Die Präsidentschaftswahl 2027 in Frankreich
Les tâches pour les éléves :>
Sur notre blog :
> Présidentielle 2027 : Rendre la confiance aux Français. Un entretien avec Pierre-Yves Le Borgn’ – 20 décembre 2025
> Les pouvoirs du président de la République / Die Aufgaben des Staatspräsidenten -25. April 2017
> Der fremdsprachliche Unterricht Französisch. La république présidentielle – 11. Februar 2022
Die französische Präsidentschaftswahl findet in Frankreich am 18. April und 2. Mai 2027 statt. Amtsinhaber Emmanuel Macron kann nach zwei Wahlperioden nicht mehr erneut antreten: S. > Wahlmodus.
Der Wahl des Staatspräsidenten findet in Frankreich alle fünf Jahre statt. Sie hat eine sehr hohe Bedeutung, (s. Sonderseiten der Medien zur Präsidentschaftswahl) auch weil der Präsident gemäß der Verfassung der V. Republik von 1958 (vgl. 65 Jahre V. Republik – 5. Oktober 2023 – auf unserem Blog – über eine ganz erhebliche Machtfülle verfügt.
Gemäß des Wahlmodus wird in zwei Wahlgängen gewählt. Erreicht ein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, gilt er als gewählt. Ansonsten kommen die beiden bestplazierten Kandidaten zwei Wochen später eine Stichwahl
Mit der Wahl 2017 zum Staatspräsidenten gelang es Emmanuel Macron das Links-Rechts-Schema der politischen Landschaft zu überwinden. Seine liberale und proeuropäische Partei entstand 2016 in der politischen Mitte unter dem Namen „En Marche“, wurde später in „La République en Marche“ umbenannt. Mit „Renaissance“ bekam sie abermals einen neuen Namen. Die Gelbwesten-Bewegung und dann die Covid-Krise erschütterten seine Präsidentschaft. Auch fand er u.a. bsds. in Deutschland kein konstruktives Echo auf seine Souveränität Europas“ mittlerweile anerkannt wird.. Die hohe Staatsverschuldung oder die Auflösung der Nationalversammlung 2017 führten zu der Instabilität der Regierungen, die seit 2017 keine Mehrheit in der Nationalversammlung haben
Eine Folge der instabilen Lage und des Ansehensverlusts des Statspräsidenten war das Erstarken der extremen Linken und der extremen Rechten, die beide zur Zeit die aussichtsreichsten Kandidaten für das Amt des Präsidenten stellen:
Folgt man den aktuellen Meinungsumfragen, dann könnte au der extremen linken Seite sich möglicherweise 2027 Jean-Luc Mélenchon (La France insoumise, LFI) nach drei verfehlten Versuchen 2012, 2017, und 2022 an erster Stelle im ersten Wahlgang für die Stichwahl qualifizieren. Er ist in Deutschland bekannt u. a. durch sein Buch Le Hareng de Bismarck (le poison allemand), Paris: Plon2015), in dem er die Stellung Deutschlands scharf kritisiert.
Auf der extremem rechten Seite gehört Marine Le Pen (Rassemblement national, RN), sie ist 2017 Abgeordnete der französischen Nationalversammlung und seit Juni 2022 Vorsitzende der Fraktion des RN zu den aussichtsreichsten Kandidaten. Sie wurde gerade erst im Berufungsverfahren wegen der Veruntreuung von EU-Geldern erneut verurteilt. Sie ging in Revision, wodurch eine aufschiebende Wirkung für das Urteil entstand.
> Marine Le Pen hält trotz Verurteilung an Präsidentschaftskandidatur fest – Die Welt – 8. Juli 2026
Sie hält aber trotzdem an ihrer Kandidatur fest und möchte zusammen mit Jordan Bardella, seit November 2022 Vorsitzender der rechtspopulistischen bis rechtsextremen Partei Rassemblement National (RN) und Europaabgeordneter seit 2019, als Duo in den Wahlkampf ziehen und verspricht Bardella den Posten als Premierminister. Noch vor dem Urteil im Berufungsverfahren, hatte sie versprochen, mit einer elektronischen Fußfessel nicht antreten zu wollen, in diesem Falle wäre Bardella der Präsidentschaftskandidat des RN geworden. Nun legte Le Pen Berufung ein und nutzt deren aufschiebende Wirkung, um an ihrer Kandidatur festzuhalten. Es ist noch nicht ausgemacht, ob Jordan Bardella sich mit dieer Situation zufriedengeben wird.
Die noch radikalere Partei „Reconquête!“ mit Éric Zemmour geört ebenfalls zum extrem rechten Spektrum. Zu ihm muss man auch Éric Ciotti zählen, der die gaullistische Partei 2024 verlassen hat und seitdem 2024 Fraktions- und Parteivorsitzender der „Union des droites pour la République“ (UDR) ist.
Die Partei von Emmanuel Macron in der politischen Mitte (Renaissance/RE) hat noch keine neue Führungspersönlichkeit gefunden.
Gute Chancen hat der der frühere Premierminister – 15. Maii 2017 bis 3. Juli 2020 – Bürgermeister von Le Havre Édouard Philippe („Horizons“), der laut der letzten Umfrage von BMTV – SONDAGE BFMTV. Présidentielle 2027 – zur Zeit bei 19% steht. Es ist noch nicht klar, welche Chance Gabriel Attal („En Marche“) haben wird: er steht zur zeit bei 15 %. Er war von Januar 2024 bis September 2024 Premierminister. Seit Juli 2024 ist er Fraktionsvorsitzender von „Renaissance“ in der Nationalversammlung. Seit Dezember 2024 ist er Vorsitzender von „Renaissance“. Raphaël Glucksmann („Place Publique“) könnte im ersten Wahlgang 11% erhalten. Der frühere Staatspräsident François Hollande („Parti socialiste“ PS) würde 9 % im ersten Wahlgang erhalten. Diese %-Angaben sind wohl nur nur Näherungswerte, Beobachter gehen davon, dass jede neue Umfrage noch viel Bewegung zeigen wird.
Bernard Cazeneuve („Horizons“) – war bis 2022 in der Parti Socialiste PS, danach in La Convention). Er war ab April 2014 Innenminister, dann Premierminister von Dezember 2016 bis Mai 2017 – hat einen Brief an alle Franzosen verfasst: „Tenir la promesse de la France„: Er stellt ein umfassendes Reformprogramm zur Stärkung von Wirtschaft, Staat und gesellschaftlichem Zusammenhalt in Frankreich vor. Es sieht unter anderem Steuersenkungen, Bürokratieabbau, strengere Maßnahmen gegen Kriminalität und illegale Einwanderung sowie eine stärkere Förderung von Arbeit, Familie und nationaler Souveränität vor. Außerdem werden Reformen in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen, Energie, Landwirtschaft und Wohnungsbau vorgeschlagen, um Wettbewerbsfähigkeit und Kaufkraft zu erhöhen. Das Dokument kann auch als eine Art Diagnose der aktuellen politischen Umstände in Frankreich gelesen werden.
Die Linke Links-Grün und den Sozialdemokraten (PS) versuchen sich auf einen Kandidaten zu einigen, um dem rechten Rand entgegentreten zu können. Ob der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire (PS) an Profil gewinnen kann?
Wahlmodus für die Präsidentschaftswahl
Die Machtfülle des Präsidenten begann mit der > Einführung der V. Republik 1958. Seit der Verfassungsreform von 1962 wird der Staatspräsident direkter und allgemeiner Wahl von allen volljährigen französischen Staatsbürgern gewählt.
Gewählt wird nach dem Mehrheitswahlrecht mit zwei Wahlgängen. Der Kandidat, der im schon im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der gültigen Stimmen erhält, gilt als gewählt. Erreicht niemand diese Mehrheit, findet ein zweiter Wahlgang zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten des ersten Wahlgangs statt. Die erste direkte Präsidentschaftswahl fand 1965 statt. Charles de Gaulle gewann gegen François Mitterrand, der später 1981 Präsident wurde und zwei Amtsperioden mit je sieben Jahren (Septennat) das Amt ausführte. 2000 wurde die Verfassung geändert. Künftig beträgt die Amtszeit des Präsidenten fünf Jahre (Quinquennat). 2008 gab es erneut eine Verfassungsänderung. Nun darf ein Präsident höchstens zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten ausüben, selbst wenn eine der Amtszeiten vorzeitig enden sollte.
> Comment est élu le président de la République et pour combien de temps ?
> Présidentielle 2027 : date à retenir et informations clés – Website www.info.gouv.fr
> SONDAGE LCI – Présidentielle 2027 : qui sont les mieux placés pour accéder au second tour ? Les résultats de notre baromètre exclusif – LCI 25 juin 2026 – mis à jour le 3 juillet 2026.
> SONDAGE BFMTV. Présidentielle 2027: Jean-Luc Mélenchon candidat le mieux placé à gauche quel que soit le scénario – 11 juillet 2026
Trotz der Zurückhaltung unserer Redaktion gegenüber den Versprechungen der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“, haben wir die Suchfähigkeiten von ChatGPT genutzt:
Unser Prompt: „Nenne alle französischen Präsidentschaftskandidaten in einer Tabelle Name, Partei ausgeschrieben und Abkürzung, aktuelle Funktion, geordnet absteigend nach ihren Erfolgsaussichten gemäß der Umfrage: https://www.bfmtv.com/politique/elections/presidentielle/video-presidentielle-2027-selon-un-sondage-marine-le-pen-serait-en-tete-dans-tous-les-scenarios-au-premier-tour-malgre-sa-double-condamnation_VN-202607120110.html“
| Rang | Name | Partei | Abkürzung | Aktuelle Funktion | Höchster Wert (1. Wahlgang) |
| 1 | Marine Le Pen | Rassemblement National | RN | Abgeordnete der Nationalversammlung (Pas-de-Calais), ehemalige Parteivorsitzende des RN | 36 % |
| 2 | Jordan Bardella | Rassemblement National | RN | Parteivorsitzender des RN, Mitglied des Europäischen Parlaments | 34 % |
| 3 | Édouard Philippe | Horizons | HOR | Bürgermeister von Le Havre, ehemaliger Premierminister | 19 % |
| 4 | Gabriel Attal | Renaissance | REN | Abgeordneter, ehemaliger Premierminister | 15 % |
| 5 | Jean-Luc Mélenchon | La France Insoumise | LFI | Gründer und Führungsfigur von LFI | 13 % |
| 6 | Raphaël Glucksmann | Place Publique | PP | Mitglied des Europäischen Parlaments | 11 % |
| 7 | Bruno Retailleau | Les Républicains | LR | Innenminister | 11 % |
| 8 | Gérald Darmanin | Renaissance | REN | Justizminister | 10 % |
| 9 | François Hollande | Parti Socialiste | PS | Abgeordneter, ehemaliger Staatspräsident | 9 % |
| 10 | Sébastien Lecornu* | Renaissance | REN | Premierminister | 8 % |
| 11 | Olivier Faure | Parti Socialiste | PS | Erster Sekretär (Parteivorsitzender) des PS, Abgeordneter | 6 % |
| 12 | François Ruffin | Debout ! | D! | Abgeordneter | 6 % |
| 13 | Éric Zemmour | Reconquête ! | REC | Parteivorsitzender |
4–5 % |
| 14 | Marine Tondelier | Les Écologistes | LE | Nationale Sekretärin (Parteivorsitzende) | 3 % |
| 15 | Fabien Roussel | Parti Communiste Français | PCF | Nationaler Sekretär des PCF, Abgeordneter | 3 % |
| 16 | David Lisnard | Nouvelle Énergie | NE | Bürgermeister von Cannes | 2 % |
| 17 | Nicolas Dupont-Aignan | Debout la France | DLF | Parteivorsitzender, Abgeordneter | 2 % |
| 18 | Nathalie Arthaud | Lutte Ouvrière | LO | Sprecherin von Lutte Ouvrière | 0,5 % |
> RTL Présidentielle 2017 – RTL
> Élection présidentielle 2027 : la course aux candidatures est déjà lancée – LCI









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