Literaturhaus Stuttgart. Die Digitalisierung des kulturellen Lebens

Dienstag, 03.11.20 / 19.30 Uhr im Literaturhaus Stuttgart
Mit Petra Olschowski, Emmanuel Suard

Die Corona-Krise hat den großen Trend zur Digitalisierung enorm beschleunigt und verschärft: Wir erleben eine rasante Digitalisierung des kulturellen Lebens. Diese trifft viele Kulturschaffende ökonomisch hart, ja existenziell. Aber sie hat zugleich ästhetische und gesellschaftliche Folgen. Womöglich lässt sich der Stier auch bei den Hörnern packen. Welche Chancen bietet das Netz für die Kultur? Was sind die strukturellen Folgen für die Produktion, die Rezeption aber auch die Bewertung von Kultur? Diesen Fragen wollen wir in einem deutsch-französisch-europäischen Dialog nachspüren. Zu Gast sind Emmanuel Suard, der als Verwaltungsleiter und Mitglied des Vorstands bei arte die Prozesse der Digitalisierung verantwortet, und die Staatssekretärin Petra Olschowski. Außerdem kommen über einen Einspieler Kulturschaffende aus verschiedenen Bereichen zu Wort. Sie alle werden einen Beitrag zu Debatte leisten, wie wir die Digitalisierung des kulturellen Lebens gestalten wollen. Das Gespräch findet im Rahmen der Reihe „Der Aachener Vertrag: Neue deutsch-französische Impulse für Europa?“

Eine Veranstaltungskooperation von Europe Direct Stuttgart, Institut français Stuttgart, IZKT Universität Stuttgart und Literaturhaus Stuttgart. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der französischen Kulturinstitute in Baden-Württemberg

Livestream
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Diskussion
Felix Heidenreich (Moderation)
Eintritt (Euro): Livestreamticket: 5,-

Das Livestreamticket kann bis 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn gebucht werden und steht Ihnen dann 72 Stunden zur Verfügung.
Zum Stream bitte dann hier entlang: stream.reservix.io/1622285.
Sie müssen nur noch Ihren persönlichen Zugangscode eingeben, den Sie mit Kauf des Tickets von reservix erhalten.

Stadtbibliothek Stuttgart. Prof. Dr. Bernard Stiegler: Die Digitalisierung und die Zukunft Europas

> Unsere Redaktion berichtet über: Vortrag und Gespräch
Do 16.01. |19:30 Uhr | Stadtbibliothek Stuttgart | Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart | Eintritt frei | Frz. mit Simultanübersetzung
In der Reihe „Kulturtheorien“, verbunden mit der Reihe „Politik der Digitalisierung“.

> Prag: Außenminister Jean-Yves Le Drian spricht über die Souveränität, Sicherheit und Digitalisierung in Europa– 9. Dezember 2019

> Im Gespräch: Michel Desmurget, La fabrique de crétin digital – 25. Oktober 2019

> Sitographie: “Regeln” für soziale Netzwerke in der Politik – 29. Mai 2019

Vor allem europäische Investitionen haben zum Aufstieg des World Wide Web beigetragen. Und doch haben die digitalen Netze seit 1993 zur Schwächung Europas geführt. Bernard Stiegler zeigt, dass dies mit einem unzureichenden Forschungsengagement Europas in relevanten Wissensgebieten zusammenhängt. Auf Grundlage einer alternativen Lesart der Theorien von Entropie und Negentropie stellt er ein aktuelles Projekt aus einer Banlieue im Norden von Paris vor, das illustriert, wie Europa die Digitalisierung sinnvoll gestalten könnte.

Bernard Stiegler ist ein französischer Philosoph, der sich mit den sozialen, politischen, wirtschaftlichen, psychologischen Herausforderungen beschäftigt, die durch die technologische Entwicklung und insbesondere die digitalen Technologien entstehen. 2005 gründete er die philosophische Reflexionsgruppe Ars industrialis und seit April 2006 ist er Direktor des > Institut de recherche et d’innovation (IRI), das er im Zentrum Georges-Pompidou gründete.

Eine gemeinsame Veranstaltung des IZKT der Universität Stuttgart, des Institut français Stuttgart und der Stadtbibliothek Stuttgart. Die Veranstaltung wird von der Berthold Leibinger Stiftung gefördert.

2006 hat das Centre Pompidou auf Anregung des Philosophene Bernard Stiegler das Institut de recherche et d’innovation gegründet, in dem kulturelle, wirtschaftliche und wissenschaftliche Aktivitäten unter dem Einfluss der Digitaltechnik untersucht werden sollen mit dem Ziel, neue kontributive Verfahren zu entwickeln: > @IRILive En direct de l’IRI

> Institut de Recherche et d’Innovation > Parisiri.centrepompidou.fr fondé par Bernard Stiegler.

In seinem Vortrag hat Bernard Stiegler alle Gefahren der ungebremsten Digitalisierung aufgezeigt. Eigentlich bestand sein Vortrag aus mehreren parallelen Teilen: Außer den Gefahren der Digitalisierung trug Stiegler auch eine spannende Wissenschaftsgeschichte vor.

Bernard Stiegler > Bibliographie

—, The Age of Disruption: Technology and Madness in Computational Capitalism, Cambridge: Polity Press 2019.

Sein wichtigstes Stichwort ist die Entropie. In einem Interview: Alexandre Lacroix, > Bernard Stiegler : “Repenser une politique industrielle à l’ère de l’Anthropocène et de l’automatisation” – PhiloMag 17/12/2018 erklärt Stiegler: „Pour moi qui suis un “homme de gauche”, la question importante est de savoir ce que serait une grande politique industrielle de gauche relevant les défis de l’Anthropocène et de l’automatisation – c’est à dire aussi face à l’“Intelligence artificielle”. Affronter cette question suppose de surmonter l’impensé de la critique marxienne, à savoir : l’entropie. Tous les systèmes complexes, tant au niveau biologique qu’au niveau social, sont voués à une déperdition de différentiel – d’énergie, de biodiversité, d’interprétation de l’information – qui mène au chaos entropique.“ Keine Frage, die PC-Technik ist millionenfach schneller als das menschliche Gehirn und steuert umso sicherer auf einen Unfall zu. Das Rechnen, das Kalkül als oberste Maxime der PC-Technik ist auf Konsens aus, es zerstört die Grundlagen der Kontroverse, die Stiegler als fundamentale Grundlage der Wissenschaft begreift. Er ist überzeugt, dass der freie Wille, le libre arbitre, durch die allumfassende Digitalisierung zerstört werden: Zum Vergleich dazu auf einem unserer Blogs: > Wie sozial sind soziale Netzwerke? – 30. Juli 2010 – Unserer Redaktion gefällt der Ansatz von Stiegler, sich auf Grundlage der ersten Texte der Philosophen mit seinem Ansatz der Wissenschaftsgeschichte die heutige Digitalisierung zu untersuchen und gleichzeitig das Internet auf allen Kanälen für die Präsentation seiner Forschungen zu nutzen. Es geht nicht um das kollaborative Arbeiten, sondern er verfolgt eine kontributiven Ansatz:

> Territoire Apprenant Contributif: „Nous vivons une profonde transformation de société liée à la diffusion massive des technologies numériques. Elle impactera très fortement l’emploi. Notre projet consiste à élaborer un nouvel modèle macro-économique centré sur les savoirs et à l’expérimenter sur le territoire de Plaine Commune, pour ensuite le généraliser.“

> Le blog de Bernard Stiegler – Médiapart: darin: B. Stiegler, > L’avenir numérique de l’Université – 7 nov. 2013 ***
Dazu auf unserem Blog > Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet – 30. September 2016.

> Bernard Stiegler : « Faire de la Seine-Saint-Denis un territoire contributif » – NouvelObs 16.1.2017

https://twitter.com/GaelGiraud_CNRS/status/974246255432994816

> Projet d’expérimentation territoriale – Plaine Commune – Territoire apprenant contributif *.pdf – site France-Stratégie

Stiegler fordert als Ergebnis seiner Forschungen – eine Neukonzeption des WWW. Es ist bedauerlich, dass zu Beginn der 90er Jahre sich die Entwicklung des WWW, das am CERN in Genf erdacht worden war, sich in die USA verlagert habe. Europa müsse in dieser Hinsicht aufholen. Wird es möglich sein, dass Europa den beiden großen Märkten – ungezügelt in den USA, diktatorisch in China – einen eignen dritten Weg gegenüberstellen kann?

Bernard Stiegler, > Logik der Sorge – Verlust der Aufklärung durch Technik und Medien. Aus dem Französischen von Susanne Baghestani, Berlin 2018.

Stiegler erinnert an die Sorbonne-Rede 2017 von Staatspräsident Macron, in der er eine neue Digtialpolitik für Europa anmahnte; > Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique –  26. September 2017 von H. Wittmann.

Denken zu lehren, das geht nicht mit dem PC, so lautet Stieglers Urteil. Denn diese Technik, wie sie z. B. die grundlage von Facebook bildet fürhe zur Infantilisierung und zur Inbeschlagnahme der Konzentration. Leibniz‘ > Rechenmaschine von 1673 war ein Wunderwerk. Aber das erste Signal war gesetzt: Das Rechnen wurde allem vorangesetzt und das ist auch heute so. Stiegler fügt hinzu, Wissenschaft können man nicht ausrechnen und kritisiert damit eine fundamentale Richtung der PC-Technik mit ihrem überbordenden Anspruch nach einer umfassenden Digitalisierung aller Lebensbereiche. Eine totale Verarmung kontert Stiegler. Und fügt hinzu, die Abrüstungsgespräche zwischen Nixon und Brejnew hatten nicht Erfolg wegen der Sorge um einen Atomkrieg sondern eher wegen der Einsicht beider, dass die Technik unweigerlich eines Tages zu einem Unfall führen werde.

Mehrmals erwähnte Stiegler Nanostrukturen, die eigentlich nur in der Vorstellung existieren, wodurch Kants Erkenntnistheorie radikal in Frage gestellt werde.

Den so hochgepriesene Fortschrittsglauben kontert Stiegler mit dem Hinweis darauf, dass 70 % der Arten durch menschliches Handeln vernichtet worden seien. Die Weltkriege und auch Hiroshima und Nagasaki sthen für das Potential des Menschen die Vernichtung voranzutreiben.

Bernard Stiegler, Ce qui fait que la vie vaut la peine d’être vécue: De la pharmacologie, Paris: Flammarion – 273 Seiten: „Ce qui fait que la vie vaut la peine d’être vécue Qu’on l’admette ou qu’on le dénie, chacun sent bien qu’à présent l’avenir de la vie terrestre se trouve mis en jeu dans une urgence inouïe. Et chacun sait que, depuis la séquence historique qui s’est engagée en 2007 et qui paraît avoir déclenché ce qu’on appellerait en physique nucléaire une réaction en chaîne, chaque pas compte et semble se surcharger systémiquement de conséquences très difficilement réversibles – sinon absolument irréversibles….“

Auf die Frage, ob PCs in die Hand von Schülern gehören, erläutert er seine Ansicht, warum Schüler erst in der Sek II mit PCs arbeiten sollten. Zunächst gehe es in der Schule darum, Grundfertigkeiten, auch in der Mathematik, zu erlernen. Er habe in der Schule noch als 12-jähriger Satz vom Pythagoras lernen und dessen Beweis nachvollziehen müssen, das werde heute nicht mehr gefordert. Stiegler zielt auf den Rückgang des Wissens bei den Schülern, das durch die fehlende Konzentration verursacht werde. Dazu zähle auch die unheilvolle Tendenz, Schülern das Ausüben der Handschrift vorzuenthalten: vgl. dazu auf unserem Blog: > Ecrivez-vous à la main ou tapez-vous au clavier ? Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? – 24. August 2017 und > Texte schreiben oder Buchstaben suchen? Schreibschrift, Blockschrift oder Touchscreen? – 19. November 2015 und  > auf dem Blog von Klett-Cotta: > Nachgefragt: Manfred Spitzer, Die Smartphone Epidemie. Gefahren für Gesundheit, Bildung und Gesellschaft – 15. Oktober 2018

Bernard Stiegler: «Toute technologie est porteuse du pire autant que du meilleur» – le Temps – 22.3.2018
Penseur de l’innovation technologique et de ses implications sociales, le philosophe plaide pour une disruption positive, qui redonne du sens à l’économie et crée de la valeur. L’inverse du système actuel qui s’est dévoyé sous l’influence des libertariens

> Séminaire Plaine-Commune/Ars-Industrialis séance 1 :

Wir zeigen hier einen der Videos auf dieses > Workshops:

> Building (Information Modelling) Real Smart Cities – 12 March 2019.

Stiegler Bernard, « Sortir de l’anthropocène », Multitudes, 2015/3 (n° 60), p. 137-146. DOI : 10.3917/mult.060.0137. URL : https://www.cairn.info/revue-multitudes-2015-3-page-137.htm

Bernard Stiegler, > The Neganthropocene, . Edited and translated by Daniel Ross, London: Open Humanities Press 2018: „In the essays and lectures here titled Neganthropocene, Stiegler opens an entirely new front moving beyond the dead-end “banality” of the Anthropocene. Stiegler stakes out a battleplan to proceed beyond, indeed shrugging off, the fulfillment of nihilism that the era of climate chaos ushers in.“

Les Entretiens du nouveau monde industriel 2018
> L’Intelligence des villess et la nouvelle révolution urbaine
Paris. Centre Pompidou. Grande Salle. 18 et 19 décembre 2018

à suivre

Prag: Außenminister Jean-Yves Le Drian spricht über die Souveränität, Sicherheit und Digitalisierung in Europa

french german 

https://twitter.com/francediplo_de/status/1202946178473713664

Les questions:

1. Pourqoui le ministre Le Drian rapelle-t-il l’observatoire de l’enseignement de l’histoire de l’Europe?

2. Il souhaite que nous construisons „une mémoire europeenne partagée, en suivant deux principes“.

3. Qu’est-ce qu’il comprend par „la polyphonie des mémoires nationales“?

4. Quels sont les héritages légués par 1989 ?

5. Pourquoi, le minstre rapplel-t-il la crise des réfugiés de 2015 ?

6. Le projet d’europe a, selon le ministre, une dimension humaniste. Décrivez-le.

7. Quel sens a le „lien transatlantique“ ?

8. Comment peut-on bâtir une souveraineté européenne ? Il nomme quatre chantiers. Lesquels ?

>PONS Texte schreiben Französisch
ISBN 978-3-12-562558-7
Formulierungen und Wörter für gute Texte: Aufsatz, Textanalyse, Präsentation, Bewerbung

Diese Rede ist bemerkenswert und eine willkommen Grundlage für Schüleraufgaben: Es geht um das Verständnis und die Interpretation von 1989, um die damit verbundene Erinnerungskultur in Europa und um die Frage, wie Europa seine SoOuveränität erreichen kann:

> Redebeitrag von Jean-Yves Le Drian, Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, beim Kolloquium „Beyond 1989: Hopes and Disillusions after Revolutions” – Prag, Freitag, den 6. Dezember 2019 – Website der Französischen Botschaft in Berlin

> Intervention de M. Jean-Yves Le Drian, ministre de l’Europe et des affaires étrangères, au colloque « Au-delà de 1989 : Espoirs et désillusions après les révolutions » – Prague, 6 décembre 2019 – Website der Französischen Botschaft in Berlin

Dazu auf unserem Blog:

> Frankreich schlägt eine Beobachtungsstelle für den Geschichtsunterricht in Europa vor – 13. November 2019

> Bibliographie: Erinnerungskultur

> Macron: Ein Appell zugunsten Europas

> Macron und Europa

> Zukunft der EU

> La souveraineté de l’Europe

> Pierre-Yves Le Borgn‘ : Europa?

> Ein vereintes Europa – Une Europe unie – auf dem Weg zu einer Konföderation

 

 

https://twitter.com/JY_LeDrian/status/1202956465465634817

Dazu auf diesem Blog:

Macron: Ein Appell zugunsten Europas | Macron und Europa | Zukunft der EU | La souveraineté de l’Europe | Pierre-Yves Le Borgn‘ : Europa? | Macron, Trump und die NATO | Bundeskanzlerin Merkel, Staatspräsident Macron und die NATO | Emmanuel Macron: Die Nato und Europa | Communiqué du Palais de l’Élysée –Le Rapport VEDRINE – 14. November 2012 |

Institut français in Stuttgart:
Game over? Kann die EU die Digitalisierung überhaupt (noch) gestalten?

In den Reihen „Digitale Utopie?“ und „Politik der Digistalisierung“
5. Dezember 2019 19:30 Uhr

Präsident Macron hat den Begriff der „digitalen Souveränität“ in die Debatte eingeführt. Doch was genau kann Politik heute überhaupt regeln? Und auf welche Weise sollte sie in die digitale Kommunikation regelnd eingreifen? Die Soziologin Jasmin Siri beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Schnittmenge von digitaler Kommunikation und Politik. Ihr geht es nicht nur um die Auswirkungen der neuen Medien auf die Politik, sondern auch um die Eingriffsmöglichkeiten der Politik auf die Digitalisierung.

Eine Veranstaltung des IZKT der Universität Stuttgart und des Institut français Stuttgart.

Eintritt frei | Dt.

Gefördert durch: Alleo, Dr. Karl und Elisabeth Eisele Stiftung, Freunde des Institut français Stuttgart, IF Deutschland und und Klett Stiftung.

Institut français Stuttgart, Schlossstr. 51, 70174 Stuttgart

> La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017 – Site du Palais de l’Élysée

Foto: © Yasmmin Siri

20. Juli 2016: 5. deutsch-französisches Wirtschaftsgespräch: „Die Umsetzung der Digitalisierung in der Praxis“

Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart
20.07. 19:30 Uhr

Das Fotoalbum:

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Dipl. Ing. Andreas Barth, Geschäftsführer Dassault Systemes Deutschland GmbH
Dipl. Ing. Thomas Lacker, Geschäftsführer Introbest Fellbach
Moderation: Prof. Dr. Henrik Uterwedde, ehem. Stellv. Leiter des DFI Ludwigsburg

Le Numérique sur notre blog:

> Das Gesetz zur Digitalwirtschaft / loi numérique wird im Oktober verkündet 5. Juli 2016

> Der Vergleich X: Digitale Agenda 2025 in Deutschland und die Loi numérique en France – 22. März 2016

> 15 deutsch-französische Vorschläge für das digitale Europa – 28. Oktober 2015

> Enseigner avec le numérique – 22. April 2016

> Schule und Politik: Vom Twittern in Frankreich und Deutschland – 20. April 2016

> Les résultats de la consultation en ligne : Projet de loi pour une République numérique – 15. Januar 2016

> Vorgestellt. Webmontag in Stuttgart: Der Bericht #AmbitionNumerique des CNNum – 21. Juli 2015

> #Ambition Numerique – Der Bericht über die digitale Transformation von Wirtschaft und Politik in Frankreich – 9. Juli 2015

„Wenn die Digitalisierung der Produktion nicht gelingt, werden wir in Europa abgehängt“, so Bundeskanzlerin Merkel bei der deutsch-französischen Konferenz zur „Beschleunigung des digitalen Wandels in der Wirtschaft“, die am 27.10.2015 in Paris stattfand.

Die Digitalisierung der Produktion ist in Deutschland und in Frankreich von hoher Wichtigkeit – vorangetrieben wird sie durch die Vernetzung von Menschen, Maschinen und industriellen Prozessen. Dadurch können Bauteile eigenständig mit der Produktionsanlage kommunizieren und zum Beispiel bei Bedarf selbst eine Reparatur veranlassen. Somit können maßgeschneiderte Produkte nach individuellen Kundenwünschen kostengünstig und in hoher Qualität hergestellt werden. Vertreter französischer und deutscher Firmen zeigen in der Praxis, wie die „intelligente Fabrik“ durch industrielle Produktionsprozesse bereits vorangetrieben werden kann. Sie erläutern Ihre Möglichkeiten und Herausforderungen, wie zum Beispiel im Bereich Bildung von Fachpersonal, bei der Daten- und Produktionssicherheit, die mit der neuen industriellen Produktion einhergehen.

Grußworte

Nicolas Eybalin, Generalkonsul Frankreichs und Leiter des Institut
français Stuttgart

Prof. Dr. Wolfgang Schuster, Vorstandsvorsitzender der Freunde
des Institut français Stuttgart e.V.

Präsentationen mit Podiumsdiskussion

Referenten:

Dipl. Ing. Andreas Barth, Geschäftsführer Dassault Systemes Deutschland GmbH
Dipl. Ing. Thomas Lacker, Geschäftsführer Introbest Fellbach

Moderation:
Prof. Dr. Henrik Uterwedde, ehem. Stellv. Leiter des DFI Ludwigsburg

Mit anschließendem Empfang

Der Eintritt ist frei. Anmeldung erforderlich unter info.stuttgart@institutfrancais.de oder Tel. 0711 / 239 25 13

Veranstalter: Institut français Stuttgart. In Zusammenarbeit mit der Stadt Fellbach, der DGAP, der IHK und dem Club d’Affaires franco-allemand du Bade-Wurtemberg e.V. Mit freundlicher Unterstützung von Ibis.


> France-Stratégie hat gerade in wichtiges Dokument über die Effekte der Automatisierung veröffentlicht:

automatisation

Note d’analyse: > L’effet de l’automatisation sur l’emploi : ce qu’on sait et ce qu’on ignore

> France Stratégie, le Commissariat général à la stratégie et à la prospective : Cahier des indicateurs – France-Allemagne : Performances comparées – 90. Dezember 2014

> Politique 2.0 – Participez à la Mission commune d’information: „Nouveau rôle et nouvelle stratégie pour l’Union européenne dans la gouvernance mondiale de l’Internet“ – 5. Februar 2014

Frankreich: Die französische Regierung plädiert für eine Digitalisierung des europäischen Kulturerbes nach französischem Modell

[> www.kooperation-international.de Nachrichten:] Kulturminister Frédéric Mitterand und der Generalkommissar für Zukunftsinvestitionen, René Ricol, haben am 1.2.2011 als Teil des Förderschwerpunktes „Entwicklung der digitalen Wirtschaft“ des „Programms Zukunftsinvestitionen“ die Umrisse eines Projekts „Digitalisierung der vergriffenen, aber noch unter Urheberrechtsschutz stehenden Bücher des 20. Jahrhunderts“ vorgestellt. Die Präsentation des Projekts erfolgte aus Anlass der Unterzeichnung eines die hiermit zusammenhängenden Fragen regelnden Rahmenabkommens zwischen der französischen Regierung (Kulturminister Mitterand und Generalkommissar Ricol) einerseits und Vertretern der Verlegerseite (Antoine Gallimard, Président du Syndicat national de l‘ Édition) und des Schriftstellerverbandes (Claude Bologne, Président de la Société des gens de lettres) andererseits.

Zur  Digitalisierung der im vorliegenden Zusammenhang interessierenden Schriftwerke sollen  die  Bestände der "Bibliothèque nationale de France" (BNF) dienen; die Zahl der unter das Projekt fallenden Schriftwerke wird auf 500.000 geschätzt. Die Digitalisierung soll binnen 5 Jahren abgeschlossen sein.

Am Inhalt der Bücher interessierte Personen können sich in der digitalen Bibliothek "Gallica" durch Blättern in einem Teil eines bestimmten Buches einen Eindruck von dessen Inhalt verschaffen; sie werden alsdann zwecks käuflichen Erwerbs der vollständigen Fassung des Schriftwerks von dort an den von der Verlegerseite noch zu schaffende Vertriebsweg weiterverwiesen.

Die an dem Rahmenabkommen beteiligten Akteure sehen in diesem – auch mit Blick auf die Ebene der Europäischen Union – eine Pioniertat auf dem Wege zur Anpassung des Urheberrechts an das digitale Zeitalter; es respektiere insbesondere die Vermögens- und Persönlichkeitsrechte der Autoren sowie deren Anspruch auf eine angemessene Vergütung. Kulturminister Frédéric Mitterand hat kürzlich in Brüssel mit den von dem Rahmenabkommen in ihrer Zuständigkeit betroffenen Mitgliedern der EU-Kommission Gespräche geführt. Er betonte in seiner Ansprache anlässlich der Unterzeichnung des Rahmenabkommens, dass die von Frankreich auf dem hier interessierenden Gebiet eingeleiteten Schritte voll mit der "Europäischen Strategie Informationsgesellschaft" und den von dem dreiköpfigen "Comité des Sages" vorgelegten Empfehlungen im Einklang stehen (Bericht vom 10.1.2011 "The New Renaissance – Reflection Group on bringing Europe‘ s cultural heritage online").

Frédéric Mitterand sieht in dem Rahmenabkommen ein Modell, das "für den Export nach Europa" geeignet ist. Es könne Experimentierfeld für eine prioritäre Baustelle des Europas der Kultur sein.

Als nächster Schritt in der Durchführung des Rahmenabkommens ist die Erstellung einer Machbarkeitsstudie bis Ende des 1. Quartals 2011 geplant. Sie soll insbesondere die notwendigen wirtschaftlichen und finanziellen Modelle präzisieren, die mit der Schaffung einer unter der Kontrolle der Verlegerseite stehenden privatrechtlichen "société de gestion collective" verbunden sind.

Alsdann wird das Projekt zwecks Finanzierung aus dem "Programm Zukunftsinvestitionen" dem "Fonds nationale pour la société numérique" als Projekträger vorgelegt, sobald die einschlägige Projektausschreibunfg veröffentlicht ist. Die für die Durchführung des Projekts erforderlichen Investitionen werden auf 50 Millionen Euro geschätzt. 

Die für die Durchführung des Rahmenabkommens notwendigen Änderungen des französischen Urheberrechts sollen noch im Verlaufe des 1. Quartals 2011 auf den Weg gebracht werden. Der Kulturminister hat die mit dem Rahmenabkommen französischers eingeleitete Initiative als Antwort auf die in die gleiche Richtung zielende Strategie von Google auf dem Gebiet der Digitalisierung von Schriftwerken bezeichnet; an dem Google-Projekt beteiligt sich die französische Verlagsgruppe "Hachette Livre".

Der vorerwähnte, am 10.1.2001 vom "Comité des Sages" der EU-Kommission übergebene, 43 Seiten umfassende Bericht steht unter der nachfoglenden Internetanschrift zur Verfügung:
> ec.europa.eu/information_society/activities/digital_libraries/doc/refgroup/final_report_cds.pdf

Die Berichtsautoren, zu denen Dr. Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek gehört, weisen u. a. auch auf, auf dem Wege zu einer grenzüberschreitenden "Informationsgesellschaft" noch zu lösenden technologischen Probleme hin. Der Bericht bestätigt die Annahme, dass es sich bei dem von der französischen Regierung jetzt gestarteten Projekt auch auf von diesen nicht abgedeckten Gebieten um einen wichtigen Markstein auf dem Weg zu einer europäischen Informationsgesellschaft handelt.

Quelle:
> www.culture.gouv.fr/mcc/Actualites/A-la-une/Une-deuxieme-vie-pour-des-titres-indisponibles
> www.kooperation-international.de Nachrichten
Redaktion: 07.02.11, von: Dr. Hermann Schmitz-Wenzel, DFGWT

Frankreich: Premierminister Francois Fillon bezeichnet die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft als eine vordringliche Zukunftsinvestition

french german 

La langue française dans le monde 2026

Die Ausgabe 2026 von La Langue française dans le monde *.pdf zeigt den französischen Sprachraum als lebendiges Beobachtungsfeld für Vitalität, Wandel und Zukunft der Frankophonie. Französisch wird weltweit auf allen Kontinenten gesprochen und dient Millionen Menschen als Sprache des Austauschs, der Bildung und der Kreativität. Der bericht analysiert, was es im 21. Jahrhundert bedeutet, frankophon zu sein, und beleuchtet demografische Entwicklungen, neue Sprechergruppen sowie vielfältige kulturelle und sprachliche Kontexte. Es untersucht außerdem Bildungssysteme und die Rolle von Französisch als Instrument für Inklusion und Entwicklung in einer sich wandelnden Welt. Vor dem Hintergrund von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz betont die Publikation die Bedeutung des Französischen für internationale Zusammenarbeit, Wirtschaft und Wissenschaft und zeichnet das Bild einer innovativen, solidarischen und zukunftsorientierten Frankophonie.

Französisch ist mit 396 Millionen Sprechern die viertmeistgesprochene Sprache der Welt (nach Englisch, Mandarin und Spanisch). Mit rund 170 Millionen Lernenden die am zweithäufigsten gelernte Fremdsprache weltweit. Französisch ist außerdem die drittwichtigste Sprache in Wirtschaft und Geschäftsleben und stellt einen Vorteil beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen dar. 65 % der französischsprachigen Menschen leben in Afrika. Basierend auf aktuellen Trends wird Französisch im Jahr 2050 voraussichtlich von 590 Millionen Menschen gesprochen werden, von denen 9 von 10 in Afrika leben werden. und Französisch ist die viertgrößte Sprache im Internet.

S. 58: Hier werden die Zukunftsaussichten der französischen Sprache untersucht: Französisch besitzt weiterhin hohe Bedeutung in der Diplomatie, im internationalem Recht, in den Kulturbeziehungen sowie in Teilen von Wissenschaft und Bildung. Seine Stärke zeigt sich besonders in Literatur, Philosophie, Kunst, Gastronomie, Mode und Autorenfilm, während es in Naturwissenschaften, Technologie und Hochschulen durch die Dominanz des Englischen an Einfluss verliert. Im digitalen Raum ist die Präsenz französischsprachiger Inhalte vergleichsweise gering, da viele wissenschaftliche Publikationen, Algorithmen und Online-Anwendungen auf Englisch basieren. Für die Zukunft ist entscheidend, mehr frankophone Inhalte etwa in Film, Musik, Videospielen und besonders in KI und automatischer Übersetzung zu schaffen, da die Anpassung an digitale Technologien über das Fortbestehen einer Sprache mitentscheidet. In Afrika könnte Französisch bei ausreichenden Investitionen in Bildung zur wichtigsten regionalen Kommunikationssprache werden, andernfalls droht Englisch zur bevorzugten Arbeitssprache der Eliten aufzusteigen.

> L’Organisation internationale de la Francophonie

Auf unserem Blog: Francophonie 80 Artikel

> Promotion de la langue française : 22 conseils pour renforcer sa stratégie marketing – 2. August 2025

> 10. Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) in Bonn – 6. Dezember 2023

> L’ouverture de la Cité internationale de la langue française – 30. Oktober 2023

> Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler: Französisch-Leistungs- oder Grundkurs bis zum Abitur – 2. Juni 2023

> Strategien zur Förderung der Partnersprache: Förderung der französischen Sprache in Deutschland und Förderung der deutschen Sprache in Frankreich – 18. Januar 2023

> Den Französischunterricht stärken: 222 Argumente für Französisch – 26. September 2021

> #monmars20 Journée de la Francophonie. Präsident Macron : Lancement de la stratégie internationale pour la langue française et le plurilinguisme – 21 mars 2018

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