Archiv für die Kategorie 'Medien'

Infox

Montag, 16. September 2019

Faked News oder neufranzösisch infox sind ein Ergebnis der schönen Internetwelt, wo, nennen wir sie alle mal > Trolle böse Buben bewusst falsche Nachrichten in Umlauf bringen und darauf hoffen, dass ihre Leser daraufreinfallen und Gelogenes für bare Münze nehmen. Das gedruckte Wort hat immer etwas von wahrhaftig an sich, obwohl es schon immer Falschmeldungen gab, das ist eigentlich nichts Neues. Aber die Schnelligkeit der Verbreitung per ungeprüfte Likes ist doch neu. Journalisten verifizieren eine Nachricht aus drei unabhängigen Quellen, nur dann wird sie zu einer verifizierbaren Meldung, Internautes klicken und versenden, ohne sich immer Gedanken um den Wahrheitsgrad es eben Verschickten zu machen. Weit im Osten gibt es möglicherweise wirklich Trollfabriken, die sich mit der Meinungsbildung in Staaten beschäftigen, wo Wahlen anstehen. SO richtig bewiesen ist nichts, aber vieles spricht für die Existenz solcher Versuche.

Das unüberlegte ständige Teilen von Infos aller Art in Facebook, Instagram und Twitter legt viele unserer persönlichen Daten offen. Edward Snowden in seinem jüngsten Buch, das in diesen Tagen erscheint, spricht diesbezüglich einige deutliche Warnungen aus. Wir haben uns tatsächlich in eine Falle gegeben. Die Preisgabe aller persönlichen Daten, macht den großen Internetkonzernen immer Lust auf noch viel mehr. – In Bonn haben wir wunderbar ohne Internet studiert: > Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet – 30. September  2016. – Betrachten wir Facebook. Das ist die reine Verführung, denn beim Aufmachen sehen wir nur Werbung und auch wenn wir unseren Bereich ansehen, steht um die Meldungen (20-30%), die wir abonniert haben, immer noch viel Werbung (70-80 % der Bildschirmfläche). Und jeder unserer Einträge wird mit vielen anderen Informationen verknüpft, aus denen ein Algorithmus ausrechnet, was wir zu sehen bekommen. Was für eine große Versuchung in diesem System des Informationsammelns mitzumischen.

Pour aller plus loin:

> Terminologie : comment est né le mot «infox» ? – Ministère de la Culture

> « Fake news » se dira « infox » en français – LE MONDE 4.10.2018

> Décodex : nos conseils pour vérifier les informations qui circulent en ligne – LE MONDE -1.2.2017

> Propaganda – Wie man Lügen verkauft – ARTE – 89 Min.
Verfügbar vom 09/09/2019 bis 09/10/2019 – Nächste Ausstrahlung am Freitag, 27. September um 09:50

> Quel langage pour lutter contre les infox? -France-Culture 18/03/2019

> Ce que contient la loi française contre les “fake news” – France 24 – 21/11/2018

> Lutte contre la manipulation de l’information – Dossier de l’Assemblée Nationale

> Lutte contre la manipulation de l’information – Site du Sénat

Und bei Klett-Cotta:

Die amerikanische Literaturkritikerin Michiko Kakutani hat in ihrem Buch – in der Übersetzung von Sebastian Vogel – > Der Tod der Wahrheit sich Gedanken zur Kultur der Lüge gemacht. Der Originaltitel ihres Buches lautet The Death of Truth. Notes on Falsehood in the Age of Trump. Sie hat dabei die Auswirkungen der sogenannten sozialen Medien im Blick, aber sie konzentriert sich auf die Bedingungen, die dazugeführt haben, dass die Wahrheit in diesem neuen postfaktischen Zeitalter an Bedeutung verloren hat.

Sie erinnert an Hannah Arendt, die 1951 in Elemente und Ursprünge der totalitären Herrschaft ein Bild vom idealen Untertan einer totalitären Herrschaft gezeichnet hat, für den die Unterschiede zwischen Wahr und Falsch verwischt und verlorengegangen sind. Damit ist der Ton dieses Buches angeschlagen. Es geht nicht mehr nur um eine Tendenz, denn das was russische Trollfabriken uns per Internet ins Haus schicken, ist schon längst eine reale Bedrohung unser Demokratien geworden: vgl. > Nachgefragt: Michal Hvorecky, Troll – 18. Oktober 2018.

Die Menschen sind aufgrund vielerlei Ängste vor gesellschaftlichen Veränderungen, dem Hass auf alles Fremde und dem Verlust des Gefühls für eine gemeinsame Realität, also alle Bedrohungen, die durch Populisten geschürt werden, für Fakenews jeder Art empfänglich geworden. > Bitte weiterlesen.

Michiko Kakutani
> Der Tod der Wahrheit
Gedanken zur Kultur der Lüge
us dem Amerikanischen von Sebastian Vogel
(Orig.: The Death of Truth. Notes on Falsehood in the Age of Trump)
1. Aufl. 2019, ca. 200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen
ISBN: 978-3-608-96403-5

Michal Hvorecky,
> Troll. Roman
Aus dem Slowakischen von Mirko Kraetsch
(Orig.: Troll)
1. Aufl. 2018, 215 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50411-8

Das neue Tagesjournal

Montag, 1. April 2019

french german 

Archiv! Concours Educ’ARTE « La Francophonie »

Dienstag, 26. Februar 2019

Werden Sie auf Educ’ARTE kreativ und gewinnen Sie eine Educ‘ARTE Jahreslizenz für Ihre ganze Schule! B is zum 30.4.2019 anmelden!

Wer kann mitmachen?

Französischlehrkräfte jeglicher Schulstufen (Grund-/Real-/Gesamt-/Förder-/Berufsschule und Gymnasium).

>Was soll erstellt werden?

Erstellen Sie auf Educ’ARTE eine Mind-Map zum Thema « Francophonie ». Zeigen Sie uns Ihr Konzept, wie man das Thema mit Hilfe von Educ’ARTE und dessen Kreativtools interessant im Unterricht erarbeiten kann.

Im neuen Trait d’union: Annette Gerlach über Educ‘ARTE, S. 8 >>>>>

Wann findet der concours statt?
Schicken Sie uns Ihre Mind-Map bis zum 31. März 2019. Unsere Jury entscheidet Anfang April, welche Schule das Educ’ARTE Jahresabonnement gewonnen hat.

Wie kann ich teilnehmen und eine Lizenz für meine Schule gewinnen?

Die Auschreibung für den Concours steht hier: > Concours EDUC’ARTE « La Francophonie » – *.pdf Zum Herunterladen und Verteilen.

Fragen zum Concours und/oder Educ’ARTE können an > educarte@artefrance.fr gerichtet werden.

Praxisbeispiel

> Ernst Klett Verlag offizieller Partner von Educ´ARTE

Karl Lagerfeld (1933-2019)

Dienstag, 19. Februar 2019

Karl Lagerfeld, der Pariser Modezar deutscher Abstammung mit dem weißen Zopf und der Sonnenbrille, die er ständig trug, ist am 19. Februar 2019 in Neuilly-sur-Seine in Paris gestorben.

Er wurde 1933 in Hamburg geboren – er selber gab 1938 oder 1935 an – und zog 1953 nach Paris, fing als Illustrator im Modesektor an und begann seine Karriere bei Chloé, Patou und andere Modefirmen. Ab 1974 startete er in Deutschland ein eigenes Label unter seinem Namen. Aber er unterstützte auch das Modeunternehmen Chanel und andere Modehäuser. Auf den Gebieten Mode, Design, Kunst und Werbung brillierte er und bekam die Namen „Kaiserzar“ und „Modezar“. Nicht nur in der Mode auch im Verlagsgeschäft war Lagerfeld mit der Gründung mehrerer Verlage äußerst erfolgreich. 1982 beginnt er Chanel zu reorganisieren. 1984 gründete er sein Label in Frankreich. Er war auch Kostümbildner für Oper und Theater und begann 1987 mit der Fotografie, außerdem kreierte er erfolgreich Parfüms. Er entdeckte Claudia Schiffer.

Der Erfolg seines eigenen Labels hinderte ihn nicht daran, sich weiterhin mit seinen Kreationen an vielen anderen Modehäusern der Konkurrenz zu beteiligen, sie zu unterstützen und zu fördern. Daraus gewann er für sich und sein Unternehmen eine Unabhängigkeit, die zu seinem so gelungenen einzigartigen Erfolgsrezept wurde. Auf diese Weise wurde seine Karriere zur längsten und erfolgreichsten der Modegeschichte; er trug entscheidend dazu bei, Paris zur Weltstadt der Mode zu machen. Seine ungeheure Bibliothek mit wohl über 300.000 Büchern war für ihn kein Schmuck, die Kultur und seine Belesenheit war die Basis für seinen Erfolg als Einzelgänger, der sehr wohl auf eine auserlesene Zahl Getreuer zählen könnte, der von niemandem abhängig, Mode als Schauspiel inszenierte. Die Freiheit war sein oberstes und wichtigstes Gut, genauso wie seine Neugier, jeder Modeidee nachzugehen.

Finissage der Ausstellung „1918: Neubeginn in Stuttgart und Straßburg“ & Live Performance „Même mort nous chantons / Recorded songs don’t ever die“ von Marie Guérin (40 Min)

Dienstag, 20. November 2018

22.11. | 19 Uhr | Institut français Stuttgart | Schloßstr. 51 | Eintritt frei

Seit Mitte Oktober lässt uns die Ausstellung „1918: Neubeginn in Stuttgart und Straßburg“ (Kurator: Dr. Nicholas Williams) die Teil der Doppelausstellung 1918: Zwischen Weltkrieg und Revolution“ ist, tiefer in die Zeit nach dem Waffenstillstand des Ersten Weltkriegs in Stuttgart und Straßburg eintauchen. Sie betrachtet die Geburt der Demokratie in Württemberg sowie die Ausdehnung der französischen Demokratie auf Strasbourg, und zeigt dabei eines: Elsässer und Schwaben, die Bürger Stuttgarts und Strasbourgs: Sie können streiten – und genau deshalb können sie Demokratie!

Foto: © Anne Kropotkine

Zur Finissage der Ausstellung präsentieren wir eine Live-Performance der Installation „Même mort nous chantons / Recorded songs don’t ever die“ von Marie Guérin:

Hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg lässt uns „Recorded Songs don’t ever die“ auf den Spuren von Kriegsgefangenen wandeln, deren Stimmen im Ersten Weltkrieg aufgenommen und auf Platte gepresst wurden. Durch Emil Berliners Erfindung der scheibenförmigen Schallplatte im Ersten Weltkrieg, die als Geburtsstunde der modernen Schallplatte gilt, können aufgenommene Stimmen und Lieder nun auf der ganzen Welt abgespielt und gehört werden. In ihrer Live-Performance lässt Marie Guérin die aufgenommenen und gesampelten Stimmen des Ersten Weltkriegs mit moderner Elektromusik verschmelzen. Ergänzt wird die Perfomance durch die Videokreation von Maël Teillant.

Komposition: Marie Guérin / Habilleuse Sonore, Grafische Gestaltung: Maël Teillant, Projektunterstützung: Anne Kropotkine

In Zusammenarbeit mit: CESARE – Centre National de Création Musicale (Reims), Radio France und der Akademie der Künste Berlin
Mit Unterstützung der Institut français Deutschland, Humboldt Universität (Lautarchiv), Deutschlandfunk Kultur, Marc-Bloch Zentrum, Micro-sillons, der Französischen Botschaft in Deutschland und der Mission du Centenaire 1914-1918. In Koproduktion mit Studio für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste<

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „100×100 Jahre“ des Institut français Deutschland anlässlich des Gedenkjahrs zum Ende des Ersten Weltkrieges und der Veranstaltungsreihe „Auf der Suche nach einer Kultur des Friedens – 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges“ des Institut français Stuttgart, des Hospitalhofs Stuttgart und dem IZKT der Universität Stuttgar. Alle Infos unter www.1918-2018-stuttgart.de/.

Educ’ARTE : Qualitätsmedien für den digitalen Aufbruch!

Montag, 17. September 2018

Der 2019 in Kraft tretende Digitalpakt Schule verspricht, die Bildungslandschaft grundlegend zu verändern und für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen.
Diesen Wandel möchte Educ’ARTE, die digitale Schulmediathek mit dem Besten von ARTE für den Unterricht, gerne begleiten – mit über 1 000 Videos für alle Fächer und Klassenstufen, kreativen Bearbeitungstools und einer bildungsplanorientierten Katalogindexierung.

Dazu gibt es ganz besonders gute Neuigkeiten:

Im Schuljahr 2018/19 gibt es die Educ’ARTE Jahreslizenz für nur 1 € pro Schüler*in!
+ zusätzlicher Gruppennachlass bis zu 40% bei Lizenzen für mehrere Schulen
+ zusätzlicher Nachlass für zwei-/ dreijährige Lizenzen
Weitere Informationen zu den Lizenztarifen für Schulen, Schulträger und Medienzentren:
Download: > Tariftabelle 2018/2019

Schulen, Schulträger und Medienzentren können sich für eine persönliche Beratung sowie ein unverbindliches Angebot an das deutsche Educ’ARTE-Team wenden:
Annette Gerlach – Deutschlandreferentin: a-gerlach@artefrance.fr | +33 6 30 09 83 10
Susanna Holowati – Koordinatorin für Deutschland: s-holowati@artefrance.fr | +33 1 55 00 75 57

> Ernst Klett Verlag offizieller Partner von Educ´ARTE

> www.educarte.de

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