Archiv für die Kategorie 'Paris'

Vortrag : Joachim Küpper (Berlin): Das Paris von Balzacs „Comédie humaine“

Dienstag, 19. Juni 2018

Mi, 20. Juni 2018 19:30 : Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1

In Balzacs Romanen ist die Stadt Paris ein zentraler Handlungsort. Balzac porträtiert die Stadt an der Seine bis ins Detail. Eine Stadt, die von der Architektur und dem Straßenmuster her ein Paris aus der Zeit vor der revolutionären Umgestaltung ist. Die Faszinationskraft der Romane der Comédie humaine erlaubt auch dem heutigen Leser sich mit Balzacs Paris spontan vertraut fühlen – es erscheint ihnen so wie die ihnen von ihren Besuchen her bekannte Stadt. Der Vortrag geht den Gründen für diese überraschende Konstellation nach und präsentiert im Anschluss einige allgemeinere Überlegungen zum Realismus bei Balzac.

Vortrag auf Deutsch.

Auf Einladung von Prof. Dr. Kirsten Dickhaut, Institut für Literaturwissenschaft, Abt. Romanische Literaturen I.

Die Veranstaltung wird von der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung gefördert.

Auf unserem Blog: > Unser Besuch bei Honoré de Balzac

Quand êtes-vous monté la dernière fois sur la Tour de 300 mètres ?

Sonntag, 17. Juni 2018

Wann sind Sie zum letzten Mal ganz oben auf dem Eiffelturm gewesen? La Tour Eiffel ist 324 Meter hoch und beherrscht als eines der ganz besonderen Wahrzeichen die Seinemetropole. Sie finden ihn am Champs de mars an der Seine. Er wurde zum 100. Jahrestag der Französischen Revolution von Gusave Eiffel (1832-1923) errichtet

2007 hat die Nationalbibliothek ein Buch von Gustave Eiffel digitalisiert, das die technischen Besonderheiten des Baus in allen ihren Einzelheiten genau nachzeichnet. Zuerst wird die Frage diskutiert, ob es ein Bau aus Stein werden solle:

Gustve Eiffel, > La tour de trois cents mètres. Texte, Paris, Société des imprimeries Lemercier 1900

In einer Protestnote haben sich viele Künstler gegen den Turm gewandt. In diesem Aufruf wird der 300 Meter Turm bereits Eiffelturm genannt:

Camille Debans, > Les coulisses de l’Exposition : guide pratique et anecdotique, Paris: E. Kolb 1889, S. 105:

Das ist aber alles vorbei:

Hier geht es auf den Turm: > Es gibt ein Online Ticket-Sytem für den Eiffelturm, damit ist das Schlangestehen vorbei.

Deutsches Literaturarchiv in Marbach: Ausstellungseröffnung – Die Erfindung von Paris

Mittwoch, 13. Juni 2018

Über Jahrhunderte hinweg wird die französische Hauptstadt gelesen, erdacht und erschrieben. Als Sehnsuchtsort, Projektionsfläche und Metropole zieht sie Neugierige und Landflüchtige, Künstler und Lebenskünstler, die Avantgarden und die Archäologen an. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Paris-Bilder deutscher Autoren wie Siegfried Kracauer, Walter Benjamin, Ernst Jünger, Paul Celan, Undine Gruenter und Hans Magnus Enzensberger.

Ausstellung – Die Erfindung von Paris Mittwoch, 13. Juni bis Sonntag, 31. März 2019 | DLA Marbach

Zur Ausstellungseröffnung am 13. Juni 2018, 19.30 Uhr, sprachen Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Französischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, und Ulrich Wickert:

Ulrich Wickert berichtet von seinen Erinnerungen an den Jardin de Luxembourg. Eine gute Gelegenheit hier nochmal unseren Artikel über den > Jardin de Luxembourg zu zeigen.

Paris:

Fotos:

> Paris April 2018

> April 2015. Auf nach Paris – 24. April 2015

> Juni 2017 in Paris: Vom Panthéon zum Palais Royal und wieder zurück – 27. Juni 2017

> Für einen Tag nach Paris – 17. Oktober 2011

Kyra Bullert (IRGE Uni Stuttgart) : Vortag. Le Grand Paris

Dienstag, 18. Juli 2017

VORTRAG “LE GRAND PARIS” | 20.7. 2017 – 19 h
Institut français Stuttgart, Schloßstraße 51, 70174 Stuttgart

Paris einmal anders: In ihrem Vortrag „Le Grand Paris – Vision und Realitäten eines städtebaulichen Projektes“ spricht Kyra Bullert (IRGE Uni Stuttgart) am Donnerstag, um 19 Uhr im Rahmen des von der Universität Stuttgart organisierten Projekts „Paris. Erkundung einer Stadt“ über die Entwicklungen der strukturellen Reform im Großraum der französischen Hauptstadt.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich unter info.stuttgart@institutfrancais.de oder Tel. 0711/239 2513


Zur Einstimmung. Unser Fotoalbum:

Bitte öffnen Sie mit einem Klick auf ein Foto das folgende Fotoalbum erst, wenn diese Seite vollständig geladen ist:

> Für einen Tag nach Paris – 17. Oktober 2011

Waren Sie schon einmal auf dem Turm des Panthéons?


Juni 2017 in Paris: Vom Panthéon zum Palais Royal und wieder zurück

Dienstag, 27. Juni 2017

Coup de téléphone : On se donne un rendez-vous au Palais Royal ? Oui : A pied 30 minutes :

Museumsbesuch (I) Das Musée de l’Histoire de l’immigration à Paris

Freitag, 13. Mai 2016

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Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, Ruhla: Unsere Reise nach Paris

Montag, 16. November 2015

Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, Ruhla sind vom 25.09.-27.09.2015 nach Paris gereist:

“Wenn man Französisch lernt und zusätzlich in der Arbeitsgemeinschaft „Frankreich – Land und Leute“ mitarbeitet, ist es ein tolles Erlebnis, Paris zu besuchen und die in den Lehrbüchern angesprochenen Sehenswürdigkeiten hautnah zu sehen. Wir haben unsere ehemalige Lehrerin Frau Christa Hoffmann überreden können noch einmal diese Reise für uns zu organisieren. Wie in den 13 Reisen zuvor, saßen Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam im Bus und fieberten der französischen Hauptstadt entgegen. Unser Programm war voller Höhepunkte. Nach einer Nachtfahrt, denn wir wollten unsere Freizeit, das Wochenende nutzen, kamen wir gegen 8:30 in Paris an und wurden direkt am Louvre abgesetzt. Wir sollten unseren Bus erst wieder gegen Abend treffen. … ” > Bitte weiterlesen. *pdf

Hier ihr Bericht: > Unsere Reise nach Paris

Paris et Berlin, 14 novembre 2015 –
Éditorial – #NousSommesUnis

Samstag, 14. November 2015

Sechs Attentate in Paris in der Nacht vom 13. auf den 14. November. 129 Tote, 352 Verletzte, davon 99 Schwerverletzte. Der Horror und die Brutalität erschüttern uns alle bis ins Mark.

<<<< Twitter: #ParisAttacks

Und die Terrororganisation “IS” will oder soll dafür verantwortlich sein. Diese Angriffe gelten unserer gemeinsamen freiheitlichen Grundordnung. Wir dürfen sie nicht von außen weder von innen beschädigen lassen. Denn sie ist stärker als jeder ihrer Feinde.

Einer meiner Freunde hat mir geschrieben: “Il ne faut pas céder ni les uns ni les autres à la terreur, ni à la peur véhiculée par les médias.” Die Medien haben eine große Verantwortung, sie dürfen die von den Terroristen verbreitete Angst nicht schüren. Sachliche Berichterstattung ist angesagt.

Die Terroristen bringen den Islam in Misskredit, denken sie überhaupt so weit? Hoffen sie auf die Förderung des FN? Ihre Verbrechen bringen auch die Flüchtlinge in Misskredit. Diejenigen, die vor dem Terror, dem Tod, Krieg und Verfolgung fliehen, Schutz in der EU suchen, werden von den Terroristen hier indirekt verfolgt, um sie in die Nähe des Terrorismus zu rücken. Wenn wir zu unterscheiden wissen und Schutzbedürftigen die ihnen zustehende Hilfe und Sicherheit geben, ist das im Sinne des Satzes von Angel Merkel “Wir schaffen das”? Ihr Satz war doch so gemeint? Er galt unseren freiheitlichen Strukturen, den Menschenrechte, die bei uns uneingeschränkt Geltung haben, und deren Einschränkung wir uns in Europa nicht von außen diktieren lassen? Eher so, als nur alleine für die zahlenmäßige Größe der Zuwanderer.

Die Terroristen wird man nicht verstehen können. Ihnen würden auch die Worte fehlen, um ihre verblendeten Taten auch nur ansatzweise erklären zu können. Aber es könnte nicht schaden, wenn der Westen sich vermehrt über die Ursprünge ihres Hasses Gedanken macht. Der Friedensprozess im Nahen Osten begleitet uns schon immer, zu groß sind die Missverständnisse auf allen Seiten, zu wenig Ausgleich gibt es, zu viele ständig enttäuschte Hoffnungen. Dem entsetzlichen Leiden der Zivilgesellschaft in allen betroffenen Staaten, der Perspektivlosigkeit der Jugendlichen und den immer wieder enttäuschte Hoffnung auf Frieden muss Einhalt geboten werden. Was hat der Westen versäumt? Haben wir uns weggeduckt? Warum ist der “IS” so stark geworden?

Der Beweggrund für unseren Blog ist die phantastische Verbindung von Literatur, Geschichte und Politik in Frankreich. Wenn Schüler beginnen, diese Verbindung zu verstehen, dann haben sie unendlich viel mehr begriffen als nur Französisch gelernt. Vokabeln und Grammatik reichen nicht aus, um einen Einblick in unser Nachbarland zu bekommen. Es ist der ständige Austausch zwischen Literatur und Politik, der die französische Geschichte in ganz besonderer Weise in allen Epochen prägt. Eine solche Beobachtung gilt auch für andere Länder, aber für Frankreich eben in ganz besonderer Weise. Das Land, in dem 1789 die Menschen- und Bürgerrechte veröffentlicht wurden, von denen der “IS” nichts wissen will.

Wir müssen alle zusammen Antworten auf den unsinnigen Hass finden, mit denen die selbsternannten Kämpfer des “IS” die Menschen im Nahen Osten und im Westen in Angst und Schrecken zu versetzen suchen. Versichern wir unseren französischen Freunden, dass die Solidarität, die im Herzen unserer Freundschaft steckt, keine bloße Worthülse ist. Nach den Beileidsbezeugungen wird unsere Solidarität nicht vorbei sein. Serrons le rang, wir rücken zusammen. Das gilt nicht nur für Frankreich und Deutschland, sondern für alle Mitglieder der EU. Wir müssen dieses wunderbare Projekt eines vereinten Europas, das nach der deutsch-französischen Aussöhnung geschaffen wurde, zu unserem besten Exportartikel machen. In dieser EU sind Kriege fehl am Platze und werden von ihren Mitgliedern geächtet. Darum beneiden uns viele Staaten in der Welt. Was erzeugt denn den Hass? Unsere Freiheit? Die Menschenrechte? Unsere Toleranz? Oder nur das Gefühl, daran nicht teilhaben zu dürfen? Wir wissen, dass die Probleme viel tiefer liegen, aber wir wollen nicht die Gedankengänge derjenigen, die unsere Freiheit verteufeln, zu erklären versuchen. Halten wir es mit Sartre. Der Mensch ist frei, und er ist für diese Freiheit verantwortlich, und diese Verantwortung darf die EU nicht alleine nur durch ihre Existenz wahrnehmen, sie muss sie jeden Tag durch Taten und durch Zusammenhalt behaupten und sie nach außen wirkungsvoll vertreten. Zäune und Abschottung sind kontraproduktiv.

Wenn jetzt das Brandenburger Tor in Berlin auf dem Pariser Platz, wo auch die Französische Botschaft steht, in den Farben Frankreichs erstrahlt, erinnert Deutschland Frankreich an unsere Freundschaft, unseren Respekt, unsere gemeinsamen Werte.

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