Die Bouquinistes am Seineufer in Paris

Mal was ganz anderes machen? Und sich um eine der 18 freien Lizenzen als Bouquiniste in Paris an der Seine bewerben? Wie wärs? Der Tipp kam von heute um 16:22 im DLF von Wiebke Porombka, > die Christiane Kaess zu einem Gespräch über die Pariser Bouquinistes eingeladen = Zum Nachhören hat.

Seit dem letzten Jahr gibt es eigene Website für die Bouquiniste, dort kann man online stöbern, wenn man gerade pandemiebedingt mal wieder nicht nach Paris reisen darf:

> Bouquinistes de Paris

Und aktuell sind 18 Kästen frei. Hm, Bücher hätten wir ja genug… 240 Bücherkisten gibt es und 18 sind momentan frei, Man muss nur ein Dossier ausfüllen und Glück haben und den Zuschlag bekommen. Man kann sich das bis zum 18. Februar überlegen. Wenns klappt, steht man Ostern vielleicht schon an der Seine?

Noch mehr Infos:

> Paul est devenu bouquiniste – www.france-blog.info – 16. April 2018

> Les bouquinistes et Paris, histoire d’Amour en capitales – www.paris.fr

> Les bouquinistes inscrits au patrimoine culturel immatériel français

> La ville de Paris cherche ses bouquinistes – Livres hebdo

Paul est devenu bouquiniste

Sie kennen die Bouquinisten am Seineufer in Paris? Jetzt kennt unsere Redaktion auch einen von ihnen-. Wir stellen Ihnen Paul vor. Paul hat ein Dossier für das Bürgermeisteramt in Paris angefertigt. Und jetzt ist er Bouquiniste. Zwei komplette wunderbare Ausgaben von > Balzac stehen bei ihm.

IPad, das hat ein bisschen gewackelt, und dann noch der Krach von der Straße, und die Sonne auf dem dann doch dadurch ziemlich dunklen Display… aber gucken Sie mal rein, so wird man Bouquiniste:

Gehen Sie auf die Pont des Arts, die Académie française im Rücken, nein, erst beim ersten Bouquinisten links gucken!

Allez voir les bouquinistes

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Une excursion à Paris en février 2023

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> Bienvenue à Paris

> Monuments incontournables et patrimoine exceptionnel

En cliquant sur une photo, l’album s’ouvre. Cliquez sur le bord droit pour continuer. Le mieux est de regarder sur le PC, optimisé pour 1024 px et F11 donne plus de place pour regarder.

Mit einem Klick auf ein Photos wird das Album geöffnet, am rechten Rand klicken, dann gehts weiter. Am besten am PC ansehen, optimiert für 1024 und F11 macht mehr Platz zum Gucken.

Auf unserem Blog:

> Paris im August 2022 – 2. September 2022

> Für einen Tag nach Paris -17. Oktober 2011

> Die Bouquinistes am Seineufer in Paris – 25. November 2021 – Mit Reiseplan!

> Ortsbesichtigung: Notre-Dame de Paris – 8. September 2019

> Auf nach Paris – 21. Oktober 2018

> Agnès Poirier, An den Ufern der Seine: Begleiten Sie uns durch das 6. Arrondissement in Paris? – 26. April 2019

> Juni 2017 in Paris: Vom Panthéon zum Palais Royal und wieder zurück – 27. Juni 2017

Online #Französischlernen III – Literatur

Übersicht über diese Serie: | Online #Französischlernen I | Online #Französischlernen II | Online #Französischlernen III – Literatur | Online #Französischlernen IV : Geschichte | Online #Französischlernen V : Frankophonie | Online #Französischlernen VI mit Aufgaben | Online #Französischlernen VII – Angebote im Internet | Online – #Franzoesischlernen VIII – #Coronavirus : Frankreich organisiert sich II | Liste aller Themen dieser Serie |


In seiner >Adresse aux Français sagte Staatspräsident Emmanuel Macron am 16. März 2020:

Auf unserem Blog:

> Jean-Noël Jeanneney, le moment Macron. Un président et l’Histoire

> Rezension: Édouard Philippe, Des hommes qui lisent

„En restant chez vous, occupez-vous des proches qui sont dans votre appartement, dans votre maison. Donnez des nouvelles, prenez des nouvelles. Lisez, retrouvez aussi ce sens de l’essentiel. (Hervorhebung, d. Red.) Je pense quec’est important dans les moments que nous vivons. La culture, l’éducation, le sens des choses estimportant. Et évitez l’esprit de panique, de croire dans toutes les fausses rumeurs, les demi-experts oules faux-sachants. La parole est claire, l’information est transparente et nous continuerons de la donner. Mais croyez-moi, cet effort que je vous demande, je sais qu’il est inédit mais les circonstances nous y obligent.“

> Wiedergelesen: Albert Camus, Die Pest – 23. März 2020 von

Also werden wir heute uns der Literatur zu wenden:


13. Gustave Flaubert, Madame Bovary

France Culture bietet Gustave Flaubert (1821-1880) in einer Gesamtaufnahme seines Romans Madame Bovary zu Hören an: > Relire, écouter : Gustave Flaubert, Madame Bovary. Mœurs de province – 19. November 2019

„Flaubert liebte im Grunde genommen, was er auch sagen mochte, was er auch niederschrieb, um ihr Bild vor aller Idealisierung zu bewahren: er liebte dies Emma Bovary geborene Rouault aus dem Pachthof in der Normandie. Er liebte Emma Bovar als sein Geschöpf – und als Verkörperung eigenen Erlebens.“ Hans Mayer, Anmerkungen zu Flaubert. ‚Madame Bovary‘, in ders., Weltliteratur. Studien und Versuche, Frankfurt/M. 1989, S. 241-263, hier S. 249

Gustave Flaubert
> Madame Bovary, Stuttgart: Ernst Klett Sprachen.
255 Seiten
ISBN 978-3-12-597362-6

2009 hat unsere Redaktion das Glück, Gustave Flaubert besuchen zu dürfen, und wir haben ihn natürlich nach seinem Roman Madame Bovary gefragt:: > Une visite chez Gustave Flaubert

Die Auswahl der Artikel auf diesem Blog für diesen Beitrag über Literatur ist wirklich nicht einfach, Auf unserem Blog gibt es über 350 Beiträge ganz speziell zur > Literatur.

Unterrichten von Zuhuase mit Klett


14. Michel de Montaigne, Les Essais

2009 konten wir Michel de Montaigne (1533-1592) auf seinem Anwesen in der Nähe von Bordeaux besuchen: > Une visite chez Michel de Montaigne und wir durften ihm Fragen stellen zu seinen Essais.

> Welches Buch solle man lesen? Montaigne, Les Essais – 19. Januar  2020

> Michel de Montaigne. Gallica digitalisiert das Exemplaire de Bordeaux – 23. August 2016

> Michel de Montaigne est-il le précurseur des blogueurs ? – 14. Februar 2009


15. Sartre oder Camus?

Wen sollte man im Französischunterrricht lesen? > Jean-Paul Sartre (1905-1980) oder > Albert Camus (1913-1960). Was für eine Frage! Natürlich beide. Jede/r, die/der sich mit Literatur beschäftigt, sollte unbedingt: von Sartre: Qu’est-ce que la littérature?, Paris 1948, gelesen haben: Kap I: „Qu’est-ce qu’écrire?“, Kap. II „Pourquoi écrire?“ und Kap. III „Pour qui écrit-on?“ – Danach weiß man, wie Literatur funktioniert: „C’est l’effort conjugué de l’auteur ett du lecteur qui fera surgir ce tobjet concret et imaginaire qu’est l’ouvrage de l’esprit. Il n’y a d’art que pour par autrui.“ S. 55

Und dann kommt sogleich die alte Diskussion, ob im Französischunterricht von Albert Camus, > L’étranger (1942) oder Les Justes (1949) oder von Jean-Paul Sartre, La Nausée (1938) oder Huis Clos (1944) gelesen werden sollte. Keine Frage, jeder dieser Titel. > Existenzialismus – 29. Januar 2017. In guter Erinnerung ist mir in La nausée die Antwort des Autodidakten in der Bibliothek von Bouville, als Roquentin ihn nach dem Sinn des Lebens fragt: „La vie a un sens si l’on veut bien lui en donner un.“ (Sartre, La nausée, Paris 1938, S. 159)



16. Die interessanteste und vielleicht auch die beste Website im Netz

ist die der Online-Bibliothek > Gallica der Französischen Nationalbibliothek.

Einige > Zahlen: Rund 800.000 Bücher zum heurnterladen, 3,8 Mio. Zeitungen und Zeitschriften, 1,5 Mio. Bilder, 50.000 Musiknoten, 51.000 Tonaufnahmen, usw.

> Bibliotheken weltweit – 19. Januar 2020


17. Lektüren für denFranzösischunterricht

Lektüren: Romanische Sprachen 2018

Das Angebot an > Lektüren für Französisch von Ernst Klett Sprachen ist riesig.

Wir empfehlen die Lektüre des Service-Magazins von Ernst Klett Sprachen. Hier stehen die früheren Ausgaben von > Lesen fürs Leben.


18. > Die 101 Romane der Leser von LE MONDE – 2. Januar 2020

Wann haben Sie zuletzt in Ihrer Bibliothek nachgesehen? Welche Roman haben Sie am meisten bewegt? Welche dürfen in Ihrer Bibliothek an bevorzugter Stelle stehen bleiben? Welche nehmen Sie immer mal wieder zur Hand, um etwas nachzulesen, sie nochmal zu lesen oder ein oder mehrere Kapitel daraus vorzulesen? Nicht alle finden hier ihre Lieblingsbücher wieder. Darum geht es auch nicht. Ist die Umfrage ein getreues Abbild der aktuellen literarischen Vorlieben der Franzosen? In jedem Fall ist sie eine wunderbare Anregung, schnell wieder in einen Buchladen zu eilen, um die eigene Romansammlung zu vervollständigen. Bonne lecture.  > Bitte weiterlesen.

Nota bene. Literatur ist gefährlich:



19. Dennis Fender, Depuis notre dernière rencontre

> Nachgefragt: Dennis Fender, Depuis notre dernière rencontre – 20. März 2019

Auf dem Stand von Ernst Klett Sprachen auf der Didacta 2019 in Köln hatte unsere Redaktion – unser > TV-Team war mit dabei – am 21.2.2019 die Gelegenheit, Dennis Fender > Burgau-Gymnasium, Düren – nach dem Literaturunterricht im Fach Französisch zu befragen. Der Ort des Interviews vor dem > Regal der Lektüren für Französisch war dazu prima geeignet. > Bitte weiterlesen


20. Honoré de Balzac, La Comédie humaine

Was für ein Universum! Auch Honoré de Balzac (1799-1850) haben wir in einer seiner seltenen Schreibpausen einmal besucht: > Une visite chez Honoré de Balzac.

Jetzt gibt es die ganze > Comédie humaine en ligne.

Dazu: > Relire Balzac à l’ère des humanités numériques – theconversation.com

Noch mehr?

Auf unserem Blog > #lire III Französische Literatur für Schüler/innen

> Paul est devenu bouquiniste  – 16. April 2018

> Nachgefragt: Luc Fraisse, Lire Marcel Proust aujourd’hui – 3. März 2016

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#lire III Französische Literatur für Schüler/innen

Unsere Reihe: > #lire

Viele Schüler/innen wählen das Fach Französisch ab, ohne wichtige französische Schriftsteller zu kennen. (Eine Lektüre dieses Artikels wäre ja schon mal ein guter Anfang… und in Ihrer Klasse notiert jede(r) Schüler/in zwei Titel, die sie oder er hier und mit den hier genannten Links für sich findet, liest sie in den nächsten 4 Wochen, fertigt eine Fiche de lecture an  und aus ihnen wird dann ein kleines Heftchen für die ganze Klasse gemacht oder es wird ein Literaturblog hergestellt: alle können darauf schreiben, die Schüler der Austauschklasse in Frankreich korrigieren, wie umgekehrt ihre Artikel von den deutschen Freunden korrigiert werden… – soweit kurz und knapp zur Methodik des Literaturunterrichts) Es muss ja nicht gleich der Mammutroman von Marcel Proust sein, aber es war doch > Roger Willemsen der seinen Mitschülern von seinem Leseerlebnis Marcel Proust, À la recherche du temps perdu vorschwärmte: > Nachgefragt: Luc Fraisse, Lire

Der Erfolg des Französischunterrichts und das Werben für ihn steht und fällt mit Literaturunterricht. Wie kriegen wir die Schüler/innen dazu, dass sie ihre Smartphones mit dem  > Zwang zu dauernder Daddelei verbannen und vergessen und stattdessen mit Neugier die Bücher öffnen, so wie der kleine Jacques Corméry es so ungeduldig mit seinem Freund Pierre auf der Bank vor der Bibliothek tat, um hier, jetzt und gleich herauszufinden, was „uns heute die Bücher von der Welt zeigen würden“. Die Literatur bietet den Schüler/innen  alles, den Ausblick in die ganze Welt, in die Vergangenheit, sie diskutiert die großen Fragen unserer Zeit und entwickelt und präsentiert Handlungsalternativen für die Zukunft. Die Literatur ist tragisch, dramatisch, aufregend. Mein Nachhilfeschüler musste damals im LK 13 die ersten Seiten von Flauberts Éducation sentimentale

Literatur auf unserem Blog (Auswahl):

> Albert Camus, L’hôte — Neu: Schülerarbeitsheft

> Relire : Albert Camus, L´Étranger

> Lesebericht: Catherine Briat, Le Divan rouge

>Emmanuel Macron et Albert Camus

> Existenzialismus

>#FraFra2017 – La passion pour la littérature française

> Tzvetan Todorov 1. März 1939 – 7. Februar 2017

> Berufsfeld: Französischunterricht – Welche Rolle spielt die Literaturwissen-schaft?

>Nachgefragt: Boualem Sansal, 2084

> Nachgefragt:
Alain Mabanckou, Une littérature-monde ?

> Literaturhaus Frankfurt: Litprom Literaturtage 2017 – “Weltwandeln in französischer Sprache” – mit unserem Dossier

> Frau Radisch: Warum schreiben die Franzosen so gute Bücher?

> Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen

> Stuttgart. Soirée à thème :
Politique – Littérature des immigrés en France
avec une bibliographie et une sitographie

> #französische Literaturlesen

> Paul est devenu bouquiniste

> Präsident Macron : Lancement de la stratégie internationale pour la langue française et le plurilinguisme (V) : La lecture à l’école

lesen. Er fand das so langweilig. Je l’ai demandé qu’est-ce que le narrateur regarde sur le quai ? Er sah mich ratlos an, es dauerte eine Minute dann begann er zunächst stockend, dann viel flüssiger zu erzählen. Beim nächsten Besuch, erklärte er mir, er habe das erste Kapitel gelesen, das klang so, lesen wir auch den Rest?

Oft wird > L’étranger von Albert Camus in der Schule gelesen, ein nicht einfacher Roman, > Albert Camus, L’étranger – 14. Februar 2016, wenn man nicht nur nachbeten will, dass es sich um einen absurden Roman handelt, sondern Camus‘ eigene Interpretation im > Vorwort zur amerikanischen Ausgabe des Romans berücksichtigt. Seine Novelle > L’Hôte ist eine schöne Alternative > Albert Camus, L’hôte — Neu: Schülerarbeitsheft – 21. März 2018. Und unsere Redaktion würden Ihren Schüler/innen > La Peste vorschlagen, die Rupert Neudeck als die Bibel der NGOs bezeichnete. Erinnern wir an das erste Video-Aufzeichnung für unseren Blog:  > Rupert Neudeck parle de La Peste – 2. Oktober 2015.

Sartre oder Camus? Les mots oder Le premier homme? Am besten beide Bücher lesen und vergleichen: > Vergleich: Sartre oder Camus? – 3. September 2018 und > Vortrag: Jean-Paul Sartre im Unterricht – 4. März 2018. In Les mots erzählt Sartre, wie er sich in der Bibliothek des Großvaters Schweitzer zum Schriftsteller macht und in Le Premier Homme  berichtet Camus alias Jacques Corméry, wie sein Lehrer ihn förderte und ihm den Besuch des Gymnasiums in Algier ermöglichte. Beide Bücher öffnen als Erziehungsromane auf eine ganze wunderbare Weise Schüler/innen heute die Welt der Literatur. Weitere Titel von > Jean-Paul Sartre und von > Albert Camus bei Ernst Klett Sprachen.

Wie oben angedeutet, in einer Welt der Smartphones, wo die Konzentration auf das reale Leben Schüler/innen immer schwerer fällt, wo bunte Bildschirme immer mehr in Konkurrenz zum gedruckten Papier stehen, wird es immer schwerer, sie zum Lesen guter Texte oder gar spannender Roman zu animieren.

Zur > Stavanger-Erklärung des Forschernetzwerks E-READ: Zur Zukunft des Lesens 

Was waren das noch für Zeiten, als ein Freund mir Camus‘ Le Mythe de Sisyphe mitbrachte und dieses Buch zu meinem ersten ganz gelesenen Taaschenbuch wurde. Mein Klassenlehrer schlug mir ein Referat über dieses Buch vor, korrigierte meinen Entwurf mit mir zusammen in der Lehrerbibliothek und schärfte mir ein: 20 Minuten. Dann kam der große Tag. Leistungskurs Französisch im Schiller-Gymnasium in Köln. Nach 10 Minuten – ein Schüler hatte schon zwei Fragen stellt, die Diskussion auf Französisch lief schon – stand mein Lehrer auf, unterbrach mich,  sah mich streng an und sagte: „Das ist gut, Du hast diese Stunde und die nächste.“ Beim Klassentreffen habe ich diesen Moment einmal als das Einpflanzen des Französisch-Virus bezeichnet.

„Der Kanon bedarf einer Auffrischung…“ stand noch 2006 in der Fachdidaktik von Andreas Nieweler et. al., S. 208, in der Neuauflage > Andreas Nieweler (Hrsg.), Fachdidaktik Französisch. Das Handbuch für Theorie und Praxis heißt es „Die Bandbreite der für den Französischunterricht in Frage kommenden literarischen Texte ist enorm: Neben den Klassikern – ob nun ältere oder modernere – wie Molière, La Fontaine, Balzac, Maupassant, Eluard, Saint-Exupéry, Camus, Sartre u. a. gibt es zeitgenössische Autorinnen und Autoren wie Gavalda, Schmitt, Ben Jelloun und viele andere mehr, die bereichernd erscheinen (zum Potenzial von ‚Klassikern‘ s. Hethey 2015). Auch Jugendliteratur – siehe Bücher von Ollivier, Murail, Bondoux… – (vgl. Topf 2009 und 2013) und moderne Dramen – von Schmitt, Reza – (Topf 2016) bieten sich an. Siehe dazu auch die Themenhefte Nr. 102, 123, 124 und 144 des Fremdsprachlichen Unterricht Französisch.“ (S. 211 f.)

Das > Lektüreprogramm für Französisch von Ernst Klett-Sprachen, nach > Autoren > nach Themen oder > Reihen geordnet, zeigt eine solch große Vielfalt, die vermuten lässt, in der Schule werde Grammatik nur nebenbei unterrichtet. Bei diesem Angebot dürfte keine(r) der Schüler/innen auf den Gedanken kommen, Französisch abzuwählen. Und da ist auch der Megaerfolg des > Prix des lycéens. Wir werden auch diesmal von der Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse fast live wieder berichten, hat ganz ohne Zweifel zum Aufschwung der Literatur im Französischunterricht ganz erheblich beigetragen.

Mein Kurs würde sich mit Beginn der Lektüren ein Carnet de lecture anlegen, um Namen der Autoren, Titel, Stichworte, etc. als Leseprotokolle zu notieren. Oder auch die Lesetipps, die in meinen Französischstunden – besonders bei der Literaturgeschichte Im Beethoven-Gymnasium in Bonn (der Direktor: „Machen Sie bitte im LK 13 einen Literaturkurs“) rechts auf der Tafel ab und zu erschienen, meine Schüler/innen kannten das schon: Dazu > #französischeLiteraturlesen – 4. Mai 2018.

Ein gute Gelegenheit, an die > Videos auf diesem Blog zu erinnern: > Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen – 17. Januar 2018. Außerdem haben wir in den letzten Jahren mehrere Schriftsteller besucht und sie nach ihren Werken befragt:

> Nachgefragt: Henri Murger, Scènes de la vie de bohème

> Nachgefragt: Denis Diderot parle de l’Encyclopédie

> Devons-nous retourner à la nature? – Un entretien avec Jean-Jacques Rousseau

> Une visite chez Gustave Flaubert

> Une visite chez M. Zola

> Une interview avec François Guizot, Ministre de l’instruction publique et des cultes>

> Une visite chez Michel de Montaigne

> Une visite chez Honoré de Balzac

à suivre

Französisch Lektüren

#Lire I: Dennis Fender, Depuis notre dernière rencontre

> Nachgefragt: Dennis Fender, Depuis notre dernière rencontre – 20. März 2019

Dennis Fender hat einen spannenden Kurzroman > Depuis notre dernière rencontre für das 4. Lernjahr Französisch geschrieben. Damien in Rouen erwartet Mo, wie er seinen deutschen Austauschpartner Moritz bald nennen wird. Die Dinge nehmen ihren Lauf, Mo kommt in Rouen an und wird von Damien und seiner Mutter abgeholt. In der Schule bekommen sie die Aufgabe an einem Projekt über deutsch-französische Beziehungen teilzunehmen. Ihr Thema die Rede des französischen Präsidenten Charles De Gaulles 1962 in Ludwigsburg, der dort damals seine berühmte Rede an die deutsche Jugend gehalten hat. Gut, dass Moritz gerade angekommen ist, denn de Gaulle hatte seine Rede damals auf Deutsch gehalten und mit Mos Hilfe arbeiten Damien seine Mitschülerin an ihrem gemeinsamen Referat.

Literatur auf unserem Blog:

> Albert Camus, L’hôte — Neu: Schülerarbeitsheft

> Relire : Albert Camus, L´Étranger

> Lesebericht: Catherine Briat, Le Divan rouge

> Vergleich: Sartre oder Camus?

> Frau Radisch: Warum schreiben die Franzosen so gute Bücher?

> Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen

> Stuttgart. Soirée à thème :
Politique – Littérature des immigrés en France
avec une bibliographie et une sitographie

> #französische Literaturlesen

> Paul est devenu bouquiniste

> Präsident Macron : Lancement de la stratégie internationale pour la langue française et le plurilinguisme (V) : La lecture à l’école

Und sie haben Glück, es gibt sogar einen Zeitzeugen. Der Großvater von Damien war damals in Ludwigsburg mit dabei und kann ihnen von der besonderen Atmosphäre berichten, als de Gaulle im Hof des Ludwigsburger Schlosses am 22. September 1962 diese Rede hielt. Vier Monate später unterzeichneten er und Adenauer im Élyséepalast den deutsch-französischen Freundschaftsvertag (auf unserem Blog > 50 ans Traité de l’Élysée) und dann auch den Zusatzvertrag zum Deutsch-Französischen Jugendwerk.


Dazu auf unserem Blog:

> Staatsakt in Ludwigsburg anlässlich des 50. Jahrestages der Rede General de Gaulles an die deutsche Jugend – 22. September 2012

> Fotos vom Staatsakt in Ludwigsburg am 22. September 2012 – 23. September 2012


Aber manchmal überholt die Literatur die Realität. Natürlich ist da ein großer Zufall mit im Spiel, mit dem die Sorgen des Großvaters gelöst werden. Dennis Fender ist es sicherlich aus guter eigener Anschauung gelungen, eine sehr realistische Geschichte zu erzählen, die die letzten Zauderer und Bedenkenträger vor einen Schulaustausch mit Frankreich beruhigen kann. Natürlich werden nicht alle so ein Abenteuer wie Mo hier erleben, aber der Kontakt mit den neuen Freunden und der stete Vergleich mit den Verhältnissen in Deutschland ist schon Abenteuer genug. Mo entdeckt die Rivalitäten zwischen Städten in der Region seines neuen französischen Freundes und erzählt vom Zwist Köln-Düsseldorf. Ganz schön streng, denkt sich Mo, als er mit Damiens Lehrerin Bekanntschaft macht und ist kurz davor, sich nach seinen deutschen Lehrern zu sehnen.

Fender erzählt hier das Besondere des deutsch-französischen Schüleraustausch: Kaum fangen sie das Projekt an, entdecken sie, wie aufregend die Zeit der deutsch-französischen Wiederannäherung nach dem Krieg war. Ihr Zusammentreffen ist zufällig, sie lernen aber auch wie planmäßig und zielstrebig de Gaulle und Adenauer die Aussöhnung zwischen den beiden Staaten betrieben haben. Ihr Austausch ist der beste Beitrag zur deutsch-französischen Kooperation, deren Grundlage die Kenntnis der Sprache des Nachbarn ist.

Dennis Fender
> Depuis notre dernière rencontre
Lektüre + > Klett Augmented
A2 – B1
71 Seiten
978-3-12-591004-1