Institut français de Stuttgart
50 Jahre Élysée Vertrag/ Deutsch-französisches Jahr

Vom 22. September 2012 bis Juli 2013 wird in Baden-Württemberg sowie deutschland- und frankreichweit im Rahmen des Deutsch-Französischen Jahres die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich auf vielfältige Weise gefeiert. Vor 50 Jahren, am 22. Janaur 1963 unterzeichneten Präsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer den Élysée-Vertrag, der die diese enge und ertragreiche Kooperation überhaupt erst ermöglicht hat.

Das Institut français de Stuttgart und seine Partner würdigen dieses bedeutende Jubiläum mit einer Veranstaltungsreihe:

Alle Veranstaltungen des Institut Français de Stuttgart zum Ausdrucken:
> Faltblatt_50 Jahre Elysee.pdf


Podiumsdiskssion
Mittwoch, 16. Januar 2013, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart
> Wachstum und Immigration. Ein deutsch-französischer Vergleich

Einen Einblick in diese brisanten Fragestellungen geben der Historiker und Politologe Patrick Weil (Forscher am CNRS, Professor am IEP Paris und an der Yale University) im Gespräch mit Bilkay Öney, seit 2011 Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg. – Die Wirtschaftsjournalistin Ursula Weidenfeld (Handelsblatt) führt durch den Abend.

Eintritt frei. In französischer und deutscher Sprache mit Übersetzung
Veranstalter: Institut français Deutschland, Bertelsmann Stiftung

> www.wachstum-wohlstand.de


Musiktheater: Dienstag, 22. Januar 2013, 20 Uhr, Theaterhaus, T2, Siemensstraße 11, 70469 Stuttgart
> Après tout. Ein gemeinsames Konzert der Neuen Vocalsolisten Stuttgart mit dem Ensemble 2e2m.
Zusammenstellung der Texte: Elisa Primavera-Lévy – Musik: Fabien Lévy

Eintritt: 15/10 Euro – Kartenreservierung: unter Tel. 0711 / 40 20 720 oder tickets@theaterhaus.com
Veranstalter: Musik der Jahrhunderte, Institut français Stuttgart


Vortrag:
Donnerstag, 24. Januar 2013, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart
Helène Miard-Delacroix: > Eintracht, Effizienz, Exemplarität?
Die deutsch-französischen Beziehungen auf dem Prüfstand
Vortrag im Rahmen der Reihe zum Frankreich-Schwerpunkt des IZKT der Universität Stuttgart.
Um Anmeldung wird gebeten unter: helene.rondeau@izkt.uni-stuttgart.de
Eintritt frei – Sprache: Deutsch – Veranstalter: IZKT Universität Stuttgart, Stadtbibliothek Stuttgart


Lehrerfortbildung: Freitag, 25. Januar, 15.30–17.30 Uhr, Institut français Stuttgart (Rotebühlplatz 8)

Entre Profs – Le couple franco-allemand

In diesem Kurs werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieses „alten Paares“ analysiert, welche von Fall zu Fall entweder zu Bewunderung oder aber zu völligem Unverständnis führen.
Kursgebühr: 21 / 16 € (Mitglieder des VdF)
Anmeldung und Informationen unter Tel. 0711 / 2392512
Ein Angebot des Institut français Stuttgart


Freitag, 25. Januar 2013, 20 Uhr, Theater Rampe, Filderstraße 47, 70180 Stuttgart

> Elysée – Amuse-gueule – Alice lädt ein. La Fête: 50 ans Élysée-Vertrag … zu einem bilingualen Theaterabend. Der deutsch-französische Kunstsalon wird zum Jubiläum bekocht von Alice B. Toklas, die als Lebensgefährtin Gertrude Steins lange in Paris gelebt hat und uns zu einer kulinarischen, philosophischen und politischen Soirée mit Schwarzer, Sartre, de Beauvoir, Cohn-Bendit, Heine, Hessel, Wickert, Sloterdijk und vielen Anderen einlädt.

Mit: Petra Weimer et ses amis – Eintritt: 15 / erm. 9 Euro
Kartenreservierung unter: www.reservix.de
Veranstalter: Theater Rampe in Zusammenarbeit mit dem Institut français Stuttgart
Mit freundlicher Unterstützung der Klett Stiftung.


Lehrerfortbildung: Freitag, 1. Februar 2013,
Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen in Esslingen Steinbeisstraße 1, 73730 Esslingen

Deutsch-französischer Tag für Französischlehrer- und lehrerinnen
Französischlehrer und –referendare sind herzlich zum Deutsch-französischen Tag 2013 an der Landesakademie Esslingen eingeladen.

Das Programm der Veranstaltung richtet sich an Französischlehrer und –referendare. Begrüßt werden die Gäste ab 14 Uhr von Herrn Generalkonsul Charbonnier, Prof. Dr. Frank Baasner (dfi) sowie Gabriele Warminski-Leitheußer, Landesministerin für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg.

Es schließen sich unterschiedliche Vorträge an. Höhepunkte dieses informativen und unterhaltsamen Programmes sind zwei Begegnungen mit Gästen aus Frankreich: der Jugendliteraturautor Bernard Friot wird darüber sprechen, wie der Unterricht von Sprache mit der Vermittlung von kulturellen Ereignissen verbunden werden kann. Im Rahmen des Konzerts „En passant“ begleitet Patricia Steinhoff außerdem den Chansonnier Jean-Michel Brac. – Die Veranstaltung wird vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg als Fortbildung anerkannt.

Um Anmeldung wird gebeten unter: Tel. 07141/93030, Fax: 07141/930355 oder unter > http://www.dfi.de/de/Formulare/kontakt_formular_franz_tag.shtml

Veranstalter: Institut français Stuttgart, Deutsch-Französisches Institut (dfi) und die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen – Mit freundlicher Unterstützung des Klett Verlags und der Fondation Entente franco-allemande (FEFA)


Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe im Jahr 2013:
– März 2013: Veröffentlichung eines gemeinsamen deutsch-französischen Heftes der Zeitschriften Macadam und Trottwar
– April-Mai 2013: Ausstellung Jaques Tardi (in Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart)
– Mai-Juni 2013: Vortragsreihe „Eine Kultur der Nachhaltigkeit und Innovation – Deutsch-französische Suchbewegungen“ (in Kooperation mit dem IZKT Stuttgart)
– September 2013: Architekturfestival „Stuttgart SuperGreen- Laboratorium für Stadtentwicklung“


Deutsch-französische Beziehungen: 50 Jahre Élysée-Vertrag

Lesebericht: Interkulturelles Lernen im Französischunterricht

Der Ausdruck Lesebericht folgt der Gewohnheit wie auf dem Blog von Klett-Cotta. Ees geht darum, > über ein gelesenes Buch zu berichten.
Das Erlernen einer Fremdsprache ist bereits interkulturelles Lernen par excellence. Das Lernen neuer Wörter, anderer Beschreibungstechniken, ungewohnter Ausdrucksformen erschließen für den Lerner eine neue Kultur und impliziert mehr oder weniger bewußt einen Kulturvergleich. Der Lerner bewegt sich bald wie selbstverständlich zwischen zwei Kulturen. Betrachtet man die fachdidaktische Diskussion der letzten Jahre, könnte man den Eindruck gewinnen, dass sie begonnen hat, Selbstverständlichkeiten zu diskutieren, in dem sie den Begriff des Interkulturellen Lernens so stark in den Vordergrund ihrer Forschungen gestellt hat. Zugegeben, der Begriff an sich ist kaum mehr als eine Hülse für solche Ausdrücke wie Fremdwahrnehmung, kulturelles Lernen oder gar Landeskunde. Interkulturelles Lernen taugt auch nicht recht für eine ausschließlich theoretische Ortsbestimmung des Fremdsprachenlernens. Der Erfolg und die Notwendigkeit dieses Begriffs wird durch seine praktische Dimension begründet. Das Kopfschütteln über seine theoretische Verwendbarkeit ist durchaus berechtigt, denn es ist die Konzentration auf die Lehr- und Unterrichtspraxis und damit auf eine ganze Fülle von praktischen Begriffen, die unter dem Oberbegriff Interkulturelles Lernen in den letzten Jahren neu geordnet worden sind. Die Tatsache, dass die länderübergreifenden Bildungsstandards erste Fremdsprache Englisch/Französisch 2003/2004 das Interkulturelle Lernen als einen von drei Kompetenzbereichen ausweisen, belegt einmal mehr den Erfolg dieses Begriffs und der damit verknüpften fachdidaktischen Diskussion.

Die Mitglieder der Klett Akademie für Fremdsprachendidaktik (> www.klett-akademie.de) haben in dem kürzlich erschienenen Buch von Eynar Leupold und Ulrich Krämer (Hrsg.) > Französischunterricht als Ort interkulturellen Lernens den Stand der Forschung zu diesem Thema, seine kulturwissenschaftlichen Grundlagen und seine fachdidaktische Dimension mit den Inhalten der deutschen Lehrpläne verglichen. Der Bedeutungsgewinn des Interkulturellen Lernens ist dabei völlig unstrittig, die Autoren erkennen aber die Notwendigkeit, den Kontakt mit den Nachbarwissenschaften, wie u.a. den Kulturwissenschaften und der Psychologie, zu intensivieren. Sie erkennen die geleistete Arbeit in den Lehrplanvorgaben an, diese müssen aber auch zugunsten der Lehrerinnen- und der Lehrerfortbildung intensiviert werden. Insgesamt geht es um eine Stärkung der Vermittlungskompetenz, die wiederum auch Folgen für die Lehrwerksproduktion haben wird.

“Interkulturelle Lernen” ist, wie bereits angedeutet, für eine rein theoretische Begriffsbildung ungeeignet. In diesem Sinne konzentrieren sich die Autoren dieses Bandes nach drei einleitenden Kapiteln, die bereits auf Fragen der Authentizität, auf die Auswahl der Inhalte, auf die Methoden, Medien und Lernumgebungen eingehen, auf die Vorstellung und Diskussion von Praxisbeispielen. Daniela Caspari hat die Dimension des Interkulturellen Lernens für die ersten Lernjahre untersucht. Ihr Beitrag beschäftigt sich mit den Folgen für den Unterricht zum Beispiel im Bereich Handeln/Können/Verhalten genauso wie dies für die Bewusstmachung und Veränderung von Einstellungen/Haltungen gilt. Nicht nur für Lehranfänger, sondern auch für die jahrelange Praxis gibt Caspari hier nützliche Anregungen für eine Neuorientierung. Philippe Rohange stellt das Unterrichtsprojekt “La leçon du goût” vor. A vous! Probieren Sie es aus. Lutz Küster untersucht Aufgaben zu “etre différent/e”. Alfred Holzbrecher und Yvonne D. Spindler haben ein landeskundliches Spiel mitgebracht. Lutz Küster zeigt eine Simulation globale ‘Un camp de vacances international’ und stellt einen Aufgabenzyklus zu ‘Karambolage’ vor. Daniela Caspari trägt ihre Überlegungen und Anregungen zum Thema “La fête” im Rahmen einer ganzen Unterrichtsreihe vor.

Moderne Lehrwerksarbeit – und -produktion ist praxisorientiert. Die Leser dieses Bandes erhalten hier neue Ideen (und Begründungen) für ihre Unterrichtspraxis und zugleich auch einen Einblick, wie die Spezialisten und Autoren der Verlage sich an fachdidaktischen Diskussionen beteiligen und diese für die eigene Arbeit aufgreifen. Eine Arbeit, die dem fachdidaktischen Stand der Lehrbücher zugute kommt.

Eynar Leupold, Ulrich Krämer (Hrsg.)
> Französischunterricht als Ort interkulturellen Lernens
ISBN: 978-3-7800-1071-1
Bestell-Nr: 11071
Erschienen: 2010
Friedrich Verlag
128 Seiten

L’enseignement du français

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> Les publications de notre rédaction en un coup d’œil /Die Veröffentlichungen unserer Redaktion auf einen Blick > Anfragen für Vorträge, Workshops und Fortbildungen La rédaction de ce blog (Textes, photos, vidéos, programmation – si pas d’autres auteurs sont expressément nommés -) : Dr. Heiner Wittmann a fait des études des lettres françaises, d’histoire et des sciences politiques à Paris

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