Frankreich vor der Rentenreform

Wie wird das Problem der Rentenfinanzierung in Frankreich gelöst? Im Kern geht es darum, die Rente mit 60 zu beenden und das Renteneintrittsaletr zu erhöhen. Verständlich, dass die Gewerkschaften gegen das Projekt der Regierung sturm laufen. Aber der Beginn der Rente mit 60 ist ein Luxus, den die anderen Arbeitnehmer bezahlen müssen. Wenn sich aber die Alterstrukturen in der Gesellschaft stark verschieben, ist eine Neuregelung unumgehbar.

(Französische Botschaft, Berlin) Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat im letzten Jahr für das Jahr 2010 eine Rentenreform in Frankreich angekündigt. Mitte April hat Arbeitsminister Eric Woerth mit den Beratungen mit den Sozialpartnern und den politischen Parteien begonnen.

Warum eine Rentenreform?

Die Notwendigkeit der Einleitung einer Rentenreform resultiert daraus, dass die Rentensysteme immer mehr aus dem Gleichgewicht geraten sind. Das finanzielle Ungleichgewicht ist auf strukturelle Probleme zurückzuführen. Die Wirtschaftskrise mit der Frankreich zu kämpfen hat, hat die Probleme beschleunigt.

Dies hat der Rentenorientierungsbeirat (COR) mit seiner neuen Finanzprognose für die Rentensysteme vom 14.4.2010 noch einmal bestätigt. So beträgt das Defizit der Rentensysteme einschließlich öffentlicher Dienst 32 Mrd. €, das sind 1,6% des BIP. Geht man von der Annahme aus, dass die Arbeitslosigkeit ab 2024 bei 4,5% liegen wird und die Produktivitätssteigerung bei 1,5% pro Jahr (diese beiden Parameter sind ausschlaggebend für die Bewertung der Lage der Rentensysteme) steigt das Defizit 2030 auf 70 Mrd. € und 2050 auf 102 Mrd. € an. Falls die Arbeitslosigkeit nicht bei 4,5, sondern bei 7 liegen sollte, wäre das Defizit noch höher: 80 Mrd. € 2030 und 114 Mrd. € 2050.

Das Ministerium für Arbeit, Solidarität und den öffentlichen Dienst hat in einer umfassenden Informationsbroschüre die Lage und die Herausforderungen der Rentenversicherung dargestellt.

> Les retraites en France.pdf

> Les retraites en France_DE.pdf

> www.retraites2010.fr

Grenzenlose Möglichkeiten:
Universitäten in Saar-Lor-Lux starten gemeinsamen Germanistik-Master

Germanistik in drei Ländern studieren und interkulturelle Kompetenz entwickeln: Diese einmalige Chance bietet der neue „Trinationale Master in Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums“. Der Studiengang wird gemeinsam von der Universität Luxemburg, der Universität des Saarlandes und der Université Paul Verlaine in Metz organisiert. Er startet zum Wintersemester 2010/2011 mit insgesamt 30 Studienplätzen.

Die räumliche Nähe der Hochschulen im historisch eng verbundenen Dreiländereck Luxemburg – Deutschland – Frankreich macht ein internationales Studium in der Regelstudienzeit von vier Semestern möglich. Mit dem Dreiländer-Master wollen die Germanistik-Fachbereiche der beteiligten Universitäten konkret dazu beitragen, unterschiedliche nationale Studienkulturen zusammenzuführen. Das Lehrprogramm behandelt die deutsche Sprache und Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart und berücksichtigt besonders die Literatur und Kultur Österreichs, der deutschsprachigen Schweiz sowie des Saar-Lor-Lux-Raumes. Die Studierenden haben die Wahl zwischen eher forschungs- oder anwendungsorientierten Schwerpunkten. Diese reichen von der Literatur, Kultur, Zivilisation und Ideengeschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts bis zu den Bereichen Übersetzung, Deutsch als Fremdsprache sowie Sprechwissenschaft und Spracherziehung. So bereitet das Studium je nach Schwerpunkt auf Tätigkeiten in Wissenschaft, Verlagswesen, Medien und Kommunikation, Kulturinstitutionen, Bibliotheken oder Erwachsenenbildung vor.

Die Lehrveranstaltungen an den drei Universitäten werden miteinander koordiniert und nach Möglichkeit auf einen oder zwei Wochentage je Standort konzentriert. Die Studierenden wählen aus den drei Universitäten eine Heimat-Universität und belegen darüber hinaus Lehrveranstaltungen an den Partnerhochschulen. So erleben sie gleich drei Wissenschaftskulturen – ein klarer Vorteil gegenüber klassischen Germanistik-Mastern. Im vierten Semester schreiben die Studierenden ihre Masterarbeit und besuchen ein Forschungskolloquium in Luxemburg. Am Ende winkt ein trinationales Abschlussdiplom.
Der trinationale Master ist ein Vollzeitstudiengang (120 ECTS). Bewerber müssen einen Bachelor-Abschluss mit einem germanistischen Kern- oder Teilfach nachweisen. Wer sich für den Schwerpunkt „Übersetzung“ entscheidet, muss zudem fortgeschrittene Französischkenntnisse mitbringen. Über die Aufnahme in den Studiengang wird nach einem persönlichen Aufnahmegespräch entschieden. Einschreibungen sind an allen drei Partneruniversitäten möglich. In Saarbrücken muss bis zum 15. Juli 2010 der Antrag auf Zulassung bei der Fachrichtung Germanistik gestellt werden.

Kontakt: Prof. Dr. Ralf Bogner Tel.: 0681 / 302-3362

Weitere Informationen:www.uni-saarland.de/trinationale-germanistik

Quelle: IDW Nachrichten / Universität des Saarlandes

Call for Papers: Internationale Konferenz „Existenzphilosophie und Ethik“

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