Soirée littéraire II: Rétif de la Bretonne – dimanche, 14 février 2021 – 19 h – mit Laurent Loty

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Das Deutschlandbild der Franzosen. Nachgefragt: S. E. Dr. Hans-Dieter Lucas, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Paris antwortet auf unsere Fragen | Aktuelle Themen auf unserem Blog | Online #Französischlernen I ff. |


Bibliographie :

Laurent Loty, “ L’invention du transformisme par Rétif de la Bretonne (1781 & 1796) „, Alliage, n°70 : « L’imaginaire dans la découverte », sous la direction de Sylvie Catellin et de Xavier Hautbois – Juillet 2012, mis en ligne le 26 septembre 2012.

URL : http://revel.unice.fr/alliage/index.html?id=4055

Online #Französischlernen I

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In Zeiten von Schulschließungen wegen des > Coronavirus stellt unsere Redaktion hier in mehreren Artikeln eine Liste von Aufgaben zusammen, mit denen schulbesuchs-freie – gelernt wird trotzdem – Tage überbrückt werden können.

Unterrichten von Zuhuase mit Klett

Bisher wurden seit der Gründung unseres Blogs im Herbst 2006 nahezu 4000 Artikel veröffentlicht, davon ca 60 % auf > Französisch und Deutsch. Eine große Zahl dieser Artikel sind über den Tag hinaus aktuell und können im Rahmen von Online-Aufgaben im Folgenden hier zur Lektüre vorgeschlagen werden. Lesenswert ist auch die > Konzeption unseres Blogs.

> Twitter im Französischunterricht

Bisher gab es schon mehrere Artikel, die einen grauen Kasten mit > Aufgaben für Schülerinnen und Schüler enthalten. An diesen Aufgaben kann man sich auch orientieren, um Aufgaben für andere Beiträge auf diesem Blog zu formulieren. Das Schema könnte immer ähnlich sein: Eine Zusammenfassung verfassen, einen kurzen Zeitungsartikel schreiben oder eine Art Kommentar herstellen. Oder eine Wortliste zu dem Thema erstellen. Eines der besten Beispiel, um mit Twitter den Stand der deutsch-französischen Beziehungen zu erkunden: > Twittern für die deutsch-französische Kooperation.

> Éditorial: Warum sollten Schüler unseren Blog lesen? – 16. Dezember 2019
Fangen wir  an:

1. 1. Lernjahr – Diktate 2008 hat unsere Redaktion 12 Diktate verfasst und mit Hilfe von Gilles Floret für unseren Blog aufgenommen. Diktate schulen das Gehör und das Sprachverständnis : > Vive la dictée !


2. Unsere Redaktion hat namhafte Schriftsteller besucht und sie zu ihrem Werk befragt. Diese Interviews ohne Bild stehen hier:

> Nachgefragt: Henri Murger, Scènes de la vie de bohème
> Nachgefragt: Denis Diderot parle de l’Encyclopédie
> Devons-nous retourner à la nature? Un entretien avec Jean-Jacques Rousseau
> Une visite chez Gustave Flaubert
> Une visite chez M. Zola
> Une interview avec François Guizot, Ministre de l’instruction publique et des cultes
> Une visite chez Michel de Montaigne
> Une visite chez Honoré de Balzac
> La littéature française III: Stendhal
> La littérature française (II): Gustave Flaubert

Man kann sie anhören, nochmal anhören und einen kurze Zusammenfassung schreiben. Das schult das Hörverstehen und außerdem lernt man etwas Literaturgeschichte. Immer mit Hilfe von >PONS.


Les thèmes évoqués par le Président Macron:
> Das Video und der Text der Rede
> La Francophonie
> L’histoire de la langue française
> Les perspectives de la langue française dans la francophonie
> Une stratégie pour la francophonie
> La lecture à l’école

3. Präsident Macron : Lancement de la stratégie internationale pour la langue française et le plurilinguisme – Diese Rede, die Präsident Macron im März 2018 in der Académie française gehalten hat, ist die bisher ausführlichste Stellungnahme eines französischen Präsidenten zu den Perspektiven für die französische Sprache. Er hat sich zur > Frankophonie 53 Artikel auf unserem Blog ausführlich geäußert, die Geschichte der französischen Sprache erwähnt und viele Perspektiven für den Französischunterricht, besonders für das Lesen der Literatur aufgezeigt. Unsere Redaktion hat diese Rede mit fünf Artikeln (s. gelber Kasten) auf unserem Blog dokumentiert. Der interessantes Teil behandelt das Lesen > Une stratégie pour la francophonie:La lecture à l’école dieser Beitrag enthält auch Aufgaben für Schülerinnen und Schüler.


4. Üben für DELF:

Die Erfolgsgeschichte der Kooperation zwischen dem Institut français und dem Ernst Klett Verlag geht weiter:

> Teste dich mit DELF Tests:

> DELF@klett ist online 20. April 2017


5. Videos auf unserem Blog

Seit Januar 2009 zeichnet unsere Ein-Mann-Redaktion Interviews mit Video auf. Mittlerweile gibt es 170 Videos aus unserer Reihe “Nachgefragt…”: > Videos auf unserem Blog.


6. Französisch lernen – online

> Unser Handbuch auf Twitter

Fortsetzung folgt.

Pons - Lexikon

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Rue Mouffetard

Auf einem Spaziergang durch die Rue Mouffetard kommen wir vorher noch durch die rue Blainville, wo > Denis Diderot – über den Laurent Loty mit unserer Redaktion gesprochen hat -wohnte, zur Place de la Contrescarpe:

Mit einem Klick auf ein Foto, öffnen Sie das Fotoalbum. Evtl. rufen Sie mit einem Klick auf den Titel dieses Beitrags nur diesen Beitrag alleine auf.

#lire III Französische Literatur für Schüler/innen

Unsere Reihe: > #lire

Viele Schüler/innen wählen das Fach Französisch ab, ohne wichtige französische Schriftsteller zu kennen. (Eine Lektüre dieses Artikels wäre ja schon mal ein guter Anfang… und in Ihrer Klasse notiert jede(r) Schüler/in zwei Titel, die sie oder er hier und mit den hier genannten Links für sich findet, liest sie in den nächsten 4 Wochen, fertigt eine Fiche de lecture an  und aus ihnen wird dann ein kleines Heftchen für die ganze Klasse gemacht oder es wird ein Literaturblog hergestellt: alle können darauf schreiben, die Schüler der Austauschklasse in Frankreich korrigieren, wie umgekehrt ihre Artikel von den deutschen Freunden korrigiert werden… – soweit kurz und knapp zur Methodik des Literaturunterrichts) Es muss ja nicht gleich der Mammutroman von Marcel Proust sein, aber es war doch > Roger Willemsen der seinen Mitschülern von seinem Leseerlebnis Marcel Proust, À la recherche du temps perdu vorschwärmte: > Nachgefragt: Luc Fraisse, Lire

Der Erfolg des Französischunterrichts und das Werben für ihn steht und fällt mit Literaturunterricht. Wie kriegen wir die Schüler/innen dazu, dass sie ihre Smartphones mit dem  > Zwang zu dauernder Daddelei verbannen und vergessen und stattdessen mit Neugier die Bücher öffnen, so wie der kleine Jacques Corméry es so ungeduldig mit seinem Freund Pierre auf der Bank vor der Bibliothek tat, um hier, jetzt und gleich herauszufinden, was „uns heute die Bücher von der Welt zeigen würden“. Die Literatur bietet den Schüler/innen  alles, den Ausblick in die ganze Welt, in die Vergangenheit, sie diskutiert die großen Fragen unserer Zeit und entwickelt und präsentiert Handlungsalternativen für die Zukunft. Die Literatur ist tragisch, dramatisch, aufregend. Mein Nachhilfeschüler musste damals im LK 13 die ersten Seiten von Flauberts Éducation sentimentale

Literatur auf unserem Blog (Auswahl):

> Albert Camus, L’hôte — Neu: Schülerarbeitsheft

> Relire : Albert Camus, L´Étranger

> Lesebericht: Catherine Briat, Le Divan rouge

>Emmanuel Macron et Albert Camus

> Existenzialismus

>#FraFra2017 – La passion pour la littérature française

> Tzvetan Todorov 1. März 1939 – 7. Februar 2017

> Berufsfeld: Französischunterricht – Welche Rolle spielt die Literaturwissen-schaft?

>Nachgefragt: Boualem Sansal, 2084

> Nachgefragt:
Alain Mabanckou, Une littérature-monde ?

> Literaturhaus Frankfurt: Litprom Literaturtage 2017 – “Weltwandeln in französischer Sprache” – mit unserem Dossier

> Frau Radisch: Warum schreiben die Franzosen so gute Bücher?

> Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen

> Stuttgart. Soirée à thème :
Politique – Littérature des immigrés en France
avec une bibliographie et une sitographie

> #französische Literaturlesen

> Paul est devenu bouquiniste

> Präsident Macron : Lancement de la stratégie internationale pour la langue française et le plurilinguisme (V) : La lecture à l’école

lesen. Er fand das so langweilig. Je l’ai demandé qu’est-ce que le narrateur regarde sur le quai ? Er sah mich ratlos an, es dauerte eine Minute dann begann er zunächst stockend, dann viel flüssiger zu erzählen. Beim nächsten Besuch, erklärte er mir, er habe das erste Kapitel gelesen, das klang so, lesen wir auch den Rest?

Oft wird > L’étranger von Albert Camus in der Schule gelesen, ein nicht einfacher Roman, > Albert Camus, L’étranger – 14. Februar 2016, wenn man nicht nur nachbeten will, dass es sich um einen absurden Roman handelt, sondern Camus‘ eigene Interpretation im > Vorwort zur amerikanischen Ausgabe des Romans berücksichtigt. Seine Novelle > L’Hôte ist eine schöne Alternative > Albert Camus, L’hôte — Neu: Schülerarbeitsheft – 21. März 2018. Und unsere Redaktion würden Ihren Schüler/innen > La Peste vorschlagen, die Rupert Neudeck als die Bibel der NGOs bezeichnete. Erinnern wir an das erste Video-Aufzeichnung für unseren Blog:  > Rupert Neudeck parle de La Peste – 2. Oktober 2015.

Sartre oder Camus? Les mots oder Le premier homme? Am besten beide Bücher lesen und vergleichen: > Vergleich: Sartre oder Camus? – 3. September 2018 und > Vortrag: Jean-Paul Sartre im Unterricht – 4. März 2018. In Les mots erzählt Sartre, wie er sich in der Bibliothek des Großvaters Schweitzer zum Schriftsteller macht und in Le Premier Homme  berichtet Camus alias Jacques Corméry, wie sein Lehrer ihn förderte und ihm den Besuch des Gymnasiums in Algier ermöglichte. Beide Bücher öffnen als Erziehungsromane auf eine ganze wunderbare Weise Schüler/innen heute die Welt der Literatur. Weitere Titel von > Jean-Paul Sartre und von > Albert Camus bei Ernst Klett Sprachen.

Wie oben angedeutet, in einer Welt der Smartphones, wo die Konzentration auf das reale Leben Schüler/innen immer schwerer fällt, wo bunte Bildschirme immer mehr in Konkurrenz zum gedruckten Papier stehen, wird es immer schwerer, sie zum Lesen guter Texte oder gar spannender Roman zu animieren.

Zur > Stavanger-Erklärung des Forschernetzwerks E-READ: Zur Zukunft des Lesens 

Was waren das noch für Zeiten, als ein Freund mir Camus‘ Le Mythe de Sisyphe mitbrachte und dieses Buch zu meinem ersten ganz gelesenen Taaschenbuch wurde. Mein Klassenlehrer schlug mir ein Referat über dieses Buch vor, korrigierte meinen Entwurf mit mir zusammen in der Lehrerbibliothek und schärfte mir ein: 20 Minuten. Dann kam der große Tag. Leistungskurs Französisch im Schiller-Gymnasium in Köln. Nach 10 Minuten – ein Schüler hatte schon zwei Fragen stellt, die Diskussion auf Französisch lief schon – stand mein Lehrer auf, unterbrach mich,  sah mich streng an und sagte: „Das ist gut, Du hast diese Stunde und die nächste.“ Beim Klassentreffen habe ich diesen Moment einmal als das Einpflanzen des Französisch-Virus bezeichnet.

„Der Kanon bedarf einer Auffrischung…“ stand noch 2006 in der Fachdidaktik von Andreas Nieweler et. al., S. 208, in der Neuauflage > Andreas Nieweler (Hrsg.), Fachdidaktik Französisch. Das Handbuch für Theorie und Praxis heißt es „Die Bandbreite der für den Französischunterricht in Frage kommenden literarischen Texte ist enorm: Neben den Klassikern – ob nun ältere oder modernere – wie Molière, La Fontaine, Balzac, Maupassant, Eluard, Saint-Exupéry, Camus, Sartre u. a. gibt es zeitgenössische Autorinnen und Autoren wie Gavalda, Schmitt, Ben Jelloun und viele andere mehr, die bereichernd erscheinen (zum Potenzial von ‚Klassikern‘ s. Hethey 2015). Auch Jugendliteratur – siehe Bücher von Ollivier, Murail, Bondoux… – (vgl. Topf 2009 und 2013) und moderne Dramen – von Schmitt, Reza – (Topf 2016) bieten sich an. Siehe dazu auch die Themenhefte Nr. 102, 123, 124 und 144 des Fremdsprachlichen Unterricht Französisch.“ (S. 211 f.)

Das > Lektüreprogramm für Französisch von Ernst Klett-Sprachen, nach > Autoren > nach Themen oder > Reihen geordnet, zeigt eine solch große Vielfalt, die vermuten lässt, in der Schule werde Grammatik nur nebenbei unterrichtet. Bei diesem Angebot dürfte keine(r) der Schüler/innen auf den Gedanken kommen, Französisch abzuwählen. Und da ist auch der Megaerfolg des > Prix des lycéens. Wir werden auch diesmal von der Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse fast live wieder berichten, hat ganz ohne Zweifel zum Aufschwung der Literatur im Französischunterricht ganz erheblich beigetragen.

Mein Kurs würde sich mit Beginn der Lektüren ein Carnet de lecture anlegen, um Namen der Autoren, Titel, Stichworte, etc. als Leseprotokolle zu notieren. Oder auch die Lesetipps, die in meinen Französischstunden – besonders bei der Literaturgeschichte Im Beethoven-Gymnasium in Bonn (der Direktor: „Machen Sie bitte im LK 13 einen Literaturkurs“) rechts auf der Tafel ab und zu erschienen, meine Schüler/innen kannten das schon: Dazu > #französischeLiteraturlesen – 4. Mai 2018.

Ein gute Gelegenheit, an die > Videos auf diesem Blog zu erinnern: > Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen – 17. Januar 2018. Außerdem haben wir in den letzten Jahren mehrere Schriftsteller besucht und sie nach ihren Werken befragt:

> Nachgefragt: Henri Murger, Scènes de la vie de bohème

> Nachgefragt: Denis Diderot parle de l’Encyclopédie

> Devons-nous retourner à la nature? – Un entretien avec Jean-Jacques Rousseau

> Une visite chez Gustave Flaubert

> Une visite chez M. Zola

> Une interview avec François Guizot, Ministre de l’instruction publique et des cultes>

> Une visite chez Michel de Montaigne

> Une visite chez Honoré de Balzac

à suivre

Französisch Lektüren

Unsere Redaktion hat die Tonfiles auf unserem Blog repariert

Jetzt funktionieren sie wieder: > Beiträge auf unserem Blog mit Ton.

Manche der folgenden Artikel sind über 10 Jahre alt. Aber das macht gar nichts, weil sie immer noch aktuell sind:

> Souvenirs d’Allemagne – 6. März 2007

Ein singender Minister > Le ministre chantant – 13. Februar 2007

Und hier haben wir die Besuche bei diversen Schriftstellern dokumentiert:

Les interviews imaginaires:

> Nachgefragt: Henri Murger, Scènes de la vie de bohème

> Nachgefragt: Denis Diderot parle de l’Encyclopédie

> Devons-nous retourner à la nature? – Un entretien avec Jean-Jacques Rousseau

> Une visite chez Gustave Flaubert

> Une visite chez M. Zola

> Une interview avec François Guizot, Ministre de l’instruction publique et des cultes>

> Une visite chez Michel de Montaigne

> Une visite chez Honoré de Balzac


Rezension: Édouard Philippe, Des hommes qui lisent

> Frankreich #FRAFRA2017 ist das Gastland bei der Frankfurter Buchmesse #fbm17


Über die Lektüren unserer Politiker wissen wir im allgemeinen nicht sehr viel. Manchmal wird der ein oder andere Autor genannt, aber eher nur mal nebenbei. Als der Bürgermeister von Le Havre sich 2011 daran begab, einen Essai über eine öffentliche Politik zugunsten des Lesens zu verfassen und 2017 sich zum 6. Mal das Festival zugunsten der Literatur Le goût des autres veranstaltet wurde…,

… konnte er sich wahrscheinlich noch nicht so richtig vorstellen, dass er zu dem Zeitpunkt, wenn sein Buch erscheinen würde, seit wenigen Wochen > Premierminister sein würde und sein Amtssitz das Palais de Matignon sein würde:

Édouard Philippe erzählt in > Des hommes qui lisent, wie er zum Lesen gekommen ist, welche Bücher ihn ganz besonders geprägt haben, die Beziehungen zu seinem Vater, wie er in Le Havre ein Literaturfestival gegründet hat, wie er von der Linken zur Rechten gekommen ist und wie er zusammen mit Gilles Boyer zu schreiben begonnen hat: > Histoire de la vérité, Paris: Flammarion 2007 et > Dans l’ombre, Paris, JCLattès 2011. Sein Buch enthält auch eine Art Ästhetik des Buches, wie man damit umgeht, wie man es verschenkt, es nicht verleiht und überhaupt, was es vermitteln kann.

Lire, das heißt man braucht ein „déclic“, damit es losgeht: > La littérature française (III) : Lire des textes intégraux – 16. September 2007: „Kennt Ihr das? Ihr lest eine Geschichte. Das ist wie Schokoladeessen, man kann die Schokolade einfach nicht in ihrem Papier lassen. Selbst der letzte Krümmel muß verschwinden. Wenn ihr ein bisschen traurig seid, die letzte Zeile der Geschichte zu schnell erreicht zu haben, dann ist es passiert, das Lesevirus hat Euch im Griff.“ Bei Édouard Philippe gab es kein Fernsehen zu Hause: Tenir les enfants loin de la nourrice médiatique et de l’abrutissement qu’elle peut provoquer constituait un objectif pédagogique.“ Va dire à Sparte von Roderick Milton war der délic für Édouard Philippe: „Depuis Sparte, j’aime lire et je peux dire que je suis le produit des livres que j’ai lus.“ (S. 16) Und er erinnert an Anatole France, der eine Bibliothek eine „Cité des livres“ nannte, „Derrière cette expression, il y a une autre idée essentielle, c’est que la lecture n’est pas seulement une question individuelle. Elle est un objectif collectif, et fait légitiment partie des politiques publiques.“ (S. 18) Lesen ist Teilhabe am politischen Geschehen, das Lesen fördern wird ein ganz wesentliches Anliegen des Bürgermeisters Philippe von Le Havre (2010-2017) werden.

„Ne bougez pas madame, il y en a un autre“,
sagte Paulette 1946 zur Großmutter von Édouard Philippe als sein Vater von geboren wurde. Dieser wiederholte diesen Satz, immer dann wenn etwas Besonderes um die Familie herum passierte. (S. 33). Vielleicht hat Oncle Édouard aus den Faux-monnayeurs von André Gide seine Eltern zu dem Namen Édouard inspiriert.

Am 10. Mai 1981 als das Fernsehen François Mitterrand als künftigen Präsidenten anzeigte,
haben die zwanzig Personen um Édouard DAS Ereignis lautstark begrüsst. Er hat dann später die Biographien von Jean Lacouture gelesen, die dieser Léon Blum und Pierre Mendès-France gwidmet hat. Man merkt schon leichte Absetzbewgungen: „Le paradoxe de la gauche française“, die sich auf Blum und Mendès berief, ohne sich noch so richtig an ihnen zu inspirieren. Ihr Drama nennt er, so Philippe, von Mitterrand „homme de sinuosités et d’ambiguïtés et moderne incarnation du Prince florentin“, womit er den Prinzen von Machaivelli meint. In Sciences Po entdeckt Philippe François Goguel, La Politique des partis sous la Troisième République, einen Klassiker, der ihm die Entwicklung der Parteienstrukturen verdeutlicht.

„… La littérature est parfois plus fine à expliquer la politique que les meilleurs stratèges.“ (S. 53) Nur manchmal? Die Lektüreempfehlung von Philippe Édoaurd: Fables choisies, mises en vers par M. de la Fontaine. Da steht alles drin, was man zum politischen Geschäft wissen muss: Lesebericht: Guide pratique pour enseigner les classiques. Les fables de La Fontaine -17. April 2014 von H. Wittmann – Philippe unterstützt Alain Juppé, den Bürgermeister von Bordeaux, und erklärt in diesem Kapitel, wie er die politische Seite wechselte und zwischen 1993 und 1997 zu den Rechten kam: S. 55-77. Friedrich Hayek, La Route de la servitude und sein Liberalismus gefiel ihm. Und dann traf Philippe auf Raoul Girardet (mein Lehrer in > Sciences Po 1977/78) mit dem Buch L’idée coloniale en France : de 1871 à 1962.

Livres nomades: 2010 wurde Philippe Bürgermeister von Le Havre und leitete eine Politik der Lesekultur ein: „une grande politique de la lecture“, an der sich andere Städte unbedingt auch orientieren sollten. Lesen, das wurde für Philippe zu einer politischen Strategie: 80 Lesepunkte, Handbibliotheken, wo man Bücher entnehmen konnten und sie in der Stadt zirkuliere lassen durfte, waren das Gebot der Stunde. Und ein Riesenerfolg.

Edmond Rostand: Cyrano de Bergerac oder wie Literatur das Leben verändern kann: S. 91-98. Und dann Victor Hugo: Les Misérables, S. 99-104. Und Philippe berichtet, wie sein 10-jähriger Sohn um die Ecke und rief „Faust, c’est vachement bien!“ Und dann lernt Philippe > Guillaume Gallienne kennen. Laut vorlesen. Das ist es. Dabei fällt mir ein: > Vorgelesen: Zwei schwarze Jäger – 31. August 2009. Und er erinnert sich an die Lektüren, das Vorlesen ganzer Passagen von L’Étranger von > Albert Camus. Schwierige oder problematische Autoren wie Céline, Voyage au bout de la nuit kommen hier auch vor. Genie und Schatten, das muss man verstehen: „Parce qu’il faut faire le pari, lectuer, mon frère (das ist Baudelaire, „mon semblable, mon frère“, H.W.), qu’avec la lecure viendra l’intelligence, et la distance, et que la liberté de lire et de connaître produiront, in fine, plus de bien que l’ignorance. C’est un pari, sur la liberté et sur l’homme.“ (S. 137) Stimmt. Jean-Paul Sartre und Albert Camus haben beide > die enge Verbindung zwischen Freiheit und Kunst betont.


https://twitter.com/ScPoBibli/status/887624547318595584


Kein Wunder, dass Philippe, wie oben erwähnt, auch zum Schreiben kam. „Lire“ und „Ecrire“ sind die beiden Kapitel von Sartres Les mots. Philippe weiß: „Être écrivain en France, ce n’est pas sortir un bouquin, c’est créer une œuvre.“ (S. 162) Ach ja, da war noch die Orthographie, die nicht gerade sein Steckenperd war. Als Elikia M’Bokolo in Sciences, sein Seminarleiter, ihn darauf hinwies, dass es nicht anginge, als Schüler in Sciences Po die Rechtschreibregeln nicht genauso zu respektiere, wie es Millionen andere Frankophone auch machten, hat sich Philippe endlich drangesetzt, dieses Problem ein für alle Mal zu lösen.

Mit 26 kam Philippe in den > Conseil d’État: „…j’avais chosi le Conseil essentiellement parce que’on y était très libre…“ (S. 170). Allerdings merkte er schnell, dass die Conseillers dort eine begrenzten Humor hatten, was die Exaktheit der Schriftsätze anging. (vgl. S. 172)

Bücher verschenken
, darum geht es im Kapitel 12. Der Bürgermeister von Deauville, > Philippe Augier kann das besonders gut. Jeder seiner Gäste findet immer in seiner Serviette ein für ihn bestimmtes Buch. Und die Unterhaltung kann beginnen. François Mitterrand verschenkte auch Bücher, z. B. > Belle du Seigneur von Albert Cohen. Welche Absicht die Dame wohl vermutete, als sie dieses Buch bekam? Aber es gibt auch Grenzen bei er Bücherzirkulation. Philippe verleiht grundsätzlich kein Buch, denn dann ist es nämlich weg. (vgl. S. 192). Philippe wundert sich auch: „Pourtant, et étonnamment, je ne me souviens pas avoir jamais lu une histoire d’amitié ou de relation fondée sur les livres et sur le don ou l’échange des livres.“ Ob ich dem Premierminister widersprechen darf? Meine Freundschaft mit Michel Sicard gründet sich auf alle Bücher, die > Jean-Paul Sartre geschrieben hat, auf alles was Sartre über die > Kunst und die Freiheit und was wir beide über ihn geschrieben haben miteinander und über ihn gesprochen haben: > www.france-blog.info/sartre-sicard-wittmann. Die Bücher waren es, wie die Lehre von > Alfred Grosser und seine rund vierzig Bücher, die meinen Blog inspiriert haben: Immer wieder erklären, die deutsch-französischen Beziehungen geduldig erklären.

> Alfred Grosser hat Geburtstag – 1. Februar 2017

In das Buch über das Dritte Reich, das er mir in Sciences Po in die Hand drückte, steht die Widmung: „Pour H.W., en souvenir d’une réflexion commune, A.G.: „Offrir un livre, c’est transmettre une partie de soi“, (S. 201) nennt Édouard Philippe das. Und diese intellektuelle Beziehung mit A. Grosser gibt es nun schon seit Oktober 1977, als ich zum ersten Mal in seiner Vorlesung saß: > Alfred Grosser auf langer Reise nach Duisburg, Bonn, Köln… und Stuttgart – 31. Mai 2017. Dieses Jahr haben wir uns schon dreimal getroffen. Oder mein Freund Laurent Loty, der so perfekt das Werk von Diderot erklären kann: > Nachgefragt: Laurent Loty spricht über Denis Diderot – 24. Juni 2013. Auch eine Freundschaft, die auf Büchern, Austausch, Lesen, Diskutieren, Leidenschaft gegründet ist.

Die Neuen Medien, mit ihrer „tyrannie de l’immédiat“ sind Philippe nur zu gut bekannt. Immer das Auge auf dem Smartphone, um keine Meldung zu veroassen? Aber er hätte dafür etwas, was noch viel besser ist: „… la lecture est une respiration. Elle est tout à la dois une sortie du monde, et une façaon d’y entrer plus fort. Elle est à la foi un ralentissement et une accumulation.“ (S. 211) und „Lire, c’est prendre la distance, acquérir une vision, se constituer tout au long de la vie.“ (S. 213)

Bibliographie der gelesenen und noch zu lesenden Bücher: S. 219-246.

Das > Renouveau der deutsch-französischen Beziehungen könnte sich nun also auch auf den Sprach- und damit auf den Literaturunterricht in beiderseits des Rheins beziehen.

> 284 Artikel zur Literatur auf unserem Blog

Édouard Philippe
> Des hommes qui lisent
EAN : 9782709661430
Essais et documents
Paris: JCLattès 2017
150 pages

Paris im Oktober 2014

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Eine gute Gelegenheit, an unsere Begegnungen mit Schriftstellern zu erinnern:

Les interviews imaginaires:

> Une visite chez Michel de Montaigne

> Une visite chez Honoré de Balzac

> Nachgefragt: Henri Murger, Scènes de la vie de bohème

> Nachgefragt: Denis Diderot parle de l’Encyclopédie

> Devons-nous retourner à la nature? – Un entretien avec Jean-Jacques Rousseau

> Une visite chez Gustave Flaubert

> Une visite chez M. Zola

> Une interview avec François Guizot, Ministre de l’instruction publique et des cultes>

Nachgefragt: Henri Murger, Scènes de la vie de bohème

Il y a quelques jours, nous avons eu le grand plaisir de rencontrer Henri Murger à Paris. Il vient d’achever un roman Scènes de la bohème, plus tard Scènes de la vie de bohème. Son roman présente des artistes et des intellectuels qui se mêlent de tout. Plus tard, en 1896, Giacomo Puccini s’inspire de ce livre en composant son opéra, La Bohème. Murger a publié son roman en 1851, trois ans après la Révolution de février et l’élection de Louis-Napoléon à la présidence de la République. En décrivant l’indépendance et la liberté des artistes, Murger montre en même temps que la littérature a un pouvoir de prédication. Il anticipe, dans son roman, la nouvelle constellation politique du > Second Empire, en en faisant le cadre de son roman. Souvent, ce n’est pas la politique qui crée de nouveaux styles d’art, souvent la politique suit aussi les artistes. Malgré la censure, l’indépendance et la persévérance des artistes ouvrent la voie du succès. De toute façon, Murger évoque le rapports entre les artistes et leur société, un rapport qu’on peut bien reconstruire notamment sous le Second Empire: „L’art, l’architecture et l’histoire ne sont pas seulement au service du pouvoir, ils influencent de façon décisive la politique, les évolutions et la représentation du pouvoir.“ > Napoleon III. Macht und Kunst.

La parution du livre de Murger est donc une bonne occasion de poser quelques questions à son auteur. Il a repris le titre de sa pièce de théâtre, parue en 1849 et qui a connu un grand succès. Nous avons voulu savoir de quelle bohème parle-t- il ? De bons vivants à la charge de la société? Des fainéants ? Quelle est la Bohème qu’il représente dans son livre ? La Bohème a connu, sans doute, une longue histoire ? La bohème compte aussi bien d’autres poètes et artistes ? Nous avons parlé de la Bohème moderne. Comment devient-on artiste aujourd’hui? Où trouve-t-on la Bohème dont Murger parle ? Cette Bohème n’a pas beaucoup de chance, elle ne rencontre aucun bonheur? Il y a une bohème intellectuelle ?

La bohème dont parle Murger vit en danger permanent :

Mais il est convaincu que rien ne peut arrêter les jeunes bohémiens: „Pluie ou poussière, ombre ou soleil, rien n’arrête ces hardis aventuriers, dont tous les vices sont doublés d’une vertu. L’esprit toujours tenu en éveil par leur ambition, qui bat la charge devant eux et les pousse à l’assaut de l’avenir: sans relâche aux prises avec la nécessité, leur invention, qui marche toujours mèche allumée, fait sauter l’obstacle qu’à peine il les gêne.“

Ecoutez l’interview:

> Murger, Henry (1822-1861). Scènes de la vie de bohème (Nouvelle édition entièrement revue et corrigée) par Henry Murger. 1880.

> Henri Murger – Wikipédia

> Scènes de la vie de bohème (1847-49) sur le Projet Gutenberg

Wollen Sie Henri Murger auch besuchen? Das Denkmal von > Henri Murger stammt von Henri Théophil Bouillon. Wenn Sie, die Rückseite des Odeon-Theaters in ihrem Rücken, den Luxemburg-Garten betreten, links vom Palais, dann steht linker Hand Henri Murger.


Les interviews imaginaires sur notre blog:

> Nachgefragt: Denis Diderot parle de l’Encyclopédie

> Devons-nous retourner à la nature? – Un entretien avec Jean-Jacques Rousseau

> Une visite chez Gustave Flaubert

> Une visite chez M. Zola

> Une interview avec François Guizot, Ministre de l’instruction publique et des cultes>

> Une visite chez Michel de Montaigne

> Une visite chez Honoré de Balzac


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