Le Camp des milles à Aix-en-Provence

22. Mai 2019 von

Im Camp des Milles wurden zwischen 1939 und 1942 Tausende Angehörige von 38 Nationalitäten interniert. Von hier aus wurden Tausende Männer, Frauen und Kinder im August und September 1942 in die deutschen Vernichtungslager deportiert. Das Camp des milles wurde als Erinnerungsort im Sommer 2912 eingeweiht.

Unsere Redaktion nimmt den folgende Tweet der Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland, S. E. Anne-Marie Descôtes, zum Anlass, um auf unserem Blog auf das das > Site-Mémorial du Camp des milles in Aix-en-Provence hinzuweisen:

Wir empfehlen Ihnen und Ihren Schülern die Lektüre dieser Publikation: > Petit manuel de survie démocratique.

“Le Site-Mémorial a été conçu, principalement pour les jeunes, non seulement comme un musée d’histoire et un lieu de mémoire préservé, mais aussi comme un espace de culture patrimoniale et artistique et comme un “musée d’idées”, un laboratoire innovant dans son contenu comme dans ses dispositifs pédagogiques.” Website

“Das Site-Mémorial ist vor allem für Jugendliche nicht nur als ein Geschichtsmuseum oder ein besonderer Erinnerungsort konzipiert worden. Es ist auch ein Ort der Kultur und der Kunst, ein “Ideenmuseum”, ein Laboratorium hinsichtlich seiner Inhalte und pädagogischen Ansprüche.”

Wir empfehlen nicht nur den Besuch dieses Erinnerungsortes in AIx-en-Provence, sondern auch die vorzügliche Website, die für das > Camp des milles hergestellt wurde. Viele > Videos ergänzen die Website, von denen wir hier zwei anzeigen:

AUf der Website des Camp des milles wird unter der Überschrift > Film documentaire > QUE FERAIS-JE DEMAIN SI… dieser Film angezeigt: der die pädagogischen Absichten dieses Erinnerungsortes zusammenfasst: “Weil man dringend lernen muss, die Warnzeichen frühzeitig zu erkennen..” S.E. A.-M. Déscôtes:

Siehe auch auf unserem Blog:

> 10. Juni 1944: Das Kriegsverbrechen in Oradour-sur-Glane – 10. Juni  2017

> 10. Juni 1944: Gedenken in Oradour-sur-Glane (2013) – 10. Juni  2014

> Die Demonstrationen gegen den Antisemitismus am 19.2.2019 in Paris und überall in Frankreich – 19. Februar 2019

> La CNCDH a publié son 27e rapport sur la lutte contre le racisme sous toutes ses formes – 13. April 2018

> Nachgefragt. CNCDH: Le rapport sur la lutte contre le racisme, l’antisémitisme et la xénophobie – 6. Mai 2016

> CNCDH : Les Rapports sur la lutte contre le racisme, l’antisémitisme et la xénophobie 2014 – 11. Januar 2016

Rüstungsexporte. Nachgefragt: Brigadegeneral a.D. Dr. Klaus Wittmann antwortet auf unsere Fragen

20. Mai 2019 von

Gerade hat die Süddeutsche Zeitung (16.5.2019) ein Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel veröffentlicht. Auf die Frage ”Wo sehen Sie gemeinsame Fortschritte?” gemeint sind die deutsch-französischen Beziehungen, sagt sie und verweist ausdrücklich auf gemeinsame Fortschritte mit Frankreich: “Beispielsweise in der Verteidigungspolitik. Da haben wir enorme Fortschritte erzielt. Wir haben beschlossen, zusammen ein Kampfflugzeug und einen Panzer zu entwickeln. Es ist doch ein großes gegenseitiges Kompliment und ein Zeichen des Vertrauens, wenn man sich in der Verteidigungspolitik stärker aufeinander verlässt.” Zu dem Projekt mit Kampfpanzern und den Hubschraubern kommt auch noch die Eurodrohne.

Aber in diesem Zusammenhang muss man auch an eine Schreiben der Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland, S. E. Anne-Marie Descôtes, erinnern, in dem sie sich kürzlich kritisch zu der deutschen Rüstungsexportpolitik geäußert hat: > Vom „German-free“ zum gegenseitigen Vertrauen: “Die wachsende Politisierung der deutschen Debatte zu Waffenexporten entspringt berechtigter Sorge.” Der Titel ihres Beitrags, der auf der Website der Bundesakademie für Sicherheit veröffentlicht wurde, resümiert très clair et précis ihr Anliegen: Es wird Probleme beim Export von Waffen, besonders von gemeinsam hergestellter Waffensystemen, geben, falls dort keine deutsche Schraube drin sein darf. Es gilt also weiter am Vertrauen zu arbeiten. “Die Verteidigungsindustrie: Grundpfeiler der Verteidigung Europas, nicht existenzfähig in einem begrenzten Markt,” diese Zwischenüberschrift verweist auf Ihr Anliegen: Verengt sich der Markt, kann die Verteidigungsindustrie nicht wirtschaftlich funktionieren. Im Grunde genommen beklagt die Botschafterin fehlende Rechtssicherheit. Aber sie will “Unsere Waffenausfuhrkontrollinstrumente besser verstehen und zum Prinzip des gegenseitigen Vertrauens zurückkehren”.

Unsere Redaktion mit unserem > TV-Team hat am letzten Samstag in Berlin Brigadegeneral a. D. Klaus Wittmann getroffen und nachgefragt:

Auf unsere Frage “Die Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland, Ihre Exzellenz Mme Descôtes hat kürzlich in einem Beitrag für die Bundesakademie für Sicherheit die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung kritisiert. Wie ist ihr Papier einzuordnen?” kam eine überraschende Antwort:

Unser Tonstudio hat den Ton dieses Videos am 21.5.2019 korrigiert:.

Frankeich und Deutschland exportieren Waffen in einem ähnlichen Umfang, trotzdem gibt es für bestimmte Regionen, eine deutsche Zurückhaltung. Aus welchen Gründen?Nimmt die Bundesregierung damit Friktionen mit den Partnern in Kauf?Werden diese Auswirkungen auf gemeinsame Projekte (Kampfflugzeug, Kampfpanzer und Eurodrohne) haben? Im > Aachener Vertrag steht  der Wille, gemeinsame Regeln für den Verkauf von Rüstungskooperationen zu finden und es gab am 14.1.2919  ein Abkommen zwischen Paris und Berlin: “Deutsch-französische Industriekooperation im Verteidigungsbereich – gemeinsames Verständnis und Prinzipien über Verkäufe” : der SPIEGEL zitiert am 15.2.2019 aus diesem Papier:  “Die Parteien werden sich nicht gegen eine Transfer oder Export in Drittländer stellen.”  Reicht das, um die deutsch-französischen Wogen zu glätten? Wo könnten jetzt Kompromisslinien verlaufen?

Brigadegeneral Dr. Wittmann (geb. 1946) in Lübeck, trat im Oktober 2008 nach 42 Jahren Bundeswehrdienst in den Ruhestand. Er war Bataillons- und Brigadekommandeur), er hat Geschichte und Politik studiert  und sich in seiner Laufbahn u.a. auf die Sicherheitspolitik konzentriert: er War im BMVg, im NATO-Hauptquartier. Als Direktor Lehre an der Führungsakademie der Bundeswehr war er für die höhere Offiziersausbildung national zuständig. Zuletzt war er  Director Adademic Planning and Policy am NATO Defense College, Rom. Er war Mitglied der Kammer für Öffentliche Verantwortung, in der die > Friedensdenkschrift des Rates der EKD von 2007 entstand. Er ist Senior Fellow des Aspen Institute Deutschland und hat einen Lehrauftrag für Zeitgeschichte an der Universität Potsdam.

Zum Nachlesen: > Ansprache des Präsidenten der Französischen Republik François Mitterrand aus Anlaß des 20. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit -Website des Deutschen Bundestages

> PESCO Permanent Structured Cooperation: Mehr Zusammenarbeit bei der Verteidigung

> Waffenexporte und die Umsetzung des Gemeinsamen Standpunkts 2008/944/GASP

 

Sorgen vor den Europawahlen

20. Mai 2019 von

Ergänzt, 17.5.2019, 18.5.2019: Editorial. Die Furcht, dass das Rassemblement National RN (vorher Front national) LaRem bei den Europawahlen überholen könnte, ist nicht unbegründet. Die Niederlage wäre herb für Präsident Macron und eigentlich in der Sache unbegründet. RN wendet sich systematisch und destruktiv gegen Europa, prinzipiell, unerbittlich und versucht uns einzureden, dass die Bürger sich von der EU abwenden, überhaupt versuchen uns die Rechtsextremen, alles Mögliche einzureden, ohne tragfähige Lösungen präsentieren zu können.

> Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europas

>Nachgefragt: “L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.”Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris – 18. Dezember 2017

Nathalie Loiseau, Spitzenkandidatin der Liste Renaissance
sagte in einem Interview mit Le Monde (19. Mai 2019) auf die Frage: “La chancelière allemande, Angela Merkel, l’Union chrétienne-démocrate (CDU), c’est l’Europe des résignés ? – Aujourd’hui, beaucoup à la CDU et dans les rangs de ses alliés français, Les Républicains, se satisfont de l’Europe telle qu’elle est.” Mit anderen Worten, im Augenblick ist aus Berlin (und von Les Républicains) anscheinend in europapolitischer Hinsicht nichts zu erwarten. Aber im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (16.5.2019) sagt die Bundeskanzlerin: “Viele machen sich Sorgen um Europa, auch ich. Daraus entsteht bei mir ein noch einmal gesteigertes Gefühl der Verantwortung, mich gemeinsam mit anderen um das Schicksal dieses Europas zu kümmern.” Kommt jetzt doch eine fundierte Reaktion? Auf die Frage ” Wo sehen Sie gemeinsame Fortschritte?” sagt sie und verweist ausdrücklich auf gemeinsame Fortschritte mit Frankreich hin: “Beispielsweise in der Verteidigungspolitik. Da haben wir enorme Fortschritte erzielt. Wir haben beschlossen, zusammen ein Kampfflugzeug und einen Panzer zu entwickeln. Es ist doch ein großes gegenseitiges Kompliment und ein Zeichen des Vertrauens, wenn man sich in der Verteidigungspolitik stärker aufeinander verlässt.” Obwohl doch gerade die französische Botschafterin in Deutschland sich kritisch zu der deutschen Rüstungsexportpolitik geäußert hat: > Vom „German-free“ zum gegenseitigen Vertrauen. Bezüglich der Politik von Präsident Macron sagt Merkel im gleichen Interview “Wir finden immer eine Mitte. … Es gibt Mentalitätsunterschiede zwischen uns sowie Unterschiede im Rollenverständnis. Das war immer so. Präsident Macron ist ja nicht der erste französische Präsident, mit dem ich zusammenarbeite.” In LIBERATION und in LE MONDE (19.5.) ist zu lesen, dass Merkel von “confrontations”  mit Macron gesprochen hat, sie sagte “Ungleichzeitigkeiten” – die Nuancen der Übersetzung können das Gewicht der Meldung beeinflussen.

Wir – Berlin und Paris – sprechen nicht laut genug über die Erfolge der EU, die deren Bürger/innen jeden Tag so gerne in Anspruch nehmen. Zuallererst der Friede, das Erfolgsrezept der EU: >François Mitterrand im Europaparlament, 17. Januar 1995 – 17. Juni 2016; “Der Nationalismus ist der Krieg”. Und dann hat die EU auch wirtschaftliche Erfolge, die freie Zirkulation der Waren ist für uns eine Selbstverständlichkeit, die offenen Grenezen, das Schengen-Abkommen, die freie Arbeitsplatzsuche, Studienmöglichkeiten mit ERASMUS in ganz Europa… und Präsident Macron wollte die EU neu gründen: > Emmanuel Macron und Europa – 8. September 2018 von H. Wittmann und warum waren die Antworten aus Berlin so sehr zaghaft?Das ist schon so seit der Bildung des Kabinetts Merkel IV.

> Wahlkampf – Europawahlen am 29. Mai 2019 – 14. Mai 2019 von H. Wittmann

Zählt man seine Vorschläge und die Antworten aus Berlin, so waren diese fast inexistent. In Deutschland wird nur Furcht verbreitet, man müsse etwas für die EU zahlen – ohne an deren immense Vorteile zu denken, die unseren Wohlstand sichern. Die Vorsitzende der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer hat Präsident Macron geantwortet, leider u. a. mit der Idee, Straßburg als Sitz für das EU-Parlament aufzugeben > Der Appell von Emmanuel Macron und die Antwort von Annegret Kramp-Karrenbauer – 12. März  2019. Die Medien haben hervorgehoben, dass dieser Vorschlag nicht gut in Paris ankam, und haben den gesamten Rest ihrer Antwort weitgehend mit Schweigen übergangen. Auch wenn sie in  einigen Punkten Macron widersprochen hat, der so dringend nötige Dialog sollte angestoßen werden. Kam ihre Antwort zu spät? Warum hat die Bundeskanzlerin nicht selber geantwortet?

Ein hoher Beamter im Quai d’Orsay sagte unserer Redaktion, Berlin und Paris hätten wohl eine gemeinsame historische Chance verpasst. Nun, die Unterzeichnung des Aachener-Aachener-Vertrags sollte eine neue Tür zu mehr Gemeinsamkeit aufstoßen. Danach ist es irgendwie stiller geworden zwischen Berlin und Paris. Warum gab es keine große öffentlichkeitswirksame Deutsch-Französische Konferenz zu den Vorschlägen von Emmanuel Macron?

> https://www.elections-europeennes-2019.eu/

Warum sind wir in Deutschland  bloß so schüchtern, wenn es um die Erfolge der EU geht? Wir könnten an sie anknüpfen. Wir dürfen nicht das Feld der RN und der AfD überlassen.. In der Afd spricht man immer wieder vom “Europa der Vaterländer”, ganz so als ob damit Kritik an der EU gemeint sei. Man hat gesagt, das Wort stamme von de Gaulle. Wir haben ihn selber gefragt: >  Hörensagen: “Das Europa der Vaterländer” – 22. Januar 2018. Eigentor für die AfD. “Europa der Vaterländer” meint die Rolle der Staaten, mit ihnen werde Europa gebaut und Präsident Macron hat völlig Recht, wenn er sagt, die Souveränität der Staaten solle gefördert und geschützt werden und in den Bereichen, wo sie es alleine nicht und nur völlig unzureichend  können: Digitalisierung, Migration, Umweltschutz gibt es die gemeinsame Aktion EU.

Gegen die Todesstrafe

17. Mai 2019 von

Die Befürworter der Todesstrafe in den USA sollten diese Sätze von Victor Hugo lesen.  Am 15. September 1848 sagte er in der Nationalversammlung: „Messieurs, il y a trois choses qui sont à Dieu et qui n‘appartiennent pas à l‘homme : l‘irrévocable, l‘irréparable, l‘indissoluble. Malheur à l‘homme s‘il les introduit dans ses lois… La peine de mort est le signe spécial et éternel de la barbarie.“

Jedesmal wenn wir eine Nachricht über eine Hinrichtung, diesmal wieder in den USA, lesen, erinnern wir an die Artikel auf diesem Blog:

> Vor 25 Jahren wurde in Frankreich die Todesstrafe abgeschafft – 10. Oktober 2006
> L’abolition de la peine de mort – 24. Oktober 2010

Albert Camus schrieb im letzten Satz seiner Betrachtungen über die Todesstrafe, die er zusammen mit Arthur Koestler herausgegeben hat (1957): “Weder im Herzen des einzelnen noch in den Sitten der Gesellschaft wird es einen dauerhaften Frieden geben, solange der Tod nicht aus den Gesetzen verbannt ist.”

“… j’ai l’honneur, au nom du Gouvernement de la République, de demander à l’Assemblée nationale l’abolition de la peine de mort en France. […] Le choix qui s’offre à vos consciences est donc clair : ou notre société refuse une justice qui tue et accepte d’assumer, au nom de ses valeurs fondamentales – celles qui l’ont faite grande et respectée entre toutes – la vie de ceux qui font horreur, déments ou criminels ou les deux à la fois, et c’est le choix de l’abolition ; ou cette société croit, en dépit de l’expérience des siècles, faire disparaître le crime avec le criminel, et c’est l’élimination.[…] Demain, grâce à vous, la justice française ne sera plus une justice qui tue. Demain, grâce à vous, il n’y aura plus, pour notre honte commune, d’exécutions furtives, à l’aube, sous le dais noir, dans les prisons françaises. Demain, les pages sanglantes de notre justice seront tournées.” > Rede des Justizministers Robert Badinter am 27. September 1981 vor der Nationalversammlung in Paris.

Ein vereintes Europa – Une Europe unie – auf dem Weg zu einer Konföderation

16. Mai 2019 von

Weil die Vorsitzende der AfD Alice Weidel so gerne vom “Europa der Vaterländer” spricht (> Alice Weidel am 22.1.2019 im Deutschen Bundestag) und dann auch noch an de Gaulle erinnert, so erinnern wir unsererseits gerne noch mal an unseren Artikel zu diesem Thema

Rappel: > Hörensagen: “Das Europa der Vaterländer” – 22. Januar 2018

und daran, dass de Gaulle das vereinte Europa im Sinn hatte. Am 14. Dezemerb 1965 – wir zitieren hier unten auch aus dem Gespräch mit Michel Droit erklärt de Gaulel seien Vision: “Bien entendu cette Europe-là ne sera pas, comme on dit “supranationale”. Elle sera comme elle est. Elle commencera par être une coopération. Peut-être qu’après, à force de vivre ensemble, elle deviendra une confédération. Et bien je l’envisage très volontiers et ce n’est pas du tout impossible.

“Dans un monde comme le nôtre où tout se ramène à la menace d’un conflit mondial, l’idée d’une Europe unie et qui aurait assez de force, assez de moyens et assez de cohésion pour exister par elle-même, cette idée-là apparaît tout naturellement. Et elle apparaît d’autant mieux que les inimitiés qui l’avaient séculairement déchirée, et en particulier l’opposition entre l’Allemagne et la France, ont actuellement cessé.” De Gaulle 15. Mai 1962.

Und de Gaulle hob die gemeinsamen Fähigkeiten der Sechs hervor: “Alors, du coup, voilà, mis en lumière, d’abord le caractère qu’on peut appeler complémentaire au point de vue géographique, stratégique, économique, culturel, etc. qui existe, les caractères communs, complémentaires qui existent entre les peuples de cette partie de l’ancien continent, l’Europe occidentale, et puis, en même temps, la capacité globale qu’ils représentent en fait de puissance, en fait de production, de création, d’échanges, etc., par rapport à l’activité générale de l’univers. Et puis, enfin, les possibilités que leur ensemble pourrait offrir aux deux milliards d’hommes qui peuplent les pays sous-développés. Voilà des données de fait qui ont conduit six Etats du continent à tâcher d’établir entre eux des liens particuliers.”

Der wirtschaftlich Erfolg der Sechs reicht ihm nicht: “L’Europe occidentale, qu’il s’agisse de son action vis-à-vis des autres peuples ou de sa défense ou de sa contribution au développement des régions qui en ont besoin ou de son devoir d’équilibre européen et de détente internationale, l’Europe occidentale doit se constituer politiquement.”

Es ist richtig, dass es um den Fouchet-Plan ging und der deut6sch-französische Vertrag von 1963 viel weniger von dem war, was de Gaulle dem deutschen Partner anbieten wollte.

Er bestand darauf, die von einem “Europa der Vaterländer” gesprochen zu haben: aber von den Staaten, die Politik machen und sich zusammenschließen: “Alors, il est vrai que la patrie est un élément humain sentimental et que c’est sur des éléments d’action, d’autorité, de responsabilité qu’on peut construire l’Europe. Quels éléments ? Et bien, les Etats. Car il n’y a que les Etats qui, à cet égard, soient valables, soient légitimes, et, en outre, soient capables de réaliser. J’ai déjà dit, je répète qu’à l’heure qu’il est, il ne peut pas y avoir d’autre Europe possible que celle des Etats, en dehors, naturellement, des mythes, des fictions, des parades. D’ailleurs, ce qui se passe pour la communauté économique le prouve tous les jours. Car ce sont les Etats, et les Etats seulement qui ont créé cette communauté économique, qui l’ont pourvue de crédit et qui l’ont dotée de fonctionnaires. Et ce sont les Etats qui lui donnent une réalité et une efficacité. Et d’autant plus qu’on ne peut prendre aucune mesure économique importante sans commettre un acte politique. On fait de la politique quand on manie en commun, les tarifs, quand on convertit les charbonnages, quand on tâche de faire en sorte que les salaires et les charges sociales soient les mêmes dans les six Etats, quand chaque Etat permet aux travailleurs des cinq autres de venir s’installer chez lui, quand on prend des décrets en conséquence de tout ça, quand on demande au Parlement de voter des lois, des crédits, des sanctions nécessaires. On fait de la politique quand on fait entrer l’agriculture dans le marché commun. Ce sont les six Etats, et eux seulement, qui sont parvenus, au mois de janvier dernier, par leurs instances politiques. On fait de la politique quand on traite de l’association de la Grèce ou des Etats africains ou de la République malgache. On fait de la politique quand on négocie avec la Grande Bretagne au sujet de la demande qu’elle a déposée, de faire partie du marché commun. On en fait quand on considère les candidatures qui sont avancées par d ‘autres Etats au sujet de leur participation ou de leur association. On en fait quand on est amené à envisager les demandes que les Etats-Unis annoncent en ce qui concerne leur rapport économique avec la communauté. En vérité, on ne peut pas assurer le développement économique de l’Europe sans son union politique.”

Es ist richtig, das de Gaulle in dieser Pressekonferenz noch Vorbehalte vor einem integrierten Europa ausdrückte, aber ! seine hier zitierten Bemerkungen lassen erkennen, welche Aufgaben er für die Sechs vorsah. Erst die Hausaufgaben machen, dann schauen wir mal weiter. Vielleicht hätte die EU macnhe Reform vor einer Erweiterung machen müssen, dann wäre es heute einfacher: Das hat de Gaulle 1962 eindeutig gesagt: ” Voyez-vous, quand on évoque les grandes affaires, et bien, on trouve agréable de rêver à la lampe merveilleuse, vous savez, celle qu’il suffisait à Aladin de frotter pour voler au-dessus du réel. Mais il n’y a pas de formule magique qui permette de construire quelque chose d’aussi difficile que l’Europe unie. Alors, mettons la réalité à la base de l’édifice. Quand nous aurons fait le travail, nous pourrons nous bercer aux contes des Mille-et-une nuits.

und dann im > Gespräch mit Michel Droit sagt General Gaulle am 14. Dezember 1965: “ Rien n’est plus logique, si tant est que la logique conduise le monde, rien n’est plus logique aujourd’hui que de constituer un marché commun européen. Il y a des pays qui sont voisins entre eux, la France, l’Allemagne, l’Italie, la Hollande, la Belgique, le Luxembourg, un jour probablement l’Angleterre, un jour aussi l’Espagne, peut-être d’autres, voilà un fait géographique qui est devenu aussi un fait économique. Parce qu’ils sont très rapprochés, parce qu’ils sont en contact immédiat, direct les uns avec les autres, et puis parce qu’ils sont du même ordre économique les uns et les autres. Ils sont au même étiage dans leur ensemble, enfin parce qu’aujourd’hui, la concurrence est nécessaire, c’est l’aiguillon qui est indispensable au progrès, et notamment au progrès économique, qu’il serait absurde pour un pays de s’enfermer comme on le faisait autrefois, comme nous le faisions autrefois, dans des douanes et dans des barrières, et que par conséquent, pour se mettre à la page, jour après jour, année après année, il faut encore une fois la concurrence, bref, il faut un marché étendu. C’est pourquoi je suis tout à fait convaincu, et je crois bien que c’est comme tout le monde, qu’il est bon, qu’il est utile et même qu’il est nécessaire d’aboutir à créer un marché commun entre les Six.”  und er fügt hinzu: “Du moment que je suis français, je suis européen. Etant donné que nous sommes en Europe, et que je dirais même que la France a toujours été une partie essentielle sinon capitale de l’Europe. Par conséquent, bien sûr que je suis européen. Alors, vous me demandez si je suis pour une organisation de l’Europe, et si je vous entends bien, vous voulez parler d’une organisation de l’Europe occidentale. A cet égard, je ne sais pas s’il vous arrive de relire des déclarations que j’ai pu faire depuis des années et des années. Si cela vous arrive, vous vous apercevrez que j’ai parlé de l’Europe, et en particulier de la conjonction du groupement de l’Europe occidentale, avant que personne n’en parle.

Und wieder erinnert de Gaulle daran, dass er nie von dem Europa der Vaterländer gesprochen habe:

Je n’ai jamais parlé d’Europe des patries. C’est comme “l’intendance suit”… Chacun a sa patrie, nous avons la nôtre, les Allemands ont la leur, les Anglais ont la leur, et c’est ainsi. J’ai parlé de la coopération des Etats. Alors ça oui, j’en ai parlé. Et je crois que c’est indispensable et nous avons tâché de l’organiser à cette époque, mais ça n’a pas réussi. Et depuis, on n’a plus rien fait, excepté nous, qui avons fait quelque chose avec l’Allemagne, Car nous avons solennellement, et c’était incroyable, après tout ce qui nous était arrivé, nous avons solennellement fait avec l’Allemagne, un traité de réconciliation et de coopération. Cela n’a pas non plus jusqu’à présent donné grand-chose, Parce que les politiques sont les politiques des Etats, et qu’on ne peut pas empêcher ça. Alors vous avez des cris : Mais l’Europe, l’Europe supranationale, il n’y a qu’à mettre tous ensemble, il n’y a qu’à fondre tous ensemble les Français avec les Allemands, les Italiens avec les Anglais etc. Oui, vous savez, c’est commode et quelques fois, c’est assez séduisant, on va sur des chimères, on va sur des mythes. Mais ce ne sont que des chimères et des mythes. Il y a les réalités, et les réalités ne se traitent pas comme ça. Les réalités se traitent à partir d’elles-mêmes. Et c’est ce que nous nous efforçons de faire. Et c’est ce que nous nous proposons de continuer de faire. Si nous arrivons à surmonter l’épreuve du marché commun, et j’espère bien que nous le ferons, il faudra reprendre ce que la France a proposé en 1962 et qui n’avait pas réussi en 1961, et qui n’avait pas réussi du premier coup. C’est-à-dire l’organisation d’une coopération politique naissante entre les Etats de l’Europe Occidentale. Et à ce moment-là il est fort probable qu’un peu plus tôt, un peu plus tard, l’Angleterre viendra nous rejoindre et ce sera tout naturel. Bien entendu cette Europe-là ne sera pas, comme on dit “supranationale”. Elle sera comme elle est. Elle commencera par être une coopération. Peut-être qu’après, à force de vivre ensemble, elle deviendra une confédération. Et bien je l’envisage très volontiers et ce n’est pas du tout impossible” (Hervorhebungen d. Red.)

 

In Frankreich wird die Schulpflicht auf drei Jahre gesenkt

16. Mai 2019 von

Die Schulpflicht wird in Frankreich auf drei Jahre gesenkt und damit wird ein Wahlversprechen von Präsident Macron eingelöst. Jetzt hat der Senat zugestimmt.

> Pour une école de la confiance – Site du Sénat

AB dem Schuljahr 2019/20 gilt die neue Regelung. Die Dreijährigen müssen in die Vorschule, die 1848 eingeführt wurde, gehen. Schon jetzt geht deren große Mehrheit die “Ecole Maternelle”. Dennoch gibt das Erziehungsministerium die Zahl von 25.000 Kindern an, die von dieser Maßnahme proiftieren werden. Ein unbestreitbarer Vorteil der 24 Stunden pro Woche ist, dass die Eltern hier keine Gebühren zahlen müssen. Da kann Deutschland echt etwas von Frankreich lernen. Und windelfreie Kinder können auch eingeschult werden. Das Ministerium gibt an, dass 2016-2017 97,5 % à 3 Jahren, 99,9 % mit 4 Jahren und 100 % mit 5 Jahren bereits eingeschult sind. Hingegen hat der Senator aus Französsich-Guyana Antoine Karam (LaREM) den sozialen Charakter der Maßnahme ausdrücklich begrüßt: 2013 waren in Guyana 80 %der 3-jährigen, und etwa 90 % der Kinder zwischen 4-und 5 Jahren eingeschult. Kinder, die nicht in der Kantine der École maternelle speisen, so hat der Senat die Vorlage geändert, dürfen ihr Mittagsschläfchen zu Hause halten.

Die Senatoren haben auch einer Vorlage der Republikaner (LR), zugestimmt, die das Tragen religiöser Zeichen, wie das Kopftuch bei Schulfahrten (sorties scolaires) untersagt:

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