Nachgefragt: Pierre-Yves Le Borgn’ : « Il faut un récit européen en complément du récit national »

17. November 2018 von

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Colloque à Sciences Po, Paris: La Déclaration Universelle des Droits de l’Homme 1948 – 2018

16. November 2018 von

Vendredi, 16 novembre 2018, de 14h30 à 18h30 à Sciences Po, Paris

La CNCDH et Sciences-Po organisieren am Freitag, 16. November 2018 von 14 h 30 bis 16 h 30 ein Kolloquium zum Thema La Déclaration Universelle des Droits de l’Homme 1948 – 2018

Nach der Begrüßung durch den Direktor von Sciences Po Frédéric Mion iund die Enführung von Christine Lazerges, présidente de la Commission nationale consultative
des droits de l’homme CNCDH werden nacheinander zwei Artikel > La Déclaration universelle des droits de l’homme von 1948 diskutiert:

> Prérogramme-Colloque-16-septembre-2018

Article 4
Nul ne sera tenu en esclavage ni en servitude; l’esclavage et la traite des esclaves sont interdits sous toutes leurs formes.

Article 22
Toute personne, en tant que membre de la société, a droit à la sécurité sociale ; elle est fondée à obtenir la satisfaction des droits économiques, sociaux et culturels indispensables à sa dignité et au libre développement de sa personnalité, grâce à l’effort national et à la coopération internationale, compte tenu de l’organisation et des ressources de chaque pays.

Es folgt eine Gesprächsrunde: Quelle universalité aujourd’hui pour les droits de l’homme ? die von Edwy Plenel, fondateur, Mediapart moderiert wird: François Croquette, ambassadeur pour les droits de l’homme,
Louis Assier – Andrieu, anthropologue directeur de recherche, CNRS, professeur à l’Ecole de droit de Sciences Po und Mireille Delmas-Marty, professeure honoraire au Collège de France et membre de l’Académie des sciences morales et politiques.

Kostenlos, aber man muss sich anmelden: Inscriptions en ligne > www.eventbrite.fr/e/colloque-la-declaration-universelle-des-droits-de-lhomme-plus-que-jamais-tickets-50636685690

Auf unserem Blog Gespräche mit Chrstine Lazerges, Présidente de la CNCDH

Noch mehr Tweets zu > #Standup4Humanrights

Auf unserem Blog:

> Die Rede von Präsident Emmanuel Macron vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte – 6. November 2017

> Die Migranten und die Menschenrechte – 6. September 201

Projet d’accord parlementaire franco-allemand / Entwurf deutsch-französisches Parlamentabkommen

14. November 2018 von

Heute morgen hat die deutsch-französische Arbeitsgruppe (18 Abgeordnete aus der Nationalversammlung und dem Deutschen Bundestag) nach der Gedenkfeier anlässlich des 100. Jahrestages des Waffenstillstandes den Präsidenten der Nationalversammlung Richard Ferrand und des Deutschen Bundestages Wolfgang Schäuble den Entwurf deutsch-französisches Parlamentabkommen überreicht, der den künftigen Elysée-Vertrag ergänzen soll. Es soll eine parlamentarische Versammlung aus je 50 Abgeordneten des Bundestages und der Nationalversammlung gegründet werden. Die “assemblé FRDE”, wie die Abgeordnete Sabine Thillaye auf Facebook schreibt, soll die Anwendung des Elyséevertrages, die deutsch-französischen Ministerräte Und die internationalen und europäischen Fragen von beiderseitigem Interesse begleiten.

In einer > Pressemitteilung Une Assemblée parlementaire franco-allemande weist der Vize-Präsident der Nationalversammluing Sylvain Waserman auf historische, neuartige und mutigen Aspekte dieses Entwurfs hin:

“Cette proposition et cette décision que nous aurons à prendre le 22 janvier est historique, innovante et courageuse.

  • Historique : pour être élu du territoire alsacien je sais que tous ceux dont les familles ont connu les blessures de la guerre le ressentent particulièrement
  • Innovante : nos parlements écrivent une nouvelle page qu’aucun autre pays n’a imaginé et c’est une façon pour nos deux parlements nationaux de jouer pleinement notre rôle dans le projet européen à un moment où il en a besoin
  • Courageuse parce que cette décision ne sera pas consensuelle et que c’est bien le rôle des politiques de tracer la voie dans l’intérêt de nos deux pays et de l’Europe”

> Projet d’accord parlementaire francao-allemand / Entwurf deutsch-französisches Parlamentabkommen

> Nachgefragt: S. E. Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland antwortet auf unsere Fragen – 9. November 2018

> Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet? – 2. August 2018

> Sylvain Waserman hat der Regierung seinen Bericht über “Die deutsch-französischen grenzüberschreitenden Beziehungen” überreicht – 22. Mai 2018

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht vor dem Europäischen Parlament in Straßburg

13. November 2018 von

Aktualisiert: 14.11.2018. Am 13. November 2018 um 15 h hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre europapolitischen Vorstellungen vor den Abgeordneten des Europäischen Parlaments erläutert:

Die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Straßburg > “Herzschlag der europäischen Demokratie” – Website der Bundesregierung

> Rede von Bundeskanzlerin Merkel vor dem Europäischen Parlament am 13. November 2018 in Straßburg – Dienstag, 13. November 2018, 15:07 Uhr in Straßburg

Präsident Macron und seine Vorschläge für eine “refondation de l’Europe”

Tout un système : >

Nos atouts : >

Un programme : >

Die Bilanz nach einem Jahr: > La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017 – 2. November 2018

La chance de nous tous : >

> Discours du Président de la République devant le Parlement réuni en Congrès à Versailles – 10. Juli 2018

Rappel: > Nachgefragt: “L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.”Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris

Unsere Redaktion analysiert: War diese Rede endlich die lang erwartete Antwort auf die Europa Vorschläge von Präsident Emmanuel Macron? Zumindest in einem Punkt wurde sie deutlich, als Sie die Vision einer Europäischen Armee ansprach.

“A sa manière, un discours bref – vingt minutes, sobre et sans pathos –, Angela a fait du Merkel au Parlement européen, mardi 13 novembre, à Strasbourg,” schreibt Cécile Ducourtieux, > Angela Merkel se prononce en faveur d’une « véritable armée européenne », LE MONDE.

Im Kern nannte die Bundeskanzlerin nach ihrer Einleitung “Heute stehe ich mit Freude und auch mit Dankbarkeit vor dem größten demokratischen Par-lament der Welt. Sie, die 751 Abgeordneten aus 28 Staaten, vertreten gemeinsam über 500 Millionen Menschen. Das sind nahezu sieben Prozent der Bevölkerung der Welt. Wir spü-ren in Ihrem Haus den Herzschlag der europäischen Demokratie. Das zeigen die Debatten, die in 24 Sprachen geführt werden,” drei Gründe für eine Stärke, die auf Toleranz und Solidarität beufen könne:

“Erstens: Solidarität ist ein universeller Wert. Sich füreinander einzusetzen, ist eine Grundvoraussetzung für jede funktionierende Gemeinschaft.” Solidarität in Europa gehört laut Merkel zur “europäischen DNA”. Solidarität gehört zur Verantwortung: “Deshalb gilt zweitens: Solidarität geht immer auch mit Verantwortung für die Gemeinschaft aller einher. Konkret heißt das: Wer rechtsstaatliche Prinzipien in seinem Land aushöhlt, wer die Rechte der Opposition und der Zivilgesellschaft beschneidet, wer die Pressefreiheit einschränkt, der gefährdet nicht nur die Rechtsstaatlichkeit in seinem eigenen Land, sondern der gefährdet die Rechtsstaatlichkeit von uns allen in ganz Europa. Denn Europa kann als Rechtsgemeinschaft natürlich nur dann funktionieren, wenn das Recht überall gleichermaßen gilt und geachtet wird.” Deutliche Worte, deren Adressaten merken, dass sie gemeint sind.

Auch in Rom dürfte man sich angesprochen fühlen: “Wer darauf setzt, Probleme allein durch neue Schulden zu lösen, und eingegangene Verpflich-tungen missachtet, der stellt die Grundlagen für die Stärke und die Stabilität des Euroraums infrage. Denn unsere gemeinsame Währung kann nur funktionieren, wenn jedes einzelne Mit-glied seine Verantwortung für tragfähige Finanzen zu Hause erfüllt. Wer die Geschlossenheit Europas gegenüber Dritten infrage stellt – zum Beispiel bei vereinbarten Sanktionen oder in Fragen der Menschenrechtspolitik –, der untergräbt die Glaubwürdigkeit der gesamten euro-päischen Außenpolitik. Denn Europa kann seiner Stimme in der Welt nur dann Gehör verschaffen, wenn es geeint auftritt. Das heißt, dass Solidarität immer auch bedeutet, nationale Egoismen zu überwinden.”

Aber man kehrt auch vor der eigenen Haustüre: “Dabei weiß ich sehr wohl, dass sich auch Deutschland nicht immer tadellos verhalten hat bzw. sich in den Augen mancher nicht immer tadellos verhält. Zum Beispiel haben wir in den Jahren vor 2015 viel zu lange gebraucht, um auch in Deutschland die Flüchtlingsfrage als eine Frage für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union anzunehmen und zu verstehen, dass sie eben eine gesamteuropäische Aufgabe ist.”
“Daraus folgt drittens: Die Solidarität zum Nutzen aller bedeutet im Ergebnis auch, im wohlverstandenen eigenen Interesse zu handeln. Respekt und Unterstützung für andere und die Vertretung eigener Interessen sind kein Widerspruch – ganz im Gegenteil. Ein Beispiel hierfür ist unsere Zusammenarbeit mit afrikanischen Herkunftsländern beim Thema Flucht und Migration.”

“Einheit und Geschlossenheit sind für Europas Erfolg unverzichtbar. Ich möchte deshalb drei Bereiche hervorheben, auf die es aus meiner Sicht besonders ankommen wird:” Und die Bundeskanzelrin nennt im Folgenden die Außen- und Sicherheitspolitik, den wirtschafltichen Erfolg Europas und das Thema Flucht und Migration:

Europa müsse sein Schicksal stärker in seine eigene Hand nehmen und die Bundeskanzelerin skizziert in einigen Sätzen den Weg zu einer Europäischen Armee: “Wir sollten an der Vision arbeiten, eines Tages auch eine echte europäische Armee zu schaffen.” Dazu > Emmanuel Macron: Man wird die Europäer nicht beschützen, wenn man sich nicht entscheidet, eine wirkliche europäische Armee zu haben. – 6. November 2018 – Und sie fügt hinzu: “Eine gemeinsame europäische Armee würde zeigen, dass es zwischen den europäischen Ländern nie wieder Krieg gibt.” und sie erinnert daran: “Die Zeiten, in denen wir uns vorbehaltlos auf andere verlassen konnten, ist vorbei.”

War diese Rede eine Antwort auf die Vorschläge von Emmanuel Macron? Oder wurde hier eine Chance verpasst. Überholt hat sie Präsident Macron heute nicht. Soviel steht fest. Jetzt wird ihre Rede in den Medien vor allem mit ihrem Wunsch nach einer Europäischen Armee zitiert:

aber sagte sie nicht “eines Tages” und “wir sollten an der Vision arbeiten”, also kommt die Vision erst eines Tages noch – möglicherweise erst in der Amtszeit ihres Nachfolgers oder ihrer Nachfolgerin?

Angela Merkel: “Das ist ja keine Armee gegen die NATO – ich bitte Sie –, sondern das kann eine gute Ergänzung der NATO sein. Kein Mensch möchte klassische Verbindungen infrage stellen. Aber, liebe Kolleginnen und Kollegen, es wäre doch viel einfacher, mit uns zusammenzuarbeiten. Wenn wir heute mehr als 160 Verteidigungssysteme bzw. Waffensysteme und die Vereinigten Staaten von Amerika nur 50 oder 60 haben, wenn wir für alles eine eigene Verwaltung, Be-treuung und Ausbildung brauchen, dann sind wir doch kein effizienter Partner. Wenn wir unser Geld effizient einsetzen wollen und doch für viel Gleiches kämpfen, dann können wir doch in der NATO mit einer europäischen Armee gemeinsam auftreten. Darin sehe ich über-haupt keinen Widerspruch.”

Die Zwischenrufe mit lautem Unwillen aus dem Plenum beantw3ortet sie so: “Ach, ich freue mich darüber. Ich lasse mich doch nicht irritieren. Ich komme auch aus dem Parlament”

Zur Wirtschaft sagt sie: Natürlich gehört zu einem stabilen Wohlstandseuropa auch eine stabile Wirtschafts- und Wäh-rungsunion. Wir wollen den Europäischen Stabilitätsmechanismus weiterentwickeln. Wir ar-beiten an der Bankenunion. Wir arbeiten an einem Eurozonenhaushalt; Deutschland und Frankreich haben sich dafür ausgesprochen. Ich glaube, man sollte das sehr eng mit der mittel-fristigen finanziellen Vorausschau verbinden. Wir treten auch dafür ein, dass Haftung und Kontrolle zusammengehören. Das heißt, eine Bankenunion und später auch ein europäisches Einlagensicherungssystem bedingen, dass Risiken in den Nationalstaaten zuvor reduziert wur-den. Das geht zusammen. Europäische Solidarität und Eigenverantwortung sind immer zwei Seiten ein und derselben Medaille. ”

Zum Thema Migration spricht sie sich für einen gemeinsamen europäischen Grenzschutz aus. Und sie gesteht ein: “Wir haben vor 2015 viel zu lange gebraucht, um die Flüchtlingsfrage auch als Frage für die gesamte Union anzunehmen”. Von einem einhetlichen Asylverfahren sei man noch weit entfernt: In diesem Punkt  sei ” Europa noch nicht so geeint, wie ich mir das wünschen würde.“

Fazit: Die Rede war eher eine gute Bilanz, ein Lobrede auf Europa mit Eingeständissen von Versäumnissen in der Flüchtlingspolitik und mit der Andeutung einer Vision, in Europa eine Europäische Armee zu gründen, eher ein Zukunftsprojekt, das man mal andenken könne. Der Vergleich mit den hier oben im Artikel zitierten Reden von Präsident Macron über Europa fällt eher bescheiden aus. Sie möchte Europa weiterentwickeln: “Wir arbeiten an einem Eurozonenhaushalt; Deutschland und Frankreich haben sich dafür aus-gesprochen. Ich glaube, man sollte das sehr eng mit der mittelfristigen finanziellen Voraus-schau verbinden,” das klingt aber nicht nach der “Refondation” und dem neuen energischen Anschub für Europa den Präsident Macron auf seine Fahnen geschrieben hat.

Bibliographie:
Klaus Wittmann, Europäische Verantwortung und “Europäische Armee” in: Fabian Forster, Sascha Vugrin , Leonard Wessendorff (Herausgeber), > Das Zeitalter der Einsatzarmee: Herausforderungen für Recht und Ethik (Wissenschaft und Sicherheit), Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag 2014, S. 194-209 – ISBN 978-3-8305-3380-1  Auch als > PDF/E-Book
Verlagsankündigung: “Auslandseinsätze der Bundeswehr sind mittlerweile seit mehr als einem Jahrzehnt Element deutscher Außen- und Sicherheitspolitik und dennoch ist die Diskussion über die Gestaltung dieses Instrumentes so offen wie zu Beginn der Einsätze. Die Bundeswehr hat sich grundlegend gewandelt und ist in der öffentlichen Wahrnehmung und aufgrund der Bündelung ihrer Fähigkeiten eine Einsatzarmee. Besonders aber in der Gegenüberstellung einer Einsatzarmee mit weltweiten Operationen und dem gesellschaftlichen Leitbild der Zivilgesellschaft sind zahlreiche rechtliche und ethische Fragen aus der Einsatzrealität heraus entstanden und müssen von Politik, Gesellschaft und Streitkräften beantwortet werden. …”

Podiumsgespräch Jean Luc Nancy und Ministerpräsident Winfried Kretschmann – 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs

13. November 2018 von

Podiumsgespräch am 21. November um 19:00 Uhr im Hospitalhof Stuttgart:

1914-1918

> Éditorial: Hundert Jahre nach dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 und die deutsch-französischen Beziehungen

> 11. November 2018 – Die Gedenkfeier in Paris vor dem Triumphbogen

> Die Rede von Präsident Macron am 11. November 2018 am Triumphbogen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann  wird mit Professor Jean-Luc Nancy (Universität Straßburg) über das Thema 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. 1918-2018. Auf der Suche nach einer Kultur des Friedens 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs spechen.

Mit dem Ende der Kriegshandlungen im Herbst 1918 endete ein Weltkrieg, der unvorstellbares Leid und Zerstörung über die Welt gebracht hatte. Doch das Ende des Krieges bedeutete keineswegs den Beginn des Friedens. Die Idealisierung des Kampfes, die totale Mobilmachung aller Lebensbereiche und die Technisierung des Tötens hatten die Gesellschaft grundlegend verändert. Das Podiumsgespräch wird der Frage nachgehen, was es bedeuten könnte, den Krieg tatsächlich zu überwinden und an einer Kultur des Friedens zu arbeiten. Dazu wollen wir verschiedene Brücken bauen, zwischen Frankreich und Deutschland, Straßburg und Stuttgart, aber auch zwischen der Philosophie und der Politik.
Moderation: Dr. Felix Heidenreich (IZKT)

Eine Veranstaltung des Frankreich-Schwerpunkt
Kooperationsprojekt: IZKT der Universität Stuttgart, Institut français, Hospitalhof und Literaturhaus Stuttgart

Auf unserem Blog: >  66 Artikel über die Gedenkveranstaltungen zum Ersten Weltkrieg

 

Ouverture du Forum sur la Gouvernance de l’Internet

13. November 2018 von

Kaum sind die Gedenkfeiern zum Ende des Ersten Weltkriegs > 1914-1918 vorbei, ist Präsident Emmanuel Macron schon wieder unterwegs:

Die Eröffnungsrede von Präsident Macron: “Aujourd’hui, Internet est une évidence menacée…”.

Der Secrétaire d’État au Numérique und Député de Paris 19ème Mounir Mahjoubi twittert dazu:

> Cybersécurité : Appel de Paris 2018 pour la confiance et la sécurité dans le cyberespace – site de la Représentation permanente de la France auprès de l’Union européenne

> Appel de Paris pour la confiance et la sécurité dans le cyberespace *.pdf
> Liste des soutiens à l’Appel de Paris pour la confiance et la sécurité dans le cyberespace *.pdf

> Forum sur la gouvernance de l’Internet 2018 – Website der UNESCO

Das 13. Jahrestreffen des Forum sur la Gouvernance de l’Internet (Internet Governance Forum) wird von der französischen Regierung am Sitz der UNESCO in Parias vom 12. bis 14. November 2018 empfangen. In diesem FOrum werden alle politischen Fragen, die mit der Organisation des Internets zusammenhängen, erörtert. Dieses Forum diesnt dem Gedankenaustausch und will dazubeitragen, die Chancen des internets besser zu nutzen und Risiken zu erkennen. Dieses Jahr findet das Forum im Rahmen der > Paris Digital Week, zeitgleich mit dem > Friedensforum (11.-13.11.) und dem > Sommet des Govtech (12.11.2018).


Im Rahmen des Internet Governance Forum, das unter dem Motto « Internet of Trust » (Internet de confiance) stattfindet, bietet die UNESCO mehrere Ateliers und Foren an: u.a. :
> * Atelier « Prévenir les jeunes de la radicalisation en ligne »
Mardi 13 novembre de 15h00 à 16h30, Salle IV.
> fr.unesco.org/events/atelier-prevenir-jeunesse-sengager-radicali…

Dazu auf unserem Blog: > Education numérique et la prévention de la radicalisation des jeunes : Sitographie et bibliographie – 4. Oktober 2016

* Discussion ouverte : « L’exploitation de l’intelligence artificielle pour perfectionner les sociétés du savoir et parvenir à une bonne gouvernance »
Jeudi 15 novembre de 9h00 à 18h00, Fondation Mozilla, en partenariat avec Internet Society (ISOC) et Mozilla Foundation.
> fr.unesco.org/events/lintelligence-artificielle-au-service-socie…
SUIVRE EN DIRECT: https://www.youtube.com/watch?v=Jnm4_WxoGcM (link is external)

Dazu auf unserem Blog:

> Künstliche Intelligenz. Nachgefragt: Etienne Oudot de Dainville répond à nos questions – 26. Oktober 2018

> 9. Deutsch-französisches Wirtschaftsgespräch: Die Künstliche Intelligenz – ein deutsch-französisches Zukunftsprojekt -25. Oktober 2018


> Le Forum sur la Gouvernance de l’Internet (Paris – 12 au 14 novembre 2018) – France-Diplomatie: “Le Forum sur la Gouvernance de l’Internet est l’occasion pour la France de promouvoir une vision française et européenne du numérique, déjà présentée par le ministre de l’Europe et des Affaires étrangères en décembre 2017 dans la > Stratégie Internationale pour le Numérique et de réaffirmer l’attachement de la France au système des Nations Unies, y compris en matière de gouvernance du numérique, conformément aux conclusions du Sommet mondial sur la Société de l’Information.”

Éditorial: Hundert Jahre nach dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 und die deutsch-französischen Beziehungen

13. November 2018 von

Staatspräsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Merkel haben am 10. November 2018 in Compiègne zusammen an das Ende des ersten Weltkriegs erinnert: > Unis twitterte Präsident Macron und das sein Fotos zusammen mit Angela Merkel erinnerte an das denkwürdige Treffen von > Bundeskanzler Helmut Kohl und Präsident François Mitterrand im 22.9.1984 in Verdun.

Präsident Macrons Reise durch 11 Departements in Nordfrankeich > Centenaire de l’Armistice : “l’itinérance” d’Emmanuel Macron, “une initiative originale pour tenter de reprendre la main” – LCI begann mit dem Konzert zusammen mit Bundespräsident Frank Walter Steinmeier im Straßburger Münster und endete eben mit dem Treffen von Präsident Macron mit Bundeskanzlerin Merkel in Compiègne. Zwischendurch, anlässlich der > Zeremonie vor und im Beinhaus von Douaumont stand Präsident Macron vor der in die Brüstung eingelassenen Plakette, die an den Händedruck von Kohl und Mitterrand erinnerte: “Sie (i.e. die Plakette) weist auf die deutsch-französische Aussöhnung an diesem Ort hin”:

Georg Blume auf Spiegel-online hadert in seinem Kommentar vom 10.11.2018 mit den deutsch-französischen Beziehungen > Weltkriegsgedenken von Macron und Merkel Unvollendete Versöhnung. Er würdigt das Treffen von Macron und Merkel in Compiègne: “Doch Merkel und Macron bewegen sich auf unsicherem Boden. Mit den Hundertjahresfeiern des Weltkriegsendes entpuppe sich Europa mal wieder als Elitenprojekt. Und Blume meint, dass dies nicht nur “die Renaissance nationalistischer Bewegungen in Europa” andeute “sondern, viel wichtiger, die Unvollständigkeit dessen, was uns Merkel und Macron so perfekt vorspielen. Bei genauem Hinsehen klaffen nämlich selbst die Lücken der deutsch-französischen Versöhnung immer noch oder schon wieder weit auseinander.” Das ist eine Anspielung auf ein Knirschen des deutsch-französischen Motors, wenn es z. Zt. um die gemeinsamen Perspektiven für Europa geht. Macron und Merkel spielen uns aber nichts vor. Ihr Treffen ist natürlich gut vorbereitet, inszeniert, aber nicht gespielt. Die Besiegelung der deutsch-französischen Aussöhnung war schon 1963 bei der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags echt und wurde immer wieder bestätigt und vertieft, 1984 in Verdun und jetzt in Compiègne wurde an sie erinnert.

Tout un système : >

Nos atouts : > Europe-par-la-culture-europa-mit-hilfe-der-kultur-neu-begruenden-i

Un programme : > Le Président-de la République à la Conférence des Ambassadeurs

La chance de nous tous : > Les consultations-europeenes

> Discours du Président de la République devant le Parlement réuni en Congrès à Versailles – 10. Juli 2018

540 Artikel auf unserem Blog
> Deutsch-französische Beziehungen

Es ist allerdings nicht zu übersehen, dass Berlin Paris auf richtig fundierte Antworten auf Macrons vielfältige Vorschläge zu Europa, zur “refondation de l’Europe”,  wie er immer wieder so gerne sagt, hat warten lassen oder sogar warten lässt: > Emmanuel Macron und Europa und sogar noch, als dieser, was nicht oft vorkommt, eine Ein-Jahres-Bilanz seiner Sorbonne-Rede vom 26. September 2018 vorgelegt hat: > La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017.

Unsere Redaktion wurde am 29. Oktober 2018 von der Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland, S.E. Anne-Marie Descôtes empfangen. Wir haben sie gefragt, ob Deutschland bisher auf die Initiativen von Staatspräsident Emmanuel Macron hinsichtlich eines Neustarts in Europa genügend reagiert habe: Sie antwortet mit dem Hinweise auf > die Ergebnisse von Meseberg vom Juni 2018 und gab zu verstehen, dass die Verhandlungen auf einem guten Weg seien.

Jedoch erinnerte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire kürzlich in ungewohnt deutlicher Form an weitere Antworten und vor allem an konkrete Projekte mit Berlin:

Sicher die langen Regierungsverhandlungen in Berlin, die zur neuen GroKo führten, die Seehoferkrisen I und II sowie die Diskussion um die Nachfolge von Angela Merkel an der Spitze der CDU verbrauchen viel zuviel Zeit. Aber man sollte auch daran erinnern, dass die deutsch-französische Kooperation sich keinesfalls auf den Gedankenaustausch zwischen Macron und Merkel reduzieren lässt. Die Ministerien beider Regierungen arbeiten auf allen Ebenen mit einer Intensität zusammen, für die es kein anderes Beispiel in der Welt gibt: Vgl. dazu nur > Künstliche Intelligenz. Nachgefragt: Etienne Oudot de Dainville répond à nos questions – 26. Oktober 2018. Sicher, irgendwie stimmt es auch, dass unsere Politiker viel von der Zivilgesellschaft mit ihren > 2200 Städtepartnerschaften und der so segensreichen Jugendarbeit des Deutsch-französischen Jugendwerks lernen könnten. Übrigens könnte das DFJW mit mehr Finanzmitteln noch mehr Schüler/innen erreichen. Es gibt leider immer noch zu viele Schüler/innen, die vom DFJW nichts wissen, Französisch abwählen und damit großartige Chancen ausschlagen.

> Argumente für Französisch

So wie > Annegret Kramp-Karrenbauer in Anspielung auf das kleine Saarland immer wieder sagte, alles beginne im Kleinen und sich daran machte, eine interessante > Frankreich-Strategie zu entwickeln: mit welcher Begeisterung sie über die Großregion vor den Türen ihrer Staatskanzlei sprach und Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagt kürzlich anlässlich er > Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz ZIRP: Frankreich zu Gast in ihrer Staatskanzlei, man brauche nur in die Grenzregion zu gehen und zuzuschauen, wie dort Europa entstehe und sich entwickle: vgl. dazu > Conférence à Montpellier, 28 février 2017. Emploi : L’accès au premier emploi en France et en Allemagne avec une bibliographie et une sitographie. Nein le #francoallemand ist keine elitäre Angelegenheit, das ist unsere gemeinsame Aufgabe.

Georg Blume, dessen Kommentar wir hier zitiert haben, meint, dass die Lücken der deutsch-französischen Versöhnung immer noch oder schon wieder weit auseinanderklafften. Da ist insoweit was dran, als dass unsere Politiker die Chancen der deutsch-französischen Kooperation für Europa viel zu wenig vermitteln: > Die starke Präsenz von Germanisten in der Regierung und im Élyséepalast ist kein Zufall, schrieb unsere Redaktion nach der Bildung des Kabinetts von Édouard Philippe. Und wie äußert sich in ähnlicher Weise das Interesse der deutschen Regierung an Frankreich? Und wenn unsere Länderregierungen ihre Aufgaben, die aus dem Élyséevertrag resultieren, nämlich den Sprachunterricht im Fach Französisch besser zu fördern, würde es den Niedergang dieses Faches bei uns nicht geben. Wie war das noch, als unser Seminarleiter uns in Bonn 1986, drei Monate vor dem II. Staatsexamen verkündete, das Land werde erstmal keine Französischlehrer/innen mehr einstellen. Es ist eine Frage auch der politischen Pädagogik und kein elitäres Proejekt, das Interesse der Bürger an Frankreich und damit auch an Europa und der EU besser zu schärfen.

11. November 2018 – Die Gedenkfeier in Paris vor dem Triumphbogen

12. November 2018 von

Anlässlich der Gedenkfeier zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands vom 11. November 1918, mit dem der Erste Weltkrieg beendet wurde, hat Präsident Macron die Staats- und Regierungschefs aller am Weltkrieg beteiligten Nationen am Triumphbogen in Paris empfangen:

> https://www.youtube.com/emmanuelmacron

> Éditorial: Hundert Jahre nach dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 und die deutsch-französischen Beziehungen

66 Artikel auf unserem Blog > 1914-1918

P.S.: Das Statistiktool für unsere Website ist ungenau, aber es lassen sich dennoch Tendenzen daraus ableiten. Noch nie hatte unser Blog um diese Tageszeit eine so hohe Besucherzahl, die jetzt schon mehr als dreimal so hoch ist wie an gewöhnlichen Tagen.

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