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Die Schulen in Frankreich verbessern: “Choc des savoirs : une mobilisation générale pour élever le niveau de notre École”

Donnerstag, 4. Januar 2024
Des tâches pour les élèves:

> Faites une recherche: Qu’est-ce que le “choc des svaoirs”

> Quelles sont les propositions principales de la réforme proposée par Gabriel Attal ?

> Comment le ministre Attal défend-il la réforme ?

> Que dit le Président de la République ?

PONS vous soutient toujours :

Choc des savoirs : une mobilisation générale pour élever le niveau de notre École“, so heisst das Programm, mit dem der französische Erziehungsminister Gabriel Attal, den Schulen in Frankreich eine Rosskur verordnet. Er hat alle Schultypen zugleich im Visier. Es geht um die Grundschule (CP, CE1 und CE2), das Collège (enseignement secondaire : von der 6ème bis zur 3ème) und das Lycée (Gymnasium) gleichermaßen.

Das Ministerium stellt Fortschritte in der Grundschule seit 2017 fest, aber das Collège (die Mittelstufe) bringe die Schüler laut der Ergebnisse der PISA-Studie von 2022 nicht mehr ausreichend voran.

Nun kündigt Erziehungsministerium eine umfassende Reform an, die mit 3 Schwerpunkten (axes) unter dem Titel Choc des savoirs vorgestellt wird:

Download > Le choc des savoirs *.pdf

Zunächst wird in einem ersten Schwerpunkt eine bessere Unterstützung der Lehrer geplant, damit sie das Wissen besser vermitteln können. Dazu sollen ab dem Schuljahr 2024 Lehrpläne, die auf Jahreszielen basieren, formuliert werden: z. B. sollen die Mathematiklehrpläne sich früher mit Brüchen und Dezimalzahlen befassen und einen konkreten und bildhaften Ansatz fördern (“Singapur-Methode”). Ab dem Schuljahr werden “Präzisere Sprachlehrpläne für eine sprachliche, historische und kulturelle Bereicherung” eingeführt. Sie werden durch fachspezifischen Kompetenzen, psychosoziale Kompetenzen und allgemeinbildende Elementen ergänzt. Ab dem Schuljahr 2024 sollen Lehrbücher, die für Mathematik und Französisch in der ersten Stufe verpflichtend sind, ein Gütesiegel bekommen: Zum Vergleich: Definition Lern- und Lehrmittel – Website der Kulturministerkonferenz KMK

> Brevet, bac, redoublement… les réponses à vos questions après les annonces de Gabriel Attal – Le monde

Am 8. Januar 2024 titelt LE MONDE : Le nouveau brevet des collèges: véritable petit bac.

Die > “Reformabsichten des Ministeriums gehen von einer deutlichen Kritik an den bisherigen Lehrplänen aus: “Die Lehrpläne für moderne Fremdsprachen zeichnen sich durch eine sich wiederholende Strukturierung und eine Fokussierung auf sehr allgemeine gesellschaftliche Herausforderungen aus. Der Ansatz, der nicht ausreichend von der Kultur geprägt ist, die der Welt jeder unterrichteten Sprache eigen ist, das geringe Kapital an Wortschatz und Strukturen Grammatik, die für einen vielfältigen und komplexen Ausdruck unerlässlich sind, führen manchmal zu einer Ermüdung der Schüler und zu einer begrenzten Beherrschung der Sprache.”

“In Englisch erreicht die Hälfte der Schülerinnen und Schüler am Ende der 3. Klasse nicht das erwartete Mindestniveau A2. Fast jeder Siebte erreicht nicht einmal das Niveau A1. Diese Ergebnisse zwingen uns zum Handeln, da die Beherrschung dieser Sprache für den künftigen Bildungsweg der Schülerinnen und Schüler unumgänglich geworden ist.”

Ob das im Fach Deutsch besser ist?

Auf unserem Blog: > Enquête: L’enseignement de l’allemand en France – 30. Oktober 2022

Offenkundig sollen alle Lehrpläne auf den Prüfstand gestellt werden: “Die Lehrpläne für moderne Fremdsprachen werden von der 6. bis zur 12. Klasse klare Angaben zu den Lernbereichen, den grammatikalischen Punkten und dem Wortschatz enthalten, die jedes Jahr beherrscht werden müssen. Dabei wird es sich um den wesentlichen Wortschatz handeln, auch im Bereich Wissenschaft und Technik, sowie um die kulturellen Bezugspunkte, die für eine gute Kenntnis des geografischen Gebiets und der Geschichte der Gesellschaften, die diese Sprachen sprechen, unerlässlich sind.”

Auf unserem Blog:

> L’introduction de l’IA dans les lycées en France – Die Einführung der KI in den Schulen in Frankreich – 2. Januar 2024

> Die Rede des Erziehungsministers Gabriel Attal anlässlich des Welttages der Lehrerin und des Lehrers – 8. Oktober 2023

Der Stellenwert der modernen Sprachen soll gefördert werden. Jeder Lehrer von der ersten bis zur fünften Klasse erhält einen kostenlosen Zugang zur Sprachanwendung > Captain Kelly einen Zugang zur KI.

Zusammenfassung: Die Grundlagen aller Lehrpläne werden überarbeitet: Mathematische Fähigkeiten, die in allen Fächern geübt werden, grundlegende Französischkenntnisse, die in allen Fächern vermittelt werden, psychosoziale Kompetenzen wie Selbstvertrauen, Organisation der persönlichen Arbeit, Ausdauer oder die Fähigkeit zur Gruppenarbeit und ein Allgemeinwissen, das den Erwerb der in den Lehrplänen genannten Orientierungspunkte bestätigt. Die Autoren der Lehrpläne sollen gewährleisten, dass die Schüler am Ende der Jahrgangsstufe 3 über ausreichende Kenntnisse im Bereich der Allgemeinbildung verfügen.

Schuluniform?

Die “Reform Le choc des savoirsnimmt die Ungleichheiten in den Blick: “Insbesondere kann sich unser Land nicht damit abfinden, dass der Zugang zu einer gemeinsamen Allgemeinbildung weiterhin sozial geprägt ist. Im Gegenteil, wenn die Schule den Ehrgeiz hat, jedem Schüler eine humanistische und wissenschaftliche Kultur zu vermitteln, kann sie ihre ganze Rolle im Kampf gegen die Ungleichheit des Schicksals spielen und jeden Schüler mit einem kritischen und aufgeklärten Blick auf die Welt ausstatten.

Der 2. Schwerpunkt plant, die Organisation des Unterrichts an die Bedürfnisse jedes einzelnen Schülers anzupassen. Ab dem Schuljahr 2024 sollen im Mathematik- und Französischunterricht flexible Niveaugruppen während der gesamten Sekundarstufe I eingeführt werden, wobei die Gruppengröße für die schwächsten Gruppen auf etwa 15 Schüler reduziert werden soll. Ebenfalls ab dem Schuljahr 2024 wird der “8 Uhr bis 18 Uhr”-Tag in allen Sekundarschulen in den Regionen REP und REP+ mit Hausaufgabenhilfe, Kunst- und Kulturunterricht sowie Sportunterricht eingeführt. Zugleich soll das Stundenvolumens für den allgemeinbildenden Unterricht in der beruflichen Oberstufe erhöht werden. Mit dem Schuljahresbeginn 2024 soll > die Nutzung von künstlicher Intelligenz bei den Hausaufgaben in Mathematik und Französisch für alle Schüler der Seconde (Klasse 10) zur Verfügung gestellt werden..

Der Unterricht in Niveaugruppen in Mathematik und Französisch soll für etwa ein Drittel der Unterrichtsstunden der Schüler gelten. In den anderen Fächern werde der Klassenverband beibehalten.

Die Einteilung der Schüler in Niveaugruppen werden auf der Grundlage der von den Lehrkräften festgestellten Bedürfnisse sowie der Ergebnisse der Einstufungstests zu Beginn des Jahres gebildet und können sich im Laufe des Jahres ändern, um den Fortschritten der Schülerinnen und Schüler Rechnung zu tragen. Ziel ist, laut des Refomvorhabens “Das Collège zu einem Ort machen, der empfängt, schützt und erzieht.”

Auf unserem Blog: > L’introduction de l’IA dans les lycées en France – Die Einführung der KI in den Schulen in Frankreich – 2. Januar 2024

Ein großes Problem in Frankreich sind die vielen Schulabbrecher: “Im Sinne des “parcours aménagé de formation initiale” (Pafi), der eine wirksame Maßnahme zur Verhinderung des Schulabbruchs darstellt, wird eine personalisierte Reaktion auf die Schwierigkeiten des Schülers erprobt.” Dazu sollen Klassenräte im Collège Schülern mit großen Schwierigkeiten vorschlagen, damit ihnen zugute der Unterricht in den Grundfächern um bis zu zwei oder drei Stunden pro Woche erhöht wird. Die Dauer des Kurses soll individuell auf die Bedürfnisse der Schüler abgestimmt werden. Der Parcours könne zu jedem Zeitpunkt des Jahres beginnen und werde durch eine individuelle Zielvereinbarung festgelegt, die von der Schule in Verbindung mit dem Schüler und seiner Familie vorgeschlagen wird.

Der 3. Schwerpunkt sieht eine “Erhöhung des Anspruchsniveaus und des Ehrgeizes für alle Schülerinnen und Schüler” vor:

Zahlreiche Maßnahmen sind geplant: Abschaffung der akademischen Korrekturen der Noten im > Brevet (am Ende des Collège) und im Baccalauréat, 2025: Neugestaltung der kontinuierlichen Prüfung für das Brevet: Es zählen die Noten (für 40 % der Endnote und 60 % für die Prüfungsnoten) und nicht mehr die Kompetenzscheiben. 2025: Das Brevet wird obligatorisch, um direkt in die 2de zu wechseln: Schüler, die das Brevet nicht schaffen, werden ein Jahr lang in der “Prépa-lycée” unterrichtet – Schuljahrgang 2025. 2025: Vermerke AB, B, TB, TB mit Glückwünschen werden auch für das CAP vergeben. 2026: Einführung einer neuen vorgezogenen Prüfung zur mathematischen und naturwissenschaftlichen Bildung im Abitur am Ende der 1e générale et technologique (wie das “Bac de français”). 2024: In der Grundschule: Abkehr von der fast systematischen Versetzung in die nächste Klasse und Förderung von Fördermaßnahmen (Erfolgspraktika, persönliche Betreuung, Tutoring) vor der Klassenwiederholung. 2024: Die Lehrer sollen wieder das letzte Wort haben, wenn es um die Verschreibung von Fördermaßnahmen und die Klassenwiederholung von Schülern geht. Dies ist einer der Punkte “À l’école élémentaire, sortir d’une doctrine de passage quasi systématique en classe supérieure” (“In der Grundschule: Abkehr von der Doktrin der fast systematischen Versetzung in die nächste Klasse”), auf den sich die Kritiker der Refoem beziehen.

Le harcélement?

Der Anspruch des Wissens setzt somit voraus, dass die Zuverlässigkeit der Bewertung wieder hergestellt wird. Das nationale Patentdiplom und das Abitur müssen die Wahrheit über die Leistungen der Schüler sagen und wieder zu einem verlässlichen Maßstab für diesen Anspruch werden. Sie setzt auch voraus, dass den Bildungsteams alle Hebel in die Hand gegeben werden, um ihre pädagogische Praxis an die Fortschritte ihrer Schüler anzupassen.

Der Stellenwert des Brevet und des Abiturs sollen gestärkt werden. Das Brevet soll wieder der Wert einer echten nationalen Prüfung bekommen,

Le choc des savoirs. Le résumé du Ministére de l`Éducation nationale :

Das Certifict d’aptitude professionnelle CAP. soll aufgewertet werden

Am Ende der 1re générale et technologique soll eine neue vorgezogene Prüfung zur mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundbildung eingeführt. Mit ihr werden die Fähigkeit der Schüler, die wichtigsten mathematischen Themen, die für alle unerlässlich sind, zu verstehen, datengestützte Probleme zu lösen und logisch zu argumentieren, getestet

> Choc des savoirs : une mobilisation générale pour élever le niveau de notre École – Site du Ministère de l’éducation nationale et de la jeunesse

Download > Le choc des savoirs *.pdf

Écouter – résumer – discuter

Dienstag, 23. Mai 2023

french german 

1. Technik: Les médias pris par la folie ChatGPT – France Inter, 17 mai 2023

2.Politik: Comment nos lois combattent-elles le racisme et l’antisémitisme ? – France Culture, 30 mars 2023

3. Gesellschaft: Comment protéger la “vie privée” ? – France Culture, 28 mars 2023

4. Literatur: « Littérovision », la littérature française en data – France Inter, 23 mai 2023

La littérature a coulé la France – Mercredi 3 mai 2023 (première diffusion le mardi 14 mars 2023) mit Video. Genauso schwer beim ersten Anhören wie klasse beim vierten Anhören :-).

Qui a allumé les Lumières ? – France-Inter, 22 avril 2023 – 48 minutes – voir aussi sur notre Blog: Denis Diderot.

La nouveauté en littérature : une illusion perdue ? – France Culture, 7 avril 2023

5. Geschichte: Pourquoi l’historien ne peut-il pas être un juge ? – France-Culture, 8 mai 2023

Und eine Sendereihe mit längene Sendungen – 58 Minuten:

Concordance des temps de Jean-Noël Jeanneney

Le samedi de 10h00 à 11h00 sur France Culture

Cette émission offre sur l’actualité l’éclairage des précédents historiques, rappelle des épisodes et des mutations qui trouvent, par les temps qui courent, des résonances inattendues.

Kann man ChatGPT im Französischunterricht nutzen?

Donnerstag, 27. April 2023

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Comprendre ChatGPT :

Kann man ChatGPT für wissenschaftliches Arbeiten nutzen? – 22. April 2023

ChatGPT : Künstliche Intelligenz ? – 5. April 2023

ChatGPT – brauchen wir nun eine neue Fachdidaktik für Französisch? – 2. Februar 2023

 

Kann man ChatGPT für wissenschaftliches Arbeiten nutzen?

Samstag, 22. April 2023

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Bisher auf unserem Blog: | ChatGPT : Künstliche Intelligenz ? -5. April 2023 | ChatGPT – brauchen wir nun eine neue Fachdidaktik für Französisch? – 2. Februar 2023 |


ChatGPT : Künstliche Intelligenz ?

Mittwoch, 5. April 2023

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Pour la discussion :

Sondersitzung der DFPV zur d-f Zusammenarbeit in den Bereichen KI und Innovationspolitik am 19. Mai 2021 mit Anhörung von BM’in Karliczek und StS Ô

Mittwoch, 19. Mai 2021

Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung berät über Innovationspolitik und Künstliche Intelligenz – Befragung von Regierungsmitgliedern

Mittwoch, 19. Mai 2021, 14.30 bis 16 Uhr
Videokonferenz – live auf www.bundestag.de
Kanal 2

Am Mittwoch, 19. Mai berät die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung in einer kurzen Sitzung, die sich nur einem Thema widmet: der bilateralen Kooperation im Bereich der Künstlichen Intelligenz und der Innovationspolitik. Dazu werden die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und der Assemblée nationale die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, und den für den digitalen Wandel zuständigen französischen Staatssekretär, Cédric O, befragen.

Grundlage der Sitzung bildet der Beschluss der DFPV vom 22. Januar 2021 mit dem Titel „Mit Innovationen aus der Krise: auf dem Weg zur europäischen Innovationsunion“. Den Wortlaut des Beschlusses finden Sie unter www.bundestag.de/resource/blob/819728/30112f1e622040ef816d376ab4a694a2/20210122_innovationen_krise-data.pdf.

Die Sitzung der DFPV findet als Videokonferenz statt und wird auf www.bundestag.de live übertragen.

Hintergrund:

Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung setzt sich aus 100 Mitgliedern zusammen, jeweils 50 Abgeordneten des Deutschen Bundestages und der Assemblée nationale, die mindestens zweimal im Jahr abwechselnd in Deutschland und Frankreich tagen sollen. Die konstituierende Sitzung fand am Montag, 25. März 2019, unter der Leitung von Wolfgang Schäuble und Richard Ferrand in Paris statt.

Grundlage dieser institutionalisierten Zusammenarbeit auf Ebene der Parlamente ist das Deutsch-Französische Parlamentsabkommen, das am 11. März 2019 von der Assemblée nationale und am 20. März 2019 vom Deutschen Bundestag verabschiedet worden ist. Das Parlamentsabkommen ist das Ergebnis intensiver Beratungen der Deutsch-Französischen Arbeitsgruppe, die am 22. Januar 2018 anlässlich des 55. Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags zu diesem Zweck eingesetzt worden war.

Weitere Informationen zur DFPV und ihren bisherigen Beratungen finden Sie unter www.bundestag.de/dfpv.

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