Éditorial : Die Attentate in Paris und der Marche républicaine

12. Januar 2015 von H. Wittmann

> Dimanche, 11 janvier 2015 : La marche républicaine à Paris

Der Angriff auf das Satireblatt „Charlie Hebdo“, den jüdischen Supermarkt und die Verfolgung der Attentäter haben Frankreich zutiefst getroffen. Die Ermordung der Zeichner und Journalisten von „Charlie Hebdo“ war ein brutaler und barbarischer Angriff auf die Presse, die Meinungsfreiheit und die Demokratie. Beim Angriff auf den Supermarkt wurde durch die mutige Reaktion des muslimischen Mitarbeiters Lassana Bathily Schlimmeres verhütet. Anstatt in Schockstarre zu verfallen, folgten die Franzosen ihrem Präsidenten François Hollande, der die Einsatzbefehle gab und dann am Sonntag in der ersten Reihe hinter den Angehörigen der Opfer und zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dem palästinensischem Präsident Mahmud Abbas und vielen anderen Staats- und Regierungschefs den Demonstrationszug anführte: > www.elysee.fr/photos/la-marche-republicaine/.

Chaos, Terror, Angst und Barbarei beantworteten die Franzosen mit einer beeindruckenden Demonstration zugunsten der Werte der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte. Wer hätte nach den ersten Schüssen in der Redaktion von „Charlie Hebdo“ gedacht, dass kaum eine Woche später Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der palästinensischem Präsident Mahmud Abbas zusammen mit François Hollande und Angela Merkel für Toleranz, die republikanischen Werte: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, und die französische Aufklärung demonstrieren würden? Alle Werte wurden in Kurzform auf die Schilder geschrieben, die immer wieder gezeigt wurden: „Je suis Charlie“.

Für ein paar Stunden waren die politischen Streitereien, die Grabenkämpfe und die Kritik am Präsidenten vergessen. Nur Marine Le Pen missachtete die Zeichen der Stunde: Sie soll Sicherheitsbedenken gehabt haben und zeigte sich nicht in Paris bei der Demonstration, und ihr Vater fasste die Position des FN prägnant zusammen „Je ne suis pas Charlie.“

Nicht die „Muslime“ haben die Attentate verübt, sondern Terroristen, die Muslime waren.

Wird Frankreich sich nach den Attentaten verändern? Es hat sich am letzten Sonntag wieder mit großem Nachdruck an seine republikanischen Werte erinnert. Die größte Demonstration seit dem Zweiten Weltkrieg in Frankreich wird im Gedächtnis der Nation verankert bleiben.

P.S.

Ob Frankreich sich ändert?
Luc LE VAILLANT > Ce que je n’aurais jamais imaginé faire avant mercredi dernier – Blog Libération – Societé -12 janvier 2015

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