Die Frankreich-Strategie des Saarlandes

Forschungsprojekt zur Frankreichstrategie des Saarlandes: > www.soscisurvey.de/frankreichstrategie


Die Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer hat gestern, am 17. Januar 2015, zahlreiche Akteure der Politik und der Zivilgesellschaften der Großregion zu einem Runden Tisch in die Staatskanzlei nach Saarbrücken eingeladen. Bei dieser Veranstaltung wurde die im Rahmen der Frankreich-Strategie bereits durchgeführten Projekte vorgestellt, und die Ministerpräsidentin bekräftigte ihre Entschlossenheit die Frankreich-Strategie zu einem unumkehrbaren Prozess auszubauen, der dem Saarland bis 2043 die Zweisprachigkeit sichern soll.


Auf unserem Blog:
> Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes – 22. März 2015

> Bis 2043 wird Französisch Verkehrssprache im Saarland 20. Februar 2015


Die Ministerpräsidentin begrüßte die zahlreichen französischen Gäste aus den Nachbarregionen des Saarlandes, aus der Großregion. In ihrer Ansprache erinnerte sie an die Konzeption der > Frankreich-Strategie des Saarlandes als einen Beitrag zu einem Europa der Mehrsprachigkeit. Mehr Europa, mehr Zusammenarbeit lautet ihre Devise. Brexit und eine möglicherweise anstehende Neujustierung des transatlantischen Verhältnisses sind Hinweise darauf, so die Ministerpräsidentin in ihrer Ansprache, wie dies auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel betont habe, dass wir in Europa selber für unser Schicksal verantwortlich seien. Frau Kram-Karrenbauer präsentierte die Fortschritte der Frankreich-Strategie. In der Tat hat das Saarland die selbst gestellten Aufgaben der Feuille de route I bestens erfüllt. Die Zahl der bilingualen Kitas steigt. Mittlerweile sehen immer mehr Eltern deren Zweisprachigkeit als ein gutes Qualitäts- und Wettbewerbsmerkmal an. Auch aus dem Bereich der beruflichen Bildung gibt es gute Nachrichten über neue Kooperationen in der Großregion. Die Ministerpräsidentin unterstrich, dass Saarbrücken stolz darauf sein könne, wichtige deutsch-französische Institutionen, wie die Deutsch zu beherbergen: wie Z. B. > Deutsch-Französischee Sekretariate für den Austausch in der beruflichen Bildung und die > Deutsch-französische Hochschule. Zugleich steige die Zahl der Tandems, die sich unter den Mitarbeitern der regionalen und kommunalen Verwaltungen bildeten, was deren Vertreter nach der Ansprache der Ministerpräsidentin unter Beweis stellten. Das Saarland will mit Ziel, für 2043 eine Zweisprachigkeit anzusteuern, Ernst machen. Ein guter Anfang, sagte sie, aber man sei hungrig, diese Strategie weiter voranzutreiben.Neue vielversprechende Projekte seien in der Pipeline der Feuille de route II. Besonders freut sie sich zu Recht über die steigenden Anfragen nach Partnerschaften aus dem französischen Teil der Großregion und vor allem auch aus ganz anderen Teilen Frankreichs, aus denen lebhaftes Interesse für die Frankreich-Strategie signalisiert werde. Im übrigen hat die dieser Erfolg auch eine Bedeutung für andere Bundesländer vom Erfolg des Saartandes viel lernen können.

> Berufsausbildung ohne Grenzen – Französische Jugendliche starten ihre Ausbildung im Saarland – IHK, Saarland, 3.9.2015

> Eine regional-politische Strategie für die Großregion – Oktober 2015

> Grenzüberschreitende Ausbildung. Neue Perspektiven: Ausbildung im Nachbarland
> Arbeiten in der deutsch-französischen Grenzregion – Bundesagentur für Arbeit

Der Vertreter der EU-Kommission, Jochen Pöttgen, erinnerte in seinem Grußwort mit seiner perfekten Zweispachigkeit mit Blick auf Adenauer, Monet und Schuman an die Friedensidee der Europäischen Gemeinschaft: „Les popoulismes vont détruire L’Europe!“ Wählen gehen, sei die beste Antwort. Es gehe darum, die Freundschaft zu leben und sie jeden Tag zu erneuern.

Der saarländischer Landesminister für Finanzen und Europa Stephan Toscani begrüßte die französische Generalkonsulin Catherine Robinet, „unsere Konsulin“ und u .a. die Vertreter der Regionen Meurthe-et-Moselle und Lothringens. Besonders erfreut zeigte sich der Minister, dass der Président du Conseil Régional d’Alsace Champagne-Ardenne Lorraine Philippe Richert, als Vertreter der Region Grand-Est, die Frankreich-Strategie des Saarlandes ohne Wenn und Aber unterstützt. Außerdem erinnerte Minister Toscani daran, dass die Frankreich-Strategie ein Projekt der gesamten Landesregierung sei: Teamwork aller Ministerien sei gefragt. Besondere Aufmerksamkeit käme der beruflichen Bildung zu. Zahlreiche Kooperationsprojekte mit den französischen Partnern würden zeigen, wie gut die Wortschaft die Frankreich-Strategie akzeptiere.

> Saarland plant Kooperation mit der Normandie – SR, 10.10.2016

Danach wurden Tandems vorgestellt:

Die Landesregierung hatte aus 40 eingereichten Projekten sechs ausgewählt, die von ihren Vertreterinnen und Vertretern vorgestellt wurden. Alle andern Projekte werden auf einer Website der Landesregierung dokumentiert: Link wird nachgetragen:

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Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes

Nachdem wir auf unserem Blog über die neue Frankreich-Strategie des Saarlandes > Bis 2043 wird Französisch Verkehrssprache im Saarland geschrieben haben, wurde heute unser Blog in der Staatskanzlei von der Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer zu einem Interview empfangen.

Wir haben Sie nach ihrer Bilanz als Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die Deutsch-Französische Zusammenarbeit, ein Amt das sie turnusgemäß Ende 2015 an den Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz abgegeben hat, gefragt.

Zum Herunterladen:
<<< > Umsetzung der Frankreichstrategie: „Feuille de route“ verabschiedet – Saarländische Landesregierung stellt Fahrplan für 2015/2016 vor

Französische Version: > France-Stratégie

Außerdem hat die Ministerpräsidentin uns die Frankreichstrategie des Saarlandes erläutert, mit der bis 2043 Französisch als Verkehrssprache im Saarland eingeführt werden soll; nicht als 2. Amtssprache, aber Französisch soll im Saarland dennoch einen bemerkenswerten Status erhalten, der in vergleichbaren Nachbarsituationen in Europa seinesgleichen bisher vergeblich sucht:

In diesem Zusammenhang muss man daran erinnern, dass das Saarland schon längst keine bloße Grenzregion mehr ist. Man fährt von Saarbrücken nicht einfach über die deutsch-französische Grenze, sondern man reist im Saarland, in Rheinland-Pfalz, im Grenzgebiet zu Frankreich, in Lothringen oder in Luxemburg durch eine > www.granderegion.net.

Das Saarland fängt also in Sachen deutsch-französischer Kooperation keineswegs bei Null an, aber es gibt in den letzten vier Jahren eine bemerkenswerte Zahl von Initiativen zugunsten der ganz praktischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit mit Frankreich und besonders mit der Region Lothringen, die, und das ist ein erstes bemerkenswertes Ergebnis der saarländischen Frankreichstrategie, jetzt auch an einer Deutschlandstrategie arbeitet, die im kommenden Juni vorgestellt werden soll.

> Bis 2043 wird Französisch Verkehrssprache im Saarland

Frankreich-Strategie des Saarlandes – Prix des lycéens allemands

Das Blog-Programm für diese Woche: Zuerst reist www.france-blog.info heute morgen mach Saarbrücken. Wir haben unser > TV-Studio eingepackt, und unser Blog wird heute von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer empfangen. Wir werden Sie zu Ihrer Amtszeit als Bevollmächtigte für die kulturellen Beziehungen im Rahmen des Elysée-Vertrages befragen. Außerdem sprechen wir über die Frankreich-Strategie des Saarlandes.

Dann ins Büro und den Film mit dem Interview bearbeiten und hier veröffentlichen. Danach kommt der Film über die Preisverleihung des Prix des lycéens allemands auf der Leipziger Buchmesse dran. Und weil wir auf der Buchmesse unsere TV-Kamera dem > blog.klett-cotta.de geliehen haben, müssen wir ihm auch helfen, das Interview mit > David Whitehouse zu schneiden. Außerdem wird es Mitte der Woche auch ein interessantes Gespräch mit Daniel Illger über sein Buch >Der Pfad des schwarzen Lichts geben, in dem er von seiner Begeisterung für Albert Camus berichtet.

Und die wahlen in den Departements kommen auch noch dran.

Frontières linguistiques, frontières culturelles ? Explorations récentes des interactions multidimensionnelles

french german 

> MAINTENANT 12/13 novembre 2024 en ligne

Symposium International - Conseil linguistique de la Sarre - Hybrides französisches Symposium am 12. und 13. November in Saarbrücken

Enquête: L’enseignement de l’allemand en France

french german 


Les arguments en faveur de l’allemand et le français :
@francebloginfo #japprendslallemand – selon le modèle :
> Den Französischunterricht stärken: 222 Argumente für Französisch

> Argumente für Französisch

> Apprendre l’allemand: Argumente für Deutsch


Question N° 848 de M. Sébastien Jumel (Gauche démocrate et républicaine – NUPES – Seine-Maritime )
Ministère interrogé > Éducation nationale et jeunesse
Question publiée au JO le : 16/08/2022 page : 3799
Réponse publiée au JO le : 25/10/2022 page : 4905
> https://questions.assemblee-nationale.fr/q16/16-848QE.htm


Nachgefragt: Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen zu den Gelben Westen, Grand Débat National und Aachener Vertrag

Unser letztes Interview hat schon im Januar 2014 > Nachgefragt: Die deutsch-französischen Beziehungen. Ein Gespräch im DFI mit Henrik Uterwedde stattgefunden.

Die Kontakte unserer Redaktion zum DFI reichen in den Anfang der 80er Jahre zurück. Ab 1986 sind > Ernst Weisenfeld und ich von Bonn aus mehrmals zum Treffen des Sozialwissenschaftlichen Arbeitskreises Deutscher Frankreichreichforscher zum Jahrestreffen nach Ludwigsburg gefahren.

Henrik Uterwedde,  > Die deutsch-französischen Beziehungen. Eine Einführung, Opladen 2019.

Es wurde nun höchste Zeit für ein echtes Update. Gestern hat Henrik Uterwedde unsere Redaktion in Deutsch-französischen Institut in Ludwigsburg empfangen. 3 Themenbereiche hatten wir für das hier angezeigte Gespräch verabredet: Gelbe Westen, Grand Débat National und der Aachener Vertrag.

Französisch heute, die Zeitschrift der > Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer e.V. hat in ihrer Ausgabe 1/2019, S. 42 f., einen Artikel über unseren Blog veröffentlicht, der hier als *.pdf-Datei heruntergeladen kann:

> „Expliquer, expliquer, toujous patiemment expliquer“: Der Frankreich Blog

Sie können dann alle im Artikel genannten Links einfach anklicken.


> Rund 150 Videos auf unserem Blog:

> Nachgefragt. Le Vice-président de l‘Assemblée nationale Sylvain Waserman répond à nos questions – 26. Juli 2018

> Nachgefragt: Henri Ménudier antwortet auf unsere Fragen zu Emmanuel Macron, Europa und die deutsch-französischen Beziehungen – 13 avril 2018

> Nachgefragt: „L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.“Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris – 18. Dezember 2017

> Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes – 22. März 2015

Auch für Schüler/innen ist das Interview wichtig, da hier Zusammenhänge zwischen der Reformpolitik von Präsident Macron und der Bewegung der Gelben Westen erklärt werden – Journalisten sagen, die Bewegung werde hier „eingeordnet“. Das Thema des > Aachener Vertrags ist eigentlich ein zweites Interview: Uterwedde erklärt seine Einschätzung des Vertrages, der den > Élysée-Vertrag von 1963 bekräftigt und ergänzt. Welche anderen Länder in der Welt haben mit ihrem Nachbarn zwei Freundschaftsverträge, eine > Liste mit gemeinsamen prioritären Vorhaben und sogar bald noch eine > gemeinsame Parlamentarische Versammlung?


Henrik Uterwedde > Coopération franco-allemande: nouveau traité, nouvelle volonté?, in: telos, 7. März 2019


Henrik Uterwedde zeigt sich vorsichtig optimistisch, dass die Bewegung der > Gelben Westen zusammen mit dem bis jetzt offensichtlich erfolgreichen > Grand Débat National wie ein Korrektiv an Defiziten der Reformpolitik von Präsident Macron wirken könnte. Uterwedde will keinesfalls die bisherigen Erfolge von Macron bei der Arbeitsrechtsreform oder der Reform der SNCF in Frage stellen, aber die gelben Westen könnten ihn daran erinnert haben, den Kontakt zur Basis besser zu berücksichtigen.

Wir haben über die antisemitischen Vorfälle gesprochen: > Demonstration der “Gelben Westen” am 16.2.2019: Demonstranten beleidigen den Philosophen Alain Finkielkraut – 18. Februar 2019.

Zuerst sei er, so Uterwedde, skeptisch gewesen, was den > Aachener Vertrag betrifft, aber zum Thema Grenzregionen und Wirtschaftspolitik stehe doch Wegweisendes darin. Allerdings könnte sich das noch zu unterzeichnende Parlamentsabkommen, das eine deutsch-französische parlamentarische Versammlung mit je 50 Abgeordneten der Nationalversammlung und des Bundestags schaffen wird, als erfolgversprechend oder gar wichtiger als der Aachener Vertrag erweisen.

> Projet d’accord parlementaire franco-allemand / Entwurf deutsch-französisches Parlamentsabkommen – 14. November 2018

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24 September 2018

Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag im Januar 2019

Präsident Macron hätte schon gerne zum 55. Jubiläum des > Élysée-Vertrages von 1963 im Januar 2018 eine neue Fassung des Vertrages unterzeichnet. So schnell ging es nicht, aber jetzt im Januar 2019 soll es so weit sein:

> Gemeinsam für Europa: Deutschland und Frankreich schließen Aachener Vertrag – Wesbite des Auswärtigen Amts


Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung am 9. Januar seine Zustimmung zur Zeichnung zum „Aachener Vertrag“ gegeben, der am 22. Januar von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron in Aachen unterzeichnet wird.

Deutschland und Frankreich wollen sich zusammen den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen: Eine enge Abstimmung in der Europapolitik, eine starke gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und ein Wirtschaftsraum mit gemeinsamen Regeln gehören dazu.

Der Aachener Vertrag knüpft an den Élysée-Vertrag von 1963 an. Die Bundesregierung: „Der neue Vertrag ist ein Bekenntnis zu einem starken, zukunftsfähigen und souveränen Europa.

Die bisher geübte Abstimmung vor EU-Gipfeln wird nun auch vertraglich vereinbart. Beide Staaten unternehmen „vor großen europäischen Treffen regelmäßig Konsultationen auf allen Ebenen ab und bemühen sich so, gemeinsame Standpunkte herzustellen und gemeinsame Äußerungen der Ministerinnen und Minister herbeizuführen“.

Der Élysée-Vertrag von 1963 bleibt gültig. Mit dem Aachener vertrag wird eine stärkere militärische Zusammenarbeit: gemeinsame strategische Ansätze, wie die Ausgestaltung der Europäischen Verteidigungsunion, eine enge Partnerschaft mit Afrika, sowie eine engere Abstimmung in den Vereinten Nationen (VN) und anderen multilateralen Organisationen. Frankreich unterstützt auch den deutschen Wunsch nach einem ständigen Sitz im VN-Sicherheitsrat.

Der Aachener Vertrag will eine Harmonisierung des Wirtschaftsrechts und die Abstimmung wirtschaftspolitischer Maßnahmen. Der Klimaschutz soll in allen Politikbereichen verankert werden.

Der neue Vertrag will Begegnungen und den Austausch der Bürgerinnen und Bürger mit der Einrichtung eines gemeinsamen Bürgerfonds fördern, der Bürgerinitiativen und Städtepartnerschaften fördern und unterstützen soll. Die Förderung des gegenseitigen Spracherwerbs auch die gegenseitige Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen, wird mit dem Aachener Vertrag bestäigt.

Um das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger in den Grenzregionen zu verbessern, werden praktische Lösungen angeboten werden: „Lokale Akteure erhalten die Möglichkeit, grenzüberschreitende Projekte wie etwa Kindertagesstätten, Bildungseinrichtungen, Notfall- und Gesundheitsversorgung oder Gewerbezonen einzurichten.“


> Ein neuer Élysée-Vertrag – Website der Bundesregierung


> Mehr Mittel für die deutsch-französische Jugendarbeit: Das DFJW wird in seinem Auftrag bestärkt – Website des DFJW: „Hinsichtlich der Erneuerung des Elysée-Vertrags wird das DFJW mit den erhöhten Mitteln primär die Teilnehmendenzahlen an Programmen von Vereinen, im schulischen und berufsbildenden Bereich sowie im m Sport- und Kulturbereich steigern und dabei vor allem junge Menschen ansprechen, die noch keine Mobilitätserfahrung gemacht haben. Außerdem sollen sich Jugendliche stärker in Städtepartnerschaften engagieren können, etwa in Form vom Jugendbeiräten. Darüber hinaus sollen die Projekte des DFJW vermehrt über Deutschland und Frankreich hinausgehen und weitere Länder einbeziehen, insbesondere im Mittelmeerraum.“

Auf unserem Blog:

> Der neue Elysée-Vertrag 2019 – 19. Juli 2018 von H. Wittmann

> Institut français de Mayence : France & Sens am 22., 23. und 24. Januar 2019 für Schulklassen – 28. Dezember 2018

> Ausgabe 51: ZIRP international – Frankreich zu Gast > Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz ZIRP: Frankreich zu Gast – 22. Oktober 2018

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24. September 2018

> Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet? – 2. August 2018


Immerhin gab es eine gemeinsame Resolution beider Parlemente > Resolutions-Entwurf: Für einen neuen Élysée-Vertrag, (gucken, ob das alles berücksichtigt werden wird) in der viele interessante Vorschläge und Absichten festgehalten wurden: Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, mehr Kompetenzen für die Eurodistrikte, die Verwirklichung eines deutsch-französischen Wirtschaftsraums aus mit einheitlichen Regelungen vor allem im Bereich des Unternehmens-und Konkursrecht.

Vgl. dazu auch das > #3 GEMEINSAMES POSITIONSPAPIER / POSITION COMMUNE – 20. Juni 2018

Beide Parlamente fordern die Regierungen auf „bilinguale Schulklassen und Klassen mit Unterricht in zwei Fremdsprachen zu entwickeln sowie Schulen, in denen sowohl das französische Baccalauréat als auch das deutsche Abitur erworben werden können, um in Deutschland und in Frankreich in allen Bereichen des Bildungssystems die Anzahl von Schülern zu erhöhen, die die Sprache des Partnerlandes erlernen. Sie nehmen mit Interesse die anlässlich des Deutsch-Französischen Ministerrates vom 13. Juli 2017 eingegangene Verpflichtung zur Kenntnis, eine Zwischenbilanz des jeweils vergangenen Schuljahres zu ziehen und konkrete Ziele für das folgende Schuljahr festzulegen;“und die Regierungen sollen „ihre Initiative zur Schaffung von zehn gemeinsamen Kulturzentren in den kommenden Jahren mithilfe von Kooperationen zwischen Instituts français und Goethe-Instituten rasch umzusetzen und bis zum Sommer nächsten Jahres Standortvorschläge für diese Zentren vorzulegen“, eine Vereinheitlichung der Klimapolitik, und „die positiven Maßnahmen des jeweiligen Partners im Bereich der Integration von Flüchtlingen durch den regelmäßigen Austausch zwischen den in beiden Ländern zuständigen Stellen zum Beispiel zu nehmen und die gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung von Fluchtursachen sowie zur Koordinierung der Maßnahmen in der Migrationspolitik“ intensiviert werden.

Mit freundlicher Genehmigung von Staatsminister Michael Roth zeigen wir hier > das Video seiner Ansprache in Ludwigsburg am 28. Juni 2018:

Le traite de l’Élysée 2.0

1. Renseignez-vous sur le traité d l’Élysée de 1963.

2. Qulles sont les dispositions essentielles du traité de 1963?

3. Pourquoi souhaite le Président Macron un nouveau traité? Vous lisez le passage qui concerne le traité dans > son discours à la Sorbonne et vous écoutez la vidéo avec la déclaration de M. Roth, ministre d’État.

4. Qu est-qui prépare le vouveau traité ?

5. Enumérez quelqiues-une des novelles dispositions du traité de l’Élysée.

Et pour terminer vous rédigez une liste franco-allemande des termes et des expressions.

>PONS Texte schreiben Französisch
ISBN 978-3-12-562558-7
Formulierungen und Wörter für gute Texte: Aufsatz, Textanalyse, Präsentation, Bewerbung

Wenn der Katalog der Vorschläge und Maßnahmen auch wie eine Bestandsaufnahme der aktuellen klingt, so handelt es sich dennoch um ein beeindruckendes Bündel von Maßnahmen: Gemeinsam sind wir stärker als alleine. Allerdings darf man auch genauer hinschauen und gerade bei der Vermittlung der Partnersprache noch ganz erhebliche Lücken feststellen. Bestehendes zu fördern ist löblich, aber in Deutschland muss dem Rückgang des Französischunterrichts mit viel energischeren Mitteln Einhalt geboten werden. Und zwar nach beiden Seiten: Die Anreize Französisch zu lernen müssen verstärkt werden, die leichte Abwahlmöglichkeiten überdacht werden, der Schüleraustausch z.B. durch eine Onlinebörse des DFJW erheblich verstärkt werden. Die Arbeit des DFJW verdient viel Lob, aber auch heute noch kennen viel zu wenig Schüler/innen die Wohltaten des DFJW. Die Reform der Lehrlingsausbildung in Frankreich ist ein zu nutzender Moment, um den Austausch in der beruflichen Bildung ganz wesentlich auszubauen. Hinsichtlich der Werbung für die französische Sprache kann man von der > Frankreich-Strategie des Saarlandes viel lernen. Schön und gut, dass Frankreich und Deutschland in allen Bereichen so eng zusammenarbeiten, aber wenn die Bürger/innen beider Länder davon profitieren sollen, muss vor allem die Sprachvermittlung, zu der auch der Literaturaustausch gehört in einem deutlich größeren Umfang als bisher gefördert werden. Nicht ohne Grund enthielten unsere „poissons d’avril“ auf unserem Blog immer Hinweise auf noch nicht realisierte deutsch-französische Projekte: u.a.  2014: > Un nouveau Centre linguistique franco-allemand – Ein neues deutsch-französisches Sprachzentrum

> Ein neuer Élysée-Vertrag – Website der Bundesregierung

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24. September 2018

> Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet? – 2. August 2018

> 50 Jahre Élysée-Vertrag – 60 Artikel auf unserem Blog

>Le miracle de la réconciliation franco-allemande. Il y a 48 ans: La signature du traité de l’Élysée – 21. Januar 2011

> Neuer Elysée-Vertrag für eine engere Freundschaft – Deutsche-Welle, 22. Januar 2018

> Alain Minc et Gerhard Schröder proposent un traité de l’Élysée 2.0 – 9. Juli 2016

Lesebericht : Französisch heute 4/2018

Die VdF – Vereinigung der Französischlehrerinnen und –lehrer e.V. hat ihr letztes Heft für 2018: Sprachpolitik: zum Unterrichtsfach Französisch in Deutschland veröffentlicht: Gerade rechtzeitig, um auch den Autoren des > Elysée-Vertrags 2.0 damit ins Gewissen zu reden, damit darauf geachtet wird, dass im neuen Vertrag die Förderung des Französischunterrichts in Deutschland, bzw. des Deutschunterrichts in Frankreich noch besser verankert wird.

Rolf Beck, der Vorsitzende der VdF, kann berichten, dass der Französischunterricht in Deutschland „gemessen an den Zahlen der Lernenden in der zweiten Fremdsprache eine Erfolgsgeschichte“ Dank der Französischlehrer/innen und zahlreicher Projekte der französischen Botschaft, des DFJW, der VdF, der VDFG und anderer Mitspieler/innen (sicher meint er auch den Klett-Verlag > Unsere Projekte rund um den Französischunterricht einschließlich DELF) eine Erfolgsgeschichte ist. Aber Rolf Beck unterstreicht auch die Notwendigkeit, „Französisch im Wettstreit der Sprachfächer attraktiv zu gestalten.“ (S. 11) Und er mahnt „neue zielkulturelle relevante Inhalte und die Vorbereitung auf ein Berufsleben in einer globalisierten Welt“ an. Außerdem solle die „Wahrnehmung des Französischen als stark wachsende Weltsprache“ stärker betont werden. Mit einer ausführlichen Bibliographie: S. 11.

Philipp Krämer, Sprachwissenschaftler an der FU in Berlin, berichtet über die Erfolge des Saarlandes: Von der Mehrsprachigkeit zum français sarrois – Meinungen zur Mehrsprachigkeitspolitik im Saarland. Insgesamt ergibt sich ein positives Bild. Trotz aller verstärkten Anstrengungen sind aber die meisten Schulbegegnungen immer noch eher einmalige Erlebnisse im Lauf der Schulzeit. In diesem Sinne steckt die Umsetzung Frankreich-Strategie noch in den Anfängen, Sprache findet immer noch da „draußen“ statt. Es ist noch ein weiter Weg, damit auch Französisch in den Schulen und dann auch in der Region zu Hause ist, aber die Richtung ist jetzt bekannt.

> Frankreichstrategie im Saarland – Website von Philipp Krämer

Auf unserem Blog:

> Die Frankreich-Strategie des Saarlandes, 18. Januar 2017

> Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes, 22. März 2015

Julia Fritz, Doktorandin an der Universität Gießen, hat sich das Fach Französisch im fremdsprachlichen Fächerkanon an Gymnasien unter Sprachenpolitischen Rahmenbedingungen, Lernerzahlen und die Sicht der Schüler/innen angesehen. Der Rückgang des FU in der Oberstufe ist erschreckend: S. 19. Französisch wird als schwer empfunden und die Abwahl hängt oft vom Notenkalkül ab: „Die Anwendungsmöglichkeiten der zweiten Fremdsprachen Französisch und Spanisch sind vielen Schüler/innen ebenso wie die Vorteile mehrsprachiger Kommunikation häufig nicht bewusst und wenn, dann richten sich diese nur vage auf noch ungewisse berufliche Perspektiven.“

Hier bietet > www.france-blog.info Abhilfe: Mindestens hinter jedem 10. Beitrag verbergen sich in irgendeiner Form auf Berufsbilder, die zeigen, was man im deutsch-französischen Bereich oder in Europa mit Französisch in Organisationen, Parteien und Medien aller Art mit guten Kenntnissen von mindestens zwei Sprachen machen kann. Europa lebt von der kulturellen Vielfalt: > Lesebericht: Frédéric Delouche (Hrsg.), Das europäische Geschichtsbuch. Schüler/innen, denen die Abwahl der 2. Fremdsprache erleichtert wird, haben das nicht verstanden. Folglich wäre die Pflicht, zwei Fremdsprachen bis zum Abitur zu erlernen, eine gute Abhilfe. Wie oft erlebt unsere Redaktion auf Messen im Kontakt mit Französischlehrer/innen, dass unser Blog unbekannt ist oder wie seltsam ist es doch, dass Schüler/innen oft noch nie etwas vom DFJW gehört haben, kaum Texte der französischen Literatur gelesen haben, aber darüber urteilen können, dass Französisch für sie keine Bedeutung hat. Wer erzählt ihnen, das Französisch wie eine Arbeitsversicherung wirken kann, wenn ein Kandidat von 20 streckt und sagt, ich kann Französisch. Und er berichtet ihnen von der für Französisch so besonderen Verbindung von Literatur, Geschichte und Politik? > #französischeLiteraturlesen – 4. Mai 2018 oder > Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen – 17. Januar 2018.

Auf unserem Blog:

> Deutsch-französische Freundschaft – Wie steht es um die Partnersprache? – 18. März 2018 von H. Wittmann

> Unser Handbuch zum Französichlernen auf Twitter

Anna Schröder-Sura, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Rostock, hat den Französischunterricht heute – mehrsprachigkeitsdidaktisch durch plurale Ansätze analysiert und berichtet u.a. über den Referenzrahmen für plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen (REPA), die den FU mit großem Gewinn für Schüler/innen in eine mehrsprachige Perspektive platziert.

Ulrike C. Lange, Studiendirektorin in Castrop-Rauxel und Fachleiterin in Bochum stellt in diesem Heft ihre ganz persönlichen Gedanken Für einen erfolgreichen schulischen Französischunterricht: Gedanken, Ideen, Forderungen und Wünsche vor. Am besten gefällt uns ihr Gedanke, dass Lehrer/innen durch Zuhören von ihren Schüler/innen „eine kostenlose Dauerfortbildung“ (S. 31) bekommen können. Schüler/innen mit Gewinn ernster nehmen, so resümieren wir ihren klugen Beitrag, den Bibliographie viele Anregungen dazu gibt.

> Motivation im Französischunterricht – 5. Mai 2018

> Motivation – oderdas Interesse für den Französischunterricht wecken – 17. Mai 2009

Und jetzt nach… Island! Maik Böing, Fachleiter in Köln berichtet über Une véritable découverte: Auf den Spuren der Islandfischer. Wo die französische Fahne hoch über den isländischen Fjorden weht…: „Begonnen hat alles im Jahr 1614…“

Bérnegère Aubineau, Musikberaterin für Destination Düsseldorf und Projektbeauftrage im Institut français Düsseldorf: hat genau hingehört: La nouvelle scène francophone : Les artistes incourtounables du moment.

Michel Gribinski rezensiert Christine Michel, Daniel Reimann (Hg.), Sehverstehen im Fremdsprachenunterricht, Tübingen: Narr und bezeichnet den Band anerkennend einen Werkzeug- und Ideenkasten.

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