1914-1918

66 Artikel auf unserem Blog > 1914-1918

Präsident Emmanuel Macron > Centenaire de l’Armistice : „l’itinérance“ d’Emmanuel Macron, „une initiative originale pour tenter de reprendre la main“ – LCI

> Le discours du Président de la République Emmanuel Macron aux Éparges – 6 novembre 2018

„Das Frankreich von 2018 möchte würdevoll auf 1918 zurückblicken. Unser Stolz muss sich darin äußern, dass wir aus der Geschichte gelernt haben, dass wir aus dem Grauen und der Zerstörung unsere Lehren gezogen haben. Diese Lektion müssen wir jeden Tag aufs Neue lernen und sie unermüdlich weitervermitteln. Die Gedenkstätte, in der wir uns heute befinden, ist ein ausgezeichnetes Symbol hierfür. Also ja, die beste Antwort auf die gemeinsame Erinnerung, auf die Dramen ist die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Die beste Antwort sind all die Brücken zwischen den Frauen und Männern, zwischen den Familien und zwischen den Jugendlichen. Die beste Antwort ist Europa, unser Europa.“ > Staatspräsident Emmanuel Macron anlässlich der Einweihung der deutsch-französischen Gedenkstätte zum Ersten Weltkrieg am Hartmannswillerkopf am 10. November 2017.

L’intinérance mémorielle > Centenaire de l’Armistice : „l’itinérance“ d’Emmanuel Macron, „une initiative originale pour tenter de reprendre la main“ – LCI


1914-1918: > 58 Artikel zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg auf unserem Blog

> Dimanche, Emmanuel Macron débutera une séquence de six jours dans le cadre du centenaire de la Première guerre mondiale – Le  journal de dimanche
> Pourquoi Paris va être le centre du monde à l’occasion des cérémonies du 11-Novembre – Le  journal de dimanche, 24 octobre 2018

> Les derniers jours de guerre et le soulagement de l’armistice – La Croix, 28.9.2018

Unsere Redaktion hat die wichtigsten Artikel zu den Gedenkfeiern an den Ersten Weltkrieg auf unserem Blog ausgewählt:


Auf dem Salon du livre 2014 hat Jean-Noël Jeanneney unsere Fragen zu seinem Buch > La Grande Guerre si loin, si proche beantwortet:

> Nachgefragt: Jean-Noël Jeanneney, La Grande Guerre, si loin, si proche – 25. März 2014

Rezension: > Centenaire 1914-2014 – Ein nützliches Handbuch

Jean-Noël Jeanneney
> La Grande Guerre si loin, si proche
Réflexions sur un centenaire
Débats – Paris: Seuil 2013 – 176 pages


In Paris ist unsere Redaktion von > Nicolas Offenstadt empfangen worden:

> Der Erste Weltkrieg und die Erinnerungskultur.Ein Interview mit Nicolas Offenstadt: “Der Historiker muss sich das Staunen bewahren können…” – 3. Dezember 2014 – auch auf Französisch.



> Centenaire: 1914-1918 – Bibliographie und Sitographie

> Commémorer la bataille de Verdun, honorer la paix d’aujourd’hui – 8. Juni 2016

> Hollande und Merkel: Kranzniederlegung auf dem Friedhof von Consenvoye – 30. Mai 2016

> 29 mai 2016 : Les commémorations de la bataille de Verdun. 4 vidéos, 250 photos – 30. Mai 2016

> Cérémonie du centenaire de la bataille de Verdun: La déclaration de François Hollande – 30. Mai 2016

> Voyez comment Verdun reçoit l’Allemagne – 26. Mai 2016

> Ressources pour le travail : 4000 élèves à Verdun – Les commémorations de la bataille de Verdun – 25. Mai 2016

Adam Hochschild,
Der Große Krieg
Der Untergang des Alten Europa im Ersten Weltkrieg

Aus dem Amerikanischen von Hainer Kober (Orig.: To End All Wars. A Story Of Loyalty And Rebellion, 1914-1918)
Stuttgart: > Klett-Cotta,
> Lesebericht: Adam Hochschild, Der Große Krieg
22. Januar 2014 von Heiner Wittmann

> Hartmannsweilerkopf: Staatspräsident Hollande und Bundespräsident Gauck gedenken der Opfer des Ersten Weltkriegs – 4. August 2014

> Staatspräsident Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnen die Gedenkstätte auf dem Hartmannswillerkopf – 10. November 2017

> Pierre-Yves Le Borgn’ : Conférence à l’Université de Mannheim sur les leçons de la bataille de Verdun – 22. Oktober 2016

> 11 novembre 1918 – 11. November 2015

> Französische Wochen 2018. Vortrag: Der Erste Weltkrieg und die französische Literatur – 14. Oktober 2018

Gedenkstunde im Bundestag:
1914-1918: Alfred Grosser hat am 3. Juli 2014 im Bundestag gesprochen

Zu den Gästen dieser Gedenkstunde gehörte auch der der frühere Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing und frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Zur Kritik an den Äußerungen an Bundespräsident Joachim Gauck erklärte Grosser: „„Wer ihn dafür aus Ultrapazifismus kritisiert, übersieht, dass ohne die Landung in der Normandie und ohne die Rote Armee es keine freie Bundesrepublik geben würde.“ Schon 1974 habe ich Alfred Grossers Deutschlandbilanz gelesen. Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland war für ihn immer ein besonderes Studienobjekt: „„Sie ist nämlich nicht auf dem Prinzip der Nation aufgebaut worden, sondern auf Grund einer politischen Ethik der doppelten Ablehnung von Hitler in der Vergangenheit und Stalin in der Nachbarschaft,“ sagte er jetzt in Berlin. Alfred Grosser (Jahrgang 1925) gehörte auch zum > Comité français d’échanges avec l’Allemagne nouvelle, das Emmanuel Mounier 1948 mit Grosser und anderen gegründet hatte.

> Rede von Alfred Grosser bei der Gedenkfeier „100 Jahre Erster Weltkrieg“ – Website des Bundestages

> Gedenkstunde zum Weltkriegsbeginn Grosser würdigt Überwindung des Militarismus – FAZ 4.7.2014


Mai 2014: (Pressemitteilung des deutschen Bundestages) Der deutsch-französische Politikwissenschaftler Alfred Grosser und der polnische Staatspräsident Bronisław Komorowski werden die Reden bei den Gedenkveranstaltungen des Deutschen Bundestages zum Beginn der beiden Weltkriege des vergangenen Jahrhunderts halten. Diese Vorschläge von Bundestagspräsident Norbert Lammert hat der Ältestenrat des Deutschen Bundestages bestätigt.


Auf unserem Blog:

Interview mit Alfred Grosser: > Die deutsch-französischen Beziehungen und die Europapolitik – 12.9.2013
> Der Videofilm. Nachgefragt: Alfred Grosser,Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz
> Alfred Grosser wird heute 85 Jahre alt, 1. Februar 2010
> Ein Gespräch mit Alfred Grosser, 19. Juni 2008


Alfred Grosser, der für seine Verdienste um die Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, wird zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges, der sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt, bei einer Gedenkstunde am 3. Juli 2014 um 9 Uhr sprechen.

Komorowski hat die Einladung zu einer Gedenkveranstaltung aus Anlass des 75. Jahrestages des Ausbruchs des zweiten Weltkrieges am 10. September 2014 angenommen.

Auf unserem Blog:
> Centenaire: 1914-1918 – Bibliographie und Sitographie


> Grosser, Kermani und Komorowski sprechen vor Deutschem Bundestag

Centenaire 1914-1918
Sitographie et bibliographie en ligne

french german 

Centenaire: 1914-1918 – Bibliographie und Sitographie

https://twitter.com/Mission1418/status/1041609600687063041 > Centenaire 1914-2014 > Ausstellungen > Documents > Bücher > Témoignages, Journaux, … > Museen, Städte, Gedenkstätten > 1914-1918 in den Medien > Artikel und Aufsätze > Tagungen, Kolloquien > Bibliographie Diese Seite ist aus der Vorbereitung für den Vortrag > Der Erste Weltkrieg und die französische Literatur, der im Mai 2014 in Berlin gehalten wurde. Seitdem wird diese

Weiterlesen

23.10. Vortrag in Stuttgart:
„Poètes et écrivains du front en France et en Allemagne 1914-1918.“

Ein lateinisches Sprichwort besagt: Inter arma silent musae – Unter den Waffen schwei-gen die Musen. Der Erste Weltkrieg wurde jedoch von einer wahren Flut an Literatur be-gleitet, wobei Dichter und Schriftsteller von der Front die führende Rolle spielten. Der Vortrag diskutiert in vergleichender Weise die parallele Entstehung dieser Literatur des Krieges in Frankreich und Deutschland und beschreibt deren wichtigste Merkmale. Ohne die unbestreitbaren nationalen Unterschiede in der Literatur der beiden Länder und in ih-rer Situation im Krieg zu leugnen, zeigt der Vortrag die Einzigartigkeit und Originalität eines literarischen Phänomens auf, das zentral für die Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs ist.

Dr. Nicolas Beaupré lehrt Geschichte an der Universität Blaise Pascal in Clermont-Ferrand. Er ist Mitglied des Centre de Recherche de l’Historial de la Grande Guerre in Péronne. Zuletzt veröffentlichte er: ”Trauma des großen Krieges 1918 – 1932/33” (2009) und “Les Grandes Guerres. 1914 – 1945“ (2012).

Ort: Vortragsraum der Württembergischen Landesbibliothek
Zeit: Dienstag, 23. Oktober 2012, 17 Uhr

L’armistice : 11 novembre 1918

Heute hat Frankreich des Waffenstillstands vom 11. November 1918 gedacht:

In Anwesenheit von Der Staatspräsident Emmanuel Macron fand die Zeremonie zum 107. Jahrestag des Waffenstillstands von 1918 am Arc de Triomphe statt. An diesem nationalen Gedenktag wurde im Hôtel des Invalides eine Gedenktafel für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Elsässer und Lothringer sowie die zwangsrekrutierten „Malgré-nous“ enthüllt.

Damit erfüllte der Präsident seinen Wunsch, das Schicksal dieser Menschen anzuerkennen und im historischen Gedächtnis zu verankern. Zum Abschluss empfing er Veteranenverbände und Vertreter der Mission Libération zu einem Mittagessen im Élysée-Palast und zeichnete den Historiker Denis Peschanski mit dem Ritterorden der Ehrenlegion aus.

Notre rédaction se souvient du > Centenaire de la Grande Guerre 1914-1918 70 articles.

Et notamment :

Rezension: > Centenaire 1914-2014 – Ein nützliches Handbuch

Auf dem Salon du Livre haben wir Jean-Noël Jeanneney Fragen zu seinem Buch gestellt. Wir haben über die Kriegsgründe, die Verantwortung für den Krieg und das Verhältnis von Politik und Geschichte gesprochen. Außerdem hat Jeanneney Vergleiche zwischen dem Gedenkjahr 1989 und 2014 erläutert.

Jean-Noël Jeanneney
> La Grande Guerre si loin, si proche
Réflexions sur un centenaire
Débats – Paris: Seuil 2013 – 176 pages

Voir aussi: > Der Erste Weltkrieg und die Erinnerungskultur. Ein Interview mit Nicolas Offenstadt:„Der Historiker muss sich das Staunen bewahren können…“ (frz./dt.) – 3. Dezember 2014

Wir gratulieren Alfred Grosser zum 98. Geburtstag

Unsere Redaktion gratuliert Professor Alfred Grosser sehr herzlich zu seinem 98. Geburtstag.

Wir sind uns im Herbst 1976 zum ersten Mal im Institut d’Études politiques in Paris im Rahmen seiner Vorlesung über Deutschland und gleich am nächsten Tag “Introduction à l’étude de la vie politique” begegnet. Alfred Grosser ist Zeitzeuge und Mittler. Immer wieder erklären, den Standpunkt des Anderen zur Kenntnis nehmen, verstehen und vermitteln. Damals hatte ich dieses  Taschenbuch Wider den Strom: Aufklärung als Friedenspolitik, Erste Auflage dieser Ausgabe. München: Deutscher Taschenbuch-Verlag 1976, bei mir, dessen Titelblatt Alfred Grosser bei seiner Rede als Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 1972 zeigte.

1948 gründete er zusammen mit Emmanuel Mounier u.a. unter ihnen Joseph Rovan das > Comité français d’échanges avec l’Allemagne nouvelle und bekommt damit einen entscheidenden Einfluss auf die deutsch-französische Wiederannäherung nach dem Zweiten Weltkrieg.

“Erklären, immer wieder erklären, geduldig erklären…” hat Alfred Grosser uns in seinen Vorlesungen eingeschärft. Die deutsch-französischen Beziehungen, die er seit 1948 als Akteur, Publizist und Hochschulprofessor so nachdrücklich mitgeprägt hat, benötigen auch heute den ständigen Austausch. Aber heute ist das Wunder nach drei blutigen Kriegen längst vollbracht: Kein anderes Staatenpaar in der Welt unterhält so enge, so vielfältige und so freundschaftliche Beziehungen wie Deutschland und Frankreich: Es gibt kein ein anderes Länderpaar auf der Welt, das eine so enge Verflechtung miteinander aufweist, wie Frankreich und Deutschland. Die Schulaufgabe: “Erstellt bis morgen eine Liste der deutsch-französischen Organisationen”, ist von einer Klasse bis morgen nicht lösbar, da müsste man schon eine ziemlich lange Unterrichtsreihe ansetzen, um halbwegs vollständig die gesamte Zahl aller deutsch-französischen Vereinigungen, Städtepartnerschaften, Organisationen, Vereine, Institute und Institutionen, Gremien, Verbände u.s.w. aufzulisten…” > Macht doch mal eine Liste aller deutsch-französischen Organisationen…  – Unser Blog mit seinen 4000 Artikeln zeigt davon nur einen kleinen Ausschnitt. Die Inspiration zu diesem Blog verdankt unsere Redaktion der Erinnerung an die Vorlesungen von Alfred Grosser im Institut d’Etudes Politiques (Sciences Po) in Paris.

Oft haben wir nach den Vorlesungen zusammen gesprochen. Zwei Jahre lange habe ich bei ihm Vorlesungen gehört, u. a. auch die überfüllten Vorträge zu Fragen der aktuellen Politik. Immer wenn er wie soft nach Deutschland reiste, wünschte er auch eine Begegnung in einer Schule, um mit Schülern zu diskutieren: > Diskussionsrunde mit Alfred Grosser im Rückert-Gymnasium, Berlin – 11. Februar 2015.

> Alfred Grosser parle de Notre-Dame de Paris 17. April 2019

Am 3. Juli 2014 hat er im Bundestag gesprochen > Gedenkstunde im Bundestag: 1914-1918 mit Alfred Grosser

Am 1. Januar 2019 erhielt der das Großkreuz der Ehrenlegion. Die Verleihung durch Staatspräsident Emmanuel Macron : > Alfred Grosser : Herzlichen Glückwunsch zum Großkreuz der Ehrenlegion – 25. Juni  2019.

Ing Kolboom hat an das > Interview der Deutschen Welle mit Alfred Grosser, “…mit diesem großen deutsch-französischen Brückenbauer vom 11.11.2018, hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs” erinnert.

Wir zitieren hier einen Brief (veröffentlicht auf der Website des > Alfred Grosser Schulzentrums in Bad Bergzabern), den Alfred Grosser 1980 an Neusser Gymnasiasten gerichtet hat:

Liebe Neusser Gymnasiasten!

Es antwortet Euch ein glücklicher Mensch, der Euch in ein paar wenigen Sätzen andeuten möchte, wie das so mit der Freude am Leben gekommen ist.

Meine erste „Erfahrung“ war, als kleiner Judensohn in einer Frankfurter Schule von achtjährigen Kameraden so verprügelt zu werden, daß ich ins Krankenhaus mußte. Geistige Spuren sind nicht geblieben – außer der Überzeugung, man muß Verführte aufklären, denn die Schuldigen sind die Verführer. Mit 9 kam ich nach Frankreich und habe mich schnell eingelebt, habe aber dabei nie den Kontakt zur deutschen Sprache und Kultur verloren: Man soll offen sein für jeden geistigen Reichtum, auch wenn im Namen eines Volkes Massenmorde vollbracht werden.

Die grausamen Seiten der Kriegszeit haben mich zweierlei gelehrt. Als ich erfuhr, daß ein Teil meiner Familie in Auschwitz umgekommen war, entdeckte ich, daß ich nie eine Menschengruppe (die Deutschen) für kollektivschuldig halten würde, daß ich aber nach dem Krieg für den Aufbau eines anderen Deutschlands mitverantwortlich sein würde, eben weil ich unter dem verbrecherischen gelitten hatte. Und das Gefühl der Mitverantwortlichkeit, das zum Mitwirken führt, ist beglückend.

Und dann habe ich in Marseille, nach einem Bombenangriff, so viele Leichen und verkrüppelte Menschen gesehen, daß ich seitdem alle Dinge im Vergleich zum Tod und zum Elend sehe. Das Glücklichsein erreicht man auch durch den Vergleich (oft mit schlechtem Gewissen!) mit denen, die weniger haben.

Sich eifersüchtig mit denen zu vergleichen, die mehr haben, macht unglücklich. Übrigens: Neid wie Haß, wie Bitterkeit bedeuten Zeitverlust. Denn es bleibt uns wenig Zeit bis zum Tode – und diese Zeit sollten wir nicht mit unnützen Dingen vergeuden!

In späteren Jahren habe ich dann viel äußeres Glück gehabt – im Berufsleben und im Privatleben. Meine Mutter war zugleich meine Mitarbeiterin in der deutsch-französischen Arbeit bis zu ihrem Tod 1968. Ich habe 1959 eine meiner Doktorandinnen geheiratet (die Dissertation ist nie fertig geworden …), und unser Honigmond ist noch nicht beendet. Unsere vier Söhne (19, 16, 11 und 10 Jahre) bringen Freude und Sorgen (je älter sie werden, desto mehr Sorgen …), aber das Grundelement der Freude ist bis jetzt geblieben, weil der gegenseitige Respekt zusammen mit der Liebe geblieben ist. (Übrigens, was ist Liebe? U.a. daß man sich darauf freut, später zusammen alt werden zu dürfen!)

Ich bin mir meiner Privilegien wohl bewußt: Ich stamme aus einer privilegierten Familie, die Kultur und Selbstsicherheit zu vermitteln hatte. Ich habe einen schönen Beruf – und bin dabei sogar Beamter, d.h. daß ich nicht arbeitslos werden kann. Ich bin gesund, und Frau und Söhne sind unversehrt. Aber es geht auch um eine Grundeinstellung (für die ich wenig kann: sie ist weitgehend angeboren; ich versuche aber doch, sie durch Selbstkontrolle aufrecht zu erhalten): Zufrieden sein, ohne sich zufriedenzugeben, so viel Freude wie möglich zu empfangen und zu geben …

So, nun macht mit dieser Predigt, was ihr wollt …

Herzliche Wünsche für‘s Abitur
Alfred Grosser

Deussen Christiane, Miard-Delacroix Hélène, Mion Frédéric et al., « Hommage à Alfred Grosser à l’occasion de son 90e anniversaire », Allemagne d’aujourd’hui, 2015/2 (N° 212), p. 53-61. DOI : 10.3917/all.212.0053.  > www.cairn.info/revue-allemagne-d-aujourd-hui-2015-2-page-53.htm

Auf unserem Blog:

> Brexit, Europe, Paris et Berlin: Alfred Grosser répond à nos questions – 19. April 2019

> Alfred Grosser parle de Notre-Dame de Paris 17. April 2019

Über sein Leben > Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2011

> Die deutsch-französischen Beziehungen und die Europapolitik. Ein Gespräch mit Alfred Grosser – 13. September 2013

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