Schiller und Sartre in Rabat

3. November 2006 von H. Wittmann

Zu der Marokko-Reise hatte mich das Goethe-Institut von Rabat eingeladen. Nach den Vorträgen in Fès ging es mit der Eisenbahn am 31. Oktober nach Rabat. Dort empfing mich der Leiter des Goethe-Instituts, Dieter Strauss. Zusammen sind wir dann am Mittwoch zu der Germanistischen Abteilung der Universität Rabat gefahren. Dort fand der Vortrag über Schiller und Sartre auf deutsch statt: „Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit,“ schrieb Friedrich Schiller und Jean-Paul Sartre verstand die Kunst als einen Appell an die Freiheit. Beide teilten die Überzeugung, daß die Kunst als Garant der Freiheit den Ideologien, jeder Unterdrückung und somit auch der Politik immer überlegen ist. Beide lebten in unterschiedlichen Epochen und beide wiesen mit ihren eignen Werken auf den unauflöslichen Zusammenhang zwischen der Freiheit und der Kunst hin. Beide hinterlassen eine Art gemeinsames Vermächtnis, das auch heute noch die Verpflichtung der Künstler und Intellektuellen gegenüber der Kunst beschreibt.“

Ungefähr 60 Studenten waren anwesend und zeichneten sich wie die in Fès durch eine beeindruckende Vorbereitung aus: Einer von ihnen stellte präzise Fragen nach der Bewertung des Karikaturenstreits. Andere stellten Fragen zu Schiller, mit denen sie sehr gute Kenntnisse seines Werks verreiten.

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