Wie kommt man am besten nach Digitalien? (II)

16. November 2016 von H. Wittmann

Bezug: > Digitale Strategie 2025 – Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Bildung ist nicht digitalisierbar. Wir brauchen eine Didaktik für das Lernen mit digitalen Medien. Digitalien ist in deutschen Schulen in weiter Ferne. Die technische Ausstattung hinkt trotz der digitalen Agenda der Bundesregierung fast überall um Jahre der technischen Entwicklung hinterher. Es gibt aber > IPad-Klassen, die Schüler an die PC-Technik und das digitale Lernen heranführen. Der > digitale Unterrichtsassistent eröffnet neue methodische Ansätze für die Fachdidaktik.


Neu:

schule-digital-180
„Die diesjährige Sonderstudie »Schule Digital« – Lehrwelt, Lernwelt, Lebenswelt: Digitale Bildung im Dreieck SchülerInnen-Eltern-Lehrkräfte (PDF: 2,85 MB) befragte daher zum ersten Mal Schüler, Eltern und Lehrkräfte gemeinsam zu ihren Digitalkompetenzen und der digitalen Infrastruktur in den Schulen. Schüler, Eltern und Lehrkräfte fordern danach mehrheitlich die umfassende Einbindung digitaler Medien in den Unterricht, eine entsprechende Umsetzung wird jedoch durch fehlende strukturelle Verankerung und damit einhergehende mangelnde IT-Infrastruktur und Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte verhindert.“ <<< BMWi stellt Studien zum Digitalisierungsgrad der Bevölkerung und zur digitalen Schulbildung vor 15.11.2016

> Nationaler IT-Gipfels 2016

Auf unserem Blog:

Jules Ferry 3.0„Dieser Bericht ist viel mehr als eine bloße Bestandsaufnahme. Viele Spezialisten betrachten mit ihrem Spezialwissen von außen den Zustand der Schulen und des Schulsystems in Frankreich. Sie vermuten, dass eine Veränderung der Unterrichtsmethoden eine Verbesserung des gleichen Chancen für alle bewirken könnte. Sie versuchen zu definieren, welchen Anteil der digitale Unterricht an diesen Veränderungen haben könnte.“ > Bitte weiterlesen.

Vergleichen wir diese beiden Berichte miteinander:


Eine kleine Auswahl unserer Beiträge zum Lernen mit digitalen Medien: > Web 2.0 („70)

> Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet
>Digitales Lernen als Bildungsoffensive bei uns – digitales Lernen als Praxis in Frankreich
> Education numérique et la prévention de la radicalisation des jeunes : Sitographie et bibliographie
> Enseigner avec le numérique
> Schule und Politik: Vom Twittern in Frankreich und Deutschland
> Ecrivez-vous à la main ou tapez-vous au clavier ? Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur?
> Französischlernen mit dem Computer (I)
> Künftig gemeinsam und digital: Deutsch-französische Kommission für Digitaltechnik DFKFD > Freitag, 1. April 2016
> Der Vergleich X: Digitale Agenda 2025 in Deutschland und die Loi numérique en France
> Texte schreiben oder Buchstaben suchen? Schreibschrift, Blockschrift oder Touchscreen?
> Les grandes étapes du plan numérique

und > 220 weitere Artikel zu Web 2.0


In 16 Bundesländern gibt es in jedem Regierungsbezirk ganz unterschiedliche Ansätze, die Schulbildung mit digitalen Aspekten zu modernisieren. Noch ist bei uns keineswegs sicher, ob man Schülerinnen und Schülern empfehlen sollte, mit der Hand gute Texte schreiben oder mit dem IPad in den unergründlichen Weiten des Internets Informationen zu suchen, die auch die Schülerbibliothek, in Frankreich CDI genannt, für Sie bereithält.

Dafür aber gibt es bundesdeutschen Schulen Unterrichtsformen wie Offener Unterricht und Gruppenarbeit, von denen der Frontalunterricht auch in Frankreich bestimmt etwas lernen könnte. Selbstbestimmtes Lernen, kompetenzorientierter Unterricht, Methodentraining sind Stichwörter, die in einen deutsch-französischen Schulvergleich mit Gewinn eingebracht werden könnten.

> http://www.education.gouv.fr/panorama-services-numeriques/ – Website des Erziehungsministeriums in Paris

> Un outil numérique par mois – Equipe TICE Limoges

> Classes TICE ****

In Frankreich gibt es hingegen landesweite Initiativen, die Einführung des digitalgestützen Lernens massiv und vor allem mit staatlicher Unterstützung zu fördern. > Chefsache: Un grand plan numérique pour l’école.

Vgl. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich im November 2016 zum Einsatz digitaler Medien in der Schule:

Wir haben auf unserem Blog in den letzten Monaten über diese Initiativen ausführlich berichtet. Ein Bericht wie > Jules Ferry 3.0 mit seinen so gut gelungenen zentralen Empfehlungen wäre in Deutschland kaum möglich, müsste man doch zuerst die Vielfalt der überall so unterschiedlichen Ansätze in den 16 Bundesländer auflisten. Landesweite Initiativen wie das > Netzwerk Canopé in allen Regionen Frankreichs oder die perfekt gestaltete Website von > Eduscol suchen in Deutschland vergeblich ihresgleichen.

Im Grunde genommen sind die digitalen Lernsituationen beiderseits des Rheins eigentlich unvergleichbar. Jeder Versuch eines Vergleichs stösst nur auf Unterschiede. Das ist aber überhaupt kein Grund zur Entmutigung, denn beide Seiten verfügen über bemerkenswerte Trümpfe, die zusammengenommen, bewertet man sie vom Standpunkt der Ergänzung aus, gemeinsam genutzt werden sollten, zumal die Ziele, Bildung durch den Einsatz der PC-Technik zu verbessern, dieselben sind.

Bitte lesen Sie weiter: > Wie kommt man nach Digitalien I

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