Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag im Januar 2019

Präsident Macron hätte schon gerne zum 55. Jubiläum des > Élysée-Vertrages von 1963 im Januar 2018 eine neue Fassung des Vertrages unterzeichnet. So schnell ging es nicht, aber jetzt im Januar 2019 soll es so weit sein:

> Gemeinsam für Europa: Deutschland und Frankreich schließen Aachener Vertrag – Wesbite des Auswärtigen Amts


Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung am 9. Januar seine Zustimmung zur Zeichnung zum „Aachener Vertrag“ gegeben, der am 22. Januar von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron in Aachen unterzeichnet wird.

Deutschland und Frankreich wollen sich zusammen den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen: Eine enge Abstimmung in der Europapolitik, eine starke gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und ein Wirtschaftsraum mit gemeinsamen Regeln gehören dazu.

Der Aachener Vertrag knüpft an den Élysée-Vertrag von 1963 an. Die Bundesregierung: „Der neue Vertrag ist ein Bekenntnis zu einem starken, zukunftsfähigen und souveränen Europa.

Die bisher geübte Abstimmung vor EU-Gipfeln wird nun auch vertraglich vereinbart. Beide Staaten unternehmen „vor großen europäischen Treffen regelmäßig Konsultationen auf allen Ebenen ab und bemühen sich so, gemeinsame Standpunkte herzustellen und gemeinsame Äußerungen der Ministerinnen und Minister herbeizuführen“.

Der Élysée-Vertrag von 1963 bleibt gültig. Mit dem Aachener vertrag wird eine stärkere militärische Zusammenarbeit: gemeinsame strategische Ansätze, wie die Ausgestaltung der Europäischen Verteidigungsunion, eine enge Partnerschaft mit Afrika, sowie eine engere Abstimmung in den Vereinten Nationen (VN) und anderen multilateralen Organisationen. Frankreich unterstützt auch den deutschen Wunsch nach einem ständigen Sitz im VN-Sicherheitsrat.

Der Aachener Vertrag will eine Harmonisierung des Wirtschaftsrechts und die Abstimmung wirtschaftspolitischer Maßnahmen. Der Klimaschutz soll in allen Politikbereichen verankert werden.

Der neue Vertrag will Begegnungen und den Austausch der Bürgerinnen und Bürger mit der Einrichtung eines gemeinsamen Bürgerfonds fördern, der Bürgerinitiativen und Städtepartnerschaften fördern und unterstützen soll. Die Förderung des gegenseitigen Spracherwerbs auch die gegenseitige Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen, wird mit dem Aachener Vertrag bestäigt.

Um das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger in den Grenzregionen zu verbessern, werden praktische Lösungen angeboten werden: „Lokale Akteure erhalten die Möglichkeit, grenzüberschreitende Projekte wie etwa Kindertagesstätten, Bildungseinrichtungen, Notfall- und Gesundheitsversorgung oder Gewerbezonen einzurichten.“


> Ein neuer Élysée-Vertrag – Website der Bundesregierung


> Mehr Mittel für die deutsch-französische Jugendarbeit: Das DFJW wird in seinem Auftrag bestärkt – Website des DFJW: „Hinsichtlich der Erneuerung des Elysée-Vertrags wird das DFJW mit den erhöhten Mitteln primär die Teilnehmendenzahlen an Programmen von Vereinen, im schulischen und berufsbildenden Bereich sowie im m Sport- und Kulturbereich steigern und dabei vor allem junge Menschen ansprechen, die noch keine Mobilitätserfahrung gemacht haben. Außerdem sollen sich Jugendliche stärker in Städtepartnerschaften engagieren können, etwa in Form vom Jugendbeiräten. Darüber hinaus sollen die Projekte des DFJW vermehrt über Deutschland und Frankreich hinausgehen und weitere Länder einbeziehen, insbesondere im Mittelmeerraum.“

Auf unserem Blog:

> Der neue Elysée-Vertrag 2019 – 19. Juli 2018 von H. Wittmann

> Institut français de Mayence : France & Sens am 22., 23. und 24. Januar 2019 für Schulklassen – 28. Dezember 2018

> Ausgabe 51: ZIRP international – Frankreich zu Gast > Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz ZIRP: Frankreich zu Gast – 22. Oktober 2018

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24. September 2018

> Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet? – 2. August 2018


Immerhin gab es eine gemeinsame Resolution beider Parlemente > Resolutions-Entwurf: Für einen neuen Élysée-Vertrag, (gucken, ob das alles berücksichtigt werden wird) in der viele interessante Vorschläge und Absichten festgehalten wurden: Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, mehr Kompetenzen für die Eurodistrikte, die Verwirklichung eines deutsch-französischen Wirtschaftsraums aus mit einheitlichen Regelungen vor allem im Bereich des Unternehmens-und Konkursrecht.

Vgl. dazu auch das > #3 GEMEINSAMES POSITIONSPAPIER / POSITION COMMUNE – 20. Juni 2018

Beide Parlamente fordern die Regierungen auf „bilinguale Schulklassen und Klassen mit Unterricht in zwei Fremdsprachen zu entwickeln sowie Schulen, in denen sowohl das französische Baccalauréat als auch das deutsche Abitur erworben werden können, um in Deutschland und in Frankreich in allen Bereichen des Bildungssystems die Anzahl von Schülern zu erhöhen, die die Sprache des Partnerlandes erlernen. Sie nehmen mit Interesse die anlässlich des Deutsch-Französischen Ministerrates vom 13. Juli 2017 eingegangene Verpflichtung zur Kenntnis, eine Zwischenbilanz des jeweils vergangenen Schuljahres zu ziehen und konkrete Ziele für das folgende Schuljahr festzulegen;“und die Regierungen sollen „ihre Initiative zur Schaffung von zehn gemeinsamen Kulturzentren in den kommenden Jahren mithilfe von Kooperationen zwischen Instituts français und Goethe-Instituten rasch umzusetzen und bis zum Sommer nächsten Jahres Standortvorschläge für diese Zentren vorzulegen“, eine Vereinheitlichung der Klimapolitik, und „die positiven Maßnahmen des jeweiligen Partners im Bereich der Integration von Flüchtlingen durch den regelmäßigen Austausch zwischen den in beiden Ländern zuständigen Stellen zum Beispiel zu nehmen und die gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung von Fluchtursachen sowie zur Koordinierung der Maßnahmen in der Migrationspolitik“ intensiviert werden.

Mit freundlicher Genehmigung von Staatsminister Michael Roth zeigen wir hier > das Video seiner Ansprache in Ludwigsburg am 28. Juni 2018:

Le traite de l’Élysée 2.0

1. Renseignez-vous sur le traité d l’Élysée de 1963.

2. Qulles sont les dispositions essentielles du traité de 1963?

3. Pourquoi souhaite le Président Macron un nouveau traité? Vous lisez le passage qui concerne le traité dans > son discours à la Sorbonne et vous écoutez la vidéo avec la déclaration de M. Roth, ministre d’État.

4. Qu est-qui prépare le vouveau traité ?

5. Enumérez quelqiues-une des novelles dispositions du traité de l’Élysée.

Et pour terminer vous rédigez une liste franco-allemande des termes et des expressions.

>PONS Texte schreiben Französisch
ISBN 978-3-12-562558-7
Formulierungen und Wörter für gute Texte: Aufsatz, Textanalyse, Präsentation, Bewerbung

Wenn der Katalog der Vorschläge und Maßnahmen auch wie eine Bestandsaufnahme der aktuellen klingt, so handelt es sich dennoch um ein beeindruckendes Bündel von Maßnahmen: Gemeinsam sind wir stärker als alleine. Allerdings darf man auch genauer hinschauen und gerade bei der Vermittlung der Partnersprache noch ganz erhebliche Lücken feststellen. Bestehendes zu fördern ist löblich, aber in Deutschland muss dem Rückgang des Französischunterrichts mit viel energischeren Mitteln Einhalt geboten werden. Und zwar nach beiden Seiten: Die Anreize Französisch zu lernen müssen verstärkt werden, die leichte Abwahlmöglichkeiten überdacht werden, der Schüleraustausch z.B. durch eine Onlinebörse des DFJW erheblich verstärkt werden. Die Arbeit des DFJW verdient viel Lob, aber auch heute noch kennen viel zu wenig Schüler/innen die Wohltaten des DFJW. Die Reform der Lehrlingsausbildung in Frankreich ist ein zu nutzender Moment, um den Austausch in der beruflichen Bildung ganz wesentlich auszubauen. Hinsichtlich der Werbung für die französische Sprache kann man von der > Frankreich-Strategie des Saarlandes viel lernen. Schön und gut, dass Frankreich und Deutschland in allen Bereichen so eng zusammenarbeiten, aber wenn die Bürger/innen beider Länder davon profitieren sollen, muss vor allem die Sprachvermittlung, zu der auch der Literaturaustausch gehört in einem deutlich größeren Umfang als bisher gefördert werden. Nicht ohne Grund enthielten unsere „poissons d’avril“ auf unserem Blog immer Hinweise auf noch nicht realisierte deutsch-französische Projekte: u.a.  2014: > Un nouveau Centre linguistique franco-allemand – Ein neues deutsch-französisches Sprachzentrum

> Ein neuer Élysée-Vertrag – Website der Bundesregierung

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24. September 2018

> Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet? – 2. August 2018

> 50 Jahre Élysée-Vertrag – 60 Artikel auf unserem Blog

>Le miracle de la réconciliation franco-allemande. Il y a 48 ans: La signature du traité de l’Élysée – 21. Januar 2011

> Neuer Elysée-Vertrag für eine engere Freundschaft – Deutsche-Welle, 22. Januar 2018

> Alain Minc et Gerhard Schröder proposent un traité de l’Élysée 2.0 – 9. Juli 2016

Lesebericht : Französisch heute 4/2018

Die VdF – Vereinigung der Französischlehrerinnen und –lehrer e.V. hat ihr letztes Heft für 2018: Sprachpolitik: zum Unterrichtsfach Französisch in Deutschland veröffentlicht: Gerade rechtzeitig, um auch den Autoren des > Elysée-Vertrags 2.0 damit ins Gewissen zu reden, damit darauf geachtet wird, dass im neuen Vertrag die Förderung des Französischunterrichts in Deutschland, bzw. des Deutschunterrichts in Frankreich noch besser verankert wird.

Rolf Beck, der Vorsitzende der VdF, kann berichten, dass der Französischunterricht in Deutschland „gemessen an den Zahlen der Lernenden in der zweiten Fremdsprache eine Erfolgsgeschichte“ Dank der Französischlehrer/innen und zahlreicher Projekte der französischen Botschaft, des DFJW, der VdF, der VDFG und anderer Mitspieler/innen (sicher meint er auch den Klett-Verlag > Unsere Projekte rund um den Französischunterricht einschließlich DELF) eine Erfolgsgeschichte ist. Aber Rolf Beck unterstreicht auch die Notwendigkeit, „Französisch im Wettstreit der Sprachfächer attraktiv zu gestalten.“ (S. 11) Und er mahnt „neue zielkulturelle relevante Inhalte und die Vorbereitung auf ein Berufsleben in einer globalisierten Welt“ an. Außerdem solle die „Wahrnehmung des Französischen als stark wachsende Weltsprache“ stärker betont werden. Mit einer ausführlichen Bibliographie: S. 11.

Philipp Krämer, Sprachwissenschaftler an der FU in Berlin, berichtet über die Erfolge des Saarlandes: Von der Mehrsprachigkeit zum français sarrois – Meinungen zur Mehrsprachigkeitspolitik im Saarland. Insgesamt ergibt sich ein positives Bild. Trotz aller verstärkten Anstrengungen sind aber die meisten Schulbegegnungen immer noch eher einmalige Erlebnisse im Lauf der Schulzeit. In diesem Sinne steckt die Umsetzung Frankreich-Strategie noch in den Anfängen, Sprache findet immer noch da „draußen“ statt. Es ist noch ein weiter Weg, damit auch Französisch in den Schulen und dann auch in der Region zu Hause ist, aber die Richtung ist jetzt bekannt.

> Frankreichstrategie im Saarland – Website von Philipp Krämer

Auf unserem Blog:

> Die Frankreich-Strategie des Saarlandes, 18. Januar 2017

> Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes, 22. März 2015

Julia Fritz, Doktorandin an der Universität Gießen, hat sich das Fach Französisch im fremdsprachlichen Fächerkanon an Gymnasien unter Sprachenpolitischen Rahmenbedingungen, Lernerzahlen und die Sicht der Schüler/innen angesehen. Der Rückgang des FU in der Oberstufe ist erschreckend: S. 19. Französisch wird als schwer empfunden und die Abwahl hängt oft vom Notenkalkül ab: „Die Anwendungsmöglichkeiten der zweiten Fremdsprachen Französisch und Spanisch sind vielen Schüler/innen ebenso wie die Vorteile mehrsprachiger Kommunikation häufig nicht bewusst und wenn, dann richten sich diese nur vage auf noch ungewisse berufliche Perspektiven.“

Hier bietet > www.france-blog.info Abhilfe: Mindestens hinter jedem 10. Beitrag verbergen sich in irgendeiner Form auf Berufsbilder, die zeigen, was man im deutsch-französischen Bereich oder in Europa mit Französisch in Organisationen, Parteien und Medien aller Art mit guten Kenntnissen von mindestens zwei Sprachen machen kann. Europa lebt von der kulturellen Vielfalt: > Lesebericht: Frédéric Delouche (Hrsg.), Das europäische Geschichtsbuch. Schüler/innen, denen die Abwahl der 2. Fremdsprache erleichtert wird, haben das nicht verstanden. Folglich wäre die Pflicht, zwei Fremdsprachen bis zum Abitur zu erlernen, eine gute Abhilfe. Wie oft erlebt unsere Redaktion auf Messen im Kontakt mit Französischlehrer/innen, dass unser Blog unbekannt ist oder wie seltsam ist es doch, dass Schüler/innen oft noch nie etwas vom DFJW gehört haben, kaum Texte der französischen Literatur gelesen haben, aber darüber urteilen können, dass Französisch für sie keine Bedeutung hat. Wer erzählt ihnen, das Französisch wie eine Arbeitsversicherung wirken kann, wenn ein Kandidat von 20 streckt und sagt, ich kann Französisch. Und er berichtet ihnen von der für Französisch so besonderen Verbindung von Literatur, Geschichte und Politik? > #französischeLiteraturlesen – 4. Mai 2018 oder > Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen – 17. Januar 2018.

Auf unserem Blog:

> Deutsch-französische Freundschaft – Wie steht es um die Partnersprache? – 18. März 2018 von H. Wittmann

> Unser Handbuch zum Französichlernen auf Twitter

Anna Schröder-Sura, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Rostock, hat den Französischunterricht heute – mehrsprachigkeitsdidaktisch durch plurale Ansätze analysiert und berichtet u.a. über den Referenzrahmen für plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen (REPA), die den FU mit großem Gewinn für Schüler/innen in eine mehrsprachige Perspektive platziert.

Ulrike C. Lange, Studiendirektorin in Castrop-Rauxel und Fachleiterin in Bochum stellt in diesem Heft ihre ganz persönlichen Gedanken Für einen erfolgreichen schulischen Französischunterricht: Gedanken, Ideen, Forderungen und Wünsche vor. Am besten gefällt uns ihr Gedanke, dass Lehrer/innen durch Zuhören von ihren Schüler/innen „eine kostenlose Dauerfortbildung“ (S. 31) bekommen können. Schüler/innen mit Gewinn ernster nehmen, so resümieren wir ihren klugen Beitrag, den Bibliographie viele Anregungen dazu gibt.

> Motivation im Französischunterricht – 5. Mai 2018

> Motivation – oderdas Interesse für den Französischunterricht wecken – 17. Mai 2009

Und jetzt nach… Island! Maik Böing, Fachleiter in Köln berichtet über Une véritable découverte: Auf den Spuren der Islandfischer. Wo die französische Fahne hoch über den isländischen Fjorden weht…: „Begonnen hat alles im Jahr 1614…“

Bérnegère Aubineau, Musikberaterin für Destination Düsseldorf und Projektbeauftrage im Institut français Düsseldorf: hat genau hingehört: La nouvelle scène francophone : Les artistes incourtounables du moment.

Michel Gribinski rezensiert Christine Michel, Daniel Reimann (Hg.), Sehverstehen im Fremdsprachenunterricht, Tübingen: Narr und bezeichnet den Band anerkennend einen Werkzeug- und Ideenkasten.

Lesetipp: Deutschland und Frankreich. Gemeinsam für mehr Europa.

>> Nachgefragt: “L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.”Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris – 18. Dezember 2017

> Die neue Version des Elyséevertrags

> Nachgefragt. Le Vice-président de l‘Assemblée nationale Sylvain Waserman répond à nos questions

> Nachgefragt. Le Président du Groupe d’amitié franco-allemand, le député Christophe Arend répond à nos questions

> Nachgefragt. Le Député Frédéric Petit répond à nos questions

> Nachgefragt. Professor Henri Ménudier: Wie steht es um den Elysée-Vertrag 2.0?

Unsere Redaktion hat die europapolitischen Vorschläge von Präsident Macron auf unserem Blog ausführlich dargestellt und Kommentiert. Leider blieb Berlin mit kleinen Ausnahmen > Emmanuel Macron und Angela Merkel und das Treffen in Meseberg – 20. Juni 2018 – diesen Vorschlägen gegenüber ziemlich still. Aus dem wenigen Entgegenkommen, das Macron zuteil wurde, machte dieser diplomatisch höflich Erfolge für das deutsch-französische Tandem, auch dieses von seinen Möglichkeiten und auch einstigen Wünschen besonders an die französische Adresse weit unterhalb von früher geäußerten Erwartungen blieb. Setsamerweise kommen immer Initiativen von einem Partner, wenn der andere gerade aus welchen Gründen auch immer gerade mal nicht so beweglich ist. Christine Longin mahnt mit Recht einen deutschen Beitrag zum europäischen Erfolg von Macron an, wobei dieser Erfolg nicht alleine Macron oder Frankreich zugute kommt, sondern dazu beitragen könnte, die Europa-Wahlen vorzubereiten. Kürzlich äußerte sich Bundeskanzlerin Merkel positiv über die Idee eine Europäischen Arme > Emmanuel Macron: “Man wird die Europäer nicht beschützen, wenn man sich nicht entscheidet, eine wirkliche europäische Armee zu haben.” – 6. November 2018: Liest man nach, was sie gesagt hat > Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht vor dem Europäischen Parlament in Straßburg, 13. November 2018: DIE WELT twitterte „Merkel plädiert für europäische Armee – Buhrufe und Applaus,“ aber Merkel hatte lediglich gesagt “ “eines Tages” und “wir sollten an der Vision arbeiten”. Also wieder wie üblich, z. K. nehmen und erstmal abwarten, aber Merkel sagte auch : „Eine gemeinsame europäische Armee würde der Welt zeigen, dass es zwischen den europäischen Ländern nie wieder Krieg gibt“. In der WELT ( > War es das schon mit Europas besten Jahren? Mitnichten! – DIE WELT 05.12.2018 )hat der Europaminister Michael Roth sich kürzlich optimistischer geäußert: „“Rotuinen durchbrechen“, „Horizont erweitern“, „Partner einbeziehen“ aber „Den eigenen Prinzpien folgen“ lauteten die Überschriften üb den Absätzen seines Artikels.


Hintergrund:

Michael Roth > War es das schon mit Europas besten Jahren? Mitnichten! – DIE WELT 05.12.2018

> Die europäische Sicherheitsarchitektur im Wandel Wissenschaftliche Dienste- Deutscher Bundestag – 2017

> Auftakt für ein neues Netzwerk: Sicherheitspolitik wird Thema bei den Altstipendiaten der KAS

Gunther Hauser , > Das Europäische Sicherheits- und vertiedigungssystem seiner Akteure, 8. völlig überarbeitete Auflage, 15. Februar 2018, Republik Österreich / Bundesministerium für Landesverteidigung, BMLV, Roßauer Lände 1, 1090 Wien.

Ronja Kempin, Barbara Kunz, > Der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat muss erneuert werdenDas Schicksal der EU hängt maßgeblich von einer Zusammenarbeit in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik Deutschlands und Frankreichs ab, Handelsblatt 17.6.2018

> Gemeinsame europäische Verteidigungspolitik Veröffentlichungsdatum – 21.11.2018 – Website des Verteidgungsministeriums Bonn, Berlin


Christine Longin hat in einem Beitrag für Das Parlament den Stand der Deutsch-französischen Beziehungen vor der Erneuerung des Élysée-Vertrages zusammengefasst:

> Präsident Macron und seine Vorschläge für eine „refondation de l’Europe“

Tout un système : > Rappel : Les discours du Président de la République et l’Europe

Nos atouts : >Präsident Macron: Europa mit Hilfe der Kultur neu begründen

Un programme : > Discours du Président de la République à la conférence des Ambassadeurs

Die Bilanz nach einem Jahr: > La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26.
September 2017
– 2. November 2018

> Nachgefragt: S. E. Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland antwortet auf unsere Fragen – 9. November 2018

Unser Lesetipp: Christine Longin, freie Korrespondentin in Paris, lässt in ihrem Beitrag eine gewisse Hoffnung für einen Aufschwung der deutsch-französischen Beziehungen anklingen und nennt las Indizien für ihre Beurteilung u.a. die deutliche Annäherung der Verteidgungspolitik und die Einigung auf das Eurozonenbudget, auch wenn dessen Größe hinter den Erwartungen Macrons zurückbleibt. Betrachtet man das vereinbarte Prinzip, dann ist das jetzt Erreichte in der tat nicht zu unterschätzen. Eine Einigung bei der Besteuerung vn Internetfirmen wird dann wohl auch nch folgen. :> Gemeinsam für mehr Europa.Brexit und wachsender Nationalismus in der EU lassen Deutschland und Frankreich enger zusammenrücken – in: Das Parlament Nr. 48 / 26.11.2018:

„Emmanuel Macron ist ein gewisses Pathos eigen. Deshalb scheute der französische Präsident in seiner Rede zum Volkstrauertag nicht vor einer offenen Liebeserklärung an Deutschland zurück: „Auch wenn man nicht immer die Worte versteht, die aus Frankreich kommen. Denken Sie daran, dass Frankreich Sie liebt“, schloss er seine 20-minütige Ansprache vor dem Bundestag, die die Abgeordneten mit stehendem Applaus quittierten (siehe auch „Ortstermin“ auf Seite 12). Dabei war das, was Macron vom Nachbarn verlangte, keine leichte Kost. „Heute müssen wir zusammen den Mut finden, ein neues Kapitel aufzuschlagen, denn das schulden wir Europa“, forderte der Staatschef. Europa und das deutsch-französische Paar hätten die Pflicht, die Welt nicht ins Chaos abgleiten zu lassen. „Wir müssen unsere Tabus überwinden und unsere Denkverbote hinter uns lassen.“

Es war ein diskreter Hinweis an all jene, die sich gegen seine Ideen zur Reform der EU sperren. … “ > Bitte weiterlesen

Institut français de Mayence : France & Sens am 22., 23. und 24. Januar 2019 für Schulklassen

Jedes Jahr am 22. Januar feiern wir im Institut français Mainz das Jubiläum des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags, den Élysée-Vertrag. In diesem Rahmen organisieren wir anlässlich der Erneuerung anlässlich der Erneuerung des Elysee -Vertragesein Projekt France & Sens, am 22., 23. und 24. Januar 2019 für alle Schulklassen.

Seit der Unterzeichnung im Jahr 1963 hat der Vertrag zahlreiche Initiativen zur Förderung der deutsch-französischen Zusammenarbeit angeregt, so z. B. die Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks. Zum 55. Jahrestag des Elysee-Vertrags verabschiedeten die Assemblée nationale und der Bundestag eine Erklärung zur Stärkung der deutsch-französischen Beziehungen, um angesichts der aktuellen Veränderungen und Herausforderungen, denen sich die Europäische Union gegenüber sieht, gemeinsame Antworten zu finden.

> Ein Jahrhundertvertrag wird 55 Jahre alt

> 17/12100 – Unterrichtung: Gemeinsame Erklärung von Deutschem Bundestag und Assemblée nationale aus Anlass des 50. Jahrestags der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages am 22. Januar 2013 – 17.01.2013

Auf unserer Website:
> 50 ans Traité de l’Élysée (66 Articles)

> Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet? – 2. August 2018

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24. September 2019

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

Das Sprach- und Bildungsbüro und die FranceMobil-Lektorinnen für Hessen und Rheinland-Pfalz organisieren in Kooperation mit dem Institut français Mainz, mit der Unterstützung des DFJW und des Partnerschaftsverbands Rheinland-Pfalz/4er-netzwerk (Quartett) verschiedene Kreativ- und Spielateliers, in denen die Vielfalt der französischen Kultur mit allen 5 Sinnen erfahren werden kann.

Die Teilnehmer/innen aller Altersgruppen (Schüler*innen von der Grund- bis zur Berufsschule, Student*innen und Erwachsene) erwartet ein 5-etappiger Parcours durch die Welt der Sinne und ein Feuerwerk der Gerüche, Geschmäcker und Farben.
Vom 22. bis 24. Januar 2019 richtet sich das Projekt vornehmlich an Schulklassen, am 25. Januar stehen die Ateliers anlässlich der Eröffnung des interkulturellen Weinfestivals allen Besucher*innen offen.

France & Sens eröffnet eine Sicht auf Frankreich fernab aller Klischees und führt die geneigten Entdecker*innen in französische Regionen wie das Burgund, die Franche-Comté und die Bretagne und in französische Überseegebiete wie Polynesien, Neukaledonien, La Réunion und Französisch-Guyana.

Die interaktive Reise durch die 5 Ateliers der Sinne bietet so gleichzeitig die Möglichkeit, mit den eigenen Händen zu arbeiten: Mit selbstgebastelten Objekten, Andenken und Schutzgeistern im Gepäck können die neuen Botschafter*innen des multikulturellen Frankreichs zu neuen Exkursionen aufbrechen.

> France et Sens flyer-DF *.pdf

Projet d’accord parlementaire franco-allemand / Entwurf deutsch-französisches Parlamentabkommen

Heute morgen hat die deutsch-französische Arbeitsgruppe (18 Abgeordnete aus der Nationalversammlung und dem Deutschen Bundestag) nach der Gedenkfeier anlässlich des 100. Jahrestages des Waffenstillstandes den Präsidenten der Nationalversammlung Richard Ferrand und des Deutschen Bundestages Wolfgang Schäuble den Entwurf deutsch-französisches Parlamentabkommen überreicht, der den künftigen Elysée-Vertrag ergänzen soll. Es soll eine parlamentarische Versammlung aus je 50 Abgeordneten des Bundestages und der Nationalversammlung gegründet werden. Die „assemblé FRDE“, wie die Abgeordnete Sabine Thillaye auf Facebook schreibt, soll die Anwendung des Elyséevertrages, die deutsch-französischen Ministerräte Und die internationalen und europäischen Fragen von beiderseitigem Interesse begleiten.

In einer > Pressemitteilung Une Assemblée parlementaire franco-allemande weist der Vize-Präsident der Nationalversammluing Sylvain Waserman auf historische, neuartige und mutigen Aspekte dieses Entwurfs hin:

„Cette proposition et cette décision que nous aurons à prendre le 22 janvier est historique, innovante et courageuse.

  • Historique : pour être élu du territoire alsacien je sais que tous ceux dont les familles ont connu les blessures de la guerre le ressentent particulièrement
  • Innovante : nos parlements écrivent une nouvelle page qu’aucun autre pays n’a imaginé et c’est une façon pour nos deux parlements nationaux de jouer pleinement notre rôle dans le projet européen à un moment où il en a besoin
  • Courageuse parce que cette décision ne sera pas consensuelle et que c’est bien le rôle des politiques de tracer la voie dans l’intérêt de nos deux pays et de l’Europe“

> Projet d’accord parlementaire francao-allemand / Entwurf deutsch-französisches Parlamentabkommen

> Nachgefragt: S. E. Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland antwortet auf unsere Fragen – 9. November 2018

> Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet? – 2. August 2018

> Sylvain Waserman hat der Regierung seinen Bericht über “Die deutsch-französischen grenzüberschreitenden Beziehungen” überreicht – 22. Mai 2018

Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée

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Markus Ingenlath ist in Paris mit den Montgelas-Preis ausgezeichnet worden

Die Montgelas-Gesellschaft zur Förderung der bayerisch-französischen Zusammenarbeit e.V. hat einen Preis gestiftet, der jährlich verliehen wird. Dieses Jahr wurden der frühere Generalsekretär des Deutsch-französischen Jugendwerks DFJW/OFAJ und jetzige Geschäftsführer von Renovabis, Dr. Markus Ingenlath und Didier Migaud, Erster Präsident des Französischen Rechnungshofes mit diesem Preis ausgezeichnet.

Die > Montgelas-Gesellschaft zur Förderung der bayerisch-französischen Zusammenarbeit e.V. wurde 1993 gegründet. Die Gesellschaft hat ihren Namen in Erinnerung an den Juristen und Historiker Maximilian Graf von Montgelas (1759-1838) gewählt. Er war ein bayerischer Staatsmann savoyardischer Herkunft, der in Bayern inspiriert von den Ideen der französischen Aufklärung und der Revolution grundlegende Reformen eingeführt hat: > Maximilian von Montgelas – Wikipedia. Unter dem Kurfürsten und späteren König von Bayern Maximilian I. (1756-1825) war Montgelas 1799 bis 1817 Minister. Er führte eine umfassende Reform der öffentlichen Verwaltung in Bayern ein. In seiner Amtszeit wurde die Säkularisation, die Gleichstellung der christlichen Konfessionen, die Reform des Finanz- und Steuerwesens und der Rechtspflege durchgeführt. In seiner Zeit kam es zusammen mit dem zweimaligen Bündniswechsel hin zu und weg von Napoleon Bonaparte zu einer Erweiterung des bayerischen Staatsgebiets, aus der der seither existierende Flächenstaat Bayern hervorging.

Die Montgelas-Gesellschaft fördert die Kenntnis über sein Leben und Werk in Bayern und in Frankreich. Die Gesellschaft unterstützt die Entwicklung der bayerisch-französischen Zusammenarbeit in allen Bereichen durch die Organisation des Gedanken- und Personenaustausches und durch Fortbildungsmaßnahmen. SIe unterstützt Kooperationsprojekte und möchte die Verbreitung von Informationen über Bayern in Frankreich und über Frankreich in Bayern ausbauen.

Im großen Saal des Palais Camobon, das die Grand’Chambre de la Cour des Comptes in Paris beherbergt fand am Mittwoch, den 12. September die diesjährige Preisverleihung des Montgelas-Preises statt:

Der Vorsitzende des Geschichtskomitees des Französischen Obersten Rechnungshofes, Christian Descheemaeker, begrüßte die Gäste und erinnerte an die Bedeutung der Reformen von Maximilian Graf von Montgelas. Der Gesandte bei der Deutschen Botschaft in Paris, Prof. Dr. Pascal Hector, wies in seiner Begrüßung auf die engen Beziehungen zwischen Frankreich und dem Freistaat Bayern hin. Pierre Lanapats, Generalkonsul in Bayern, hob die Vorbereitungen für den neuen Elyséevertrag ( > Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet?) hervor und erinnerte an die intensiven kulturellen Verbindungen zwischen Bayern und Frankreich, als Beispiele nannte er u. a. den Schulaustausch und die Städtepartnerschaften. In seiner Anspreche begrüßte Pierre Wolff, der Vorsitzende und Gründer der Montgelas-Gesellschaft auch Mme la Comtesse de Montgelas und hob den mit Montgelas verbundenen Wissenstransfer zwischen Frankreich und Deutschland hervor: > Montgelas und sein Ansbacher Memoire von 1796 – Haus der Bayerischen Geschichte.

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Der Abgeordnete > Christophe Arend überreichte Markus Ingenlath den Preis und unterstrich in seiner Laudatio das Engagement des Preisträgers für die deutsch-französische Kooperation im europäischen Rahmen, das sei umso wichtiger, als es heute gelte, auch den populistischen Bestrebungen in Europa entgegenzutreten.

 

Christophe Arend betonte die Solidarität zwischen Bayern und Frankreich. Arend, der auch Mitglied der > Parlamentariergruppe ist, die den deutsch-französischen Vertrag vorbereitet, berichtete, dass mit dem neuen Elysée-Vertrag die Einrichtung einer größeren ständigen Parlamentariergruppe geplant wird, die regelmäßig die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen verfolgen wird. Es geht darum, heute unserer Jugend die Bedeutung des Friedens in Europa zu vermitteln, wozu das DFJW einen entscheidenden Beitrag leiste. Künftig müssten die Mittel des Jugendwerks erhöht werden, damit es dieser Aufgabe besser gerecht werden könne. Zur Zeit gebe es einen Austausch zwischen dem Bundestag und der Nationalversammlung: je ein Beamter, das sei zu wenig und müsse unbedingt verbessert werden. In seiner Dankesrede kam Markus Ingenlath auf diesen Punkt zurück und erinnerte daran, dass es ein Ziel des DFJW sei, dass jeder Jugendliche einmal an einem Austausch teilgenommen habe.

Anschließend überreichte der Präsident des Bayrischen Obersten Rechnungshofes, Christoph Hillenbrand, dem Ersten Präsidenten des Französischen Rechnungshofes, Didier Migaud, den Montgelas-Preis. In seiner Laudatio unterstrich Hillenbrand den großen Wert der deutsch-französischen Kooperation und den Austausch zwischen dem Bayerischen und dem französischen Rechnungshof.

> Cour des comptes

> Histoire de la Cour des comptes

Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet?

Unser Twitter-Handbuch 1-50 ff. zum > #franzoesischlernen.


> Ausgewählte Dokumente zur Diskussion um den Elysée-Vertrag 2.0 – Website des > DFI


Die letzte Reise nach Paris hat unserer Blogredaktion faszinierende Einblicke in die Art und Weise vermittelt, wie der von Präsident Macron und Bundeskanzlerin Merkel gewünschte > neue deutsch-französische Vertrag entstehen soll.

Le traite de l’Élysée 2.0 – Interviews auf unserem Blog

> Die neue Version des Elyséevertrags

> Nachgefragt. Le Vice-président de l‘Assemblée nationale Sylvain Waserman répond à nos questions

> Nachgefragt. Le Président du Groupe d’amitié franco-allemand, le député Christophe Arend répond à nos questions

> Nachgefragt. Le Député Frédéric Petit répond à nos questions

> Nachgefragt. Professor Henri Ménudier: Wie steht es um den Elysée-Vertrag 2.0?

Wir haben in einem früheren Artikel > Der neue Elysée-Vertrag 2019 viele Links zu den Dokumenten genannt, mit denen die Vorschläge von parlamentarischer Seite dokumentiert werden. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen der > Groupe d’amitié franco-allemand in der Nationalversammlung – und auf deutscher Seite:
die Deutsch-französischen Parlamentariergruppe, die Andreas Jung MdB leitet (es gibt auch eine > Deutsch-Fran­zö­si­sche Freund­schafts­grup­pe im Bundesrat) – und der > Groupe de travail franco-allemand mit 9 französischen und 9 deutschen Parlamentariern, die die Verschläge für den deutsch-französischen Vertrag erarbeitet: > Deutsch-französische Arbeitsgruppe zum Élysée-Vertrag – Website des Bundestages – > Andreas Jung leitet Arbeitsgruppe zum Élysée-Vertrag

Le traite de l’Élysée 2.0

1. Renseignez-vous sur le traité d l’Élysée de 1963.

2. Qulles sont les dispositions essentielles du traité de 1963?

3. Pourquoi souhaite le Président Macron un nouveau traité? Vous lisez le passage qui concerne le traité dans > son discours à la Sorbonne et vous écoutez > la vidéo avec la déclaration de M. Roth, ministre d’État.

4. Qu est-qui prépare le vouveau traité ?

5. Enumérez quelques-unes des novelles dispositions du traité de l’Élysée.

Et pour terminer vous rédigez une liste franco-allemande des termes et des expressions autour de ce traité.

>PONS Texte schreiben Französisch
ISBN 978-3-12-562558-7
Formulierungen und Wörter für gute Texte: Aufsatz, Textanalyse, Präsentation, Bewerbung

Die Initiative der Parlamentarier ist insoweit sehr bemerkenswert, weil sie die von ihnen gewünschte Funktionsweise oder Aufgaben der beiden Parlamente nach Unterzeichnung eines neuen Élyséevertrages vorwegimmt. Beim Stand der Dinge sieht es so aus, dass der neue Vertrag aus der täglichen Austauscharbeit der deutschen und französischen Abgeordneten entsteht. Es ist ein offenes Verfahren, bei dem alle Anhörungen und Dokumente offengelegt werden:

> #1 GEMEINSAMES POSITIONSPAPIER / POSITION COMMUNE – 17. Mai 2018
> #2 GEMEINSAMES POSITIONSPAPIER / POSITION COMMUNE – 17. Mai 2018
> #3 GEMEINSAMES POSITIONSPAPIER / POSITION COMMUNE – 20. Juni 2018

> Fünfte Sitzung der Deutsch-Französischen Arbeitsgruppe in Berlin – 13./14. September 2018

> Fünfte Sitzung der Deutsch-Französischen Arbeitsgruppe in Berlin – 13./14. September 2018

> Sechste Sitzung der Deutsch-Französischen Arbeitsgruppe in Berlin – 8. Oktober 2018

> Wortprotokoll der öffetnlichen Anhörung am 13. Juli 2018 in Straßburg
> Ein neuer Élysée-Vertrag. Außen-, Verteidigungs-, Entwicklungspolitik, Migration und Integration
Parlamentarische Anhörung Bundestag/Assemblée nationale Berlin, 17. Mai 2018
Claire Demesmay, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)

Jeudi 20 septembre 2018 à Lübeck, les présidents du groupe de travail franco-allemand ont présenté l’état des travaux du groupe et leurs propositions sur le projet d’accord parlementaire, à l’occasion de la > réunion commune du Bureau de l’Assemblée nationale et du Präsidium du Bundestag allemand.

Lundi 8 octobre 2018 à Berlin : Poursuite des discussions et réunion rédactionnelle sur l’Accord parlementaire franco-allemand

Mercredi 14 novembre 2018 à l’Assemblée nationale: Présentation du projet d’Accord parlementaire franco-allemand

> Groupe de travail franco-allemand
Auch wenn die hier genannte Vorstellungen und Versionen sich nicht wortwörtlich im Vertragstext der am 22. Januar 2018 wiederfinden werden, so ist doch ein ganz bemerkenswertes Verfahren angestoßen worden, das in der Welt seines gleichen sucht und dennoch zum Vorbild werden kann, das Krisenregionen in der Welt nicht zum ewiger Zwietracht verurteilt sind, sondern dass alle Beteiligten, wenn sie den Mut zum Ausgleich mit dem Gegner haben, nur gemeinsam gewinnen können: der Abgeordnete Frédéric Petit hat dies in dem Interview, das er uns gegeben hat, > Nachgefragt. Le Député Frédéric Petit répond à nos questions kurz und knapp so formuliert:

> Gemeinsame Resolution von Assemblée nationale und Deutschem Bundestag zum 55. Jahrestag des Élysée-Vertrags am 22. Januar 2018 – zweisprachig PDF – Website des Deutschen Bundestages.

Sylvan Waserman, einer der Vize-Präsidenten der Nationalversammlung hat in dem Interview, das er uns gegeben hat, > Nachgefragt. Le Vice-président de l‘Assemblée nationale Sylvain Waserman répond à nos questions auf die Konvergenz zwischen Frankreich und Deutschland zugunsten Euroopas hingewiesen:

Jetzt werden also in einer gemeinsame Arbeitsgruppe aufgrund von Anhörungen Vorschläge erarbeitet, die den Regierungen zugeleitet werden, die verhandeln den Vertrag, der am 22. Januar 2019 unterzeichnet werden soll. Dann muss er von den beiden Parlamenten ratifiziert werden, bevor er in Kraft treten kann. Hoffen wir, dass der Bundestag dann nicht auf die unschöne Idee kommen wird, dem Vertrag wie 1963 wieder eine Präambel vorsetzt, der die Absichten des Vertrags mindern könnte. Künftig sollen die Regierungen einmal im Jahr den Parlamenten über den Stand der deutsch-französischen Kooperation berichten. Außerdem möchten die Parlamentarier eine Deutsch-französische Parlamentariergruppe mit einem eigenen Büro einrichten. Da gibt es auch kein Beispiel weltweit.

Die vielfältigen Vorschläge
der > Deutsch-französische Arbeitsgruppe zum Élysée-Vertrag werden wahrscheinlich nicht alle im Neuen Vertrag berücksichtigt werden, aber sie werden den Geist des Vertrages mitbestimmen, der in vielen Bereichen sich möglicherweise auf die Formulierung von Rahmenbedingungen beschränken könnte, wodurch erst recht unterstrichen wird, dass der neue Vertrag keine statische Angelegenheit werden wird, sondern einen Prozess dokumentiert, einen Rahmen vorgibt, der dann mit Leben zu erfüllen ist.

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