Luc Chatel : La circulaire sur les leçons de morale à l’école

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Ein bisschen Blogstatistik

Heute ist der Tag ja noch nicht zu Ende, aber gestern hätten die Besucher dieses Blogs wie fast jeden Tag so gerade in den Mozartsaal der Stuttgarter Liederhalle gepasst. Und natürlich würde ich Sie dort gerne einmal ansehen. Wer sind unsere Besucher? Wenn man die heute auf diesem Blog am häufigsten aufgerufene Seiten ansieht, dann darf man vermuten, dass unter den Besuchern viele Schüler sind, die mit diesem Blog merken, dass es sich bei so viel Vielfalt nicht lohnt, das Erlernen der französischen Sprache aufzugeben. Ein bisschen Statistik: Seit September 2007 wurden hier 1.291 meist zweisprachige Artikel, 12 Seiten wie > Argumente für Französisch verfasst, die in 43 Kategorien geordnet wurden und mit 476 Schlagwörtern versehen wurden. Jetzt fehlen nur noch die Erfolgsstories von denen, die aus diesem Blog einen kleinen oder großen Gewinn für Ihre Französischstunden gezogen haben:

Diese Seiten wurden heute am häufigsten aufgerufen:

> Studieren in Frankreich

> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret

> Le nouveau roman de Évelyne Brisou-Pellen. Lire un livre intégral

> 27. Französische Filmtage in Tübingen und Stuttgart

> Landeskunde-Lektüren Sek. I – Der Tipp: L’intrigante de Montpellier

> Französisch-Lektüre für Sek I. Nicolas Sconza : Sous le ciel de Marseille

> Bac: Réviser avec la Toile ? Abiturvorbereitung mit dem Internet?

> La gare de Strasbourg – Der Hauptbahnhof von Straßburg

> PONS: Das neue Forum für Französisch

Der Deutsch-Französische Tag 2010

Am 22. Januar wird wieder der Deutsch-französische Tag gefeiert. Am 22. Januar 1963 haben der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer in Paris den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit unterzeichnet. Dieser Tag ist, seitdem Jacques Chirac und Gerhard Schröder dies vereinbart haben, für die Schulen in beiden Ländern ein gute Gelegenheit, die Schüler an die Vielfalt der deutsch-französischen Beziehungen zu erinnern. Er ist mittlerweile aber auch für die Schüler und ihre Lehrer eine willkommene Gelegenheit, die Regierungen in beiden Ländern daran zu erinnern, dass blosse Versprechungen, enger miteinander zusammenarbeiten zu wollen, nicht reichen.

Journée franco-allemandeDer deutsch-französische Tag ist jedes Jahr wieder eine gute Gelegenheit, an die notwendige Aufwertung des > Französischunterrichts zu erinnern. Viele Schüler wählen Französisch ab, bevor sie einen Eindruck von der Vielfalt der französischen Literatur bekommen haben. Und dabei ist es so leicht das Interesse für den Französischunterricht wecken: Die Auswahl an Lektüren ist riesig und Klett bietet eine richtige > Lektüresuchmaschine. Mit dem Lesen beginnen, heißt, sich das > Lesevirus einfangen. Man muss einmal ein ganzes Taschenbuch gelesen haben, dann kommt gleich das nächste dran. Und wie fängt man dann an zu schreiben? Erst lesen, dann schreiben, so lauten die beiden Kapitelüberschriften in den Wörtern von Sartre, seiner Autobiographie, Les Mots (1960), in der er erklärt, wie er zum Schreiben gekommen ist. Und danach, in der Oberstufe, lohnt es sich echt, mal in sein Buch Qu’est-ce que la littérature? (1947) zu gucken: Warum schreibt man, für wen schreibt man? Mit diesem Buch kann man unglaublich viel über die Bedeutung der Literatur und über den Anteil des Lesers lernen.

In den den letzten beiden Jahren haben wir einige Schriftsteller besucht und sie nach ihren Büchern befragt. Demnächst wird diese Reihe hier fortgesetzt. Rousseau, u.a. warten auf uns.

Les interviews imaginaires:

> Une visite chez Gustave Flaubert
> Une visite chez M. Zola
> Une interview avec François Guizot, Ministre de l’instruction publique et des cultes>
> Une visite chez Michel de Montaigne
> Une visite chez Honoré de Blazac

Und hier steht auch was über Bücher:

> La littéature française III: Stendhal
> La littérature française (II): Gustave Flaubert
> La littérature française (I): Charles Baudelaire

Und Gilles Floret hat die Diktate gesprochen, mit denen man hier auf dem Blog seine Französischkenntnisse trainieren kann.

Am besten man fängt mit dem ersten an. Wenn man alle durchgemacht hat, kann man sich an seinen eigenen Erfolgen echt freuen:

Diktate mit Gilles Floret:

> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret (XII)
> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret (XI)
> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret (X)
> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret (IX)
> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret VIII
> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret VII
> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret VI
> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret V
> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret IV
> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret III
> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret II
> Cinq minutes de dictée avec Gilles Floret I

Zu allen Diktaten gibt es auch immer den Text – aber erst hören, dann schreiben.

Und auf diesem Blog gibt es insgesamt 1050 Beiträge zu den deutsch-französischen Beziehungen, zur Literatur, zu den > Medien, zur Politik in Frankreich, zu > Web 2.0 (131 Beiträge). Und hier gibt es eine > Anleitung für dieses Blog zum Ausdrucken.

Wenn Schüler mal ein wenig genauer die Zeitungen der letzten Monate auswerten (Was wird wo zu welchem Thema über das Nachbarland geschrieben? > Google News Archiv-Suche oder > Recherche dans les archives de Google Actualités), zum Beispiel hinsichtlich der vielen französischen Vorschläge zur Intensivierung der deutsch-französischen Zusammenarbeit, dann dürfen sie doch schon mal fragen, was für sie dabei herauskommt. Die französische Idee eines > ministre franco-allemand / deutsch-französischer Ministers ist in Berlin offenbar nicht gut angekommen, jedenfalls gewinnt man den Eindruck, man zieht es dort vor, lieber nichts mehr zu diesem Thema zu hören. Stattdessen treffen sich weiterhin die beiden > Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit Staatsminister Hoyer und Europastaatssekretär Lellouche und bereiten u.a die nächste Sitzung der Deutsch-Französischen Ministerrats vor.

> Am 22. Januar feiern Deutschland und Frankreich zum 8. Mal den deutsch-französischen Tag. Der Ernst Klett Verlag hat für Sie > passende Arbeitsblätter und Spiele für den Unterricht zusammengestellt. > Und es gibt ein Gewinnspiel! Gewinnen Sie für Ihre Schule einen Besuch von Azouz Begag!

> Deutsch-Französischer Tag 2010

> Deutsch-französischer Entdeckungstag

> Invitation à la journée franco-allemande 2010

> Deutsch-französischer Tag – Journée franco-allemande

Publié, il y a un an:
> Appel pour la Renaissance des relations franco-allemandes- Von der Normalisierung zur Entfremdung? Aufruf zum Deutsch-Französischen Verhältnis

> Les relations franco-allemandes et la société civile

Wie lernen Schüler am besten Französisch?

Dieses Heft richtet sich an Eltern, die vor der Entscheidung stehen, ob ihr Kind Latein oder Französisch wählen soll, ob ihr Kind einen bilingualen Kurs belegen soll oder ganz einfach an Eltern, die Sorgen haben, Französisch könne als Fach zu schwer werden. Auch wenn mal die Leistungen nachlassen sollten, und wenn dann nach den Ursachen geforscht wird, bietet dieses Heft nützliche Ratschläge an. Nachhilfe ist nicht immer sofort sinnvoll. Viele Hinweise sachlicher Art zum Aufbau des Lehrwerks enthalten schon eine ganze Reihe von nützlichen Hilfestellungen mit Anmerkungen zu den zahlreichen Möglichkeiten des Schüleraustauschs, und die Liste der Internet-Adressen eröffnet auch Schülern neue Perspektiven. Die Informationen über das > Medien, die über das Internet erreichbar sind, bietet heutzutage viele weitere Möglichkeiten, Frankreich und die französische Sprache kennenzulernen. Schüler kriegen das französische Sprachvirus, wenn sie merken, wie schnell man Gelerntes bereits anwenden kann. Die > Web 2.0-Dienste aller Art sind bestens geeignet, um den Spaß an Kommunikation in französische Bahnen zu lenken. Mit dem Lesen oder Schreiben von > Blogs werden neue didaktische Dimensionen erschlossen.

Das Thema Hausaufgaben wird nur zum Reizthema, wenn es schon lästig ist. Normalerweise wissen die Schüler ganz genau, was zu tun ist. Dieses Heft verrät Eltern, was so läuft ud hilft ihnen den Stand der Dinge zu Hause richtig einzuschätzen. „Wir haben nichts auf,“ ist immer der erste Hinweis, dass man mal nachhören darf.

Waren sie mit Ihren französischlernenden Kindern schon mal in Frankreich? Nein? Dann wird es aber Zeit. Bei individuellen oder gemeinsamen Schulaustauschprogrammen berät das > Deutsch-französische Jugendwerk.

Und wenn dann noch die > Lektüren dazu kommen, muss man sich nicht immer nur auf das Lehrbuch konzentrieren. Die Vielfalt der Geschichten, die auch für 1.-3. Lernjahre angeboten werden ist beeindruckend. Und viele von ihnen enthalten auch eine Hör-CD.

Lectures françaises :

Anne Fleßner: > Une semaine très chargée
36 Seiten, Empfohlen für Niveau A1, A2

Anne Fleßner: > Des vacances mouvementées
48 Seiten, Empfohlen für Niveau A1, A2

Isabelle Duras, Un éte à Paris
Empfohlen für Niveau A2

Jan A. Verschoor Gérard Hérin: > Le blessé du parking
56 Seiten, Empfohlen für Niveau A1, A2

Catherine Bernot u.a.: > Drame au collège
Empfohlen für Niveau A2

Und bei Klett gibt es eine > Lektüresuchmaschine.

Mein Tipp: > Nicolas Sconza : Sous le ciel de Marseille

> Argumente für Französisch: Hier finden Sie eine Liste von 12 Beiträgen auf diesem Blog, in denen wichtige Argumente für das Fach Französisch erklärt werden. Ansonsten finden Sie auf diesem Blog 1030 Beiträge / Argumente zugunsten des Fachs Französisch. Oder > Fotos als Anregung für Ihren nächsten Frankreich-Urlaub. Oder 100 Beiträge über die > Kultur in Frankreich oder 94 Beiträge zur > französischen Literatur.

Eynar Leupold,
Découvertes Atelier > Sicher und gut Französisch lernen
Elternbuch mit Audio-CD
978-3-12-522881-8
(identisch mit: 3-12-522881-6)

Une rencontre avec Amélie Nothomb

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Choisir une lecture – Eine Lektüre auswählen

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Prix des lycéens allemands – 2008

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Literatur im Französischunterricht

Die Behandlung von literarischen Texten im Französischunterricht wird auch heute noch manchmal in modernen Positionen der Fachdidaktik vernachlässigt. Andreas Nieweler berichtet in seiner Fachdidaktik über den Rückgang der literarischen Texte in den sechziger Jahren, als audiovisuelle Methoden die Oberhand gewannen. In den achtziger und neunziger Jahren kamen literarische Texte wieder in die Curricula zurück, wenn auch Sachtexte ihnen gleichbedeutend an die Seite gestellt wurden. (Vgl., S. 206) Es ist richtig, dass in der Literaturdidaktik Lesemethoden mehr als die Auswahl der Texte diskutiert werden. (cf. Nieweler, S. 208). Auf die Diskussion des Kanons – Nieweler nennt wichtige „Kriterien für die Auswahl literarischer Texte“ – möchte ich mich hier noch nicht einlassen; zuviele Vorlieben, Vorbehalte und persönliche Interessen sind in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen.

Es geht um dabei um viel mehr. Der Französischunterricht ist heute in erster Linie von Noten und Leistungsnachweisen geprägt. Vokabeltests dienen zuweilen eher der Disziplin als der Faszination die Anwendbarkeit des Gelernten zu entdecken. Französisch wird immer noch oft auf Kommunikationssituationen und Grammatik reduziert anstatt als das beste Mittel verstanden zu werden, mit dem die Geschichte und die Literatur unseres Nachbarn entdeckt wird. Wie oft wurde aber in der Referendarzeit gesagt, das sei zu schwer für die Schüler, und das Limit wurde auf 10 neue Vokabeln pro Stunde gesetzt, damit die Schüler ja nicht überfordert wurden.

Der Literaturkurs in Klasse 13 ist die wichtigste Erinnerung an meine Zeit als nebenamtlicher Lehrer vor dem 1. Staatsexamen. Rousseau, Voltaire, Balzac, Stendhal, Hugo, Flaubert, ja sogar Rimbaud waren mit dabei. Die Schüler berichteten über die Texte, die sie gelesen hatten, entdeckten Querverbindungen und wurden auf die nächsten Texte neugierig. Camus hat in Le premier homme beschrieben, wie er und sein Freund sich nach dem Besuch der Bibliothek auf die nächste Bank gesetzt haben, um die gerad entliehenen Bücher aufzuschlagen, ganz neugierig, was sie sie ihnen denn diesmal bieten würden. In dieser Hinsicht muß der Französischunterricht wieder zu einer Entdeckungsreise werden, die den Gedanken an eine Abwahl gar nicht erst aufkommen läßt.

Ich meine, die französische Literatur ist interessant genug, um auch heute noch mit allen Medien erfolgreich konkurrieren zu können. Aber mit den heutigen Sachtexten kann die Vielfalt dieser Literatur auch nicht annähernd ersetzt werden. Als Sachtext würde sich immerhin ein Auszug aus Sartres Qu’est-ce que la littérature? oder aus seinem Vortrag La responsabilité de l’écrivain (1946) eignen, in dem er gleichzeitig die Verantwortung des Autors und die des Lesers für die Freiheit der Literatur demonstriert. oder Texte zu den > deutsch-französischen Beziehungen.

ItinérairesDer Rückgang der Literatur im Französischunterricht ist eine Fernwirkung des kommunikativen Ansatzes und eine Folge des allgemeinen Klagens, mit den Schülern von heute könne man anspruchsvolle Texte nicht mehr lesen. Das ist aber nur ein On dit. Werden sie mit ihren Interessen und heute so vielfältigen Kenntnissen ernstgenommen, dann öffnet ihnen die Literatur die Perspektive auf die kulturelle Vielfalt unseres Nachbarn. In meinem Unterricht müßten die Schüler regelmäßig über ihre Leseerlebnisse berichten. In den ersten Lernjahren gibt es genug > an die Kenntnisse angepaßte Lektüren, später bieten Lektüren wie zum Beispiel > Itinéraires oder das Internet genügend Gelegenheiten, interessante literarische Texte zu finden.

Die Beiträge auf diesem Blog geben, gemäß seiner Konzeption, die Meinung der Autoren und nicht unbedingt die des Ernst Klett Verlags wieder.

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