Deutschunterricht in Frankreich
Najat Vallaud-Belkacem: „plus que « préserver » l’allemand, je souhaite le promouvoir.“

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Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes

Nachdem wir auf unserem Blog über die neue Frankreich-Strategie des Saarlandes > Bis 2043 wird Französisch Verkehrssprache im Saarland geschrieben haben, wurde heute unser Blog in der Staatskanzlei von der Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer zu einem Interview empfangen.

Wir haben Sie nach ihrer Bilanz als Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die Deutsch-Französische Zusammenarbeit, ein Amt das sie turnusgemäß Ende 2015 an den Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz abgegeben hat, gefragt.

Zum Herunterladen:
<<< > Umsetzung der Frankreichstrategie: „Feuille de route“ verabschiedet – Saarländische Landesregierung stellt Fahrplan für 2015/2016 vor

Französische Version: > France-Stratégie

Außerdem hat die Ministerpräsidentin uns die Frankreichstrategie des Saarlandes erläutert, mit der bis 2043 Französisch als Verkehrssprache im Saarland eingeführt werden soll; nicht als 2. Amtssprache, aber Französisch soll im Saarland dennoch einen bemerkenswerten Status erhalten, der in vergleichbaren Nachbarsituationen in Europa seinesgleichen bisher vergeblich sucht:

In diesem Zusammenhang muss man daran erinnern, dass das Saarland schon längst keine bloße Grenzregion mehr ist. Man fährt von Saarbrücken nicht einfach über die deutsch-französische Grenze, sondern man reist im Saarland, in Rheinland-Pfalz, im Grenzgebiet zu Frankreich, in Lothringen oder in Luxemburg durch eine > www.granderegion.net.

Das Saarland fängt also in Sachen deutsch-französischer Kooperation keineswegs bei Null an, aber es gibt in den letzten vier Jahren eine bemerkenswerte Zahl von Initiativen zugunsten der ganz praktischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit mit Frankreich und besonders mit der Region Lothringen, die, und das ist ein erstes bemerkenswertes Ergebnis der saarländischen Frankreichstrategie, jetzt auch an einer Deutschlandstrategie arbeitet, die im kommenden Juni vorgestellt werden soll.

> Bis 2043 wird Französisch Verkehrssprache im Saarland

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer zieht eine positive Bilanz ihrer Amtszeit als deutsch-französische Kulturbevollmächtigte

kramp-karrenbauer

Der Claim > „Großes entsteht im Kleinen“ unter dem Wort-Logo Saarland auf der Pressemitteilung der Staatskanzlei hat seine volle Berechtigung. Am Dienstag 16.12.2014 war der Frankreich-Blog in der Staatskanzlei in Saarbrücken. Dort hat Minsterpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die Bilanz ihrer dreieinhalbjährigen Tätigkeit als deutsch-französische Kulturbevollmächtigte vorgestellt. Die Pressemitteilung ist überschrieben „Neue gemeinsame Wege in der beruflichen Bildung. Deutsch-Französisches Bildungsangebot – einzigartig in Europa“.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hat auf ihrer letzten Sitzung am 11. Dezember bekanntgegeben, dass der den Hamburger Erste Bürgermeister Olaf Scholz das Amt weiterführen werde. Die Minsterpräsidentin gab zu erkennen, dass das Amt des > Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die Deutsch-Französische Zusammenarbeit gerade im Saarland in guten Händen sei. Aber sie habe mittlerweile schon ein Übergabegespräch mit Bürgermeister Scholz geführt. Sie wies daraufhin, dass es in Hamburg erstaunlich viele Verbindungen zu Frankreich gebe, die man nun entdecken werde. Im übrigen hat sie ihren Nachfolger beruhigt, es werde bei Kontakten mit den Franzosen immer Dolmetscher geben.


> Parlez-vous français? Scholz jetzt Frankreich-Beauftragter – Hamburger Abendblatt 5.12.2014


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Hand in Hand. Aktuelle Betrachtung der beruflichen Bildung aus deutsch-französischer Perspektive Hrsg. vom Büro II der Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die Deutsch-Französische Zusammenarbeit.

Schwerpunkt der Amtszeit von Annegret Kramp-Karrenbauerr war der Bereich der beruflichen Bildung. Als ihren wichtigsten Erfolg bewertete sie, dass es erstmals gelungen ist, gemeinsame deutsch-französische Ausbildungszweige einzurichten. „Nach der Deutsch-Französischen Hochschule, dem Abibac und den zweisprachigen Kitas haben wir jetzt mit gemeinsamen lycées professionels und Berufsschulen einen weiteren wichtigen Schritt getan. Langfristig soll auch hier – ähnlich dem Vorbild der Abibac-Schulen – ein engmaschiges Netz an Partnerschulen entstehen. Wir bieten damit jungen Deutschen und jungen Franzosen die Chance, während ihrer gesamten Bildungsbiografie auf grenzüberschreitende Angebote und Austausche zurückzugreifen. Dies ist sinnvoll, um junge Menschen in Deutschland und Frankreich noch besser auf die Anforderungen des europäischen Arbeitsmarktes vorzubereiten. Nur Hand-in-Hand und gemeinsam entschlossen können wir der Jugendarbeitslosigkeit in Europa wirksam begegnen,“ betonte die Bevollmächtigte.

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Neue Wege in der grenzüberschreitenden beruflichen Bildung: Ein Meilenstein war die Errichtung deutsch-französischer Ausbildungszweige in Kooperation des lycée professionel Latresne/Bordeaux mit der Berufsschule Offenbach/Main im Bereich der Flugzeugwartung. Auch für die Automobilbranche wird es am lycée professionel Marly/Metz sowie dem Berufsbildungszentrum St. Ingbert künftig länderübergreifende Ausbildungsgänge geben. In der Oberrheinregion und zwischen dem Saarland und Lothringen konnten zudem Verwaltungsvereinbarungen zur grenzüberschreitenden Berufsausbildung geschlossen werden, die es jungen Menschen fortan ermöglichen, ihre komplette praktische Ausbildungsphase im Nachbarland zu absolvieren.

Fortschritte in der allgemeinen Bildung: Unter Einbeziehung aller Bundesländer und französischer Akademien konnten erstmals bilinguale Kindertageseinrichtungen in Deutschland und Écoles Maternelle in Frankreich mit gemeinsamen Qualitätsstandards in einem deutsch-französischen Netzwerk vereint werden. Bereits im ersten Jahr umfasst der Verbund 109 Einrichtungen in Deutschland und Frankreich. Unter allen Bundesländern nimmt mit 27 teilnehmenden Einrichtungen das Saarland den Spitzenplatz ein. Auch bei den Zahlen der Französischlerner an allgemeinbildenden Schulen liegt das Saarland mit Abstand vorne: Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 18,48 % lernen im Saarland 58,28 % aller Schüler Französisch. „Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass bilinguale Bildung im Saarland durch alle Altersklassen hindurch erfolgreich gefördert wird und die Rahmenbedingungen stimmen. Dies ist eine gute Basis für die Frankreichstrategie der Landesregierung“, so Annegret Kramp-Karrenbauer.

50 Jahre Elysée-Vertrag und 100 Jahre Erster Weltkrieg: Die Bevollmächtigte unterstützte die Feierlichkeiten anlässlich des 50jährigen Bestehens des Elysée-Vertrages mit einem kulturellen Beitrag in Form einer Aufführung der Künstlergruppe DIE REDNER rund um die Rede Charles de Gaulles an die deutsche Jugend vom 9. September 1962 in Ludwigsburg:


> Staatsakt in Ludwigsburg anlässlich des 50. Jahrestages der Rede General de Gaulles an die deutsche Jugend:
Präsident Hollande begrüßt die Ministerpräsidentin Kram Karrenbauer. Rechts: > Botschafter Maurice Gourdault-Montagne

Von besonderer Bedeutung waren im letzten Jahr der Amtszeit der Bevollmächtigten auch die Gedenkveranstaltungen anlässlich des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Neben der Förderung zivilgesellschaftlicher Initiativen begleitete die saarländische Ministerpräsidentin Bundespräsident Joachim Gauck bei der gemeinsamen Gedenkveranstaltung mit dem französischen Präsidenten François Hollande am Hartmannsweilerkopf im Elsass:

> La cérémonie de commémoration franco-allemande du centenaire de la Grande Guerre – Monument National du Hartmannswillerkopf (Alsace)

Deutsch-Französische Zusammenarbeit – dauerhafte Aufgabe für heute und morgen Die Bevollmächtigte zog aus ihrer Amtszeit ein positives Fazit: „Die Zusammenarbeit mit unseren französischen Partnern war in allen Bereichen eng, vertrauensvoll und freundschaftlich. Schritt für Schritt ist es gelungen, die traditionell unterschiedlichen Bildungswege in Deutschland und Frankreich zusammenzubringen und zu verzahnen. Das nunmehr bestehende deutsch-französische Bildungsangebot ist damit einzigartig in Europa und in der Welt.“

Wie steht es um die deutsch-französischen Beziehungen? Marc Ringel, Professor des DFI, antwortet auf unsere Fragen

| Die Europawahlen am 9. Juni 2024Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? | Le discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe à la Sorbonne (2) | Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler > Französisch-Leistungskurs bis zum Abitur | Lernen für DELF | Partir en France – en ligne | Harcèlement | Wiederholen und üben mit unserem Blog222 Argumente für Französisch | NEU: Apprendre le français – faire des exercices | Emmanuel Macron: Internationale Solidarität | ChatGPT | Nachgefragt: Jean-Noël Jeanneney, L’un de nous d’eux |

Heute Morgen hatte unsere Blogredaktion Gelegenheit mit Professor Marc Ringel, dem neuen Direktor des Deutsch-Französischen Instituts DFI in Ludwgsburg über den Stand der deutsch-französischen Beziehungen zu sprechen:

Marc Ringel ist Volkswirt. Am Institut d’études politiques in Paris (Sciences Po) leitet er seit 2022 den European Chair for Sustainable Development and Climate Transition. Seit 2013 lehrte er als Professor für Umwelt- und Energieökonomie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen. Seit Februar dieses Jahrs ist er Nachfolger von Professor Frank Baasner.

Das > Deutsch-Französische Institut DFI engagiert sich seit Jahrzehnten in der Förderung der deutsch-französischen Beziehungen ganz besonders auch in ihrem europäischen Kontext. Man kann das DFI auch als ein politisch unabhängiges Kompetenzzentrum bezeichnen, fördert es doch durch Austausche und Begegnungen das Engagement der Zivilgesellschaft. Ich empfehle unseren Zuhörern mit Nachdruck den Besuch der Website Ihres Instituts www.dfi.de, auf der man alle Facetten der deutsch-französischen Beziehungen findet.

Immer wieder wird vom Stottern des deutsch-französischen Motors berichtet. Es wird angedeutet, Staatspräsident Macron und Bundeskanzler Scholz würden sich nicht so gut verstehen, obwohl sie in der Öffentlichkeit Einigkeit demonstrieren. Wie ist es Ihrer Meinung nach heute um das deutsch-französische Verhältnis bestellt?

Auf unserem Blog: > Macht doch mal eine Liste aller deutsch-französischen Organisationen… -4. Juni 2022

Am 25. April hat der französische Staatspräsident Emmanuel Macron zum zweiten Mal in der Sorbonne ein > > Grundsatzrede zu Europa gehalten. Es ist bekannt, dass nach seiner ersten Europa-Rede in der Sorbonne am 26. September 2017, die Bundesregierung sich in ihren Reaktionen auf diese Rede lange Zeit eher bedeckt hielt. Diesmal hat Bundeskanzler Scholz sogleich zustimmend auf X reagiert. Und > laf Scholz on why Vladimir Putin’s brutal imperialism will fail. Germany’s chancellor says Europe needs more military muscle THE ECONOMIST 23. Mai 2024. Reicht das als Reaktion?

In den beiden Teilen seiner Rede hat Macron zuerst die Erfolge der EU (auch Frankreichs) erwähnt: „Man wird ihm kaum widersprechen können, wenn er feststellte, dass Europa, und er meint damit die EU, diese Krisen (Pandemie der Brexit) gemeinschaftlich bewältigen konnte, weil die Strukturen vorhanden waren, die neue gemeinsame Lösungen, die es so vorher noch nicht gegeben hatte, ermöglichten. In diesem Zusammenhang erinnert unsere Redaktion daran, dass die EU als ein Prozess zu verstehen ist…“ hat unserer Redaktion auf dem Frankreich-Blog geschrieben, wieso werden solche Erfolge so wenig geschätzt?

Der Präsident unterstrich in seiner Sorbonne-Rede auch die Bedeutung des grünen und digitalen Wandels, sowie die Klimaziele und damit die Absicht bis 2050 CO2-neutral zu werden. Wie steht es in diesem Bereich um die deutsch-französische Kooperation?

Mittlerweile hat Macron nochmal im Gespräch mit dem ECONOMIST > französische Bodentruppen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine erwähnt. Wie sind seine Ankündigungen einzuordnen und zu bewerten?

In zehn Tagen wird Emmanuel Macron zu einem Staatsbesuch nach Deutschland kommen. Ohne Zweifel wird der Krieg der Ukraine eines der Themen in seinen Gesprächen mit der Bundesregierung sein. Aber auch Sicherheit und die Verteidigung wie auch die anstehenden Europawahlen werden auf der Tagesordnung stehen.

Die Europawahlen am 9. Juni werden einmal mehr die Zuwächse der Rechtsextremen Parteien, des Rassemblement National in Frankreich und der AfD in Deutschland zeigen. Warum gelingt es in Paris und in Berlin nicht deren Einfluss zurückzudrängen?

Herr Professor Ringel, der Frankreich-Blog richtet sich auch Schülerinnen und Schüler und soll ihnen Dimensionen der deutsch-französischen Beziehungen vermitteln, die möglicherweise im Französischunterricht zu kurz kommen. Was sagen Sie unseren Schülerinnen und Schülern, wieso sie Französisch lernen sollten und sich auch mit den deutsch-französischen Beziehungen vertraut machen sollten?

In seiner Antwort erwähnt Mac Ringel den Service civique. Vgl. dazu: Nachgefragt : La Présidente de l’Agence du Service Civique répond à nos questions – 12. Mai 2021

Auf unserem Blog:

> Nachgefragt: Stefan Seidendorf (DFI) spricht über den Conseil national de la refondation (CNR) -30. September 2022

> Deutsch-französische Initiative “Europa muss zusammenstehen” – Nachgefragt: Prof. Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen, 22. Mai 2020

> Nachgefragt: Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen zu den Gelben Westen, Grand Débat National und Aachener Vertrag -22. Februar 2019

> Nachgefragt: Martin Villinger empfing uns in der Bibliothek des Deutsch-Französischen Instituts in Ludwigsburg – 21. Juli 2017

Die Corona-Pandemie in Deutschland und Frankreich

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Ergänzung:
Der Expertenrat der Bundesregierung spricht in seiner ersten Stellungnahme von der Möglichkeit einer explosionsartigen Verbreitung der Omikron-Variante: > Die Stellungnahme des Expertenrates der Bundesregierung vom 19.12.2021

Unser Artikel folgt hier nach 5 Tweets:

Ergänzt am 24. November 2021:


> Atlas des données de la Covid-19

> Le point de situation hebdomadaire Covid – 19 ce vendredi 15 avril 2022 – Délégation à la communication – Ministère de l’Éducation nationale et de la Jeunesse

> Le point de situation hebdomadaire Covid – 19 ce vendredi 18 mars 2022 – Délégation à la communication – Ministère de l’Éducation nationale et de la Jeunesse


> Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard

> Fallzahl des Coronavirus (COVID-19) in Deutschland, Frankreich und Spanien seit Februar 2020 (de.statista.com – Stand: 18. November 2021)


Die Tweets vom > Ministère des Solidarités et de la Santé und vom > Bundesministerium für Gesundheit – sind eine gute Gelegenheit, sich allerlei Aufgaben – Zeitungsartikel, verfassen, Diskusssionsrunde: Die Krise in Frankreich und in Deutschland etc. – auszudenken – bis hin zu einer Vokabelliste rund um die Pandemie. PONS wird sicherlich helfen dabei:

> Informationen in deutscher Sprache über die geltenden Regelungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus – Deutsche Vertretungen in Frankreich


> Frankreich: Reise- und Sicherheitshinweise (COVID-19-bedingte Teilreisewarnung) – Auswärtiges Amt

> Coronavirus COVID-19: Informationen zu der Situation in Frankreich AHK

> COVID-19-Pandemie in Frankreich – Wikipedia

Auf unserem Blog: > #CoronaVirus – COVID-19-Krise

#FRAFRA2017 : Les auteur-es invité-es à la Foire du Livre de Francfort 2017

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> Auteurs dans la délégation française Jetzt sind es 132 Autoren. Wir aktualisieren ganz bald unsere Liste: Au début du mois de février 2017, notre blog a été labellisé > Francfort en français 2017 > La labéllisation. Tweets by FRAFRA2017 > Frankreich wird Gastland auf der Frankfurter Buchmesse 2017 > www.twitter.com/FraFra_2017 -> avec des auteurs français qui viendront cette année

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Helmut Schmidt ist tot

https://twitter.com/lemondefr/status/664093818682126336

Helmut Schmidt (23. Dezember 1918 – 10. November 2015) starb heute im Alter von 96 Jahren in Hamburg. Von 1974 bis 1982 war er Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Als Senator der Polizeibehörde in Hamburg wurde er während der Sturmflut 1962 bekannt. Er war Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion von 1967 bis 1969. 1969 wurde er Bundesminister der Verteidigung und 1972 übernahm er auch noch das Bundesministerium für Wirtschaft und Finanzen. Zusammen mit seinem Freund Valéry Giscard d’Estaing, der von 1969 bis 1972 das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft im Kabinett von Jacques Chaban-Delmas leitete, auch im Kabinett Messmer behielt er von 1972 bis 1974 diesen Ministerposten. von 1974 bis 1981 war er Staatspräsident. Schmidt und Giscard d’Estaing haben durch ihre deutsch-französische Währungspolitk die Grundlagen für den > Europäischer Wechselkursverbund EMS gelegt und damit eine wichtige Weiche für das europäische Währungssystem gestellt. Damals konnte man noch sagen, nichts funktioniert in Europa, was nicht vorher zwischen Paris und Bonn ausprobiert wurde. Beide begründeten die > G-7-Treffen.

Hier werden die Grundlagen des EMS erklärt: > Valéry Giscard-d’Estaing et Helmut Schmidt, 1974-1981


L’ex chancelier allemand Helmut Schmidt est mort à l’âge de 96 ans


Auf unserem Blog am 3.12.2013> Helmut Schmidt wird heute 95 Jahre alt: Er würde uns sagen: „Lernen Sie Französisch, bevor es vielleicht zu spät ist.“

Mit freundlicher Genehmigung des Siedler-Verlags zitieren wir hier die Passage aus seinem Buch, in der Helmut Schmidt mit Nachdruck auf die Bedeutung der französischen Sprache hinweist:

Helmut Schmidt - Außer Dienst„Ich will in diesem Zusammenhang noch eine weitere Empfehlung für junge Politiker der nachfolgenden Generation aussprechen, muß dabei aber zugleich ein eigenes Versäumnis einräumen. Als ich es in den siebziger Jahren begriff, war es zum Nachholen des Versäumten längst zu spät. Ich spreche von dem schwerwiegenden Mangel, der französischen Sprache nicht mächtig zu sein. Mein Freund Valéry Giscard d’Estaing und ich haben immer nur englisch miteinander sprechen können; sein Deutsch war minimal, mein Französisch gleich Null. Bei Gegenständen, deren Behandlung schwierige Fachausdrücke erforderte, waren wir auf unsere Dolmetscherinnen angewiesen. Ich habe das als erhebliche Beeinträchtigung empfunden. Weil meine ansonsten vorzügliche Lichtwarkschule in Hamburg nicht allzuviel Wert auf Sprachen gelegt hatte, verfügte ich zunächst nur über Schulenglisch und über Anfangsgründe im Lateinischen. Ich hätte als junger Abgeordneter, noch keine vierzig Jahre alt, meine Freizeit nutzen sollen, Französisch zu lernen und anzuwenden. Als ich mit fünfzig Jahren Minister wurde, war es dafür zu spät, auch gab es keine Freizeit mehr. Ich konnte nie mehr nachholen, was ich in jüngeren Jahren versäumt hatte.
Im 21. Jahrhundert, in dem die Entfernungen noch viel mehr zusammenschrumpfen werden, wird Englisch für viele Berufe zu einer selbstverständlichen Voraussetzung werden. Ein deutscher Politiker aber, der als Fremdsprache allein das Englische einigermaßen beherrscht, kann sich nur mit Einschränkungen überall verständlich machen. Jungen Deutschen, die begabt genug sind und den Willen zum Lernen haben, stehen – fast ohne Ausnahme – alle Schulen und Hochschulen offen. Wer die Angebote nicht nutzt, parallel zu seiner speziellen Berufsvorbereitung mindestens zwei lebende Fremdsprachen zu erlernen, läuft Gefahr, für immer zweitrangig zu bleiben.“
Helmut Schmidt, Außer Dienst, (c) Siedler, München 2008 (S. 25-26)


L’axe franco-allemand:
https://twitter.com/MYTF1News/status/664189440055713792

https://twitter.com/ARTEjournal/status/664118917976076289


> Schmidt trifft Giscard Manches dauert noch
Helmut Schmidt besucht Valéry Giscard d’Estaing – ein letztes Mal. Sie sprachen über die Krise und den Euro und sparten nicht an Kritik.
30.05.2013, von Michaela Wiegel, Paris


https://twitter.com/Porte_Parole/status/664103308718694400

https://twitter.com/OlafScholz/status/664096236060807168

https://twitter.com/franceinfo/status/664092514031304705

> Helmut Schmidt – www.france-allemagne.fr

> Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing erhalten den Deutsch-Französischen MedienpreisAuf unserem Blog: 2- Mai 2014

> Verleihung des Deutsch-Französischen Medienpreis an Valéry Giscard d’Estaing Video | 04.07.2014 | Dauer: 00:12:03 | – (c) SR

> Altbundeskanzler Helmut Schmidt zu Besuch bei Premierminister Jean-Marc Ayrault – 29. Mai 2013

> Helmut Schmidt – DIE WELT, 10. November 2011

> Die Rede von Altkanzler Helmut Schmidt auf dem SPD-Parteitag – 4. Dezember 2011

https://twitter.com/ARDde/status/664159059461865472

> Altkanzler gestorben : Zum Tod von Helmut Schmidt: Sein Leben in neun Videos – shz.de

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/664100549193801728

> Helmut-Schmidt-Bibliographie ***

Matthias Waechter, Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing. Auf der Suche nach Stabilität in der Krise der 70er Jahre, Bremen (Edition Temmen) 2010, 168 S. (Studien der Helmut und Loki Schmidt-Stiftung, 6), ISBN 978-3-8378-2010-2.

> Interview de Valéry Giscard d’Estaing (Paris, 17 novembre 2008) (durée: 01:22:55)

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