Die Ansprachen von Staatspräsident Emmanuel Macron in Polen

Die Briten treten aus, weil Populisten ihnen vorgaukelten, alleine ginge alles besser, sie wollen zwar gerne die Vorteile Europas behalten… nun, Europa zieht weiter:

Der Besuch von Präsident Macron in Polen – vgl. Manuela Wiegel > Macrons neue Ostpolitik, FAZ, 3.2.2020 – wird mit drei Filmen hier dokumentiert. Diese drei Reden ergänzen alle bisherigen Stellungnahmen von Präsident Macron zu Europa, s. hier am Ende dieses Beitrags.

> Discours du Président Emmanuel Macron devant les étudiants de l’Université Jagellonne de Cracovie:

16′ 55“: ab hier müssen auch deutsche Schüler/innen diese Rede zur ansehen: „En analysant la pensée centre-europénne…“denn Präsident Macron spricht auch über ihre Zukunft, über unsere Zukunft in Europa. Das ist ganz ohne Zweifel ein komplexes Thema: Geschichte, Politik, Wirtschaft, Sicherheit, Klima, kaum ein Thema ist zu übergehen. Zuerst die Geschichte: „…nous ne construirons pas l’Europe dans l’oubli de l’Europe.“ Europa ist ein Projekt der Jugend. Aber man dürfe eben nicht die Vergangenheit vergessen, werde sie sie nicht berücksichtigt (Stichwort > Erinnerungskultur auf unserem Blog) werden wir wieder im Hass und in den Nationalismen gefangen sein, warnt Macron. Wie gesagt eine komplexe Aufgabe, die keine einfachen Lösungen verträgt. 2004 war keine bloße EU-Erweiterung, sondern eine Wiedervereinigung. Manche sei damals zu schnell gegangen, bekennt Macron und meint, das Wiederfinden habe nicht gut geklappt.

Macron betont den politischen Charakter des Projekts Europas als Friedensprojekt: „un projet fou“, die Mitglieder, die sich bekriegt hatte´, hätten beschlossen, keine Kriege mehr zu führen. und beschlossen eine politische Union zu bilden. Er erinnert an die Justizreform in Polen und versichert sich nicht einmischen zu wollen. Er sei weit entfernt davon sich einmischen zu wollen Aber „Un Etat membre n’a pas à donner d’instructions à d’autres Etats membres, mais c’est à la France de défendre les principes de l’Union européenne tels qu’ils sont dans nos textes, dans notre histoire, dans le projet politique que nous portons et tels qu’ils sont défendus par le Conseil de l’Europe et la Commission européenne. Ça, c’est notre responsabilité. Et d’avoir cette Commission, ce Conseil qui portent fort ces principes, moi, j’en appelle à un souci de cohérence et de ce qu’est l’Europe dans sa part politique que j’évoquais tout à l’heure.“

Man könne Patriot und Europäer sein: „Il n’y a rien dans les textes qui dit de ne pas aimer sa patrie.“ Und er trägt diese Gedanken so vor, als wenn tatsächlich nur ein Europäer sein Vaterland ganz besonders lieben kann, weil er den besonderen Wert die Vielfalt in der Einheit versteht.

Außerdem widmet der Präsident zwei weitere lange Passagen dem Klimaschutz und der Sicherheit in Europa.

Macrons Message ist eindeutig: „L’Europe est une aventure impossible, pensée par des rêveurs et portée par les peuples. Tous les cyniques ont toujours voulu la détruire. Tous les gens sérieux ont toujours cherché à la relancer. Soyez des fous ou des rêveurs.“

Kurzatmige, kleinteilige, geschichtsverlorene Ansätze müssen scheitern. Es gilt, dass Europäer aller hier genannten Themen zusammen in den Blick nehmen müssen. Europa ist ja gar nicht perfekt, aber es ist ein Projekt, dass 70 Jahre lang den Frieden in Europa gesichert hat. Die Verfälschung der Geschichte steht am Anfang von Hass und Nationalismen. Komplexe Probleme lassen sich nicht auf Schlagwörter reduzieren aus denen > Populisten einfache Antworten machen.

Genügend Stoff für mehrere Aufgaben:

1. Berichten Sie in einem kurzen Artikel, welche Vorzüge Macron in seiner Rede vor polnischen Studenten bezüglich des europäischen Projekts nennt
2. Welche Aufgaben muss Europa lösen?
3. Was bedeutet für Macron die Schaffung einer europäischen Souveränität?

> Discours du Président Emmanuel Macron à la communauté française de Pologne

Der Text dieser Rede ist noch nicht online.

Conférence de presse du Président Emmanuel Macron avec Mateusz Morawiecki, Président du Conseil des ministres de la République de Pologne:

Zur Erinnerung:

Die Bilanz nach einem Jahr: > La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017 – 2. November 2018 – Website des Elyséepalastes

Dazu: > 3ème point d’étape de l’initiative pourl’Europe Website des Elyséepalastes

> Der Gastbeitrag von Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europas – 5. März 2019

> 13 janvier 2019 : La Lettre d’Emmanuel Macron aux Français – 13. Januar 2019

> Pierre-Yves Le Borgn’ : “L’Europe doit retrouver le lien citoyen.“ – 24. Mai 2019

Voir aussi: > Europe: Les Consultations européennes / Europa: Die Bürgerbefragungen – 10. September 2018

Anstatt immer nur uns Diskussionen über Migranten aufzwingen zu lassen, sollten wir mehr über die Erfolge und die Aufgaben Europas sprechen.

Tout un système : >

La refondation de l’Europe passe par la culture: >#fbm17 #FRAFRA2017 Le discours d’ouverture d’Emmanuel Macron

Nos atouts : >

Un programme : >

La chance de nous tous : >

> Discours du Président de la République devant le Parlement réuni en Congrès à Versailles – 10. Juli 2018

Rappel: > Nachgefragt: “L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.”Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris

Der Brexit am 31. Januar 2020 um Mitternacht

Ab dem 31. Januar 2019 um Mitternacht beginnt für Großbritannien eine Übergangszeit, in der das Verhältnis der Briten zur EU neu definiert wird. „Je ne veux pas revenir ce soir sur les raisons de ce vote et ce n’est d’ailleurs pas ma place ou mon rôle, mais je me souviens combien la campagne de 2016 a été faite de mensonges, d’exagération, de simplifications, de chèques qu’on a promis et qui n’arriveront jamais. Il faut là aussi à chaque instant nous souvenir de ce à quoi le mensonge peut conduire dans nos démocraties.“ Bis zu dem Abkommen werde es kaum eine Änderung geben, allerdings erinnert Präsident Macron daran, , das das Vereinigte Königreich ab sofort nicht mehr an den europäischen Entscheidungen beteiligt ist. Jetzt gelte es, eine neue Partnerschaft zu begründen. Eine Regel steht schon fest: „Man kann nicht drin und draußen zugleich sein.“

Der Text seiner Ansprache: > Plus que jamais nous avons besoin d’Europe. Message du Président Emmanuel Macron sur le Brexit. – Site du Palais de l’Élysée

Zum Vergleich: Bundeskanzlerin Angela Merkel > Der Brexit ist „ein tiefer Einschnitt für uns alle“ – Video-Podcast

Eine Auswahl der Vorträge von Staatspräsident Macron über seine Vorstellungen und Vorschläge zu Europa:

 

Zur Erinnerung:

> Die Ansprachen von Staatspräsident Emmanuel Macron in Polen – 5. Februar 2020

Die Bilanz nach einem Jahr: > La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017 – 2. November 2018 – Website des Elyséepalastes

Dazu: > 3ème point d’étape de l’initiative pourl’Europe Website des Elyséepalastes

> Der Gastbeitrag von Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europas – 5. März 2019

> 13 janvier 2019 : La Lettre d’Emmanuel Macron aux Français – 13. Januar 2019

> Pierre-Yves Le Borgn’ : “L’Europe doit retrouver le lien citoyen.“ – 24. Mai 2019

Voir aussi: > Europe: Les Consultations européennes / Europa: Die Bürgerbefragungen – 10. September 2018

Anstatt immer nur uns Diskussionen über Migranten aufzwingen zu lassen, sollten wir mehr über die Erfolge und die Aufgaben Europas sprechen.

Tout un système : >

La refondation de l’Europe passe par la culture: >#fbm17 #FRAFRA2017 Le discours d’ouverture d’Emmanuel Macron

Nos atouts : >

Un programme : >

La chance de nous tous : >

> Discours du Président de la République devant le Parlement réuni en Congrès à Versailles – 10. Juli 2018

Rappel: > Nachgefragt: “L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.”Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris

Éditorial: Warum sollten Schüler unseren Blog lesen?

Immer wieder wird in Gesprächen über unseren Blog die Befürchtung geäußert, die Inhalte auf diesem Blog > Aufgaben auf diesem Blog seien für Schüler/innen zu schwer. Solche Hinweise sind nicht unbegründet, denn zu schwere Aufgaben schrecken die Adressaten leicht ab, lassen diese sich aber darauf ein, merken sie schnell, dass sie viel lernen können und überhaupt, dass sie das bisher Gelernte keinesfalls nicht umsonst gelernt haben – genau darauf richtet sich die Formulierung unserer > Aufgaben, die die Schüler/innen zu möglichst viel Selbständigkeit anleiten wollen.

Eine der schwierigsten Fragen in der Fachdidaktik lautet, > Warum wählen so viele Schüler/innen am Ende der Sek. I Französisch ab? Sicher, man macht ihnen das zu leicht. Man lässt sie über ein Fach und seine Inhalte entscheiden, bevor sie wichtige Autoren kennengelernt haben und durch Vergleich mit dem Nachbarland den eigenen Horizont erweitert haben. Daraus folgt, dass auch in der Mittelstufe die deutsch-französischen Beziehungen und die Literatur ein viel stärkeres Gewicht erhalten müssen. Mit allen Methoden des eigenverantwortlichen Lernens müssen dort die Schüler auch an schwierigere Themen herangeführt werden: vgl. dazu: Andreas Nieweler, Methoden sinnvoll einsetzen, in: id. Fremdsprachen unterrichten, S. 113-139.

Literarische Themenhefte Französisch
Möchten Sie in dem Buch blättern?: Danielle Rambaud, Wolfgang Bohusch (Hrsg.), > Les relations franco-allemandes dans la littérature française
Buch – B2/C1
978-3-12-591586-2 (3-12-591586-4)
> Klassensatzbestellungen

Kurzfassung: Zum Ausdrucken und Verteilen:Der Frankreich-Blog www-france-blog.info

Europas größter Trumpf ist die kulturelle Vielfalt: „La refondation de l’Europe passe par la culture“: >#fbm17 #FRAFRA2017 Le discours d’ouverture d’Emmanuel Macron. Daraus folgt, dass mindestens zwei Fremdsprachen bis zum Abitur eigentlich selbstverständlich sein müssten. Die deutsch-französischen Beziehungen sind meist für Schüler/innen höchstens eine Angelegenheit besonderer Fest- oder Gedenktage, auch nur dann, wenn sie im Französischunterricht daran erinnert werden: z.B. : > Präsident Emmanuel Macron hielt am 18.11.2018 im Deutschen Bundestag die Gedenkrede an die Kriegstoten – Sonntag, 18. November 2018. Fast könnte man davon sprechen, dass Französischunterricht kaum mehr als eine Elite erreicht: nur rund 20 % in der Sek. II lernen Französisch, darunter auch diejenigen, die in einem bilingualen Zweig fast zweisprachig das deutsche und französische Abitur gleichzeitig machen und im optimalen Fall gleich mit einem Studiengang der > Deutsch-französischen Hochschule weitermachen. – 2017/18 lernten 1 440 521 Schüler in den allgemeinbildenden Schulen Französisch. 2018/19 ist ihre Zahl um 2,7 % auf 1 401 189 zurückgegangen. (> Schüler/-innen mit fremdsprachlichem Unterricht – Statistisches Bundesamt) Zum Vergleich > Les élèves germanistes en France – Website des Goethe-Instituts.

Wir benötigen in Frankreich und Deutschland eine große gemeinsame Initiative für den Deutsch- bzw. für den Französischunterricht.  Ist das föderale System in Deutschland der einzige Hemmschuh für eine solche Initiative? Finanzen? Die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen hängt auch von den Sprachkenntnissen und den Kenntnissen über das Nachbarland ab. Alle Politiker nicken dabei immer, aber auch der > Aachener Vertrag vom Januar 2019 macht nur wenige Vorgaben: „Artikel 10. Beide Staaten führen ihre Bildungssysteme durch die Förderung des Erwerbs der Partnersprache, durch die Entwicklung von mit ihrer verfassungsmäßigen Ordnung in Einklang stehenden Strategien zur Erhöhung der Zahl der Schülerinnen, Schüler und Studierenden, die die Partnersprache erlernen, durch die Förderung der gegenseitigen Anerkennung von Schulabschlüssen sowie durch die Schaffung deutsch-französischer Exzellenzinstrumente für Forschung, Ausbildung und Berufsbildung sowie integrierter deutsch-französischer dualer Studiengänge enger zusammen.“ Schon wieder wird zuerst der Föderalismus indirekt aber dafür umso deutlicher formuliert, so also ob alle weitergehenden Maßnahmen im Keim erstickt werden sollen, man will fördern… gar „Exzellenzinstrumente“ einsetzen und die Berufsausbildung verbessern, das ist alles zu wenig und man riskiert es, dass alles beim Alten bleibt und Französisch und Deutsch weiter an Boden verlieren.

Klett engagiert sich für Französisch


> Le réseau franco-allemand des écoles maternelles bilingues « Élysée 2020 » Rapport IGEN – Décembre 2018

> Échange franco-allemand des enseignants du premier degré 2020-2021 -Eduscol

Bruno Studer, > 8 propositions pour un enseignement bilingue ambitieux au service du territoire – Octobre 2018

> Die französische Sprache an meiner Schule fördern – Website des DFJW

> Certifications DELF DALF – Website des Institut français in Deutschland – Mit Unterstützung von Klett

Aktuell:

https://twitter.com/kmkpad/status/1206605918445744128

À suivre


Diese kulturelle Vielfalt betrifft auch den Vergleich mit Frankreich und Deutschland. Eine großer Teil unserer rund 4000 Blogartikel seit 2006 geben einen Eindruck von dieser Vielfalt und begründen direkt und indirekt wieso der Vergleich eine gute Kenntnis beider Länder voraussetzt, wieso die Unterschiede so groß sind und weshalb beide Länder so viel voneinander lernen können. Die > Erinnerungskultur ist eine historische Ebene, die literarische Ebene wird allenfalls mit der > Lektüre französischer Literatur gestreift, erschwert doch die Fächertrennung gemeinsame Projekte mit dem Fach Deutsch. Bedenkt man das große > Angebot an Lektüren für alle Jahrgangsstufen im Fach Französisch kann es um den > Literaturunterricht  im Fach Französisch nicht schlecht bestellt sein:

Lektüren für den Französischunterricht

…allerdings sind die positiven Antworten auf die Frage: Habt Ihr schon mal einen ganzen französischen Roman gelesen eher selten. Und doch ist der Zugang über die Literatur der beste Türöffner zur französischen Kultur. Auch wenn > L’étranger und > L’hôte von > Albert Camus weiterhin zu den Spitzenreitern im Französischunterricht gehören, so sollte man sich auch fragen, ob nicht auch Werke von > Jean-Paul Sartre zur Unterrichtslektüre gehören sollten.

Heiner Wittmann, Existenz, Freiheit und Kunst
Ausgewählte Werke Jean-Paul Sartres im Überblick
in: > Sartre. Unterricht Französisch Nr. 162/2019, S. 9-11.

Die Interviews auf diesem Blog > Nachgefragt:Alain Mabanckou, Une littérature-monde ? oder >Nachgefragt: Boualem Sansal, 2084 oder > Lesung und Interview: Philippe Grimbert, Un secret. Erwähnen wir hier auch Marcel Proust > Nachgefragt: Luc Fraisse, Lire Marcel Proust aujourd’hui – 3. März 2016. Nicht zu vergessen ist die ungeheure Vielfalt der Literatur, die der Francophonie – 58 Artikel – zuzurechnen ist:  Magnier, Bernard, Journalist, Direktor der Reihe «Afriques» beim Verlag Actes Sud hat ein beeindruckendes Panorama des littératures francophones de l’Afrique sub-saharienne vorgestellt: 150 Autoren mit 250 Werken werden auf 150 Seiten präsentiert: > Panorama des littératures francophones de l’Afrique sub-saharienne *.pdf.

Und dann ist Französisch auch so eine Art Arbeitsversicherung. Bewerber, die gute Französischkenntnisse mitbringen, haben immer die Nase vor allen anderen Bewerbern: Unser Topartikel hinsichtlich der Zahl der Aufrufe seit 2 Jahren ist der Artikel über die berufliche Fortbildung: > Conférence à Montpellier, 28 février 2017. Emploi : L’accès au premier emploi en France et en Allemagne avec une bibliographie et une sitographie. Mit Videos haben wir auf unserem Blog viele Artikel begleitet:  > Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen. Ein andere Schwerpunkt unseres Blogs – diesmal an die Adresse der Französischlehrer/innen ist > Fortbildung und > Fachdidaktik und > Online-Lernen.

> Grundwissen La France
Klasse 11/12 (G8) Klasse 12/13 (G9)
Umfang: 184 Seiten
ISBN: 978-3-12-521006-6

Vokabeltests schrecken ab, weil sie den Schülern ihr Unwissen vor Augen führen. Texte schreiben, das ist es! Mit Konjunktionen – Mais où est donc Ornicar? – Interessante Inhalte diskutieren, entdecken, dass die Lebenswirklichkeit ihrer Altersgenossen in Frankreich so unterschiedlich ist

NEU > www.horizons21.fr – Schauen Sie sich an, wie weit man mit Srpachkenntnissen kommt!

und herausfinden, mit welcher Schule ein Austausch organisiert werden kann: > Haben Ihre Schüler schon eine Partnerschule in Frankreich? – 7. Dezember 2019 von . Über Themen auf dem Frankreich-Blog berichten… etc.

Schüler/innen die Französisch lernen, sollten den Frankreich-Blog kennen, weil er ihnen alle Möglichkeiten für die Anwendung ihrer Sprachkenntnisse demonstriert:  > Twittern für die deutsch-französische Kooperation.

Deutsch-französische Beziehungen: Suchen im Internet – Linklisten

Sitographies sur notre blog :

> Bibliographie: Erinnerungskultur

> Sitographie: “Regeln” für soziale Netzwerke in der Politik29. Mai 2019

> Francophonie: Bibliographie et sitographie

> Politique – Littérature des immigrés en France
avec une bibliographie et une sitographie
 – 10. Januar 2018

> L’accès au premier emploi en France et en Allemagne avec une bibliographie et une sitographie – 26 . Januar 2017

> Education numérique et la prévention de la radicalisation des jeunes : Sitographie et bibliographie

>Sitographie : #Cop21 – Ressources utiles – 9. November 2015

> Centenaire 1914-1918
Sitographie et bibliographie en ligne

Letzter Stand: 28.11.2019. Während einer Diskussionsrunde bei einer der Veranstaltungen zur > Lehrerfortbildung wies eine der Teilnehmerinnen daraufhin, dass Schüler sehr große Schwierigkeiten hätten, sich im Internet zu orientieren. Dabei entstand die Idee, ihnen hier eine Linkliste (une sitograpie) zu einer ersten Orientierung zum Thema Deutsch-französische Beziehungen anzubieten. Solche > Linklisten sind reichhaltig vorhanden und doch sichert das Herstellen einer solchen Liste in einem Kurs – abgestimmt auf die Interessen der Schüler rund um die Inhalte des Kurses die besten Lernerfolge: > Réaliser une bibliographie / sitographie selon les normes en vigueur – Site de Webpédagogique.

Die folgende Liste wird laufend ergänzt und demnächst geordnet und in Kapitel eingeteilt – sie ist natürlich immer nur ein schmaler Einblick in die so beeindruckende Vielfalt der deutsch-französischen Kooperation: vgl. dazu hier rechts im grauen Kasten die Links zu anderen Sitographies auf unserem Blog.

Außer der Politik kommt natürlich die Kultur auf diesem Blog nciht zu kurz: Vgl. dazu > Überblick über die deutsch-französische Kulturzusammenarbeit – Deutscher Bundestag 2018 und > La refondation de l’Europe passe par la culture: >#fbm17 #FRAFRA2017 Le discours d’ouverture d’Emmanuel Macron.

> 2019: Wichtige Themen auf unserem Blog – 20. November 2019

> Unser Handbuch für den Französischunterricht auf Twitter: Didaktik, Artikel und Links

Unser Blog hat in der rechten Spalte oben ein Suchfeld, in dem nach jedem Wort auf unserem Blog gesucht werden kann: > Literatur oder Albert Camus oder Francophonie

Drei Artikel, die sich selbst aktualisieren:

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Twittern. Frankreich und Deutschland in der EU

> Deutsch-französisches Twittern, aber diesmal aus der Perspektive der Außenministerien

> Arbeiten im Französischunterricht: Suchen und Lernen mit Twitter – 4. Oktober 2019

Unsere Vorstellungen zu Aufgaben im Französischunterricht erläutert unsere Redaktion hier: > Beiträge mit Aufgaben für Schüler/innen

> Prévenir la radicalisation des jeunes / Der Radikalisierung von Jugendlichen vorbeugen – 26. September 2016 von H. Wittmann

Deutsch-französische Beziehungen:

> Sitographie franco-allemande ***: „Un ensemble de sites qui permettent d’accompagner la coopération franco-allemande à l’école, au collège et au lycée.“ > Website von Édusol*** > eduscol.education.fr

Zum Ausdrucken und Verteilen:Der Frankreich-Blog www-france-blog.info

> Frankreich und Französischunterricht im Internet, Linkliste von > Susanne Wessin, Lübeck

> Französisch – Landesbildungsserver – Baden-Württemberg

> Les relations franco-allemandes, un lien concret Des spécialistes des relations franco-allemandes reviennent sur le lien et l’évolution des relations entre les deux pays dans différents domaines : économie, énergie, religion, recherche… – La Croix le 21/01/2019

> Les politiques de coopération franco-allemandes – Le site „www.france-allemagne.fr“ est un site géré par le ministère de l’Europe et des Affaires étrangères www.diplomatie.gouv.fr, conjointement avec l’Auswärtiges Amt www.auswaertiges-amt.de.
Mit Google kann man suchen, aber am besten stellt man die Suchfunktion in Google auf Frankreich um, damit man bessere Ergebnisse erzielt.

> Relations franco-allemandes – Website der Deutschen Botschaft in Paris

> Les relations parlementaires franco-allemandes – Site de l’Assemblée nationale

> Henrik Uterwedde, Die deutsch-französischen Beziehungen. Eine Einführung – 20. November 2019 >>>

> Relations entre l’Allemagne et la France – Wikipédia – Unsere Vorbehalte gegen Wikipedia wiederholen wir hier jetzt mal nicht aber unserer Redaktion schlägt einen Vergleich dieses Artikels mit der deutschen Version vor > https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-franz%C3%B6sische_Beziehungen

> Europe – CRDP Strasbourg

> Les mécanismes de la coopération franco-allemande – La clés des langues, éduscol, ENS Lyon

> Links – Goethe Institut Paris

> Deutsch-französische Websites – Deutsch-Französischer Kulturrat

> Les politiques de coopération franco-allemandes – Le site „www.france-allemagne.fr“ est un site géré par le ministère de l’Europe et des Affaires étrangères (www.diplomatie.gouv.fr), conjointement avec l’Auswärtiges Amt (www.auswaertiges-amt.de).
Mit Google kann man suchen, aber am besten stellt man die Suchfunktion in Google auf Frankreich um, damit man bessere Ergebnisse erzielt.

> Les relations franco-allemandes, un lien concret Des spécialistes des relations franco-allemandes reviennent sur le lien et l’évolution des relations entre les deux pays dans différents domaines : économie, énergie, religion, recherche… – La Croix le 21/01/2019

> Relations franco-allemandes – Website der Deutschen Botschaft in Paris

> Les relations parlementaires franco-allemandes – Sie de l’Assemblée nationale

> Relations entre l’Allemagne et la France – Wikipédia – Unsere Vorbehalte gegen Wikipedia wiederholen wir hier jetzt mal nicht aber unserer Redaktion schlägt einen Vergleich dieses Artikels mit der deutschen Version vor > https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-franz%C3%B6sische_Beziehungen

> Europe – CRDP Strasbourg

> Bibliographien und Literaturdatenbanken zu den Geisteswissenschaften – Michael Mandelartz – Meiji University, School of Arts and Letters – Seminar für Germanistik – Tokyo

> Überblick über die deutsch-französische Kulturzusammenarbeit – Deutscher Bundestag 2018

Medien:

> ARTE : > Das beste von Educ’Arte für den UnterrichtErnst Klett Verlag offizieller Partner von Educ´ARTE

> Deutsch-französische Aktivitäten – Saarländischer Rundfunk


Bei der Intensität der deutsch-französischen Zusammenarbeit könnte man sich eigentlich vorstellen, dass die deutschen Kulutrinstitute in Frankreich in einer ähnlich starken regionalen Verteilung wie die Instituts français in Deutschland vorhanden sind, um dort für Deutsch und die deutsche Kultrr werben.

> Der Vergleich (XII). L’allemand en France, Französisch in Deutschland (I):

df-instituts

IF Deutschland Essen Kiel Saarbrücken Berlin Frankfurt/M. Köln Sachsen-Anhalt Bonn Freiburg Leipzig Stuttgart Bremen Hamburg Mainz Thüringen Dresden Hannover Mannheim Düsseldorf Heidelberg München Erlangen Karlsruhe Rostock Lille Paris Nancy Strasbourg Lyon Bordeaux Toulouse Marseille Montpellier - Maison de Heidelberg Aix-en-Provence- Cdentre franco-allemand Centre culkturel franco-allemand Nice

> Instituts français en Allemagne
> Französische Kultur in Deutschland – Website der Französischen Botschaft in Deutschland

> Goethe-Institut Frankreich
> Aix-en-Provence: Centre Franco-Allemand de Provence – Maison de Tübingen
> Montpellier – Maison de Heidelberg


> Willkommen im Deutsch-Französischen Kulturzentrum Ramallah!

> Die überregionale Presse in Frankreich und Deutschland: eine Vergleichsstudie * Veronika Westhoff & Ernst Ulrich Große [1] übersetzt aus dem Französischen von Sabine Albrecht

PONS Online-Wörterbuch – CANOPÈ Strasbourg

> Sitographie: “Regeln” für soziale Netzwerke in der Politik – 29. Mai 2019

> Relations franco-allemande : „Il y a des différences qui sont assumées“, d’après une politologue – Franceinfo, 15.9.2019

Bundeskanzlerin Merkel soll wütend gewesen sein? Forschen wir mal nach: > Bundeskanzlerin Merkel, Staatspräsident Macron und die NATO – 25. November 2019

> Henrik Uterwedde, Die deutsch-französischen Beziehungen. Eine Einführung – 20. November 2019 >>>

> Chronologie des relations franco-allemandes depuis 1948 – Website der Französischen Botschaft in Berlin

> Relations bilatérales – Website der Französischen Botschaft in Berlin

> Dossier Le couple franco-allemand : une relation chaotique depuis 1945 LE FIGARO

> 50 ans de relations franco-allemandes – Nouveau Monde Editions, 2013 – France-Culture

Auf unserem Blog: > 50 ans Traité de l’Élysée (66 articles)

Wirtschaft

> Chambre Franco-Allemande de Commerce et d’Industrie
> Publications et études ***

Nachgefragt: Die Restitution afrikanischer Kulturgüter. Wir fragen Bénédicte Savoy.

Neu auf unserem Blog: > Afrotopia und die Restitution afrikanischer Kulturgüter. Nachgefragt: Interview mit Felwine Sarr – 27. Mai 2019 von

Das > TV-Team unseres Blogs war mit dabei, als unsere Redaktion das Glück hatte, gestern in Stuttgart Prof. Dr. Bénédicte Savoy nach der Restitution afrikanischer Kulturgüter zu befragen:

Am 28. November 2017 hat Präsident Macron in der Universität Ouaga in Ouagadougou in einer Rede die zeitweise oder definitive Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern an Afrika angekündigt. Wir zitieren aus seiner Rede, die wir in ganzer Länge in diesem Artikel > Die Restitution des afrikanischen Kulturerbes anzeigen:

Prof. Dr. Bénédicte Savoy hat seit 2016 einen Lehrstuhl am Collège de France > „Histoire culturelle des patrimoines artistiques en Europe, XVIIIᵉ-XXᵉ siècle“ und sie ist die Leiterin des > Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der TU in Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte: Translokationsforschung, Kunst- und Kulturtransfer in Europa, 18./19. Jahrhundert, Museumsgeschichte, Deutsch-französische Beziehungen, Kunstraub und Beutekunst.

Am 28. November 2017 hat Präsident Macron in der Universität Ouaga in Ouagadougou in einer Rede die zeitweise oder definitive Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern an Afrika angekündigt: “Ich wünsche, dass in den nächsten fünf Jahren, die Bedingungen für eine zeitweise oder definitive Rückgabe afrikanischer Kulturgüter an Afrika geschaffen werden,” nachdem er festgestellt hatte: “… das afrikanische Kulturerbe kann nicht nur in Privatsammlungen und europäischen Museen sein”. Zusammen mit Felwine Sarr hat Bénédicte Savoy sie im Auftrag von Präsident Emmanuel Macron untersucht, unter welchen Bedingungen afrikanisches Kulturgut von Frankreich an die Herkunftsländer zurückgegeben werden könnte. Am 23. November 2018 haben sie ihren Bericht übergeben. Der Bericht ist gerade im Verlag Philippe Rey/Seuil erschienen: > Restituer le patrimoine africain.– Eine deutsche Übersetzung liegt vor > Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter, übs. v. D. Faster, Berlin: Matthes & Seitz 2019

> Le président Macron nomme deux experts pour la restitution du patrimoine africain – Le Monde 6.3.2018.

Wir haben Bénédicte Savoy gefragt, wie darf oder soll man den Inhalt Ihres Berichts verstehen? Wie interpretiert Sie das Ziel ihrer Vorschläge und die des Präsidenten : « der Jugend Afrikas einen Zugang zu ihrer eigenen Kultur zu geben“. Warum hat man das Wort „restitution“ gewählt?

Wie wird die Frage der Unveränderbarkeit L’aliénabilité – Verfügungsverbot- Idee des Universalmuseums, bekräftigt von der Académie des Beaux Arts am 28.11.2018 der öffentlichen französischen Sammlungen behandelt?

ALs Savoy und Sarr mit ihrem Bericht beinahe fertig waren, haben sie in den französischen Archiven den Bericht von Pierre Quoniam 1982 über die Rückgabe von Kulturgütern entdeckt. Damals ist nichts passiert. Sind die Perspektiven heute besser?

Bénédicte Savoy > Europäische Museen. Die verdrängte Debatte – Süddeutsche Zeitung – 3.3.2019

Präsident Macron spricht für Frankreich, aber er hat auch die europäischen Museen im Blick und in diesem Zusammenhang darf man auch an seine Rede zur “refondation de l’Europe par la culture” anlässlich der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2017 erinnern: > #fbm17 #FRAFRA2017 Le discours d’ouverture d’Emmanuel Macron Es geht nicht nur um die Museen in Frankreich. Er hat Europa im Blick. Wie werden seine Museen reagieren, wenn Macron seine Ankündigungen bezüglich der französischen Museen tatsächlich realisiert?

Ein Adjektiv in der Rede Macrons deutet an, dass da ein Hintertürchen offenbleibt? “temporaire” klingt nach Leihgabe – Der Präsident spricht in seinem Auftrag für Ihren Bericht von „restitutions temporaires ou définitives“ – gibt es da einen Spielraum für die Interpretation seiner Absichten?

Es gibt ja völlig unterschiedliche Wege, wie die Kulturgüter in europäische Museen gelangten (S. 87) – von Kriegsbeute bis Schenkungen, diese Wege haben doch sicherlich auch einen Einfluss darauf, was zurückgegeben werden kann /soll oder muss?

Wenn man die Rede von Präsident am 38. November 2018 in Ouagadougou hört, (Le Président Macron dit « restituer le patrimoine africain à l’Afrique », « das afrikanische Kulutgur an Afrika zurückgeben » ) könnte man den Eindruck bekommen, er möchte die französischen und gar die europäischen Museen leeren? Wieviele Stücke werden von der Rückgabe betroffen werden? Wie interpretieren Sie die Ankündigungen des Präsidenten?
– Macron twitterte „Das afrikanische Erbe darf kein Gefangener europäischer Museen sein.“

Von welchen Zeiträumen sprechen wir? Wie werden die zurückzugebenden Stücke ausgewählt werden?

Die Restitution des afrikanischen Kulturerbes

Am 28. November 2017 hat Präsident Macron in der Universität Ouaga in Ouagadougou in einer Rede die zeitweise oder definitive Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern an Afrika angekündigt: „Ich wünsche, dass in den nächsten fünf Jahren, die Bedingungen für eine zeitweise oder definitive Rückgabe afrikanischer Kulturgüter an Afrika geschaffen werden,“ nachdem er festgestellt hatte: „… das afrikanische Kulturerbe kann nicht nur in Privatsammlungen und europäischen Museen sein“. Man muss (nicht nur) offizielle Texte ganz genau lesen: Was wird nicht gesagt? Was steht drin? Und wie wird es gesagt?

Es geht nicht nur um die Museen in Frankreich. Er hat Europa im Blick. Wie werden seine Museen reagieren, wenn Macron seine Ankündigungen bezüglich der französischen Museen tatsächlich realisiert? Ein Adjektiv in der Rede Macrons deutet an, dass er ein schwerwiegendes Projekt angeht und sich kommender Kritik schon sicher ist: Bleibt da gleich ein Hintertürchen offen? „temporaire“ klingt nach Leihgabe oder ist das eine Konzession an die Kritiker seines Vorhabens? Sicher, Präsident Macron spricht für Frankreich, aber er hat auch die europäischen Museen im Blick und in diesem Zusammenhang darf man auch an seine Rede zur „refondation de l’Europe par la culture“ anlässlich der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2017 erinnern: > #fbm17 #FRAFRA2017 Le discours d’ouverture d’Emmanuel Macron. Wir zitieren diese Rede, um an Macrons Verständnis des Vorrangs der Kultur zu erinnern. Diese Auffassung zeigt sich auch wieder im Umgang mit der Identität afrikanischer Staaten: In der Rede in Ouaga klang seine Ankündigung so – ab 1 h 15′:

> Discours d’Emmanuel Macron à l’université de Ouagadougou– Website des Élysée-Palastes

Emmanuel Macron : „Mesdames et Messieurs, je terminerai par ce qui doit nous permettre ensemble d’écrire cette nouvelle relation d’amitié dans la durée au-delà des menaces, des craintes et de nos intérêts partagés. Aujourd’hui, nous sommes orphelins, nous sommes orphelins en quelque sorte d’un imaginaire commun, nous souffrons d’un imaginaire qui nous enferme dans nos conflits, parfois dans nos traumatismes, d’un imaginaire qui n’est plus le vôtre, n’est plus le nôtre, et je veux reconstruire cet imaginaire commun et d’avenir autour de trois remèdes.
Le premier remède c’est la culture, dans ce domaine, je ne peux pas accepter qu’une large part du patrimoine culturel de plusieurs pays africains soit en France. Il y a des explications historiques à cela mais il n’y a pas de justification valable, durable et incondit ionnelle, le patrimoine africain ne peut pas être uniquement dans des collections privées et des musées européens. Le patrimoine africain doit être mis en valeur à Paris mais aussi à Dakar, à Lagos, à Cotonou, ce sera une de mes priorités. Je veux que d’ici cinq ans les conditions soient réunies pour des restitutions temporaires ou définitives du patrimoine africain en Afrique.“

„Meine Damen und Herren, ich schließe mit einem Thema, das uns erlauben soll, ein neues Kapitel dieser Freundschaftsbeziehungen auf Dauer jenseits von Bedrohungen, Furcht und unserer Interessen zu schreiben. Heute sind wir Waisenkinder, in gewisser Weise haben wir unser gemeinsames Vorstellungsvermögen verloren, wir leiden an einer Vorstellungswelt, die uns in Konflikte einschließt, manchmal in Traumata, einer Vorstellungswelt, die nicht mehr ihre ist, auch nicht mehr unsere, ich aber möchte diese gemeinsame künftige Vorstellungswelt wiederaufbauen. Drei Mittel dazu:
Das erste Mittel ist die Kultur, in diesem Bereich, kann ich es nicht länger akzeptieren, dass ein großer Teil der kulturellen mehrerer afrikanischer Länder sich in Frankreich befindet. Dafür gibt es historische Erklärungen, aber keine gültige, dauerhafte und bedingungslose Rechtfertigung, das afrikanische Kulturerbe kann nicht nur in Privatsammlungen und europäischen Museen sein. Das afrikanische Kulturerbe muss in Paris, aber auch in Dakar, in Lagos, in Cotonou in Wert gesetzt werden. Das wird eine meiner Prioritäten sein. Ich wünsche, dass in den nächsten fünf Jahren, die Bedingungen für eine zeitweise oder definitive Rückgabe afrikanischer Kulturgüter an Afrika geschaffen werden.“

Auf Twitter resümierte Emmanuel Macron unmissverständlich:

Am 23. November 2018 haben Bénédicte Savoy, Professorin an der TU Berlin und am Collège de France sowie Felwine Sarr, Professor an der Universität Gaston-Berger in Saint-Louis (Sénégal), ihren Bericht über die Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern – > Rapport sur la restitution du patrimoine culturel africain. Vers une nouvelle éthique relationnelle – Präsident Emmanuel Macron überreicht.

Zum Herunterladen, *pdf, 240 Seiten: Felwine Sarr et Bénédicte Savoy > Rapport sur la restitution du patrimoine culturel africain. Vers une nouvelle éthique relationnelle Novembre 2018

> Pressestimmen

Gerade erschienen: Patrick Bahners, Französisches Ausleerungsgeschäft. Der „Bericht über die Restitution afrikanischen Kulturerbes“, in: MERKUR, Heft 03 / März 2019 – Heft 838, S. 6-17:

Patrick Bahners beginnt mit einer Forderung der Gelben Westen: „Frankreich muss den afrikanischen Völkern die unrechtmäßig erworbenen Güter zurückgeben.“ S. 5. Und er erinnert an ein Interview mit Achille Mbembe, der eine Parallele zwischen dem Schutz von Kulturgütern und de Management der Flüchtlingsbewegung hergestellt hatte: wie wolle man „Kunst- und Menschenfreund“ sein, ohne beide Themen zusammenzusehen? Bahners erinnert an die hier oben zitierte Rede von Emmanuel Macron am 28. November 2018 in Ouaga und an den Bericht über die Rückgabe der Kulturgüter, den Macron im März 2018 in Auftrag gegeben hatte, den er ein „bürokatisches Dokument“ nennt.

Der Bericht ist mehr eine Interpretation der Absichten Macrons und die beiden Autoren lassen durchblicken, dass hier ein „historisches Zeitfenster“ zu nutzen sei. Die Ankündigung Macrons könnte Folgen für viele andere Museen nicht nur in Frankreich haben. Macht er wirklich innerhalb von fünf Jahren Ernst mit seinem Vorhaben, dann müssten andere europäische Museen sich fragen lassen, wie haltet ihr es mit dem Besitzrecht afrikanischer Kunstgüter? Bahners, S. 8:

„Das Eigentum an allen Museumsgegenständen, die vor 1960 im Auftrag des französischen Staates, von Akteuren des Staates oder auch nur mit Geld des Staates aus Afrika abtransportiert wurden, soll, das schlägt der Bericht vor, an die Staaten übergehen, die sich heute dort befinden, wo die Dinge hergestellt wurden.“

Natürlich gibt es einen Vorbehalt der Museen hinsichtlich des universalen Zugangs zur Kunst, diesen für alle zu sichern… aber gerade deswegen ist Macrons Vorschlag so aufsehenerregnd. Die Académie des Beaux-Arts war folglich auch entsetzt und gab zu Protokoll, on „tient à réaffirmer le principe intangible d’inaliénabilité des collections nationales“ > Restitution du patrimoine culturel africain : la position de l’Académie des beaux-arts – Präsident Macron dürfte sich über diese Stellungnahme nicht gewundert haben, stellte er diese Ansicht doch mit seiner Rede in Ougada in Frage.

Patrick Bahners zitiert eine lesenswerte Abhandlung von K. H. Heydenreich: > Darf der Sieger einem überwundenen Volke Werke der Literatur und Kunst entreißen? Eine völkerrechtliche Quästion, in: Deutsche Monatsschrift, Bd. 2, August 1798, S. 290‒295: „Und ich kann nicht anders, als es für ein Verbrechen gegen die Menschheit erklären, wenn der besiegten Nation nationale Meisterwerke der schönen Kunst geraubt werden“, die, wenn ihre Schlussfolgerungen immer beherzigt worden wäre, vielen Ländern viele Probleme erspart hätten.

Bisher gründeten Präsidenten neue Museen und setzen sich damit Denkmäler: „Pompidou mit dem Musée de l’art moderne, Giscard mit dem Musée d’Orsay, Mitterrand mit dem Grand Louvre und Chirac mit dem Musée du Quai Branly.“ (Bahners, S. 16) Emmanuel Macron hat sich für einen anderen Weg entschieden und wolle, so Bahners, das Universalmuseum auflösen: „Dem Centre Pompidou folgt die Macron-Zentrifuge.“

#lire III Französische Literatur für Schüler/innen

Unsere Reihe: > #lire

Viele Schüler/innen wählen das Fach Französisch ab, ohne wichtige französische Schriftsteller zu kennen. (Eine Lektüre dieses Artikels wäre ja schon mal ein guter Anfang… und in Ihrer Klasse notiert jede(r) Schüler/in zwei Titel, die sie oder er hier und mit den hier genannten Links für sich findet, liest sie in den nächsten 4 Wochen, fertigt eine Fiche de lecture an  und aus ihnen wird dann ein kleines Heftchen für die ganze Klasse gemacht oder es wird ein Literaturblog hergestellt: alle können darauf schreiben, die Schüler der Austauschklasse in Frankreich korrigieren, wie umgekehrt ihre Artikel von den deutschen Freunden korrigiert werden… – soweit kurz und knapp zur Methodik des Literaturunterrichts) Es muss ja nicht gleich der Mammutroman von Marcel Proust sein, aber es war doch > Roger Willemsen der seinen Mitschülern von seinem Leseerlebnis Marcel Proust, À la recherche du temps perdu vorschwärmte: > Nachgefragt: Luc Fraisse, Lire

Der Erfolg des Französischunterrichts und das Werben für ihn steht und fällt mit Literaturunterricht. Wie kriegen wir die Schüler/innen dazu, dass sie ihre Smartphones mit dem  > Zwang zu dauernder Daddelei verbannen und vergessen und stattdessen mit Neugier die Bücher öffnen, so wie der kleine Jacques Corméry es so ungeduldig mit seinem Freund Pierre auf der Bank vor der Bibliothek tat, um hier, jetzt und gleich herauszufinden, was „uns heute die Bücher von der Welt zeigen würden“. Die Literatur bietet den Schüler/innen  alles, den Ausblick in die ganze Welt, in die Vergangenheit, sie diskutiert die großen Fragen unserer Zeit und entwickelt und präsentiert Handlungsalternativen für die Zukunft. Die Literatur ist tragisch, dramatisch, aufregend. Mein Nachhilfeschüler musste damals im LK 13 die ersten Seiten von Flauberts Éducation sentimentale

Literatur auf unserem Blog (Auswahl):

> Albert Camus, L’hôte — Neu: Schülerarbeitsheft

> Relire : Albert Camus, L´Étranger

> Lesebericht: Catherine Briat, Le Divan rouge

>Emmanuel Macron et Albert Camus

> Existenzialismus

>#FraFra2017 – La passion pour la littérature française

> Tzvetan Todorov 1. März 1939 – 7. Februar 2017

> Berufsfeld: Französischunterricht – Welche Rolle spielt die Literaturwissen-schaft?

>Nachgefragt: Boualem Sansal, 2084

> Nachgefragt:
Alain Mabanckou, Une littérature-monde ?

> Literaturhaus Frankfurt: Litprom Literaturtage 2017 – “Weltwandeln in französischer Sprache” – mit unserem Dossier

> Frau Radisch: Warum schreiben die Franzosen so gute Bücher?

> Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen

> Stuttgart. Soirée à thème :
Politique – Littérature des immigrés en France
avec une bibliographie et une sitographie

> #französische Literaturlesen

> Paul est devenu bouquiniste

> Präsident Macron : Lancement de la stratégie internationale pour la langue française et le plurilinguisme (V) : La lecture à l’école

lesen. Er fand das so langweilig. Je l’ai demandé qu’est-ce que le narrateur regarde sur le quai ? Er sah mich ratlos an, es dauerte eine Minute dann begann er zunächst stockend, dann viel flüssiger zu erzählen. Beim nächsten Besuch, erklärte er mir, er habe das erste Kapitel gelesen, das klang so, lesen wir auch den Rest?

Oft wird > L’étranger von Albert Camus in der Schule gelesen, ein nicht einfacher Roman, > Albert Camus, L’étranger – 14. Februar 2016, wenn man nicht nur nachbeten will, dass es sich um einen absurden Roman handelt, sondern Camus‘ eigene Interpretation im > Vorwort zur amerikanischen Ausgabe des Romans berücksichtigt. Seine Novelle > L’Hôte ist eine schöne Alternative > Albert Camus, L’hôte — Neu: Schülerarbeitsheft – 21. März 2018. Und unsere Redaktion würden Ihren Schüler/innen > La Peste vorschlagen, die Rupert Neudeck als die Bibel der NGOs bezeichnete. Erinnern wir an das erste Video-Aufzeichnung für unseren Blog:  > Rupert Neudeck parle de La Peste – 2. Oktober 2015.

Sartre oder Camus? Les mots oder Le premier homme? Am besten beide Bücher lesen und vergleichen: > Vergleich: Sartre oder Camus? – 3. September 2018 und > Vortrag: Jean-Paul Sartre im Unterricht – 4. März 2018. In Les mots erzählt Sartre, wie er sich in der Bibliothek des Großvaters Schweitzer zum Schriftsteller macht und in Le Premier Homme  berichtet Camus alias Jacques Corméry, wie sein Lehrer ihn förderte und ihm den Besuch des Gymnasiums in Algier ermöglichte. Beide Bücher öffnen als Erziehungsromane auf eine ganze wunderbare Weise Schüler/innen heute die Welt der Literatur. Weitere Titel von > Jean-Paul Sartre und von > Albert Camus bei Ernst Klett Sprachen.

Wie oben angedeutet, in einer Welt der Smartphones, wo die Konzentration auf das reale Leben Schüler/innen immer schwerer fällt, wo bunte Bildschirme immer mehr in Konkurrenz zum gedruckten Papier stehen, wird es immer schwerer, sie zum Lesen guter Texte oder gar spannender Roman zu animieren.

Zur > Stavanger-Erklärung des Forschernetzwerks E-READ: Zur Zukunft des Lesens 

Was waren das noch für Zeiten, als ein Freund mir Camus‘ Le Mythe de Sisyphe mitbrachte und dieses Buch zu meinem ersten ganz gelesenen Taaschenbuch wurde. Mein Klassenlehrer schlug mir ein Referat über dieses Buch vor, korrigierte meinen Entwurf mit mir zusammen in der Lehrerbibliothek und schärfte mir ein: 20 Minuten. Dann kam der große Tag. Leistungskurs Französisch im Schiller-Gymnasium in Köln. Nach 10 Minuten – ein Schüler hatte schon zwei Fragen stellt, die Diskussion auf Französisch lief schon – stand mein Lehrer auf, unterbrach mich,  sah mich streng an und sagte: „Das ist gut, Du hast diese Stunde und die nächste.“ Beim Klassentreffen habe ich diesen Moment einmal als das Einpflanzen des Französisch-Virus bezeichnet.

„Der Kanon bedarf einer Auffrischung…“ stand noch 2006 in der Fachdidaktik von Andreas Nieweler et. al., S. 208, in der Neuauflage > Andreas Nieweler (Hrsg.), Fachdidaktik Französisch. Das Handbuch für Theorie und Praxis heißt es „Die Bandbreite der für den Französischunterricht in Frage kommenden literarischen Texte ist enorm: Neben den Klassikern – ob nun ältere oder modernere – wie Molière, La Fontaine, Balzac, Maupassant, Eluard, Saint-Exupéry, Camus, Sartre u. a. gibt es zeitgenössische Autorinnen und Autoren wie Gavalda, Schmitt, Ben Jelloun und viele andere mehr, die bereichernd erscheinen (zum Potenzial von ‚Klassikern‘ s. Hethey 2015). Auch Jugendliteratur – siehe Bücher von Ollivier, Murail, Bondoux… – (vgl. Topf 2009 und 2013) und moderne Dramen – von Schmitt, Reza – (Topf 2016) bieten sich an. Siehe dazu auch die Themenhefte Nr. 102, 123, 124 und 144 des Fremdsprachlichen Unterricht Französisch.“ (S. 211 f.)

Das > Lektüreprogramm für Französisch von Ernst Klett-Sprachen, nach > Autoren > nach Themen oder > Reihen geordnet, zeigt eine solch große Vielfalt, die vermuten lässt, in der Schule werde Grammatik nur nebenbei unterrichtet. Bei diesem Angebot dürfte keine(r) der Schüler/innen auf den Gedanken kommen, Französisch abzuwählen. Und da ist auch der Megaerfolg des > Prix des lycéens. Wir werden auch diesmal von der Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse fast live wieder berichten, hat ganz ohne Zweifel zum Aufschwung der Literatur im Französischunterricht ganz erheblich beigetragen.

Mein Kurs würde sich mit Beginn der Lektüren ein Carnet de lecture anlegen, um Namen der Autoren, Titel, Stichworte, etc. als Leseprotokolle zu notieren. Oder auch die Lesetipps, die in meinen Französischstunden – besonders bei der Literaturgeschichte Im Beethoven-Gymnasium in Bonn (der Direktor: „Machen Sie bitte im LK 13 einen Literaturkurs“) rechts auf der Tafel ab und zu erschienen, meine Schüler/innen kannten das schon: Dazu > #französischeLiteraturlesen – 4. Mai 2018.

Ein gute Gelegenheit, an die > Videos auf diesem Blog zu erinnern: > Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen – 17. Januar 2018. Außerdem haben wir in den letzten Jahren mehrere Schriftsteller besucht und sie nach ihren Werken befragt:

> Nachgefragt: Henri Murger, Scènes de la vie de bohème

> Nachgefragt: Denis Diderot parle de l’Encyclopédie

> Devons-nous retourner à la nature? – Un entretien avec Jean-Jacques Rousseau

> Une visite chez Gustave Flaubert

> Une visite chez M. Zola

> Une interview avec François Guizot, Ministre de l’instruction publique et des cultes>

> Une visite chez Michel de Montaigne

> Une visite chez Honoré de Balzac

à suivre

Französisch Lektüren

Fotoalbum: #FBM18 Frankreich auf der Frankfurter Buchmesse 10.-14. Oktober 2018

Leider ist die Frankfurter Buchmesse 2019 – 10.-15. Oktober- schon wieder zu Ende. Aber unser Fototeam war in Halle 5.1. und hat für Sie einen Messerundgang vorbei an vielen französischen Verlagen mitgebracht. 72 Fotos, um Sie an neue Bücher zu erinnern und um Ihnen zu zeigen, was Sie alles verpasst haben, wenn Sie es nicht in Halle 5.1. geschafft haben

Bitte öffnen Sie dieses Fotoalbum mit einem Klick auf ein Foto erst, wenn diese Seite ganz geladen ist und der kleine sich drehende blaue Kreis oben verschwunden ist:

Zum Download: > «Expliquer, expliquer, toujours patiemment expliquer » – Heiner Wittmann : Der Frankreich-Blog

Dieser Artikel erschien am 5. Oktober 2018 im Newsletter „Quoi de neuf – Nouvelles du bilingue“ der > LIBINGUA, der Arbeitsgemeinschaft, der Elternvereinigung und dem Förderverein der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland und des > dfi, S. 46-50.

Morgen nachmittag reist die Redaktion von www.france-blog.info zusammen mit blog klett-cotta.de zur Buchmesse nach Frankfurt, die am Mittwoch ihre Tore für das Fachpublikum öffnet.

Le Bureau international de l’édition française hat eine > Liste der Verlage und Verleger veröffentlicht, die dieses Jahr nach Frankfurt kommen. > www.bief.org BIEF Halle 5.1 Stand E 17

1er soutien des acteurs de la chaîne du livre: auteurs, traducteurs, éditeurs, librairies, bibliothèques, manifestations littéraires. > #LeCNL #aveclesoutienducnl
53 rue de Verneuil, Paris
centrenationaldulivre.fr

1er soutien des acteurs de la chaîne du livre: auteurs, traducteurs, éditeurs, librairies, bibliothèques, manifestations littéraires. > centrenationaldulivre.fr

Zuerst erinnern wir an den Auftrag Frankreichs als Gastland auf der Frankfurter Buchmesse 2017 #fbm17:

Viele Artikel zu #FRAFRA17 mit Fotos und Videos.

Unbedingt nochmal angucken: > #fbm17 #FRAFRA2017 Le discours d’ouverture d’Emmanuel Macron

Vgl dazu: >Präsident Macron : Lancement de la stratégie internationale pour la langue française et le plurilinguisme (I)

Und was liest der Premierminister? > Rezension: Édouard Philippe, Des hommes qui lisent

Alliance internationale des éditeurs indépendants > Foire du livre de Francfort (Allemagne), 10-14 octobre 2018 – Québec

> > L’Association nationale des éditeurs de livres (ANEL): Foire du livre de Francfort

> Francfort : la plus grande foire du livre au monde, qui s’ouvre le 9 octobre, sera très politique – Par Culturebox (avec AFP) @Culturebox 07/10/2018

> Le programme Paris-Francfort Fellowship 2018 ouvre ses candidatures – Nicolas Gary – 16.01.2018

> Enquête : livre et machine, collaboration en bonne Intelligence (artificielle)  – Clément Solym – 05.10.2018: „Un partenariat signé entre la Foire et le cabinet de conseil en gestion Gould Finch offre de réfléchir sur L’Intelligence artificielle dans l’édition. Les participants auront accès par la suite aux résultats en avant-première : un livre blanc en allemand puis en anglais sera réalisé.“

https://twitter.com/AR2L_HDF/status/1047809846530232320

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