Archiv für die Kategorie 'Französischunterricht'

Französisch heute 3/2021 //Digitale Bildung_Mediale Welten

Dienstag, 3. August 2021

| 14 juillet 2021 | La loi sanitaire | Identitätsbasierte Ideologien | Ignác Fülöp Semmelweis | Charles Baudelaire| Rimbaud in StuttgartMarcel Proust | L’écriture inclusive | L’éducation aux médias  | Deutsch-Französischer Ministerrat am 31.5.2021 | Online #Französischlernen | Online unterrichten und lernen | Macron: “Nos sociétés deviennent plus violentes à cause de ces usages.”Napoléon Ier | Konferenz zur Zukunft Europas | Mobbing in der Schule | Französisch-Online-Lernen in Zeiten der Pandemie |


Gerade ist Nummer 3/2021 der  Fachzeitschrift Französisch heute der VdF – Vereinigung der Französischlehrerinnen und –lehrer e.V.  mit einem Themen Teil zum digitalgestützen Lernen erschienen, das Benjamin Inal und Jennifer Wengler herausgegeben haben.

In ihrem Einleitungsbetrag legen Benjamin Inal und Jennifer Wengler unter der Überschrift “L’interface parallèle. Ein Plädoyer für die digital Bildung” mit dem Schwerpunkt auf der Entwicklung der Medienkompetenz vor. Der “Medienkompetenzrahmen im Französischunterricht” (vgl. S. 7) legt die Latte recht hoch: “Von dieser digitalen Mündigkeit und Souveränität sind deutsche Jugendliche in der Regel weit entfernt,” (S. 7) klagen die Herausgeber und formulieren ihre Vorstellung und Forderung in einem Satz: “An der Schnittstelle von kritisch-reflexiver und informatorischer Medienkompetenz sollen Schüler*innen im Französischunterricht darin gefördert werden, grundsätzliche internetbasierte Logiken der Produktion und der Distribution bestimmter Medienprodukte und Dynamiken der digitalen Informationsgesellschaft zu verstehen, für sich zu nutzen und kritisch zu hinterfragen.” (S. 10)

Es folgt von Benjamin Inal eine “Medienreflexion mit “Carmen” von Stroemae” mit mehreren Fiches de travail.

Von Maximilian Bankhausen stammt der Beitrag “gegen Cyber-Mobbing mit dem Wettbewerb: Non au harcèlement“, ebenfalls mit sehr nützlichen fiches de travail.

Auf unserem Blog: > Nochmal: Mobbing in der Schule – 30. März 2021

Marco A. Christalli untersucht “Videos von YouTuber*innen im Französischunterricht” und macht Vorschäge zum transkulturellen Lernen mit ausgewählten Vidoes.

Jennifer Wengler berichtet über “Programmieren mit Scratch im Französischunterricht”, bei dem es “um das konstruktiver Schaffen eines eigenen Werkes, das anderen zum Mitmachen und Mitdenken animiert” (S. 31) geht.

Vom Klassenzimmer über das Online-Lernen zur virtuellen Welt: Berry Van de Wouw fragt : “Apprendre une langue en réalité virtuelle  de nouvelles perspectives à l’horizon ?”

Ulrike C. Lange bietet uns in weiser Voraussicht wegen möglicherweise Corona-gestörten Ferien einen Überblick über wichtige Ferien-Filme an.

Tobias Klur rzensiert Maryam Madjidi, Je m’appelle Maryam, Stuttgart: Ernst Klett Sprachen 2020, und da dazu gehörige Dossier pédagogique von Marie Cravageot.

Karen Barthel berichtet über das Video “La mini-Jupe, mit dem die Schüler*innen des Sächischen Landesgymnasiums Sankt Afra aus Meißen den Preis der VdF bei Bundeswettbewerb gewonnen haben.

Mit diesem Heft sind Sie in theoretischer und praktischer Hinsicht bestens auch für digitalgestützen Französischunterricht im neuen Schuljahr gerüstet.

Französisch heute 2/2021

Montag, 26. Juli 2021

Die Fachzeitschrift Französisch heute der VdF – Vereinigung der Französischlehrerinnen und –lehrer e.V. ist eine Fundgrube allerersten Ranges.

Aus dem Inhaltsverzeichnis des aktuellen Heftes:

Haika Hartmann: 13/11/2015 – die Terroranschläge in Paris interkulturell aufarbeiten
Maja Rentrop: Zeitkapseln als Zugang zu Weltkriegsschicksalen der deutsch-französischen Geschichte
Chrsitoph Eckernkemper: Täter oder Opfer? Schicksale von ‚Zwangsrekrutierten‘ Malgré-Nous am Beispiel der BD Le voyage de Marcel Grob
Ingeborg Christ: Die Episode von Calais (146/47): Historischer Moment und Meisterwerk der Kunst ***

Und Ulrike C. Lange hat einen Geburtsglückwunsch für Charles Baudelaire (1821-1867) verfasst.

Die Mitgliederversammlung der VdF – Vereinigung der Französischlehrerinnen und –lehrer e.V. wird am 13.11.2021 stattfinden. Der Ort wird noch bekanntgegeben werden.

Auf unserem Blog:

> Il y a cinq ans… à Paris

> Bibliographie: Erinnerungskultur

Yana Grinshpun, Jean Szlamowicz, Le genre grammatical et l’écriture inclusive en français

Mittwoch, 30. Juni 2021

| Deutsch-Französischer Ministerrat am 31. Mai 2021 | Online #Französischlernen I ff.: Die Übersicht | Online unterrichten und lernen | Macron: “Nos sociétés deviennent plus violentes à cause de ces usages.” | Le discours d’Emmanuel Macron: Commémoration du bicentenaire de la mort de Napoléon Ier. | Dossier: Écriture inclusive, ou non exclusive ? | Der Start der Konferenz zur Zukunft Europas | Nochmal: Mobbing in der Schule | Französisch-Online-Lernen in Zeiten der Pandemie | Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Besuch im Élysée-Palast |


Auf unserem Blog:

> Dossier: Écriture inclusive, ou non exclusive ?

Yana Grinshpun, Jean Szlamowicz, Le genre grammatical et l’écriture inclusive en français“Sternchen, Glottisschlag, Unterstrich, Punkte, Bindestrich oder die vollständige Aussprache “Schülerinnen und Schüler” oder neudeutsch gar “SuS” sollen die Hürden zwischen dem grammatischen und biologischen Geschlecht überwinden…” so begann am 12. Mai 2021 das Dossier > Dossier: Écriture inclusive, ou non exclusive ? zum Thema ndt. “Gendern” auf diesem Blog.

Nun ist Observables, eine Revue linguistique, die ihre erste Nummer dem Thema “Le genre grammatical et l’écriture inclusive en français,” gewidmet hat, mit Beiträgen von Yana Grinshpun, Jean Szlamowicz, Romain Garnier, François Rastier und Jean Giot erschienen.

In ihrer Einleitung erklären Yana Grinshpun und Jean Szlamowicz ihre Absicht einige  “objektive Tatsachen bezüglich der französischen Sprache, des Genus, der Orthographie und der Natur der Sprachen”(1) (S. 7) in Erinnerung rufen zu wollen, die im politischen wie auch in einem pseudowissenschaftlichen Raum zugunsten ideologischer Haltungen vernachlässigt worden seien.

Beide Autoren sind der Überzeugung, dass es an der Zeit sei, auf die linguistische Bedeutung des Genus in der französischen Sprache hinzuweisen: “Unsere wenig originelle Feststellung lautet, eine Sprache besitzt kein soziale Funktion.” (S. 8) Es sind die Vertreter der gendergerechen Sprache (“écriture inclusive”), denen beide Autoren vorwerfen, fälschlicherweise davon auszugehen, das die Sprache “sexistisch” oder unsozial “inégalitaire” sei: “Der größte Missklang (Unverständnis) betrifft das Wort Genus…” (S. 8).

Grinshpun und Szlamowicz zeigen, dass eine weibliche bzw. männliche Bezugsperson keinesfalls, wie die Vertreter der gendergerechten Sprache vorgeben, ein weibliches oder männliches Zeichen haben müsse, denn diese Einheit von Zeichen und Einheit sei keine Eigenheit der Sprachen.

Im ersten Beitrag “Le genre comme catégorie linguistique” (S. 20-80) erläutern Grinshpun und Szlamowicz, dass das Bezeichnende (“la face formelle du nom”) und das Bezeichnete (“sa face sémantique”) sich keinesfalls sich auf eine Binarität Zeichen/Geschlecht reduzieren lasse. (s. S. 33): “C’est un boulet, cette fille ! C’est une antiquité, ce mec!” (ib.) und die Autoren nennen weitere Wörter, die Frauen und Männer bezeichnen: “Une recrue, une vedette, une nullité, une sommité, un mannequin, une victime, un exemple” besitzen ein grammatisches Geschlecht, sind aber beiderlei Geschlechts hinsichtlich der Semantik.

Romain Garnier untersucht in seinem Beitrag die Bezeichnung feminin als Genus Bezeichnung: “Nouveaux regards sur la bipartition animé / non animé en indoeuropéen – le féminin comme troisième genre”. Seine Ausführungen und Erkenntnisse verdeutlichen, dass man nicht auf die Idee kommen könnte, einen Bezug zwischen dem grammatischen und dem biologischen weiblichen Geschlecht herzustellen: “Le nom-même de la ‘femme’ (§ 6) était un ancien neutre !” (S. 99)

Der Beitrag “La ‘masculinisation’ du français a-t-elle eu lieu ?” (S. 103-138) von Yana Grinshpun enthält eine Rezension des Buches von E. Viennot, Non, le masculin de l’emporte pas sur le féminin Petite histoire des résistances de la langue française, (Éditions iXe, Donnemarie-Dontilly, 2014, 119 p.) und Grinshpun kritisiert Viennots Verwendung des Genus ohne das semantische oder morphologische Genus zu unterscheiden, man könne sich die Sprache nicht nach seinen Wünschen zurechtbiegen (vgl. S. 104) : Sie irre sich, wenn sie glaube, dass die Bezeichnung mit der Sache dem bezeichneten identisch sei, sie übersehe “l’arbitraire du signe”. (2) Die Geschlechtsteile erklärten nicht, dass personne weiblich und individu männlich seien (vgl. S. 107): “Ma prof de yoga est un laideron. Evelyne est un vrai génie de la linguistique. Madame Dupont a été témoin de cet accident.” (ib.) Ebenso sei die Annahme, es gebe kein Neutrum falsch: “Qui est d’accord ? Qui m’aime m esuive ! Embrassez qui vous voulez.“(p. 110). Im Gegensatz zur Linguistik als Wissenschaft, gründe Viennot, so Grinshpun, ihr Vorgehen nur auf subjektive Meinungen. (vgl. S. 130)

François Rastier untersucht in seinem Beitrag “Dérégulation du francais et création d’une langue” (S. 141-164) die Folgen für den Sprachunterricht, würde man den Forderungen nach einer gendergerechten Sprache nachgeben. Sein Standpunkt ist eindeutig: “L’inclusivisme diffuse ainsi une conception fausse et appauvrie de la langue.” (S. 148) und er führt viele Beispiele an, wie die Vermischung von signifiants et signifiés, die auf eine “Dekonstruktion der Semiotik” (S. 149 ff) hinauslaufen.

Jean Giot zeigt in seinem Beitrag “Aspects problématiques de l’écriture inclusive pour l’épistémologie linguistique” (S. 165-196), dass die Grundlagen der gendergerechten Sprache auf Reduktion und Abstraktion beruhen, die der Sprache nicht gerecht werden können und er kritisiert im einzelnen die  Ansätze von <un.e> über <la.e> bis p. ex. <travailleu/r/ss> oder <le.a chercheur.e> mit all ihren Folgen für den Sprachunterricht: S. 178-183.

Im Anhang dieser Zeitschrift wird die “Tribune collective”, die in der Zeitung Marianne am 18.9.2020 erschienen ist, wiederabgedruckt: > “Une ‘écriture excluante’ qui ‘s’impose par la propagande” : 32 linguistes listent les défauts de l’écriture inclusive”. (S. 197-202)

(1) Die Übersetzungen stammen vom Autor dieses Beitrags.
(2) Vgl. dazu  E. Coseriu, L’arbitraire du signe. Zur Spätgeschichte eines aristotelischen Begriffs, in: Archiv für das Studium der neuere Sprachen, 2/1967 (6-112) : > www.romling.uni-tuebingen.de/coseriu/publi/coseriu39.pdf

Yana Grinshpun & Jean Szlamowicz, “Le genre grammatical et l’écriture inclusive en français: Observables n°1 /juin 2021
ISBN: 979-8518877252

> Observables n°1: “Le genre grammatical et l’écriture inclusive en français”

Französisch-Online-Lernen in Zeiten der Pandemie

Sonntag, 14. Februar 2021

french german 

| Soirée littéraire II: Rétif de la Bretonne | Aktuelle Themen auf unserem Blog | Digital unterrichten – Enseigner avec le numérique | Französischunterricht mit digitalen Medien | Online #Französischlernen I ff.: Die Übersicht |


Ministère de l’Éducation nationale > Des activités pour les vacances de printemps 2021


> Online #Französischlernen I ff.

> Lehrerfortbildung: Unterrichten mit Inhalten auf www.france-blog.info – 29. Oktober 2020

> Wichtige Themen auf unserem Blog

> Tools zum Französisch-Online-Lernen – 8. Dezember 2020

Hier finden Sie > Beiträge mit Aufgaben für Schüler/innen, sowie eine Anleitung zum selbstständigen Arbeiten mit den Aufgaben auf diesem Blog. Arbeiten  mit Original-Texten ist gar nicht so schwer: > Mein Kollege hat mir beim Essen eben gesagt, der Frankreichblog sei für Schüler/innen zu schwer. – 24. September 2020

>Unsere Videos

Falls Sie Interesse an einem Workshop rund um den Frankreich-Blog und das digitale Lernen haben – zusammen mit Ihren Kollegen/innen oder mit Ihrer Seminargruppe oder Ihrem Französischkurs – schreiben Sie bitte unserer Redaktion eine E-Mail: > redaktion@france-blog.info.

Si vous êtes intéressé par un atelier sur le blog France et l’apprentissage numérique – avec vos collègues ou avec votre groupe de séminaire ou votre cours de français – veuillez écrire un courriel à notre rédaction : > redaktion@france-blog.info.

La lettre de l’Ambassadrice de France en Allemagne @amdescotes à tous les enseignants de français d’Allemagne

Donnerstag, 26. November 2020

Aus Anlass des Internationalen Tages der Französischlehrer hat Ihre Exzellenz, die Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland an allen Französischlehrer/innen ein Brief geschickt:

Auf unserem Blog:

> Die Botschafterin Frankreichs in Deutschland S. E. Madame Anne-Marie Descôtes antwortet auf unsere Fragen – 22. Dezember 2017

Ausschreibung: Konrad-Adenauer-Europapreis für Facharbeiten in franzoesischer Sprache

Donnerstag, 5. November 2020

Konrad Adenauer setzte sich in seinem gesamten politischen Leben entschieden für einen
Zusammenschluss der europäischen Staaten ein. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er zu
einem der Gründerväter des vereinten Europas. Die deutsch-französischen Beziehungen machte er
dabei zu einem Angelpunkt seiner Politik.

Anlässlich des 70. Jahrestags des Schuman-Plans als Geburtsstunde der europäischen Integration
schrieb die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus 2019 erstmals gemeinsam mit dem Institut français
Bonn, dem Büro für Sprach- und Bildungszusammenarbeit und dem Büro für Hochschulkooperation
der französischen Botschaft einen Konrad-Adenauer-Europapreis für Facharbeiten in französischer
Sprache aus. In diesem Schuljahr 2020/21 geht der Preis in die nächste Runde!


Auf unserem Blog:
> Nachgefragt: 9 mai 1950. Etienne Deschamps répond à nos questions

> Am 9. Mai ist Europatag – 5. Mai 2020


Der Preis soll Schülerinnen und Schüler zur Beschäftigung mit Europa einladen und die französische
Sprachkompetenz fördern. Prämiert werden die drei besten Arbeiten mit Geldpreisen von 250, 150
und 100 EUR. Eingereicht werden können Arbeiten, die

– als Facharbeiten der Jahrgangsstufe Q1 eines Gymnasiums oder Klasse 12 einer Gesamtschule
im Bundesland Nordrhein-Westfalen entstanden sind,
– im aktuellen Schuljahr 2020/2021 geschrieben werden,
– in französischer Sprache verfasst sind,
– sich mit einem Thema des Lebens in einem frankophonen Land, der deutsch-französischen
Beziehungen oder der europäischen Integration in historischer, politischer, wirtschaftlicher
oder kultureller Hinsicht befassen,
– mindestens mit 10 Punkten bewertet wurden.

Einsendeschluss ist der 9. Mai 2021.
Über die Teilnahmebedingungen informiert die Website > www.adenauerhaus.de. Für Rückfragen und
weitere Informationen steht Ihnen gerne Frau Dr. Steidle vom Team des Adenauerhauses zur
Verfügung: Tel. 02224/921-302 bzw. > museumspaedagogik@adenauerhaus.de

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