Archiv für die Kategorie 'Politik'

Die Rede von Präsident Macron am 11. November 2018 am Triumphbogen

Montag, 12. November 2018

Am Sonntag, 11. November 2018, fanden die Gedenkfeiern zum 100. Jahrestag des Waffenstillstandes in Paris statt. Vor vielen Staats- und Regierungschefs aller der am Ersten Weltkrieg betiligten Nationen hielt Präsident Macron eine Rede:

> Document : le discours d’Emmanuel Macron à l’Arc de Triomphe – LE MONDE

> Discours du Président de la République, Emmanuel Macron à la cérémonie internationale du Centenaire de L’Armistice du 11 Novembre 1918 à L’arc de Triomphe

Er warnte nachdrücklich vor dem Nationalismus, den er als das Gegenteil des Patriotismus versteht: “…le patriotisme est l’exact contraire du nationalisme : le nationalisme en est la trahison. En disant « nos intérêts d’abord et qu’importent les autres ! », on gomme ce qu’une Nation a de plus précieux, ce qui la fait vivre, ce qui la porte à être grande, ce qui est le plus important : ses valeurs morales.”

Und im Mittelpunkt seiner Rede stand der Friede: Der Präsident beschwor den Geist der Aussöhnung, der der Versuchung des Zynismus widerstehen solle. Feine von gestern sollten eine Dialog führen und daraus einen Zusammenhalt schmieden: “Cela s’appelle, sur notre continent, l’amitié forgée entre l’Allemagne et la France et cette volonté de bâtir un socle d’ambitions communes. Cela s’appelle l’Union européenne, une union librement consentie, jamais vue dans l’Histoire, et nous délivrant de nos guerres civiles. Cela s’appelle l’Organisation des Nations unies, garante d’un esprit de coopération pour défendre les biens communs d’un monde dont le destin est indissolublement lié et qui a tiré les leçons des échecs douloureux de la Société des Nations comme du Traité de Versailles.”

70 Staatschefs werden zum Pariser Friedensforum vom 11. bis 13. November 2018 erwartet

Sonntag, 11. November 2018

> Déclaration conjointe des organisations internationales à l’occasion du Forum de Paris sur la Paix: Entre autres: “Nous reconnaissons également qu’il est nécessaire, pour les organisations internationales, de continuer à innover et à s’adapter aux enjeux en constante évolution et aux nouvelles questions auxquelles fait face la communauté internationale. La crédibilité du système multilatéral passe par un haut niveau de coordination entre les organisations internationales et par leur capacité à se réformer et à respecter leur mandat, les États membres fournissant le soutien politique et les ressources appropriées nécessaires à leur travail. Nous soulignons notre détermination à renforcer notre coopération par des échanges réguliers et périodiques, en tirant parti de nos synergies pour répondre aux enjeux mondiaux qui nous sont communs.”

> Rede von Bundeskanzlerin Merkel zur Eröffnung des „Forum de Paris sur la Paix“ am 11. November 2018

Sonntag, 11. November 2018: “Der Friede, den wir heute haben, den wir zum Teil schon als allzu selbstverständlich wahrnehmen, ist alles andere als selbstverständlich, sondern dafür müssen wir arbeiten. Deshalb möchte ich auch von meinen Sorgen sprechen, die sich für mich in unser heutiges Gedenken mischen – die Sorge etwa, dass sich wieder nationales Scheuklappendenken ausbreitet, dass wieder so gehandelt werden könnte, als könne man unsere wechselseitigen Abhängigkeiten, Beziehungen und Verflechtungen einfach ignorieren. Wir sehen doch, dass internationale Zusammenarbeit, friedlicher Interessenausgleich, ja, selbst das europäische Friedensprojekt wieder infrage gestellt werden. Wir sehen die Bereitschaft, Eigeninteressen schlimmstenfalls auch mit Gewalt durchzusetzen.” und “Der Erste Weltkrieg hat uns gezeigt, in welches Verderben Isolationismus führen kann. Und wenn Abschottung vor 100 Jahren schon keine Lösung war, wie könnte sie es heute sein – in einer vielfach vernetzten Welt mit fünfmal so vielen Menschen auf der Welt wie damals? Deshalb haben wir für unsere G20-Präsidentschaft im vergangenen Jahr das Motto gewählt „Eine vernetzte Welt gestalten“. Wir werden auch eng mit der französischen G7-Präsidentschaft zusammenarbeiten, um diesen Gedanken voranzubringen. Eine enge internationale Zusammenarbeit auf der Grundlage gemeinsamer Werte, wie sie uns die UN-Charta vorgibt – das ist die einzige Möglichkeit, die Schrecken der Vergangenheit zu überwinden und eine vernünftige Zukunft zu gestalten.”

Die Rede von Präsident Macron:

Président Macron: “Et il y a 100 ans, nos prédécesseurs ont tenté de construire durablement cette paix ; ils ont inventé la Société des Nations, la première forme de coopération internationale. Mais elle s’est fracassée sur l’unilatéralisme de certains, sur les crises économiques, morales, et sur les nationalismes. C’est pourquoi je souhaitais que le deuxième intervenant pour ouvrir ce Forum de Paris sur la paix soit le secrétaire général des Nations unies, Antonio GUTERRES. Merci cher Antonio d’être là.”

> Transcription du discours d’introduction du Président de La République au forum de Paris sur la paix

Das Paris Friedensforum soll sich zu einem jährlichen Treffen entwickeln, bei dem Projekte, Ideen und Initiativen vorgestellt werden, die zu einer besseren internationalen Zusammenarbeit gegenüber den großen globalen Herausforderungen zu einer gerechteren und faireren Globalisierung und einem wirksameren multilateralen System beitragen. 2018 werden mehrere Tausend Teilnehmer/innen erwartet, darunter über 70 Staats- und Regierungschefs, Vertreter großer internationaler Organisationen sowie Akteure der Zivilgesellschaft. Dieses Jahr werden werden 119 Projekte vorgestellt.

> parispeaceforum.org

70 chefs d’État attendus au Paris Peace Forum

Du 11 au 13 novembre 2018, se tient à Paris la première édition du Paris Peace Forum. Initié par le président Emmanuel Macron et co-organisé par 6 membres fondateurs dont Sciences Po, ce forum réunit de nombreux acteurs de la gouvernance mondiale. 70 chefs d’État ont répondu présents.

Inspiré par le modèle de la COP 21, – la conférence de Paris sur le climat de 2015 -, le Paris Peace Forum souhaite réunir tous les acteurs de la gouvernance mondiale – États, organisations internationales, gouvernements, ONG, entreprises, citoyens, etc. – pour promouvoir des solutions et penser le monde de demain.”

> Bitte weiterlesen: 70 chefs d’État attendus au Paris Peace Forum – Website von Sciences Po

> Das Pariser Friedensforum: für eine gerechtere und fairere Globalisierung – Website der Französischen Botschaft in Berlin: “Zu der diesjährigen Veranstaltung werden mehrere Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet, darunter zahlreiche Staats- und Regierungschefs, Vertreter großer internationaler Organisationen sowie Akteure der Zivilgesellschaft. Insgesamt werden 119 Projekte vorgestellt.”

Discours du Président de la République Emmanuel Macron à l’usine Renault de Maubeuge

Freitag, 9. November 2018

Präsident Emmanuel Macron > Centenaire de l’Armistice : “l’itinérance” d’Emmanuel Macron, “une initiative originale pour tenter de reprendre la main” – LCI

Heute hat er vor den Arbeitern von Renault in Maubeuge eine Rede gehalten… “seit de Gaulle war wohl kein Präsident in Maubeuge”:

Der Anfang war etwas kompliziert, weil ein Angestellter, den Präsidenten dauernd unterbrochen: “Vous n’êtes pas bien venu M. Macron…” und er kritisierte Die Erhöhungen des Benzinpreise… Kommen Sie doch zu mir hier her… sagt der Präsident.

Emmanuel Macron: “Man wird die Europäer nicht beschützen, wenn man sich nicht entscheidet, eine wirkliche europäische Armee zu haben.”

Dienstag, 6. November 2018

Ergäzung:> Publizist Grosser: Merkel sollte sich zu europäischer Armee äußern – Deutschlandfunk – 13.11.2018

Am Dienstagmorgen, 6. November 2018 hat Europe 1 ein Interview mit Präsident Emmanuel Macron gesendet, in dem er die Fragen von Nikos Aliagas beantwortete, das am Abend vorher in Verdun – auf seiner Reise durch die nördlichen Departements (l’intinérance mémorielle > Centenaire de l’Armistice : “l’itinérance” d’Emmanuel Macron, “une initiative originale pour tenter de reprendre la main” – LCI) aufgezeichnet worden war. In diesem Interview wurden aktuelle Themen, wie die Preissteigerungen beim Benzin, die Gewalttaten in den Schulen, die Europawahlen, wie auch die Demission von Nicolas Hulot und die Affäre Benalla angesprochen. Der Zeitung Ouest-France gegenüber hat Präsident Macron anlässlich der Einweihung der Ausstellung Georges Clemenceau im Panthéon als Auftakt zu seiner Erinnerungsreise erklärt: „Die Zeit in der wir leben, erinnert an die Zwischenkriegszeit:“ (INFO OUEST-FRANCE. > Emmanuel Macron : « Le moment que nous vivons ressemble à l’entre-deux-guerre ») Im Interview mit Europe 1 hat er diesen Gedanken wiederholt: “Ich bin erstaunt, zwei Dinge zu sehen, die in furchtbarer Weise an die 30er Jahre erinnern : unser Europa wurde von einer tiefgehenden Wirtschafts- und Finanzkrise betroffen (…) und ein Ansteigen der Nationalismen die die Ängste schüren”. Er nannte den “die Absurdität des kriegerischen Nationalimus”, und fügte gemäß Europe 1 hinzu: “Sind die Nationalisten nicht da? Hat man denn vergessen, welche Partei die letzten Europawahlen in Frankreich gewonnen hat? Der Font national. Ich hoffe, er wird nicht gewinnen. Europa ist immer mehr gespalten. Dieser Nationalismus verlangt die Schließung der Grenzen und rät zum Zurückweisen des Gegenüber (de l’autre) Ich schürt überall Ängste. Sie sind da.” Und Europe 1 zitiert ihn auch mit diesen Worten: “Wir benötigen ein stärkeres Europa, das beschützt. Es geht darum, dass wir uns bewusst sind, wer wir sind und wovon wir leben : Der Friede und der Wohlstand, in dem Europa seit 70 Jahre lebt ist eine vergoldete Parenthese in unserer Geschichte”

> Montée des nationalismes, Front national, flambée des prix de l’essence : ce qu’a dit Emmanuel Macron sur Europe 1 – 6 novembre 2018

> EXCLUSIF – “Fracture” de l’Europe : “Non, je n’exagère en rien”, affirme Emmanuel Macron – 6 novembre 2018,

> ÉVÉNEMENT – Emmanuel Macron invité exceptionnel d’Europe 1 : le résumé de l’interview – 6 novembre 2018 und er zitiert Bundeskanzlerin Merkel, die im Juni 2018 der Frankfurter Zeitung am Sonntag gesagt hatte: “Ich stehe Präsident Macrons Vorschlag einer Interventionsinitiative positiv gegenüber”.

> Macron fordert Bildung einer “wahren europäischen Armee” – DER SPIEGEL – 6. November 2018

> Europe, chèque énergie, carburants… ce qu’il faut retenir de l’interview d’Emmanuel Macron sur Europe 1 – LE MONDE 6 novembre 2018

Wie vor einem Jahr in seinen Reden zur “Refondation de l’Europe”
– > La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017 – 2. November 2018 – hat Emmanuel Macron sich für eine gemeinsame Verteidigung ausgesprochen: Europe 1 zitiert den Präsidenten so: “Man wird die Europäer nicht beschützen, wenn man sich nicht entscheidet, eine wirkliche europäische Armee zu haben. Gegenüber Russland, das an unseren Grenzen steht und das bedrohliche Züge gezeigt hat, muss man ein Europa haben, dass sich zunehmend alleine verteidigt, ohne alleine von den USA abzuhängen und das mehr souverän ist.”
Präsident Macron versucht den Unwillen der Bürger hinsichtlich der Preiserhöhungen zu besänftigen und kündigt punktuelle Maßnahmen an.
Dann wird die Affäre Benalle erwähnt: “Une affaire d’Etat ? Quelle affaire d’Etat ?” zitiert Europe ! den Staatschef, der Benallas Auftreten als den Fehler eines Mannes bezeichnet, über den es eine “excitation collective” gegeben habe.

Europe 1 bietet das 35-minütige Interview via YouTube zum Teilen an: Auch sehr hörenswert sind die Passagen in den ersten 10 Minuten, in denen Macron von den Schlachjtfeldern des Ersten Weltkriegs berichtet, die er seit Montag im Norden Frankreichs besucht. Niemand kann sich dort der Erinnerung an das Grauen, das sich dort ereignet hat, entziehen.

Auf unserem Blog > 1914-1918

Rappel:
> #Présidentielle2017 -Le programme d’Emmanuel Macron – 8. Mai 2017

> Refonder l’Europe par la culture / Europa mit Hilfe der Kultur neu begründen (I) – 25. Oktober 2017

60 Jahre V. Republik

Freitag, 5. Oktober 2018

Am 4. Oktober 1958 trat die Verfassung der V. Republik in Kraft. In diesen bewegten Zeiten ist es sicherlich gut, nochmal die Verfassung der V. Republik genau zu lesen: Besonders die Abschnitte über den Präsidenten, den Premierminister und die Regierung:

> La Constitution de la Ve Répblique

Charles de Gaulle hat in seiner > Rede in Bayeux am 16. Juni 1946 schon die Grundlagen der späteren Verfassung der V. Republik skizziert. Als sie 1958 in Kraft trat, war sie noch nicht vollständig, Der Staatspräsident wurde vorerst noch von einem Wahlkollegium gewählt, erst 1962 inszenierte de Gaulle eine Verfassungsreform, nach der Staatspräsident künftig vom Volk gewählt werden sollte. Dahinter steckte die Absicht, seinen künftigen Nachfolgern eine umfassende Legitimität für ihre zahlreichen Aufgaben und Befugnisse, die die Verfassung dem Staatspräsidenten verleiht, zu sichern: > Les pouvoirs du président de la République / Die Aufgaben des Staatspräsidenten – 25. April 2017 – > Apprenons un nouveau mot: la présidentialisation – 23. Mai 2007 – > Le Président de la République: un roi élu ? – 9. April 2007

Tatsächlich hat sich die Verfassung der V. Republik als überaus anpassungsfähig erwiesen: Sie funktionierte auch, wenn der Staatspräsident und der Premierminister aus verschiedenen politischen Lagern stammen > Cohabitaton, das “Zusammenleben”.

Frankreich hat weder eine parlamentarische Verfassung, noch ein Präsidial system: Der Begriff des halbpräsidentiellen Systems in bezug auf die V.Republik stammt von Maurice Duverger, der ihn in seinem Buch L’échec au roi (Schach dem König) (Albin Michel, 1978) entwickelt hat. Außer Frankreich, besonders nach 1962 zählt Duverger auch die Weimarer Republik von 1919 bis 1933, Finnland, Island, Irland, Österreich und Portugal zu den Ländern, wo der Präsident der Republik eine erhebliche Rolle ausübt. Vor allem aber in Frankreich nach 1962, dem Jahr, in dem de Gaulle die Wahl des Präsidenten durch das Volk einführte, besitzt der Präsident so weitgehende Rechte, so dass seine Aufgabe auch als monarchisch bezeichnet werden könnte: > Les pouvoirs du Président de la République – vie-publique.fr.

In seiner Rede am 4. 10.018 erwähnte Präsident Macron das Selbstverständnis des Präsidenten:” Lutte contre le terrorisme et la radicalisation, contre la criminalité organisée et la corruption, les crimes sexuels, les violences faites aux femmes, la violence routière, les atteintes à la sécurité publique ou à l’environnement, autant de sujets sur lesquels in fine c’est le pouvoir exécutif qui rend des comptes, le Gouvernement devant le Parlement et le Président de la République devant les citoyens français.” Die Regierung ist vor dem Parlament verantwortlich, der Staatspräsident ist gegenüber dem Volk verantwortlich.^

Die Beziehung des Präsidenten zur Nationalversammlung, die zusammen mit dem Senat das Parlament bildet ist bemerkenswert interessant. Er ist nicht vor dem Parlament verantwortlich, kann aber die Nationalversammlung nach Konsultation der beiden Präsidenten vom Senat tun der Nationalversammlung auflösen.

Ursprünglich legte die Regierung die Tagesordnung in der Nationalversammlung fest. Das hat sich geändert: > Fiche de synthèse n°26 : La fixation de l’ordre du jour et la Conférence des Présidents

Er erinnerte an seine Vorgänger und erklärte aber auch die Notwendigkeit von Reformen: “Une Constitution est tout à la fois source du pouvoir, recueil des libertés et valeurs fondamentales, grammaire des mécaniques institutionnelles. Le Président de la République doit veiller sur l’héritage de 1958 dans ses trois dimensions. Mais pour ce faire, il est dressé sur les épaules de géants qui ont été à l’origine de cette Vème République. Savoir en pratiquer les souplesses et parfois la modifier est la meilleure garantie de sa pérennité pour l’avenir. C’est une tâche qui n’est jamais terminée. La condition de son succès tient à un facteur déterminant : il nous faut raisonner, à partir des besoins de la Nation et non à partir des institutions existantes, quelles qu’elles soient.”

2000 War die Amtszeit des Präsidenten auf zwei Wahlperioden und auf 5 Jahre verkürzt worden. Jetzt kündigte Macron an, das die Parlamentsreform, deren Debatte im Sommer ausgesetzt worden war, im Januar wiederaufgenommen werde, er erwähnte aber nicht den Hauptstreitpunkt mit dem Senat, nämlich die Reduktion um 30 % der Anzahl der Abgeordneten. EiIn Zeichen des Einlenkens. Alfred Grosser hat uns gelehrt, das zu lesen, was man in einer Rede erwarteb könnte, was aber dort fehlt…. und Rückschlüsse daraus zu ziehen.

Morgen zeigen wir die Rede die Präsident Emmanuel Macron zum 60. Jahrestag der Verfassung am 4. Oktober 2018 in Paris gehalten hat.

Vorab:

> Discours du Président au Conseil Constitutionnel – Text der Rede von Präsident Macron im Conseil Constitutionnel

Auf unserem Blog

> 50 ans Ve République – Die V. Republik wird 50   – 4. Oktober 2008

> 50 Jahre V. Republik  15. November 2008

Schon 1946 in seiner > Rede in Bayeux nannte General de Gaulle die Grundlagen der V. Republik:

Gaulle, Ch. de., Discours de Bayeux, 16. Juni 1946 – > Charles-de-gaulle.org: – bsd. ab 7.10′ :

Notez la date de cet article: > Expertenkommission: Das Grundgesetz in Deutschland und die Verfassung in Frankreich – 1. April, 2013
 

Vortrag: Islam und Staat: Zur Praxis in Frankreich und Deutschland

Dienstag, 19. Juni 2018

| NEU: Ernst Klett Verlag offizieller Partner von Educ´ARTE | Ministre Bruno Le Maire spricht in Berlin auf Deutsch | Mai 68 in Paris: Revolution oder nur eine Revolte? |

Mi 20. Juni , 19 Uhr | Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Im Rahmen der Reihe „Europa-Islam – das große Missverständnis“ der Universität Stuttgart.

Der politische Grundsatz der Laizität (> Le 110e anniversaire de la loi de 1905 de séparation des Églises et de l’État – 9. Dezember 2015 auf unserem Blog) regelt seit 1905 das Verhältnis von Staat und Religion in Frankreich. Er schreibt Neutralität gegenüber den verschiedenen Religionen, Gewissensfreiheit und Gleichberechtigung vor, sieht aber vor allem eine strikte Trennung von Religionen und Staat vor. So werden Religionsgemeinschaften beispielsweise nicht vom Staat finanziell subventioniert und religiöse Symbole aus dem öffentlichen Raum verbannt. Etwas anders sieht es in Deutschland aus. Hier herrscht eine religionsoffene und neutrale Säkularität, die den Staat in vielfältiger Weise mit Religionsgemeinschaften kooperieren lässt und ihnen so einen Platz im öffentlichen Raum bietet. Gemeinsam ist beiden Ansätzen, dass sie einst in Hinblick auf das Christentum entwickelt wurden. Wie aber werden diese Prinzipien heute in Frankreich und Deutschland in Bezug auf den Islam gelebt?

Franck Frégosi ist Politikwissenschaftler am Institut für Politikwissenschaft der Université Aix-en-Provence. Er forscht zur Ausbildung religiöser Führungspersonen und zur Stellung des Islams in Frankreich. Hierbei interessiert er sich besonders für den Zusammenhang zwischen Islam und Laizität.
Jan Bergmann ist Rechtswissenschaftler am Institut für Volkswirtschaftslehre und Recht der Universität Stuttgart sowie Verwaltungsrichter. In seiner Arbeit hat er immer wieder mit religiös geprägten Sachverhalten zu tun. Gerade Streitigkeiten rund um den Islam beschäftigen die Justiz heute in vielfältiger Weise.

Diskussion in deutscher und französischer Sprache mit Prof. Dr. Franck Frégosi und Prof. Dr. Jan Bergmann, moderiert von Judith Yacar.
Übersetzung: Armelle Bergmann-Gastou

Konzeption und Moderation: Judith Yacar, Institut für Linguistik/Romanistik.
In Zusammenarbeit mit dem Hospitalhof Stuttgart und dem IZKT der Universität Stuttgart
Das Projekt wird von der Robert Bosch Stiftung aus Mitteln der DVA-Stiftung gefördert.

Podiumsdiskussion: Das politische Engagement der Generation Y – Was bleibt von Mai 68?

Donnerstag, 14. Juni 2018

| NEU: Ernst Klett Verlag offizieller Partner von Educ´ARTE | Ministre Bruno Le Maire spricht in Berlin auf Deutsch | Vortrag: Islam und Staat: Zur Praxis in Frankreich und Deutschland – Mi 20. Juni , 19 Uhr Hospitalhof Stuttgart | Mai 68 in Paris: Revolution oder nur eine Revolte? |

> Der Sinn der Revolte – Mai 68 heute – Website des Institut Français Stuttgart – Schloßstraße 51. 70174 Stuttgart, Schloßstraße 51, 70174 Stuttgart.


14. Juni 2018 – 19:00 – 21:30 Uhr – Eintritt frei – Sprache Frz. / Dt.
Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart, Schloßstraße 51, 70174 Stuttgart

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Der Sinn der Revolte – Mai 68 heute“ wird im Institut français gefragt: Was bleibt vom Geist des Mai 68? Was bewegt die Jugend heute und wie wird sie politisch aktiv? Nach einem Tagesworkshop an der Universität Stuttgart treffen sich die Soziologin Anne Muxel (CNRS, Sciences Po Paris), der Stuttgarter Politiker Rezzo Schlauch und engagierte Vertreter der Generation Y u.a. Jonas Metzger (Alumni FIFA Stuttgart-Bordeaux). Sie sprechen über die Politisierung der Jugend in beiden Ländern und die neuen Wege des politischen Handelns.

Moderation: Prof. Henrik Uterwedde (> DFI Ludwigsburg).

Anne Muxel (geb. 1956) ist französische Soziologin und Forschungsdirektorin am CEVIPOF (Paris). Rezzo Schlauch (geb. 1947) ist ein deutscher Politiker (Bündnis 90/ Die Grünen) und Rechtsanwalt. Jonas Metzger studiert im FIFA-Master Empirische Politik- und Sozialforschung an der Universität Stuttgart und ist dort als wissenschaftliche Hilfskraft tätig.

Im Rahmen der Reihe „Der Sinn der Revolte – Mai 68 heute“. Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Universität Stuttgart und FIFAlumni. Mit freundlicher Unterstützung von: Verein der Freunde des Institut français Stuttgart, Robert-Bosch-Stiftung, IZKT –


H.W.: Der Mai 68 ist eines der Ereignisse unter der V. Republik seit 1958, das den Franzosen in ganz besonderer Erinnerung geblieben ist. Heute, so das Ergebnis einer Umfrage des Nouveau Magazine Littéraire würden 79 % der Befragten über alle Parteigrenzen hinweg das Erbe des Mai 68 positiv einschätzen. (Vgl. Y. Plugastel, Mai, oui, in: LE Monde, 68. Les jours qui ébranlèrent la France, hors série, avril-juin 2018, S. 3) War der Mai 68 ein Versuch, das politische System in Frankreich umzustürzen? War der Mai 68 ein spontaner Aufstand der Jugend, die mehr oder weniger bewusst ihre Grenzen testen wollte? Ein spontanes Aufbegehren mit dem Wunsch nach Veränderung? Wie weit ging das Bündnis der Studenten mit den Arbeitern? Eine Art gesellschaftlicher Aufbruch zu neuen Ufern? War der Mai 68 bloß eine Protestveranstaltung ohne konkrete Ziele? Soviel steht fest, der Mai 68 war kein isoliertes politisches Ereignis; er hatte seine Vorgeschichte und langfristige Folgen.

> Bibliographie zum Mai 68


Auf unserem Blog :

> Mai 68 (I). Nachgefragt. Antoine Compagnon: 68 a-t-il commencé en 1966 ? – 2. Februar 2018
> Mai 68 in Paris: Revolution oder nur eine Revolte?
> Mai 68 – 7. Mai 2018

Wolfgang Kraushaar

Die blinden Flecken der 68er-Bewegung

1. Aufl. 2018, ca. 528 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98141-4

Erscheinungsdatum: 31.05.2018

 

Podiumsgespräch: „Reboot Europe – Was will Macron? Was wollen wir? Was geht gemeinsam?“

Dienstag, 8. Mai 2018

| French Flow ! Wo ist Dein kreativstes Frenchie-Photo? | #französischeLiteraturlesen | Wie kommt man nach Digitalien? (III) |Discours du Président de la République, Emmanuel Macron, devant le congrès des États-Unis d’Amérique | Nachgefragt: Henri Ménudier antwortet auf unsere Fragen zu Emmanuel Macron, Europa und die deutsch-französischen Beziehungen | Argumente für Französisch | Twittern für die deutsch-französische Kooperation |


Zur Vorbereitung.
Rappel : Les discours du Président de la République et l’Europe

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Twittern. Frankreich und Deutschland in der EU


Schauspielhaus Foyer, Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Dienstag, 8. Mai 2018 19:30 Uhr Eintritt 6.00 EUR

Les discours du président Macron:

> Discours du Président de la République, Emmanuel Macron, devant le congrès des États-Unis d’Amérique

> Nachgefragt: Henri Ménudier antwortet auf unsere Fragen zu Emmanuel Macron, Europa und die deutsch-französischen Beziehungen

> #QuelleEstVotreEurope ? – Epinal, 17 avril 2018 : Lancement des consultations citoyennes

> #monmars20 Journée de la Francophonie. Präsident Macron : Lancement de la stratégie internationale pour la langue française et le plurilinguisme
März 21st, 2018

> Les discours du président Macron sur l’Europe

Unser Wohlstand ist europäisch, unser Frieden ist europäisch. „Wir brauchen ein Utopie-Upgrade für Europa, das begeistert, das uns die Richtung in die Zukunft weist, damit diese nicht ein lauwarmer Aufguss der Vergangenheit wird. Wir brauchen eine Utopie für das Europa des 21. Jahrhunderts.“
Andre Wilkens

Was will Macron, was wollen wir? Wo treffen wir uns? Was bringt Europa voran? Wie rund läuft der deutsch-französische Motor? Was bedeuten heute europäische Werte und Solidarität? Die Versöhnung der ehemaligen Erzfeinde hat weltweit Vorbildcharakter. Zahlreiche Städtepartnerschaften und Austauschprogramme sind entstanden. Aber wie tragfähige ist die Beziehung heute? Ist das gegenseitige Verständnis gewachsen, trägt das Vertrauen für einen gemeinsamen Aufbruch für Europa?

Mit: Nicolas Eybalin (französischer Generalkonsul), Franziska Brantner (MdB, europapolitische Sprecherin der Fraktion B90/Grüne und Mitinitiatorin der Initiative von französischen und deutschen ParlamentarierInnen für eine Erneuerung des Elysée-Freundschaftsvertrags), Brigitte Klinkert (Präsidentin des Départements Haut-Rhin)

Statement: Annette Rueß (Initiatorin von „Pulse of Europe Stuttgart“), Nadia vom Scheidt (Leiterin der Abteilung Außenbeziehungen der Landeshauptstadt Stuttgart), Hannah Goerlich (Studentin des dt.-frz. Studiengangs Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart und Sciences Po Bordeaux), Dr. Eileen Keller (Deutsch Französisches Institut), Studie „Städtepartnerschaften – den europäischen Bürgersinn stärken“), Anna Deparnay-Grunenberg (2017 Kandidatin der Assemblée nationale für Französische Staatsbürger im Ausland)

Dazu eine der neuesten Meldungen des Auswärtigen Amtes per Twitter:

Der Frankreich-Blog auf

France-blog.info auf Facebook

Follow FranceBlogInfo on Twitter

> Der Autor dieses Blogs

> Konzept unseres Blogs

> Fehler auf unserem Blog

> Impressum

> Datenschutz


Immer aktuell:

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Twittern. Frankreich und Deutschland in der EU

> Deutsch-französisches Twittern, aber diesmal aus der Perspektive der Außenministerien

> Beiträge mit Aufgaben für Schüler/innen

> Froodel.eu - Entdecke Deine französische Welt

Aktuelle Themen
auf unserem Blog:

Argumente für Französisch

Apprendre l’allemand: Argumente für Deutsch

> Unsere Videos

> Unsere Videos auf Twitter

> Consultations citoyennes

> Monsieur le Président veut de nos idées! La consultation citoyenne sur la promotion de la langue française et du plurilinguisme dans le monde

> Lernen mit digitalen Medien im Französischunterricht

> Für einen Tag nach Paris 128 Fotos

> VdF-Bundeskongress an der Universität Leipzig 09. und 10. März 2018

> Themen für den Französischunterricht

> 16.1.2018
Stuttgart. Conférence Littérature des immigrés en France avec une bibliographie

> Les Vœux 2018 du Président de la République à la Jeunesse de l'Europe

> Unsere Berichte von der Frankfurter Buchmesse 2017

> Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique. - 26. September 2017

> Rezension: Édouard Philippe, Des hommes qui lisent

> Haben Sie im Französischunterricht schon mal mit Twitter gearbeitet?

> Schriftsteller besuchen: Montaigne, Diderot, Rousseau, Stendhal, Guizot, Flaubert


2009-2017

> Fête de la francophonie Berlin 2017 - 1er avril 2017

> Digital unterrichten – Enseigner avec le numérique = Ein Handbuch für das digitale Lernen

> #Législatives2017

> #Présidentielle2017

> L’investiture d’Emmanuel Macron, Président de la République

> Die Tweets von Emmanuel Macron

> Les pouvoirs du président de la République / Die Aufgaben des Staatspräsidenten

> #Présidentielle2017. Le programme d’Emmanuel Macron

> #Presidentielle2017 : La victoire d’Emmanuel Macron

> Élection présidentielle 2017 : Candidats + campagne électoral + bibliographie + sitographie

> Bloggen für F und D

> Conférence à Montpellier, 28 février 2017. Emploi : L’accès au premier emploi en France et en Allemagne avec une bibliographie et une sitographie

> 22. Januar 2017 Deutsch-französischer Tag: Wir feiern die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags

> Deutsch-französische Digitalkonferenz, Berlin, 13. Dezember 2016

> Existenzialismus

> >Litprom Literaturtagen 2017 – „Weltwandeln in französischer Sprache“ -mit 4 Video-interviews

> Wikipédia et la vérité

> Nachgefragt: Jean-Paul Willaime et la laïcité

> Präsidentschaftswahl 2017

> Auf nach Montpellier

> Wie kommt man am besten nach Digitalien? (II)

> Réactions: Pisa-Studie – l’enquête Pisa

> Prix des lycéens allemands 2016-2017

> Schaubühne , Berlin: Albert Camus, Der Fremde

> Vacances en France (V) Wann und wohin?

> Nachgefragt: Ministerpräsident Winfried Kretschmann antwortet auf unsere Fragen

> #JFA2017 : 22 janvier 2017 journée franco-allemande

> Nachgefragt: Nathalie Guegnard, Attachée de coopération éducative, Ambassade de France, répond à nos questions

> Rencontre pédagogique et institutionnelle à Essen du 4 au 7 oct. 2016

> Vortrag: #Brexit oder #nonBrexit?

> Brexit

> Interview mit Olaf Scholz

> 14 juillet 2016: Terror in Nizza

> Französisch in Deutschland : Interview d'Emmanuel Suard ****

> Fußball-Europameisterschaft 2016

> Der Vergleich I- XIII La comparaison

> Jacques Toubon, Défenseur des droits, parle des migrants et des réfugiés

> Un traité de l’Élysée 2.0 ?

> 29 mai 2016 : Les commémorations de la bataille de Verdun

> Nachgefragt: CNCDH

> Marcel Proust

> Die Attentate vom 13.11.2015

> Commission nationale consultative des droits de l’homme CNCDH

> Digital unterrichten

> Loi numérique 2016

> Twittern

> Bloggen für F und D

> Verdun

#COP21 auf unserem Blog

> Orthographiereform

> Napoleon III.

> Flüchtlinge-Integration

> Kurzfilm 2016

> Warum Französisch?

> Loi travail

> Open Access

> Jean-Paul Sartre

> L'étranger

> Schengen

> Deutsch-französischer Ministerrat

> La francophonie

> Digitale Agenda

> Lexikometrie


 

Diese Website speichert User-Daten  für eine Besucher-Statistik,womit der Inhalt dieses Blogs verbessert werden kann.  Falls Sie die to opt-out Option anklicken, wird ein Cookie gesetzt, das ein Jahr lang diesen Hinweis berücksichtigt. Ich stimme zu, Nein, ich stimme nicht zu.
478