DER SPIEGEL meldet am 30. Mai 2011, ein Spitzentreffen im Kanzleramt und > Schwarz-Gelb wählt Atomausstieg mit Notreserve, Bis 2012 will man alle Meiler abschalten, aber drei Atomkraftwerke solle, wenn die Energiewende Probleme macht, bis 2022 laufen und einen Meiler möchte man als Reserve behalten.
Erste Reaktionen aus Frankreich betonen den politischen Aspekt der nächtlichen Berliner Entscheidung: „Pour Anne Lauvergeon, l’arrêt du nucléaire allemand est „politique“ (LEMONDE.FR | 30.05.11 | 09h49). Die Präsidentin des französischen Nuklearuntrnehmens Areva, Anne Lauvergeon, hält die deutsche Entscheidung, aus der Atomkraft auszusteigen für eine politische Entscheidung, die innerhalb des anvisierten Zeitraums eine Revision nicht ausschließt. Lauvergeon zeigt sich überzeugt, dass RWE gegen den Atomausstieg klagen wird. Sie meint auch, dass bereits der Stopp von sieben Reaktoren eine Verteuerung der Energie in Deutschland zur Folge habe.
Im gleichen Artikel von LE MONDE, wird die Präsidentin des Mouvement des entreprises de France (Medef), Laurence Parisot, mit der Ansicht, die deutsche Entscheidung habe für ganz Europa eine Bedeutung zitiert. Und sie erinnert an das > Trittfahrerproblem : Wird Deutschland aus der Atomkraft aussteigen und künftig weiterhin Atomstrom aus Frankreich beziehen? Parisot meint, dass der deutsche Ausstieg, die europäische Wettbewerbsfähigkeit in Frage stellen könnte.
Können Staaten in der EU solche Entscheidungen alleine treffen? Die Energieversorgung wird schon lange in Europa grenzüberschreitend organisiert, genauso, wie Unfälle auch längst nicht mehr nur einen Staat betreffen würden. Folglich kann ein Ausstieg auch nur gemeinsam geschehen. Immerhin, einzelne Staaten können ein Zeichen setzen. Ein Ausstieg in zehn Jahren? Ein Ausstieg ist schon mal revidiert worden…
Le 24 mai, aux Tuileries à Paris, le 24 mai, le Président de la République a prononcé le Discours d’inauguration du e-G8 Forum. Il a consacré son discours aux changements suscité par l’Internet. Le Président a constaté entre autres:
Tagsüber kann es beim Starten der Videos zu Verzögerungen kommen.
„Notre responsabilité, à nous chefs d’États et de gouvernement, n’est pas moindre. Nous devons accompagner une révolution qui est née au cœur de la société civile pour la société civile et qui a un impact direct sur la vie des États. Car si la technologie est neutre et doit le rester, on voit bien que les usages d’internet ne le sont pas.“
Et il a demandé :
„Comment utiliser Internet pour renforcer la démocratie, le dialogue social, la solidarité ? Comment utiliser Internet pour améliorer l’efficacité du fonctionnement de l’Etat ? Comment insuffler dans l’Etat cet esprit d’innovation et d’entreprise, caractéristique de votre secteur ? “
Et M. Sarkozy a rappelé le rôle des gouvernements:
„Dès lors qu’Internet fait aujourd’hui partie intégrante de la vie du plus grand nombre, ce serait une contradiction que d’écarter les Gouvernements de cet immense forum. Personne ne peut ni ne doit oublier que les gouvernements sont dans nos démocraties, les représentants légitimes de la volonté générale. L’oublier, c’est prendre le risque du chaos démocratique donc de l’anarchie. L’oublier, ce serait confondre le populisme avec la démocratie d’opinion.“
Encore une formidable exercice : Écoutez le discours du Président de la République. Prenez des notes, faites-en un résumé et relisez le texte de son discours. Ensuite, vous connaissez tous les mots autour de l’Internet pour participer à une discussion.
Le Président de la République a souligné l’importance des droits d’auteur qui sont aussi valables pour tout ce qui publié sur Internet.
Toutefois, je relève un pragraphe que j’aurais rédiger d’une autre façon:
„Si nous savons nous écouter, nous parler, nous entendre, j’ai l’intime conviction que nous sommes en mesure de donner à ce G8 une dimension historique ; de permettre à notre époque de prendre pleinement conscience d’elle-même et de dépasser de formidables aventures individuelles pour entrer de plain-pied dans l’histoire collective.“
L’internet est aussi un succès de la part des personnes individuelles. La formule „entrer de plain-pied dans l’histoire collective“ prête trop à des malentendus et paraît évoquer > l’intelligence collective comme signe d’un progrès. Or, je ne suis point convaincu qu’on puisse parler d’un progrès si les individus s’abandonnent au pouvoirs des groupes dont il font souvent seulement momentanément partie. S’agit-il d’aun progrès, si j’écris un aricle pour Wikipedia, que d’autres souvent anonymes vont corriger ensuite?Qui est-ce qui parle au nom de qui? Les réseau sociaux évoqué aussi d’une manière plutôt positive par M. Sarkozy ne sont pas non plus sans failles. Beaucoup de leurs mécanismes et fonctions cherchent à supplanter des habitudes de la vie sociale et inventant de nouvelles normes comment on entrer en contact. En ce qui concerne > les réseaux sociaux on est bien fondé de demander, s’il sont vraiment sociaux ?
Le Président de la République a répondu aux questions des participants „je voudrais vous parler au nom du pays qui a forgé la Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen“ :
Am 24. Mai 2011 hat Nicolas Sarkozy in den Tuilerien mit einer Rede zum Internet das e-G8 Forum eröffnet. Er hat u. a. erklärt:
„Die Verantwortung, die uns Staatsschefs obliegt, ist nicht als gering einzuschätzen. Wir müssen eine Revolution begleiten, die inmitten der Zivilgesellschaft für dei Zivilgesellschaft entstanden ist, und die eine Auswirkung auf das Leben der Staaten hat. Wenn auch die Technologie neutral ist und sie es bleiben muss, muss man doch erkennen, dass die Nutzung des Internets dies nicht ist.“
Tagsüber kann es beim Starten der Videos zu Verzögerungen kommen.
Und er fragt:
„Wie kann man das Internet nutzen, um die Demokratie, den sozialen Dialog und die Solidarität zu stärken? Wie kann man das Internet nutzen, um die Effizienz des Staates zu stärken? Wie kann man dem Staat an diesem Elan der Erneuerung und dem Unternehmergeist teilhaben lassen, der diesen Sektor (i.e. das Internet, W.) charakterisiert?
Und M. Sarkozy hat an die Rolle der Regierungen erinnert – „ich möchte zu Ihnen im Namen des Landes sprechen, das die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte verfasst hat“.
„Wenn man bedenkt, dass das Internet heute ein integraler Bestandteil so vieler ist, wäre es doch ein Widerspruch die Regierungen aus diesem großen Forum ausgrenzen zu wollen. Niemand darf vergessen, dass die Regierungen in unseren Demokratien die legitimen Vertreter des allgemeinen Willens sind. Würde man das vergessen, riskiert man Chaos in der Demokratie, sogar die Anarchie. Würde man das vergessen, würde man Populismus mit einer Meinungsdemokratie verwechseln.“
Der Staatspräsident hat mit Nachdruck an die Bedeutung der Urheberrechte, die auch im Internet gelten, hingewiesen.
Wieder eine wunderbare Übung: Sehen Sie sich die Rede des Präsidenten ein-, zweimal an, schreiben Sie ein Resümée und lesen Sie dann die Rede im Wortlaut. Danach kennen Sie alle wichtigen Vokabeln, um in Frankreich Ihren eigenen Standpunkt vertreten zu können.
Einen Absatz seiner Rede hätte ich wirklich anders formuliert:
„Wenn wir einander zuhören, miteinander sprechen, uns verstehen, dann bin ich überzeugt, dass wir in der Lage sind, diesem G8-Treffen eine historische Dimension zu verleihen und unserer Epoche zu erlauben, ein Bewusstsein von ihr selbst zu bekommen und die wunderbaren individuellen Abenteuer zu überschreiten, um in die kollektive Geschichte einzutreten.“
Im Original:
„Si nous savons nous écouter, nous parler, nous entendre, j’ai l’intime conviction que nous sommes en mesure de donner à ce G8 une dimension historique ; de permettre à notre époque de prendre pleinement conscience d’elle-même et de dépasser de formidables aventures individuelles pour entrer de plain-pied dans l’histoire collective.“
Das Internet ist doch gerade auch und vor allem der Erfolg individueller Persönlichkeiten. Der Ausdruck „vollständig in die kollektive Geschichte eintreten“ verleitet zu sehr zu Missverständnissen und scheint auf die > kollektive Intelligenz als ein Zeichen des Fortschritts hinzuweisen. Aber ich glaube nicht, dass man von einem Fortschritt sprechen kann, wenn die Individuen in Gruppen aufgehen, deren Mitglieder sie oft nur momentan sind. Wer spricht denn dann im Namen von wem? Ist es ein Fortschritt, wenn ich in Wikipedia einen Artikel schreibe, der kurz darauf von unbekannten Mitschreibern korrigiert wird? Die Netzwerke, die M. Sarkozy in recht positiver Weise erwähnt, sind auch nicht unproblematisch. Viele ihrer Mechanismen und Funktionen versuchen hergebrachte Gewohnheiten aus dem sozialen Leben, wie zum Beispiel das Kennenlernen neu zu ordnen. Und was die > sozialen Netzwerke darf man sehr wohl fragen, wie sozial sind die eigentlich?
Und der Präsident hat auf Fragen der Teilnehmer geantwortet:
Vom 27. bis 29. Mai 2011 findet im südfranzösischen Montpellier die zweitgrößte französische Buchmesse „Comédie du Livre“statt, die dieses jahr die deutschsprachige Literatur und ihre Autoren in den Mittelpunkt stellt. Anlässlich der Feier des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Montpellier und Heidelberg ist Deutschland als Gastland geladen, das deutsche Kulturzentrum Heidelberg-Haus in Montpellier ist einer der Hauptpartner der Buchmesse.
Drei Tage lang wird das Programmangebot die Literatur deutscher Sprache in den Mittelpunkt stellen: Unter den mehr als 350 Autoren werden 25 Schriftsteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an mehr als 50 Begegnungen, Podiumsgesprächen und Debatten teilnehmen. Unter ihnen die Schweizer Paul Nizon und Alain-Claude Sulzer, die Deutschen Christoph Hein, Ingo Schulze, Katharina Hagena oder Hans-Ulrich Treichel, der Österreicher Josef Winkler…
Julitte Ring wurde im November 2010 der Orden der Palmes Acadėmiques verliehen. Aus diesem Anlass gab es am Donnerstag, 19. Mai 2011, auf Einladung des französischen Generalkonsuls, Philippe Cerf, in der Villa Europa in Saarbrücken einen Empfang zu Ehren von Julitte Ring.
Nach einem Grußwort des Generalkonsuls hob die Ministerin und designierte Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, (Foto oben links) Rings Verdienste zugunsten der deutsch-französischen Beziehungen hervor. Die Ministerin betonte ausdrücklich das jahrzehntelange Verdienst von Ring zugunsten des Französischunterrichts im Saarland und wünschte ihr für die Zukunft die gleiche Kreativität, die bisher Ihre Arbeit und Ihr Engagement so ausgezeichnet hat.
Napoléon Bonaparte hatte den > Orden der Palmes académiques 1808 für Mitglieder der Universität gegründet. Seit 1866 erhalten auch Personen außerhalb des Lehrbetriebes diese hohe Auszeichnung, die sich besondere Verdienste um den Unterricht erworben haben. Es ist die älteste Auszeichnung Frankreichs im zivilen Bereich. Am 24. März 2011 hat > Christa Weck diesen Orden erhalten.
Beide Auszeichnungen sind ein Zeichen für die hohe Bedeutung, die Frankreich dem Unterricht der französischen Sprache in Deutschland zuweist aber auch eine Anerkennung für die Professionalität, mit der Julitte Ring sich seit langer Zeit für die Intensivierung und Modernisierung des Französischunterrichts einsetzt.
Aus der Ankündigung: „Bei der Neugestaltung der Uferbebauung in Bordeaux ging es darum, dem stimmungsvollen Licht der schönen „ville minérale“ mit neuen Materialien, neuen Dachformen, neuen Kolonaden, vertikalen Strukturen und Durchbrüchen einen eigenen Raum zu geben. Unsere Antwort auf diese Herausforderung lautete, den Bereich zu bepflanzen. Dies aber konnte nur bedeuten: die Gestaltung als Gartenbaukunst im emphatischen Sinne zu begreifen und einen völlig neuen öffentlichen Raum zu schaffen. Damit wollten wir den Dualismus zwischen dem durch Stein und klare Linien geprägten linken Ufer und dem natürlichen und gewissermaßen wilden rechten Ufer überwinden. Der Raum an den Quais wurde so zu einem besonderen Zwischenraum, einem dritten Aggregatzustand zwischen der Natur des Flusses auf der Südseite einerseits und der geronnen Stadt mit seinen Fassaden andererseits.“
Auf Einladung von Prof. Dr. Franz Pesch
Veranstaltung auf Französisch mit Übersetzungshilfe
Die Veranstaltung wird von der DVA-Stiftung gefördert.
Depuis Samedi soir 22 h 59 (heure de Paris), quand le premier message sur Twitter a alerté la France „Les tweets contenant le hashtag (mot-clé) #DSK pleuvent, de la réaction au vitriol aux pires grivoiseries,“ (Le Monde 19 mai 2011) ne finissent plus à précéder la juridiction.
Jusqu’ici on connaît les reproches d’une femme de chambre et les rumeurs, les > on-dit répandus largement par les médias dont beaucoup ont oublié la > la présomption d’innocence.
L’éditorial du MONDE (19 mai 2011) différencie entre „le temps juridique“ qui est „un temps long“ qui peut-être pourrait blanchir DSK et „le temps médiatique“ qui „on le sait, n’existe pas, ou plus.“ La communication instantanée surtout sur Internet se veut sous les yeux de beaucoup être vraie et authentique. Une éventuelle condamnation de DSK a d’ores et déjà été doublée par ses conséquences: perte de la direction du FMI et perte de l’élection présidentielle en France. Un journaliste vérifie ses informations par des sources indépendantes, tandis que que l’auteur d’un Tweet n’a très souvent que le souci de la vitesse et du scoop.
Seit Samstag abend, 22 h 59, (MEZ), als die erste Nachricht auf Twitter Frankreich alarmiert hat, hört der endlose Strom der Twitter-Meldungen mit dem hashtag (mot-clé) #DSK nicht mehr auf. „Les tweets contenant le hashtag (mot-clé) #DSK pleuvent, de la réaction au vitriol aux pires > grivoiseries (Online-Wörterbuch w.).“ (Le Monde, 19. Mai 2011) Die Tweets sind schneller als jede Justiz.
Bis jetzt kennt man die Vorwürfe eines Zimmermädchens und mehr oder weniger gut verifizierte > on-dit, die von den Medien weit verrbeitet werden, die > la présomption d’innocence (Online-Wörterbuch) / die Unschuldsvermutung als Begriff vergessen haben.
Der Leitartikel von LE MONDE(19. Mai 2011) unterscheidet zwischen einer „temps juridique“, die lange dauert und die möglicherweise DSK von jedem Verdacht entheben könnte und einer „le temps médiatique“ die, „das weiß man, nicht oder nicht mehr exisitiert.“ Die augenblickliche Kommunikation besonders im Internet gibt sich in den Augen vieler wahrhaftig und authentisch, erfolgreich wahrheitsheischend. Eine eventuelle Verurteilung Strauß-Kahns wird im Internet bereits durch ihre Konsequenzen, Verlust des Postens beim FMI und Verlust der Präsidentschaftskandidatur in Frankreich überholt. Ein Journalist verifiziert seine Infos möglichst mit mehreren unabhängigen Quellen, während das ganze Streben des Tweetschreibers meist nur aus Geschwindigkeit und der Hoffnung auf einen Scoop besteht.
Heute ist der Tag ja noch nicht zu Ende, aber gestern hätten die Besucher dieses Blogs wie fast jeden Tag so gerade in den Mozartsaal der Stuttgarter Liederhalle gepasst. Und natürlich würde ich Sie dort gerne einmal ansehen. Wer sind unsere Besucher? Wenn man die heute auf diesem Blog am häufigsten aufgerufene Seiten ansieht, dann darf man vermuten, dass unter den Besuchern viele Schüler sind, die mit diesem Blog merken, dass es sich bei so viel Vielfalt nicht lohnt, das Erlernen der französischen Sprache aufzugeben. Ein bisschen Statistik: Seit September 2007 wurden hier 1.291 meist zweisprachige Artikel, 12 Seiten wie > Argumente für Französisch verfasst, die in 43 Kategorien geordnet wurden und mit 476 Schlagwörtern versehen wurden. Jetzt fehlen nur noch die Erfolgsstories von denen, die aus diesem Blog einen kleinen oder großen Gewinn für Ihre Französischstunden gezogen haben:
Diese Seiten wurden heute am häufigsten aufgerufen:
> „Un référendum sur le nucléaire en France !“ c’est le titre d’une „Tribune“ au journal LE MONDE du 12 mai 2011 signé par José Bové, Daniel Cohn-Bendit, Eva Joly, députés européens et Nicolas Hulot.
Il existe en France, selon ces auteurs, un „consensus gaullo-communiste“ qui fait que “ l’indépendance et la grandeur nationales passent par l’acquisition de l’arme nucléaire et la modernisation technocratique du pays.“ En France, le débat autour de l’énergie nucléaire se différencie de la maniére comme il est mené en Allemagne. Néanmoins, les risques technologiques sont les mêmes et mêmes les nuages nuisibles ne respectent pas les frontiéres.
Les auteurs de cette „Tribune“ proposent un débat e tun référendum en France autour de la question nucléaire? Comme pour toute question qu’on soumet au votre du peuple, c’est bien la question qu’on pose qui décidera de son résultat. On pourrait poser la question „Voulez vous désormais accepter les risques d’un accident nucélaire avec ses riqsues incalculables?“ ou pose-ton une question comme celle formulée par les auteurs de cette „Tribune“ : „Les Français veulent-ils ou non, en connaissance de cause, entretenir sur le territoire national le risque d’une catastrophe nucléaire ?“
De toute façon, la question-clé, c’est de savoir, si les hommes peuvent savent maîtriser une technologie qui rassemble de plus en plus à une boîte de la Pandore. L’energie nucléaire, aujourd’hui. n’est plus une question purement nationale. Elle exige un débat européen. Si un pays est vraiment éterminé d’en sortir et s’il réussit de la faire, l’effet en est nul, si ses voisins continuent à produire de l’énergie nucléaire. A vrai dire, l’énergie comme moteur important de l’économie en Europe est un sujet européen par excellence et donc, l’énergie nucléaire ne trouvera plus des réponses au niveau national.
> „Un référendum sur le nucléaire en France !“ lautet die Überschrift einer „Tribune“, die die Zeitung LE MONDE am 13. Mai 2011 mit der Unterschrift von José Bové, Daniel Cohn-Bendit, Eva Joly, (MEP) députés européens und Nicolas Hulot veröffentlicht.
Es gibt in Frankreich, gemäß diesen Autoren weinen „consensus gaullo-communiste“ der besagt, dass “ die Unabhängigkeit und die nationale Größe mit der Atomwaffe und der Modernisierung des Landes zusammenhängen.“ In Frankreich wird über die Atomenergie ganz anders diskutiert als zum Beispiel in Deutschland. Die technologischen Risiken sind aber dieselben und die schädlichen Wolken orientieren sich nicht an den Staatsgrenzen.
Die Autoren dieser „Tribune“ möchten eine öffentliche Debatte anregen und schlagen eine Referendum über die Atomkraft in Frankreich vor. Wie bei allen Befragungen dieser Art kommt es natürlich auf die Formulierung der Frage an. Man könnte fragen: „Wollen Sie die Risiken eines Nuklearunfalls mit seinen unkalkulierbaren Folgen akzeptieren?“ oder wird man die Frage stellen, an die die Autoren dieser „Tribune“ denken: „Les Français veulent-ils ou non, en connaissance de cause, entretenir sur le territoire national le risque d’une catastrophe nucléaire ?“ / „Wollen die Franzosen, in Kenntnis der Sache (Können sie wirklich die Risiken kennen oder einschätzen? W.) eine Nuklearkatastrophe auf dem nationalen Territorium in Kauf nehmen?“
Die entscheidende Frage ist aber doch, ob die Menschen wirklich in der Lage sind, eine Technologie zu beherrschen, die sich immer mehr als die Büchse der Pandora erweist, zu beherrschen? Die Atomenergie ist heute keine nationale Angelegenheit mehr. Sie erfordert eine europäische Debatte, die die Europaabgeordneten mit ihrer „Tribune“ anregen wollen. Will ein Land wirklich mit der Atomenergie aufhören, und wenn ihm das wirklich gelingen sollte, muss es auch mit seinen Nachbarn sprechen, die an der Atomenergie festhalten. Es stimmt doch, dass die Energie als Motor der europäischen Wirtschaft vorrangig eine europäische Frage ist. Folglich wird es für die Zukunft der Nuklearenergie keine nur nationalen Antworten mehr geben.