„Inter Kultur Foto art Syrien: Krieg – Flucht – Ankunft“ : ein „Syrischer Tag“

> 29 mai 2016 : Les commémorations de la bataille de Verdun


Institut français in Zusammenarbeit mit INTER KULTUR FOTO ART: einen „Syrischen Tag“.

Inter Kultur Foto art
Syrien: Krieg – Flucht – Ankunft. Perspektiven Junger französischer, syrischer und deutscher Fotografen:
Dauer: Samstag, 11. Juni bis Freitag, 29.Juli 2016
Eröffnung:
Teil 1: Samstag, 11. Juni im Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart
Teil 2: Sonntag, 12. Juni auf dem Marienplatz und Café & Bar Condesa, Marienplatz 11, 70178 Stuttgart, anschließend Thementag Syrien im Institut français

Parallel zu den Ausstellungen „INTER KULTUR FOTO ART Syrien: Krieg – Flucht – Ankunft. Perspektiven junger französischer, syrischer und deutscher Fotografen“ gibt es Vorträge und Gespräche über die aktuelle Brisanz der Lage in Syrien auch aus historischer, künstlerischer und medienwissenschaftlicher Perspektive.

Sonntag, 12. Juni, ab 12.00 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart

Programm:

13.30 Uhr Gespräch: Syrien – Berichte über einen komplexen Konflikt

Der Journalist und Syrien-Experte Jörg Armbruster gibt eine Einführung in die Komplexität des Syrien-Konflikts – von seiner Entstehung durch die Repression von Protesten durch die Assad-Regierung im Frühjahr 2011 bis heute. Im Anschluss führt er ein Gespräch mit zwei syrischen Gästen, die über Ihre Erfahrung des Krieges berichten. Sprache: Deutsch / Englisch

15.30 Uhr Vortrag und Diskussion: Die Macht der Bilder – über die Verwendung von Bildern in den Medien

Warum eignen sich gerade Bilder so gut für strategische und/oder ideologische Verwendungen? Antworten darauf versucht Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach (Universität Tübingen), der sich u.a. mit den ästhetischen und ethischen Problemen des Medienwandels und der modernen Bildkultur auseinandersetzt, in seinem Vortrag anhand einiger aktueller Beispiele zu finden. Moderation: Dr. Felix Heidenreich (IZKT der Universität Stuttgart) – Sprache: Deutsch / Französisch


Lektüreempfehlung: In unserem > Lesebericht: Gerhard Schweizer, Syrien verstehen hieß es u. a.: „Wie kann die Wiederherstellung des Friedens in Syrien gelingen? Es gibt unmittelbare Gründe für den Ausbruch des Bürgerkriegs, der sich am Widerstand des Regimes gegen die Bewegung des Arabischen Frühlings entzündet hat. Er zeigt, wie die Probleme des Nahen Ostens durch die Lage in Syrien noch weiter verschärft werden. Die Befriedung Syriens ist heute die allererste Aufgabe. Zu ihr gehören umfassende Kenntnisse vor allem der Geschichte, der Politik und der Gesellschaft in Syrien. Die hat Gerhard Schweizer in seinem Buch > Syrien verstehen. Geschichte, Gesellschaft und Religion, das in der 2. Auflage bei Klett-Cotta erschienen ist, vorgelegt.“ > Bitte weiterlesen.


17.30 Uhr Vortrag und Diskussion: Widerstand und künstlerisches Schaffen

Die französische Kuratorin Delphine Leccas gibt in ihrem Vortrag Einblicke in das zeitgenössische künstlerische Schaffen Syriens. Anschließend führt Hans Christ, Leiter des Württembergischen Kunstverein Stuttgarts, mit ihr und dem syrischen Fotografen Muzzafar Salman ein Gespräch zur Frage des Engagements und des Widerstands syrischer Künstler seit Beginn des Konfliktes. Moderation: Hans Christ (Leiter des WKV Stuttgart) – Sprache: Englisch/Deutsch – Musikalische Einlagen: Mohammad Abu Hajar (Berlin)

Ab 12.00 Uhr: orientalische Speisen und Getränke im Institut français
Eintritt frei

Rupert Neudeck (1939-2016)

> 29 mai 2016 : Les commémorations de la bataille de Verdun
www.france-blog.info ist auf einer Vortragsreise. Ab Montag 6. Juni erscheinen hier drei weitere Beiträge zu den Gedenkfeiern in Verdun.


https://twitter.com/redaktionmerkur/status/737601005177606144

Rupert Neudeck, der Begründer von Cap Anamur und Mitbegründer und Vorsitzender des internationalen Friedenskorps Grünhelme e.V ist am 31. Mai gestorben. Neudeck hatte bei einem Vortrag in Bonn im April 2010 in so überzeugender Weise La Peste von Albert Camus als die Bibel der NGO dargestellt: > www.france-blog.info/rupert-neudeck-parle-de-la-peste. Es geht um die Diskussion zwischen Rieux und Rambert, den Journalisten, der eigentlich die Stadt verlassen möchte.

In seinem Vortrag in Bonn, von dem wir einen Video-Auszug bewahrt haben, es war der erste Film für unseren Frankreich-Blog, hat er davon berichtet, wie er La Pest seinen Unterstützern auf der Cap Anamur mitgebracht hatte. Später gab er mir seinen Artikel über > Camus der Journalist zur Veröffentlichung auf meiner Website „Ganz am Schluß rettet der windige Bursche Rambert dann doch noch die Würde des Journalismus. „Man kann sich schämen, allein glücklich zu sein“; „Mais il peut y avoir de la honte à être heureux tout seul“. Das sagt er dem Arzt Dr. Rieux, der ihm vorher exkulpiert hatte: man müsse sich nicht schämen, sein Glück zu suchen. Denn das haben Journalisten auch wieder an sich. Sie wollen nicht ausharren, sie wollen sich nicht die Hände schmutzig machen, aber sie wollen auch gleichzeitig entschuldigt werden. Am liebsten können Journalisten sich und ihresgleichen gegenüber betonen, daß sie ein Zertifikat oder politisch noch korrekter gesagt: ein Mandat haben, das sie gar nicht befähigt, in der von der Cholera und Ebola vergifteten Atmosphäre etwas zu berichten.“ und in der Zusammenfassung schrieb Neudeck mit Blick auf Sartre: „Albert Camus hat in seinem schriftstellerischen wie in seinem journalistischen Werk auf eine Schieflage aufmerksam gemacht, die in Deutschland besonders virulent ist. Journalisten schreiben über alle Gruppen, die Kollaborateure waren – Juristen, Richter, Priester, Staatsanwälte, Mediziner -, selten oder nie über sich selbst als Versager und Verräter. Camus war der vorbildlichere Journalist als Jean-Paul Sartre, der 1934 in Berlin am Institut Français saß, Heidegger las und den Beginn des furchtbarsten totalitären Regimes der Zeitgeschichte vor seinen Fenstern nicht mitbekam. Wo bleibt die Ästhetik? Die Ästhetik des Journalismus, wie ihn Albert Camus ausgeübt hat, besteht in der ungeschmälerten Sehnsucht nach der Wahrheit und der Gerechtigkeit.“

Rupert Neudeck war ein radikaler Engagierter. Und trotzdem lebte auch er von Emotionen. In Afghanistan berichte er vom Bau einer Dorfschule. Und dann kam die Einweihung. Eine kleine Gruppe von Schülern. Einer trat hervor, erzählt Neudeck, und hielt mir einen kleinen Zettel hin: Der Name der Schule: Johann-Wolfgang-von-Goethe Schule stand darauf.

Schauen Sie sich das Video mit der besten kurzgefassten Erklärung der Pest an, die ich kenne und lesen Sie seinen Text über Camus.

Nachgefragt: Juniorbotschafter Patrick Pulsfort

> 29 mai 2016 : Les commémorations de la bataille de Verdun


Vor zwei Jahren haben wir > Patrick Pulsfort aus Flensburg kurz vor seinem Gespräch mit François Hollande auf dem > Hartmannsweilerkopf: Staatspräsident Hollande und Bundespräsident Gauck gedenken der Opfer des Ersten Weltkriegs – kennengelernt: der Präsident wollte von ihm wissen, warum er so gut Französisch spreche. Mittlerweile ist der Juniorbotschafter des Deutsch-französischen Jugendwerks geworden und für seinen > Freiwilligendienst nach Marseille umgezogen, wir haben ihn nach den Aufgaben der Juniorbotschafter und dem DFJW in Verdun befragt:

Die Gedenkfeier vor dem Ossuaire de Douaumont am 29. Mai 2016

Am 29. Mai 2016 haben Frankreich und Deutschland gemeinsam des hundersten Jahrestages der Schlacht von Verdun gedacht. 300 Tage kämpften die französischen und deutschen Soldaten unter entsetzlichen Verlusten gegeneinander. Aber Verdun ist auch ein Symbol für die Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland geworden. Vor genau 50 Jahren erinnerte Charles de Gaulle in einer Zeremonie hier an diese Schlacht. Hier trafen sich François Mitterrand und Helmut Kohl zu ihrem historischen Händedruck. Eine solche Geste kann man nicht überbieten. Aber Präsident Hollande wollte die Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich unterstreichen und auf ihren friedlichen gemeinsamen Beitrag zur Konstruktion Europas hinweisen. Die Inszenierung des Auftritts von 3400 Jugendlichen aus Deutschland und Frankreich wurde von Volker Schlöndorff durchgeführt.

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https://twitter.com/dw_deutsch/status/737204426188816388

https://twitter.com/JM_Todeschini/status/736945167953973248

Hollande und Merkel: Kranzniederlegung auf dem Friedhof von Consenvoye

Am 29. Mai 2016 legten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident François Hollande einen Kranz auf dem deutschen Soldatenfriedhof von Consenvoye in der Nähe von Verdun nieder. Sie trafen sich an diesem Tag in Verdun anlässlich der Gedenkfeier an die Schlacht um Verdun vor 100 Jahren.



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> Le Cimetière de Consenvoye

Fotos: © Heiner Wittmann

Enseigner l’allemand – Französisch unterrichten

french german 

Ces deux tweets présentent une bonne occasion de traduire en français l’article suivant :

Das Motto für diese Woche

> Am 21. Februar 1915 begann die Schlacht um Verdun

> 100 Jahre Verdun, Geschichte und Mythos einer deutsch-französischen Schlacht
Dienstag, 1. März, 19.00 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart


Für diese Woche gilt das folgende Motto:

„Il n’y a peut-être pas de jours de notre enfance que nous ayons si pleinement vécus que ceux que nous avons cru laisser sans les vivre, ceux que nous avons passés avec un livre préféré.“
Marcel Proust, Sur la lecture

Der Klassenkamerad meiner Frau, > Roger Willemsen (1955-2016), hat in der Schule schon immer von seinen Lektüren geschwärmt und alle wussten, dass er längst die Recherche du temps perdu gelesen hatte, bevor die anderen den Namen Proust überhaupt gehört haben. Ständig hat er allen von seinen Lektüren erzählt und in der Schule das gemacht, was ihm am meisten Spaß gemacht hat, das war nicht immer das, was die Lehrer erfreute; aber er hat gelesen, viel gelesen. Ob seine Passion für die Literatur von Proust inspiriert wurde? Auf jeden Fall hatte Roger Willemsen die Bedeutung, das Potential der Literatur in der Schule verstanden, und was er daraus gemacht hat!

Klar, viertausend Seiten in der Pléiade, das ist mehr als ein Taschenbuch, aber was für eine Welt! Wir freuen uns auf das Interview mit Luc Fraisse, Professor an der Universtität in Strasbourg diese Woche anlässlich dieser Veranstaltung im Stuttgarter Literaturhaus:

> Podiumsdiskussion – Reihe „Marcel Proust – Stoffe der Erinnerung“ – A la recherche – Proust Rezeption heute
Mittwoch, 2. März, 20.00 Uhr | Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstr. 4, 70174 Stuttgart

Man muss ja nicht gleich sagen, dass Literatur gefährlich sei,

aber wenn man von Proust ein paar Seiten gelesen hat, sagen wir mal 30, oder 37, dann wird man das > Lesevirus nicht mehr los. Es verändert einen. Da kann man machen, was man will. In meiner Referendarzeit hatte die Fachleiterin immer Sorge, ich würde mit den Schülern zu schwere Texte behandeln, oder hatte sie Sorge, dass die Schüler die Sprengkraft der Literatur entdecken würden? Bücher, die alles verändern? Eine neue Sicht auf die Dinge, Anregungen für die Phantasie, die Schüler würden danach aufbegehren, mehr haben wollen, antrengender werden, gar Fragen stellen, selbständiger werden, > mehr Lektüre haben wollen? Was wohl passiert, wenn ein Schüler > Balzac, > Stendhal, > Flaubert oder gar > Montaigne entdeckt und liest? Nach 30 oder 40 Seiten wissen sie, warum es sich lohnt, Französisch zu lernen.

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Les vœux de S.E.M. Philippe Etienne, Ambassadeur de France en Allemagne

Der Botschafter Frankreichs in Berlin hat in einer Grußbotschaft die deutsch-französische Zusammenarbeit 2015 gewürdigt. Der Film der französischen Botschaft:

Er hat an den Erfolg der Klimakonferenz in Paris erinnert. Bei der Ukraine-Krise haben die beiden Außenminister, Laurent Fabius und Frank-Walter Steinmeier, zusammen bedeutende Erfolge erzielt und hat auch die gemeinsame Sicherung der EU-Außengrenzen erwähnt.

Botschafter Etienne: „2016 schlagen wir eine neues Kapitel unseres gemeinsamen Abenteuers auf:“ Die Fußballeuropameisterschaft in Frankreich, und das 100-jährige Gedenken an die Schlacht um Verdun.
> 1914-2014. Und der Botschafter verspricht: „2016 soll ein weiteres Jahr unserer starken Partnerschaft werden.“

> Interviews mit S.E. Philippe Étienne, Botschafter der Französischen Republik in Deutschland

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