Die europäische Verteidigung und die NATO. Die Erklärung von Emmanuel Macron auf dem Nato-Gipfel in Ankara

> Festival Rétif de la Bretonne à Sacy du 23 au 26 juillet 2026


Wir dokumentieren hier auf unserem Blog nacheinander verschiedene Standpunkte, die die aktuelle Diskussion um die Verteidigung in Europa und besonders auch im Rahmen der deutsch-französischen Beziehungen bestimmen:

Le texte : Micro-tendu du Président de la République à l’issue du Sommet de l’OTAN *.pdf – site du Palais de l’Élysée.

Präsident Emmanuel Macron betonte, dass Europa seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöht und mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernimmt. Frankreich haben seinen Verteidigungshaushalt innerhalb von zehn Jahren verdoppelt und sich verstärkt an NATO-Einsätzen beteiligt. Künftig wolle
Frankreich an den vorgeschobenen NATO-Landstreitkräften in Finnland mitwirken und europäische Sicherheitsaufgaben stärker übernehmen. Bei seiner Erklärung sprach Macron sich für den Ausbau einer eigenständigen europäischen Rüstungsindustrie aus, damit zusätzliche Investitionen vor allem europäischen Unternehmen zugutekommen. Er unterstrich ausdrücklich, dass die NATO ein Bündnis für Frieden und Stabilität sei und die europäische strategische Autonomie innerhalb des Bündnisses gestärkt werden müsse.
Hinsichtlich der Ukraine bekräftigte er die uneingeschränkte Unterstützung Frankreichs und kündigte für den 13. Juli ein weiteres Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris an. Macron erklärte außerdem, dass die G7-Staaten, Europa, Nordamerika und asiatische Partner wieder mit einer gemeinsamen Stimme für die Souveränität der Ukraine und die Einhaltung des Völkerrechts eintreten. Er unterstützt die Forderung von Präsident Selenskyj nach mehr Luftverteidigung für die Ukraine und kündigte weitere gemeinsame Anstrengungen der Verbündeten und der europäischen Rüstungsindustrie an. Zum Konflikt mit dem Iran sagte er, Teheran habe das Waffenstillstandsabkommen verletzt, dennoch sollten die vereinbarten Gespräche fortgesetzt und eine friedliche Lösung angestrebt werden. Eine militärische Bedrohung Grönlands durch die USA halte er derzeit für unrealistisch und warnte vor unnötiger Spekulation.Einen erneuten Einsatz des Flugzeugträgers Charles de Gaulle im Persischen Golf hält Macron momentan nicht für erforderlich, schließt eine spätere Anpassung der französischen Militärpräsenz jedoch nicht aus. Zu Gesprächen mit Präsident Erdoğan erklärte er, beide Seiten hätten konstruktiv über Verteidigung, Wirtschaft sowie regionale Krisen wie die Ukraine, Syrien und den Libanon gesprochen. Macron betonte, dass Präsident Trump beim NATO-Gipfel keine Bedingungen für einen Verbleib der USA in der NATO gestellt habe und die Allianz geschlossen auftrete.

Die Ergebnisse des G7-Gipfels vom 15. bis 17. Juni 2026 in Évian

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Les tâches pour les éléves :

> Dressez une liste des thèmes évoqués pendant le Sommet G7.

> Faites un tableau: Sujet – Résultat – Source (Mot clé)

> Essayez d’écrire un article de deux pages qui résume les résultat du Sommet G7

> Faites une recherche: comment le chancelier Friedrich Merz apprécie-t-il les résultats du sommet ?

8 mai 1945

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Les tâches pour les élèves :Écrivez un texte de votre choix: un article de journaux, un courriel … : > Exemples pour cet exercice.

1. Lacérémonie à Pais sous l’Arc-de Triomphe a été célébrée oour commémorer quelle journée ?

2. Quelles chansons ont été chantées?

3. Racontez l’histoire du „Chant des partisans“

PONS vous aide toujours.

8 mai 2026 : 10h30 Cérémonie officielle
Cérémonie de commémoration du 81ème anniversaire de la Victoire du 8 mai 1945.

En direct: https://x.com/Elysee/status/2052668493053538524

Le Chant des Partisans

Ami, entends-tu le vol noir des corbeaux sur nos plaines ?
Ami, entends-tu les cris sourds du pays qu’on enchaîne ?
Ohé ! partisans, ouvriers et paysans, c’est l’alarme !
Ce soir l’ennemi connaîtra le prix du sang et des larmes…

Montez de la mine, descendez des collines, camarades
Sortez de la paille, les fusils, la mitraille, les grenades…
Ohé ! les tueurs, à la balle ou au couteau tuez vite !
Ohé ! saboteur, attention à ton fardeau… dynamite !

C’est nous qui brisons les barreaux des prisons pour nos frères,
La haine à nos trousses et la faim qui nous pousse, la misère…
Il y a des pays où les gens au creux du lit font des rêves
Ici, nous, vois-tu nous on marche et nous on tue, nous on crève…

Ici, chacun sait ce qu’il veut, ce qu’il fait quand il passe…
Ami, si tu tombes un ami sort de l’ombre à ta place.
Demain, du sang noir séchera au grand soleil sur les routes.
Sifflez compagnons, dans la nuit la liberté nous écoute…

> Der Tod des Widerstandskämpfers Jean Moulin, DLF, 8.7.2018

> Pourquoi la prison de Montluc est-elle devenue un enjeu de mémoire ? France-Culture, 16.1.2023

> Épisode 9/29 : Jean Moulin raconté par les résistants Emmanuel d’Astier, Henri Fresnay, François de Menthon, Jean-Pierre Lévy – France-Culture – 1.6.2021

Zur Erinnerung:

> La Marseillaise – site du Palais de l’Élysée

Le texte: > Le Chant des Partisans 1943

> Le chant des partisans

Regarder :> Le chant des partisans – Les Stentors

> Le chant des partisans – www.histoire-image.org

Exposition: > Le Chant des partisans, création et diffusion -cwww.ordredelaliberation.fr

> La célébration du 8 mai – site du gouvernement français

> Zweiter Weltkrieg: Tag der Befreiung am 8. Mai 1945 – Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

> Président Emmanuel Macron s’exprime depuis le Mémorial de la Shoah. – 27. Januar 2020

> Commémoration du 75e anniversaire de la libération du camp de concentration d’Auschwitz-Birkenau – 24. Januar 2020

> Bibliographie: Erinnerungskultur > 1933-1945


Jacques Lusseyran erblindet im Alter von acht Jahren. Doch dem Jungen gelingt es, den Schicksalsschlag in eine innere Stärke zu verwandeln, die ihn befähigt, auf unvergleichliche Weise zu »sehen«. So wird der charismatische Jugendliche Kopf einer Widerstandsgruppe gegen die Nationalsozialisten und überlebt das KZ Buchenwald. Seine außergewöhnliche Lebensgeschichte erzählt vom unzerstörbaren Glauben an das Leben; inspirierend, poetisch und zutiefst bewegend.

Jacques Lusseyran
> Das wiedergefundene Licht
Aus dem Französischen von: Uta Schmalzriedt
1. Auflage 2024, Stuttgart: Klett-Cotta 2024
336 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98823-9
Diese Ausgabe ersetzt die ISBN: 978-3-608-93115-0

> Lesebericht: Jacques Lusseyran, »Das wiedergefundene Licht«
Verfasst von Heiner Wittmann

Frankreich und seine Nuklear-Strategie

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Die Rede Macrons fügt sich in seine lange Reihe von Reden über Europa ein: L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020)


https://x.com/YaelBRAUNPIVET/status/2028555712083718301

Quelle: Bundespresseamt – Höflichkeitsübersetzung

Gemeinsame Erklärung von Staatspräsident Macron und Bundeskanzler Merz

Im Geiste ihrer engen Partnerschaft, wie sie in Artikel 4 des Vertrags von Aachen niedergelegt ist, haben Frankreich und Deutschland angesichts der sich wandelnden Bedrohungslage beschlossen, auf dem Gebiet der Abschreckung enger zusammenzuarbeiten.

Frankreich und Deutschland haben eine hochrangige Nuklear-Steuerungsgruppe eingerichtet, die als bilateraler Rahmen für den verteidigungspolitischen Austausch und die Koordinierung strategischer Maßnahmen dienen soll. Hierzu gehören Konsultationen über die geeignete Mischung aus konventionellen Fähigkeiten, Raketenabwehr sowie französischen Nuklearfähigkeiten. Frankreich und Deutschland
haben vereinbart, in diesem Jahr erste konkrete Schritte in diese Richtung zu unternehmen, darunter die konventionelle Beteiligung Deutschlands an französischen Nuklearübungen, gemeinsame Besuche strategischer Einrichtungen sowie Weiterentwicklung konventioneller Fähigkeiten mit europäischen Partnern. Frankreich und Deutschland werden als Europäer zudem ihre Fähigkeit zum Eskalationsmanagement unterhalb der nuklearen Schwelle verbessern – insbesondere in den Bereichen Frühwarnung, Luftverteidigung und „Deep Precision Strike“.

Diese deutsch-französische Zusammenarbeit beruht auf dem gemeinsamen Verständnis, dass die Nukleardimension der Abschreckung ein Eckpfeiler der europäischen Sicherheit bleibt. Diese stützt sich auf die erweiterte Abschreckung der USA, einschließlich der in Europa stationierten US-amerikanischen Nuklearwaffen, sowie auf die unabhängigen strategischen Nuklearstreitkräfte Frankreichs und Großbritanniens, die eine eigene Rolle bei der Abschreckung spielen und bedeutend zur Sicherheit des Bündnisses insgesamt beitragen. Diese deutsch-französische Zusammenarbeit wird die nukleare Abschreckung der NATO sowie die nukleare Teilhabe, zu der Deutschland einen Beitrag leistet und auch weiterhin leisten wird, ergänzen, nicht ersetzen. Frankreich und Deutschland werden ihren Verpflichtungen nach dem Völkerrecht, einschließlich des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen, weiterhin nachkommen.

Im Lichte ihres klaren Bekenntnisses zu Artikel 5 des Nordatlantikvertrags und Artikel 42 Absatz 7 des Vertrags über die Europäische Union zielt die deutsch-französische Zusammenarbeit darauf ab, die Systeme der kollektiven Sicherheit zu stärken, denen beide Länder angehören. Ihr Ziel ist die Stärkung der europäischen Sicherheit insgesamt. Besonderes Augenmerk gilt der Abstimmung mit den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich und weiteren Alliierten sowie der NATO.

„Under Destruction“: Die Münchner Sicherheitskonferenz vom 13. – 15. Februar 2026: Die Rede von Emmanuel Macron

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Dazu:

Anreas Stamm, > „Wir wollen diese EU schneller und besser machen“ – ZDF-heute

> Europa marschiert mit zwei Geschwindigkeiten – Stuttgarter Zeitung, 11. 2. 2026

> Ursula Von der Leyen plaide pour une Europe à deux vitesses avant le sommet européen de jeudi – EuroNews, 9.2.2026

Conférence des ambassadrices et ambassadeurs 2026

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Vos tâches :

Des tâches pour les élèves : > Regardez le mode d’emploi.

> Résumez l’analyse de la situation internationale avec quelques mots-clés présentée par le président Macron ?

> Comment décrit-il les rapports entre l’Europe et les États-unis ?

> Quelle mesure propose-t-il à l’Europe ?

PONS vous soutient toujours :

[de]
Staatspräsident Emmanuel Macron empfing am Donnerstag, dem 8. Januar 2026, die französischen Botschafterinnen und Botschafter im Élysée-Palast im Rahmen der Botschafterkonferenz. Dabei leitete er drei thematische Arbeitssitzungen, die die französische diplomatische Agenda für das Jahr 2026 prägen sollen. Ein Schwerpunkt lag auf der europäischen Souveränität (s. auch : auf unserem Blog: > Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe) in wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Fragen. Ein weiterer Schwerpunkt betraf die französische G7-Präsidentschaft, insbesondere die Reduzierung globaler makroökonomischer Ungleichgewichte sowie die Finanzierung von Entwicklung und Klimatransformation. Zudem wurde Afrika im Hinblick auf den Afrika-Frankreich-Gipfel in Nairobi thematisiert. Abschließend stellte der Präsident vor allen Botschafterinnen und Botschaftern die diplomatischen Prioritäten Frankreichs für das Jahr 2026 vor:

> Intervention du Président de la République devant les Ambassadrices et Ambassadeurs de France *.pdf – Site du Palais de l’Élysée:

Emmanuel Macron: „Wir leben in einer Welt, die aus den Fugen gerät, die Institutionen des Multilateralismus funktionieren immer schlechter, wir bewegen uns in einer Welt der Großmächte, die der Versuchung nicht widerstehen können, sich die Welt untereinander aufzuteilen. Ich glaube, dass die Ereignisse der letzten Monate oder manchmal sogar der letzten Tage nichts an dieser Feststellung geändert haben. Und genau darin liegt das große Risiko der internationalen Ordnung, in der wir leben. Die Vereinigten Staaten sind eine etablierte Macht, die sich jedoch zunehmend von einigen ihrer Verbündeten abwendet und sich von internationalen Regeln löst, die sie noch vor kurzem gefördert hat, sei es im Handel, in bestimmten Sicherheitsbereichen oder in bestimmten Gremien. Und China ist eine weiterhin aufstrebende Macht, die sich für vielfältige Partnerschaften entscheiden muss, aber eine zunehmend ungehemmte Handelsaggressivität an den Tag legt, insbesondere seit dem Ende der Covid-Krise, und die heute die europäische Wirtschaft unter Druck setzt. Und dann gibt es weiterhin destabilisierende Mächte wie Russland mit der Ukraine und anderen Regionen sowie Informations- und andere Einmischungen, und ich könnte noch den Iran und mehrere andere nennen.“

Pour aller plus loin :

Corentin Huneau, chargé de cours à Sorbonne Université, professeur d’histoire-géographie et d’HGGSP au lycée Léonard de Vinci de Melun :> Enseigner la puissance des États-Unis à l’heure des ruptures stratégiques – Café pédagogique

Emmanuel Macron : Vœux aux Français pour 2026.

Zum vorletzten Mal hat Staatspräsident Emmanuel Macron am Silvesterabend seine Neujahrswünsche präsentiert.

Der Präsident dankt allen, die auch am Jahresende das Land ihre Berufe und Ausgaben ausfürhen, und verspricht den Einsamen, Kranken und Bedürftigen seine Solidarität. Er betont die Stabilität Frankreichs dank starker Institutionen, Armee, Wirtschaft, Forschung und internationalem Engagement. Aber er warnt auch vor einer härter werdenden Welt mit Kriegen, geopolitischer Instabilität und insbesondere dem anhaltenden Krieg in der Ukraine.

Er versichert, dass er die innere Probleme wie gesellschaftliche Spaltungen, Unsicherheit, sinkende Geburtenrate und Kaufkraftverluste im Blick habe. Er drückt seinen Wunsch aus, dass die Regierung rasch handeln möge, etwa beim Haushalt, zur Unterstützung der Landwirtschaft, zur Stärkung der Wirtschaft, zur Bekämpfung von Kriminalität und illegaler Migration sowie zur Reform von Bildung, Gesundheit und Verwaltung. Für 2026 kündigt er wichtige Vorhaben an, darunter den nationalen Jugenddienst, besseren Schutz von Kindern vor sozialen Medien und Fortschritte bei der Gesetzgebung zum Lebensende in Würde. Er dankt den Bürgermeistern und weist auf die anstehenden Kommunalwahlen hin.

Mit Blick auf die Präsidentschaftswahl 2027 verspricht er, sein Mandat verantwortungsvoll bis zum Ende auszuüben und faire Wahlen zu sichern. Als große Hoffnung nennt er nationale Einheit, den Kampf gegen Diskriminierung und mehr Menschlichkeit im Alltag. Weitere Wünsche sind ein starkes und unabhängiges Europa sowie Zuversicht, Fortschritt, Kultur, Solidarität und Frieden für Frankreich und kommende Generationen.

> Vœux aux Français pour 2026 – *.pdf – site du Palais de l’Élysée

Wehrdienst in Deutschland und in Frankreich

Die veränderte Sicherheitslage in Europa,verursacht in erster Linie durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, hat in Europa zu einer neuen Bedrohungslage geführt, auf die die NATO aber auch die europäischen Staaten selbst eine Antwort finden müssen In erster Linie wird es darum gehen, die Verteidigungsfähigkeit neu zu bewerten. Es gibt keinen Zweifel daran, dass eine zentrales Ziel die Stärkung der NATO sein muss, das kann nur durch größere nationale Anstrengungen ihrer Mitgliedstaaten gewährleistet werden. In diesem Rahmen hat die Aufrüstung und Modernisierung der nationalen Streitkräfte oberste Priorität. Frankreich und Deutschland verstärken mit unterschiedlichen Maßnahmen ihre nationalen Armeen. Sie sind sich einige, dass höhere Verteidigungsausgaben unumgänglich sind. Schwierigkeiten bereiten die Abstimmungsprobleme beim gemeinsamen Rüstungsprojekt Rüstungsprojekt Future Combat Air System FCAS.

Schauen wir zuerst nach Frankreich:

Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte am 27. November 2025 die Einführung eines neuen nationalen Dienstes an, der ab Sommer 2026 starten soll. Es wird ein freiwilliger und ausschließlich militärischer Dienst mit einer Dauer von zehn Monaten sein. Macron schloss ausdrückliche eine Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht aus, er betonte aber die Notwendigkeit einer nationalen Mobilisierung. Der neue Dienst soll die Beziehungen zwischen der Nation und der Armee stärken, die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Landes und die bessere Ausbildung junger Menschen gewährleisten. Volljährige französische Staatsbürger, vor allem im Alter von 18 bis 19 Jahren, mit einer Bewerbungsgrenze bis 25 Jahre können sich für diesen Dienst bewerben. Sie dienen unter militärischem Status, tragen Uniform, erhalten Sold und werden mit Ausrüstung ausgestattet. Nach einer einmonatigen Grundausbildung, in der militärische Disziplin, Waffenhandhabung und gemeinsame Rituale vermittelt werden folgen neun Monate Einsatz in einer militärischen Einheit auf französischem Staatsgebiet, sowohl im Mutterland als auch in Übersee. Danach können die Teilnehmenden ihr Studium oder ihre zivile Laufbahn fortsetzen und zugleich der Einsatzreserve beitreten oder eine Militärkarriere einschlagen. Es ist geplant, ein hybrides Armeemodell zu schaffen, das aktive Soldaten, Reservisten und Teilnehmer des nationalen Dienstes vereint.
Ziel ist 3.000 Freiwillige im Jahr 2026 bis schließlich auf 50.000 im Jahr 2035 einzustellen.

Die Rede, mit der Staatspräsident Emmanuel Macron bei einem Besuch der 27. Gebirgsjägerbrigade in Varces am 27. November 2025,die Aufnahme neuer Freiwilliger in die Armee ankündigte:

> Discours du Président de la République sur le Service national – site du palais de l’Élysée

> Le service national – Website des französischen Verteidigungsministeriums

In Deutschland Hat die Regierung die gesetzlichen Grundlagen für einen neuen Wehrdienst geschaffen:

Verteidigungsminister Boris Pistorius brachte ein neues Wehrdienstmodell durch eine „einfachgesetzliche Änderung ohne Grundgesetzänderung“ auf den Weg. Der entsprechende Gesetzentwurf wurde im Verteidigungsministerium erarbeitet und am 27. August 2025 vom Kabinett zur parlamentarischen Beratung beschlossen. Nach Einigung der Regierungsfraktionen stimmte der Bundestag am 5. Dezember 2025 über den Gesetzentwurf ab. Freiwilliger Wehrdienst ist ab sechs Monaten möglich bis hin zu längeren Verpflichtungen bis zu 25 Jahren und es steht eine Laufbahn als Berufssoldat offen. Mit dem Gesetz soll der Wehrdienst attraktiver werden. Ab einer Verpflichtungszeit von zwölf Monaten erhalten bekommen die Freiwilligen den Status von Soldatinnen und Soldaten auf Zeit, was bessere Besoldung und Versorgung bedeutet. Ein Einstiegsgehalt von mindestens 2.600 Euro soll einen zusätzlichen Anreiz schaffen. Mit dem Neue Wehrdienst wird sowohl die aktive Truppe und die Reserve, gestärkt, da alle Wehrdienstleistenden nach dem Dienst in die Reserve übernommen werden. Mit dem neuen Wehrdienst wird für Männer wird eine verpflichtende Bereitschaftserklärung eingeführt, die nach dem 18. Geburtstag online auszufüllen ist, während sie für andere Geschlechter freiwillig bleibt. Mit dieser Erklärung soll ein besseres Bild über Eignung, Verfügbarkeit und Qualifikationen der Wehrpflichtigen gewonnen werden.

> Neuer Wehrdienst – Website des Bundesministeriums für Verteidigung

Pour aller plus loin :

Chloé Hoorman, > Un service militaire volontaire pour un nouveau modèle d’armée « hybride », Le Monde, 28 novembre 2025

Christophe Braouet, Ein deutsch-französischer Blick. „Die Franzosen sind stolz auf ihre Armee“ – www.journal-frankfurt.de – 18. Dezember 2025

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