Die Präsidentschaftswahl 2027 in Frankreich

Die französische Präsidentschaftswahl findet in Frankreich am 18. April und 2. Mai 2027 statt. Amtsinhaber Emmanuel Macron kann nach zwei Wahlperioden nicht mehr erneut antreten: S. > Wahlmodus.

Der Wahl des Staatspräsidenten findet in Frankreich alle fünf Jahre statt. Sie hat eine sehr hohe Bedeutung, (s. Sonderseiten der Medien zur Präsidentschaftswahl) auch weil der Präsident gemäß der Verfassung der V. Republik von 1958 (vgl. 65 Jahre V. Republik – 5. Oktober 2023 – auf unserem Blog – über eine ganz erhebliche Machtfülle verfügt.

Gemäß des Wahlmodus wird in zwei Wahlgängen gewählt. Erreicht ein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, gilt er als gewählt. Ansonsten kommen die beiden bestplazierten Kandidaten zwei Wochen später eine Stichwahl

Mit der Wahl 2017 zum Staatspräsidenten gelang es Emmanuel Macron das Links-Rechts-Schema der politischen Landschaft zu überwinden. Seine liberale und proeuropäische Partei entstand 2016 in der politischen Mitte unter dem Namen „En Marche“, wurde später in „La République en Marche“ umbenannt. Mit „Renaissance“ bekam sie abermals einen neuen Namen. Die Gelbwesten-Bewegung und dann die Covid-Krise erschütterten seine Präsidentschaft. Auch fand er u.a. bsds. in Deutschland kein konstruktives Echo auf seine Souveränität Europas“ mittlerweile anerkannt wird.. Die hohe Staatsverschuldung oder die Auflösung der Nationalversammlung 2017 führten zu der Instabilität der Regierungen, die seit 2017 keine Mehrheit in der Nationalversammlung haben

Eine Folge der instabilen Lage und des Ansehensverlusts des Statspräsidenten war das Erstarken der extremen Linken und der extremen Rechten, die beide zur Zeit die aussichtsreichsten Kandidaten für das Amt des Präsidenten stellen:

Folgt man den aktuellen Meinungsumfragen, dann könnte au der extremen linken Seite sich möglicherweise 2027 Jean-Luc Mélenchon (La France insoumise, LFI) nach drei verfehlten Versuchen 2012, 2017, und 2022 an erster Stelle im ersten Wahlgang für die Stichwahl qualifizieren. Er ist in Deutschland bekannt u. a. durch sein Buch Le Hareng de Bismarck (le poison allemand), Paris: Plon2015), in dem er die Stellung Deutschlands scharf kritisiert.

Auf der extremem rechten Seite gehört  Marine Le Pen (Rassemblement national, RN), sie ist 2017 Abgeordnete der französischen Nationalversammlung und seit Juni 2022 Vorsitzende der Fraktion des RN zu den aussichtsreichsten Kandidaten. Sie wurde gerade erst im Berufungsverfahren wegen der Veruntreuung von EU-Geldern erneut verurteilt. Sie ging in Revision, wodurch eine aufschiebende Wirkung für das Urteil entstand.

Marine Le Pen hält trotz Verurteilung an Präsidentschaftskandidatur fest – Die Welt – 8. Juli 2026

Sie hält aber trotzdem an ihrer Kandidatur fest und möchte zusammen mit Jordan Bardella, seit November 2022 Vorsitzender der rechtspopulistischen bis rechtsextremen Partei Rassemblement National (RN) und Europaabgeordneter seit 2019, als Duo in den Wahlkampf ziehen und verspricht Bardella den Posten als Premierminister. Noch vor dem Urteil im Berufungsverfahren, hatte sie versprochen, mit einer elektronischen Fußfessel nicht antreten zu wollen, in diesem Falle wäre Bardella der Präsidentschaftskandidat des RN geworden. Nun legte Le Pen Berufung ein und nutzt deren aufschiebende Wirkung, um an ihrer Kandidatur festzuhalten. Es ist noch nicht ausgemacht, ob Jordan Bardella sich mit dieer Situation zufriedengeben wird.

Die noch radikalere Partei „Reconquête!“ mit Éric Zemmour geört ebenfalls zum extrem rechten Spektrum. Zu ihm muss man auch Éric Ciotti zählen, der die gaullistische Partei  2024  verlassen hat und seitdem 2024 Fraktions- und Parteivorsitzender der „Union des droites pour la République“ (UDR) ist.

Die Partei von Emmanuel Macron in der politischen Mitte (Renaissance/RE) hat noch keine neue Führungspersönlichkeit gefunden.

Gute Chancen hat der der frühere Premierminister – 15. Maii 2017 bis 3. Juli 2020 – Bürgermeister von Le Havre Édouard Philippe („Horizons“), der laut der letzten Umfrage von BMTV – SONDAGE BFMTV. Présidentielle 2027 – zur Zeit bei 19% steht. Es ist noch nicht klar, welche Chance Gabriel Attal („En Marche“) haben wird: er steht zur zeit bei 15 %. Er war von Januar 2024 bis September 2024 Premierminister. Seit Juli 2024 ist er Fraktionsvorsitzender von „Renaissance“ in der Nationalversammlung. Seit Dezember 2024 ist er Vorsitzender von „Renaissance“. Raphaël Glucksmann („Place Publique“) könnte im ersten Wahlgang 11% erhalten. Der frühere Staatspräsident François Hollande („Parti socialiste“ PS) würde 9 % im ersten Wahlgang erhalten. Diese %-Angaben sind wohl nur  nur Näherungswerte, Beobachter gehen davon, dass jede neue Umfrage noch viel Bewegung zeigen wird.

Bernard Cazeneuve („Horizons“) – war bis 2022 in der Parti Socialiste PS, danach in La Convention). Er war ab April 2014 Innenminister, dann Premierminister von Dezember 2016 bis Mai 2017 – hat einen Brief an alle Franzosen verfasst: „Tenir la promesse de la France„: Er stellt ein umfassendes Reformprogramm zur Stärkung von Wirtschaft, Staat und gesellschaftlichem Zusammenhalt in Frankreich vor. Es sieht unter anderem Steuersenkungen, Bürokratieabbau, strengere Maßnahmen gegen Kriminalität und illegale Einwanderung sowie eine stärkere Förderung von Arbeit, Familie und nationaler Souveränität vor. Außerdem werden Reformen in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen, Energie, Landwirtschaft und Wohnungsbau vorgeschlagen, um Wettbewerbsfähigkeit und Kaufkraft zu erhöhen. Das Dokument kann auch als eine Art Diagnose der aktuellen politischen Umstände in Frankreich gelesen werden.

Die Linke Links-Grün und den Sozialdemokraten (PS) versuchen sich auf einen Kandidaten zu einigen, um dem rechten Rand entgegentreten zu können. Ob der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire (PS) an Profil gewinnen kann?


Wahlmodus für die Präsidentschaftswahl

Die Machtfülle des Präsidenten begann mit der > Einführung der V. Republik 1958. Seit der Verfassungsreform von 1962 wird der Staatspräsident direkter und allgemeiner Wahl von allen volljährigen französischen Staatsbürgern gewählt.
Gewählt wird nach dem Mehrheitswahlrecht mit zwei Wahlgängen. Der Kandidat, der im schon im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der gültigen Stimmen erhält, gilt als gewählt. Erreicht niemand diese Mehrheit, findet ein zweiter Wahlgang zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten des ersten Wahlgangs statt. Die erste direkte Präsidentschaftswahl fand 1965 statt. Charles de Gaulle gewann gegen François Mitterrand, der später 1981 Präsident wurde und zwei Amtsperioden mit je sieben Jahren (Septennat) das Amt ausführte. 2000 wurde die Verfassung geändert. Künftig beträgt die Amtszeit des Präsidenten fünf Jahre (Quinquennat). 2008 gab es erneut eine Verfassungsänderung. Nun darf ein Präsident höchstens zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten ausüben, selbst wenn eine der Amtszeiten vorzeitig enden sollte.

> Comment est élu le président de la République et pour combien de temps ?

> Présidentielle 2027 : date à retenir et informations clés – Website www.info.gouv.fr


Meinungsumfragen

> SONDAGE LCI – Présidentielle 2027 : qui sont les mieux placés pour accéder au second tour ? Les résultats de notre baromètre exclusif – LCI 25 juin 2026 – mis à jour le 3 juillet 2026.

> SONDAGE BFMTV. Présidentielle 2027: Jean-Luc Mélenchon candidat le mieux placé à gauche quel que soit le scénario – 11 juillet 2026

Trotz der Zurückhaltung unserer Redaktion gegenüber den Versprechungen der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“, haben wir die Suchfähigkeiten von ChatGPT genutzt:

Unser Prompt: „Nenne alle französischen Präsidentschaftskandidaten in einer Tabelle Name, Partei ausgeschrieben und Abkürzung, aktuelle Funktion, geordnet absteigend nach ihren Erfolgsaussichten gemäß der Umfrage: https://www.bfmtv.com/politique/elections/presidentielle/video-presidentielle-2027-selon-un-sondage-marine-le-pen-serait-en-tete-dans-tous-les-scenarios-au-premier-tour-malgre-sa-double-condamnation_VN-202607120110.html“

Rang Name Partei Abkürzung Aktuelle Funktion Höchster Wert (1. Wahlgang)
1 Marine Le Pen Rassemblement National RN Abgeordnete der Nationalversammlung (Pas-de-Calais), ehemalige Parteivorsitzende des RN 36 %
2 Jordan Bardella Rassemblement National RN Parteivorsitzender des RN, Mitglied des Europäischen Parlaments 34 %
3 Édouard Philippe Horizons HOR Bürgermeister von Le Havre, ehemaliger Premierminister 19 %
4 Gabriel Attal Renaissance REN Abgeordneter, ehemaliger Premierminister 15 %
5 Jean-Luc Mélenchon La France Insoumise LFI Gründer und Führungsfigur von LFI 13 %
6 Raphaël Glucksmann Place Publique PP Mitglied des Europäischen Parlaments 11 %
7 Bruno Retailleau Les Républicains LR Innenminister 11 %
8 Gérald Darmanin Renaissance REN Justizminister 10 %
9 François Hollande Parti Socialiste PS Abgeordneter, ehemaliger Staatspräsident 9 %
10 Sébastien Lecornu* Renaissance REN Premierminister 8 %
11 Olivier Faure Parti Socialiste PS Erster Sekretär (Parteivorsitzender) des PS, Abgeordneter 6 %
12 François Ruffin Debout ! D! Abgeordneter 6 %
13 Éric Zemmour Reconquête ! REC Parteivorsitzender
4–5 %
14 Marine Tondelier Les Écologistes LE Nationale Sekretärin (Parteivorsitzende) 3 %
15 Fabien Roussel Parti Communiste Français PCF Nationaler Sekretär des PCF, Abgeordneter 3 %
16 David Lisnard Nouvelle Énergie NE Bürgermeister von Cannes 2 %
17 Nicolas Dupont-Aignan Debout la France DLF Parteivorsitzender, Abgeordneter 2 %
18 Nathalie Arthaud Lutte Ouvrière LO Sprecherin von Lutte Ouvrière 0,5 %

Sonderseiten der Medien

> RTL Présidentielle 2017 – RTL

> Élection présidentielle 2027 : la course aux candidatures est déjà lancée – LCI

Die Sitzung des Deutsch-Französischen Sicherheits- und Verteidigungsrates am 17. Juli 2026

Auf dem deutschen Luftwaffenstützpunkt in Nörvenich hat am 17. Juli 2026 eine Sitzung des Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrats (DFVSR) – Conseil franco-allemand de défense et de sécurité, CFADS) – stattgefunden. Das Ende des gemeinsamen Kampfflugzeugprojekts FCAS (Future Combat Air System) wohl aufgrund der unterschiedlichen Ansichten der beteiligten Industrieunternehmen, die Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich des Freihandelsabkommens mit den MERCOSUR-Staaten, auch die unsicheren politischen Perspektiven beiderseits des Rheins: die Kandidatur von Marine Le Pen für das Amt des Staatspräsidenten und der Zuspruch hierzulande zugunsten der prorussischen AfD, dann die deutsche Beschaffung von amerikanischen Tomahawks, obwohl der Bundeskanzler verspricht, man wolle die Entwicklung europäischer Kurzstreckenraketen vorantreiben, das alles streut Sand in das deutsch-französische Getriebe, so dass man nicht mit Sicherheit sagen kann, ob sein Knarzen nur die üblichen Betriebsgeräusche verrät.

Es gab also auf der Sitzung des Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrats (DFVSR) viel zu besprechen. Jeder deutsch-französische Gipfel war schon immer eine Gelegenheit, sich gegenseitig zu versprechen, man wolle künftig enger zusammenarbeiten, die Beziehungen vertiefen und die Kooperation verstärken. Das Treffen führte auch zur Einrichtung einer „strategischen Steuerungsgruppe“, die auch Gespräche über die Atomwaffen führen soll: s. hie r unten die Pressekonferenz

Heute hat der Élysée-Palast die Ergebnisse der Sitzung des Deutsc-Französischen Sicherheitsrates veröffentlicht: > Conclusions du Conseil franco-allemand de défense et de sécurité du 17 juillet 2026. – Site du Palais de l’Élysée. Elf Seiten, die unserer Redaktion gelesen hat, um eine Liste der darin enthaltenen Aussagen zu den Perspektiven einer gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu erstellen:

Es ist nicht einfach anhand dieses Dokuments eine Liste mit den anvisierten Vorhaben zu erstellen, denn Absichtserklärungen und tatsächliche gemeinsame Projekte sind nicht immer wirklich trennscharf zu erkennen. Die Gemeinsamen „Strategische Perspektiven“ sehen den Ausbau der deutsch-französischen Sicherheits- und Verteidigungszusammenarbeit vor. Man will eine „gemeinsame strategische Kultur („… , la France et l’Allemagne renforceront encore leur coopération stratégique et leur culture stratégique commune“) verstärken. Angesichts der aktuellen transantlantischen Lage soll die europäische Sicherheit*, also der europäischen Pfeilers der NATO gestärkt werden. Und man eine „stärkere europäische Verteidigungsindustrie“ fördern und so eine größerer strategische Unabhängigkeit erreichen. Das klingt wie ein Prolog für neue Aufgaben.

Die gemeinsame Abstimmung bei konventionellen Streitkräften, Präzisionswaffen und Raketenabwehr soll intensiviert werden. Deutschland wird demnächst zum ersten Mal an einer französischen Nuklearübung teilnehmen: vgl. dazu > Frankreich und seine Nuklear-Strategie – 2. März 2026 auf unserem Blog. – E

Dazu  Dt.-frz. Ministerrat. Pressekonferenz, Interviews und Analysen – Phoenix vor Ort

In der Pressekonferenz berichtete Bundeskanzler Friedrich Merz, (34:25-38:00 und vgl auch 05:00-07:00) man habe eine „strategische Steuerungsgruppe zwischen unseren beiden Ländern eingerichtet“, die klären soll, „wie wir unsere gemeinsame Abschreckung steigern können“: „Ich habe das Angebot des französischen Staatspräsidenten an dieser nuklearen Abschreckung mitzudenken, erstmalig angenommen.“ und der Kanzler erinnerte an das damalige Angebot von Charles de Galle,den nuklearen Schutzschirm auch auf das deutsche Territorium zu erstrecken, das war von Deutschland aus nie angenommen worden, das mussten wir auch nicht, weil wir in einer andren Welt gelebt haben…“

Klarstellungen:

Es wird ein französisches Rafale-Kampfflugzeug in Deutschland als erstes gemeinsames Projekt stationiert werden. Hinsichtlich des Ausbaus der Europäischen Verteidigungsindustrie dringt der Rat auf eine gemeinsame Standardisierung und Vereinheitlichung militärischer Ausrüstung. Es soll einer europäischer Standard für vernetzte Luftkampfsysteme entwickelt werden und der Rat spricht sich für eine offene, gemeinsame Architektur für Kampfflugzeuge und Drohnen aus.

Das deutsch-französischen Unternehmens Rüstungsunternehmen KNDS. Es wurde auch über die Entwicklung eines gemeinsamen Systems für den kooperativen Einsatz bemannter und unbemannter Bodenfahrzeuge. Mit Großbritannien zusammen sollen Langstreckenwaffen bis 2.500 km Reichweite entwickelt werden. Außerdem wurde über den Aufbau gemeinsamer europäischer Fähigkeiten zur Abwehr ballistischer Raketen und die Zusammenarbeit bei Satellitensystemen, Aufklärung, Ariane-6-Trägerraketen und aktiver Weltraumverteidigung gesprochen. Beide Länder werden die Vorbereitung der JEWEL-Initiative („Joint Early Warning for a European Lookout“) fortsetzen

Sitographie:

26. Deutsch-Französischer Ministerrat und Deutsch-Französischer Verteidigungs- und Sicherheitsrat – 17. Juli 2026 – Website der Bundesregierung

Starkes Duo für Europa: Deutsch-Französischer Verteidigungs- und Sicherheitsrat – 17. Juli 2026 – Website des Bundesministeriums für Verteidigung

Rezension: Une feuille de route pour intégrer l’IA au travail parlementaire -herausgegeben von der Fondation Jean Jaurès

Nachdem unsere Redaktion geade den Band von Dieter Mersch, Kann KI Kunst? Eine ästhetische Kritik, Köln:Herbert von Halem Verlag, 2025 rezensiert hat, sind wir natürlich sehr gespannt, was Théo Bourgoin-Verdier, Antoine Alibert, Jeanne Bouligny, Arthur Doré, Ariane Forgues überlegt haben, um ihre Feuille de route pour intégrer l’IA au travail parlementaire (Fondation Jean Jaurès, Paris 2026) vorzulegen.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) nimmt überall zu, auch im parlamentarischen Bereich. Eine Studie der Fondation Jean-Jaurès und der Agora des collaborateurs, zeigt, dass immer mehr Aufgaben automatisiert werden oder könnten. Da es bislang keinen klaren rechtlichen Rahmen gibt, liegt die Nutzung von KI im Ermessen der Abgeordneten und ihrer Teams, was Fragen der Organisation, der Zuständigkeiten aber der Grenzenauf wirft. Die Autorinnen und Autoren schlagen verschiedene Maßnahmen vor, um den Einsatz von KI ethisch, sicher und effizient zu gestalten.

Théo Bourgoin-Verdier, Antoine Alibert, Jeanne Bouligny, Arthur Doré, Ariane Forgues
> Une feuille de route pour intégrer l’IA au travail parlementaire
Fondation Jean Jaurès, Paris 2026

Neues von Zweierpasch

1) „Live at the Vosges“ (25.07.26) | Crowdfunding !

Live at the Vosges - Crowdfunding ZweierpaschPanomara, Publikum, Powerkonzert. Die deutsch-französische HipHop Band Zweierpasch will ein einmaliges Albumrecording in den französischen Vogesen umsetzen. Auf dem 1363m hohen Gipfel Hohneck plant sie ein Livekonzert, das zum Album werden soll. Das Publikum wird für „Live at the Vosges“ Teil der Performance, vor atemberaubendem Panorama des dritthöchsten Bergs der Vogesen. Nach zwei abgelehnten Förderanträgen startet sie nun ein Crowdfunding zur partizipativen Finanzierung. Ihr anvisiertes Konzertdatum ist Samstag der 25.07.2026. Publikum ist herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Start vsl ab 16:30 Uhr.

2) African Music Festival +Jesse Royal | ZMF

frican Music Festival +Jesse Royal Emmendingen mit ZweierpaschDie Band spielt im Sommer zahlreiche Festivals. Zu den Highlights zählen unter anderem das Family Concert auf dem Zelt Musik Festival Freiburg am 30. Juli, dem ersten Sommerferientag in Baden-Württemberg. Am 8. August spielen sie mit dem jamaikanischen Superstar Jesse Royal auf dem African Music Festival in Emmendingen. Ende August sind sie auf Festivals in Gütersloh, Olpe (Biggesee Festival) und Germersheim.

Zweierpasch auf Réunion Tour-Dates

>> Tickets Zweierpasch

3) Eindrücke Tournee La Réunion

Zweierpasch waren im April erneut auf der Vulkaninsel La Réunion für drei Konzerte, einen Clip Dreh und mehrere Songwriting Sessions an verschiedenen Orten der Insel. Eindrücke:
>> Fotos Insel & Berge
>> Fotos Théâtre des Sables
>> Clips: La Réunion Zweierpasch

> Zweierpasch auf unserem Blog

8 mai 1945

french german 

Les tâches pour les élèves :Écrivez un texte de votre choix: un article de journaux, un courriel … : > Exemples pour cet exercice.

1. Lacérémonie à Pais sous l’Arc-de Triomphe a été célébrée oour commémorer quelle journée ?

2. Quelles chansons ont été chantées?

3. Racontez l’histoire du „Chant des partisans“

PONS vous aide toujours.

8 mai 2026 : 10h30 Cérémonie officielle
Cérémonie de commémoration du 81ème anniversaire de la Victoire du 8 mai 1945.

En direct: https://x.com/Elysee/status/2052668493053538524

Le Chant des Partisans

Ami, entends-tu le vol noir des corbeaux sur nos plaines ?
Ami, entends-tu les cris sourds du pays qu’on enchaîne ?
Ohé ! partisans, ouvriers et paysans, c’est l’alarme !
Ce soir l’ennemi connaîtra le prix du sang et des larmes…

Montez de la mine, descendez des collines, camarades
Sortez de la paille, les fusils, la mitraille, les grenades…
Ohé ! les tueurs, à la balle ou au couteau tuez vite !
Ohé ! saboteur, attention à ton fardeau… dynamite !

C’est nous qui brisons les barreaux des prisons pour nos frères,
La haine à nos trousses et la faim qui nous pousse, la misère…
Il y a des pays où les gens au creux du lit font des rêves
Ici, nous, vois-tu nous on marche et nous on tue, nous on crève…

Ici, chacun sait ce qu’il veut, ce qu’il fait quand il passe…
Ami, si tu tombes un ami sort de l’ombre à ta place.
Demain, du sang noir séchera au grand soleil sur les routes.
Sifflez compagnons, dans la nuit la liberté nous écoute…

> Der Tod des Widerstandskämpfers Jean Moulin, DLF, 8.7.2018

> Pourquoi la prison de Montluc est-elle devenue un enjeu de mémoire ? France-Culture, 16.1.2023

> Épisode 9/29 : Jean Moulin raconté par les résistants Emmanuel d’Astier, Henri Fresnay, François de Menthon, Jean-Pierre Lévy – France-Culture – 1.6.2021

Zur Erinnerung:

> La Marseillaise – site du Palais de l’Élysée

Le texte: > Le Chant des Partisans 1943

> Le chant des partisans

Regarder :> Le chant des partisans – Les Stentors

> Le chant des partisans – www.histoire-image.org

Exposition: > Le Chant des partisans, création et diffusion -cwww.ordredelaliberation.fr

> La célébration du 8 mai – site du gouvernement français

> Zweiter Weltkrieg: Tag der Befreiung am 8. Mai 1945 – Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

> Président Emmanuel Macron s’exprime depuis le Mémorial de la Shoah. – 27. Januar 2020

> Commémoration du 75e anniversaire de la libération du camp de concentration d’Auschwitz-Birkenau – 24. Januar 2020

> Bibliographie: Erinnerungskultur > 1933-1945


Jacques Lusseyran erblindet im Alter von acht Jahren. Doch dem Jungen gelingt es, den Schicksalsschlag in eine innere Stärke zu verwandeln, die ihn befähigt, auf unvergleichliche Weise zu »sehen«. So wird der charismatische Jugendliche Kopf einer Widerstandsgruppe gegen die Nationalsozialisten und überlebt das KZ Buchenwald. Seine außergewöhnliche Lebensgeschichte erzählt vom unzerstörbaren Glauben an das Leben; inspirierend, poetisch und zutiefst bewegend.

Jacques Lusseyran
> Das wiedergefundene Licht
Aus dem Französischen von: Uta Schmalzriedt
1. Auflage 2024, Stuttgart: Klett-Cotta 2024
336 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98823-9
Diese Ausgabe ersetzt die ISBN: 978-3-608-93115-0

> Lesebericht: Jacques Lusseyran, »Das wiedergefundene Licht«
Verfasst von Heiner Wittmann

75 Jahre Institut francais in Stuttgart

Das war ein eindrucksvoller Abend im Institut français. Das muss man sich klar machen! Vor 75 Jahren wurde 1951 das Institut français in Stuttgart eröffnet. An diesem Abend hat der französische Botschafter, Exzellenz François Delattre, dem Koch, Musiker und Schriftsteller der Wielandshöhe Vincent Klink den Orden eines Chevaliers dans l’Ordre du Mérite agricole verliehen. So verdient!!! Und Oberbürgermeister Frank Nopper hat eine bewegende Ansprache gehalten und dabei an die so eindrucksvolle Geschichte des Institut français erinnert. Was haben wir alles in diesem Saal, in dem diese Veranstaltung stattfand, schon erlebt!

Anne-Sophie Guirlet-Klotz (ERnst Klett Sprachen) hat über den Abend auf Linkedin berichtet: „Manchmal genügt ein einziger Abend, um zu spüren, was Europa im Innersten trägt. Die Eröffnung der 22. Französischen Wochen im Großraum Stuttgart war gestern ein solcher Augenblick.“ Bitte weiterlesen.

Jan Sellner, > 75 Jahre Institut français „Es lebe die deutsch-französische Freundschaft!“ – und der Humor – Stuttgarter Nachrichten 22.04.2026

Die Gefahren von TikTok

Les tâches pour les élèves :

1. Lisez la lettre adressée par le ministre de l’Éduction nationale Édouard Geffray à la procureure de la République

2. Résumez la letrre en quelques phrses. Qu’est-ce que le ministre reproche-t-il au TikTik ?

3. Commentez la lettre du e ministre de l’Éduction nationale.

4. Prenez position. Le minstre a-til raison d’accuser TikTok ?
ieeinces avec TitkTok? Parlez en:

6. Discutez en classe : Quels sont les dangers de TikTok ?

> Aufgaben auf unserem Blog : Didaktische Hinweise

PONS hilft Euch:

Der Mechanismus von TikTok habt was perfides. Schon beim Öffnen des ersten Videos und der folgenden Videos misst TikTok die Verweildauer und merkt sich blitzschnell die Vorlieben des Besuchers und orchestriert dann das für ihn passende Menü, das ihn immer fester an TikTok bindet. Oft habe ich Schüler dabei beobachtet, wie sie gucken, wischen und eigentlich gar nicht genau mitbekommen, was sie da eigentlich ansehen. Ein Zeitvertreib? Gucken was ihre Freunde machen? Nichts von ihren Stars verpassen? Wie oft sieht man die geschickte Bewegung, wenn Schüler ihr Handy zur Hand nehmen und entsperren, das ist immer eins und dann der Block darauf… ob sie gerade über die Straße laufen, … auf den Bus warten oder sich im Unterricht langweilen. Eine echtes Informationsbedürfnis steckt nie dahinter, meist Langeweile oder Suche nach einem Zeitvertreib. Immer gespannt, etwas Neues zu sehen. Wisch.

Jetzt der französische Erziehungsminister Édouard Geffray zu Recht die Reißleine gezogen und die Justiz über die Suchtgefahren bei Jugendlichen, die TikTok verursacht, informiert:

La lettere d’Édouard-Geffray adressé à la procureure de la République *.pdf >>>>>>>>

> Procédure d’enquête contre TikTok : le ministère transmet un signalement au parquet de Paris Site du Ministère de Education nationale

Der Minister ist nicht zimperlich und spart nicht mit Worten, sondern nennt ganz offen das Problem:

„Ich habe soeben bei der Staatsanwaltschaft Paris eine Anzeige bezüglich der Funktionsweise dieses sozialen Netzwerks eingereicht.

Während 30 % der Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren unter depressiven Störungen leiden, deutet alles darauf hin, dass der Algorithmus von TikTok Minderjährige in eine tödliche Spirale aus Inhalten zu Essstörungen, Selbstverletzung, Depressionen und Selbstmord treibt. Ein einziges Video reicht aus, um diesen Teufelskreis in Gang zu setzen.

Das Ministerium hat dies direkt festgestellt, indem es ein Scheinkonto eines Minderjährigen erstellt hat: Das Phänomen der Gefangenschaft tritt sofort ein und verschlimmert sich sehr schnell.

Angesichts dieser Tatsachen, die mehrere Straftaten darstellen könnten, war es notwendig, die Justiz einzuschalten. Der Schutz unserer 12 Millionen Schüler darf keinerlei Kompromisse dulden.“

Sur notre blog:

> Interdire les réseaux sociaux aux moins de 15 ans. – Soziale Netzwerke für Jugendliche unter 15 Jahren verbieten – 25. Januar 2026

> Vorschlag: Keine sozialen Netzwerke mehr für Jugendliche unter 15 Jahren in Frankreich – 30. April 2025

> Éditorial – Jugendliche und soziale Netzwerke – 1. Mai 2025

> Les réseaux sociaux et la reconnaissance faciale oder Soziale Netzwerke entwickeln sich zu Datenkraken – 14. Dezsember 2011 !

Der zweite Wahlgang der Kommunalwahlen in Frankreich am 22. März 2024

Vor einer Woche fand > Der erste Wahlgang der Kommunalwahlen in den 34 876 Kommunen in Frankreich statt. Heute wurden die Wähler zum zweiten Mmal an die Urnen gerufen:

Die Kommunalwahlen 2026 in Frankreich deuten die Kräfteverhältnisse für die Präsidentschaftswahl 2027 an:

Auf unserem Blog: > Présidentielle 2027 : Rendre la confiance aux Français. Un entretien avec Pierre-Yves Le Borgn’ – 20. Dezember 2025

Die Linke ist in den drei größten Städte Frankreichs erfolgreich– Paris, Lyon und Marseille –, ihr gelinge naber nicht so recht Bündnisse mit „La France insoumise“. Der Rassemblement National RN konnte in mittelgroßen Städten zulegen, scheiterte jedoch daran, große Städte wie Marseille zu erobern. Der einstige Vorsitzende der Les Républicains (LR), Éric Ciotti, der seine Partei im Stich gelassen hat, um sich mit seiner Partei Union des Droites (UdR) ganz rechten Rand anzunähern hat in Nizza gesiegt.

Michaela Wiegel berichtet in der FAZ: > Der Sieg des Fahrrads (FAZ, 23.03.2026), wie der Wahlsieger Emmanuel Grégoire (PS) In Paris radelte über die von seiner Vorgängerin ausgebauten Radwege zum Rathaus radelte. Er hatte sich gegen die Herausforderin Rachida Dati (Republikaner) durchgesetzt. Grégoire verspricht eine Kontinuität der Verkehrswende, die seine Vorgängerin Anne Hidalgo seit 2014 gegen viel

Benoît Payan hat die Kommunalwahl in Marseille deutlich gewonnen und bleibt Bürgermeister der Stadt. Er siegte mit einer breiten linken Allianz gegen den Rassemblement National, ohne ein Bündnis mit LFI einzugehen. Die traditionelle Rechte erlitt hingegen eine schwere Niederlage und verlor stark an Bedeutung in Marseille. So auch in Strasbourg, wo die Sozialistin Catherine Trautmann gegen die Bürgermeisterin der Grünen, Jeanne Barseghian, durch, die sich mit LFI verbündet hatte.

> Nombre de communes remportées par parti – LE MONDE 23.3.2026:

>Nombre de communes remportées par parti – LE MONDE 23.3.2026″/></a></p>
<p>In Lyon wurde der amtierende Bürgermeister der Grünen, Grégory Doucet (Grüne-PS-PCF-LFI) gegen Jean-Michel Aulas (DVC-LR-Renaissance-Horizons) wiedergewählt. Un Édouard Philippe (Horizons) gewinnt in Le Havre.</p>
<p>Im zweiten Wahlgang blieb ansonsten die traditionelle Rechte blieb stabil und konnte teilweise sogar Gewinne erzielen. Die Linke gewann wichtige Großstädte, wurde jedoch durch schwache Bündnisse mit LFI und interne Konflikte geschwächt. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse eine politisch gespaltene Landschaft und eine anhaltende Konkurrenz zwischen den politischen Lagern.</p>
<p>> <a href=Élections municipales 2026 – Le Monde

> Résultats 2e tour des élections municipales 2026 – Ouest-France

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