Archiv für die Kategorie 'Kunst'

Ausstellung: Bo Hyun Gu: Retour de Paris Nr. 93

Samstag, 21. September 2019

Vernissage | Donnerstag 26.09. | 19:30 Uhr | Institut français Stuttgart | Schlossstraße 51, 70174 Stuttgart | Einritt frei
Öffnungszeiten der Ausstellung: Di – Do 14-18 Uhr und Fr 10-16 Uhr
Ausstellungsdauer bis 25. Oktober 2019

„Linien – Sinnbild für Anfang und Ende.“ Die Künstlerin zeigt in dieser Ausstellung vorwiegend klein- und großformatige Arbeiten auf und aus Papier sowie Installationen im Raum. Ihrer Arbeit wohnt trotz klarer Formen und Strukturen eine bemerkenswerte Leichtigkeit und Vitalität inne, die Assoziationen an ihre asiatischen Wurzeln wecken.
„Linien begrenzen einerseits, schaffen aber erst die Formen in der Kunst und verbinden sie miteinander. Eine Form kann nie alleine stehen, es entsteht immer eine zweite Form, ein Gegenstück, das wiederum mit der ersten Form ein neues Ganzes ergibt. Die Linie ist gleichzeitig der Ursprung der Form, ihre Begrenzung und ihre Verbindung. In der Linie als Verbindung von einem Punkt zu einem anderen steckt auch unser Sinnbild für Anfang und Ende, für etwas Zeitliches.“

Gu, 1981 in Busan, Süd Korea, geboren, studierte von 2007 bis 2013 an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Karlsruhe. Zuletzt als Meisterschülerin bei Professor Toon Verhoef. 2016 war sie Stipendiatin des Landes Baden-Württemberg in der Cité internationale des Arts in Paris. Mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg bietet das Institut français den Stipendiat*innen nach ihrer Rückkehr die Möglichkeit, ihre in Frankreich entstandenen Arbeiten zu präsentieren.

Einführung in die Ausstellung: Sabiha Keyif, ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)

Eine Veranstaltung des Institut français Stuttgart in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

14. Juli 2019 in Stuttgart: “Conversations” – Philosophische Spaziergänge

Freitag, 12. Juli 2019

14. Juli 2019 – Beginn: 10:00 Uhr | Ende: 17:30 Uhr

Eine partizipative Performance in Bewegung von Bérangère Jannelle mit der Gruppe La Ricotta. „ …so will ich lieber spazieren gehen und denken“, sagte bereits Montaigne.

« Conversations » ist eine partizipative Performance, die den öffentlichen Raum mit der Kunst des philosophischen Disktutierens verbindet. Beim Gang durch die Welt entstehen neue Perspektiven, es kommt zu Begegnungen, die unseren Blick auf die Dinge und Wesen verändern. Konkret werden in dieser Performance die Stuttgarter Park-und Gartenanlagen Hoppenlaufriedhof und Stadtgarten anhand von Texten großer französischer und deutscher Philosophen ‚er-schritten‘.

Fotos: (c) Jannelle Bérangère

Landschafträume im Gehen entdecken und erkunden. Das Projekt verleiht dem Gehen einen essenziellen Sinn. Bereits seit der Antike haben sich die Menschen gehend auf den Weg gemacht, um über sich und die Welt nachzudenken. Die altgriechischen Philosophen waren dabei immer auf der Suche nach Gesprächspartnern, um sie zu befragen und ihre Gedanken aus der Enge der vorgefertigten Meinungen und Klischees zu locken.

Topos im doppelten Wortsinn – Orte erspüren. Das Wort „Topos“ bedeutet „Ort“, aber gleichzeitig auch „das Thema einer Diskussion“. Die Topografie als physikalischer Raum wird erleb-und erspürbar, stößt Gedankengänge an. Werden Räume durchschritten, verändert sich unsere Wahrnehmung und wir werden Teil unserer Umgebung. Die erspürten Landschaften werden zu mentalen Landschaften und umgekehrt. Im Gehen überträgt sich die angewandte Philosophie ganz konkret in die Praxis. Die sprunghaften Gedankengänge Nietzsches, die großen Fortschritte Hegels, die Ausfallschritte Rousseaus und die maßvollen Schritte der Zen-Philosophie werden von den Performer*innen und Zuschauer*innen selbst verkörpert. Auszüge aus den Werken Montaignes, Descartes, von Gilles Deleuze oder von Henri Bergson haben ebenso Eingang in den performativen Akt. Das spazierende Publikum wird explizit aufgefordert, sich zu einem „Dance Walk“ verleiten zu lassen.

Zwischen Intimsphäre und Bürgerrolle. Bérangère Jannelle entwickelte und inszenierte verschiedene Performance-Installationen. Sie schreibt Drehbücher und realisierte zwei Kinofilme. Der Fokus ihrer Theaterarbeit liegt auf einer Formensprache, die sich neuartiger Bühnenkonzeptionen bedient und von den großen philosophischen Fragen unserer Zeit geprägt ist. Eine zentrale Stellung in ihrer Arbeit nimmt die Intimsphäre des Menschen einerseits und seine Rolle als Bürger der Gesellschaft und des Staates andererseits ein.

Jannelles Compagnie vereint eine Vielzahl an Akteur*innen. Für « Conversations » arbeitet sie mit der belgischen, in Berlin lebenden, Schauspielerin Sophie Guisset, dem gebürtigen französischen Schauspieler Charles Morillon – ebenfalls in Berlin ansässig – und dem Choreografen Florian Bilbao zusammen. Nähere Informationen zur Truppe unter: www.laricotta-berangerejannelle.com

Beginn jeweils um 10:30 Uhr | 14:30 Uhr und 16:00 – Treffpunkt Berliner Platz (unter den Bäumen)

Jeder Spaziergang dauert ca. 50 Minuten |Sprache : Deutsch und Französisch (es sind keine Französischkenntnisse erforderlich) | Eintritt: 5 €, frei für Schüler*innen, Studierende, Freunde des Institut français

Anmeldung erforderlich unter 0711-23925-13 oder info.stuttgart@institutfrancais.de
Produktion : Compagnie la Ricotta (Bérangère Jannelle) & Institut français Deutschland

Mit der Unterstützung von : Freunde des Institut francais Stuttgart, Ibis Hotel, Institut français Paris, Service Culturel de l’Ambassade de France in Berlin

Institut français de Mayence: Jacques Offenbach und das Zweite Kaiserreich – Musikalischer Abend

Montag, 3. Juni 2019

Zum Ausdrucken und weitergeben: > Jacques Offenbach und das Zweite Kaiserreich – Musikalischer Abend


(Text: Institut français-Mainz:) Am 4. Juni 2019  (19 Uhr – Eintritt frei) laden wir Sie zu einem > musikalischen Abend anlässlich des 200. Geburtstags des deutsch-französischen Komponisten und Cellisten Jacques Offenbach ein. Der Historiker und Politikwissenschaftler Heiner Wittmann inhaltlich durch den Abend leiten und dabei die historischen Gegebenheiten darlegen. Untermalt wird dies immer wieder mit Musikbeispielen, dargeboten von der Pianistin Susanne von Laun, um die Stimmung des Zweiten Kaiserreichs in Frankreich nachzuempfinden.

Jakob, “Jacques”, Offenbach, geboren am 20. Juni 1819 in Köln, verlässt Deutschland mit seinem Vater und seinem Bruder und zieht im Jahr 1833 nach Paris, u.a. da sein Vater ihm eine bessere Musikausbildung ermöglichen wollte. Sein Werk weist eine Reihe von diversen Einflüssen auf und seine Musik spiegelt die unterschiedlichen Lebensstationen beginnend mit seiner Kindheit wieder. So finden sich in seiner Musik Elemente jüdischer Synagogenmusik, aber auch Eindrücke des Kölner Karnevals wieder. Als Cellovirtuose in Paris beginnt seine Theaterlaufbahn in der französischen Hauptstadt mit weiteren Auslandsgastspielen in Italien, Österreich und in den USA. Jacques Offenbach wird zurecht als einer der originellsten Komponisten des 19. Jahrhunderts bezeichnet und verhilft dem rebellischen und satirischen Musiktheatergenre “Operette” zu weltweiter Berühmtheit…. > Bitte weiterlesen

Afrotopia und die Restitution afrikanischer Kulturgüter. Nachgefragt: Interview mit Felwine Sarr

Montag, 27. Mai 2019

Das folgende Interview enthält eine bemerkenswerte Übung für den Französischunterricht. Am besten 2-3 anhören… und zugeben, dass man immer mehr versteht. Und dann wird entweder ein kurzer Bericht geschrieben oder ein/e Schüler/in stellt die wichtigsten Antworten von Felwine Sarr vor. Immerhin, es geht um einen Neuen Blick auf Afrika et cela n’est pas un mince affaire.

Das > TV-Team unseres Blogs war mit dabei, als unsere Redaktion das Glück hatte, am Freitag, 24. Mai 2019 in Stuttgart Professor Felwine Sarr zu treffen und ihn nach seinem Buch > Afrotopia zu befragen.

Felwine Sarr ist Professor für Wirtschaft an der Universität Gaston Berger de Saint-Louis-du Sénégal. Er hat Dahji 2009, 105, rue Carnot 2011 et Méditations africaines 2013 veröffentlicht.

2016 erschien > Afrotopia im Verlag Philippe Rey. Saar stellt in seinem Buch in seinem Buch eine ganz neue Sichtweise auf den afrikanischen Kontinent vor : “der Status der ältesten Tochter der Menschheit” verlange ein völlig neues Verständnis dieses Kontinents. Er beurteilt die Entwicklungshilfe sehr kritisch, verbindet sie mit viel Unverantwortlichkeiten und er spricht von westlichen Mythen, die die sozialen Bedingungen in Afrika in Gefahr brächten. Für ihn geht es dabei nicht um eine Entwicklung sondern um eine Einwicklung.

Felwine Sarr, > Afrotopia, übs. v. M. Henninger, Berlin: Matthes & Seitz 2019.  >>>

Der Modernität stellt er eine “afrotemporanéité” gegenüber. Er hat einen anderen Begriff von Wachstum, als die Ländern die die Entwicklungshilfe brächten. Er schreibt: “Das wirtschaftliche Denken schafft eine Kultur in dem Sinne, wie sie eine Gesellschaft handeln lässt.” Sarr zeigt sich überzeugt, dass die Entwicklungshilfe Spuren in der “psyché de l’être afrcain” hinterlassen habe. Der wirkliche neue Aufbruch Afrikas ist von der Bildung abhängig. Dabei gehe es aber nicht nur um das technische Wissen, sondern auch um eine Verbesserung der Lehre im Bereich der Sozialwissenschaften.

Mehr Bildung, vor allem mehr Hilfen, das eigene “imaginiare” aufbauen zu können, hängt mit dem Bericht über die Rückgabe der Kulturgüter an Afrikavon Bénédicte Savoy und Felwine Sarr zusammen, den beide kürzlich auf Bitte von Präsident Emmanuel Macron angefertigt haben: > Rapport sur la restitution du patrimoine culturel africain. Vers une nouvelle éthique relationnelle. Der Bericht ist gerade im Verlag Philippe Rey/Seuil erschienen: > Restituer le patrimoine africain.– Eine deutsche Übersetzung liegt vor > Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter, übs. v. D. Faster, Berlin: Matthes & Seitz 2019. Im November 2018 hatte Präsident Macron in der Universität von Ouagadougou erklärt: ” Ich möchte nicht akzeptieren, dass sich ein großer Teil des afrikanischen Kulturgutes in Frankreich befindet. Dafür gibt es historische Erklärungen, aber dafür gibt es keine gültige, dauerhafte und bedingungslose Rechtfertigung. Das afrikanische Kulturgut muss keinesfalls seinen Platz nur in Privatsammlungen und europäischen Museen haben. Das afrikanische Kulturgut muss in Paris, aber auch in Dakar, in Lagos und in Cotonou in Wert gesetzt werden. Das wird eine meiner Prioritäten sein. » Und der Präsident fügt hinzu: “Ich möchte, dass in den folgenden fünf Jahren die Voraussetzungen für eine temporäre oder definitive Rückgabe dieser Güter geschaffen werden”. Seine Rede wendete sich ausdrücklich an die Jugend Afrikas. Wird die Rückgabe bestimmter Kulturgüter ein Beitrag für die Bildung in Afrika sein: “reconstruire un imaginaire collectif ?” Wie werden die Objekte, die zurückgegeben werden sollen ausgesucht? Der Präsident sprach von “fünf Jahren”? Kritiker bezweifeln, onb es in Afrika genügend Voraussetzungen für die Konservierung dieser Güter geben werde?

> Le président Macron nomme deux experts pour la restitution du patrimoine africain – Le Monde 6.3.2018.

Rappel: > Nachgefragt: Die Restitution afrikanischer Kulturgüter. Wir fragen Bénédicte Savoy – 20. April 2019

Am 28. November 2017 hat Präsident Macron in der Universität Ouaga in Ouagadougou in einer Rede die zeitweise oder definitive Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern an Afrika angekündigt. Wir zitieren aus seiner Rede, die wir in ganzer Länge in diesem Artikel > Die Restitution des afrikanischen Kulturerbes anzeigen:

Am 28. November 2017 hat Präsident Macron in der Universität Ouaga in Ouagadougou in einer Rede die zeitweise oder definitive Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern an Afrika angekündigt: “Ich wünsche, dass in den nächsten fünf Jahren, die Bedingungen für eine zeitweise oder definitive Rückgabe afrikanischer Kulturgüter an Afrika geschaffen werden,” nachdem er festgestellt hatte: “… das afrikanische Kulturerbe kann nicht nur in Privatsammlungen und europäischen Museen sein”. Zusammen mit Felwine Sarr hat Bénédicte Savoy sie im Auftrag von Präsident Emmanuel Macron untersucht, unter welchen Bedingungen afrikanisches Kulturgut von Frankreich an die Herkunftsländer zurückgegeben werden könnte. Am 23. November 2018 haben sie ihren Bericht übergeben. Der Bericht ist gerade im Verlag Philippe Rey/Seuil erschienen: > Restituer le patrimoine africain– Ene deutsche Übersetzung ist mittlerweile erschienen.

Bénédicte Savoy > Europäische Museen. Die verdrängte Debatte – Süddeutsche Zeitung – 3.3.2019

 

Frère Jean-Marcel Ollivier (1932-2019)

Samstag, 11. Mai 2019

Le 8 mai 2019, Frère Jean-Marcel Ollivier, oblat régulier de l’abbaye de Fleury et diacre du diocèse d’Orléans est décédé à l’âge de 88 ans.

Ses obsèques ont été célébrées, vendredi 10 mai, à la basilique de > Saint-Benoît-sur-Loire.

Né en 1932 à Saïgon, il vécut son enfance à Cotonou. Il est entré au monastère en 1963, il y fit son oblation en 1966. En 1977, il est ordonné diacre du diocèse d’Orléans pour le service du monastère.

<< 2002

Nous avons fait sa connaissance, il y a plus que vingt ans. Plusieurs fois, nous sommes revenus à la > Basilique – L’Abbaye de Fleury à Saint-Benoît sur Loire où Frère Jean-Marcel recevait les touristes pour leur montrer les secrets de la Basilique. Les visites avec lui étaient un grand événement. Il était certifié par Studiosos.

Nous avons souvent assisté à des visites, quand il menait les touristes dans la crypte. Et nous n’oublions pas les heures de nuit passées dans la crypte lors des vêpres avec la communauté, ses frères qui y terminaient la journée en priant et en chantant. Frère Jean-Marcel s’était retiré dans un foyer à Orléans, où nous nous sommes rencontrés plusieurs fois au cours des dernières années. Il vantait les émissions de l’ARTE et nos rencontres réveillaient nos souvenirs mais aussi l’actualité qu’il suivait et nous faisions ensemble un tour d’horizons p. ex. autour des relations franco-allemandes.

C’est pour honorer notre ami, son humour, mais aussi sa sincérité quand nous parlions de la foi et du monastère, sa passion pour la littérature et pour les langues, surtout pour l’allemand qu’il enseignait aussi à St. Bénoit-sur-Loire et surtout pour son amitié fraternelle que nous montrons ici nos photos prises dans la Basilique que nous avons contemplées avec lui (sur une tablette dans son foyer). Penchés ensemble sur le petit écran, nous nous sommes rappelé ensemble nos visites communes de la Basilique:

Peut-être vous devriez cliquer sur le titre de cet article et charger seulement cet article, et attendre, jusqu’à cet articele soit chargé, et cliquer ensuite sur une photo pour ouvrir cet album (70 photos):

> Bénédictins de Saint-Benoît de Fleury

Nachgefragt: Die Restitution afrikanischer Kulturgüter. Wir fragen Bénédicte Savoy.

Dienstag, 30. April 2019

Neu auf unserem Blog: > Afrotopia und die Restitution afrikanischer Kulturgüter. Nachgefragt: Interview mit Felwine Sarr – 27. Mai 2019 von

Das > TV-Team unseres Blogs war mit dabei, als unsere Redaktion das Glück hatte, gestern in Stuttgart Prof. Dr. Bénédicte Savoy nach der Restitution afrikanischer Kulturgüter zu befragen:

Am 28. November 2017 hat Präsident Macron in der Universität Ouaga in Ouagadougou in einer Rede die zeitweise oder definitive Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern an Afrika angekündigt. Wir zitieren aus seiner Rede, die wir in ganzer Länge in diesem Artikel > Die Restitution des afrikanischen Kulturerbes anzeigen:

Prof. Dr. Bénédicte Savoy hat seit 2016 einen Lehrstuhl am Collège de France > „Histoire culturelle des patrimoines artistiques en Europe, XVIIIᵉ-XXᵉ siècle“ und sie ist die Leiterin des > Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der TU in Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte: Translokationsforschung, Kunst- und Kulturtransfer in Europa, 18./19. Jahrhundert, Museumsgeschichte, Deutsch-französische Beziehungen, Kunstraub und Beutekunst.

Am 28. November 2017 hat Präsident Macron in der Universität Ouaga in Ouagadougou in einer Rede die zeitweise oder definitive Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern an Afrika angekündigt: “Ich wünsche, dass in den nächsten fünf Jahren, die Bedingungen für eine zeitweise oder definitive Rückgabe afrikanischer Kulturgüter an Afrika geschaffen werden,” nachdem er festgestellt hatte: “… das afrikanische Kulturerbe kann nicht nur in Privatsammlungen und europäischen Museen sein”. Zusammen mit Felwine Sarr hat Bénédicte Savoy sie im Auftrag von Präsident Emmanuel Macron untersucht, unter welchen Bedingungen afrikanisches Kulturgut von Frankreich an die Herkunftsländer zurückgegeben werden könnte. Am 23. November 2018 haben sie ihren Bericht übergeben. Der Bericht ist gerade im Verlag Philippe Rey/Seuil erschienen: > Restituer le patrimoine africain.– Eine deutsche Übersetzung liegt vor > Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter, übs. v. D. Faster, Berlin: Matthes & Seitz 2019

> Le président Macron nomme deux experts pour la restitution du patrimoine africain – Le Monde 6.3.2018.

Wir haben Bénédicte Savoy gefragt, wie darf oder soll man den Inhalt Ihres Berichts verstehen? Wie interpretiert Sie das Ziel ihrer Vorschläge und die des Präsidenten : « der Jugend Afrikas einen Zugang zu ihrer eigenen Kultur zu geben“. Warum hat man das Wort “restitution” gewählt?

Wie wird die Frage der Unveränderbarkeit L’aliénabilité – Verfügungsverbot- Idee des Universalmuseums, bekräftigt von der Académie des Beaux Arts am 28.11.2018 der öffentlichen französischen Sammlungen behandelt?

ALs Savoy und Sarr mit ihrem Bericht beinahe fertig waren, haben sie in den französischen Archiven den Bericht von Pierre Quoniam 1982 über die Rückgabe von Kulturgütern entdeckt. Damals ist nichts passiert. Sind die Perspektiven heute besser?

Bénédicte Savoy > Europäische Museen. Die verdrängte Debatte – Süddeutsche Zeitung – 3.3.2019

Präsident Macron spricht für Frankreich, aber er hat auch die europäischen Museen im Blick und in diesem Zusammenhang darf man auch an seine Rede zur “refondation de l’Europe par la culture” anlässlich der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2017 erinnern: > #fbm17 #FRAFRA2017 Le discours d’ouverture d’Emmanuel Macron Es geht nicht nur um die Museen in Frankreich. Er hat Europa im Blick. Wie werden seine Museen reagieren, wenn Macron seine Ankündigungen bezüglich der französischen Museen tatsächlich realisiert?

Ein Adjektiv in der Rede Macrons deutet an, dass da ein Hintertürchen offenbleibt? “temporaire” klingt nach Leihgabe – Der Präsident spricht in seinem Auftrag für Ihren Bericht von „restitutions temporaires ou définitives“ – gibt es da einen Spielraum für die Interpretation seiner Absichten?

Es gibt ja völlig unterschiedliche Wege, wie die Kulturgüter in europäische Museen gelangten (S. 87) – von Kriegsbeute bis Schenkungen, diese Wege haben doch sicherlich auch einen Einfluss darauf, was zurückgegeben werden kann /soll oder muss?

Wenn man die Rede von Präsident am 38. November 2018 in Ouagadougou hört, (Le Président Macron dit « restituer le patrimoine africain à l’Afrique », « das afrikanische Kulutgur an Afrika zurückgeben » ) könnte man den Eindruck bekommen, er möchte die französischen und gar die europäischen Museen leeren? Wieviele Stücke werden von der Rückgabe betroffen werden? Wie interpretieren Sie die Ankündigungen des Präsidenten?
– Macron twitterte „Das afrikanische Erbe darf kein Gefangener europäischer Museen sein.“

Von welchen Zeiträumen sprechen wir? Wie werden die zurückzugebenden Stücke ausgewählt werden?

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