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Apprendre le français: comment motiver les élèves ?
Motivation im Französischunterricht

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> Les publications de notre rédaction en un coup d’œil /Die Veröffentlichungen unserer Redaktion auf einen Blick > Anfragen für Vorträge, Workshops und Fortbildungen La rédaction de ce blog (Textes, photos, vidéos, programmation – si pas d’autres auteurs sont expressément nommés -) : Dr. Heiner Wittmann a fait des études des lettres françaises, d’histoire et des sciences politiques à Paris

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Le TGV en Allemagne

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Pour qui votait-on? – Azouz Begag dans la mêlée politique

Dans le climat survolté de la campagne actuelle marquée par la démission d’Azouz Begag les tirades haineuses des uns, les promesses mielleuses des autres, tout porte à croire que la France ne sait pas ce qu’elle veut. Du social? De la sécurité? De la France plurielle? De la France nombriliste?

http://www.france-blog.info/wp-content/uploads/2007/05/begag-floret.thumbnail.jpgPermettez-moi de vous avouer que dans ce contexte, il est difficile de se déterminer et de savoir qui parle „vrai“. Une chose est sûre, la démission d’Azouz Begag est un acte de vérité! Connaissant bien Azouz Begag pour avoir sillonné l’Allemagne pendant des années avec lui, je m’étais toujours demandé ce qu’il était allé chercher dans le guêpier de la politique. Sans doute par idéalisme et je le comprends, l’idéalisme est une denrée rare en France, contrairement à ce que l’on pourrait croire.

La France qui se prévaut dans le monde entier de détenir le monopole des „idéaux républicains“ vit sur des préjugés qui ne sont malheureusement plus tellement visibles. C’est un peu comme l’Allemagne qui inventa les „Kindergarten“ et qui en manque cruellement.

Force est de constater que la France manque cruellement d’idéalisme. Comme le chantait Guy Béart, „ideaux“ se décline aujourd’hui sur le mode „idéologique“ ou pire encore, sur le mode „libéral“. Mais, tout le monde se prétend libéral, aujourd’hui. Pourtant, dans la pratique, ce ne sont que combinaisons mercantiles, que tractations de bas étage, chacun ne cherchant qu’à se mettre en valeur personnellement. Même Azouz Begag est maintenant courtisé par d’autres partis politiques. Or, le mot „courtisé“ évoque en moi, Louis XIV, la cour, Versailles, les „petits princes“. Tout cela n’a rien à voir avec une „République“. Pas étonnant d’ailleurs qu’il fut si souvent question d’invoquer une „sixième République“ lors de la campagne électorale. Peut-être qu’inconsciemment certains sentent bien que la machine est cassée. Mais pourquoi une sixième République?
Afin d’établir une nouvelle cour? Un nouvel ordre? Ah, non! Merci! Cela suffit! Changeons plutôt les mentalités!

Gardons notre „cinquième“ et relisons Montesquieu, Rousseau, Voltaire, Hugo, Zola, Sartre, mais aussi … Begag. Réapprenons l’idéalisme, la tolérance et la confiance! Chassons de nos mémoires la haine, le racisme, l’égoisme. Peu importe le parti!
Sachons écouter celui ou celle qui parle „vrai“ dans la vie de tous les jours! Cela fera plus avancer les choses qu’une élection présidentielle!

Photo: Azouz Begag et Gilles Floret, (c) Klett

Literatur im Französischunterricht

Die Behandlung von literarischen Texten im Französischunterricht wird auch heute noch manchmal in modernen Positionen der Fachdidaktik vernachlässigt. Andreas Nieweler berichtet in seiner Fachdidaktik über den Rückgang der literarischen Texte in den sechziger Jahren, als audiovisuelle Methoden die Oberhand gewannen. In den achtziger und neunziger Jahren kamen literarische Texte wieder in die Curricula zurück, wenn auch Sachtexte ihnen gleichbedeutend an die Seite gestellt wurden. (Vgl., S. 206) Es ist richtig, dass in der Literaturdidaktik Lesemethoden mehr als die Auswahl der Texte diskutiert werden. (cf. Nieweler, S. 208). Auf die Diskussion des Kanons – Nieweler nennt wichtige „Kriterien für die Auswahl literarischer Texte“ – möchte ich mich hier noch nicht einlassen; zuviele Vorlieben, Vorbehalte und persönliche Interessen sind in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen.

Es geht um dabei um viel mehr. Der Französischunterricht ist heute in erster Linie von Noten und Leistungsnachweisen geprägt. Vokabeltests dienen zuweilen eher der Disziplin als der Faszination die Anwendbarkeit des Gelernten zu entdecken. Französisch wird immer noch oft auf Kommunikationssituationen und Grammatik reduziert anstatt als das beste Mittel verstanden zu werden, mit dem die Geschichte und die Literatur unseres Nachbarn entdeckt wird. Wie oft wurde aber in der Referendarzeit gesagt, das sei zu schwer für die Schüler, und das Limit wurde auf 10 neue Vokabeln pro Stunde gesetzt, damit die Schüler ja nicht überfordert wurden.

Der Literaturkurs in Klasse 13 ist die wichtigste Erinnerung an meine Zeit als nebenamtlicher Lehrer vor dem 1. Staatsexamen. Rousseau, Voltaire, Balzac, Stendhal, Hugo, Flaubert, ja sogar Rimbaud waren mit dabei. Die Schüler berichteten über die Texte, die sie gelesen hatten, entdeckten Querverbindungen und wurden auf die nächsten Texte neugierig. Camus hat in Le premier homme beschrieben, wie er und sein Freund sich nach dem Besuch der Bibliothek auf die nächste Bank gesetzt haben, um die gerad entliehenen Bücher aufzuschlagen, ganz neugierig, was sie sie ihnen denn diesmal bieten würden. In dieser Hinsicht muß der Französischunterricht wieder zu einer Entdeckungsreise werden, die den Gedanken an eine Abwahl gar nicht erst aufkommen läßt.

Ich meine, die französische Literatur ist interessant genug, um auch heute noch mit allen Medien erfolgreich konkurrieren zu können. Aber mit den heutigen Sachtexten kann die Vielfalt dieser Literatur auch nicht annähernd ersetzt werden. Als Sachtext würde sich immerhin ein Auszug aus Sartres Qu’est-ce que la littérature? oder aus seinem Vortrag La responsabilité de l’écrivain (1946) eignen, in dem er gleichzeitig die Verantwortung des Autors und die des Lesers für die Freiheit der Literatur demonstriert. oder Texte zu den > deutsch-französischen Beziehungen.

ItinérairesDer Rückgang der Literatur im Französischunterricht ist eine Fernwirkung des kommunikativen Ansatzes und eine Folge des allgemeinen Klagens, mit den Schülern von heute könne man anspruchsvolle Texte nicht mehr lesen. Das ist aber nur ein On dit. Werden sie mit ihren Interessen und heute so vielfältigen Kenntnissen ernstgenommen, dann öffnet ihnen die Literatur die Perspektive auf die kulturelle Vielfalt unseres Nachbarn. In meinem Unterricht müßten die Schüler regelmäßig über ihre Leseerlebnisse berichten. In den ersten Lernjahren gibt es genug > an die Kenntnisse angepaßte Lektüren, später bieten Lektüren wie zum Beispiel > Itinéraires oder das Internet genügend Gelegenheiten, interessante literarische Texte zu finden.

Die Beiträge auf diesem Blog geben, gemäß seiner Konzeption, die Meinung der Autoren und nicht unbedingt die des Ernst Klett Verlags wieder.

Literatur in der Oberstufe

Wegen der besonderen Bedeutung des Sternchenthemas für die Oberstufe in Baden-Württemberg wurde hier bisher einiges – und wohl auch nicht zum letzten Mal – über Albert Camus‘ L’étranger geschrieben. Eine Schülerin fragte mich gestern nach GFS-Themen, die zum Umfeld dieses Sternchenthemas passen würden.

Camus andere Werke eignen sich sehr gut für die in diesem Bundesland üblichen > GFS (gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen). In meiner Schullaufbahn begann mein nachhaltiges Interesse für die französische Literatur, als mir ein Freund damals, wir lasen in der Schule gerade L’étranger, Camus‘ Abhandlung über das Absurde: Le mythe de Sisyphe mitbachte. Mein Klassenlehrer korrigierte das Referat, das ich damals in der Klasse über Camus‘ Interpretation des Absurden gehalten habe. Vvon der verkürzten Formel, das Gefühl des Absurden entsteht durch die Konfrontation des Menschen mit der ihn umgebenden Welt, war ich beeindruckt. Damals schien dies der Schlüssel zum Verständnis seines Werkes. Vielleicht habe ich damals noch nicht wirklich begriffen, daß das Absurde bei Camus kaum mehr als eine Diagnose ist. Danach beginnt erst die eigentliche Aufgabe des Künstlers.

Für eine Buchpräsentation eignet sich auch der Roman La peste (1947) von Camus, in dem die Revolte der Einwohner von Oran und insbesondere des Doktors Rieux gegen die Seuche geschildert wird. Als die Einwohner wieder etwas Hoffnung schöpften, war die Herrschaft der Krankheit gebrochen, schreibt Camus.

Ein anderes Thema für eine GFS wäre die Vorstellung von Sartres Roman La nausée (1938): Das Leben hat den Wert, den man bereit ist, ihm zu geben, erklärt der Autodidakt im Gespräch mit Roquentin. Und der Roman, den Roquentin schreiben will, soll so schön und hart wie Stahl sein und die Leute sich wegen ihrer Existenz schämen lassen, wenn sie ihre Möglichkeiten – die die Literatur ihnen zeigt, nicht nutzen. Camus rezensierte La nausée im Alger républicain am 20. Oktober 1938, und Sartre rezensierte L’étranger im Februar 1943 (wiederabgedruckt in: Sartre, Critiques littérairies, (Situations, I), Paris 1947, S. 120-147.

Oder Sartres Qu’est-ce que la littérature? (1947) würde sich auch prima für eine GFS eignen. In diesem Buch beschreibt Sartre in 4 Kapiteln seine Literaturästhetik und wieso der Begriff der „engagierten Litratur“ immer mißverstanden wird: „Qu’est-ce qu’écrire?“, „Pourquoi écrire?“, „Pour qui écrit-on?“, „Situation de l’écrivain en 1947“. Die GFS könnte sich auf die ersten drei Kapitel konzentrieren, obwohl das vierte Kapitel vor allem auch wegen Sartres ausdrücklicher Kritik an der PCF historisch gesehen vor dem Hintergrund des beginnenden Kalten Krieges beachtenswert ist. Sartres Vortrag von 1946 mit dem Titel La responsabilite de l’écrivain, (erschienen bei Ed.Verdier, Lagrasse, 1998) wäre ebenfalls gut geeignet, da Sartre hier die Verbindung von Freiheit und Verantwortung darlegt.

Unsere Blogleser interessieren sich aber sicher auch für andere Top-Themen für die GFS im Französischunterricht.

Bei Klett gibt es > CDs mit einer Originalaufnahme des L’étranger, so wie Camus ihn 1952 im französischen Rundfunk gelesen hat.

Fès

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