Trump wiedergewählt – Rede von Staatspräsident Macron auf dem Gipfel de EPG in Budapest – Ende der Ampelkoalition in Berlin

french german 

Eine Ergänzung für diesen Beitrag:

Nils Schmid, MdB (SPD) seit 2018 außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion; seit 2019 Mitglied und seit 2020 Vorstandsmitglied Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung, sagte am 8.11.2024 im Sender RFI: „le mooteur franco allemand sera la clé des Européens face à Trump, il faut élargir cette coopération à d’autres gouvernements, notamment à la Pologne“ :


Les tâches pour les élèves :

1. Lisez cet article en français.
2. Expliquez les différences entre l’Union Européenne, la Communauté politique européenne et le Conseil de l’Europe
3. Regardez l’intervention du président français Macron à Budapest.
4. Qu’est-ce que Macron conseille-t-il aux Européens ? Choisissez et citez cinq de ses propositions.

> Didaktische Hinweise für Lehrer.

PONS hilft Euch:

Staatspräsident Emmanuel Macron kommt zum Staatsbesuch nach Deutschland

https://twitter.com/landry_charrier/status/1793526601512288486

Der Staatsbesuch von Emmanuel Macron in Deutschland vom 26. bis 28. Mai wird für die Bundesregierung sicher eine willkommene Gelegenheit sein, auf die 2. Sorbonne Rede des Staatspräsidenten zu antworten:

Landry Charrier, > Stille nach Macrons Rede. Deutschland lässt Frankreich hängen – Focus, 22.05.2024

S. auch: > Europawahl 2024 – Themen, Fragen, Entscheidungen Podcasts und Diskussionen von April bis Juni 2024 – 23. Mai 2024

Auch Alfred Grosser (1925-2024) hatte bei unserem letzten Besuch bei Ihm zu Hause in einer Nebenbemerkung bedauert, dass Berlin auf >  die europapolitischen Vorstellungen und Vorschläge des französischen Staatspräsidenten – > > Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique. – 26. September 2017 – so zögerlich oder gar nicht antwortet: > Brexit, Europe, Paris et Berlin: Alfred Grosser répond à nos questions – 19. April 2019. Vielleicht gab es Gründe dafür, jedenfalls war bei der Bundeskanzlern Angela Merkel kein so besonderer Enthusiasmus für die deutsch-französische Kooperation zu spüren, wie dieser zum Beispiel einst die Freundschaft von Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing geprägt hat wo vieles auf der Schiene Paris Bonn zum Wohl der EU erdacht und entstanden ist.

Wir haben dem Direktor des Deutsch-Französischen Instituts DFI eine Frage gestellt:

Herr Professor Ringel, Der Staatsbesuch des französischen Staatspräsidenten in Deutschland steht bevor. Was würden sie auf die Tagesordnung für die Gespräche zwischen Emanuel Macron und Olaf Scholz notieren?

Das ganze Interview: > Wie steht es um die deutsch-französischen Beziehungen? Marc Ringel, Professor des DFI, antwortet auf unsere Fragen – 16. Mai 2024

Sicher, in den vergangenen Jahren wurde bei jedem deutsch-französischem Gipfel Einigkeit demonstriert und immer wieder gebetsmühlenartig die Vertiefung der beiderseitigen Beziehungen versprochen. Wie sagte Alfred Grosser in dem genannten Interview: Der Elyseevertrag sei ohne Inhalte gewesen (was nicht ganz stimmt), habe aber eine große Symbolik gehabt, und der Aachener Vertrag habe keine Symbolik, aber viele Inhalte. Da ist etwas dran, denn liest man heute den Vertrag wieder, kann man doch schon über die gemeinsamen Möglichkeiten staunen. In diesem Sinne war der Aachener Vertrag ein Zukunftsprogramm für die deutsch-französischen Beziehungen. Und dennoch handelt es sich um viele Einzelmaßnahmen, ganz so als wenn man vor der Niederschrift des Vertrages eine Stoffsammlung gemacht hätte: Was soll da alles rein? Welches Ressort kann was beitragen? Aber eine Vision fehlt, schon gar eine gemeinsame Vision mit Frankreich: Wie geht es mit Europa weiter? Macron hat weitgehende Vorschläge vorgelegt, wie gesagt, die > europapolitischen Vorstellungen des französischen Präsidenten hat unsere Redaktion hier dokumentiert. Kaum eine Rede, geschweige, denn das Konzept im ganzen ist von Berlin aufgegriffen worden eher nur mit Schweigen beantwortet worden. Die fehlende deutsche Reaktion könnte auch dem Präsidenten zu Hause geschadet haben und den Erfolg des RN begünstigt haben. Man hat den Eindruck, dass der Tweet des Bundeskanzlers nach der > 2. Sorbonne-Rede die alleinige Antwort der Regierung geblieben ist.

Pour aller plus loin:

> Macrons Besuch als Chance nutzen. Versöhnung war gestern, heute braucht es Zukunftsfähigkeit Jacob Ross, DGAP

Auf unseren Blog:

> 10. Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) in Bonn – 6. Dezember 2023

> Nachgefragt: Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Die Co-Vorsitzenden Brigitte Klinkert und Nils Schmid antworten auf unsere Fragen, 15. November 2022

> Deutsch-Französischer Bürgerfonds – 16. April 2020

Mit Sicherheit kann Macron viele Fragen zu Europa beantworten:

Assemblée parlementaire franco-allemande. 5 ans après la signature du Traité d’Aix-la-Chapelle

french german 

Revoir : Assemblée parlementaire franco-allemande : Table ronde réunissant divers acteurs des relations franco-allemandes ; Présentations des travaux du Forum pour l’avenir franco-allemand et des recommandations de Génération Europe

> 10. Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) in Bonn – 6. Dezember 2023

Nachgefragt: Jochen Hake, der Präsident der VDFG e. V. antwortet auf unsere Fragen

Das ist ein schon immer gepflegtes Projekt unserer Redaktion. Wir würden gerne mit möglichst vielen Repräsentanten von Organisationen, die sich für die deutsch-französische Kooperation einsetzen:

> Macht doch mal eine Liste aller deutsch-französischen Organisationen… – 4. Juni 2022

Heute war Jochen Hake, der Präsident der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. | VDFG zu Gast in unserem Homeoffice:

Die VDFG vertritt die Interessen von vielen Mitglieds- und Partnerschaftsvereinen in Frankreich und Deutschland. Wie viele sind das genau? Was ist der Unterschied zwischen Mitglieds- und Partnerschaftsvereinen. Schon bei der Gründung Ihrer Vereinigung sozusagen als Dachverband hieß es1957 man wolle „eine bessere interne und öffentliche Sichtbarkeit des Engagements für Völkerverständigung, Frieden und Freundschaft mit Frankreich zu erreichen.“ Die Art und Weise, wie sich die Bezeichnung dieser vereinigung seit der Gründung des Arbeitskreises 1957 entwickelt hat, erklärt die immer stärkere Vernetzung mit den französischen Partnern, wobei zugleich die europäische Komponente akzentuiert wurde.

Die VDFG ein sehr interessantes Beispiel für das Engagement der Zivilgesellschaft im Rahmen der Deutsch-französischen Zusammenarbeit ist. Dabei geht es eben nicht nur um Austausch, sondern auch um Lobbyarbeit gegenüber Politik und öffentlichen Institutionen. Dieser Aspekt der deutsch-französischen Gesellschaften wird offiziell meiner Meinung unzureichend gewürdigt. Es gibt ein jährliches Treffen aller Akteure, die zur VDFG gehören, dieses Jahr im Oktober in Landau. Letztes Jahr hat der Kongress der VDFG-FAFA im Oktober in Versailles stattgefunden: Das Rahmenthema lautete „Neue Formen der Mobilität zur Belebung des deutsch-französischen Austauschs“ Was gab es für Ergebnisse, habne wir Jochen Hake gefragt.

Im Bereich der deutsch-französischen Kooperation gibt es ein grundlegendes Problem, das sind die rückläufigen Zahlen der Schüler die die Nachbarsprache erlernen. Jochen Hake hat uns das Engagement der VDFG, mit der sie hofft, diese Entwicklung positiv beeinflussen zu können.

Auf der Website des VDFG werden vier weitere Aktionsfelder genannt. U.a. „Völkerverständigung und Frieden“ sowie „Respektierung der Vielfalt anderer Kulturen“, wie „Kontakte zwischen den Menschen unserer beiden Länder aller Altersgruppen“ und die „Vernetzung mit weiteren Partnern in Europa“. Europa spielt im Bereich Ihrer Aufgaben eine besondere Rolle. Wie könnten oder müssten sich Frankreich und Deutschland vermehrt für Europa einsetzen? Gerade hat Bundeskanzler Scholz nach der Rede von Staatspräsident Emmanuel Macron im Deutschen Bundestag zu Ehren von Wolfgang Schäuble per Tweet an die Entwicklung eines souveränen Europas entwickelt, das die Berliner Regierung damals 1015, als Macron die Sorbonne-Rede gehalten hat, nicht so recht zu beantworten wusste.

Auch auf unserem Blog:

> Nachgefragt: Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Die Co-Vorsitzenden Brigitte Klinkert und Nils Schmid antworten auf unsere Fragen – 15. November 2022

> Nachgefragt: Katharina Schicketanz (DFJW) berichtet über Tele-Tandem – 24. August 2022

> Das Deutschlandbild der Franzosen.Nachgefragt: S. E. Dr. Hans-Dieter Lucas, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Paris antwortet auf unsere Fragen – 13. Februar 2021

Juniorbotschafter des DFJW/OFAJ auf Schloss Bieberstein

Leider kam unsere Ankündigung zu früh:

Das Glatteis war dagegen. Erst dachte unsere Redaktion, wir können unsere Gäste vom Bahnhof abholen, dann aber wurde hier oben sehr richtig entschieden, wir setzen kein Auto in Bewegung. Wir hatten Leonie Petzoldt und Robert Fedler, beide Juniorbotschafter des Deutsch-französischen Jugendwerks DFJW zu einem Vortrag und zu einer Spachanimation in die Hermann-Lietz-Schule SChloss Bieberstein eingeladen. Eis und Schnee haben das heute verhindert. Aber der Termin wird bald nachgeholt werden.

Das vereinbarte Gespräch haben wir aber trotzdem aufgezeichnet:

„Anlässlich des 40. Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrages am 22. Januar 2003 haben der französische Präsident Jacques Chirac und der Bundeskanzler Gerhard Schröder den 22. Januar zum „Deutsch-Französischen Tag“ erklärt und ihm Initiativen gewidmet, die Jugendliche aus beiden Ländern einander näherbringen sollen. (Artikel 16 der gemeinsamen Erklärung).“ > https://www.france-allemagne.fr/Deutsch-Franzosischer-Tag,1342.html

Die in dem hier angezeigten Gespräch erwähnten Beiträge auf unserem Blog;

> Nachgefragt: Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Die Co-Vorsitzenden Brigitte Klinkert und Nils Schmid antworten auf unsere Fragen – 15. November 2022

Siehe auch: > 10. Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) in Bonn – 6. Dezember 2023

> Deutsch-Französischer Bürgerfonds – 16. April 2020

> Alle Beiträge zum Aachener Vertrag

> Nachgefragt: Der Generalsekretär des DFJW Tobias Bütow antwortet auf unsere Fragen – 30. April 2020

> Macht doch mal eine Liste aller deutsch-französischen Organisationen… – 4. Juni 2022

Die Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein gehört zur Stiftung Deutsche Landerziehungsheime Hermann-Lietz-Schule.

Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler: Französisch-Leistungs- oder Grundkurs bis zum Abitur

| Arrêtez le harcèlement ! | Literaturwissenschaft und Computertechnik | Rapport au Parlement sur la langue française | 1972-2022 : 50 termes clés du dispositif d’enrichissement de la langue française|

Aus gutem Grund zeigen wir den folgenden Brief hier und jetzt nochmal an erster Stelle. Die Kurswahlen stehen an und für die Schüler:innen, dieuns gerade erzählt haben, dass sie nach diesem Schuljahr wahrscheinlich Französisch abwählen werden, hat unsere Redaktion diesen Brief verfasst:

| Strategien zur Förderung der Partnersprache: Förderung der französischen Sprache in Deutschland und Förderung der deutschen Sprache in Frankreich | Macht doch mal eine Liste aller deutsch-französischen Organisationen… | Éditorial: Warum sollten Schüler unseren Blog lesen? | Warum geben so viele Schüler/innen Französisch vor der Sek. II auf? | Michaela Wiegel: Ungeliebter Französischunterricht – und was können/müssen wir tun? | Romanistik als Passion. Ein Gespräch mit Professor Dr. Karlheinz Stierle | 222 Gründe |

Gerade haben mehrere Schüler/innen unserer Redaktion erzählt, sie hätten Französisch abgewählt… jetzt lernen sie Spanisch. Abgewählt? Habt Ihr schon mal ein französisches Buch gelesen? Nein… Habt Ihr mal eine Radiosendung auf Französisch gehört? Habt Ihr schon mal LE MONDE in der Hand gehabt? Wart Ihr schon mal in Frankreich… einige von ihnen: > Partons en France – Reisen wir nach und durch Frankreich.

Liebe Schülerinnen, liebe Schüler,

die Kurswahlen stehen an. Es geht um viel. Manche denken nur an ihre Punkte und wie wohl ein gutes Abizeugnis erreicht werden könnte.

Aber da nach dem Abitur die Welt sich auf eine neue Weise für Euch öffnen wird, sollte man darüber jetzt doch auch schon mal darüber nachdenken.

Manche warten nur auf den Tag, an dem sie endlich das Fach Französisch hinter sich lassen können: die ungeliebten Vokabeltests, die Grammatik, gar die ungewohnte Aussprache. Fragt man nach, kommt aber schnell raus, dass nur sehr wenige französische Autoren bekannt sind. Und ab dem Moment, an dem einige wenige Texte gelesen worden sind und einige Autoren bekannt sind, wendet sich schnell das Blatt.

Die Wahl des Leistungskurses für die Oberstufe sollte eigentlich erst stattfinden, wenn eine literarische Basis vorhanden ist, denn sonst trifft man möglicherweise eine falsche Wahl. Also fangen wir noch einmal von vorne an. Warum sollte man unbedingt Französisch bis zum Abitur behalten und lernen?

Zuerst muss man unbedingt darin erinnern, dass kein Länderpaar in der Welt > so viele gemeinsame Institutionen wie Frankreich und Deutschland vorweisen kann: Organisationen, Vereinigungen, Partnerschaften, Vereine, Gesellschaften, Institute sowie eine gemeinsame parlamentarische Versammlung – > Nachgefragt: Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Die Co-Vorsitzenden Brigitte Klinkert und Nils Schmid antworten auf unsere Fragen – 12. November 2022 – das deutsch-französische Jugendwerk, die deutsch-französische Hochschule, die deutsch-französische Brigade …. und das mit einem sehr weitem Abstand bis man wieder ein ähnliches Länderpaar findet. Und wir dürfen nicht vergessen, dass gerade durch die leidvolle Vergangenheit mit drei gegeneinander geführten Kriegen, Frankreich und Deutschland der Welt eine exemplarische Aussöhnung demonstriert haben: vgl. dazu Alfred Grosser. Das Know-how, wie das zustande gekommen ist, ist doch unser gemeinsamer bester Exportartikel. Jede Schülerin und jeder Schüler, der Französisch lernt, ist ein Sprachbotschafter, nicht nur bei uns, sondern in der ganzen Welt.

Französisch ist eine der besten Berufsversicherungen. Rechnet Euch mal aus, auf wie viele Kandidaten mit Englisch Kandidaten kommen, die Französisch können? Und wer wird von den Arbeitgebern bevorzugt?

> Was können Sie mit Französisch machen ? Die Antworten von Bernd Schmidt – 21. März 2016

Mit der Französischen Revolution begann eine äußerste wechselvolle (Verfassungs-) Geschichte, mehrere Revolutionen, eine Restauration, zwei Kaiserreiche, fünf Republiken und all das begleitet durch viele Schriftsteller, die sich auch in die Politik einmischten: Es gilt ein großes Panorama der Verbindung von Politik, Geschichte und Literatur zu entdecken: Romanistik, Politische Wissenschaften und Geschichte…. eigentlich ein Fach.

> #Franzoesischlernen – nicht nur online sondern mit und wegen der Literatur

Mit der Romanistik kann man beobachten, wie die Literatur Visionen entwickelt, die über Epochengrenzen hinweg ihre Wirkung zeigten. Nur ein Beispiel unter so vielen, die vom deutsch-französischen Austausch geprägt sind: Und spricht man heute in Frankreich von der Postmoderne, so hat gerade Daniel-Pascal Zorn, > Die Krise des Absoluten mit so viel Wissen und Nachdruck gezeigt, wie die Postmoderne französischer Prägung ohne Friedrich Nietzsche undenkbar gewesen ist.

Der kulturelle Austausch zwischen Frankreich und Deutschland ist ohne Sprachkenntnisse nicht denkbar. In seiner > Eröffnungsrede zur Frankfurter Buchmesse hat Präsident Emmanuel Macron im Oktober 2017 daran erinnert, dass es die Kultur sei, mit der die „refondation“ von Europa vorangetrieben werde müsse.

> L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan

In Frankreich ist die französische Sprache mit der Kultur, der Geschichte auf eine ganz andere Weise verknüpft als dies in Deutschland zu beobachten ist: Hat man hierzulande schon mal einen Politiker gehört, der eine Strategie für die deutschen Sprache so entwickelt hat, > #monmars20 Journée de la Francophonie. Präsident Macron : Lancement de la stratégie internationale pour la langue française et le plurilinguisme wie Emmanuel Macron dies getan hat: seine Rede und ihr Programm passte nur in sechs lange Blogartikel.

Warum zögern heute viele Schüler das Fach Französisch und die französische Literatur für sich zu erobern? Seit mehreren Jahrzehnten herrscht in den Lehrbüchern das Dogma der gesprochenen Sprache und des sogleich im Urlaub anwendbaren Vokabulars vom Einkaufen über Kindergeburtstag bis zu Problemen der Jugendlichen vor… die Lebenswelt der Schüler/innen, nennen das die Fachdidaktiker. Als kürzlich ein Schüler der Klasse in einer E-Mail darum bat, im Unterricht möge doch bitte endlich vor allem Vokabeln gelehrt werden, mit denen literarische Text in Richtung Abitur verstanden und bearbeitet werden können, war sofort klar, was er meinte. Nichts anderes als das Verlangen nach Imagination, Phantasie und den Ausblick in die Welt forderte dieser Schüler. Schluss mit der Alltagssprache. Künftig in erster Linie Literatur und dazu eben auch ein wenig Grammatik. Der Schüler hat Recht: Französischunterricht wird nicht durch ausgeklügelte Grammatikübungen, Vokabeltests und Aufgaben in den Übungsheften spannend, sondern nur durch interessante Texte, die die Schüler zum Denken, zum Protest und zur Stellungnahme und so zum Verfassen eigener Texte herausfordern. Ein Unterricht, der ihnen einen Ausblick auf die französische Welt und darüber hinaus vermittelt. Albert Camus beschreibt das in seinen Roman Der Erste Mensch, in dem er über seine Kindheit berichtet, mit so klaren Worten. Als sie mit den Büchern au der Bibliothek kamen, hat er sich mit seinem Freund sofort auf die erste Bank gesetzt, um nachzusehen was die Büchern ihnen heute von der Welt zeigen würden.

> Nachgefragt. Anne-Sophie Guirlet-Klotz: Lire un lecture française en temps de confinement – 23. April 2020

> Premiere: Soirée littéraire (I) > Nachgefragt: Professeur Lahkim Azelarabe Bennani parle sur Albert Camus, La Peste -24 janvier 2021

Nachdem > Hans Mayer Sartres „Die Wörter“ 1964 übersetzt hatte, merkte er an, der Originaltitel würde von allen mit „Die Worte“ übersetzt werden. Es ging aber Sartre um die „zehrende und verzaubernde Magie einzelner Wörter“, wie Mayer die Wirkung der Literatur so präzise auf den Punkt brachte. Diese Magie dürfen wir unseren Schülern nicht länger vorenthalten. Wir brauchen für den Französischunterricht eine neue Didaktik, die den Schwerpunkt auf die Literatur legt, die die Schüler in erster Linie lehrt, Texte zu verstehen, zusammenzufassen und sich selbst dazu zu äußern: > methodische Überlegungen für das selbständige Arbeiten.  Die Literatur muss im Zentrum des Unterrichts stehen. Literatur, die ihre Imagination ankurbelt und ihnen die Passion für die französische Sprache, eine neue Entdeckung der > Frankophonie, der Geschichte (276 Artikel auf unserem Blog) und der Politik vermittelt. Übrigens. Die Erinnerungskultur ist ein wichtiger Beitrag auch zu den deutsch-französischen Beziehungen:

> Bibliographie: Erinnerungskultur

> Lesebericht: Per Leo, Tränen ohne Trauer. Nach der Erinnerungskultur

> Der Erste Weltkrieg und die Erinnerungskultur. Ein Interview mit Nicolas Offenstadt:“Der Historiker muss sich das Staunen bewahren können…”

> Nachgefragt: Rainer F. Schmidt, Kaiserdämmerung Berlin, London, Paris, St. Petersburg und der Weg in den Untergang

Französisch öffnet den Blick auf die Frankophonie. Wie oft wurde dieser Begriff bisher im Französischunterricht genannt? Nie ? Einmal? Und dann soll jetzt schon die Fächerwahl getroffen werden?

Es gibt > 222 Gründe, warum man Französisch lernen und französische Literatur lesen sollte. Es gibt sogar noch mehr, denn, wenn auf diesem Blog nicht gerade mal eine Veranstaltung angekündigt wird, enthalten sehr viele Artikel Hinwese darauf, was man mit Französisch machen kann, damit meine ich, wenn Ihr Euch die Personen anseht, über die in einem Blogartikel gesprochen wird… dahinter steckt immer ein Berufsbild, das was man mit  und aus Französisch machen kann: Lehre und Forschung, Journalismus, Politik, NGOs, Internationale Organisation, Verlagsmitarbeiter, Lektor, Redakteur und in vielen weiteren Berufen ist Französisch immer der PLUS-Punkt, der die Kandidaten, wie bereits eingangs gesagt, in die engere Wahl bringt.

Ach. Übrigens Frankreich ist ein wunderbares Reiseland:

> Partons en France – Reisen wir nach und durch Frankreich

> Nachgefragt: Agnès Poirier, An den Ufern der Seine

So und nun überdenkt noch mal Eure Fächerwahl, denn ihr wählt nicht für die nächsten drei Jahre, ihr wählt jetzt (für) Eur eZukunft.

Beste Grüße
Heiner Wittmann

L’énergie des relations franco-allemandes

french german 

Les tâches pour nos élèves :

Imaginez-vous que vous faites un stage en France. Votre rédacteur en chef vous demande d’écrire un article sur les relations franco-allemandes: Il vous donne trois liens:

> Eine Krise zwischen Paris und Berlin?

> Renforcer la coopération franco- allemande

> Nachgefragt: Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Die Co-Vorsitzenden Brigitte Klinkert und Nils Schmid antworten auf unsere Fragen

> Climat décarbonisation : Emmanuel Macron répond aux questions

Renforcer la coopération franco- allemande

Climat décarbonisation | 13 novembre 2015 | Zweierpasch | Marcel Proust | #COP27 | Charles de Gaulle | Enquête: L’enseignement de l’allemand en France | Emmanuel Macron und Olaf Scholz | Toxic Data | 222 arguments pour le français |


Man spricht von einer > Krise zwischen Paris und Berlin?

Werden eventuelle Friktionen nicht überbewertet? normale Arbeitsgeräusche? > Nachgefragt: Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Die Co-Vorsitzenden Brigitte Klinkert und Nils Schmid antworten auf unsere Fragen zwischen zwei Ländern, die mehr Organisationen haben als jedes andere Länderpaar in der Welt? > Macht doch mal eine Liste aller deutsch-französischen Organisationen…, womit die Regierenden echt viel von der Zivilgesellschaft lernen können.

https://twitter.com/dfi_ludwigsburg/status/1593201601287966720

Und dennoch, auch wenn auf jedem französisch-deutschen Gipfel die Einigkeit beschworen wird und die ständige Intensivierung der beiderseitigen Beziehungen versprochen wird, so ist der Schlüssel zu diesem verstärkten Verständnis voneinander eine große Initiative zum Erlernen der Partnersprache:

> Enquête: L’enseignement de l’allemand en France

und > Michaela Wiegel: Ungeliebter Französischunterricht – und was können/müssen wir tun?

https://twitter.com/if_deutschland/status/1592914137906294787

https://twitter.com/if_deutschland/status/1592817872719736834

Unsere Redaktion wird nachfragen.

1 2 3 4 5 6 … 9