Gibt es digitale Bildung?

Ergänzung zum Artikel: > Texte schreiben oder Buchstaben suchen? Schreibschrift, Blockschrift oder Touchscreen?


Ergänzung:

merkur-798

in unserem >Lesebericht zum MERKUR 798 November 2015 hieß es über den Beitrag von Kathrin Passig und ALeks Scholz: „Schlamm und Brei und Bits. Warum es die Digitalisierung nicht gibt“ (S.7 5-86) : „Kathrin Passig und Aleks Scholz beschäftigen sich mit dem Begriff »Digitalisierung«: „Seit ein paar Jahren wird die Welt digital.“ (S.75) Da wird es endlich mal Zeit, sich über diesen Begriff zu unterhalten, also zwischen „digital“ und „analog“ zu unterscheiden. eine solche Schwarzweiß-Malerei gibt es gar nicht: „Unsere Umgebung ist weder digital noch analog“. (S. 80)“


> „Lernen mit digitalen Medien“ – LernLab Schule der Bertelsmann Stiftung **** – 6.11.2015

Aus gegebenem Anlass holen wir den folgenden Artikel „Texte schreiben oder Buchstaben suchen? Schreibschrift, Blockschrift oder Touchscreen?“ vom 20. April 2015 nach ganz oben:

Es gibt keine „Digitale Bildung“, es gibt lediglich digitale Hilfsmittel, Programme oder Datenbanken, die Bildung unterstützen:

<<<< Muss man sich wirklich auf den Begriff Digitale Bildung einlassen? > Digitale Bildung

Eine Definition der „Digitalen Bildung“, die für die Didaktik nützlich wäre ist nicht in Sicht. Aber es gibt hochkomplexe Fragen zu diesem Thema:

> Informatik@Schule 2016 – Das Verhältnis von informatischer Bildung und „Digitaler Bildung“
Tagung auf Schloss Dagstuhl. Leibniz-Zentrum für Informatik
21. – 24. Februar 2016, GI-Dagstuhl Seminar 16082

Saskia Esken lässt in ihrem Artikel > Deutschland ist Schlusslicht bei Medien-Unterricht. Bildungssystem muss fit für Digitalisierung werden! im Tagesspiegel am, 16.05.2015, die Kirche im Dorf: „„Digitale Bildung“ meint also nicht etwa die Digitalisierung von Lernprozessen, sondern deren qualitative Veränderung durch den sinnvollen und gezielten Einsatz digitaler Medien. “ Also Bildung mit digitalen Medien. Darauf können wir uns einlassen. Dann fällt sie aber geleich wieder in das alte Muster zurück „Bildung für die digitalisierte Welt soll Menschen zu sozialer Interaktion und Vernetzung über nationale und hierarchische Grenzen hinweg ermächtigen.“ Wie will man eigentlich die Welt digitalisieren? O je: „Gemeinsam vereinbarte digitale Bildungsziele müssen über die kompetente Nutzung von Medien hinaus die Beschaffung und Bewertung von Informationen und den Zugang zum Wissen dieser Welt ebenso beinhalten wie den verantwortungsvollen Umgang mit eigenen und fremden persönlichen Daten.“ Was soll ein digitales Bildungsziel sein? und noch was: „Digital und offen verfügbare Lehr- und Lernmaterialien – sogenannte „Open Educational Resources“ (OER) – eignen sich eben nicht nur zum Konsum, sondern laden ein zum Gestalten, Bearbeiten, Weiterentwickeln und Austauschen.“ Wieso laden gerade solche Ressourcen dazu ein? Und der Rest des Internets?


Dazu: > Offene Bildungsressourcen in der Praxis *.pdf David Klett und Jörn Muuß-Merholz im Gespräch mit Computer+Unterricht 93/2014, S.10 f.

> Warum Verlage ihre Produkte nicht (ohne weiteres) unter freier Lizenz veröffentlichen – David Klett


> JULES FERRY 3.0 – Bâtir une école créative et juste dans un monde numérique **** – 16.10.2014

> Weitere Artikel und Interviews zum Bericht Jules Ferry 3.0 auf unserem Blog.

Auf diesem Blog gibt es über 260 Artikel zu > Web 2.0.

Und zum Thema Digitale Wirtschaft rund 20 Artikel, die über die Aktivitäten des Conseil National du Numérique CNNum berichten.

> Ecrivez-vous à la main ou tapez-vous au clavier ? Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? – 29.10.2010

> JULES FERRY 3.0 – Bâtir une école créative et juste dans un monde numérique **** – 16.10.2014

Digitaler Unterrichtsassistent zu
‘Découvertes Série jaune‘
>>>>>>>

> Wie kommt man am besten nach Digitalien? – 1. April 2015

Die Digtialtechnik verändert den Französischunterricht. Aber in wie vielen Stunden wird heute tatsächlich ein Französischunterricht 2.0 durchgeführt?

> Französischunterricht und das Web 2.0 – 29.11.2010


Unser bestes digitales Hilfsmittel:

pons-woerterbuch


Texte schreiben oder Buchstaben suchen?
Schreibschrift, Blockschrift oder Touchscreen?
– 20. April 2015

Les résultats de la consultation en ligne : Projet de loi pour une République numérique

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pons-glossar-internet-governance

fr-pons-en-ligne-dictionnaire

Texte schreiben oder Buchstaben suchen?
Schreibschrift, Blockschrift oder Touchscreen?

french german 

> Gibt es digitale Bildung? – 21. Januar 2016
> École numérique / Digitale Bildung – 23. Oktober 2017
> Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? – 27 août 2017

> Französischlernen mit dem Computer (I)
> Französisch lernen

15 deutsch-französische Vorschläge für das digitale Europa

Gestern fand im Elysée-Palast eine > Grande conférence numérique franco-allemande présidée par Angela Merkel et François Hollande statt. Dabei legten Deutschland und Frankreich 15 Punkte vor, mit denen das digitale Europa geschaffen werden soll. Kein Wort davon in der Tagesschau gestern abend, nur die Konferenz wurde erwähnt. Kein Wort von der Konferenz in den wegen Fußball verkürzten Tagesthemen, kein Wort in den Spätnachrichten des Heute Journal. Schade, so bekommen die Zuschauer von der Intensität der deutsch-französischen Kooperation eben nichts mit: Deutsch-französische Beziehungen – 417 Artikel auf unserem Blog. Das Fernsehen verniedlicht, verkleinert, verkürzt alles.

> La première conférence franco-allemande du numérique – Les 15 propositions franco-allemandes pour une transformation numérique de l’Europe – Website L’Usine digitale

Im September hatten die beiden Wirtschaftsminister den > CNNum und den > Beirat „Junge Digitale Wirtschaft“ BJDW mit der Erstellung einer gemeinsamen Studie beauftragt: > Der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel beauftragen zusammen den BJDW und den CNNum mit einer Studie zur Stärkung des digitalen europäischen Binnenmarktes. Jetzt wurden im Elyséepalast die Ergebnisse übergeben: > Plan d’action “Agir pour l’innovation” #API #ConfNum #FrDE – Website des CCNum


Photo: (c) CNNum

Es lohnt sich, die Empfehlungen genau zu lesen. Einiges ist schon bekannt, bedenkt man aber die riesigen digitalen Unterschiede zwischen deutschen und französischen Schulen – man darf ja immer noch fragen, > ob der Französischunterricht in unseren Schulen noch immer 1.0 oder schon 2.0 ist dazu auch: > Frankreich und Deutschland: Der Vergleich V Web 2.0 in der Schule, dann wird schnell deutlich, dass der verstärkte Austausch besonders auf dem Gebiet der digitalen Wirtschaft, auf französisch le numérique – als umfassender Begriff, der auch die Bildung mit einschließt, für beide Seiten große Vorteile bringen wird.

Es darf dabei nicht übersehen werden, dass der CNNum in Frankreich (Unser TV-Studio: > Nachgefragt: Benoît Thieulin, CNNum) viel bekannter, viel größer als sein deutsches Pendant der bjdw bei uns ist. Der Beirat „Junge digitale Wirtschaft“ ist bei uns wenig bekannt und in der Öffentlich kaum in Erscheinung getreten. Nachdem der CNNum in Frankreich Pate des > Berichts Jules Ferry 3.0 gewesen ist, mit dem das digitale Lernen in allen seinen Aspekten untersucht worden ist, und der CNNum im Juni 2015 seinen > Bericht #AmbitionNumérique (> Vorgestellt. Webmontag in Stuttgart: Der Bericht #AmbitionNumerique des CNNum) vorgelegt hat, ergeben sich durch diese Kontakte sicherlich auch bei uns eine Aufwertung des bjdw.

Deutschland kann von Frankreich in Sachen digitaler Wirtschaft/le numérique einiges lernen. Das neue Digitalgesetz, das von der Staatssekretärein Axelle Lemaire gerade als Gesetzesvorschlag vorbereitet wird, stand in einem Anhörungsverfahren online öffentlich zur Diskussion > La République numérique en actes : Le projet de loi pour une République numérique. Das gab es in Berlin noch nie. Ob man in Paris bei der Auswertung der Anhörung unserer Präambel > https://www.republique-numerique.fr/consultations/projet-de-loi-numerique/consultation/consultation/opinions/section-1-ouverture-des-donnees-publiques-1/preambule-1 berücksichtigen wird? die Umfrage des CNNum
Sicherlich hat die Umfrage des CNNum bei der Organisation der öffentlichen Anhörung zum Digitalgesetz als Vorbild gedient.

Fassen wir den den > deutsch-französischen AKtionsplan für Innovation (API) (> Kurzfassung auf der Website gestarted.de) zusammen:

Beide Seiten „fordern, dass ‚digitale Bildung‘ schrittweise in wesentliche Bildungsprogramme integriert wird“. Alle Bürgerinnen und Bürger sollten „digitale Technologien (wie Programmieren, algorithmische Programmiersprachen, Datenanalyse, Robotik, Webdesign, 3D­Druck etc.) beherrschen“, außerdem sollten sie auch „alle Dimensionen der digitalen Revolution (die soziale, politische, wirtschaftliche, technische und ethische) verstehen und Fähigkeiten entwickeln, die für Unternehmertum und Innovation qualifizieren (Projekte, Kooperation etc.).“ Beide Räte sind der Auffassung digitale Studiengänge könnten ein nützlicher Beitrag zur Verbesserung von Lehrplänen, Inhalten, Methoden und Bewertung sein.

Beide Räte fordern als Schwerpunkt des europäischen Fahrplans massive Investitionen in die digitale Bildung ­ auf drei Ebenen „Anpassung von Lehrmethoden, Lerninhalten und Instrumenten an die Bedürfnisse der digitalen Gesellschaft, Förderung der Entwicklung eines wettbewerbsfähigen E­Education­Sektors; Einrichten neuer Lehrstühle und Forschungszentren für E­Entrepreneurship, Aufbau von Kompetenzen in den Bereichen elektronische Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle, Erhalt eines großen Potenzials für Innovation und soziale Kompetenz für Beschäftigte in KMU und großen Industrieunternehmen.“

In dem Papier wird die Stärkung eines offenen und kooperativen Netzwerks europäischer digitaler Schulen, Institute, Forschungszentren etc. auf europäischer Ebene beschrieben. Die Ressourcen­vVergemeinschaftung solle vereinfacht werden, ein europäisches transdisziplinäres Forschungsprogramm für die digitale Transformation entstehen, die ‚digitalen Studiengänge‘ (wirtschaftliche, soziale, rechtliche, technische, ethische und organisatorische Aspekte), grenzüberschreitende Bildungs­ und Forschungsprojekte sowie die Mobilität von Studierenden und Forschern erleichtert werden. „Wir sollten Teil eines erneuerten europäischen Bildungs­ und Forschungsumfeldes sein, das Transdisziplinarität, Multikulturalismus, Wissenstransfer und Unternehmergeist fördert. Es könnten starke und sichtbare Partnerschaften zwischen dem künftigen Deutschen Internet-­Institut und seinem/n französischen Pendant/s entstehen.“

Europäische Ökosysteme für E­Startups: „Wir sollten europäische Märkte für eine grenzüberschreitende Koordinierung der Beteiligten und Kooperation zwischen Startups, KMU und großen Industrieunternehmen unterstützen und wir sollten europäische Förderprogramme für die Unterstützung von Messen und Veranstaltungen einsetzen, die von digitalen Startups und für diese organisiert werden.“

Europäische Startups müssen ihren Ursprung in Europa haben. Sie sollten sich als „europäische und nicht als nationale Akteure positionieren. Frankreich und Deutschland sollten günstige und einheitliche steuerliche und soziale Bestimmungen für innovative Startups in Europa unterstützen, um deren Entwicklung zu fördern und Barrieren, die deren Internationalisierung behindern könnten, abzubauen.“

Unter der Überschrift „Europäisches Risikokapital für E­Innovationen“ wird ein attraktiveres europäisches Umfeld gefordert: Investitionen in Startups sollten in der Frühphase gefördert werden, Privatpersonen sollte es ermöglicht werden, in die Digitale Wirtschaft zu investieren. Startups und Investoren auf europäischer Ebene sollen einen besseren Zugang zum Finanzmarkt erhalten. Konkret heißt es in dem Papier: „Wir müssen in Europa im Bereich Eigenkapital ein besseres Gleichgewicht herstellen, das heißt uns weg von schuldenbasierter Finanzierung und hin zu eigenkapitalbasierter Finanzierung bewegen, um die Finanzierungskette an die innovationsbasierte Wirtschaft anzupassen: Dazu müssen wir die Rolle institutioneller Investoren (von Banken, Versicherungen, öffentlichen Akteuren) bei der Finanzierung von Innovationen anpassen und damit einen kulturellen Wandel anstoßen, um eine bessere Herangehensweise an neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen.“

Im „Europäischen Digitalen Markt“ soll eine „eine Ratingagentur für Plattformen auf der Grundlage eines „Reputationshebels“ und der Verringerung von Informations­Asymmetrien durch flexiblere Instrumente schaffen, um die herkömmliche B2B­Regulierung zu ergänzen.“

Steuerschlupflöcher sollen gestopft werden: „Deutschland und Frankreich sollten erklären, dass Gewinne dort versteuert werden müssen, wo sie erzielt werden, und zu diesem Zweck müssen sie die Schaffung neuer Regeln zur digitalen Steuerpräsenz unterstützen und sich dazu verpflichten, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Regeln umzusetzen, insbesondere auf europäischer, aber auch auf internationaler Ebene, indem sie die Entwicklung internationaler Steuerabkommen unterstützen.“

TTIP:: „Erarbeitung eines offiziellen Dokuments, in dem die deutsch­-französische Position zu digitalen Fragen im Rahmen laufender Verhandlungen im Bereich des Handels (Trade in Services Agreement, Transatlantic Trade and Investment Partnership) festgelegt wird, die die externe Dimension des Digitalen Binnenmarktes prägen werden. …“

Digitale Transformation der europäischen Wirtschaft: In dem Papier werden Schwerpunktthemen der deutsch-französischen Kooperation genannt: Datenökonomie, Internet der Dinge, Big Data mittels Text Mining und Data Mining, Datenportabilität erarbeiten, um in Europa die Wiederverwendung von Daten in verschiedenen Anwendungen zu erleichtern.

Beide Räte fordern eine „deutsch­-französische offene Innovationsstrategie für Unternehmen …, indem wir günstige Rahmenbedingungen und gemeinsame Plattformen für die Zusammenarbeit von KMU und Großunternehmen mit Startups schaffen; dazu gehören auch Mechanismen für steuerliche Anreize.“

Beide Räte fordern die Europäische Union auf, „die Entwicklung von lokalen und offenen Innovations­ und Produktionswerkstätten (Fablabs, Hackerspaces und Makerspaces) finanziell unterstützen. Darüber hinaus sollten wir Forschungsprogramme zu neuen Produkten, Geschäftsmodellen, Technologien und den sozialen Auswirkungen mit Schwerpunkt auf den traditionellen Handwerksberufen und Studierenden fördern, um mehr über die derzeitige Aufwertung der digitalen Technologien und die zu erwartende Verwendung zu erfahren.“

Französisch-Unterricht 2.0 in Frankreich

french german 

Tastatur oder Füller?

Cet article concerne l’enseignement suopérieur :

Lernen mit der Tastatur oder mit dem Schulfüller?

Was willst du böser Geist von mir?
Erz, Marmor, Pergament, Papier?
Soll ich mit Griffel, Meißel, Feder schreiben?
Ich gebe jede Wahl dir frei
Goethe Faust. Der Tragödie Erster Teil

Wir bleiben dabei. Schülerinnen und Schüler müssen zuerst mit einem Füller Texte schreiben lernen, denn ein elektronisches Eingabegerät stiftet nur Verwirrung, macht die Konzentration kaputt und beschert dem Schüler nur Frust, weil seine Schreibwelt nur von außen gesteuert wird. Alles was er einbringt, wird digital von der Maschine verschlungen. Sie macht aus ihm einen Konsumenten, der Lernschritte irgendwie ahnt, aber nicht richtig verinnerlicht. Sein Schreiben leidet unter immer neuen Impulsen, es kann sich nicht oder nur schwerlich mit seinem Vorwissen koordinieren. Seine Phantasie kann sich nicht entfalten, weil jdes

Lernen mit Online-Medien

> Texte schreiben oder Buchstaben suchen? Schreibschrift, Blockschrift oder Touchscreen?

> Lernen mit den Aufgaben auf unserem Blog – 6. September 2018

> JULES FERRY 3.0 – Bâtir une école créative et juste dans un monde numérique – 16. Oktober 2014

> Ecrivez-vous à la main ou tapez-vous au clavier ? Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? – 24. August 2017

> Chefsache: Un grand plan numérique pour l’école – 2. September 2014

> Développer l’école numérique – Digital lernen – 17. Februar 2010

> Kann man eine Hausarbeit mit einer automatischen Bibliographie vorbereiten? – 19. März 2017

> Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet -30. September 2016

Programm in irgendeiner Weise ihm Vorgaben macht. Manchmal darf er im Internet was suchen, ohne einen Eindruck davon zu haben, was da überhaupt drin ist. Immerhin. Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt sehr wohl Pädagogen, die wissen, wie man Schüler/innen auf kluge Weise in die Welt der Online-Medien einführt: So enthält der Bericht > Jules Ferry 3.0 auch eine kluge Abhandlung über den Beitrag der digitalen Welt zum Lernen. Alles in Maßen.

Meine Schüler/innen müssten, bevor sie im Unterricht einen PC anfassen einen PC-Führerschein machen, der aus dem Nachweis besteht, 3-4 Seiten lang zusammenhängend per Füller einen oder mehrere Gedanken entwickeln zu können ohne dabei viel zu streichen. Gelingt ihnen diese Konzentration, dann dürfen sie an den PC.

Auf unserem Blog zu Tastatur, Füller und rund um das Web 2.0 (Auswahl) – > Web 2.0 – 251 Artikel


https://twitter.com/Scritporalis/status/623404609411915776


<<< > Tippen Sie auf der Tastatur oder schreiben Sie mit der Hand? – 15. Januar 2015 von Heiner Wittmann auf dem Blog von Klett-Cotta: „Auch Bücher von 2005 verdienen es, hier angezeigt zu werden. Kaum was anderes ist für die Erziehung und das Aufwachsen von Kindern so wichtig wie die Sprache. Jean-Paul Sartre hat das in den beiden Kapiteln „Lire“ und „Écrire“ seiner Autobiographie Les Mots (1960) sehr eindringlich beschrieben. Die Entdeckung der Welt mittels der vielen Bücher in der Bibliothek seines Großvaters. Das Aufschlagen der richtigen Seite, das Abschreiben, das Einfügen der Konjunktionen, alles zusammen machte seine Feder zur Waffe.“ > Bitte weiterlesen.


Der Bericht des CNNum #AmbitionNumerique –
Für eine französische und europäische Politik des digitalen Wandels

Wir stellen den Bericht des CNNum (auf Deutsch) am 20.7.2015 auf dem > Webmontag in Stuttgart, MFG Innovationsagentur Medien- und Kreativwirtschaft, Meeting Area, 3. OG, Breitscheidstr. 4 (Bosch Areal) vor.


Ein Bericht mit 400 Seiten, eine Vorbereitungsdienst von vier Monaten, rund 18.000 Beiträge, ein ständiger Dialog mit mehreren Ministern und Staatssekretären der Regierung, 70 Empfehlungen, die den digitalen Wandel der Verwaltung, der Wirtschaft und der Gesellschaft in Frankreich befördern soll, sollte auch auf deutscher Seite zur

> Rede von Benoît Thieulin am 18.6.
> Rede von Premierminster Manuel Valls am 18.6.
> Présentation de la concertation
> La journée contributive à Strasbourg
> Der Bericht #AmbitionNumerique als Video
> Der Bericht #AmbitionNumerique als Kurzform
> Der Bericht #AmbitionNumerique
> Prinzipien des Berichts #AmbitionNumerique
> Fotos 18.6.2015
> Die Reaktion der Regierung
> Die Anhörung am 17.6.2015 in der Nationalversammlung

Kenntnis genommen werden, bisher berichtet unser Blog – ohne es eigentlich zu wollen – nahezu exklusiv in Deutschland über den Bericht #AmbitionNumerique des CNNum. Der Rhein ist keine Internetgrenze, die Impulse, die der Conseil National du Numérique CNNum mit seinem Bericht an die europäische Politik adressieren will, haben auch wirtschaftliches Wachstum im Visier. Besonders bemerkenswert ist aber die Art und Weise, wie der Dialog seitens des CNNum mit allen Akteuren in der Wirtschaft und der Politik geführt worden ist. Dieser Dialog mit allen Beiträge ist ein Musterbeispiel, wie eine > Concertation erfolgreich durchgeführt werden kann.

Auf unserem Blog: > Conseil National du Numérique CNNum

Am Donnerstag, 18. Juni 2015, hat der Conseil National du Numérique CNNum bei einer Veranstaltung in der Gaîté Lyrique Premierminister Manuel Valls den Bericht Für eine französische und europäische Politik des digitalen Wandels, in Kurzform #AmbitionNumerique übergeben.


Discours de Benoit Thieulin pour la remise du… von cnnumeriquefr

Und die Antwort von Premierminister Manuel Valls:


Annonce de la stratégie numérique du… von cnnumeriquefr

<<<< > Dossier de présentation de la concertation

Der Conseil national du numérique wurde am 29. April 2011 per Dekret gegründet. Er ist ein Konsultativorgan. Der CNNum hat 30 Mitglieder, die ihm ehrenamtlich angehören und für drei Jahre vom Ministerrat ernannt werden. Der CNUm kann selber tätig werden oder von der Regierung zu allen Fragen des Internets und der digitalen Technik vornehmlich anlässlich von Gesetzesvorhaben befragt werden.

In seinem Schreiben vom 4. September 2015 hat Premierminister Manuel Valls den CNNum beauftragt, Bürgerinnen und Bürger, Akteure der Zivilgesellschaft, der Verbände, der Wirtschaft und der Institutionen nach ihren Bedürfnissen im Rahmen der Digitaltechnik bei der Entwicklung der Wirtschaft, der Innovation, dem Recht zu befragen und einen Bericht zu erstellen.

Der Rat hat die Themen, die der Premierminister genannt hat, in vier Themenbereiche geordnet: 1. Loyalität im digitalen Umfeld u.a. mit dem Recht auf das Vergessen und die Neutralität des Netzes, 2. Digitale Veränderung der öffentlichen Verwaltung u.a. mit Open Data und Open Gov, 3. Wachstum, Innovation und Disruption, u.a. mit neuen Finanzierungsmodellen und der Unterstützung von Innovationen, 4. Digitale Veränderung der Gesellschaft mit der kollaborativen Wirtschaft.

Auf der Website > contribuez.cnnumerique.fr/ hat der Rat in einzigartiger und beispielgebender Weise den Prozess der Meinungsbildung in allen Facetten dokumentiert. Fast eine Art Framework / Muster für politische, demokratische Entscheidungen, an der viele Personen beteiligt sind.

<<< >
Der Bericht #AmbitionNumerique – Für eine französische und europäische Politik des digitalen Wandels

Der Rat hat 17678 Stellungnahmen online eingesammelt und die Beiträge von 5000 Personen in 26 Kapitel eingeteilt. Vier Befragungstage in Straßburg, Lille, Nantes und Bordeaux, mit Experten und Gästen haben das Meinungsbild ergänzt. Es gab auch die Möglichkeit von außen mittels eine Kids, das von der Website des Rates heruntergeladen werden konnte, sich mit Ateliers an den Diskussionen zu beteiligen. 70 Ateliers haben dieses Angebot genutzt. Ihre Vertreter kamen per Videozuschaltung bei den Beitragstagen zu Wort.

„Journée contributive #2 à Strasbourg Loyauté dans l’environnement numérique @Conseil de l’Europe 10 ateliers contributifs3 en duplex -14 pitchs, +200 participants et +200 personnes sur le livestream :“


Résumé de la journée contributive #2 du 9… von cnnumeriquefr

<<<< > Kurzform des Berichts

Der Bericht, der Manuel Valls am 18. Juni übergeben wurde, enthält 70 Empfehlungen des Rates:

„Il s’agit de concevoir le numérique comme ce qu’il est : un facteur de bouleversements importants auxquels il faut donner un sens, une direction et des valeurs. La société numérique n’est pas une force qui va, mais procède au contraire d’un ensemble de choix
individuels mais aussi collectifs” Extrait du texte de vision du rapport

Zuerst die Kurzform als Video:


Le numérique nous concerne tous ! Les grands… von cnnumeriquefr

Der Rat hat seine Empfehlungen mit einigen Prinzipien erläutert:

Der Ausbau der digitalen Technik soll in den Dienst einer solidarischen Gesellschaft gestellt werden. Dabei soll vor allem auf die Verbreitung der Kenntnisse der digitalen Werkzeuge und ihrer Anwendungen geachtet werden. Die Verstärkung und Ausweitung der Handlungsfelder in der digitalen Umgebung können nicht dekretiert werden, sie müsse auf individueller und kollektiver Umgebung geschaffen werden. Die Digitaltechnik öffnet den Weg zu einer „offenen Gesellschaft“, die die Partizipation der Arbeitnehmern, der Kunden, der Akteure und Nutzer miteinbezieht. Um den Rechtsstaat zu wahren, dass die Garantien für die Grundrechte auch im Internet gelten.

Die Übergabe des Berichts an Premierminister Manuel Valls am 18. Juni 2015 in der Gaîté Lyrique:

Bitte öffnen Sie das nachfolgende Fotoalbum mit einem Klick auf ein Foto erst, wenn diese Seite vollständig geladen ist:

Fotos: Heiner Wittmann

70. Empfehlungen in vier Kapiteln:

<<<< Hashtag > #Ambitionnumerique

1. Loyalität und Freiheit in einem gemeinsamen digitalen Raum: Das Internet ist ein gemeinsames Gut. Dazu gehört, so der CNNum die Netzneutralität, eine demokratischere Verwaltung des Internets und stabile internationale Steuerregeln. Diese knappe Zusammenfassung gibt die umfangreiche Hausaufgabe, die der Regierung hier gestellt wird, ist nur eine Andeutung ihres Umfangs, die hier in den Empfehlungen 1-17 stehen. Besondere Aufmerksamkeit erhält das (4.) Selbstbestimmungsrecht der Einzelpersonen über ihre Daten. Außerdem soll die Loyalität der Plattformen (6-10.) auf eine neue Basis gestellt werden. Transparenz, Innovation sind hier die Stichworte.

2. Eine neue Konzeption der Öffentlichkeit (L’action publique). (Jetzt wird es richtig spannend.) Die Institutionen müssen sich auf neue Formen der Politik hinsichtlich einer „offenen Regierung“ mittels transparenter Prozesse und der Mitwirkung in der öffentlichen Politik einstellen. – Der CNNum hat das mit dieser Befragung auf eine eindrucksvolle Art vorgemacht. – Öffentliche Dokumente müssen kostenlos zugänglich sein. Sie haben der Transparenz, der Innovation und der Wirksamkeit öffentlicher Politik zu dienen. Und schließlich soll auch in der Verwaltung eine Kultur der Innovation hergestellt werden.

Und die Regierung greift die Methode der Contribution auf: > Une méthode : #contribuez.

Die Empfehlungen 18-32 enthalten ganz neue Wege für die Regierung: 20. Die Transparenz und die Verfolgbarkeit von Entscheidungsprozessen zu verstärken, 21. Neue Evaluierungsmethoden der öffentlichen Politik erarbeiten, 24. die Nutzung und den Austausch von persönlichen Daten, die die Verwaltungen speichern ordnen. In diesem Zusammenhang wird auch hier das Recht aus Selbstbestimmung über die Daten hervorgehoben.

3. „Das französische Wachstum mit einer Innovationspolitik ankurbeln“ lautet die Überschrift über dem dritten Kapitel. Europa soll sich eine gemeinsame Vision für Innovationen verschaffen, dabei sei mehr Raum für nationale Politikansätze notwendig. Auf nationaler Ebene müssen Finanzierungsinstrumente optimiert werden. Und schließlich sollen die traditionellen Unternehmen eine neue Dynamik erhalten.

Die Empfehlungen 33-46 schlagen u. a. vor, eine bessere Abstimmung zwischen den Unternehmen und der akademischen Welt, der Dialog mit den Sozialpartnern hinsichtlich der Informationstechniken verbessern und die Finanzierung der Unternehmen zu erweitern,

4. Solidarität, Gleichheit und Emanzipation sind die Stichworte für eine digitale Gesellschaft. die Digitaltechnik soll in den Dienst des Einzelnen gestellt werden, der seien Handlungsfähigkeit erweitert, seine Rechte und Freiheiten bestätigt sieht. Der Bericht spricht ausdrücklich von einer „empowerment“ des Einzelpersonen, nicht ihre Kontrollmacht, sondern ihr individuelles oder kollektives Handlungsspielraum solle erweitert werden. Dies soll sich nicht auf ihre Information beschränken, sondern es gilt, ihre Fähigkeiten zu erweitern. Zudem soll das Internet genutzt werden, um die Ungleichheiten zu reduzieren. Hier wird implizit an den > Bericht Jules Ferry 3.0 erinnert, der auch unter Federführung des CNNum entstanden ist. Es gilt die Kenntnisse der Digitaltechnik zu fördern, denn ohne sie kann die digitale Welt keine Aufstiegschancen bieten. Der Bericht fordert „Repenser nos systèmes collectifs“ (> Kurzfassung, S. 27) „Die Digitaltechnik zwingt uns, das Funktionieren unserer Gemeinschaftssysteme zu überdenken, um ihr Wesen wiederzuentdecken.“ (ib.)

Im Kern steht in den Empfehlungen 47-70 ein Ausbau der kollaborativen Wirtschaft, eine Verbesserung der Kenntnisse der Digitaltechnik und aus dem Informationszugang ein Recht zu machen. Außerdem steht in der Empfehlung 60 die Selbstbestimmung über die Daten im Gesundheitswesen..

Die Antwort der Regierung erfolgte unverzüglich:

strategie-gouvernement <<< > Le Premier ministre, Stratégie numérique du Gouvernement – Gaité lyrique 18 juin 2015


Website der Regierung:

> #AmbitionNumérique : „Le Gouvernement a pris la pleine mesure du défi numérique et il entend bien le relever !“

> http://www.gouvernement.fr/la-republique-numerique-en-actes: „Le Conseil national du numérique a remis, jeudi 18 juin, une synthèse de la grande concertation citoyenne lancée en octobre 2014. Sur cette base, le Gouvernement a présenté sa stratégie numérique et son plan d’actions, auquel chaque ministère a contribué. D’ici quelques semaines, un projet de loi numérique sera présenté pour mettre en œuvre les mesures législatives de ce plan d’actions. “

> Stratégie numérique du Gouvernement


Um die Berichterstattung über #AmbitionNumerique hier zu ergänzen, muss auch das Video mit der Anhörung des Präsidenten des CNNum am 17. Juni der Nationalversammlung hier zitiert werden:


Age du numérique : Audition du Conseil national… von cnnumeriquefr

Le colloque annuel du Groupe d’Etudes sartriennes 2015

french german 

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