Les entretiens avec Michel Sicard:
Jean-Paul Sartre. Ses voyages et ses entretiens à deux

Heute haben wir den 2. Teil des Gesprächs mit Michel Sicard
> Michel Sicard parle des plaisirs de Jean-Paul Sartre. La nourriture, les femmes et la musique

vom 21. Juni 2015 hier gezeigt. Jetzt zeigen wir noch den 3. Teil und Schluss dieses Gesprächs.

Sartre hat viele Reisen nach Italien, auch in die USA in die Sowjetunion, nach Kuba und Japan unternommen. Zum Schluss haben wir über die Gespräche, die Sartre nach seiner Erblindung mit verschiedenen Gesprächspartnern, vor allem über das, das er mit Benny Lévy geführt hat, gesprochen, und das offensichtlich in einer stark überarbeiteten Form, so Michel Sicard, erschienen ist:

Michel Sicard parle des plaisirs de Jean-Paul Sartre
La nourriture, les femmes et la musique

Wir setzen heute noch einmal die Serie unserer Interviews mit Michel Sicard > www.michel-sicard.fr hier fort. Er, der mit Jean-Paul Sartre von 1972 bis 1980 befreundet war, kannte ihn besser als manche seiner Biographen. In diesem vorletzten Interview haben wir über die Vergnügen von Sartre gesprochen. Über die Intellektuellen („la conquête par le verbe“) seine Restaurantbesuche, über Alkohol, über das Essen, über seine Frauen, („ses relations étaient plurielles“) seine Freundschaften und über die Musik. Und immer wieder sind diese Themen mit seinen literarischen Werken und seinen Schriften über die Ästhetik, über die Werke vieler Künstler – in diesem Interview werden Gustave Flaubert und René Leibowitz genannt – eng verknüpft. Um diese Übergänge deutlich werden zu lassen, haben wir dieses Interview – wie die anderen dieser Serie – nicht gekürzt:

sicard-esthetique

> Sicard, Sartre et l’esthétique

> Michel Sicard parle de la vie et l’œuvre de Jean-Paul Sartre (I)

Michel Sicard parle de la vie et l’œuvre de Jean-Paul Sartre (I)

Mit einem Interview in drei Teilen ergänzen wir die bisherigen Gespräche seit 2011 mit Michel Sicard über Jean-Paul Sartre. Sicard ist Professor für Kunstgeschichte an der Sorbonne, er war von 1972-1980 mit Sartre befreundet. > michel-sicard.fr. Zusammen haben sie die beiden Bände in der Reihe Obliques mit zahlreichen bis dahin unveröffentlichten Texten von Sartre über Künstler, besonders über Tintoretto und Mallarmé herausgegeben. Im folgenden Gespräch beschreibt Sicard Sartres Verhältnis zu den Künstlern, besonders Wols, Giacometti, der ihm Tintoretto nahebrachte, und Rebeyrolle. wittmann-esthetique-sartre Es folgen noch zwei weitere Teile dieses Gesprächs u.a. über die Reisen von Sartre. Die Gespräche mit Michel Sicard geben eine Einführung in das Werk von Sartre unter dem Aspekt seiner Arbeiten, die er den Werken zahlreicher Schriftsteller, Maler und Dichter gewidmet hat. In einem Gespräch mit Sicard hat Sartre einmal auf die Ästhetik hingewiesen, die ein Ergebnis seiner Arbeiten über die Werke der Künstler hätte sein können, hingewiesen: Sartre/Sicard, Penser l’art, in: Obliques 24/25, Nyons 1981, S. 15. Unsere Gespräche werden demnächst in Buchform erscheinen.

> Michel Sicard. Trois entretiens sur l’art – 19. März 2015
> Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre (I/II) – 11. März 2015
> Lire Sartre : Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre – 9. März 2015
> „Tourner une page, c’est déclencher un événement“: Les livres d’artiste de Michel Sicard et Mojgan Moslehi -24. Dezember 2014
> Deux entretiens sur l’art: Michel Sicard, Mojgan Moslehi – 24. Dezember 2014
> Nachgefragt : Michel Sicard, Professeur, artiste et écrivain – 18. Februar 2014
> Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre – 29. Juni 2011
> Michel Sicard, professeur et artiste -28. Juni 2011

Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre (I/II)

Wie bereits in einem vorhergehenden Beitrag angedeutet, kann www.france-blog.info mit seinem > TV-Studio auch kurze Videos herstellen: > Lire Sartre : Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre. Wie angekündigt folgt jetzt hier ein längeres Gespräch über Sartre, mit dem das 2011 aufgenommene > Gespräch mit Michel Sicard über Sartre ergänzt wird. Wir zeigen den Film (insgesamt ca. 120 Min.) hier in zwei Teilen.

Michel Sicard erklärt hier, wie er Sartre kennnengelernt hat, wieso seine politischen Werke heute eine geringere Bedeutung haben, und die besondere Bedeutung der Ästhetik im Werk von Sartre:

Teil 1:

Teil 2:

Ohne den Inhalt des Films hier zu resümieren, sollen fünf Zitate aus dem Werk von Sartre, die Bedeutung seiner Ästhetik verdeutlichen:

1970 akzeptiert er gegen seine Gewohnheit, nicht im Radio aufzutreten, eine Einladung von > Jacques Chancel (1928-2014) zur Sendung Radioscopie und erklärt u.a. „Les véritables forces sont celles de la conscience et de la liberté. Je n’ai jamais accepté le matérialisme stupide qui réduit l’homme à être une chose parmis les choses.“ Sartre, [Interview mit J. Chancel], 1970. Ob es stimmt, dass er während der Sendung vergessen hat, den kleinen Zettel mit der Kontonummer von Libération, die Zeitung, an deren Gründung, er damals gerade beteiligt war, und ihn vorzulesen, bleibt dahingestellt.

1970/1972 erscheinen die drei Bände L’Idiot de la famille. La vie de Gustave Flaubert. 1921-1857, mit denen er herausfinden, wie Flaubert sich zum Autor von Madame Bovary gemacht hat. Aber auch 2800 Seiten geht es um noch mehr: « N’importe qui vous le dira : ’Gustave Flaubert, c’est l’auteur de Madame Bovary.’ Quel est donc le rapport de l’homme à l’œuvre ? Je ne l’ai jamais dit jusqu’ici. Ni personne à ma connaissance. Nous verrons qu’il est double : Madame Bovary est défaite et victoire ; l’homme qui se peint dans la défaite n’est pas le même qu’elle requiert dans sa victoire ; il faudrait comprendre ce que cela signifie. »
Sartre, L’Idiot de la famille. Lavie de Gustave Flaubert de 1821 à 1857, t. I, Paris 1988, p. 8.

Scon in dem Questions de méthode, ein Text, der 1957 in einer polnischen Zeitschrift erschien, und als Vorwort der französischen Ausgabe der Critique de la Raison dialectique wiederabgedruckt wurde, schrieb er: « L’œuvre pose des questions à la vie. Mais il faut comprendre en quel sens: l’œuvre comme objectivation de la personne est, en effet, plus complète, plus totale que la vie. Elle s’y enracine certes, elle l’éclaire mais elle ne trouve son explication totale qu’en elle-même. » Sartre, Questions de méthode, dans: Critique de la raison dialectique, Paris 1985, p. 108.

Eine Zusammenfassung der Ästhetik Sartres steht am Ende von La Nausée (1938), als Roquentin über ein künftiges Buch nachdenkt: « Une histoire, par exemple, comme il ne peut en arriver, une aventure. Il faudrait qu’elle soit belle et dure comme de l’acier et qu’elle fasse honte aux gens de leur existence. » Sartre, La Nausée.

Und schließlich gründete Sartre 1947 in Qu’est-ce que la littéraure ? die Rezeptionsästhetik: « C’est l’effort conjugué de l’auteur et du lecteur qui fera surgir cet objet concret et imaginaire qu’est l’ouvrage de l’esprit. Il n’y a d’art que pour et autrui. » Sartre, Qu’est-ce que la littéraure ? Paris 1948, p. 55.

Lire Sartre : Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre

www.france-blog.info kann auch mit seinem > transportablen TV-Studio kürzere Videos aufzeichnen. Am vergangenen Samstag haben wir Michel Sicard gefragt, welche Bücher er zum Einstieg in das Werk von Sartre empfiehlt: 12 Min. Danach haben wir längeres Interview zum Werk von Jean-Paul Sartre aufgezeichnet, das wir in den nächsten Tagen nach dem Schnitt hier zeigen werden. Am 8.3. waren wir in seinem Atelier, wo er zusammen mit Mojgan Moslehi arbeitet: > www.sicard-moslehi.com/fr. Dort haben wir weitere Interviews über Objekte, Videos und Photographien aufgezeichnet.

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Zuerst zeigen wir hier ein kurzes Interview (12 Min.), in dem sich Sicard zu den wichtigen Werken von Sartre äußert, die er als einen Einstieg in sein Werk empfiehlt: Dazu gehören u.a. der Roman La Nausée (1938), sicard-sartre-entretiensin dem der Protagonist am Ende, als er nach Paris zurückfährt, über ein neues Buch nachdenkt, das so hart wie Stahl sein solle, und den Leuten wegen ihrer Existenz die Schamröte ins Gesicht treibe, und er resümiert so nebenbei die Ästhetik von > Sartre. Sicard ist einer der besten Sartre-Kenner in Frankreich. Er war von 1972 bis zum Tod Sartres am 15. April 1980 mit ihm befreundet: > Texte von Sicard über Jean-Paul Sartre.

Unser erstes Interview mit Michel Sicard über Sartre mit haben wir im Juni 2011 > Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre aufgezeichnet.

> Nachgefragt : Michel Sicard, Professeur, artiste et écrivain

> Michel Sicard, professeur et artiste

> “Tourner une page, c’est déclencher un événement”: Les livres d’artiste de Michel Sicard et Mojgan Moslehi

> Deux entretiens sur l’art: Michel Sicard, Mojgan Moslehi

> www.sartre-gesellschaft.de
> www.ges-sartre.fr

Adorno und Sartre: „Philosophie aller-retour!“ mit Dorian Astor

„Philosophie aller-retour!“ mit Dorian Astor am 18. November im Institut français Stuttgart.

Unter dem Titel „Autonomie oder Engagement?“ – Theodor W. Adorno und Jean-Paul Sartre beschäftigt sich der freie Schriftsteller und Philosoph Dorian Astor mit Sartres Manifest Was ist Literatur? aus dem Jahr 1947, das die Forderung nach dem ethisch-politischen Engagement des Schriftstellers für seine Epoche stellt.

> „Philosophie aller-retour!“ Autonomie oder Engagement? Theodor W. Adorno und Jean-Paul Sartre

Institut français de Stuttgart, Schloßstraße 51, Beginn: 19.00 Uhr

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