🔵 EXCUSIF | Dans un texte que notre journal révèle, Emmanuel Macron appelle les Français à se lever contre «l’insupportable résurgence d’un antisémitisme débridé»
Der Terrorangriff der Hamas auf #Israel ist jetzt bald vier Wochen her. Vieles ist seitdem passiert, die öffentliche Debatte aufgeheizt und verworren. Im Video deshalb einige Gedanken von Vizekanzler und Minister Robert #Habeck zur Einordnung und Differenzierung. pic.twitter.com/v79XcHpVZo
— Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (@BMWE_) November 1, 2023
Aufgrund einer Initiative der PS haben rund 20 Parteien von rechts bis links zu einer Demonstration gegen den Antisemitismus aufgerufen, die am Abend des 19.2.2019 auf der Place de la République in Paris und überall in Frankreich stattfinden soll.
Marseillaise sur la place de la République après la lecture de textes par des collégiens du douzième arrondissement de Paris, contre l'#antisemitisme. "Ce fut un moment très court et très intense", explique-t-on à la tribune. Des applaudissements concluent l'hommage. pic.twitter.com/ROZTQZUL4C
« Nous portons dans le débat public des orientations différentes, mais nous avons en commun la République. Et jamais nous n’accepterons la banalisation de la haine. C’est pourquoi nous appelons l’ensemble des Français à se réunir dans toutes les villes de France pour dire ensemble : non, l’antisémitisme, ce n’est pas la France ! », so wird der Aufruf der Parteien vom 14.2.2019 von Le Monde am 15.2. zitiert.
Auf dem jüdischen Friedhof in Quatzenheim im Elsaß wurden in der Nacht auf den 19.2.2019 92 Grabsteine mit Hakenkreuzen geschändet. Der Präsident der Nationalversammlung verurteilte diesen Vorfall heute nachmittag :
L'antisémitisme est la négation de ce qu'est la France. En route pour le cimetière profané de Quatzenheim et ce soir au Mémorial de Shoah pour rappeler les faits, la morsure dans notre histoire de ces faits, et pour dire ce qu’est la République : un bloc face à tout cela.
Nach der Rückkehr aus Quatzenheim hat Präsident Macron zusammen mit dem Präsidenten des Senats, Gérard Larcher und der Nationalversammlung, Richard Ferrand, die Gedenkstätte für den Holocaust in Paris besucht und einen Kranz dort niedergelegt.
Anlässlich der Pressekonferenz zum Schuljahresbeginn, die am Dienstag, dem 25. August, mit Édouard Geffray, dem Minister für nationale Bildung, und Sabrina Roubache, der Staatssekretärin für berufliche Bildung und Ausbildung sowie für die Lehrlingsausbildung, stattgefunden hat, wurde eine Bestandsaufnahme der Schule in Frankreich veröffentlicht:
Auf 96 Seiten wird die Schule in Frankreich in ihrer ganzen Bandbreite vorgestellt:
In seinem Geleitwort wendet sich der Erziehungsminister Edouard Geffray an die mehr als 11,6 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie rund 1,2 Millionen Beschäftigte, bei dieser „Rentrée“ in die Schulen zurückkommen. Er dankt allen Lehrkräften und Mitarbeitenden für ihren Einsatz und ihre wichtige Rolle für die Zukunft der Jugendlichen.
Der Minister erinnert an die drei Aufgaben der Schule: bilden, schützen und verbinden.
Beim Bilden stehen Sprachkenntnisse und wissenschaftliches Denken im Mittelpunkt, damit alle Schülerinnen und Schüler faire Chancen erhalten. Beim Schutz geht es besonders um die Bekämpfung von Gewalt, die Förderung der körperlichen und psychischen Gesundheit sowie den Schutz des Schulpersonals. Die Schule soll außerdem demokratische Werte wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Laizität vermitteln und gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen von Hass kämpfen.
Angesichts des demografischen Wandels und der Digitalisierung soll sich das Bildungssystem langfristig anpassen und neue Technologien wie künstliche Intelligenz sinnvoll einsetzen. Insgesamt soll die Schule ein sicherer und gerechter Ort sein, der jedem Kind gute Zukunftschancen bietet und gleichzeitig die Gesellschaft zusammenhält.
Mit einer großen Zeremonie werden am Dienstag, 23. Juni 2026, der Historiker Marc Bloch und seine Ehefrau Simonne Bloch (geb. Vidal) im Pantheon beigesetzt. Eine „Panthéonisation“, über die der Staatspräsident entscheidet. Im Juli 1944 wurde Marc Bloch von der Gestapo ermordet. Seine Frau starb Anfang Juli 1942 in Lyon.
Comment expliquer, ou du moins interpréter, l’incompréhensible ?
Le Président disait entre autres: „Devenu nomade, entre sa maison de Fougères, Montpellier et Lyon, il lui faut sauver sa bibliothèque.
Oui, sa bibliothèque, que le Gouvernement de Vichy, comme l’occupant, veulent lui confisquer. 5 0000 livres, patiemment rassemblés par Marc Bloch tout au long de sa vie. Livres de l’étudiant, du professeur, du Républicain. 5 000 livres qui disent la vérité d’un homme, son amour de la littérature, son appétit de savoir, sa soif de transmettre. Alors, Marc Bloch résiste à cette persécution inepte, ne veut pas renoncer à ses livres, à sa vie, à ce qui donne sens à son existence.
Alors il se bat. Demande à Lucien Febvre d’activer tous les réseaux possibles, sollicite Fernand de Brinon, représentant de Vichy en zone occupée, écrit à Jérôme Carcopino, ancien élève de son père,
désormais au service de Pétain. On lui a tout pris, mais au moins qu’on lui laisse ses livres. Il ne demande rien d’autre pour lui, pour ses enfants. Mais non, rien n’y fait. La lâcheté des uns et la méchanceté des autres se conjuguent. L’antisémitisme lui a volé son métier, son appartement, son argent. Il faut qu’il lui vole aussi ses livres. Ces derniers sont expédiés en Allemagne, dispersés. Et pour beaucoup perdus. Dans la France de la collaboration, avide de prendre sa revanche sur l’affaire Dreyfus, le cas de Marc Bloch montre que dès qu’il faut s’en prendre à un Juif, il se trouve toujours un préfet pour réquisitionner. Un policier pour perquisitionner. Un juge pour condamner. Un universitaire pour justifier. Un journaliste pour approuver. Un voisin pour dénoncer. Et tant d’autres pour détourner le regard.
Wie kann man das Unfassbare erklären oder zumindest deuten?
Der Präsident sagte u.a. : „Da er (i. e. Marc Bloch) nun zwischen seinem Haus in Fougères, Montpellier und Lyon hin- und herpendelte, musste er seine Bibliothek retten. Ja, seine Bibliothek, die sowohl die Vichy-Regierung als auch die Besatzer ihm beschlagnahmen wollten. 5.000 Bücher, die Marc Bloch im Laufe seines Lebens geduldig zusammengetragen hatte. Bücher des Studenten, des Professors, des Republikaners. 5.000 Bücher, die die Wahrheit über einen Mann erzählen: seine Liebe zur Literatur, seinen Wissensdurst, sein Verlangen, Wissen weiterzugeben. Also leistet Marc Bloch Widerstand gegen diese unsinnige Verfolgung, will seine Bücher, sein Leben und das, was seinem Dasein Sinn verleiht, nicht aufgeben. Also kämpft er. Er bittet Lucien Febvre, alle möglichen Kontakte zu nutzen, wendet sich an Fernand de Brinon, den Vertreter von Vichy in der besetzten Zone, schreibt an Jérôme Carcopino, einen ehemaligen Schüler seines Vaters, der nun im Dienst Pétains steht. Man hat ihm alles genommen, aber man möge ihm wenigstens seine Bücher lassen. Er bittet um nichts anderes für sich selbst, für seine Kinder. Doch nein, nichts hilft. Die Feigheit der einen und die Boshaftigkeit der anderen vereinen sich. Der Antisemitismus hat ihm seinen Beruf, seine Wohnung, sein Geld geraubt. Nun muss man ihm auch noch seine Bücher rauben. Diese werden nach Deutschland verschickt und verstreut. Und viele gehen verloren. Im Frankreich der Kollaboration, das darauf aus ist, Rache für die Dreyfus-Affäre zu nehmen, zeigt der Fall von Marc Bloch, dass, sobald man es auf einen Juden abgesehen hat, sich immer ein Präfekt findet, der beschlagnahmt. Ein Polizist, der durchsucht. Einen Richter, der verurteilt. Einen Wissenschaftler, der rechtfertigt. Einen Journalisten, der zustimmt. Einen Nachbarn, der denunziert. Und so viele andere, die wegschauen.“
Une bonne introduction :
Tout savoir, en peu de mots, mais choisis sur Marc Bloch historien du Moyen Âge, c'est aussi sur YouTube :https://t.co/eJhxnupDwQ
Marc Bloch wurde am 6. Juli 1886 in Lyon geboren. Als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter das Croix de guerre und wurde in die Ehrenlegion aufgenommen. 1921 wurde er Professor für für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Straßburg. 1936 bekommt er einen Ruf als Professor für Wirtschaftsgeschichte an die Sorbonne in Paris. 1939 wurde er wieder Soldat und war bis zur Niederlage Frankreichs im Juni 1940 Offizier. Im Oktober 1940 gelingt es ihm, in der freien Zone wieder in die Universität von Stra8burg, die nach Clermont-Ferrand übergesiedelt war, aufgenommen zu werden. 1943 schließt er sich der Résistance in Lyon an. Am 8. März 1944 wird er von der Gestapo verhaftet und gefoltert. Am 16. Juni 1944 wurde er nahe bei Lyon von der Gestapo ermordet.
> L’exposition de l’artiste Annaëlle Vanel est à découvrir au Centre Marc Bloch du 29 avril au 6 juillet, avec un vernissage suivi d’une table ronde avec Yaëlle Biro, Jan Hüsgen, Mary-Ann Middelkoop et d’une réception le 29 avril à 16h30.
1924 erschien Les Rois thaumaturges / Die wundertätigen Könige mit dem Bloch beschrieb, wieso den Königen heilende, magische Kräfte zugesprochen wurden. 1939 erschien La société féodale / Die Feudalgesellschaft von Marc Bloch.
Es wurde zu einem Meilenstein der französischen Historiographie. 1929 hatte zusammen mit Lucien Febvre die Zeitschrift „Annales. Histoire, Sciences Sociales“ gegründet. Es handelte sich um eine Neuorientierung der Geschichtsschreibung, die nun wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Strukturen in den Blick nahm. Das Stichwort, wie Fernand Braudel, es formulierte lautet die „longue durée“, das Individuum trat zurück, im Mittelpunkt stand die Geschichte der Massen über einen längeren Zeitraum hinweg. Blochs „Feudalgesellschaft“ war eine ersten Illustration dieser neuen Geschichte und sicherte ihr große Aufmerksamkeit
An der L’apologie de l’histoire ou Métier d’historien/ Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers (1944): „Sag mir Papa! Wozu dient eigentlich die Gechichte?“ ( S. 5) arbeitete Bloch bis zu seiner Ermordung. Es blieb ein Fragment. Nach der Entdeckung weiterer Manuskriptteile, erschien 1997 eine ergänzte Ausgabe. Dieses Buch bietet grundlegende Einblicke in das Selbstverständnis und die Denkweisen moderner Geschichtsforschung. Marc Bloch stellt die Ziele und Grenzen historischer Erkenntnis dar und führt die Methodik der Geschichtsschreibung ein.
1946 erschien der Band L’ètrange defaite. Témoignage écrit en 1940, in dem er du.a. die Gründe für die Niederlage 1940 untersucht. Im Juni 2026 wird der Historiker und Widerstandskämpfer Marc Bloch (1886–1944) in das Panthéon aufgenommen. Das Centre Marc Bloch – Ein deutsch-französisches Forschungszentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften – bietet im Radio Marc Bloch eine Reihe von Podcasts unter dem Titel „Marc Bloch im Panthéon!“ an. In der siebten Folge der Podcast-Reihe „Marc Bloch im Panthéon!“ kommt die in Deutschland lebende Künstlerin Anaëlle Vanel zu Wort: > #7 Dialogue avec Anaëlle Vanel, artiste Photographe In diesem Gespräch geht es um das Schicksal des Manuskripts von „L’Étrange défaite“, um Marc Bloch ausgehend von einem „Nicht-Ort“ der Erinnerung zu beleuchten und die Geschichte vom Rand her zu betrachten.
Marc Bloch: Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers. Mit einem Vorwort von Jaques Le Geoff.
Herausgegeben von Peter Schöttler.
Übersetzt aus dem Französischen von Wolfram Bayer.
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2002.
280 Seiten.
ISBN-10: 3608941703
La panthéonisation :
L’historien et résistant Marc Bloch fut torturé, supplicié et fusillé par les nazis. Il est tombé à 58 ans en criant "Vive la France !" Emmanuel Macron a annoncé son entrée prochaine au Panthéon, saluant "son œuvre, son enseignement et son courage". ➡️ https://t.co/ZssGB7YNllpic.twitter.com/6gD9Hs7UMZ
Face à la défaite de 1940, Marc Bloch dénonce un système éducatif sclérosé, producteur de conformisme et d’élites coupées du réel, appelant à une révolution culturelle pour former des citoyens critiques et solidaires. #RéformeÉducationhttps://t.co/3zEsKaVezC
Schöttler, Peter (Hg.), Marc Bloch. Historiker und Widerstandskämpfer
Der Band ist wohl leider vergriffen.
Campus Verlag, Frankfurt am Main – New York 1999
ISBN 9783593363332
La région Occitanie s’engage fortement en faveur de la coopération avec l’Allemagne.. En tant que première puissance économique européenne, l’Allemagne est le partenaire européen le plus important de l’Occitanie. La coopération entre l’Occitanie et l’Allemagne couvre de nombreux domaines tels que l’économie, l’aéronautique, l’éducation, la recherche, la culture, le sport et le tourisme. Des relations particulièrement étroites et historiques existent avec la ville libre et hanséatique de Hambourg. Depuis 2019, un partenariat intensif s’est également développé avec l’État libre de Saxe et a été officiellement scellé en 2023. La coopération s’intensifie également grâce à des jumelages entre communes, notamment avec le Bade-Wurtemberg.
Avant la fusion des régions Midi-Pyrénées, il existait déjà des relations privilégiées avec Hambourg (aéronautique, Airbus…). Le Languedoc-Roussillon est plutôt orienté vers le Bade-Wurtemberg, avec une relation très ancienne et particulièrement active avec Heideberg. Depuis la fusion des régions en 2016 pour former la région Occitanie, il y a eu une volonté de renforcer les relations entre l’Occitanie et son principal partenaire économique, l’Allemagne, dans différents domaines, notamment l’éducation, la culture et la citoyenneté.
En 2017, la région Occitanie s’est rapprochée de la Saxe, tandis que les relations avec Hambourg et désormais aussi avec le Schleswig-Holstein se sont poursuivies. La coopération avec la Saxe a été fortement soutenue dès le début par les deux ambassades et constitue aujourd’hui la relation la plus dynamique. Elle s’appuie également sur le réseau DiPa (Diversité et participation), cofinancé par l’OFAJ, qui est un pilier essentiel des relations entre l’Occitanie et la Saxe. Afin de renforcer encore ces relations, l’Occitanie a ouvert en 2020 un bureau de représentation régional à Hambourg. Ce bureau sert de point de contact central pour les entreprises, les institutions et les projets entre les deux partenaires.
La coopération se concentre notamment sur le domaine de l’hydrogène vert. L’Occitanie et les Länder allemands travaillent ensemble sur des questions liées à la recherche, à la production, au stockage et à l’utilisation des énergies durables. La transformation écologique, notamment la gestion de la pénurie d’eau, les incendies de forêt et l’agriculture durable, constitue un autre axe prioritaire. La promotion de la formation, des programmes d’échange et de la mobilité entre les écoles et les universités joue également un rôle important. Dans le domaine social, les deux parties coopèrent étroitement dans la lutte contre le racisme, l’antisémitisme et la discrimination. Des lieux de mémoire tels que Rivesaltes et Neuengamme ainsi que des réseaux tels que « Tolerantes Sachsen » (Saxe tolérante) échangent leurs expériences dans ce domaine. Des projets culturels, tels que l’échange entre la tradition de la porcelaine de Meissen et la faïence de Martres, soulignent également la profondeur de la coopération occitano-allemande.
La Quinzaine Franco-Allemande d’Occitanie du 2 avril au 16 avril 2026
Richard Jarry, président de l’Association Allemagne-Occitanie – L’Europe au Cœur, appelle à participer à la 8e Semaine franco-allemande d’Occitanie. Il souligne que malgré toutes les incertitudes, l’avenir est entre les mains des citoyens. L’amitié franco-allemande s’est historiquement développée à partir de crises et a tiré sa force des différences. Aujourd’hui, cette amitié doit être voulue consciemment et activement façonnée. Il souligne qu’au vu des bouleversements géopolitiques, l’Europe se trouve à un tournant décisif. Il exhorte la France et l’Allemagne à opter ensemble pour le courage, le renouveau et la coopération. La Semaine franco-allemande d’Occitanie, symbole fort de la coopération bilatérale, s’inscrit dans cette démarche.
La 8e édition aura lieu du 2 au 16 avril 2026. Elle sera à nouveau axée sur les thèmes > de la culture, de l’économie, de la jeunesse et de la citoyenneté. Il s’agit toujours de construire des ponts et de travailler ensemble à un avenir européen plus fort et plus juste. Jarry remercie expressément les partenaires publics et privés ainsi que les bénévoles engagés pour leur soutien.
Les organisations qui mettent en œuvre des projets franco-allemands dans les domaines de l’économie, de la culture, de la citoyenneté ou de l’éducation sont invitées à inscrire leur manifestation. En étant inscrites dans le calendrier des manifestations de la Quinzaine, elles obtiennent le label QFAO. Elles bénéficient ainsi d’une visibilité accrue auprès des médias et des réseaux de partenaires. Elles peuvent ainsi faire connaître leurs projets auprès d’acteurs importants des deux régions.
La représentation de l’Occitanie en Allemagne a des missions variées : elle soutient des projets entre l’Occitanie et des partenaires allemands dans différents domaines : économie, culture, citoyenneté, formation, recherche et enseignement. Outre le soutien aux entreprises, elle est présente sur les salons professionnels en collaboration avec l‘Agence régionale de développement économique Ad’Occ. La représentation de l’Occitanie s’engage à promouvoir la notoriété de la région (dans les domaines de la culture, du tourisme, des sciences, etc.). Elle conseille les étudiants allemands afin de les inciter à travailler comme assistants en Occitanie, etc. Elle coordonne la Quinzaine franco-allemande d’Occitanie (QFAO). En outre, la représentation de l’Occitanie en Allemagne recueille des informations sur les appels à projets franco-allemands ou européens susceptibles d’intéresser les institutions en Allemagne et en Occitanie.
Die Region Okzitanien betreibt ein starkes Engagement für die Zusammenarbeit mit Deutschland. Deutschland ist als führende Wirtschaftsmacht Europas der wichtigste europäische Partner Okzitaniens. Die okzitanisch-deutsche Kooperation umfasst zahlreiche Bereiche wie Wirtschaft, Luftfahrt, Bildung, Forschung, Kultur, Sport und Tourismus. Besonders enge und historisch gewachsene Beziehungen bestehen mit der Freien und Hansestadt Hamburg. Seit 2019 wurde zudem eine intensive Partnerschaft mit dem Freistaat Sachsen aufgebaut und 2023 offiziell besiegelt. Auch über kommunale Städtepartnerschaften, insbesondere mit Baden-Württemberg, wird die Zusammenarbeit vertieft.
Vor der Fusion der Regionen Midi-Pyrénées gab es schon privilegierte Beziehungen nach Hamburg(Luftfahrt, Airbus…) Languedoc-Roussillon ist eher auf Baden-Württemberg ausgerichtet mit einer sehr alten und besonders aktiven Heideberg). Seit der Fusion der Regionen 2016 zur Region Okzitanien gabe es einen Wunsch nach einer Verstärkung der Beziehungen zwischen Okzitanien und seinem wichtigsten Wirtschaftspartner Deutschland in verschiedenen Bereichen, darunter Bildung, Kultur und Bürgerschaft.
2017 erfolgte eine Annäherung der Region Okzitanien an Sachsen, während wir die Beziehungen zu Hamburg und nun auch zu Schleswig-Holstein fortgesetzt wurden. Die Zusammenarbeit mit Sachsen wurde von Anfang an von den beiden Botschaften stark unterstützt und ist heute die dynamischste Beziehung. Sie stützt sich auch auf das vom DFJW kofinanzierte Netzwerk DiPa (Diversité et participation), das eine tragende Säule der Beziehungen zwischen Okzitanien und Sachsen ist. Zur weiteren Stärkung der Beziehungen eröffnete Okzitanien 2020 ein regionales Repräsentationsbüro in Hamburg. Dieses Büro dient als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, Institutionen und Projekte zwischen beiden Partnern.
Ein bedeutender Schwerpunkt der Kooperation liegt im Bereich des grünen Wasserstoffs. Dabei arbeiten Okzitanien und deutsche Bundesländer gemeinsam an Fragen der Forschung, Produktion, Speicherung und Nutzung nachhaltiger Energien. Ein weiterer Fokus ist die ökologische Transformation, etwa beim Umgang mit Wasserknappheit, Waldbränden und nachhaltiger Landwirtschaft. Auch die Förderung von Ausbildung, Austauschprogrammen und Mobilität zwischen Schulen und Hochschulen spielt eine wichtige Rolle. Im gesellschaftlichen Bereich kooperieren beide Seiten eng im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung. Gedenkstätten wie Rivesaltes und Neuengamme sowie Netzwerke wie „Tolerantes Sachsen“ tauschen dabei Erfahrungen aus. Kulturelle Projekte, etwa der Austausch zwischen der Porzellantradition von Meißen und der Fayence von Martres, unterstreichen zusätzlich die Tiefe der okzitanisch-deutschen Zusammenarbeit.
La Quinzaine Franco-Allemande d’Occitanie du 2 avril au 16 avril 2026
Richard Jarry, Präsident der Association Allemagne-Occitanie – L’Europe au Cœur, ruft zur Teilnahme an der 8. Deutsch-Französischen Woche Okzitaniens auf. Er betont, dass die Zukunft trotz aller Unsicherheiten in den Händen der Menschen liegt. Die deutsch-französische Freundschaft sei historisch aus Krisen gewachsen und habe ihre Stärke aus Unterschieden bezogen. Heute müsse diese Freundschaft bewusst gewollt und aktiv gestaltet werden. Er betont, angesichts geopolitischer Umbrüche stehe Europa an einem entscheidenden Wendepunkt. Er mahnt an, Frankreich und Deutschland müssten sich gemeinsam für Mut, Erneuerung und Zusammenarbeit entscheiden. Dazu passe die Deutsch-Französische Woche Okzitaniens als starkes Symbol der bilateralen Kooperation.
Die 8. Ausgabe findet vom 2. bis 16. April 2026 statt. Im Mittelpunkt stehen wieder die Themen > Kultur, Wirtschaft, Jugend und Bürgerschaft. Es gehe weiter darum, Brücken zu bauen und gemeinsam an einer stärkeren und gerechteren europäischen Zukunft zu arbeiten. Jarry dankt ausdrücklich den öffentlichen und privaten Partnern sowie den engagierten Ehrenamtlichen für ihre Unterstützung.
Organisationen, die deutsch-französische Projekte in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Bürgerschaft oder Bildung umsetzen, sind eingeladen, ihre Veranstaltung anzumelden. Durch die Aufnahme in den Veranstaltungskalender der Quinzaine erhalten sie das QFAO-Label. Damit profitieren sie von erhöhter Sichtbarkeit über Medien und Partnernetzwerke. So können sie ihre Projekte bei wichtigen Akteuren beider Regionen bekannt machen.
Die Vertretung von Okzitanien in Deutschland hat vielfältige Aufgaben: Sie unterstützt Projekte zwischen Okzitanien und Partnern in Deutschland in verschiedenen Bereichen: Wirtschaft, Kultur, Bürgerschaft, Bildung, Forschung und Lehre. Neben der Unterstützung von Unternehmen ist sie auf Messen in Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaftsförderungsagentur Ad’Occ präsent. De Vertretung von Okzitanien setzt sich für die Förderung der Bekanntheit der Region (in den Bereichen Kultur, Tourismus, Wissenschaft usw.). Sie berät deutschen Studierenden, um sie für eine Tätigkeit als Assistenten in Okzitanien zu gewinnen usw. Sie koordiniert die Quinzaine franco-allemande d’Occitanie (QFAO). Außerdem beobachtet die Vertretung von Okzitanien in Deutschland Informationen über deutsch-französische oder europäische Projektausschreibungen, die für Einrichtungen in Deutschland und Okzitanien von Interesse sein könnten.
…
L’assemblée parlementaire franco-allemande adopte un
nombre record de textes et renforce la coopération bilatérale au
service d’une Europe plus souveraine.
Lundi, 1er décembre 2025 l’Assemblée parlementaire franco-allemande (APFA) s’est réunie pour la deuxième réunion de de la session 2025 à Berlin.
En amont de la séance plénière, les présidentes de l’Assemblée nationale et du Bundestag, Yaël Braun-Pivet et Julia Klöckner, ont remis le Prix parlementaire franco-allemand, attribué pour la première fois depuis 2016. Deux projets ont été distingués : Artefaktory – « Zukunst » de l’association strasbourgeoise TRANSC3ND, et « Médaille Oberrhein » de Sport PIN Oberrhein. Les lauréats ont été choisis par le bureau de l’APFA, faisant office de jury, en raison de leur engagement auprès des jeunes générations et de leur contribution exemplaire à une meilleure compréhension mutuelle et au renforcement des liens entre la France et l’Allemagne.
Belle journée de travail hier à Berlin pour la séance plénière de l’Assemblée parlementaire franco-allemande ! 🇫🇷🇩🇪 Aux côtés de Andreas Jung, nous avons présenté le bilan du Traité d’Aix-la-Chapelle.
Parmi nos décisions clés : -un renforcement de la défense de l’Europe et des… pic.twitter.com/iyDCckuifh
Sous la présidence des deux présidentes de Parlement, les députés ont ensuite débattu, aux côtés d’Anne Le Hénanff, ministre déléguée française chargée de l’Intelligence artificielle et du Numérique, et de Dorothee Bär, ministre fédérale en charge de la Recherche, de la Technologie et de l’Espace, de sujets essentiels tels que le développement de l’intelligence artificielle, l’innovation, la cybersécurité et la souveraineté numérique européenne. Elles ont souligné l’importance du couple franco-allemand pour construire une Europe souveraine en matière de technologies: « Une conviction s’impose : la coopération franco-allemande est essentielle, et même déterminante, pour parvenir à une Europe des champions technologiques. »
À l’ordre du jour figurait également le rapport de la mission d’information « flash » sur la mise en œuvre du Traité d’Aix-la-Chapelle, conduite par les deux coprésitions du bureau, Brigitte Klinkert et Andreas Jung. Au-delà de ce rapport, l’Assemblée a adopté neuf propositions de texte portant notamment sur une résolution issue de la mission avec de nombreuses recommandations concrètes pour la mise en œuvre du traité qui a vocation à être adoptée dans les deux Parlements nationaux, les projets d’armement franco-allemands, la lutte commune contre l’antisémitisme, la mise à jour du manuel d’histoire commun, un traité mondial contre la pollution plas-
tique, le Centre européen de la consommation, la cartographie des institutions franco-allemandes et le développement du train de nuit Paris–Berlin. Elle a également adopté une réforme de son règlement intérieur.
Les deux coprésidents ont conclu : « Nous avons eu des débats vivants sur des sujets très divers, mais essentiels. Ils témoignentde la vitalité de notre Assemblée et de la capacité du partenariat franco-allemand à se saisir de questions concrètes pour faire avancer l’Europe. Ces échanges nourrissent notre travail commun et renforcent, séance après séance, l’ambition que nous portons pour nos deux pays et pour l’Union européenne. »
Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung verabschiedet eine Rekordzahl an Texten und stärkt die bilaterale Zusammenarbeit für ein souveränes Europa.
Am Montag, 1. Dezember 2025, kam die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung (DFPV) zu ihrer zweiten Sitzung in diesem Jahr in Berlin zusammen.
Im Vorfeld der Plenarsitzung verliehen die Präsidentinnen der Assemblée nationale und des Bundestages, Yaël Braun-Pivet und Julia Klöckner, den Deutsch-Französischen Parlamentspreis, der erstmals seit 2016 wieder vergeben wurde. Zwei Projekte wurden ausgezeichnet: Artefaktory – „Zukunst“ des Straßburger Vereins TRANSC3ND sowie die „Médaille Oberrhein“ von Sport PIN Oberrhein. Die Preisträger wurden vom Vorstand der DFPV, der als Jury fungierte, aufgrund ihres Engagements für junge Generationen sowie ihres beispielhaften Beitrags zum gegenseitigen Verständnis und zur nachhaltigen Stärkung der Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland ausgewählt.
Belle journée de travail hier à Berlin pour la séance plénière de l’Assemblée parlementaire franco-allemande ! 🇫🇷🇩🇪 Aux côtés de Andreas Jung, nous avons présenté le bilan du Traité d’Aix-la-Chapelle.
Parmi nos décisions clés : -un renforcement de la défense de l’Europe et des… pic.twitter.com/iyDCckuifh
Unter dem Vorsitz der beiden Parlamentspräsidentinnen Julia Klöckner und Yael Braun-Pivet diskutierten die Abgeordneten anschließend gemeinsam mit Dorothee Bär, der deutschen Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, sowie Anne Le Hénanff, der französischen beigeordneten Ministerin für Künstliche Intelligenz und Digitales, über zentrale Themen wie die Entwicklung der künstlichen Intelligenz, Innovation, Cybersicherheit und die digitale Souveränität Europas.
Sie betonten die Bedeutung des deutsch-französischen Tandems für den Aufbau eines souveränen Europas im Bereich der Technologien: „Wir sind überzeugt: Die deutsch-französische Zusammenarbeit ist entscheidend – ja sogar ausschlaggebend –, um ein Europa technologischer Champions zu schaffen.“
Auf der Tagesordnung stand ebenfalls der Bericht der „Kurzmission“ („mission flash“) zur Bewertung der Umsetzung des Aachener Vertrags, die von den beiden Vorsitzenden des Vorstands, Brigitte Klinkert und Andreas Jung, geleitet wurde. Darüber hinaus verabschiedete die Versammlung neun Beschlussvorlagen, unter anderem eine aus dieser Mission resultierende Resolution mit zahlreichen konkreten Empfehlungen zur weiteren Umsetzung des Vertrags, die nun auch in die beiden Parlamente eingebracht werden soll, sowie Vorlagen zu deutsch-französischen Rüstungsprojekten, zum gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus, zur Aktualisierung des gemeinsamen Geschichtsbuchs, zu einem globalen Abkommen gegen Plastikverschmutzung, zum Europäischen Verbraucherzentrum, zur Kartierung der deutsch-französischen Institutionen sowie zur Weiterentwicklung des Nachtzugs Paris–Berlin. Zudem wurde eine Reform der Geschäftsordnung angenommen.
Die beiden Vorsitzenden fassten zusammen: „Wir haben lebhafte Debatten zu sehr unterschiedlichen, aber grundlegenden Themen geführt. Sie verdeutlichen die Vitalität unserer Versammlung und die Fähigkeit der deutsch-französischen Partnerschaft, konkrete Fragen aufzugreifen, um Europa voranzubringen. Diese Diskussionen bereichern unsere gemeinsame Arbeit und stärken – Sitzung für Sitzung – den Anspruch, den wir für unsere beiden Länder und für die Europäische Union tragen.“
Robert Badinter est né le 30 mars 1928 à Paris, fils d’immigrants juifs originaires de Bessarabie. Pendant la Seconde Guerre mondiale, il perd son père, arrêté par la Gestapo en 1943 et assassiné à Sobibor. Après la guerre, Badinter étudie la littérature et le droit. Il est devenu avocat en 1951, a obtenu son doctorat en 1952 et a enseigné le droit privé à partir de 1965.
Son engagement contre la peine de mort a été déclenché en 1972 par l’exécution de Roger Bontems. En défendant Patrick Henry en 1977, il est devenu une figure emblématique de la lutte contre la peine de mort. Après l’élection de François Mitterrand à la présidence, Badinter devient ministre de la Justice en 1981. Il fait adopter une loi le 9 octobre 1981 qui abolit la peine de mort. D’autres réformes importantes, telles que la dépénalisation de l’homosexualité et l’introduction d’un système d’indemnisation pour les victimes d’accidents de la route, sont associées à son nom .
De 1986 à 1995, Badinter a été président du Conseil constitutionnel et a dirigé la « commission Badinter » pendant les guerres en Yougoslavie. En 1995, il est devenu sénateur des Hauts-de-Seine.
Robert Badinter est décédé le 9 février 2024 à l’âge de 95 ans.
Aujourd’hui, à l’occasion du transfert de Robert Badinter au Panthéon, le président Emmanuel Macron a notamment déclaré :
„Robert Badinter entre au Panthéon, et nous entendons sa voix, qui plaide ses grands combats essentiels et inachevés : l’abolition universelle de la peine de mort, la lutte contre le poison antisémite et ses prêcheurs de haine, la défense de l’État de droit. Ses combats sont ceux qui traversent les siècles et portent nos idéaux, comme la définition véritable de ce que nous sommes.
Combat contre l’antisémitisme d’abord : Robert Badinter n’ignore rien de ce qu’est la lutte contre le négationnisme, contre Robert Faurisson et tant d’autres, et contre tous les faussaires de l’Histoire. On ne renonce jamais à combattre l’antisémitisme. Quand on a entendu, dans la cour de son lycée, “mort aux youpins”, quand on a vu ses parents forcés de vendre leurs boutiques en raison des lois antisémites du régime de Vichy, quand on a frôlé l’arrestation à Lyon, rue Sainte-Catherine, quelques minutes après celle de son propre père, quand on sait sa famille et ses proches dénoncés, arrêtés, exterminés parce que juifs, quand on a attendu en vain le retour de ce père, arrêté à Lyon sur ordre de Klaus Barbie et assassiné à Sobibor, quand on a dû faire traduire ce même Klaus Barbie devant la cour d’assises d’une justice qui ne tue plus personne, même le plus zélé des criminels nazis…
Garde des Sceaux, Robert Badinter est gardien d’un idéal. Et parce qu’il entend œuvrer en demeurant fidèle à ceux qui fondent l’engagement d’une vie, il est critiqué, attaqué, moqué, vilipendé, insulté, injurié, haï même. Et jusqu’à aujourd’hui, cette haine odieuse de quelques-uns le poursuit, même dans son soleil d’outre-tombe. Ses ennemis les plus farouches n’ont de cesse de vouloir lui accoler l’étiquette, qu’ils pensent infamante, de « laxiste ». Jusque sous les fenêtres de son ministère, ils vociféraient. Mais aujourd’hui, comme hier, ceux qui dénoncent le laxisme d’une justice qui ne tue plus n’aiment pas que la justice soit juste. Chaque fois que ses ennemis traitent Robert Badinter de laxiste, ils lui décernent le titre d’humaniste.“
Robert Badinter wurde am 30. März 1928 in Paris als Sohn jüdischer Einwanderer aus Bessarabien geboren. Während des Zweiten Weltkriegs verlor er seinen Vater, der 1943 von der Gestapo verhaftet und in Sobibor ermordet wurde. Nach dem Krieg studierte Badinter Literatur und Jura. 1951 wurde er Anwalt, 1952 wurde er promoviert und ab 1965 lehrte er als Professor für Privatrecht.
Sein Engagement gegen die Todesstrafe wurde 1972 durch die Hinrichtung von Roger Bontems ausgelöst. Durch die Verteidigung von Patrick Henry 1977 wurde er zu einer Symbolfigur des Kampfes gegen die Todesstrafe. Nach der Wahl von François Mitterrands zum Staatspräsidenten wurde Badinter 1981 Justizminister. Er setzte durch ein Gesetz am 9. Oktober 1981 die Abschaffung der Todesstrafe durch. Andere bedeutende Reformen wie Entkriminalisierung der Homosexualität und die Einführung eines Entschädigungssystems für Verkehrsunfallopfer sind mit seinem Namen verknüpft .
Von 1986 bis 1995 war Badinter Präsident des Conseil constitutionnel, leitete die „Badinter-Kommission“ während der Jugoslawienkriege. 1995 wurde er Senator der Hauts-de-Seine.
Robert Badinter starb am 9. Februar 2024 im Alter von 95 Jahren.
Heute sagte Staatspräsident Emmanuel Macron anlässlich der Überführung von Robert Badinter ins Pantheon unter anderem:
„Robert Badinter wird in das Panthéon aufgenommen, und wir hören seine Stimme, die für seine großen, wesentlichen und unvollendeten Kämpfe eintritt: die weltweite Abschaffung der Todesstrafe, den Kampf gegen das Gift des Antisemitismus und seine Hassprediger, die Verteidigung der Rechtsstaatlichkeit. Seine Kämpfe sind diejenigen, die Jahrhunderte überdauern und unsere Ideale tragen, wie die wahre Definition dessen, was wir sind.
An erster Stelle steht der Kampf gegen den Antisemitismus: Robert Badinter weiß genau, was der Kampf gegen den Holocaustleugnung, gegen Robert Faurisson und so viele andere und gegen alle Fälscher der Geschichte bedeutet. Man darf niemals aufgeben, den Antisemitismus zu bekämpfen. Wenn man im Schulhof „Tod den Juden“ gehört hat, wenn man gesehen hat, wie die eigenen Eltern aufgrund der antisemitischen Gesetze des Vichy-Regimes gezwungen waren, ihre Geschäfte zu verkaufen, wenn man in Lyon, in der Rue Sainte-Catherine, nur wenige Minuten nach der Verhaftung des eigenen Vaters beinahe selbst verhaftet worden wäre nur wenige Minuten nach der seines eigenen Vaters, wenn man weiß, dass seine Familie und seine Angehörigen denunziert, verhaftet und ermordet wurden, weil sie Juden waren, wenn man vergeblich auf die Rückkehr dieses Vaters gewartet hat, der auf Befehl von Klaus Barbie in Lyon verhaftet und in Sobibor ermordet wurde, wenn man denselben Klaus Barbie vor das Schwurgericht einer Justiz bringen musste, die niemanden mehr tötet, nicht einmal den eifrigsten Nazi-Verbrecher…
Als Justizminister ist Robert Badinter Hüter eines Ideals. Und weil er sich dafür einsetzt, denen treu zu bleiben, die sein lebenslanges Engagement begründen, wird er kritisiert, angegriffen, verspottet, verunglimpft, beleidigt, beschimpft, gehasst…