den Blick nehmen müssen. Europa ist ja gar nicht perfekt, aber es ist ein Projekt, dass 70 Jahre lang den Frieden in Europa gesichert hat. Die Verfälschung der Geschichte steht am Anfang von Hass und Nationalismen. Komplexe Probleme lassen sich nicht auf Schlagwörter reduzieren aus denen > Populisten einfache Antworten machen.

Genügend Stoff für mehrere Aufgaben:

1. Berichten Sie in einem kurzen Artikel, welche Vorzüge Macron in seiner Rede vor polnischen Studenten bezüglich des europäischen Projekts nennt
2. Welche Aufgaben muss Europa lösen?
3. Was bedeutet für Macron die Schaffung einer europäischen Souveränität?

> Discours du Président Emmanuel Macron à la communauté française de Pologne

Der Text dieser Rede ist noch nicht online.

Conférence de presse du Président Emmanuel Macron avec Mateusz Morawiecki, Président du Conseil des ministres de la République de Pologne:

Zur Erinnerung:

Die Bilanz nach einem Jahr: > La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017 – 2. November 2018 – Website des Elyséepalastes

Dazu: > 3ème point d’étape de l’initiative pourl’Europe Website des Elyséepalastes

> Der Gastbeitrag von Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europas – 5. März 2019

> 13 janvier 2019 : La Lettre d’Emmanuel Macron aux Français – 13. Januar 2019

> Pierre-Yves Le Borgn’ : “L’Europe doit retrouver le lien citoyen.“ – 24. Mai 2019

Voir aussi: > Europe: Les Consultations européennes / Europa: Die Bürgerbefragungen – 10. September 2018

Anstatt immer nur uns Diskussionen über Migranten aufzwingen zu lassen, sollten wir mehr über die Erfolge und die Aufgaben Europas sprechen.

Tout un système : >

La refondation de l’Europe passe par la culture: >#fbm17 #FRAFRA2017 Le discours d’ouverture d’Emmanuel Macron

Nos atouts : >

Un programme : >

La chance de nous tous : >

> Discours du Président de la République devant le Parlement réuni en Congrès à Versailles – 10. Juli 2018

Rappel: > Nachgefragt: “L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.”Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris

Deutsch-französischer Tag 2020 – Journée franco-allemande 2020



Eigentlich ist auf unserem Blog an jedem Tag im Jahr Deutsch-Französischer Tag
aber am 22. Januar eines jeden Jahres feiern die Schulen Frankreich und Deutschland ganz explizit den > Deutsch-Französischen Tag. So auch dieses Jahr: 165 Projekte machen sich stark für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und für ein buntes Europa

> Nachgefragt: Ministerpräsident Armin Laschet antwortet auf unsere Fragen – 8. Juli 2019

> Gemeinsames Communiqué von VdF und ADEAF zum deutsch-französischen Tag am 22. Januar 2020

Der Deutsch-Französische Tag feiert die besondere Freundschaft, die beide Nachbarländer vereint: Schulen, Vereine sowie Universitäten wecken Neugierde auf die Sprache und Kultur von Frankreich bzw. Deutschland und informieren über Austauschmöglichkeiten für junge Menschen.

Dieses Jahr finden in ganz Deutschland und Frankreich 165 Projekte zwischen dem 18. Januar und dem 9. Februar statt; unterstützt werden sie vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), das mit zahlreichen Austauschprogrammen Begegnungen zwischen jungen Menschen beider Länder schafft.

Auf der > interaktiven Karte des Deutsch-französischen Jugendwerks (DFJW) finden Sie alle Projekte aus Ihrer Region!


Auf unserem Blog:

> Deutsch-französische Kooperationen: Unsere Bookmarks

> Bibliographie: Erinnerungskultur:

| Primärtexte | 1789 | 1914-1918 | 1933-1945 | Menschenrechte | Antisemitismus heute | Islamismus | Populismus | Migranten | Hass | Rassismus | Erinnerungskultur | Institutionen | Auf unserem Blog | Bibliographie |

> Deutsch-französische Beziehungen: Suchen im Internet – Linklisten



Wegen zunehmender gesellschaftlichen Spannungen und steigendem Populismus in ganz Europa steht der Deutsch-Französische Tag 2020 unter dem Motto > „Deutschland und Frankreich: gemeinsam im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus“ – ein Beschluss von Armin Laschet, Kulturbevollmächtigter für die deutsch-französischen Beziehungen, und Jean-Michel Blanquer, französischer Erziehungsminister.

Horizons Dossier
> La France, l’Allemagne et l’Europe
Kopiervorlagen mit CD-ROM
Klasse 10 (G8), Klasse 11 (G9)
Umfang: 56 Seiten
ISBN: 978-3-12-521014-1

Mit unserem Blog sind Sie gut auf den deutsch-französischen Tag vorbereitet:

Twittern für die deutsch-französische Kooperation

Twittern. Frankreich und Deutschland in der EU

22. Januar 2019: Der Aachener Vertrag
Le Traité d’Aix-la-Chapelle

22 janvier 2016 : La journeée franco-allemande. Le message vidéo pour les élèves du Lycée Augustin-Thierry à Blois

Deutsch-französische Beziehungen:
Je dois faire un exposé / Ich muß ein Referat halten.

Der Deutsch-Französische Tag findet jedes Jahr am 22. Januar statt – ein ganz besonderes Datum in der Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen:
Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag – die Geburtsurkunde des DFJW, das seitdem mehr als 9 Millionen jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich die Teilnahme an über 360.000 Austauschprogrammen ermöglicht hat.

> DFI: Themendossier: Der Élysée-Vertrag

2018 nahmen 175 845 junge Menschen an DFJW-Programmen teil; 18,32 % von ihnen gelten als > Jugendliche mit besonderem Förderbedarf, haben also z. B. aufgrund von finanziellen, geografischen oder gesundheitlichen Hürden erschwerten Zugang zu internationaler Mobilität. 40 Jahre später, 2003, rufen Gerhard Schröder und Jacques Chirac den ersten Deutsch-Französischen Tag ins Leben. Vor einem Jahr, am 22. Januar 2019, bekräftigen Angela Merkel und Emmanuel Macron mit dem > Vertrag von Aachen die enge Zusammenarbeit beider Länder. Und jedes Jahr, jeden Tag füllen Bürger diese Freundschaft etwa in Städtepartnerschaftskomitees, bei Schulaustauschen oder bei kulturellen und sportlichen Begegnungen mit Leben.

Am Mittwoch, 30. Oktober 2019 um 19.30 beginnen die Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart

… mit der feierlichen Eröffnung im Tübinger Kino Museum. Als Ehrengäste dürfen wir Staatssekretärin Petra Olschowski, Oberbürgermeister Boris Palmer, Prof. Carl Bergengruen (MFG), den Schweizer Konsul Thomas Casura, den Kulturattaché der Französischen Botschaft Cyril Blondel und Andreas Schreitmüller, den Redaktionsleiter von ARTE begrüßen.Festivalleiter Christopher Buchholz und die deutsch-französische Sängerin und Schauspielerin Katrin Kaspar führen gemeinsam durch den Abend.

Am Donnerstag, 31. Oktober um 19.30 beginnen die 36. Französischen Filmtage im Stuttgarter Kino Delphi. Hier werden Prof. Carl Bergengruen, Frankreichs Generalkonsulin Catherine Veber und der Leiter des Kulturamts der Stadt Stuttgart Marc Gegenfurtner zu Gast sein und Katrin Kaspar wird wieder moderieren.

> www.franzoesische.filmtage-tuebingen.de

Der Eröffnungsfilm des diesjährigen Festivals ist „Les Misérables“ von Ladj Ly. Der Film hat in Cannes den Grand Prix du Jury erhalten und sorgte dort für stehende Ovationen. Außerdem wurde er als französischer Beitrag für die Oscar-Nominierung zum besten ausländischen Film eingereicht.
Darum geht’s: Der Polizist Stéphane Ruiz lässt sich nach Montfermeil bei Paris versetzen, den Ort, an dem auch der Roman „Les Misérables“ von Victor Hugo spielt. Stéphane begreift schnell, dass die Banlieue nach eigenen Gesetzen und Hierarchien funktioniert. Seine Kollegen Chris und Gwada erklären ihm, wer für die Muslimbrüder rekrutiert, wer Hasch vertickt und welcher Gangster das Viertel regiert. Die angespannte Situation zwischen der Polizei und den Bewohnern des Vororts eskaliert, als ein Löwenjunges geklaut und mit Gewalt gedroht wird. Die an die Unruhen von 2005 anknüpfende Geschichte zeigt, wie die Grenze zwischen Gut und Böse verschwimmt.

Der Regisseur Ladj Ly ist selbst in Montfermeil aufgewachsen, seine Familie stammt aus Mali. 2007 veröffentlichte er seinen ersten Dokumentarfilm „365 jours à Clichy-Montfermeil“ , indem er die Gewalt zeigt, die sich während der Unruhen 2005 und 2006 in den Pariser Vororten entlud. 2008 filmte er eher zufällig einen brutalen Polizeieinsatz gefilmt. Die Polizisten wurden aufgrund seiner Bilder später verurteilt.
Nach dem Eröffnungsfilm findet in den Oberen Sälen des Museums ein Empfang statt, zu dem die Französischen Filmtage, ARTE, die Schweizer Botschaft und das Schweizer Konsulat in Stuttgart einladen.

> 36. Französische Filmtage in Tübingen und Stuttgart – Frankreich-Blog – 23. Oktober 2019

Gastland Schweiz: In der Reihe „Fokus Schweiz“ werden insgesamt zehn Schweizer Filme gezeigt:
African Mirror – Mischa Hedinger
Delphine et Carole, insoumuses – Callisto Mc Nulty
L’Apollon de Gaza – Nicolas Wadimoff
Le Milieu de l’Horizon – Delphine Lehericey
Les Particules – Blaise Harrison
Madame – Stéphane Riethauser
My Little One – Frédéric Choffat, Julie Gilbert
Tambour Battant – François-Christophe Marzal
Where We Belong – Jacqueline Zünd
Zone Rouge – Cihan Inan

Dazu kommen die Wettbewerbsfilme:
L’île aux oiseaux – Maya Kosa, Sergio da Costa
Une urgence ordinaire – Mohcine Besri
Cavale – Micha Wald

In weiteren Reihen werden Filme aus dem frankophonen Afrika gezeigt, das Institut Français lädt zu einigen modernen Klassikern des französischen Kinos ein, französische Filmemacher und produzenten werfen in der Reihe „Blickfang“einen Blick auf die Welt außerhalb Frankreichs und der Programm-Manager der Französischen Filmtage Hasan Ugur hat eine kleine Serie mit LGBTQ-Filmen kuratiert.

Die Retrospektive ist dem Musiker und Filmemacher Denis Dercourt gewidmet, in dessen beunruhigenden Thrillern Musik oft eine Hauptrolle spielt und die sowohl deutsche als auch französische Perspektiven einnehmen. Denis Dercourt wird in Tübingen eine Masterclass leiten und in Stuttgart gemeinsam mit seinem Bruder, dem Filmproduzenten Tom Dercourt, sowie der produzentin Anna-Luise Dietzel bei einer Diskussion über den deutschen und den französischen Film auf dem Podium sitzen.

Masterclass im Anschluss an den Film „En équilibre“:
Sonntag, 3. November 2019
14.00, Kino Atelier

Im Gespräch: Der deutsche und der französische Film
Eine Veranstaltung des Fördervereins Deutsch-Französische Kultur Stuttgart
Sonntag, 3. November, 11.00
Café des Kulturzentrums Merlin, Augustenstraße 70/1

Diskussionen

So viel Auseinandersetzung wie in diesem Jahr gab es auf den Französischen Filmtagen selten. Mit vielen interessanten und prominenten Gästen wird sich über Künstliche Intelligenz und Populismus, Verschwörungstheorien und Gelbwestenbewegung, Feminismus und das afrikanische Kino ausgetauscht. Zu all diesen Diskussionen gibt es natürlich den jeweils dazu perfekt passenden Film.

Film und Musik

Die SACEM, die französische Musikförderungs- und -verwertungsgesellschaft, ermöglicht es den Französischen Filmtagen auch in diesem Jahr, drei Filmkomponist*innen einzuladen, die die Musik zu ihren Filmen vorstellen und mit dem Journalisten und Experten für Filmmusik Benoît Basirico über ihre Arbeit sprechen.
Eine echte Filmtagetradition ist das Cinéconcert, ein Stummmfilm mit Musik. In diesem Jahr ist es, passend zu unserem Schwerpunktthema „Künstliche Intelligenz“ der Klassiker „Metropolis“. Die Musik dazu macht Murcof, ein mexikanischer Star der elektronischen Musik.

Rund ums Festival

Kurz- und Trickfilme, Konzerte und Partys, Schulkino und eine Fortbildung zu Virtual Reality – die Französischen Filmtage bieten auch in diesem Jahr ein üppiges Rahmenprogramm rund um den (frankophonen) Film.
Seit Montag, 28. Oktober ist die Lobby der Französischen Filmtage in der Hinteren Grabenstraße 20 geöffnet. Hier kann man – wie natürlich auch direkt in den Kinos – Karten reservieren, Kataloge und Spielpläne holen, unsere Gäste treffen und Festivalatmosphäre tanken.
Lohnenswert ist auch ein Besuch der Website der Französischen Filmtage, die in diesem Jahr besonders umfangreich und übersichtlich ist und zu wirklich jeder Veranstaltung der Französischen Filmtage präzise Informationen überliefert.

Auf der Website finden Sie alle Termine, Spielorte etc., dazu Fotos und Trailer von fast allen Filmen. Für weitere Informationen, Bildmaterial, Interviewanfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Wenn Sie noch näher am Festival dran sein möchten, abonnieren Sie bitte unseren Newsletter in deutscher oder französischer Sprache: > franzoesische.filmtage-tuebingen.de/newsletter-anmeldung

Bibliographie: Erinnerungskultur

Die folgende Bibliogaphie und Sitographie wurde von unserer Redaktion im Rahmen der Vorbereitung unserer > Lehrerfortbildung angefertigt. | Primärtexte | 1789 | 1914-1918 | 1933-1945 | Menschenrechte | Antisemitismus heute | Islamismus | Populismus | Migranten | Hass | Rassismus | Erinnerungskultur | Institutionen | Auf unserem Blog | Bibliographie | Diese Bibliographie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie wird

Weiterlesen

Deutsch-Französischer Journalistenpreis (DFJP) 2018 verliehen
Großer Deutsch-Französischer Medienpreis an Prof. Dr. Jürgen Habermas

Berlin, Paris und Saarbrücken, den 4. Juli 2018 (DFJP) – Der Philosoph und Soziologe Prof. Dr. Jürgen Habermas ist am Abend mit dem Großen Deutsch- Französischen Medienpreis ausgezeichnet worden. Die Veranstalter würdigten damit das Lebenswerk und das Engagement des Gelehrten für ein demokratisch verfasstes Europa. Die Zeremonie erfolgte im Rahmen der Verleihung des Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP), der in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen feiert.

In seiner Rede vor über 400 Gästen hob Habermas hervor, Europa brauche mehr Solidarität, die auf gegenseitigem Vertrauen basiere und nicht von vorne herein vor allem ökonomisch konditioniert sei: „Ich kann mir nicht erklären, warum die deutsche Regierung glaubt, die Partner zur Gemeinsamkeit in Fragen der für uns wichtigen Flüchtlings-, Außen- und Außenhandelspolitik gewinnen zu können, während sie gleichzeitig in der zentralen Überlebensfrage des politischen Ausbaus der Eurozone mauert.“ Zugleich lobte Habermas die Vorschläge des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, der das Ziel verfolgt, die europäische Währungsunion zu einer politischen Union auszubauen. „Ihn zeichnet der Mut zu einer gestaltenden Politik aus“, so der Philosoph, und daran fehle es derzeit in den übrigen Mitgliedsstaaten. Habermas wörtlich: „Der (grassierende) Rechtspopulismus verdankt sich in erster Linie der verbreiteten Wahrnehmung der Betroffenen, dass der EU der politische Wille fehlt, handlungsfähig zu werden. […]

https://twitter.com/SRaktuell/status/1014557730630234112

Stattdessen versinken die politischen Eliten im Sog eines kleinmütigen, demoskopisch gesteuerten Opportunismus kurzfristiger Machterhaltung.“ Der Philosoph und Soziologe, der zu den wichtigsten Denkern der Moderne gehört, forderte die Politik auf, angesichts der weltweiten Herausforderungen ihre Wähler nicht normativ zu unterfordern, „da es die solidaritätsbereiten Mehrheiten als eine ‚fleet in being’ längst gibt.“ Europa befinde sich historisch betrachtet in einem Lernprozess, wie er bei der Herausbildung des Nationalstaats im 19. Jahrhundert schon einmal stattgefunden habe. Nur seien die Herausforderungen heute andere. „Heute werden die nationalen Bevölkerungen von politisch unbeherrschten, funktionalen Imperativen eines weltweiten, von unregulierten Finanzmärkten angetriebenen Kapitalismus überwältigt. Darauf kann der erschrockene Rückzug hinter nationale Grenzen nicht die richtige Antwort sein.“ Das Neue an der jetzigen Situation sei deshalb, dass sie bei vielen Menschen zunehmend ein Gespür für die Schwelle zu supra-nationalem Handeln erzeuge, das von Bürgern verlange, sich vor ihrer Stimmabgabe über Grenzen hinweg in die Lage des jeweils anderen zu versetzen. Habermas ging darüber hinaus mit wenigen Worten auch auf die aktuelle Regierungskrise in Deutschland und den von der CSU in Bayern angezettelten Streit über die deutsche Flüchtlingspolitik ein. „Der Schwarze Peter liegt bei der Sorte von Europafreunden, die sich ihre tatsächlich gehegten Vorbehalte gegenüber einem solidarisch handelnden Europa nicht eingestehen“, so Habermas.

Bundesaußenminister Heiko Maas, der die Laudatio hielt, würdigte den Preisträger als einen „der größten Intellektuellen unserer Zeit, der den Weg der Bundesrepublik Deutschland von Anfang an als ‚spiritus rector‘ begleitet und an allen entscheidenden Weggabelungen durch sein Wort und sein Argument geleitet hat“. Habermas Debattenbeiträge in den letzten sieben Jahrzehnten seien „durch Realitätssinn und Pragmatismus gehärtete Handlungsmaximen – gerade auch für uns Politiker […]. Deutschland, Frankreich und Europa haben Habermas‘ avantgardistischen Spürsinn für Relevanzen gerade heute bitter nötig“, so Bundesminister Maas.

Für eine Überraschung in der Zeremonie sorgte ein Brief des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, der dem Medienpreisträger von den Veranstaltern überreicht wurde. Darin bezeichnet Macron den Philosophen als unermüdlichen Aufklärer. „In einer Zeit, in der Europa zu zerreißen droht und viele Länder sich auf sich selbst besinnen und die nationalen Egoismen sich wieder verschärfen, ist Ihre Stimme wichtiger und kostbarer als jemals zuvor“, so Macron zu Habermas. Um ein Auseinanderbrechen des Kontinents zu verhindern, müssten endlich konkrete und vor allem wirksame Antworten auf die aktuellen Herausforderungen gegeben werden. Als Beispiele nannte Macron die Flüchtlingskrise, den Schutz der Umwelt, die Digitalisierung und eine gemeinsame Verteidigungspolitik.

Podiumsdiskussion : Republikanismus – Krisenquelle oder Teil der Lösung?

Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Franck Fischbach und PD Dr. Daniel Schulz.
Universitätsbibliothek
Holzgartenstraße 9A, 70174 Stuttgart Mo 20. Juni 2017 19:00 – Eintritt frei

Das Wort „Krise“ ist derzeit in aller Munde, in Deutschland wie auch in Frankreich. Aber wie hängt dieses Krisenbewusstsein mit dem Republikanismus zusammen? Ist er selbst Quelle einer Krise, weil er die Bürgerinnen und Bürger zu sehr als „les enfants de la patrie“ adressiert, die dann zu hohe Ansprüche stellen und zu wenig zu leisten bereit sind? Hat er seine zentralen Versprechen – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – nicht gehalten und daher den Populismus und Nationalismus heraufbeschworen? Oder ist er umgekehrt Teil der Lösung, weil der Elan einer leidenschaftlichen Politik aus der Lethargie führen kann? Welche Konsequenzen ergeben sich aus einem republikanischen Staatsverständnis für Fragen der Migration, des Staatsbürgerschaftsrechts oder der Wehrpflicht? Mit Prof. Dr. Franck Fischbach (Straßburg) und PD Dr. Daniel Schulz (München) werden zwei Experten aus Deutschland und Frankreich diese Frage vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte in der politischen Theorie diskutieren und dabei auf ihre exzellenten Forschungsarbeiten rekurrieren.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Les Idées de la République – La République des idées“ statt.

Veranstalter: Institut français Stuttgart und der Frankreich-Schwerpunkt des IZKT der Universität Stuttgart. Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung.

Diese Veranstaltung ist in Verbindung mit: REIHE: LES IDÉES DE LA

1 2 3 4 5