Emmanuel Macron: „Man wird die Europäer nicht beschützen, wenn man sich nicht entscheidet, eine wirkliche europäische Armee zu haben.“

Ergäzung:> Publizist Grosser: Merkel sollte sich zu europäischer Armee äußern – Deutschlandfunk – 13.11.2018

Am Dienstagmorgen, 6. November 2018 hat Europe 1 ein Interview mit Präsident Emmanuel Macron gesendet, in dem er die Fragen von Nikos Aliagas beantwortete, das am Abend vorher in Verdun – auf seiner Reise durch die nördlichen Departements (l’intinérance mémorielle > Centenaire de l’Armistice : „l’itinérance“ d’Emmanuel Macron, „une initiative originale pour tenter de reprendre la main“ – LCI) aufgezeichnet worden war. In diesem Interview wurden aktuelle Themen, wie die Preissteigerungen beim Benzin, die Gewalttaten in den Schulen, die Europawahlen, wie auch die Demission von Nicolas Hulot und die Affäre Benalla angesprochen. Der Zeitung Ouest-France gegenüber hat Präsident Macron anlässlich der Einweihung der Ausstellung Georges Clemenceau im Panthéon als Auftakt zu seiner Erinnerungsreise erklärt: „Die Zeit in der wir leben, erinnert an die Zwischenkriegszeit:“ (INFO OUEST-FRANCE. > Emmanuel Macron : « Le moment que nous vivons ressemble à l’entre-deux-guerre ») Im Interview mit Europe 1 hat er diesen Gedanken wiederholt: „Ich bin erstaunt, zwei Dinge zu sehen, die in furchtbarer Weise an die 30er Jahre erinnern : unser Europa wurde von einer tiefgehenden Wirtschafts- und Finanzkrise betroffen (…) und ein Ansteigen der Nationalismen die die Ängste schüren“. Er nannte den „die Absurdität des kriegerischen Nationalimus“, und fügte gemäß Europe 1 hinzu: „Sind die Nationalisten nicht da? Hat man denn vergessen, welche Partei die letzten Europawahlen in Frankreich gewonnen hat? Der Font national. Ich hoffe, er wird nicht gewinnen. Europa ist immer mehr gespalten. Dieser Nationalismus verlangt die Schließung der Grenzen und rät zum Zurückweisen des Gegenüber (de l’autre) Ich schürt überall Ängste. Sie sind da.“ Und Europe 1 zitiert ihn auch mit diesen Worten: „Wir benötigen ein stärkeres Europa, das beschützt. Es geht darum, dass wir uns bewusst sind, wer wir sind und wovon wir leben : Der Friede und der Wohlstand, in dem Europa seit 70 Jahre lebt ist eine vergoldete Parenthese in unserer Geschichte“

> Montée des nationalismes, Front national, flambée des prix de l’essence : ce qu’a dit Emmanuel Macron sur Europe 1 – 6 novembre 2018

> EXCLUSIF – „Fracture“ de l’Europe : „Non, je n’exagère en rien“, affirme Emmanuel Macron – 6 novembre 2018,

> ÉVÉNEMENT – Emmanuel Macron invité exceptionnel d’Europe 1 : le résumé de l’interview – 6 novembre 2018 und er zitiert Bundeskanzlerin Merkel, die im Juni 2018 der Frankfurter Zeitung am Sonntag gesagt hatte: „Ich stehe Präsident Macrons Vorschlag einer Interventionsinitiative positiv gegenüber“.

> Macron fordert Bildung einer „wahren europäischen Armee“ – DER SPIEGEL – 6. November 2018

> Europe, chèque énergie, carburants… ce qu’il faut retenir de l’interview d’Emmanuel Macron sur Europe 1 – LE MONDE 6 novembre 2018

Wie vor einem Jahr in seinen Reden zur „Refondation de l’Europe“
– > La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017 – 2. November 2018 – hat Emmanuel Macron sich für eine gemeinsame Verteidigung ausgesprochen: Europe 1 zitiert den Präsidenten so: „Man wird die Europäer nicht beschützen, wenn man sich nicht entscheidet, eine wirkliche europäische Armee zu haben. Gegenüber Russland, das an unseren Grenzen steht und das bedrohliche Züge gezeigt hat, muss man ein Europa haben, dass sich zunehmend alleine verteidigt, ohne alleine von den USA abzuhängen und das mehr souverän ist.“
Präsident Macron versucht den Unwillen der Bürger hinsichtlich der Preiserhöhungen zu besänftigen und kündigt punktuelle Maßnahmen an.
Dann wird die Affäre Benalle erwähnt: „Une affaire d’Etat ? Quelle affaire d’Etat ?“ zitiert Europe ! den Staatschef, der Benallas Auftreten als den Fehler eines Mannes bezeichnet, über den es eine „excitation collective“ gegeben habe.

Europe 1 bietet das 35-minütige Interview via YouTube zum Teilen an: Auch sehr hörenswert sind die Passagen in den ersten 10 Minuten, in denen Macron von den Schlachjtfeldern des Ersten Weltkriegs berichtet, die er seit Montag im Norden Frankreichs besucht. Niemand kann sich dort der Erinnerung an das Grauen, das sich dort ereignet hat, entziehen.

Auf unserem Blog > 1914-1918

Rappel:
> #Présidentielle2017 -Le programme d’Emmanuel Macron – 8. Mai 2017

> Refonder l’Europe par la culture / Europa mit Hilfe der Kultur neu begründen (I) – 25. Oktober 2017

1914-1918

66 Artikel auf unserem Blog > 1914-1918

Präsident Emmanuel Macron > Centenaire de l’Armistice : „l’itinérance“ d’Emmanuel Macron, „une initiative originale pour tenter de reprendre la main“ – LCI

> Le discours du Président de la République Emmanuel Macron aux Éparges – 6 novembre 2018

„Das Frankreich von 2018 möchte würdevoll auf 1918 zurückblicken. Unser Stolz muss sich darin äußern, dass wir aus der Geschichte gelernt haben, dass wir aus dem Grauen und der Zerstörung unsere Lehren gezogen haben. Diese Lektion müssen wir jeden Tag aufs Neue lernen und sie unermüdlich weitervermitteln. Die Gedenkstätte, in der wir uns heute befinden, ist ein ausgezeichnetes Symbol hierfür. Also ja, die beste Antwort auf die gemeinsame Erinnerung, auf die Dramen ist die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Die beste Antwort sind all die Brücken zwischen den Frauen und Männern, zwischen den Familien und zwischen den Jugendlichen. Die beste Antwort ist Europa, unser Europa.“ > Staatspräsident Emmanuel Macron anlässlich der Einweihung der deutsch-französischen Gedenkstätte zum Ersten Weltkrieg am Hartmannswillerkopf am 10. November 2017.

L’intinérance mémorielle > Centenaire de l’Armistice : „l’itinérance“ d’Emmanuel Macron, „une initiative originale pour tenter de reprendre la main“ – LCI


1914-1918: > 58 Artikel zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg auf unserem Blog

> Dimanche, Emmanuel Macron débutera une séquence de six jours dans le cadre du centenaire de la Première guerre mondiale – Le  journal de dimanche
> Pourquoi Paris va être le centre du monde à l’occasion des cérémonies du 11-Novembre – Le  journal de dimanche, 24 octobre 2018

> Les derniers jours de guerre et le soulagement de l’armistice – La Croix, 28.9.2018

Unsere Redaktion hat die wichtigsten Artikel zu den Gedenkfeiern an den Ersten Weltkrieg auf unserem Blog ausgewählt:


Auf dem Salon du livre 2014 hat Jean-Noël Jeanneney unsere Fragen zu seinem Buch > La Grande Guerre si loin, si proche beantwortet:

> Nachgefragt: Jean-Noël Jeanneney, La Grande Guerre, si loin, si proche – 25. März 2014

Rezension: > Centenaire 1914-2014 – Ein nützliches Handbuch

Jean-Noël Jeanneney
> La Grande Guerre si loin, si proche
Réflexions sur un centenaire
Débats – Paris: Seuil 2013 – 176 pages


In Paris ist unsere Redaktion von > Nicolas Offenstadt empfangen worden:

> Der Erste Weltkrieg und die Erinnerungskultur.Ein Interview mit Nicolas Offenstadt: “Der Historiker muss sich das Staunen bewahren können…” – 3. Dezember 2014 – auch auf Französisch.



> Centenaire: 1914-1918 – Bibliographie und Sitographie

> Commémorer la bataille de Verdun, honorer la paix d’aujourd’hui – 8. Juni 2016

> Hollande und Merkel: Kranzniederlegung auf dem Friedhof von Consenvoye – 30. Mai 2016

> 29 mai 2016 : Les commémorations de la bataille de Verdun. 4 vidéos, 250 photos – 30. Mai 2016

> Cérémonie du centenaire de la bataille de Verdun: La déclaration de François Hollande – 30. Mai 2016

> Voyez comment Verdun reçoit l’Allemagne – 26. Mai 2016

> Ressources pour le travail : 4000 élèves à Verdun – Les commémorations de la bataille de Verdun – 25. Mai 2016

Adam Hochschild,
Der Große Krieg
Der Untergang des Alten Europa im Ersten Weltkrieg

Aus dem Amerikanischen von Hainer Kober (Orig.: To End All Wars. A Story Of Loyalty And Rebellion, 1914-1918)
Stuttgart: > Klett-Cotta,
> Lesebericht: Adam Hochschild, Der Große Krieg
22. Januar 2014 von Heiner Wittmann

> Hartmannsweilerkopf: Staatspräsident Hollande und Bundespräsident Gauck gedenken der Opfer des Ersten Weltkriegs – 4. August 2014

> Staatspräsident Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnen die Gedenkstätte auf dem Hartmannswillerkopf – 10. November 2017

> Pierre-Yves Le Borgn’ : Conférence à l’Université de Mannheim sur les leçons de la bataille de Verdun – 22. Oktober 2016

> 11 novembre 1918 – 11. November 2015

> Französische Wochen 2018. Vortrag: Der Erste Weltkrieg und die französische Literatur – 14. Oktober 2018

Institut Culturel Franco-Allemand in Tübingen
Ausstellungseröffnung „Im Westen nichts Neues?“

17. Oktober 2018 Beginn: 19:00-21:00 Uhr – Eintritt frei
> Institut Culturel Franco-Allemand, Doblerstraße 25, 72074 Tübingen

Eröffnung der Ausstellung „Im Westen nichts Neues“ zu den unbekannten Zeichnungen von Georges Victor-Hugo mit einem Vortrag von Dr. Rademacher, dem Kurator der Ausstellung. Dazu gibt es Leckereien von Tartes Cézanne.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind wie folgt:
Dienstag 14:00 – 18:30
Mittwoch 10:00 – 12:00 und 14:00 – 18:30
Donnerstag 14:00 – 18:30
Freitag 12:00 – 16:00

Mit freundlicher Unterstützung des Klett-Verlags.

Schulführungen nach Absprache: > mediathek@icfa-tuebingen.de oder (07071) 5679-16.

Auf unserem Blog:

> Institut français: 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg –  9. Juli 2018

> #FredericB_1418 – Ein Projekt des Lycée Clémence Royer in Fonsorbes – 11. Juni 2018

> Staatspräsident Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnen die Gedenkstätte auf dem Hartmannswillerkopf – 10. November 2017

> Pierre-Yves Le Borgn’ : Conférence à l’Université de Mannheim sur les leçons de la bataille de Verdun – 22. Oktober 2016

> 54 Artikel zum 1. Weltkrieg auf unserem Blog

Palais de l’Élysée : La France pleure Helmut Kohl

french german 

Macron, Europa und Deutschland

Unsere Redaktion hat heute morgen den Abgeordneten Pierre-Yves Le Borgn‘ um eine Stellungnahme zur aktuellen Situation in Frankreich und insbesondere zur deutsch-französischen Kooperation gebeten. Eben kam seine Antwort:


Pierre-Yves Le Borgn‘:
Macron, Europa und Deutschland

„Frankreich und Deutschland sind der Kern Europas. Deutschland ist das Herz, Frankreich ist der Kopf.“ Victor Hugo: Le Rhin, 1842

Am 7. Mai 2017 ist Emmanuel Macron zum Präsidenten der Französischen Republik gewählt worden, mit mehr als 66% der Stimmen. An diesem Sieg gibt es nichts zu deuteln, er wurde in einem Wahlkampf errungen, dessen Verlauf die tiefgehende Verwirrung eines großen Teils der französischen Bevölkerung hat erkennen lassen. Dieser Verwirrung liegt die Angst vor der Zukunft zugrunde, die Angst vor einer unsicheren Welt, die die Arbeitsplätze plattmacht, Schicksale und Lebenspläne. Die Antworten darauf dürfen nicht bloße Worte sein, es muss gehandelt werden. Die Arbeitswelt muss geschützt werden vor unlauterer Konkurrenz, vor Dumping auf den Finanzmärkten, im Steuersektor, im Sozialbereich sowie beim Umweltschutz. Die Globalisierung macht nicht alle glücklich; daran zu erinnern klingt wie ein Euphemismus. Es ist höchste Zeit für einige Europa-Kommissare, die Auswirkungen zu ermessen. Die Armut und die Zunahme der Ungleichheiten können nicht die Zukunft unseres Kontinents sein.

Schützen und Bewahren muss das Ziel sein. Schützen, indem man bei Verhandlungen über Freihandelsverträge zur Bedingung macht, dass Anti-Dumping-Regeln respektiert werden; schützen durch einen „Buy European Act”, der diejenigen Unternehmen bevorzugt, die die Hälfte ihrer Produktion in der Union ansiedeln; schützen, indem man eine Obergrenze für den CO2-Fussabdruck bei öffentlichen Aufträgen einführt, um das Klima zu bewahren, die Umwelt und die ortsnahen Arbeitsplätze. Das sind die Leitlinien, von denen ich hoffe, dass der Präsident Emmanuel Macron sie sich zu eigen machen wird. Ebenso wie die Überarbeitung der EU-Entsenderichtlinie, um den grassierenden Betrug zu bekämpfen. Jetzt ist es Zeit. Ja zur verstärkten Konvergenz der Ökonomien Deutschlands und Frankreichs, auch Ja zur notwendigen Solidarität unter Europäern. Soziale Gerechtigkeit darf keine Restgröße sein. Die Einführung einer Mindestlohngarantie auf EU-Ebene könnte ihr z. B. Substanz verleihen.

Es ist an Frankreich und an Deutschland, in dieser Richtung neue Impulse zu geben. Franzosen, wir haben eine Verantwortung, und zwar die, unsererseits die Strukturreformen einzuleiten, die unsere Wirtschaft braucht. Diese Anstrengung, die unter François Hollande begonnen wurde zu unternehmen, muss weitergeführt werden, insbesondere im Bereich der beruflichen Bildung, des Arbeitsrechts und des Steuersystems. Solche Reformen werden schwierig sein. Sie müssen zu einem soliden Wachstum mit hohem Beschäftigungsniveau führen. Von ihrem Erfolg hängt auch das notwendige Vertrauen jenseits des Rheins ab, damit Deutschland seinen Teil der Anstrengungen für Europa übernimmt. Welche Anstrengungen können das sein? Der Abbau seines Handelsüberschusses, die Vergemeinschaftung des Schuldenmanagements der Länder der Eurozone, die Schaffung einer parlamentarischen Versammlung der Eurozone, die Ernennung eines europäischen Wirtschaftsministers.

Die Wiederbelebung der französisch-deutschen Zusammenarbeit ist die Bedingung für den europäischen Fortschritt. Wir müssen unsere deutschen Freunde ermuntern an uns zu glauben. Vertrauen kann man nicht verordnen, man muss es handelnd schaffen. Es muss auch gegenseitig sein. Das ist die Aufgabe Emmanuel Macrons, es ist auch die der parlamentarischen Mehrheit, die am 18. Juni aus den Urnen hervorgehen wird. Wieder Glauben an Europa vermitteln, das Projekt der Gründungsväter weitertragen, Begeisterung wiedererwecken für das Ideal, das noch in so Vielen von uns steckt, all das ist möglich. Europa ist unser Kontinent, unser Erbe, unsere Zukunft. Es ist auch das Projekt einer Gesellschaft, ein Fundament von Werten und Rechten. Es ist nicht zuletzt und vor allem das, was wir daraus machen. Es gibt keine wirkliche Errungenschaft, wenn nicht gleichzeitig Maßnahmen zur Abwendung der potentiell negativen Auswirkungen ergriffen werden. Die Europäer müssen sich Europa wieder aneignen und wieder träumen. Wir haben den Schlüssel in der Hand. Wir dürfen nicht enttäuschen, wir müssen handeln.

Pierre-Yves Le Borgn‘
Abgeordneter des Siebten Wahlkreises der Franzosen im Ausland
Vorsitzender der Deutsch-französischen Freundschaftsgruppe der französischen Nationalversammlung


Dazu auf unserem Blog:

> Le Renouveau de la coopération franco-allemande (I) – 18. Mai 2017

> Le renouveau de la coopération franco-allemande : L’économie – 22. Mai 2017



Es lohnt sich, die Reden des Abgeordneten Pierre-Yves Le Borgn‘, die wir auf unserem Blog dokumentiert haben, nachzulesen.
Sie enthalten seine Überzeugungen und sein historisches Fundament, mit dem er sich für den Erfolg der deutsch-französischen Kooperation so erfolgreich engagiert hat. Als Freund zögert er nicht, auch Probleme in das Gästebuch des Nachbarn zu schreiben, genauso, wie er auch seinem Gewissen folgte, wenn er die eigene Regierung kritisierte. Und Mut hat er als Mitglied der PS, sich mit Nachdruck zugunsten von Emmanuel Macron und seinen Reformen einzusetzen.

> Agir pour vous, gagner ensemble avec Emmanuel Macron – Pierre-Yves Le Borgn’ est le candidat député des Français de l’étranger, Circonscription Allemagne, Europe Centrale et Balkanique. Il tiendra des réunions publiques à Varsovie le 7 juin, Francfort le 8 juin, Stuttgart le 9 juin, Vienne le 12 juin, Munich le 13 juin, Hambourg le 14 juin, Berlin le 15 juin et Cologne le 16 juin.

Die Wahlbeteiligung ist beim ersten Wahlgang für die Auslandsfranzosen mit 19,1 % zu niedrig! > Législatives 2017 : la République en marche en tête chez les Français de l’étranger LE MONDE, 05.06.2017

> Hannover: Die Rede von Pierre-Yves Le Borgn‘ zum Deutsch-französischen Tag 2017 22. Januar 2017

> Pierre-Yves le Borgn’ : Braucht die deutsch-französische Zusammenarbeit ein neues Fundament?, 28. Januar 2014

> Pierre-Yves Le Borgn‘ : Conférence à l’Université de Mannheim sur les leçons de la bataille de Verdun

Un nouveau Trésor National sur Gallica : le Bréviaire dominicain à destination royale dit de Saint-Louis de Poissy

Auf meiner Lieblingsseite im Internet, die beste Website, die ich kenne > www.gallica.fr wird jetzt die Digitalisierung des Bréviaire dominicain à destination royale dit de Saint-Louis de Poissy, manuscrit médiéval classé Trésor national angezeigt:
„On a cru un moment que ce > Bréviaire dominicain avait été fait pour l’abbaye Saint-Louis de Poissy, mais on pense aujourd’hui qu’il a été réalisé pour un roi de France vers 1310-1315. Entièrement écrit en latin, le Bréviaire est le livre des prières et des „lectures“ que récitent les clercs en dehors de l’office divin. Ne nous laissons pas abuser par l’austérité de cette fonction, ce manuscrit petit et épais est d’un inestimable intérêt pour les bibliophiles ! Calligraphié en écriture gothique sur un parchemin très fin, il a été merveilleusement illustré par Richard de Verdun, disciple et gendre de Maître Honoré.“

#Primaires citoyennes 22/29 janvier 2017

Unser transportables TV-Studio war wieder unterwegs. Vier Interviews, u.a. mit Boualem Sansal und Alain Mabanckou, die wir im Literaturhaus Frankfurt aufgezeichnet haben: > Litprom Literaturtage 2017 – „Weltwandeln in französischer Sprache“ – mit unserem Dossier


Nach den ersten Hochrechnungen am Sontagabend meldet LE MONDE gegen 21 h 15 58,65 % der Stimmen zugunsten von Benoît Hamon und 41,35 % für Manuel Valls.

Ob jetzt die Chancen für Emmanuel Macron steigen?

> Présidentielle 2017 : quels sont les candidats ?
LE MONDE, 05.09.2016 – Mis à jour le 30.01.2017 par Gary Dagorn

En savoir plus sur http://www.lemonde.fr/les-decodeurs/visuel/2016/09/05/presidentielle-2017-visualisez-tous-les-candidats_4992520_4355770.html#Tywoe3jcS9Pzb1pf.99

Um 17 Uhr meldet > Les Echos per twitter: „participation à 17h > 1.306 852 votants sur 75% des bureaux de vote“.

Das > Fernsehduel zwischen Manuel Valls und Benoît Hamon endete unentschieden, vielleicht mit einem leichten Vorteil für Hamon. Aber beide Kandidaten wissen, dass jeder von ihnen im Fall einer Niederlage am heuitgen Sonntag die Unterstützung des Anderen braucht. Schwierige Situation für Valls, der das bedingungslose Grundeinkommen, das Hamon vorschlägt, ablehnt. Hamon hingegen weiß, dass diese Idee nur etappenweise zu realisieren ist. Und dann ist da noch die Wahlbeteiligung: 1 655 919 Wäher (4,4 Mio. nahmen am 2. Wahlgang der Primä#rwahlen der Rechten teil – die Latte ligt hoch) nahmen am ersten Wahlgang der Primaires citoyennes teil, deutlich weniger als bei der > Rechten und dem Zentrum im Dezember. Ein Kandidat, der aus diesem Verfahren siegreich hervorgeht, kann erst nach der Wahl am 23. April und 7. Mai – mit Einschränkungen sagen, wie damals VGE 1976 über den Präsidenten in Verdun-sur-le-Doubs – „sa circonscription est la France“, weil jetzt erstmal die PS eine Liste mit einem Namen aufstellt, den sie am 22. 4. ins Rennen schickt.

> www.lesprimairescitoyennes.fr

Heute abend mehr.


Die Ergebnisse 1/3 der Wahllokale liegen vor: Am Sonntag um 21 h 10 meldet LE MONDE : > Primaire : Benoît Hamon en tête devant Manuel Valls, Montebourg éliminé: „Le député des Yvelines obtient 35,21 % des voix contre 31,56 % pour l’ex-premier ministre.“

Die folgenden Kandidaten werden sich der Primärwahlen der Linken am 22. und 29. Januar stellen: > Élection présidentielle 2017 : Candidats + campagne électoral + bibliographie + sitographie

Der Wahlkampf für den ersten Wahlgang der Primaires citoyennes war extrem kurz. Erst die Weihnachtspause, dann der Übergang ins Neue Jahr. Jetzt müssen die Wähler über Kandidaten entscheiden, deren Programme heute in der Samstagsausgabe von LE MONDE noch einmal in ihrer ganzen Breite in tabellarischer Überischt vorgestellt wurden. Jeder Kandidat wirbt um das Vertrauen der Wähler für sein Programm, mit dem er sich auch gegenüber den Konkurrenten absetzen möchte. Wird es wieder eine Überraschung wie bei der > Primärwahl der Rechten und des Zentrums geben, bei der der Favorit Nicolas Sarkozy auf dem dritten Platz landete und das Ende seiner politischen Karriere bekanntgab? Wird Manuel Valls der Premierminister von François Hollande sich gegenüber den Mitbewerbern durchsetzen können? Oder wird ihm die Politik seiner Amtszeit angekreidet werden? Hat er die Wähler von seinem Programm überzeugen können? Und überhaupt, die Primärwahlen der Gauche lenken die Aufmerksamkeit auf die Linken; verhalten sie sich geschickt, um daraus einen Vorteil für den ersten Wahlgang der > Présidentielle am 23. April ziehen zu können? Oder wird ihre Uneinigkeit und die fehlende Zustimmung der Wähler weiterhin den Außenseiter Emmanuel Macron begünstigen, dessen Versammlungen immer voller werden, und der mit seiner Partei En Marche nicht an diesen Primärwahlen teilnimmt.

Die folgenden Kandidaten werden sich der Primärwahlen der Linken am 22. und 29. Januar stellen:
> #Primaires citoyennes 22/29 janvier 2017
> Primaire à gauche : qui sont les sept candidats retenus ? – LE MONDE, 15.12.2016

> Comparez les programmes des candidats à la primaire de la gauche ***** – Le Monde

Das Ergebnis der Präsidentschaftswahl am 23. April und 7. Mai 2017 ist noch offen. Möglicherweise, folgt man > Meinungsumfragen BFMTV, könnten François Fillon und Marine Le Pen (FN) in den zweiten Wahlgnag einziehen. Der Abstand zwischen Manuel Macron und François Fillon beträgt 10-12 %, ob Macron diesen Abstand noch verringern wird? > Fillon s’inquiète de la dynamique Macron – LE MONDE 21.12.2016

> Comparez les programmes des candidats à la primaire de la gauche – Le Monde

> La Haute Autorité des Primaires

> Sept candidats retenus pour la primaire de la gauche – LE MONDE, 17 12.2016

> Primaire à gauche : qui sont les sept candidats retenus ? – LE MONDE, 15.12.2016

> #Presidentielle2017

> Benoît Hamon

> Arnaud Montebourg

> Vincent Peillon

> Manuel Valls

> Jean-Luc Bennahmias

> François de Rugy

> Sylvia Pinel

Der oder die Kandidatin, der/die im 2. Wahlgang am 29. Januar an erster Stelle stehen wird, darf am ersten Wahlgang der Prsidentschaftswahl am 23. April 2017 teilnehmen. Am 7. Mai findet der 2. Wahlgang statt.

> Présidentielle et législatives 2017 : les dates des prochaines élections

Auf Twitter kann verfolgt werden, wie der Wahlkampf um zur Präsidentschaftswahl sich alle fünf Jahre zu einer nationalen Debatte entwickelt, bei der alle politischen Themen auf den Prüfstand gestellt werden. In einem früheren Beitrag haben wir Aufgaben zu dieser Tweetline gestellt: > Présidentielle 2017 (I) – mit Twitteraufgabe

> Présidentielle 2017 : quels sont les candidats ? LE MONDE | 05.09.2016 à 09h51 • Mis à jour le 17.12.2016 à 14h33 | Par Gary Dagorn

> Présidentielle 2017 (II) – Primaires de la droite et du centre

> Le Président de la République: un roi élu ? – 9. April 2007

> Le discours de François Hollande pour les 55 ans de la Constitution de la Ve République – 4. Oktober 2013

> Apprenons un nouveau mot: la présidentialisation – 23. Mai 2007

Bilanz 2016 und Programm 2017

Bilan 2016: Am 15. Januar 2016 wurden die Ergebnisse der Online-Befragung zu der Loi numérique verkündet: > Les résultats de la consultation en ligne : Projet de loi pour une République numérique.

Ein spannendes Projekt. Stellen Sie sich vor, unserer Bundesregierung würde eine Anhörung zu einer wichtigen Gesetzesvorlage online von den Bürgern diskutieren lassen.

Das ist die > Timeline unseres Twitter-Accounts FranceBlogInfo >>>>>>

Weil wir (nicht schon wieder) nach Blois reisen konnten, bekamen die Schüler des Lycée Augustin-Thierry à Blois am > 22 janvier 2016 : La journée franco-allemande. Notre message vidéo zum Ansehen statt eines Vortrags geschickt. Am 28. Janaur 2016 haben wir die Präsidentin der Commission consultatif des droits de l’homme CNCDH, Chrstine Lazerges, besucht: > Les réfugiés, les migrants, les demandeurs d’asile et les droits de l’hommeUne interview de la Présidente de la CNCDH. Am gleichen Tag waren wir bei Alfred Grosser: > Un entretien sur l’actualité avec Alfred Grosser.

Im Februar gedachten wir der Schlacht um Verdun: > Am 21. Februar 1915 begann die Schlacht um Verdun. Immer mal wieder muss Grundsätzliches zum > Bloggen für die deutsch-französische Kooperation gesagt werden, so am 9. Februar 2016. Ereinnern wir hier an das Attentat in Brüssel > Le 22 mars 2016 à Bruxelles. Vergleichen, was eigentlich nicht vergleichbar ist: > Der Vergleich X: Digitale Agenda 2025 in Deutschland und die Loi numérique en France. Auf der Buchmesse in Leipzig hielt Bernd Schmidt > seine wunderbare Rede, warum man Französisch lernen solle. besonders deutlich muss amn immer werden, wenn das Urheberrecht bedroht ist: > Gare à la gratuité scientifique !, so am 9. März 2016. Im April haben wieder einmal über den Unterricht mit digitalen Hilfsmitteln berichtet: > Enseigner avec le numérique. Am 20.April 2016 ging es um > Schule und Politik: Vom Twittern in Frankreich und Deutschland

Im April wurde der Bericht zur Integration vorgestellt: > Bericht von Frau Annegret Kramp-Karrenbauer und Herrn Jean-Marc Ayrault zur Förderung der Integration in unseren Gesellschaften. Im Mai fand die > Gedenkveranstaltung in Verdun statt: > La cérémonie des commémorations de la bataille de Verdun : Le programme 4 000 jeunes pour Verdun > Weitere Artikel über die Gedenkveranstaltung in Verdun. Im Juni haben wir mit einer Serie begonnen, die uns noch länger beschäftigen wird: > Der Vergleich (XII) : L’allemand en France, Französisch in Deutschland (I) Über den > Brexit haben wir auf unserem Blog mehrmals schon berichtet. Das ist aber auch zu spannend, mit Schülern die Entwicklung dieses Ereignisses zu verfolgen: Frankreich-Deutschland und der #Brexit (II)Die Twitter-Analyse. > 16 Gründe,w arum der brexit nicht stattfinden wird zählt unser Kollege vom Klett-Cotta Blog auf. Im Juli haben wir das Institut der Menschenrecht in Berlin mit der CNCDH verglichen: > Der Vergleich (XIII) : Die Menschenrechte in Frankreich und Deutschland. Am 14. Juli wurden auf der Promenade bei einem > Terroranschlag on Nizza 86 Menschen getötet und mehr als 300 zum Teil sehr schwer verletzt.

Im August haben wir das wunderbare Buch von Nicolas Eybalin, > Quand les lieux racontent l’Histoire de France hier besprochen.

Im September kam der> Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet. Anlässlich eines Vortrags in Essen haben wir dessen Inhalt hier zusammengefasst: > Prévenir la radicalisation des jeunes / Der Radikalisierung von Jugendlichen vorbeugen. Am 26. Oktober haben wir Azouz Begag n Stuttgart interviewt: > Nachgefragt. Azouz Begag: Wie steht es um die Immigration in Frankreich?. Auf der Buchmesse in Frankfurt hat Premierminsiter Manuel Valls die Année Francfort français vorgestellt: > #fbm16 – A Francfort, le Premier ministre Manuel Valls s’adresse à la jeunesse franco-allemande – #fbm17. Das Highlight im November: > Die Reise nach Montpellier: > Der Vergleich (XII) : L’allemand en France, Französisch in Deutschland (III). Besuch im Maison de Heidelberg à Montpellier. In diesem Monat stand die > Deutsch-französische Digitalkonferenz,Berlin: 13. Dezember 2016 im Mittelpunkt deutsch-französischen Interesses. Während des ganzen Jahres haben wir unsere > Videos mit Interviews weiter ergänzt.

Programm 2017: Im Rahmen des Französischen Jahrs 2017 in Deutschland wird es viele zusätzliche Veranstaltungen zur französischen Kultur, Literatur und Kunst in Deutschland geben. > 2017 wird ein französisches Jahr in Deutschland werden. Zuerst werden wir im Januar den > deutsch-französischen Tag feiern. Nächstes Jahr wird uns der > Brexit wieder beschäftigen. Boris Johnson sollte sein > Buch über Winston Churchill einmal wieder lesen! Wir werden unseren Vergleich der deutschen Kultur in Frankreich mit der französischen Kultur in Deutschland weiterführen.

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