Banlieues in Frankreich. Eine Begegnung mit Autoren und Soziologen zum 20. Jubiläum des Prix des lycéens

Die 22. Französischen Wochen in Stuttgart vom 21.4.-3.5. 2026:

Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen und Veranstaltungsorten finden Sie ab Anfang Februar online unter www.franzoesischewochen.de

Die 22. Französischen Wochen in Stuttgart vom 21.4.-3.5. 2026:

Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen und Veranstaltungsorten finden Sie ab Anfang Februar online unter www.franzoesischewochen.de

Das Institut français und der Klett Verlag laden Sie am 30.4. um 19:00 Uhr zu einem öffentlichen thematischen Literatur- und Soziologieabend ein, der sich den französischen Banlieues widmet. Im Mittelpunkt steht ein Dialog zwischen zwei Jugendbuchautoren, Jean Tévélis und Muriel Zürcher, und einer Soziologin, Marie-Hélène Bacqué. Aus literarischer und soziologischer Perspektive setzen sich die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Sichtweisen auseinander und diskutieren zentrale Fragestellungen wie gängige Klischees über die Banlieues oder kulturelle Aneignung.

Die Diskussion wird von Anne-Sophie Guirlet-Klotz (Ernst Klett Sprachen) moderiert und bringt die Romanautoren Jean Tévélis und Muriel Zürcher sowie die Soziologin und Stadtplanerin Marie-Hélène Bacqué zusammen.

Der Abend bietet eine Begegnung zwischen soziologischen und literarischen Perspektiven. Jean Tévélis und Muriel Zürcher, die für den PDLA 2023 und 2025 ausgewählt wurden, behandeln in ihren Romanen Frère ! und On ne sépare pas les morts d’amour die Frage der Banlieues. Sie werden mit Marie-Hélène Bacqué (Universität Paris Nanterre), einer Spezialistin für den Wandel der Arbeiterviertel in Frankreich, über die Darstellung dieser Gebiete in der zeitgenössischen Literatur diskutieren.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums des Prix des lycéens allemands (PDLA) statt, einem Projekt, das Schülern die Möglichkeit bietet, französische Autoren zu treffen, ihre Werke zu entdecken und ihr Lieblingsbuch zu wählen.

> Das Programm : Eine Begegnung mit Autoren und Soziologen zum 20. Jubiläum des Prix des lycéens

📍 Institut français Stuttgart
🗓️ Am 30.4. ab 19:00 Uhr
📝 Anmeldungen: bcle.stuttgart@institutfrancais.de

> 22. Französische Wochen in Stuttgart – 21. April 2026 – 03. Mai 2026

Le 23 juin 2026, Marc Bloch entre dans le Panthéon.

Marc Bloch wurde am 6. Juli 1886 in Lyon geboren. Als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter das Croix de guerre und wurde in die Ehrenlegion aufgenommen. 1921 wurde er Professor für für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Straßburg. 1936 bekommt er einen Ruf als Professor für Wirtschaftsgeschichte an die Sorbonne in Paris. 1939 wurde er wieder Soldat und war bis zur Niederlage Frankreichs im Juni 1940 Offizier. Im Oktober 1940 gelingt es ihm, in der freien Zone wieder in die Universität von Stra8burg, die nach Clermont-Ferrand übergesiedelt war, aufgenommen zu werden. 1943 schließt er sich der Résistance in Lyon an. Am 8. März 1944 wird er von der Gestapo verhaftet und gefoltert. Am 16. Juni 1944 wurde er nahe bei Lyon von der Gestapo ermordet.


> L’exposition de l’artiste Annaëlle Vanel est à découvrir au Centre Marc Bloch du 29 avril au 6 juillet, avec un vernissage suivi d’une table ronde avec Yaëlle Biro, Jan Hüsgen, Mary-Ann Middelkoop et d’une réception le 29 avril à 16h30.


1924 erschien Les Rois thaumaturges / Die wundertätigen Könige mit dem Bloch beschrieb, wieso den Königen heilende, magische Kräfte zugesprochen wurden. 1939 erschien La société féodale / Die Feudalgesellschaft von Marc Bloch.

Marc Bloch
Übersetzer: Eberhard Bohm und Kuno Böse
Stuttgart: Klett-Cotta 2/2019,
ISBN: 978-3-608-98209-1

Es wurde zu einem Meilenstein der französischen Historiographie. 1929 hatte zusammen mit Lucien Febvre die Zeitschrift „Annales. Histoire, Sciences Sociales“ gegründet. Es handelte sich um eine Neuorientierung der Geschichtsschreibung, die nun wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Strukturen in den Blick nahm. Das Stichwort, wie Fernand Braudel, es formulierte lautet die „longue durée“, das Individuum trat zurück, im Mittelpunkt stand die Geschichte der Massen über einen längeren Zeitraum hinweg. Blochs „Feudalgesellschaft“ war eine ersten Illustration dieser neuen Geschichte und sicherte ihr große Aufmerksamkeit

An der L’apologie de l’histoire ou Métier d’historien/ Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers (1944): „Sag mir Papa! Wozu dient eigentlich die Gechichte?“ ( S. 5) arbeitete Bloch bis zu seiner Ermordung. Es blieb ein Fragment. Nach der Entdeckung weiterer Manuskriptteile, erschien 1997 eine ergänzte Ausgabe. Dieses Buch bietet grundlegende Einblicke in das Selbstverständnis und die Denkweisen moderner Geschichtsforschung. Marc Bloch stellt die Ziele und Grenzen historischer Erkenntnis dar und führt die Methodik der Geschichtsschreibung ein.

1946 erschien der Band L’ètrange defaite. Témoignage écrit en 1940, in dem er du.a. die Gründe für die Niederlage 1940 untersucht. Im Juni 2026 wird der Historiker und Widerstandskämpfer Marc Bloch (1886–1944) in das Panthéon aufgenommen. Das Centre Marc Bloch – Ein deutsch-französisches Forschungszentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften – bietet im Radio Marc Bloch eine Reihe von Podcasts unter dem Titel „Marc Bloch im Panthéon!“ an. In der siebten Folge der Podcast-Reihe „Marc Bloch im Panthéon!“ kommt die in Deutschland lebende Künstlerin Anaëlle Vanel zu Wort: > #7 Dialogue avec Anaëlle Vanel, artiste Photographe In diesem Gespräch geht es um das Schicksal des Manuskripts von „L’Étrange défaite“, um Marc Bloch ausgehend von einem „Nicht-Ort“ der Erinnerung zu beleuchten und die Geschichte vom Rand her zu betrachten.

Marc Bloch: Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers. Mit einem Vorwort von Jaques Le Geoff.
Herausgegeben von Peter Schöttler.
Übersetzt aus dem Französischen von Wolfram Bayer.
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2002.
280 Seiten.
ISBN-10: 3608941703

La panthéonisation :

> Marc Bloch. Der französische Historiker wird von der Gestapo ermordet – Deutschlandfunk, 16. Juni 2024

Bibliographie:

Peter Schöttler (Hg.),
Marc Bloch. Historiker und Widerstandskämpfer
Campus Verlag, Frankfurt am Main – New York 1999
ISBN 9783593363332

Mazel,Florian. Yann Potin, (Hg.)
> Marc Bloch. L’histoire en résistance
Paris: Seuil 2026

Rezension: L’étranger von Albert Camus verfilmt von François Ozon

Benjamin Voisin ist der Nachfolger von Marcello Mastroiani, der 1967 im Film von Luchino Visconti die Hauptperson des Romans von Albert Camus L’étranger (1942) verkörperte. In diesem Jahr ist die Neuverfilmung des Schulkassikers von François Ozon als Schwarz-Weiß-Film in die deutschen Kinos gekommen

Albert Camus, > L’étranger
Texte et documents, 97 Seiten
Originaltext mit Annotationen und Zusatztexten
ISBN 978-3-12-597460-9

Meursault, ein Angestellter in Algier erfährt per Telegramm, dass seine Mutter in Altersheim verstorben ist: Das ist zugleich einer der berühmtesten Romananfänge: „Heute ist Mama gestorben. Vielleicht auch gestern…“ Er nimmt sich einen Tag frei und fährt nach Marengo, um an ihrer Beerdigung teilzunehmen. Wieder zurück begegnet er seiner Kollegin Marie (Rebecca Marder), sie gehen zusammen schwimmen, dann ins Kino und auch zu ihm nach Hause.

Ob sie ihn liebe, will sie wissen und Meursault sagt, das sei doch egal. Später an einem Strand haben seine Freunde Ärger mit Arabern, Meursault nimmt seinem Kumpel die Pistole ab, damit dieser keinen Unfug anstelle. … Bitte weiterlesen auf dem Blog Lesen fürs Leben von Ernst Klett Sprachen > L’étranger von Albert Camus verflmt von François Ozon

Sartre, Camus und die Kunst. Die Herausforderung der Freiheit

Auf unserem Blog:

> ChatGPT: Résume L’étranger d’Albert Camus – 27. September 2024

Albert Camus 7.11.1913-4.1.1960

Albert Camus 7.11.1913-4.1.1960 – 4. Januar 2024

Nicolas Tirard-Gatel parle de l’Hôte d’Albert Camus – 13. Dezember2021

Rezension: Nina Bouraoui, Otages

Sylvie Meyer ist 53 und hat sich ihr ganzes Leben lang zuverlässig um ihre Familie gekümmert. Sie wohnt mit ihren beiden Söhnen alleine, nachdem ihr Mann sie verlassen hat. Sie hat eine Stelle als Führungskraft. Ihr Chef bittet sie um Überstunden und um die Überwachung ihrer Kolleginnen und Kollegen. Doch es kommt der Tag, an dem sie eine Art Zusammenbruch erleidet. Ihr wird alles zuviel und sie begeht eine Straftat, die ihr Leben gründlich verändert.

Der Roman berichtet von Sylvies Berufsleben und welche Gründe zu ihrem Ausraster führen. Es entsteht ein eindrucksvolles Porträt einer Frau, die die Routine nicht mehr erträgt, die frei sein möchte und dafür aber einen hohen Preis bezahlt. Aber es gibt noch mehr in ihrem Leben, das dazu beigetragen hat, sie aus der Bahn zu werfen… Bitte weiterlesen auf dem Blog Lesen fürs Leben von Ernst Klett Sprachen > Nina Bouraoui, Otages

Nina Bouraoui, Otages
Lektüre mitVokabelbeilage (23. S.)
Ernst Klett Sprachen
125 Seiten
ISBN 978-3-12-597278-0

75 Jahre Institut français de Stuttgart: Galaabend am 21. April 2026

Ein Dreivierteljahrhundert kultureller Dialog.

Das Institut français Stuttgart feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 steht das Institut für den lebendigen deutsch-französischen Austausch und ist heute eine feste Größe im kulturellen Leben der Region.

Als Teil des weltweiten Netzwerks der Institut français fördert das Institut die französische Sprache und Kultur und schafft Begegnungsräume für Dialog, Kunst und Bildung. In Stuttgart hat es sich über Jahrzehnte hinweg als Ort der Offenheit, Vielfalt und europäischen Verständigung etabliert.

Zum Jubiläum lädt das Institut zu einem vielfältigen Festprogramm ein:

  •  Feierlicher Galaabend  in der Liederhalle mit Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft – 21. April 2026, 19:30 Uhr, Mozartsaal Liederhalle – moderiert von ALFONS
  • Große Jubiläumsausstellung  zur Geschichte des Institut français Stuttgart – ab 22. April bis 31. Juli 2026, IF Stuttgart
  • Tag der offenen Tür – 25. April 2026, 14 Uhr bis 23 Uhr, IF Stuttgart Vorstellung des neuen Audioguides „Balado – La France à Stuttgart“ – mit Führungen um 14:30 Uhr (dt.) u. 17 Uhr (frz.)

> 75 Jahre Institut français Stuttgart

> Das Jubiläumsprogramm 75 Jahre Institut français Stuttgart *.pdf – 9 Seiten

Die Jubiläumsfeierlichkeiten stehen unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und des französischen Botschafters in Deutschland, François Delattre.

> 22. Französische Wochen in Stuttgart – 21. April 2026 – 03. Mai 2026

Nachgefragt. Neuerscheinung: Adèle Tariel, La Meute

Gerade ist bei Ernst Klett Sprachen, der Roman La Meute von Adèle Tariel als Schullektüre ab der 10. Klasse erschienen: „Léa kommt nach dem Umzug ihrer Familie in eine neue Schule am Stadtrand. Sie fühlt sich in der riesigen Schule mit 3000 Schülern alleingelassen. Beim Sport gelingt es ihr, die Aufmerksamkeit von Théo, dem Star ihrer Klasse, auf sich zu ziehen. Durch ihn findet sie den so sehr erträumten Anschluss. Kaum ist sie mit dabei, merkt sie, wie die Gruppe um Théo den Unterricht eines Lehrers, den sie langweilig findet, sabotiert. Léa, sehr drauf bedacht, dazuzugehören, lässt sich hinreißen, die Aktionen der Gruppe unter Anführung von Théo gegen den Lehrer zu unterstützen. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Sie gerät in einen Teufelskreis, dem sie kaum entkommen kann….“  Bitte lesen Sie die ganze Besprechung auf dem Blog von Ernst Klett Sprachen.

Das Thema Mobbing ist sehr aktuell und mit dieser Lektüre kann im Unterricht ein nützlicher Reflexionsprozess angestoßen werden.

Adèle Tariel

La Meute – Hybride Ausgabe allango
Lektüre. Collection jeunes adultes
Texte intégral annoté, 56 Seiten
ISBN 978-3-12-592103-0

La Meute – Digitale Ausgabe allango
Lizenzschlüssel (Unterrichtende/Lernende, 24 Monate)
Lektüre NP10059210300

Zur Vertiefung:

Auf unserem Blog:

> Harcèlement scolaire : le Président de la République a un message pour les jeunes

> Nochmal: Mobbing in der Schule – 3. März 2021

> Éditorial – Jugendliche und soziale Netzwerke – 1. Mai 2025

Pourquoi lire à haute voix?

french german 

Die Gefahren von TikTok

Les tâches pour les élèves :

1. Lisez la lettre adressée par le ministre de l’Éduction nationale Édouard Geffray à la procureure de la République

2. Résumez la letrre en quelques phrses. Qu’est-ce que le ministre reproche-t-il au TikTik ?

3. Commentez la lettre du e ministre de l’Éduction nationale.

4. Prenez position. Le minstre a-til raison d’accuser TikTok ?
ieeinces avec TitkTok? Parlez en:

6. Discutez en classe : Quels sont les dangers de TikTok ?

> Aufgaben auf unserem Blog : Didaktische Hinweise

PONS hilft Euch:

Der Mechanismus von TikTok habt was perfides. Schon beim Öffnen des ersten Videos und der folgenden Videos misst TikTok die Verweildauer und merkt sich blitzschnell die Vorlieben des Besuchers und orchestriert dann das für ihn passende Menü, das ihn immer fester an TikTok bindet. Oft habe ich Schüler dabei beobachtet, wie sie gucken, wischen und eigentlich gar nicht genau mitbekommen, was sie da eigentlich ansehen. Ein Zeitvertreib? Gucken was ihre Freunde machen? Nichts von ihren Stars verpassen? Wie oft sieht man die geschickte Bewegung, wenn Schüler ihr Handy zur Hand nehmen und entsperren, das ist immer eins und dann der Block darauf… ob sie gerade über die Straße laufen, … auf den Bus warten oder sich im Unterricht langweilen. Eine echtes Informationsbedürfnis steckt nie dahinter, meist Langeweile oder Suche nach einem Zeitvertreib. Immer gespannt, etwas Neues zu sehen. Wisch.

Jetzt der französische Erziehungsminister Édouard Geffray zu Recht die Reißleine gezogen und die Justiz über die Suchtgefahren bei Jugendlichen, die TikTok verursacht, informiert:

La lettere d’Édouard-Geffray adressé à la procureure de la République *.pdf >>>>>>>>

> Procédure d’enquête contre TikTok : le ministère transmet un signalement au parquet de Paris Site du Ministère de Education nationale

Der Minister ist nicht zimperlich und spart nicht mit Worten, sondern nennt ganz offen das Problem:

„Ich habe soeben bei der Staatsanwaltschaft Paris eine Anzeige bezüglich der Funktionsweise dieses sozialen Netzwerks eingereicht.

Während 30 % der Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren unter depressiven Störungen leiden, deutet alles darauf hin, dass der Algorithmus von TikTok Minderjährige in eine tödliche Spirale aus Inhalten zu Essstörungen, Selbstverletzung, Depressionen und Selbstmord treibt. Ein einziges Video reicht aus, um diesen Teufelskreis in Gang zu setzen.

Das Ministerium hat dies direkt festgestellt, indem es ein Scheinkonto eines Minderjährigen erstellt hat: Das Phänomen der Gefangenschaft tritt sofort ein und verschlimmert sich sehr schnell.

Angesichts dieser Tatsachen, die mehrere Straftaten darstellen könnten, war es notwendig, die Justiz einzuschalten. Der Schutz unserer 12 Millionen Schüler darf keinerlei Kompromisse dulden.“

Sur notre blog:

> Interdire les réseaux sociaux aux moins de 15 ans. – Soziale Netzwerke für Jugendliche unter 15 Jahren verbieten – 25. Januar 2026

> Vorschlag: Keine sozialen Netzwerke mehr für Jugendliche unter 15 Jahren in Frankreich – 30. April 2025

> Éditorial – Jugendliche und soziale Netzwerke – 1. Mai 2025

> Les réseaux sociaux et la reconnaissance faciale oder Soziale Netzwerke entwickeln sich zu Datenkraken – 14. Dezsember 2011 !

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