Archiv für die Kategorie 'Deutsch-französische Beziehungen'

8. Deutsch-französischer Jugendkongress – mit einer Linkliste

Donnerstag, 19. September 2019

Vom 16. bis 21. September 2019 findet in der Stadt und im Kreis Düren das 8. Deutsch-Französische Schülertreffen statt. Das > Burgau-Gymnasium in Düren hat als ausrichtende Schule mehr als 200 europäische Schulen mit bilingualem Sprachenprofil mit 1200 Schülern und Lehrern aus Frankreich und Deutschland eingeladen.

Der Kongress wurde organisiert von LIBINGUA, der Arbeitsgemeinschaft, der Elternvereinigung und dem Förderverein der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland. Zu den Trägern des Kongresses gehörte u. a. das Auswärtige Amt. Zu den offiziellen Partnern und Sponsoren zählten u. a. außer der Deutsch-Französischen Jugendwerk, des Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen auch der > Ernst Klett Verlag. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Staatspräsident Emmanuel Macron hatten die Schirmherrschaft über diesen Kongress übernommen.

> www.jugendkongress2019.eu

Download der Flyer >>>

Dieser Kongress wird als Schülertreffen im Rahmen einer Projektwoche organisiert. Das Burgau-Gymnasium in Düren hatte Schülerinnen und Schüler aus 17 französischen Schulen mit einem AbiBac-Zweig , aus zwei polnischen Schulen und einer ukrainischen Schule, sowie 22 deutsche Schulen aus dem ganzen Bundesgebiet eingeladen. Über 1000 Schülerinnen und Schüler haben an über 50 Workshops am Kongressort und an Exkursionen u. a. nach Aachen, Jülich und Köln teilgenommen: www.jugendkongress2019.eu.

Hier zeigen wir das Fotoalbum von der Eröffnung dieses Kongresses:

Auftaktveranstaltung mit den offiziellen Eröffnungsreden und einem musikalisches Begleitprogramm für alle Teilnehmenden fand am Dienstag den 17.09.2019 um 10:00 Uhr im Haus der Stadt statt.

Der Film der Eröffnung wurde von unserem TV-Team aufgenommen – hier erscheinen AUszüge aus den Ansprachen von Bürgermeister Paul Larue und Thomas Rachel, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, die wir unten jeweils in ganzer Länge zeigen:

Es folgen noch interviews mit Schülerinnen und Schülern. Unser > TV-Team schneidet die Filme.

Die Begegnung von Jugendlichen aus Frankreich, Deutschland und weiteren europäischen Ländern steht im Zeichen des Dialogs und des gemeinsamen Eintretens für Europa zu einem Zeitpunkt, da Europa neue Impulse dringend braucht. „Die Jugend ist die Zukunft Europas“ war das Motto des Kongresses.

Die Themen und Exkursionsorte reichten vom Aachener Dom über Schreibwerkstätten, Krieg und Frieden in Deutschland und Frankreich, Rechtsextremismus und Rassismus, Faked News bis zum Forschungszentrum in Jülich.Die Redaktion vom Frankreich-Blog war bei der Eröffnung des Kongresses am 17. September mit dabei und hat Fotos und einen Film mitgebracht.

Während der Kongresswoche wurde in einem Workshop ein Blog zu den Ereignissen des Kongresses verfasst: > blog.jugendkongress2019.eu.

Die Abschlussveranstaltung fand am Freitag, 21. September in der Arena Düren statt, zu der als Gäste auch die Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland S.E. Mme Anne-Marie Descôtes und der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet als Gäste kamen. Staatsekretär Thomas Rachel sagte in seiner Ansprache, die er auf Facebook zitiert: „Mein Wunsch an die Jugendlichen auf der heutigen Abschlussveranstaltung: Bewahrt die Neugier auf Europa und die Welt! Nutzt die Gelegenheit für einen Teil der Ausbildung oder des Studiums ins Ausland zu gehen.“

 
Die Abschlussveranstaltung mit ca. 2000 Jugendlichen und Erwachsenen fandet als Festakt am 20.09.2019 um 18:00 Uhr in der Düren Arena statt, mit anschließender Party für Jung und Alt.

Für die Schüler wird ein abendliches Begleitprogramm angeboten.

Leider war unsere Redaktion beim Abschlussfest in der Arena Düren am 21. September nicht mehr mit dabei:

Themen für diesen Kongress auf unserem Blog:

> Macron und Europa

> Rede von Präsident Macron vor den Botschaftern am 27.8.2019: “La stratégie de l’audace” – 27. August 2019

> Éditorial: Die Wahl zum Europäischen Parlament 2019–  27. Mai 2019 von H. Wittmann

> Sorgen vor den Europawahlen – 20. Mai 2019

> Präsident Macron hielt am Dienstag, 17.4.2018, eine Rede im Europaparlament mit anschließender Debatte

> Der Gastbeitrag von Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europas – 5. März 2019

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Twittern. Frankreich und Deutschland in der EU

> Deutsch-französisches Twittern, aber diesmal aus der Perspektive der Außenministerien

> Nachgefragt: H. Uterwedde, DFI | Der Elysée-Vertrag und der Aachener Vertrag

Nachgefragt: “L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.”Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris – 18. Dezember 2017.

> Deutschland, Frankreich und Europa

> Pierre-Yves Le Borgn’ : Europa?

> Pierre-Yves Le Borgn’ : “L’Europe doit retrouver le lien citoyen.“ – 24. Mai 2019

60 Jahre V. Republik

> Élysée-Vertrag 2.0

> Consultations européennes

> Lernen mit unserem Blog

> Migration

> Zukunft der EU

Ernst Klett Verlag: Unser Engagement für Französisch


Nachgefragt: Mareike Nieberding: > Verwende Deine Jugend. Ein politischer Aufruf

107 Seiten, die richtig wachrütteln. Eine Lektüre für Jugendliche, als Ansporn für politisches Engagement, aber auch für Erwachsene, die dieses Buch zum Anlass nehmen könnten, darüber nachzudenken, welche Chancen sie als Jugendliche verpasst haben und wie sie dass durch eine Art Wiedergutmachung als neue Chancen an die heutige Jugend zurückgeben könnten… Bitte lesen Sie weiter: Mareike Nieberding > Verwende deine Jugend. Ein politischer Aufruf.

Mareike Nieberding
> Verwende deine Jugend
Ein politischer Aufruf
Stuttgart: Tropen
1. Aufl. 2019, 108 Seiten, Flexcover
ISBN: 978-3-608-50367-8


Residenzschloss Ludwigsburg: Deutsch-Französisches Freundschaftsfest am 15.9.

Freitag, 13. September 2019

Theater und Tanz, Führungen und Vorträge, Aktionen für Kinder, kreative Angebote – und jede Menge gastronomische Erlebnisse mit französischem Akzent: Am Sonntag laden die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ins Schloss zum Deutsch-Französischen Freundschaftsfest. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg haben das ganze Jahr unter das Thema „Ziemlich gute Freunde. Frankreich und der deutsche Südwesten” gestellt. Am 15. September ist der Eintritt zum Deutsch-Französischen Freundschaftsfest für Familien und Kinder frei – und das gilt an diesem Tag auch für die Museen im Schloss. Alle Programmpunkte finden sich im Internetportal der Staatlichen Schlösser und Gärten unter > www.schloss-ludwigsburg.de.

Das Fotoalbum:

„Das Residenzschloss Ludwigsburg haben wir auch deshalb gewählt, weil es einen solchen Reichtum an historischen Bezügen bietet“, erläutert Frank Krawczyk, Leiter des Bereichs Kommunikation der Staatlichen Schlösser und Gärten, beim Pressegespräch am Dienstag im Schloss „Von der engen Beziehung im 18. Jahrhundert mit den vielen Künstlern aus Paris über den Besuch Napoleons am Beginn des 19. Jahrhunderts bis zu den historischen Momenten der jüngeren Zeitgeschichte: Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle hat hier 1962 die deutsch-französische Freundschaft begründet – und > Bundeskanzlerin Angela Merkel und François Hollande haben 50 Jahre später im Residenzschloss daran angeknüpft.“

Von links Frank Krawczyk, Leiter des Bereichs Öffentlichkeitsarbeit der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, in der Mitte Stephan Hurst, den Leiter der Schlossverwaltung Ludwigsburg, sowie drei Schauspielerinnen von “Dein Theater”. Foto: Martin Kalb

Am 15. September kann man den Kulturaustausch bei typischen Speisen und Getränken aus Frankreich genießen. Ein französischer Spezialitätenmarkt im Ehrenhof des Residenzschlosses ist einer der Höhepunkte des Freundschaftsfestes. Ein Dutzend Marktstände bieten Delikatessen wie Macarons, Pasteten, Käse aus Savoyen, Nougat, Oliven und Tapenaden, Crêpes und Flammkuchen. Der Markt öffnet bereits am Freitag, den 13. September seine Stände. Verkauf ist täglich bis zum Sonntag von 11–19 Uhr.

Das Fest richtet sich an alle Altersgruppen
, mit Musik, Spiel- und Aktionsangeboten, mit Lesungen und einem Theaterstück zur deutsch-französischen Geschichte, entwickelt vom Stuttgarter Ensemble „Dein Theater“. Die Bühne für die Aufführungen ist historisch: „Dein Theater“ bespielt das Schlosstheater. Auf der Bühne des herzoglichen Theaters traten im 18. Jahrhundert die Top-Stars aus Paris auf, Tänzer, Sängerinnen und Musiker. Besondere Führungen zum Themenjahr –auch in Französisch – präsentieren deutsch-französische Aspekte aus der Geschichte des Schlosses und aus der gemeinsamen Geschichte von Mode und Geschmack. Dazu kommen Vorträge – etwa mit Dr. Susanne Dieterich, die kurzweilige Episoden vom württembergischen und französischen Hof für Groß und Klein erzählt. Das Institut Français und das Deutsch-Französische Institut begleiten das Freundschaftsfest mit Aktions- und Informationsständen. Verschiedene Ensembles machen Musik – und auch die klingt Französisch.

„Ziemlich gute Freunde. Frankreich und der deutsche Südwesten”: Das Themenjahr der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg befasst sich mit der Geschichte der prägenden Nachbarschaft der zwei Länder rechts und links des Rheins über die Jahrhunderte. Dabei reichen die Themen vom Mittelalter bis in die Gegenwart, von den Kriegen bis zu den Liebesbeziehungen und Ehen und vom Staunen über die jeweils andere Kultur bis zum guten Essen. 14 Monumente in ganz Baden-Württemberg machen mit. Einen Überblick über die Themen und Veranstaltungen gibt die neue Themenwelt > www.ziemlich-gute-freunde.de im Internetportal der Staatlichen Schlösser und Gärten: Geschichte und Geschichten rund um die Beziehung zwischen Frankreich und dem Nachbarn Südwestdeutschland.

> www.schloesser-und-gaerten.de

Nachgefragt: Ministerpräsident Armin Laschet antwortet auf unsere Fragen

Montag, 8. Juli 2019

Am 4. Juli hat der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU), unsere Redaktion zu einem Interview in der Staatskanzlei in Düsseldorf empfangen. Christa Weck, Leiterin der Abteilung Französisch im Ernst Klett Verlag, hat uns begleitet. Bei dem Interview ging es um die Aufgaben des Ministerpräsidenten als Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit, mit der er von der Bundesregierung betraut worden ist. Außerdem haben wir über den Stand der deutsch-französischen Beziehungen und die neuen Perspektiven, die der jüngst unterzeichnete Aachener Vertrag bietet, gesprochen. Nach dem Interview wurde der Verzicht von immer mehr Bundesländern, eine zweite Fremdsprache bis zum Abitur zu führen, dem Ministerpräsidenten vorgetragen.

Seit dem 1. Januar 2019 ist Ministerpräsident Laschet der „Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit.“ Als Kulturbevollmächtigter, das Amt gibt es seit 1963 aufgrund einer Bund-Länder-Vereinbarung, hat er den Rang eines Bundesministers, der die „Interessen des Bundes und der 16 deutschen Bundesländer in bildungspolitischen und kulturellen Angelegenheiten gegenüber Frankreich“ vertritt. Wir haben ihn gefragt, welche Möglichkeiten er mit diesem Amt hinsichtlich der deutsch-französischen Kulturbeziehungen im Kontakt mit seinen Amtskollegen in den Bundesländern und mit den Politikern, d. h. dem Kulturminister oder dem Erziehungsminister in Paris hat: „Koordinieren oder gestalten Sie?“

Wir haben ihn gefragt, wie es heute um den Stand der deutsch-französischen Beziehungen steht? Wird uns der > Aachener Vertrag neue Perspektiven ermöglichen?

Im August 2018 zitierte die Tagesschau den Ministerpräsidenten mit den Worten „der kulturelle Austausch, das Herzstück der hervorragenden deutsch-französischen Beziehungen‘“: Wir wollten wissen, ob die Kultur bei der Gestaltung der deutsch-französischen Beziehungen genügend berücksichtigt wird?

In einem > „Überblick über die deutsch-französische Kulturzusammenarbeit“, den die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages am 12. Juli 2018 vorgelegt haben, gibt es einen Absatz über die Förderung der französischen Sprache: „Der Deutsch-Französische Ministerrat vereinbart, das Erlernen der Partnersprache noch intensiver zu fördern, die Schulpartnerschaften wiederzubeleben und die Erasmus-Programme insbesondere auch für Auszubildende auszuweiten…“ Wie wird dieser Wunsch des Ministerrates umgesetzt werden?

Fotos: Staatskanzlei.

19. Düsseldorfer Frankreichfest

Sonntag, 7. Juli 2019

und unsere ganze Redaktion war mit dabei. Ein lange Tafel zum Schmausen bester französischer Köstlichkeiten am Rhein entlang. Rotwein, Champagner! Und im Innenhof des Rathauses fand die offizielle Eröffnung statt, bei der S.E. Mme Anne-Marie Descôtes, Botschafter in der Französischen Republik in Deutschland den Attaché pour la coopération pour le français, Mark-Alexander Schreiweis aus Düsseldorf verabschiedete. Danach hielt Oberbürgermeister Thomas Geisel ein Ansprache, nachdem er zuvor mit dem Orden des Ritters des Nationalen Verdienstorden von der französischen Botschafterin geehrt worden war. Madame Olivia Berkeley-Christmann, seit dSeptember 2018 Consule générale de France à Düsseldorf et Directrice de l’Institut français de Rhénanie du Nord/Westphalie begrüßte die Gäste.

> 19. Düsseldorfer Frankreichfest

Bitte öffnen Sie das Fotoalbum mit einem Klick auf ein Foto erst , wenn diese Seite ganz geladen ist:

Dann gab Valentin aus Nancy (22 Jahre alt) ein beeindruckendes und wunderbares Konzert: > Valentin. Danach kamen L.E.J (die Vornamen der Sängerinnen Lucie, Elisa und Juliette) auf die Bühne: “Klassischer Einfluss, Weltmusik, Rap und Pop vereint in Musik und Gesang, dazu kommt dann noch der megacoole Stil der Mädels… In Frankreich sind L.E.J längst Megastars und wollen nun mit ihrem neuen Album »Poupées russes« auch in Deutschland die Charts stürmen.” (Programm) > LEJ.

Wir sehen uns wieder am Freitag vor dem 14. Juli 2020, wenn in Düsseldorf das 20. Frankreichfest beginnt!

Unsere Redaktion war zum zweiten Mal dabei > La grande fête française. Das 14. Düsseldorfer Frankreichfest – 5. Juli 2014.

XXXV. Jahrestagung des dfi: Deutsch-französische Zusammenarbeit 2.0

Montag, 1. Juli 2019

(Ergänzt am 3. Juli 2019, es folgen noch weitere Ergänzungen) In Ludwigsburg fand vom 28.-29.6.2019 die XXXV. Jahrestagung des Deutsch-französischen Instituts dfi statt.Der Höhepunkt war am Samstagmorgen die Rede von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble zu Europa und den deutsch-französischen Beziehungen. Viele Abgeordnete, die an der Ausarbeitung des Aachener Vertrages und des Deutsch-französischen Parlamentsabkommens mitgewirkt haben, waren aus Anlass dieser Tagung nach Ludwigsburg gekommen: Unter ihnen Christophe Arend, der Präsident der deutsch-französischen Parlamentariergruppe in der Nationalversammlung, Frédéric Petit, der Abgeordnete für die Auslandsfranzosen und Nils Schmid und Angehörige des Außenministerien in Paris und Berlin.

Wir zeigen hier das Fotoalbum dieser Tagung. Bitte öffnen Sie es mit einem Klick auf ein Foto, wenn diese Seite ganz geladen ist:

Wir erinnern an > Ernst Weisenfeld (1913-2009), mit dem wir mehrmals von Bonn aus zur Jahrestagung des DFI gefahren sind.

Früher war diese Jahrestagung ein Treffen mit dem Titel Sozialwissenschafticher Arbeitskreis der deutschen Frankreichforscher, zu dem einige Akteure aus der Politik und der Wirtschaft eingeladen waren. Mittlerweile hat sich das Format dieser Veranstaltung sehr geändert: Heute kommen hier nicht nur Frankreichforscher , sondern neben ihnen auch eine große Zahl von Akteuren zusammen, die in den Ministerien oder den Botschaften an der Ausarbeitung der jüngst zwischen Frankreich und Deutschland vereinbarten Verträge und Abkommen maßgeblich beteiligt waren. Das macht dieses Tagung zu einer ganz besonderen Gelegenheit mit einem Blick hinter die Kulissen. Die Offenheit, mit der die Teilnehmer aus ihren Bereichen berichteten, vermittelte spannende Einblicke in die deutsch-französische Zusammenarbeit:

Im Mittelpunkt der Arbeitsgruppe Wirtschaft stand der Artikel 20 des Aachener Vertrags:

Artikel 20
(1)
Beide Staaten vertiefen die Integration ihrer Volkswirtschaften hin zu einem deutsch-französischen Wirtschaftsraum mit gemeinsamen Regeln. Der Deutsch-Französische Finanz- und Wirtschaftsrat fördert die bilaterale Rechtsharmonisierung, unter anderem im Bereich des Wirtschaftsrechts, und stimmt die wirtschaftspolitischen Maßnahmen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik regelmäßig ab, um so die Konvergenz zwischen beiden Staaten zu befördern und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Volkswirtschaften zu verbessern.
(2)
Beide Staaten richten einen deutsch-französischen „Rat der Wirtschaftsexperten“ ein, der sich aus zehn unabhängigen Fachleuten zusammensetzt und das Ziel verfolgt, ihren Regierungen wirtschaftspolitische Empfehlungen zu unterbreiten. ”

Die Wirtschaftsrätin der Französischen Boschaft, Catherine Rozan, verglich in ihrem Beitrag den Vertrag von 1963, “der eine Verwirklichung des Friedens zwischen unseren beiden Ländern schuf” mit dem Aachener Vertrag, “der unter anderem das Ziel eines echten Wirtschaftsraums anstrebt.” Diesen Wirtschaftsraum gibt es schon: “Frankreich ist der drittwichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands und Deutschland der wichtigste Partner Frankreichs. 4.000 französische Unternehmen sind in Deutschland mit 380.000 Mitarbeitern aktiv. In den 4.500 deutschen Unternehmen in Frankreich sind 310.000 Mitarbeiter beschäftigt,” erklärte C. Rozan. Der Aachener Vertrag öffnet die Perspektiven für neue Instrumente, “um die Konvergenz unserer Wirtschaften und Gesellschaften voranzutreiben. Dazu nennt Rozan drei Meilensteine: 1. Die bestehenden Instrumente wie der deutsch-französische Ministerrat, der Deutsch-Französische Finanz- und Wirtschaftsrat  werden durch die deutsch-französische parlamentarische Versammlung, dessen erste Sitzung am 25. März 2019 stattfand. Artikel 14 nennt den neun Ausschuss für grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Der Artikel 20, Abs. 2 enthält die Schaffung eines deutsch-französischen Rat der Wirtschaftsexperten vor. 2.” Der Aachener Vertrag, der einen Fahrplan für die deutsch-französische Zusammenarbeit für die kommenden Jahre vorsieht, soll auch den anderen Mitgliedstaaten der EU dienen. Das deutsch-französische Paar arbeitet in der Tat für den europäischen Wirtschaftsraum.” In diesem Zusammenhang geht es um die Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion und der Bankenunion. Dazu kommt eine Reform des europäischen Rechtsrahmens mit der Anpassung des Wettbewerbsrechts.

C. Rozan erinnerte an das deutsch-französische Manifest für eine europäische Industriepolitik des 21. Jahrhunderts, das Peter Altmaier und sein französischer Kollege Bruno Le Maire am 19.2.2019 vorgestellt haben, das beide als gesamteuropäisches Projekt verstehen. Rozan nannte auch zwei Beispiele: “Dieses deutsch-französische Bestreben für eine europäische Industrie wurde schon durch das Projekt zur IPCEI (Important project of Commun European Interest) für Batterien verwirklicht. Darüber hinaus haben die Wirtschaftsminister Bruno LE MAIRE und Peter ALTMEIER in Anwesenheit von Herrn Vizepräsident SEFCOVIC am 2. Mai eine deutsch-französische Produktion von Batteriezellen für E-Autos verkündet.”

3. C. Rozan erinnerte an die Reformen  die 2017 in Frankreich umgesetzt werden: “Das Europa-orientierte Programm von unserem Präsidenten ist teilweise von dem deutschen Modell inspiriert. Das war zum Beispiel der Fall in der Umsetzung eines flexibleren Arbeitsrechts, oder auch bei Reformen, die in Bereichen der Ausbildung, der Qualifizierung und der Lehrlingsausbildung ausgeführt wurden.” – “Deutschland kann sich von Frankreich inspirieren lassen: Beispielsweise was die Digitalisierung, die Finanzierung von Innovationen oder auch die sehr erfolgreiche Steuergutschrift für Forschungszwecke (CIR) angeht. Frankreich hat sich aufgrund dieser Maßnahmen zu einem der attraktivsten Wirtschaftsstandorte der Welt entwickelt.”

Rozan betonte auch, “Deutschland und Frankreich haben dabei eine herausragende Verantwortung für das Gelingen Europas. Im Aachener Vertrag entsteht eine Geisteshaltung von Komplementarität zwischen Frankreich und Deutschland. Es ist jetzt der Moment diese Geisteshaltung tatsächlich umzusetzen.”

In einer zweiten Arbeitsgruppe (Stefan Bantle, Auswärtiges Amt, Luc Jouvence, État-major des Armées françaises, Prof. Dr. Hans Stark, Institut français des relations intgernationales ifri) wurden auch Fragen der Verteidigungspolitik diskutiert.

Dazu auf unserem Blog:

> Rüstungsexporte. Nachgefragt: Brigadegeneral a.D. Dr. Klaus Wittmann antwortet auf unsere Fragen  – 20. Mai 2019

Bemerkenswert sind auch die Vereinbarungen und Perspektiven zum grenzüberschreitenden Verkehr im Kapitel 4 des Vertrags.

Was nimmt es Wunder, dass von deutscher Seite der Absatz bezüglich der Förderung der Nachbarsprache so ausgedünnt worden ist. Frankreich wollte gerne mehr hineinschreiben, die deutsche Seite dachte an ihre Bundesländer und deren Kulturhoheit:

Artikel 10
Beide Staaten führen ihre Bildungssysteme durch die Förderung des Erwerbs der Partnersprache, durch die Entwicklung von mit ihrer verfassungsmäßigen Ordnung in Einklang stehenden Strategien zur Erhöhung der Zahl der Schülerinnen, Schüler und Studierenden, die die Partnersprache erlernen, durch die Förderung der gegenseitigen Anerkennung von Schulabschlüssen sowie durch die Schaffung deutsch-französischer
Exzellenzinstrumente für Forschung, Ausbildung und Berufsbildung sowie integrierter deutsch-französischer dualer Studiengänge enger zusammen.”

Auf unserem Blog:

> Aachener Vertrag

> Deutsch-französisches Parlamentsabkommen

à suivre

Alfred Grosser : Herzlichen Glückwunsch zum Großkreuz der Ehrenlegion

Dienstag, 25. Juni 2019

Seine Vorlesungen über “L’Allemagne de notre temps”, “Introduction à l’étude de la vie politique” und vor allem seine überfüllten Vorlesungen zu aktuellen Fragen haben 1976/78 zwei Jahre lang den Beginn meines Studiums in Paris geprägt. Er empfängt auch jetzt noch unsere Blog-Redaktion immer wieder mal in Paris. Der Passion, mit der Alfrred Grosser die deutsch-französischen Beziehungen analysiert und kommentiert hat – er war schon 1948 zusammen mit Emmanuel Mounier u.a. wie Joseph Rovan Mitbegründer des Comité pour l´échange avec l’Allemagne nouvelle” (Wikipédia) – verdanken Deutschland und Frankreich sehr viel. Jetzt hat Präsident Macron ihm das Großkreuz der Ehrenlegion verliehen:

Wir danken > @MichaelaWiegel (FAZ, Paris) für diese Nachricht.

Am 24. Juni 2019 im Heinrich-Heine-Haus:

35 : 40 : Europa? Grosser “Les intentions de notre Président sont poures….l’application est parfois difficile…”

Vgl. dazu auf unserem Blog > Macron und Europa .

Auf unserem Blog:

Brexit, Europe, Paris et Berlin: Alfred Grosser répond à nos questions – 19. April 2019

> Alfred Grosser parle de Notre-Dame de Paris – 19. April 2019

> Alfred Grosser wird heute 94 Jahre alt – 1. Feb. 2019

> Un entretien sur l’actualité avec Alfred Grosser  – 28. Januar 2016

> Gedenkstunde im Bundestag: 1914-1918: Alfred Grosser hat am 3. Juli 2014 im Bundestag gesprochen – 3 . Juli 2014

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