Archiv für die Kategorie 'Verkehr'

EILMELDUNG: Eine Tram von Frankreich nach Deutschland und zurück

Freitag, 28. April 2017

Alfred Grosser hat einmal berichtet, er habe vor Schülern von einer neuen Brücke zwischen Straßburg und Kehl berichtet. Die hätten “Et alors ?” gesagt und fanden nichts Erstaunliches daran. Grosser meinte, das hätte er erst erklären müssen, dass das was besonderes ist. So ist das auch heute. Da wird ein Tramlinie eingeweiht, die von Straßburg zum Kehler Bahnhof führt. Fürwahr ein Feuerwerk wert.

Trameinweihung mit Zweierpasch-Konzert (Sa, 18:30)
Ab Samstag verbindet eine Tram Frankreich und Deutschland, Kehl und Strasbourg. Große Feierlichkeiten. 18:30 bis 19:30 Uhr spielen wir auf der Bühne am Kehler Bahnhofsplatz. 21:30 Uhr gibt es ein mega Feuerwerk auf der wunderschönen Trambrücke. Umsonst und draußen!
> zweierpasch.blogspot.de/2017/04/tramfest-mit-zweierpasch-in-kehl.html

[fb-post href=”https://www.facebook.com/events/1499259356764638/permalink/1546539538703286/?ref=3&action_history=null”]

> Soirée Rap et poésie Slam sur le thème du travail et de la sécurité sociale 16. Januar 2017 von H. Wittmann

Dieses Projekt ist phantastisch. Habe noch nie ein Städtebauprojekt gesehen, das mit einem so perfekten Film wie hier unten angezeigt, erklärt worden ist. Die Tram als Lebensader für ein neues Stadtquartier, da könnte viele Städte sehr viel davon lernen! Nix da – U-Bahn oder Tunnel, die Tram ist die Lösung für den täglichen krankmachenden Stau, der sich jeden morgen in unsere Großstädte schlepppt. Schauen wir uns die neue Brücke über den Rhein an:

Das Photo gehört zu der Meldung von Christian Laemmel auf Twitter.

> Auf welchem Weg die Tram nach Kehl kommt

> Extension du tram D à Kehl – Strasbourg.eu

Mit wenigen Bildern und einer beeindruckenden Grafik wird hier spannende Stadtplanung präzise erklärt:


Extension de la ligne D vers Kehl : l'animation… von Ville de Strasbourg

Vorbildlich: Stadtplanung und – reparatur in Lyon

Dienstag, 14. Juni 2016

Richard Schittly > Lyon ne sera plus balafrée par l’autoroute A7, LE MONDE, 11.06.2016

Aus Lyon kommt eine interessante Nachricht, die Stadtplaner aufhorchen lässt. In den 60er Jahren wurde die Uferstraße zur 15 km langen Autobahn (sic!) A6/A7 ausgebaut. Prima, eine Autobahn quer durch die Stadt: “une véritable > balafre dans la ville”. Michel Noir, Bürgermeister von Lyon von 1989 bis 1995 hatte schon einmal den Rückbau dieser Bausünde versprochen. Gérard Collomb, Bürgermeister von Lyon und Senator macht jetzt Ernst. Unterstützung erhält er von Alain Vidalies, Staatssekretär für das Transportwesen. Der Plan steht, die Autobahn soll in den nächsten 15 Jahren einem Boulevard mit Bäumen weichen. Man braucht den Staat, weil für die täglichen 16000 Autos eine Umgehungsstraße errichtet werden muss.

Stadtreparatur nennt man ein solches Vorhaben, das viele andere Städte auch dringend benötigen würden, wenn die Verkehrsvernunft sich durchsetzen würde. Je mehr Straßen, um so mehr Autos werden angesaugt. Überall gibt es große Straßen, an deren Enden sich alles staut. In deutschen Städten haben Autofreaks die Gunst des Wiederaufbaus noch bis in die sechziger Jahre genutzt und kreuzungsfreie Stadtautobahnen über und unter der Erde gebaut. Ulm ist ein Beispiel dafür, wie solche Schäden erfolgreich repariert werden können: das Projekt hieß > Neue Mitte Ulm und damit wurde in der Mitte der Schnellstraße durch die Stadt der Geschwister-Scholl-Platz errichtet, der das Quartier um das Münster mit der Altstadt so erfolgreich wiederverbindet.

Stuttgart könnte vom Lyoner Projekt sehr viel lernen:

Hier gibt es > eine bis zu 14-spurige Schneise durch die Stadt, auf der Durchfahrer und Hin-und Herfahrer, weil man die Schneise nicht einfach so queren kann, sich begegnen. Man könnten die beiden > getrennten Stadtteile wieder mit einander verbinden, die Wunden der Nachkriegszeit und die, die durch die ungebremste Mobilität verursacht werden, heilen. Einfach einen Teil der Fläche der Hauptstätterstraße bebauen und vielleicht eine Straßenbahnlinie oberirdisch vom Marienplatz zum Neckartor einrichten, wie der > Architekt Roland Ostertag dies schon 2010 vorgeschlagen hat. > Stadtreparatur in Stuttgart (II): Die Hauptstätter Straße.

Frankreich macht es mit der Stadtplanung vor – man muss nur genauer hinsehen:

> Nachgefragt: François Grether, architecte et urbaniste

Siehe auch:

> projets-architecte-urbanisme.fr

Termin. 27. September 2015. Durch Paris radeln. Ohne Autos.

Sonntag, 28. Juni 2015

Die Bürgermeisterin Anne Hidalgo begrüsst die Klimakonferenz in Paris vom 30. November bis 15. Dezember 2015 mit einem Fahrradtag-ohne Autos in Paris. Ein Vorbild auch für Stuttgart.

Fahrradfreie Straßen in Paris

Arrêté n° 2015-00580 interdisant la circulation des véhicules à motuer dans certains secteurs de Paris à l’occasion de la manifestation “La journée sans ma voiture” le dimanche 27 septembre 2015. *.pdf

Oft bekommen wir Anfragen von unseren Lesern, die um Informationen über Frankreich bitten. Eine Leserin fragte uns kürzlich, wo darf man am 27. August mit unserem Schülerbus durch Paris fahren? Auf der Website > Paris connect haben wir nachgefragt: nach zwei Stunden kam die Antwort mit dem Wortlaut des Erlasses an.

Jetzt suchen wir noch eine Karte, wo die fahrradfreien Zonen eingezeichnet sind – oder wir müssen ein Elektroauto mitnehmen…

Da ist die Karte der autofreien Zonen am 27. September 2015: > La journée sans voiture à Paris aura lieu le 27 septembre

Was brauchen wir? Ein Bahnticket nach Paris, ein Fahrrad, eine Actioncamera, das wär’s! Die Champs-Elysées rauf und runter, an den Quais entlang, den Boulevard Saint-Germain entlag, wir hätten noch andere Routenvorschläge. Noch scheint es nicht sicher zu sein, welche Straßen den Fahrradfahrern vorbehalten bleiben. An besten bleiben an dem Tag mal alle Autos in Paris stehen.

> Für einen Tag nach Paris

> April 2015. Auf nach Paris

> Une journée sans voitures mais 100% vélo à Paris

> Paris : une journée sans voiture le 27 septembre

Was brauchen wir? Ticket nach Paris, ein Fahrrad, Actioncamera, das wär’s!

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