Nachgefragt: François Grether, architecte et urbaniste

12. Dezember 2013 von H. Wittmann



Vorgestern hat François Grether in der > Stuttgarter Stadtbibliothek einen Vortrag über die > Zukunft der Stadt gehalten.

François Grether (Jahrgang 1942) kommt aus Dijon. Von 1970 bis 1992 hat er Studien und Entwürfe für das > Atelier parisien d’urbanisme angefertigt. 1992 hat er eine eigene Agentur für Urbanistik in Paris gegründet. 2012 hat er den > Grand prix de l’urbanisme erhalten. Bei seinem Vortrag in Stuttgart hat er eine Auswahl von drei drei Projekten, > Lyon Confluence, Clichy-Batignolles )(> F. Grether) und > Angers, Rives nouvelles vorgestellt. Am Tag nach seinem Vortrag hatten wir Gelegenheit, mit François Grether zu sprechen:

In diesem Jahr ist der Band La Ville sur mesure: François Grether, Grand prix de l’urbanisme 2012. Hommage à Marcel Roncayolo. Sous la direction d’Ariella Masboungi. Editions Parenthèses ; Collection Grand Prix de l’Urbanisme, ISBN 978-2-86364-212-2 erschienen: > Sommaire.

“Développement urbain et durée entretiennent des rapports multiples, car coexistent le temps immédiat, l’instantané, le temps des processus progressifs d’évolution, court terme et long terme, le temps sans fin des perspectives d’avenir,” schreibt François Grether unter der Überschrift Conjuger le temps de la ville in diesem Band. (S. 34)

Viele Fehler, die heute die Stuttgarter Stadtplaner begehen, könnten vermieden werden, wenn man in dieser Stadt einige der Grundsätze und Visionen von François Grether berücksichtigen würde. Mit Recht kritisiert er die Banalitäten heutiger Architektur. Aber hier in Stuttgart wird Nachverdichtung ohne Ziel und Zweck betrieben. Betrachtet man die vielen Projekte Grethers, mit denen der die Singularität städtischer Quartiere renoviert und wieder aufwertet, dann fällt einem die > Hauptstätter Straße in Stuttgart ein, deren Belag jüngst teilweise erneuert wurde, anstatt sie als > Projekt einer Stadtreparatur wieder zurückzubauen, so wie Ulm dies mit der > Neuen Mitte Ulm so erfolgreich gemacht hat. François Grether hat den richtigen Ansatz. Er schreibt: Urbanisme et architecture sont à mon sens distincts, mais bien entendu loin indifférents l’un de l’autre.” (S. 46) Dieses Verhältnis von Urbanistik und Architektur wird z.B. beim Bau des > Gerber-Viertels in Stuttgart nicht berücksichtigt.

> L’étude exploratoire sur le devenir de l’île de Nantes.
> L’architecte urbaniste François Grether reçoit le Grand Prix de l’urbanisme 2012 – Nantes
> Nantes : transformer une caserne en logements abordables par Par Pauline Janicot – LE MONDE | 21.09.2013
> Nantes Quartier Chantenay
> Un programme immobilier mixte par François Grether dans le quartier Chantenay à Nantes
> Mellinet : un futur quartier dans la ville

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