Archiv für die Kategorie 'Geschichte'

Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen

Mittwoch, 17. Januar 2018

Neue Themen auf unserem Blog:

> Le projet de loi asile-immigration

> Tintoretto und Sartre Vortrag in Köln am 18.1.2018

> Literatur der Immigranten in Frankreich:
Vortrag am 16.1. in Stuttgart

> FranceMobil et mobiklasse.de
Bewerben bis 18.2.2018

Schon gesehen?
> Froodel.eu

> Fachdiaktik

Oft „betten“ wir Videos ein, die z. B. der Elyseepalast mit Reden oder Interviews des Staatspräsidenten zeigt. Dann kann man zuerst das Video ansehen und danach den Text der Rede – der dazu oft angezeigt wird – lesen und damit vielfältige Aufgabe verknüpfen. Viele der Reden Macrons zu Europa werden hier angezeigt: > Rappel : Les discours du Président de la République et l’Europe.

Fast alle > Videos auf unserem Blog, die in unserer Ein-Mann-Redaktion entstehen, gehören in die Reihe „Nachgefragt…“ : z. B. Im Institu d’Etudes politiques de Paris haben wir Christian Lequense nach Frankreich, Deutschland und Europa gefragt: > > „L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.“Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris – 18. Dezember 2017. Im Januar 2017 hat der Professor am Collège de France Alain Mabanckou uns Fragen zur Literatur beantwortet: > Nachgefragt: Alain Mabanckou, Une littérature-monde ? – 23. Januar 2017.

Die Konzeption unserer Interviews enthält die Überlegung, für die Tagespolitik aktuelle Interviewpartner zu finden, aber auch hier Interviews zu zeigen, die noch eine längere Zeit auch für den Französischunterricht eingesetzt werden können: > > Nachgefragt: Juniorbotschafter Patrick Pulsfort – 31. Mai 2016

Es gibt vielfältige Möglichkeiten mit diesen > Videos im Französischunterricht zu arbeiten. Man kann sie auch zur Bearbeitung als Hausuafgabe stellen: 1. Seht Euch das Video … auf dem Frankeich-Blog an 2. Schreibt eine kurze Zusammenfassung. Man könnte die Klasse oder den Kurs in drei Gruppen aufteilen und verschiedene Videos ansehen lassen: > Fête de la Francophonie 2017 au Centre français de Berlin : Les interviews und mit diesen Inforamtionen beginnt dann eine Unterrichtsreihe über die Frankophonie. Oder die Gruppen des Kurses gucken verschiedene Interviews zu den deutsch-französischen Beziehungen, mit diesen Informationen kann dann viel Wissen über die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern zusammengetragen werden:

> Der Vergleich (XII) : L’allemand en France, Französisch in Deutschland (II) – 18. Juli 2016
> Nachgefragt: Zu Besuch im Deutsch-Französischen Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung – 9. Februar 2017
> Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes -22. März 2015

PONS online nachschlagen

PONS hilft immer.

Oder die Schüler/innen gucken diesen Film über Proust an und entdecken einen wunderbaren Autor: > Nachgefragt: Luc Fraisse, Lire Marcel Proust aujourd’hui – 3. März 2016

Medien im Französischunterricht > Lesebericht: Andreas Nieweler (Hrsg.), Fachdidaktik Französich. Das Handbuch für Theorie und Praxis

Jean-Noël Jeanneney, le moment Macron. Un président et l’Histoire

Sonntag, 3. Dezember 2017

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2. Dezember 1851: Staatsstreich von Louis-Napoléon

Samstag, 2. Dezember 2017

Im Dezember 1848 gewinnt Louis-Napoléon die Präsidentschaftswahlen mit 5,5 Millionen Stimmen und großem Abstand vor seinen Mitbewerbern. Vier Jahre im Élysée-Palast, dann muss er die Macht aufgeben und darf nicht wiedergewählt werden, so steht es in der Verfassung der II. Republik. Der Präsident will natürlich an der Macht bleiben und am 2. Dezember 1851 schreitet er mit einer kleinen Gruppe von Helfern zur Tat:

„Rein in die Hosen! Runter auf die Straße. Die Plakate kündigen die Ordnung und das Marschieren an.“ (E. et J. de Goncourt, Journal des Goncourt, Bd. I, 1851-1857, Paris 1956, 1989 S. 48-51, S. 48) Mit diesen Sätzen beginnen die Brüder Goncourt im Dezember 1851 ihr berühmtes Journal, mit dem sie die politische und die gesellschaftliche Geschichte des Kaiserreichs begleiteten, und sie bringen die Kritik und den Ärger der Intellektuellen und der Künstler sogleich auf den Punkt. Die Gaffer, notieren die Goncourt, sind unzufrieden, weil sie nichts mitbekommen haben. Der Vorhang war noch nicht ganz oben, und alles war schon vorbei.

Dieser Staatsstreich, Louis-Napoléons dritter Versuch, den Gang der Geschichte zu seinen Gunsten zu ändern, wird in den Morgenstunden des 2. Dezember 1851 nach dem Drehbuch im Ordner mit der Aufschrift „Rubicon“ abgewickelt. 1836 in Straßburg und 1840 bei in Boulogne-sur-Mer hatte er schon versucht, die Macht in Frankreich an sich zu reißen. Aber das waren eher dilettantische Versuche, der erste brachte ihm eine Ausweisung in die USA ein, er durfte aber bald zurückkehren, gefährlich schien er nicht zu sein; der zweite Versuch führte ihn statt nach Paris in die lebenslange Haft in das Fort Ham, aus dem er 1846 flüchtete, um dann im Dezember 1848 Karriere als erster und bis dato natürlich jüngster Staatspräsident vom Volk gewählt in den Élyséepalast einzuziehen.

Der Staatsstreich vom Dezember 1851 wird minutiös vorbereitet. Die Proklamation, die auf den Mauern von Paris erschien, rechtfertigte den Staatsstreich, weil die Verfassungsväter die Macht, die das Volk dem Präsidenten verliehen hatte, von vorne herein geschmälert hatte: Er konnte nach vier Jahren nicht wiedergewählt werden:

„La situation actuelle ne peut durer plus longtemps. Chaque jour qui s’écoule ag-grave les dangers du pays. L’Assemblée, qui devait être le plus ferme appui de l’ordre, est devenue un foyer de complots. Le patriotisme de trois cents de ses membre n’a pu arrêter ses fatales tendances. Au lieu de faire des lois dans l’intérêt général, elle forge des armes pour la guerre civile; elle attente au pouvoir que je tiens directement du peuple; elle encourage toutes les mauvaises passions; elle compromet le repos de la France : je l’ai dissoute, et je rends le peuple entier juge entre elle et moi. La Constitution, vous le savez, avait été faite dans le but d’affaiblir d’avance le pouvoir que vous alliez me confier. Six millions de suffrages furent protestation contre elle, et cependant je l’ai fidèlement observée.“ (Louis-Napoléon, Proclamation du Président de la République au peuple et à l’armée, [2. 12.1851], in: La politique impériale exposée par les discours et proclamations de l’Empereur Napoléon III depuis le 10 décembre 1848 jusqu’en février 1868, Paris 1868. S. 119 f.)

Das französische Volk wird ab dem 11. Dezember zu einem Referendum aufgerufen,
und Louis-Napoléon verspricht, sich zurückzuziehen, falls die Franzosen gegen ihn stimmen werden: „Si je n’obtiens pas la majorité de vos suffrages, alors je provoquerai la réunion d’une nouvelle assemblée, et je lui remettrai le mandat que j’ai reçu de vous.“ Diese Warnung vor dem Scheitern des Plebiszits wird eine auch in der V. Republik gängige Praxis, mit der auch General de Gaulle Abstimmungen in seinem Sinne lenken wird.

Der Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 beschädigt das Amt des Staatspräsidenten, so dass in Frankreich erst 1965 wieder ein Präsident vom Volk gewählt werden wird: Und Franç65s 5tterrand zwingt General de Gaulle in die Stichwahl. Mit dem Staatsstreich hat Louis-Napoélon auch viele Intellektuelle und Künstler brüskiert, die vor dem Staatsstreich zu ihm hielten, andern die zunächst seine Gegner unterstützen ihn jetzt: Gerade der Seitenwechsel vieler Intellektueller wie Victor Hugo um die Jahres-wende 1851/52 zeigt, wie sie trotz Diktatur und Zensur ästhetische Grundsätze, moralische Positionen und Veränderungen gegenüber der Politik einfordern. Zwischen 1848 und 1870 hat sich die Literatur unter dem Einfluss der politischen Entwicklung verändert, und Schriftsteller und Künstler haben trotz des Versuchs staatlicher Bevormundung in einem weit höheren Maße die Perspektiven der Politik beeinflusst, als dies die meisten historischen Untersuchungen dieser Epoche bereit sind zuzugeben.

Das schon unter Napoleon I. spannungsreiche Verhältnis von Kunst und Politik bestätigt sich erneut für das Regime seines Neffen, das in Frankreich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Zeichen der beginnenden Moderne steht. Kunst, Architektur und Geschichte sind nicht nur Medien der Macht. Sie beeinflussen maßgeblich die Politik sowie die Entwicklung und Selbstdarstellung des Zweiten Kaiserreichs.

Erinnern wir hier an das Gespräch mir Eric Anceau im Febraur 2014 > Nachgefragt: Eric Anceau, Napoléon III

> Éric Anceau : Warum sollte man Napoléon III heute kennen? 6. Februar 2014

> Napoleon III. Vorlesung von Éric Anceau: 600 Zuhörer – 4. April 2014

Nachgefragt: Denis Diderot parle de l’Encyclopédie

Mittwoch, 15. November 2017

À l’occasion de du message suivant sur Facebook, nous affichons l’entretien avec Diderot tout en haut de notre blog


> Édition Numérique Collaborative et CRitique de l’Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers (1751-1772)
Voir aussi : > Nachgefragt: Laurent Loty spricht über Denis Diderot – 24 Juni 2013

Nous avons eu l’immense plaisir de rencontrer Denis Diderot. Bien sûr, nous avons bien préparé notre entretien, par contre, notre entretien était plutôt une conversation autour de son projet immense, l’Encyclopédie. Après notre rencontre, nous avons rapidement noté ici les questions que nous avons posées à M. Diderot. Heureusement, il avait accepté un enregistrement de notre entretien :

Voilà nos questions :

Nous vous remercions de nous accueillir. Vous êtes philosophe et écrivain, vous avez écrit du théâtre, des romans et un grand nombre d’études sur les salons annuels. Vous êtes aussi encyclopédiste.

Nous n’avons eu qu’un petit quart d’heure, pas plus, donc une seule tentative pour enregistrer notre entretien.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Cette année vous publiez un prospectus de votre Encyclopédie que vous éditez ensemble avec votre confrère Jean le Rond d’Alembert :
Quelle est l’idée principale de votre entreprise ?
Vous parlez de toutes les sciences dans votre ouvrage?
Nos bibliothèques hébergent un bon nombre d’encyclopédies. Vous pensez qu’un renouvellement était indispensable ?
Ce que vous dites annonce, sans aucun doute, un travail immense. Vous pourriez citer des exemples ?
Êtes-vous d’accord avec moi, si je dis qu’une encyclopédie et tout spécialement la vôtre n’est pas seulement une simple collection d’articles ? Quel ordre proposez-vous donc dans l’Encyclopédie ?
Écrire des articles pour votre Encyclopédie, cela demande beaucoup de recherches, même une lutte contre les préjugés et des opinions préconçue ? Comment vous en sortez-vous ?

Mit einem Klick vergrößerbar.


<< Voilà une petite une comparaison entre l'Encyclopédie de Diderot et d'Alembert et de l'Enycyclopédie (art. > Littérature, t. XXVI) de l’intelligence collective de nos jours: > Wikipédia


Où trouvez vous vos auteurs ? Vous et d’Alembert, vous ne pouvez pas tout écrire vous-mêmes ?
Je voudrais savoir, si on vous a accordé des soutiens officiels ?
Je n’ose pas vous demander, vu la complexité de votre projet, si Encyclopédie tient aussi compte des domaines qu’on a jusqu’ici un peu négligés ?
Les auteurs ont tous bien travaillé ?
Avez-vous une sorte de guideline, une idée directrice pour vos articles de l’ Encyclopédie ?
Vos planches ont déjà rendu l’ Encyclopédie si fameuse :
Vous voyez une fin de votre entreprise, ou peut-on dire que l’exécution de votre projet, de le mener aussi loin que possible, c’est cela votre but ?
M. Diderot, je vous remercie infiniment de vos réponses.

Sources : Prospectus, Sur la Diversité de nos jugements

Œuvres de Denis Diderot, t. I, Dictionnaire encyclopédique, Paris 1828, p. 1:

Mit einem Klick können die Bücher geöffnet werden.

Pour en savoir plus :

A l’occasion du Tricentenaire de Diderot
> Denis Diderot – site de Eric Vanzieleghem

– Encyclopédie, éd. A. Pons, G.-F., 1986, 2 vol. [sélection]

Encyclopédie, éd. R. Morrissey, projet ARTLF de l’Université de Chicago, et ATILF (CNRS), depuis 1998 [en ligne] > R. Morissey

– L’encyclopédie de Diderot et D’Alembert, Redon, CD-Rom ou DVD, 1999.

– Choix d’articles de l’Encyclopédie, éd. M. Leca-Tsiomis, Comité des Travaux Historiques et Scientifiques, 2001.

<< L'éditeur Hermann qui édite aussi les > Œuvres complètes de Diderot va publier tout prochainement hors collection :
> Esprit de Diderot. Choix de citations
Laurent Loty et Éric Vanzieleghem
ISBN : 9782705684754
Texte de l’éditeur: „PRÉSENTATION : Ce petit livre invite à découvrir l’ensemble de l’œuvre de Diderot, et à dialoguer avec lui sur l’art, la science, la morale ou la politique, nos sentiments ou nos espérances de bonheur.
Parce qu’il fait percevoir comment il essaie lui-même de s’éclairer, Diderot nous incite à conquérir notre liberté, et d’abord celle d’apprendre et de critiquer, d’interpréter et d’imaginer.
Pourquoi le célèbre Diderot a-t-il été méconnu et le sera-t-il encore ? La prison le décide à écrire pour la postérité, et ce dialogue par delà la mort lui offre cette liberté qui déplaît aux adeptes de la soumission. Son inventivité joyeuse et son indisciplinarité gênent les institutions dogmatiques, tandis qu’elles en font le cher ami de ses lecteurs“

– Marie Leca-Tsiomis, Écrire l’Encyclopédie: Diderot, de l’usage des dictionnaires à la grammaire philosophique, Studies on Voltaire and the eighteenth century, the Voltaire Foundation, Oxford, 1999, 528 p. 2e éd : 2008.

– Madeleine Pinault-Sorensen, L’Encyclopédie, P.U.F., «Que sais-je?», 1993, 128 p.

> Denis Diderot, 1713-1784: L’incontournable père fondateur – Page de la BNF


Les interviews imaginaires sur notre blog:

> Devons-nous retourner à la nature? – Un entretien avec Jean-Jacques Rousseau

> Une visite chez Gustave Flaubert

> Une visite chez M. Zola

> Une interview avec François Guizot, Ministre de l’instruction publique et des cultes>

> Une visite chez Michel de Montaigne

> Une visite chez Honoré de Balzac


Notre prochaine interview. Bientôt nous rencontrerons Henri Murger au Jardin de Luxembourg. Il a écrit plusieurs romans et notamment > Scènes de la vie de bohème (1847-49). Évidemment nous allons l’interroger sur la bohème, dont il est un spécialiste : „La Bohème dont il s’agit dans ce livre n’est point une race née d’aujourd’hui, elle a existé de tout temps et partout, et peut revendiquer d’illustres origines.“

Staatspräsident Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnen die Gedenkstätte auf dem Hartmannswillerkopf

Freitag, 10. November 2017

french german 

Institut français Stuttgart: Prof. Dr. Jean-Marc Ferry (Nantes): Zwischen „absoluter Barbarei“ und „vollendeter Zivilisation“

Montag, 23. Oktober 2017

VORTRAG
Prof. Dr. Jean-Marc Ferry (Nantes): Zwischen „absoluter Barbarei“ und „vollendeter Zivilisation“ – Ein Blick auf das europäische Modell
Donnerstag, 26.Oktober | 19.30 Uhr, Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart

„Je zivilisierter man ist, um so weniger barbarisch ist man.“ Dieses an sich problematische Axiom wirft wichtige Fragen auf: Was bedeutet es eigentlich zivilisiert zu sein? Was meinen wir, wenn wir von Barbarei sprechen? Je nach dem ob man im antiken Griechenland, der römischen oder in der christlich-mittelalterlichen Kultur nach Antworten sucht, stößt man auf ganz verschiedene Antworten. Eine spezifisch europäische Kultur bildet sich indes erst mit der Neuzeit in der Abfolge sich überlagernder Ordnungsvorstellungen aus: Höflichkeit (im 16. Jahrhundert), Rechtsstaatlichkeit (im 17. Jahrhundert), Öffentlichkeit (im 18. Jahrhundert), die dann unter einen vierten Leitbegriff – Souveränität – gestellt werden. Als plausibel erweist sich in der Rekonstruktion dieses Prozesses der Rückgriff auf den Begriff der Anerkennung. Er vermag der Unterscheidung von Zivilisation und Barbarei eine sinnvolle Bedeutung zu geben.

Die Veranstaltung eröffnet das diesjährige deutsch-französische Graduierten-Colloquium zum Thema „Zivilisation, Kultur und Barbarei: Geschichte und Wiederkehr fragwürdiger Unterscheidungen“.

Vortrag auf Französisch mit Übersetzungshilfe.

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich unter info.stuttgart@institutfrancais.de oder Tel. 0711 / 239 25 13

Veranstalter: Institut français Stuttgart und IZKT der Universität Stuttgart. Die Veranstaltung wird von der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung gefördert.

Wir freuen uns über Ihren Besuch, über Ankündigungen und Berichte.

Was liest Emmanuel Macron? Und was macht er daraus?

Dienstag, 17. Oktober 2017

Vgl. dazu: Was liest der Premierminister? > Rezension: Édouard Philippe, Des hommes qui lisent

Der Twitter Account von Emmanuel Macron >>>

–>Staatspräsident Emmanuel Macron meint es ganz ernst mit dem „Renouveau de la culture“ en Europe. In einem Interview, das er kürzlich dem Spiegel – s. hier unten – gegeben hat, berichtet er über seine literarischen Vorlieben.

Das betrifft nicht nur den digitalen Wandel, bei dem er daraufdringt, dass die Rechte der Autoren nicht vergessen werden:
Rede in der Sorbonne > Initiative für Europa: „Wenn wir heute da stehen, wo wir sind, wenn wir alle von mir vorhin erwähnten Herausforderungen bewältigt haben, wenn wir aufrecht stehen, dann deshalb, weil wir Gefühle, eine gemeinsame Kultur haben, weil diejenigen, die die etymologischen Boten dessen sind, was uns wirklich zusammenhält, die wahre Autorität in Europa, das sind die Autoren. Deshalb müssen die Urheberrechte in diesem modernen digitalen Raum verteidigt werden. Und es ist die Würde Europas, es ist seine ureigene Fähigkeit zu existieren und sich nicht in einem derartigen Bereich aufzulösen, was dazu führt, dass wir diesen Wandel nur schaffen können, wenn wir die gerechte Entlohnung aller Autoren und aller Formen künstlerischen Schaffens in der digitalen Welt verteidigen.

Sein erster Roman sei noch in der Schublade, erklärt Staatspräsident Macron den Journalisten des Spiegels. @Emmanuel Macron : Darf www.france-blog.info den als erster rezensieren?

Und der Staatspräsident berichtet über seine Lektüreliste:

G. W. F. Hegel
Kamel Daoud, Der Fall Meursault, id., Zabor
Vgl. dazu > Albert Camus, L’étranger – 14. Februar 2016
Paul Ricœur
Michel Houellebecq > Soumission
Virginie Despentes
> Günter Grass, Die Blechtrommel
Patrick Süskind, Das Parfum, Der Kontrabass
Patrick Modiano
Thomas Mann
Leïla Slimani, > Dann schlaf auch Du
Arthur Rimbaud

Da hätten wir noch eine Liste:
> Bibliographie: Auteurs dans la délégation française

Was Europa am stärksten zusammenhält, werden immer die Kultur und das Wissen sein. Denn dieses Europa, in dem jeder Europäer sein Schicksal im Profil eines griechischen Tempels oder im Lächeln der Mona Lisa erkennt, der durch die Werke von Musil und Proust in die Empfindungen ganz Europas hineinspüren konnte, dieses Europa der Cafés, von dem Steiner sprach, dieses Europa, von dem Suares sagte, es sei „ein Gesetz, eine Geisteshaltung, eine Gewohnheit“, dieses Europa der Landschaften und Folkore, von dem Erasmus, den man als seinen Lehrmeister bezeichnete, sagte, dass man jeden jungen Menschen dazu auffordern müsse, „den Kontinent zu durchstreifen, um andere Sprachen zu lernen“ und „sein wildes Naturell abzulegen“, dieses Europa, das von so vielen Kriegen und Konflikten heimgesucht wurde, was dieses Europa zusammenhält, ist seine Kultur.

Unsere Zersplitterung ist nur oberflächlich. Sie ist eigentlich unsere größte Chance. Und anstatt die Fülle unserer Sprachen zu bedauern, sollten wir daraus einen Vorteil machen! Europa soll jener Raum werden, in dem jeder Studierende bis 2024 mindestens zwei europäische Sprachen spricht. Anstatt unsere zerstückelten Gebiete zu beklagen, stärken wir lieber den Austausch! Bis 2024 soll die Hälfte einer Altersgruppe bis zu ihrem 25. Lebensjahr mindestens sechs Monate in einem anderen europäischen Land verbracht haben. Seien es Studierende oder Auszubildende. Deshalb gerade hier, wo einige Vorreiter wie in Bologna, Montpellier, Oxford oder Salamanca an die Kraft der Lehre, des kritischen Geists und der Kultur geglaubt haben, möchte ich, dass wir auf der Höhe dieses großen Entwurfs sind.

Dazu: > Europas Mehrsprachigkeit ist ein großer Trumpf – 28. September 2017

Simone Veil – 1927-2017

Mittwoch, 5. Juli 2017

Ergänzung.

> Simone Veil reposera avec son époux au Panthéon LE MONDE

Am Mittwoch, 5. Juli 2017, Heute fand eine nationale Trauerzeremonie zu Ehren von Simone Veil im Innenhof der Invalides statt. Präsident Macron kündigte an, Simone Veil werde an der Seite ihres verstorbenen Ehemanns im Panthéon beigesetzt werden.


Cérémonie d'hommage national à Simone Veil von elysee

Simone Veil (1927-2017), die 1974 das Gesetz, mit dem die Abtreibung erlaubt wurde, in das Parlament einbrachte, ist heute wie LE MONDE eben meldet, in Paris gestorben.

> Simone Veil : „Je suis la femme alibi“ 5.8.2008 >

Seit 2008 war sie Mitglied der Académie française. Simone Veil, die ihre Haft Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und den Todesmarsch von Auschwitz zum KZ Bergen-Belsen überlebt hatte, studierte am Institut d’études politiques de Paris. 1974 bis 1979 war sie Gesundheitsministerin unter Jacques Chirac und Raymond Barre. Sie war Präsidentin der des Europäischen Parlamentes von 1979-1982. Im Kabinett Balladur war sie Ministerin für Soziales, Gesundheit und Stadtwesen: 1993-1995. von 1998 bis 2007 war sie Mitglied des französischen Verfassungsrats.

Simone Veil: > Sendungen in France-Culture

> La loi Veil sur l’avortement -Institut national d’Audiovisuel le 20/11/2014

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> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique. - 26. September 2017

> Rezension: Édouard Philippe, Des hommes qui lisent

> Haben Sie im Französischunterricht schon mal mit Twitter gearbeitet?

> Schriftsteller besuchen: Montaigne, Diderot, Rousseau, Stendhal, Guizot, Flaubert


2009-2017

> Fête de la francophonie Berlin 2017 - 1er avril 2017

> Digital unterrichten – Enseigner avec le numérique = Ein Handbuch für das digitale Lernen

> #Législatives2017

> #Présidentielle2017

> L’investiture d’Emmanuel Macron, Président de la République

> Die Tweets von Emmanuel Macron

> Les pouvoirs du président de la République / Die Aufgaben des Staatspräsidenten

> #Présidentielle2017. Le programme d’Emmanuel Macron

> #Presidentielle2017 : La victoire d’Emmanuel Macron

> Élection présidentielle 2017 : Candidats + campagne électoral + bibliographie + sitographie

> Bloggen für F und D

> Conférence à Montpellier, 28 février 2017. Emploi : L’accès au premier emploi en France et en Allemagne avec une bibliographie et une sitographie

> 22. Januar 2017 Deutsch-französischer Tag: Wir feiern die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags

> Deutsch-französische Digitalkonferenz, Berlin, 13. Dezember 2016

> Existenzialismus

> >Litprom Literaturtagen 2017 – „Weltwandeln in französischer Sprache“ -mit 4 Video-interviews

> Wikipédia et la vérité

> Nachgefragt: Jean-Paul Willaime et la laïcité

> Präsidentschaftswahl 2017

> Auf nach Montpellier

> Wie kommt man am besten nach Digitalien? (II)

> Réactions: Pisa-Studie – l’enquête Pisa

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> Vortrag: #Brexit oder #nonBrexit?

> Brexit

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> Französisch in Deutschland : Interview d'Emmanuel Suard ****

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