Archiv für Januar 2018

2018: 50 Jahre Mai 68
Vortrag von Professor Antoine Compagnon
„1968, ou tout s’est joué en 1966“ – War das wahre 68 eigentlich schon 66?

Dienstag, 30. Januar 2018

> Mai 68 (I). Nachgefragt. Antoine Compagnon: 68 a-t-il commencé en 1966 ?

Donnerstag 01.02.18 20.00 Uhr
> Literaturhaus Stuttgart
Übersetzung: Jürgen Stähle

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,- > Eintrittskarten kaufen

> Antoine Compagnon, Collège de France

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> La Littérature, pour quoi faire ?
30 novembre 2006 Leçon inaugurale La Littérature, pour quoi faire ? Antoine Compagnon

2018: 50 Jahre Mai 68

Im Frühjahr 2018 jährt sich der französische „Mai 68“, Anlass genug, die „68er-Revolution“ und die damaligen Ereignisse aus heutiger Sicht noch einmal genauer anzuschauen: Der Vortrag von Antoine Compagnon geht der Frage nach, ob das wahre „68“ nicht eigentlich auf das Jahr 1966 rückdatiert werden müsste. Denn für Compagnon ist das Jahr 1966 ein > „annus mirabilis“ – so der Titel seiner am Pariser Collège de France gehaltenen Vorlesungsreihe –, ein bemerkenswertes und richtungsweisendes Jahr, in dem sowohl kulturell also auch politisch und gesellschaftlich viele Weichen für die „revolutionären“ Prozesse von 1968 gestellt wurden.


1966 : Annus mirabilis

Choix

> Pourquoi 1966 ? Video
Antoine Compagnon, Collège de France – 04 janvier 2011 16:30 Cours

> Les nouveaux intellectuels Video
Antoine Compagnon, Collège de France – 11 janvier 2011 16:30 Cours

> La culture jeunes Video
Antoine Compagnon, Collège de France – 18 janvier 2011 16:30 Cours

> Tous contre Sartre Video
Antoine Compagnon, Collège de France – 15 mars 2011 16:30 Cours


Im Frankreich des ökonomischen Aufschwungs, der allgemeinen Modernisierung und der Konsumgesellschaft erreichen die Babyboomer der Nachkriegszeit zum ersten Mal die Universität. Während im Film mit Godard, Bresson, Rivette , in der Literatur mit Genêt und Perec neue Meilensteine gesetzt werden, ernten Denker wie Roland Barthes, Michel Foucault, Jacques Lacan, oder auch Louis Althusser überraschende Publikumserfolge.

In dem Vortrag werden soziologische, politische, philosophische Aspekte mit Phänomenen der Hoch- und Populärkultur miteinander in Beziehung gesetzt und mit dem Geist von 1968 konfrontiert. Antoine Compagnon war bis Herbst 2017 Professor an der Columbia University, New York. Seit 2006 hat er den Lehrstuhl für Littérature française et contemporaine am Collège de France inne, unter dessen Dach sich 54 renommierte französische – und einige internationale – Professor*innen aller wissenschaftlichen Disziplinen versammeln.

> 30 novembre 2006 Leçon inaugurale La Littérature, pour quoi faire ? Antoine Compagnon

Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Frankreich Schwerpunktes des IZKT der Universität Stuttgart und des Institut français Stuttgart. In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Stuttgart

Die Veranstaltung wird von der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung gefördert.

Unterzeichnung einer Gemeinsamen Absichtserklärung zu DELF scolaire im Institut français in Stuttgart

Donnerstag, 25. Januar 2018

Neue Themen auf unserem Blog:

> Deutsch-französischer Tag 2018 – 22. Januar 2018 –

> Hörensagen: „Das Europa der Vaterländer“ – 22. Januar 2018

> Fachdiaktik

Schon gesehen?
> Froodel.eu

Am 24. Januar haben die Botschafterin Frankreichs, S.E. Anne-Marie Descôtes, die Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg, Dr. Susanne Eisenmann und Stéphane Foin, Directeur adjoint au Centre international d’études pédagogiques in Paris, eine „Gemeinsame Absichtserklärung zur Einführung einer Klassenarbeit an allgemein bildenden Gymnasien in Klasse 10 im Fach Französisch mit Zertifizierungsoption DELF scolaire B1 zwischen der Französischen Botschaft in Deutschland/ dem Institut français d’Allemagne, dem Centre International d’Etudes Pédagogiques und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg“ unterzeichnet:

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Diese Absichtserklärung ist ein sehr wichtiger Beitrag für die dringend notwendige Förderung des Französischunterrichts. Im Abschnitt 1 der Erklärung heißt es „Die Französische Botschaft/ IFA, das CIEP und das Kultusministerium setzen sich dafür ein, die deutsche Sprache in Frankreich und die französische Sprache in Baden-Württemberg zu stärken. In Umsetzung dieses Anliegens soll Schülerinnen und Schülern, die an allgemein bildenden Gymnasien in Baden-Württemberg im Fach Französisch unterrichtet werden, in diesem Fach eine Klassenarbeit in Klassenstufe 10 angeboten werden, die zugleich eine Zertifizierungsoption DELF scolaire Niveaustufe B1 umfasst.

Unser Archiv :

> Frau Botschafterin, warum sollen unsere Schüler/innen Französisch lernen?

Das DELF ist ein international anerkanntes Sprachzertifikat für Französisch als Fremdsprache. Es bescheinigt Kompetenzniveaus entsprechend dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER). Die Zertifikate werden vom französischen Bildungsministerium ausgestellt. Das Sprachzertifikat DELF ist unbegrenzt gültig und attestiert die Beherrschung der vier Sprachkompetenzen Hörverstehen, Leseverstehen, schriftlicher und mündlicher Ausdruck.“
Der Abschnitt 2 regelt die Prüfungsmodalitäten und die Zuständigkeiten: „Die Klassenarbeit soll vom Kultusmi-nisterium in Kooperation mit dem Centre International d’Etudes Pédagogiques (CIEP) durchgeführt werden. Hierbei muss die Gesamtheit der Richtlinien des CIEP beachtet werden. Dem Kultusministerium soll Zugang zum Aufgabenmaterial des CIEP für die drei gemeinsamen schriftlichen Prüfungsteile der einmal jährlich stattfindenden Klassenarbeit mit Zertifizierungsoption DELF scolaire B1 gewährt werden sowie zum Begleitmaterial zur Durchführung der Prüfung und Korrektur. …“

Abschnitt 4 ist der Kern der Erklärung, da die Klassenarbeit für die Schüler/innen ein erster Schritt sein soll, das DELF-Zertifikat zu erwerben: „(1) Die Schülerinnen und Schüler entscheiden im Anschluss an die Klassenarbeit, ob sie ergänzend dazu eine mündliche Prüfung ablegen und das DELF-Zertifikat beantragen. In diesem Fall erfolgt durch die Schule eine Registrierung der Schülerin bzw. des Schülers bei der zuständigen DELF-Prüfungseinrichtung. Das Ergebnis der Klassenarbeit wird entsprechend den Anforderungen für die DELF-Prüfung an die zuständige DELF-Prüfungseinrichtung übermittelt. (..)“

Die weiteren Abschnitt regeln Details, wie Abschnitt 6 „(1) Das Verfahren soll erstmalig im Schuljahr 2017/2018 an 40 bis 50 baden-württembergischen Pilotschulen Anwen-dung finden.
(2) Ein bilateraler technischer Ausschuss wird mit der Koordinierung, Beobachtung und Bewertung der Umsetzung beauftragt.“

In Ihren Ansprachen unterstrichen der Generalkonsul und Direktor des Institut français in Stuttgart, Nicolas Eybalin, die französische Botschafterin, S. E. Mme Descôtes, und die Kultusministerin, Dr. Susanne Eisenmann, den Erfolg dieser Vereinbarung. Dr. Eisenmann erinnerte zu Recht an die deutsch-französsoiche Aussöhnung und die Reformvorschläge von Präsident Emmanuel Macron, mit denen sich eine Erneurung der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Europa abzeichne: vgl. > Rappel : Les discours du Président de la République et l’Europe. Außerdem verwies sie auf Initiativen Ihres Ministeriums zur Förderung des Französischunterrichts. In Baden-Württemberg lernen zur Zeit etwa 150.000 Schüler/innen Französisch an öffentlichen und privaten Schulen.

> Sprachdiplom DELF als Leistungsnachweis an Gymnasien – Website des Kultusministeriums in Baden-Württemberg

> Ein Interview in der Französischen Botschaft in Berlin: > DELF – diplôme d’études en langue française

> Argumente für Französisch

Und in anderen Bundesländern:

> «Vive le français – vive le DELF!» – 16. Dezember 2017 – Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht
„Am Dienstag, 12. Dezember 2017 wurden in der 6. Stunde im Forum insgesamt 42 DELF-Diplome aus dem Prüfungszeitraum Mai/Juni 2017 an GZE-Schülerinnen und Schüler verteilt.“

Journée franco-allemande 2018 – 22 janvier 2018
Deutsch-französischer Tag 2018 – 22. Januar 2018

Montag, 22. Januar 2018

french german 

> DFI und Institut français : Fr. 26.1.2018 Deutsch-französischer Tag für Französischlehrer/innen Mit Fotoalbum

Aktuell: > PROPOSITION DE RÉSOLUTION Pour un nouveau Traité de l’Élysée Accroître le rôle des parlements dans la coopération franco-allemande – Site de l’Assemblée nationale


50 Jahre Élysée-Vertrag: Der Film der Bundesregierung:

Horizons Dossier: France-Allemagne

<<< Horizons Dossier - > La France, l’Allemagne et l’Europe

Das thematische Aufbau­dossier La France, l’Allemagne et l’Europe setzt auf dem Basis­dossier und den dort vermittelten Strategien auf. Es enthält zahlreiche ­Kopiervorlagen („Schüler-Teil“) sowie Lösungen, Zusatzinforma­tionen und methodische Hinweise („Lehrer-Teil“). Weiterlesen


Diese Artikel auf unserem Blog könnten zum Deutsch-französischen Tag, 22. Januar 2018 wiedergelesen werden:
Un choix d’articles sur notre blog pour la la relecture:

> 50 ans Traité de l’Élysée – 65 articles
> Centenaire: 1914-1918 – Bibliographie und Sitographie
> Deutsch-französische Beziehungen 388 articles

davon eignen sich für eine Lektüre am Deutsch-französischen Tag ganz besonders:

> Bericht von Frau Annegret Kramp-Karrenbauer und Herrn Jean-Marc Ayrault zur Förderung der Integration in unseren Gesellschaften – 9. April 2016
> Liste aller deutsch-französischen Organisationen und Akteure, die in diesem Bericht geannt werden.

Découvertes Atelier
> La journée franco-allemande

Zur Vor­bereitung und Durchführung des deutsch-französischen Tages, der jedes Jahr am 22. Januar gefeiert wird. Das Heft enthält Texte, Übungen und Spiele mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für einen motivierenden und erfolgreichen Unterricht. Auch in Vertretungsstunden oder fächerübergreifend einsetzbar.

Lehrermaterial mit Audio-CD
978-3-12-522038-6 (3-12-522038-6)

> Les voeux du Président de la République : 18 minutes et 1 minute – 1. Januar 2018

> „L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.“Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris – 18. Dezember 2017

> Un entretien avec Alfred Grosser

> Une interview avec Pierre-Yves Le Borgn’, député des Français de l’étranger

> Pierre-Yves le Borgn’ : Braucht die deutsch-französische Zusammenarbeit ein neues Fundament?

> Prof. Dr. Frank Baasner (dfi): 50 Jahre Élysée-Vertrag Wie steht es um die deutsch-französischen Beziehungen?

> Hollande, Merkel, Europa und die Jugendarbeitslosigkeit

> Juni 2013: Deutschland aus französischer Sicht

> Nachgefragt: Ein Gespräch mit Markus Ingenlath, Generalsekretär des DFJW

> Die deutsch-französische Zusammenarbeit weiter vertiefen: Aber auch: “Prüfen, straffen, reformieren”

> Außenminister Guido Westerwelle in Paris: « L’Allemagne, la France et l’avenir de l’Europe »

> Expertenkommission: Das Grundgesetz in Deutschland und die Verfassung in Frankreich – > 1. April 2013

> 22.1.2013: Gemeinsame Erklärung des Bundestages und der Assemblée nationale

> Mobiliser la jeunesse au bénéfice de l’amitié franco-allemande- Erklärung des Deutsch-Französischen Ministerrats zum 50. Jahrestag des Elysée-Vertrags

> Allocution du Président de la République au Bundestag, 22. janvier 2013

> Die gemeinsame Sitzung der französischen Nationalversammlung und des Deutschen Bundestages in Berlin

> Discours du Président de la République devant les membres des Parlements français et allemands

> Der Elysée-Vertrag von 22. Januar 1963 (I)


Internet-Angebote zum Deutsch-Französischen Tag

> Der deutsch-französische Vertrag von 1963 dt/fr

Mehr als komplett: > Themendossier: Der Elysée-Vertrag auf der Website des Deutsch-französischen Instituts in Ludwigsburg

> Im virtuellen Museum des Google Cultural Institute: Auf dem Weg zum Élysée-Vertrag>

> 22 janvier : journée franco-allemande – > education.gouv.fr

> www.ofaj.org/journee-decouverte-franco-allemande-2015

> www.adeaf.net/spip.php?article54 : „L’ADEAF s’engage pour la promotion de la langue allemande, de son enseignement et de son apprentissage, dans une perspective de pluralisme linguistique.“

> Franco-Allemand – Académie de Versailles

> Organisation de la journée franco-allemande 2015 – Académie de Nice

> Voeux 2015 et journée franco-allemande à Reinheim




Hörensagen: „Das Europa der Vaterländer“

Montag, 22. Januar 2018

Wenn die Fraktionsvorsitzende der AfD, Alice Weidel, heute im Deutschen Bundestag das „Europa der Vaterländer“ zitiert hat, das man gerne – wenn es passt – dem früheren > Staatspräsidenten Charles de Gaulle in den Mund legt, um auf dieses Zitat ihre Rede gegen Europa aufzubauen, müssen wir doch mal nachprüfen, ob das Fundament ihrer Rede stimmt, vielleicht hat ja de Gaulle etwas anderes gemeint, etwas anderes gesagt.

„Europa der Vaterländer“ klingt nach Abschottung, klingt nach Nationalismus, klingt nach Abwehr von Europa, suggeriert, dass de Gaulle genauso total gegen Europa war, wie die AfD es heute ist. Im übrigen, und das sei hier angemerkt, hatte de Gaulle 1963, als er Bundeskanzler Adenauerin Paris den Elysée-Vertrag vorschlug, weit mehr im Sinn, nämich eine Art politische Union mit Deutschland, der der Bundestag mit einer Präambel zum Ratifizierungsgesetz des deutsch-französischen Vertrages, die die Verpflichtung zu engen politischen, wirtschaftlichen und verteidigungspolitischen Beziehungen mit den USA, Großbritannien und der NATO unterstrich. Beides Absichten, die de Gaulle mit dem Vertrag eigentlich durchkreuzen, wenn nicht zumindest schwächen wollte.
Lesen wir bei dem Journalisten nach der die IV. und die V. Republik und als Begründer des ARD-Studios in Paris ein ausgewiesener Kenner der Deutsch-französischen Beziehungen und Korrespondent der ARD in Paris war: Ernst Weisenfeld > Zum Tee bei Ernst Weisenfeld – 21. Januar 2008 und > Zur Erinnerung an Ernst Weisenfeld – 7. Januar 2014. Ernst Weisenfeld berichtet in seinem Buch Charles de Gaulle. Der Magier im Elysee, München: Beck 1990 über die Pressekonferenz de Gaulles am 15. Mai 1962: – > Conférence de presse du 15 mai 1962 (questions européennes)

De Gaulle ließ er sein Misstrauen gegenüber einer Integration erkennen, die von den USA inspiriert wäre. Und er fügte hinzu: „Sehen Sie, wenn man von großen Dingen spricht, denkt man gern an die Wunderlampe, die Aladin nur zu reiben brauchte, um der Wirklichkeit entrückt zu werden. Doch es gibt keine Zauberformel, die es ermöglichte, etwas so Schwieriges wie ein geeintes Europa zu schaffen. Machen wir darum die Realität zur Grundlage des Gebäudes. Und wenn wir diese …“ Und Weisenfeld kommentiert: „Die realen Grundlagen der Europäischen Einigung waren für ihn die Staaten mit ihren unterschiedlichen Interessen:“ De Gaulle „Gibt es ein Frankreich, ein Deutschland, ein Italien, ein Holland, ein Belgien und ein Luxemburg, die bereit wären, in einer für sie unter nationalen oder internationalen Gesichtspunkten wichtigen Frage etwas zu tun, was sie für schlecht halten, weil andere es ihnen befehlen? Würden sich das französische, das deutsche, das italienische, das holländische, das belgische und das luxemburgische Volk Gesetzen unterwerfen, die von fremden Abgeordneten beschlossen worden wären und die vielleicht im Gegensatz zu ihrem innersten Wollen ständen?Das gibt es nicht. Es ist zur Stunde nicht möglich, eine Nation, die sich sträubt, einer ausländischen Mehrheit zu unterwerfen.“ „Die Autorität, Gesetze und Anordnungen für Völker zu beschließen, hätten nur die Regierungen,“ fügt Weisenfeld hinzu
„In diesem Zusammenhang ging er auf die Formel vom «Europa der Vaterländer» ein, die ihm oft in den Mund gelegt wurde. Er habe sie nie gebraucht. (De Gaulle:)’Das will nicht heißen, daß ich mein Europa verleugne. Im Gegenteil: Ich bin ihm stärker verbunden als je zuvor. Außerdem glaube ich nicht, daß Europa eine lebendige Einheit werden kann, wenn es nicht Frankreich mit seinen Franzosen, Deutschland mit seinen Deutschen, Italien mit seinen Italienern usw. umfaßt. Dante, Goethe und Chateaubriand gehören ganz Europa, gerade weil sie in erster Linie Italiener, Deutsche und Franzosen waren. Sie hätten Europa keinen großen Dienst erwiesen, wenn sie Staatenlose gewesen wären und in irgendeinem integrierten oder gedacht und geschrieben hätten.
Es ist nun mal so, daß Vaterland ein menschliches, gefühlsmäßiges Element darstellt und daß Europa nur auf Elemente der Aktion, der Autorität, der Verantwortung aufgebaut werden kann. Welche Elemente? Nun die Staaten! Denn es gibt nichts anderes als die Staaten, die zuständig, legitimiert und in der Lage wären, in dieser Hinsicht etwas zu verwirklichen. Ich sagte es bereits, und ich wiederhole es: Außer dem Europa der Mythen, der Phantasie und des Scheins ist zur Zeit kein anderen möglich als das der Staaten.'“ Gaulle, id., Charles de Gaulle, op. cit., S. 48f.)

Kann es sein, dass Ernst Weisenfeld sich irrt, hat er ein Dokument übersehen? Frgen wir doch de Gaulle: Anlässlich einer Pressekonferenz am 15. Mai 1962 erklärte der Staatspräsident:

> Conférence de presse du 15 mai 1962 (questions européennes):

Vorgeschichte und Entstehung des Deutsch-Französischen Vertrags: Vgl. Giilbert Ziebura, Die deutsch-französischen Beziehungen seit 1945. Mythen und Realitäten, überarb. und akt. Neuausgabe, Stuttgart, KLett-Cotta 1997, S. 137-171.

DFI und Institut français : deutsch-französischen Tag 2018 für Französischlehrerinnen und -lehrer mit Unterstützung des Klett-Verlags

Montag, 22. Januar 2018
Auf unserem Blog:

> Deutsch-französischer Tag – 22. Januar 2018

Am 26. Januar 2018 ab 13 h findet der Deutsch-Französische Tag für Französischlehrer/innen in Stuttgart im Institut français statt. Wieder mit einem spannenden Programm:

Martin Villinger, dfi Ludwigsburg, Inhaltliche und stilistische Neuerungen unter der Präsidentschaft Emmanuel Macrons

Prof. Dr. Jürgen Mertens, PH Ludwigsburg, Reform oder Konkurs? Oder: die Notwendigkeit eines Mai 68 für den Französischunterricht

Prof. Dr. Manuel Borutta, Ruhr-Universität Bochum, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“? Die französische Besiedlung Algeriens in historischer Perspektive

Georges Leyenberger, Institut Français Stuttgart, l‘Éducation et l’autorité, 50 ans après Mai 68

Programm auf der Website des DFI

> Anmeldeformular unter .

Conférence de presse avec le Président de la République, Emmanuel Macron, et la Chancelière de la République fédérale d’Allemagne, Angela Merkel.

Samstag, 20. Januar 2018
Aktuelle Themen auf unserem Blog:

> Deutsch-französischer Tag – 22. Januar 2018

> Le projet de loi asile-immigration

> Videos auf unserem Blog

> GroKo

> FranceMobil et mobiklasse.de
Bewerben bis 18.2.2018

Schon gesehen?
> Froodel.eu

> Fachdiaktik

Am Freitag, 19.Januar 2018, ist Angela Merkel zu einem Gespräch mit Emmanuel Macron nach Paris gereist. Der kommende Montag ist der > 55. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags. Nach haben beide sich gegenüber der Presse geäußert:

Le texte de la conférence de presse: > Conférence de presse avec la Chancelière de la République fédérale d’Allemagne, Angela Merkel.

Le président Macron :“Le 22 janvier, nous adopterons ensemble une déclaration commune pour poursuivre l’élan de notre relation bilatérale et lancer les travaux pour la conclusion d’un nouveau traité pour définir une réponse commune aux défis de notre temps.“

> Deutsch-französischer Tag– 22. Januar 2018

Angela Merkel antwortete: „“Dieser Vertrag war ein mutiger Schritt. Und deshalb freue ich mich, dass wir uns entschieden haben und uns die Parlamente darum bitten werden, dass wir den Vertrag erneuern im 21. Jahrhundert mit neuen Herausforderungen.“ > Website der Bundeskanzlerin

Macron: „De leur côté, l’Assemblée nationale et le Bundestag adopteront également une déclaration commune pour apporter leur contribution au cadre de ce nouveau traité et renforcer encore leur coopération.“

> PROPOSITION DE RÉSOLUTION Pour un nouveau Traité de l’Élysée Accroître le rôle des parlements dans la coopération franco-allemande – Site de l’Assemblée nationale

Man spürt in den Worten Macrons eine durchaus berechtigte Ungeduld, mit seinem Projekt der Erneuerung Europas endlkch starten zu können. Dazu > Rappel : Les discours du Président de la République et l’Europe.

Paul Bocuse 1926-2018

Samstag, 20. Januar 2018

Mit unserem Blog sind Sie gut auf den deutsch-französischen Tag vorbereitet:

Deutsch-französischer Tag – 22. Januar 2018

Frankreich und essen gehen, das gehört zusammen, das ist das ein und dasselbe Vergnügen. Besprechungen gibt es oft in den Büros, wenn man aber dafür in ein Restaurant geht, ist das ein echtes Plaisir und gleichzeitig wird es auch Ernst, denn dann wird in einem angenehmen Rahmen wirklich seriös über die gmeinsamen Projekte gesprochen. In gewissem Sinne ist die fraanzössicche Küche ein Resümee der französichen Lebensart, und die hat Paul Bocuse beeinflusst wie kein anderer. Am Samstag 20. Januar 2018 ist Paul Bocuse im Alter von 91 Jahren gestorben. 50 Jahre lang 3 Sterne im Guide Michelin!

„Des simples amateurs de cuisine jusqu’aux gourmets les plus avertis, dans les territoires de France comme dans les pays les plus lointains, Paul Bocuse était l’incarnation de la cuisine française. […] De Paul Bocuse restera l’exemple d’un maître incontesté et généreux, alliant l’exigence la plus grande et l’humanité la plus simple. Il restera aussi et surtout une œuvre, faite de recettes, de savoir-faire, de produits et de saveurs qu’il sut allier, rendant accessible à tous les secrets de son génie culinaire,“ erklärt Staatspräsident Emmanuel Macron :> Communiqué – Hommage du président de la République à Monsieur Paul Bocuse

VIDEO. „Soupe VGE“, „cuisinier du siècle“… Paul Bocuse, une carrière trois étoiles – francetvinfo

> Paul Bocuse, le „pape de la gastronomie“, est mort France-bleu – 29.1.2018

> Paul Bocuse, „le cuisinier du siècle“, est mort – EUROPE 1 – 20 janvier 2018

Recette : Poulet au gros sel de Paul Bocuse | Archive INA

> Institut Paul Bocuse

Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen

Mittwoch, 17. Januar 2018

Neue Themen auf unserem Blog:

> Le projet de loi asile-immigration

> Tintoretto und Sartre Vortrag in Köln am 18.1.2018

> Literatur der Immigranten in Frankreich:
Vortrag am 16.1. in Stuttgart

> FranceMobil et mobiklasse.de
Bewerben bis 18.2.2018

Schon gesehen?
> Froodel.eu

> Fachdiaktik

Oft „betten“ wir Videos ein, die z. B. der Elyseepalast mit Reden oder Interviews des Staatspräsidenten zeigt. Dann kann man zuerst das Video ansehen und danach den Text der Rede – der dazu oft angezeigt wird – lesen und damit vielfältige Aufgabe verknüpfen. Viele der Reden Macrons zu Europa werden hier angezeigt: > Rappel : Les discours du Président de la République et l’Europe.

Fast alle > Videos auf unserem Blog, die in unserer Ein-Mann-Redaktion entstehen, gehören in die Reihe „Nachgefragt…“ : z. B. Im Institu d’Etudes politiques de Paris haben wir Christian Lequense nach Frankreich, Deutschland und Europa gefragt: > > „L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.“Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris – 18. Dezember 2017. Im Januar 2017 hat der Professor am Collège de France Alain Mabanckou uns Fragen zur Literatur beantwortet: > Nachgefragt: Alain Mabanckou, Une littérature-monde ? – 23. Januar 2017.

Die Konzeption unserer Interviews enthält die Überlegung, für die Tagespolitik aktuelle Interviewpartner zu finden, aber auch hier Interviews zu zeigen, die noch eine längere Zeit auch für den Französischunterricht eingesetzt werden können: > > Nachgefragt: Juniorbotschafter Patrick Pulsfort – 31. Mai 2016

Es gibt vielfältige Möglichkeiten mit diesen > Videos im Französischunterricht zu arbeiten. Man kann sie auch zur Bearbeitung als Hausaufgabe stellen: 1. Seht Euch das Video … auf dem Frankeich-Blog an 2. Schreibt eine kurze Zusammenfassung. Man könnte die Klasse oder den Kurs in drei Gruppen aufteilen und verschiedene Videos ansehen lassen: > Fête de la Francophonie 2017 au Centre français de Berlin : Les interviews und mit diesen Inforamtionen beginnt dann eine Unterrichtsreihe über die Frankophonie. Oder die Gruppen des Kurses gucken verschiedene Interviews zu den deutsch-französischen Beziehungen, mit diesen Informationen kann dann viel Wissen über die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern zusammengetragen werden:

> Der Vergleich (XII) : L’allemand en France, Französisch in Deutschland (II) – 18. Juli 2016
> Nachgefragt: Zu Besuch im Deutsch-Französischen Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung – 9. Februar 2017
> Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes -22. März 2015

PONS online nachschlagen

PONS hilft immer.

Oder die Schüler/innen gucken diesen Film über Proust an und entdecken einen wunderbaren Autor: > Nachgefragt: Luc Fraisse, Lire Marcel Proust aujourd’hui – 3. März 2016

Medien im Französischunterricht > Lesebericht: Andreas Nieweler (Hrsg.), Fachdidaktik Französich. Das Handbuch für Theorie und Praxis

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> Monsieur le Président veut de nos idées! La consultation citoyenne sur la promotion de la langue française et du plurilinguisme dans le monde

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> Für einen Tag nach Paris 128 Fotos

> VdF-Bundeskongress an der Universität Leipzig 09. und 10. März 2018

> Themen für den Französischunterricht

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Stuttgart. Conférence Littérature des immigrés en France avec une bibliographie

> Les Vœux 2018 du Président de la République à la Jeunesse de l'Europe

> Unsere Berichte von der Frankfurter Buchmesse 2017

> Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique. - 26. September 2017

> Rezension: Édouard Philippe, Des hommes qui lisent

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> Schriftsteller besuchen: Montaigne, Diderot, Rousseau, Stendhal, Guizot, Flaubert


2009-2017

> Fête de la francophonie Berlin 2017 - 1er avril 2017

> Digital unterrichten – Enseigner avec le numérique = Ein Handbuch für das digitale Lernen

> #Législatives2017

> #Présidentielle2017

> L’investiture d’Emmanuel Macron, Président de la République

> Die Tweets von Emmanuel Macron

> Les pouvoirs du président de la République / Die Aufgaben des Staatspräsidenten

> #Présidentielle2017. Le programme d’Emmanuel Macron

> #Presidentielle2017 : La victoire d’Emmanuel Macron

> Élection présidentielle 2017 : Candidats + campagne électoral + bibliographie + sitographie

> Bloggen für F und D

> Conférence à Montpellier, 28 février 2017. Emploi : L’accès au premier emploi en France et en Allemagne avec une bibliographie et une sitographie

> 22. Januar 2017 Deutsch-französischer Tag: Wir feiern die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags

> Deutsch-französische Digitalkonferenz, Berlin, 13. Dezember 2016

> Existenzialismus

> >Litprom Literaturtagen 2017 – „Weltwandeln in französischer Sprache“ -mit 4 Video-interviews

> Wikipédia et la vérité

> Nachgefragt: Jean-Paul Willaime et la laïcité

> Präsidentschaftswahl 2017

> Auf nach Montpellier

> Wie kommt man am besten nach Digitalien? (II)

> Réactions: Pisa-Studie – l’enquête Pisa

> Prix des lycéens allemands 2016-2017

> Schaubühne , Berlin: Albert Camus, Der Fremde

> Vacances en France (V) Wann und wohin?

> Nachgefragt: Ministerpräsident Winfried Kretschmann antwortet auf unsere Fragen

> #JFA2017 : 22 janvier 2017 journée franco-allemande

> Nachgefragt: Nathalie Guegnard, Attachée de coopération éducative, Ambassade de France, répond à nos questions

> Rencontre pédagogique et institutionnelle à Essen du 4 au 7 oct. 2016

> Vortrag: #Brexit oder #nonBrexit?

> Brexit

> Interview mit Olaf Scholz

> 14 juillet 2016: Terror in Nizza

> Französisch in Deutschland : Interview d'Emmanuel Suard ****

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> Der Vergleich I- XIII La comparaison

> Jacques Toubon, Défenseur des droits, parle des migrants et des réfugiés

> Un traité de l’Élysée 2.0 ?

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> Die Attentate vom 13.11.2015

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