Die Frankreich-Strategie des Saarlandes

18. Januar 2017 von H. Wittmann

Forschungsprojekt zur Frankreichstrategie des Saarlandes: > www.soscisurvey.de/frankreichstrategie


Die Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer hat gestern, am 17. Januar 2015, zahlreiche Akteure der Politik und der Zivilgesellschaften der Großregion zu einem Runden Tisch in die Staatskanzlei nach Saarbrücken eingeladen. Bei dieser Veranstaltung wurde die im Rahmen der Frankreich-Strategie bereits durchgeführten Projekte vorgestellt, und die Ministerpräsidentin bekräftigte ihre Entschlossenheit die Frankreich-Strategie zu einem unumkehrbaren Prozess auszubauen, der dem Saarland bis 2043 die Zweisprachigkeit sichern soll.


Auf unserem Blog:
> Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes – 22. März 2015

> Bis 2043 wird Französisch Verkehrssprache im Saarland 20. Februar 2015


Die Ministerpräsidentin begrüßte die zahlreichen französischen Gäste aus den Nachbarregionen des Saarlandes, aus der Großregion. In ihrer Ansprache erinnerte sie an die Konzeption der > Frankreich-Strategie des Saarlandes als einen Beitrag zu einem Europa der Mehrsprachigkeit. Mehr Europa, mehr Zusammenarbeit lautet ihre Devise. Brexit und eine möglicherweise anstehende Neujustierung des transatlantischen Verhältnisses sind Hinweise darauf, so die Ministerpräsidentin in ihrer Ansprache, wie dies auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel betont habe, dass wir in Europa selber für unser Schicksal verantwortlich seien. Frau Kram-Karrenbauer präsentierte die Fortschritte der Frankreich-Strategie. In der Tat hat das Saarland die selbst gestellten Aufgaben der Feuille de route I bestens erfüllt. Die Zahl der bilingualen Kitas steigt. Mittlerweile sehen immer mehr Eltern deren Zweisprachigkeit als ein gutes Qualitäts- und Wettbewerbsmerkmal an. Auch aus dem Bereich der beruflichen Bildung gibt es gute Nachrichten über neue Kooperationen in der Großregion. Die Ministerpräsidentin unterstrich, dass Saarbrücken stolz darauf sein könne, wichtige deutsch-französische Institutionen, wie die Deutsch zu beherbergen: wie Z. B. > Deutsch-Französischee Sekretariate für den Austausch in der beruflichen Bildung und die > Deutsch-französische Hochschule. Zugleich steige die Zahl der Tandems, die sich unter den Mitarbeitern der regionalen und kommunalen Verwaltungen bildeten, was deren Vertreter nach der Ansprache der Ministerpräsidentin unter Beweis stellten. Das Saarland will mit Ziel, für 2043 eine Zweisprachigkeit anzusteuern, Ernst machen. Ein guter Anfang, sagte sie, aber man sei hungrig, diese Strategie weiter voranzutreiben.Neue vielversprechende Projekte seien in der Pipeline der Feuille de route II. Besonders freut sie sich zu Recht über die steigenden Anfragen nach Partnerschaften aus dem französischen Teil der Großregion und vor allem auch aus ganz anderen Teilen Frankreichs, aus denen lebhaftes Interesse für die Frankreich-Strategie signalisiert werde. Im übrigen hat die dieser Erfolg auch eine Bedeutung für andere Bundesländer vom Erfolg des Saartandes viel lernen können.

> Berufsausbildung ohne Grenzen – Französische Jugendliche starten ihre Ausbildung im Saarland – IHK, Saarland, 3.9.2015

> Eine regional-politische Strategie für die Großregion – Oktober 2015

> Grenzüberschreitende Ausbildung. Neue Perspektiven: Ausbildung im Nachbarland
> Arbeiten in der deutsch-französischen Grenzregion – Bundesagentur für Arbeit

Der Vertreter der EU-Kommission, Jochen Pöttgen, erinnerte in seinem Grußwort mit seiner perfekten Zweispachigkeit mit Blick auf Adenauer, Monet und Schuman an die Friedensidee der Europäischen Gemeinschaft: „Les popoulismes vont détruire L’Europe!“ Wählen gehen, sei die beste Antwort. Es gehe darum, die Freundschaft zu leben und sie jeden Tag zu erneuern.

Der saarländischer Landesminister für Finanzen und Europa Stephan Toscani begrüßte die französische Generalkonsulin Catherine Robinet, „unsere Konsulin“ und u .a. die Vertreter der Regionen Meurthe-et-Moselle und Lothringens. Besonders erfreut zeigte sich der Minister, dass der Président du Conseil Régional d’Alsace Champagne-Ardenne Lorraine Philippe Richert, als Vertreter der Region Grand-Est, die Frankreich-Strategie des Saarlandes ohne Wenn und Aber unterstützt. Außerdem erinnerte Minister Toscani daran, dass die Frankreich-Strategie ein Projekt der gesamten Landesregierung sei: Teamwork aller Ministerien sei gefragt. Besondere Aufmerksamkeit käme der beruflichen Bildung zu. Zahlreiche Kooperationsprojekte mit den französischen Partnern würden zeigen, wie gut die Wortschaft die Frankreich-Strategie akzeptiere.

> Saarland plant Kooperation mit der Normandie – SR, 10.10.2016

Danach wurden Tandems vorgestellt:

Die Landesregierung hatte aus 40 eingereichten Projekten sechs ausgewählt, die von ihren Vertreterinnen und Vertretern vorgestellt wurden. Alle andern Projekte werden auf einer Website der Landesregierung dokumentiert: Link wird nachgetragen:

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