leweb3
Das Unternehmen Six Apart und der Leiter seiner französischen Filiale, Loïc Le Meur, hatten das Treffen Le Web 3 organisiert.
Die Vielfalt der Themen, die das > Programm der Konferenz auflistet, könnte auch erklären, wieso in Deutschland die Zahl der Blogs in Vergleich zu Frankreich viel niedriger ist. Eine ähnlich große Konferenz hat es hier noch nicht gegeben, wenn man von Veranstaltungen wie chanceweb2.0 einmal absieht. Verfolgt man aber nur die Websites der auf der Pariser Konferenz vertretenen Unternehmen mit ihren Geschäftsmodellen scheint sich die Frage, ob Bloggen eine Eintagsfliege oder gar eine mehr oder weniger große Blase ist, zu erübrigen. Allerdings sind alle in Paris behandelten Themen auch auf dieser Seite des Rheins in einer Vielzahl von Konferenzen wie auch auf den > Webmontagen behandelt worden. Mal sehen, was in den nächsten Tagen noch in den Blogs zu Leweb3 geschrieben werden wird: > http://technorati.com/search/leweb3.
Der Innenminister, Nicolas Sarkozy (UMP), folgte der Einladung und François Bayrou (UDF) erschien auch, nur Ségolène Royal kam nicht zu diesem Treffen. > Libération berichtete über Sarkozys Worte, der gegenüber den 1000 Bloggern den Rückstand Frankreichs in Sachen Internet bedauerte. > ZDNet.fr resümierte den Beitrag von F. Bayrou. Es ist schon interessant, wenn die Bloggemeinde, mit den Politiker, über deren Aktivitäten gebloggt wird, zusammentrifft.
Auf jeden sind die Blogs > http://technorati.com/search/leweb3 eine prima Quelle, um die Reaktionen und Kommentare zu dieser Konferenz zu verfolgen.
> Le Web 3 en conférence à Paris, ou „comment faire de l’argent avec le Web 2.0 ?“ LE MONDE, 11. Dezember 2006


Im Institut français in Stuttgart gab es heute abend eine dreifache Premiere. Zuerst begrüßte der neue Hausherr, M. Christian Dumon, der als Direktor des Instituts Bernard Bessières folgt, der im August wieder nach Frankreich zurückgekehrt ist, die Gäste des heutigen Abends.
Zeit erkannt. In dem Maße wie die Nationalstaaten an Bedeutung zunahmen, nahm auch die staatliche Einflußnahme zu. Vor 1914, z.B. auf dem Welfriedenskongreß von Paris, zwischen den beiden Weltkriegen unter dem Einfluß des Völkerbundes und nach 1945 gab es verschiedene Initiativen, die auf die Gestaltung von Schulgeschichtsbüchern versuchten, Einfluß zu nehmen. Professor Alexandre erinnerte an die Beilage von DAS PARLAMENT, die 1954 die Geschichte und die Perspektiven der Schulbuchforschung vorstellte. Das deutsch-französische Geschichtsbuch knüpft an die erfolgreiche Tradition der Arbeit des >
Peter Geiss, Autor des neuen Geschichtsbuches Studienrat am Bonner Friedrich-Ebert-Gymnasium mit einem deutsch-französischen Zweig – eine sehr interessante Schule, an der ich meine Referendarszeit absolviert habe – stellte den Ansatz und den Aufbau des deutsch-französischen Geschichtbuchs, berichtete über heftig diskutierte Fragen im Autorenteam und nannte Themen, die unstrittig waren. Fragen wie die Bewertung des Zweiten Weltkriegs oder des 8. Mai waren völlig unkritisch. Unterschiedliche Sichtweisen gab es bei den französischen und deutschen Autoren hinsichtlich der Rolle der transatlantischen Beziehungen: Stichworte wie die Luftbrücke oder die Kennedy-Rede in Berlin deuten auf deutsche lieux de mémoire hin, während in Frankreich die Beziehungen zu den USA, Stichwort: amerikanischer Kulturimperialismus, anders und kritischer gesehen werden. Solche Diskussionen sind nicht durch Kompromisse gelöst worden, sondern werden unter dem Stichwort „regards croisés abgehandelt. Ein anderes Beispiel ist die Behandlung des Kommunismus in deutschen Schulbüchern unter dem Eindruck der sowjetischen Bedrohung, des SED-Staates und der Stasi dargestellt, während in Frankreich an die Rolle der Kommunisten im Widerstand gegen die deutsche Besatzung erinnert wird. Auch hier werden die unterschiedlichen Sichtweisen thematisiert. Das deutsche Wirtschftswunder nach 1945 wird in einem solchen Gechichtsbuch relativiert und in den europäischen Kontext eingebettet