3. Rédigez un article d’une ou deux pages sur les Fleurs du Mal. Pourquoi a-t-on lui fait un procès ? Et comment, Baudelaire s’en est-il tiré ?
« La modernité, c’est le transitoire, le fugitif, le contingent… »
Charles Baudelaire (1821-1867)
„Charles Baudelaire (9 avril 1821 – 31 août 1867) écrivain, poète, traducteur, entre autres, des œuvres d’Allan Poe, critique d’art („A quoi bon ? – Vaste et terrible point d’interrogation, qui saisit la critique au collet dès le premier pas qu’il veut faire dans un premier chapitre.“ ), entre autres en tant que rapporteur régulier des „Salons“ et journaliste, dont nous célébrons cette année le bicentenaire, a contribué de manière très significative par son travail à faire entrer la littérature française dans l’ère moderne. Quand on parle de Baudelaire aujourd’hui, on l’évoque presque toujours d’abord comme le poète des Fleurs du Mal, dont la publication lui valut un procès en 1857″, c#est le début de l’artcle sur Charles Baudelaire qui a parau dans dans Papel Moneda 5.
Écoutoins :
„Charles Baudelaire (9. April 1821 – 31. August 1867) der Schriftsteller, Dichter, Übersetzer u. a. der Werke von Allan Poe, Kunstkritiker („A quoi bon? – Vaste et terrible point d’interrogation, qui saisit la critique au collet dès le premier pas qu’il veut faire dans un premier chapitre.“ ), u.a. als regelmäßiger Berichterstatter der „Salons“ und Journalist, dessen zweihundersten Geburtstag wir dieses Jahr feiern, hat mit seinem Werk ganz wesentlich dazu beigetragen, die französische Literatur in die Moderne zu führen. Spricht man heute über Baudelaire so er zuerst nahezu immer gleich als Dichter der Fleurs du Mal ge-nannt, deren Veröffentlichung ihm 1857 ihm einen Prozess bescherte,“ so fängt der Aufsaz, der bald in Papel Moneda 5 erschienen ist.
Zum Anhören:
Un documentaire de Christine Lecerf et Jean-Claude Loiseau. Mixage, Rémi Fessard. Archives INA, Emilie Trasente. Avec la collaboration d’Annelise Signoret de la Bibliothèque de Radio et France et Juliette Dronne, stagiaire. Nouvelle page web, Sylvia Favre.
Charles Baudelaire (9. April 1821-31. August 1867) hatte keine leichte Jugend. Sein Vater starb 1827, seine Mutter heiratete den künftigen General Jacques Aupick. Charles kam in ein Internat in Lyon, aus dem er 1839 rausgeworfen wurde. Im gleichen Jahr macht er sein Abitur und beginnt ein Jura-Studium, das er bald wieder abbricht. Besorgt wegen seines kostspieligen Lebenswandels wird er 1841 auf eine Schiffsreise mit dem Ziel Kalkutta geschickt, die er aber auf der Insel Bourbon (heute La Réunion) vorzeitig abbricht. 1842 liiert er sich mit Jeanne Duval. 1844 wird er von seiner Familie unter eine Vormundschaft gestellt.
1845 erscheint der Salon mit einen ersten Kunstkritiken und seiner Bewunderung der Werke von Eugène Delacroix. 1857 die Novelle Le Fanfarlo Nach dem Staatsstreich vom Dezember 1852 wendet er sich endgültig der Schriftstellerei zu. Echten Erfolg hat er nicht. Zwar werden seine Übersetzungen von Edgar Alan Poe (Histoires extraordinaires, 1848) beachtet. 1855 gelingt ihm ein Durchbruch mit seinem Bericht über die Exposition universelle. aber der Gedichtzyklus Les Fleurs du Mal, 1857, neue Auflage 1861, (Die Blumen des Bösen, 1907) beschert ihm ein Gerichtsverfahren wegen der Verletzung der öffentlichen Moral. Seine Verteidigung, in der er auf die Zusammenhänge aller Gedichte in diesem Band hinweist, deren Sinn es sei, vor Angriffen auf die Moral zu warnen, wird nicht verstanden. Er wird verurteilt und muss 6 Gedichte herausnehmen, die später unter dem Titel Épaves erscheinen werden.
In XCIII À une passante hießt es :
« La rue assourdissante autour de moi hurlait.
Longue, mince, en grand deui, douleur majestueuse,
Une femme passa, d’une main fastueuse,
Soulevant, balançant le feston et l’ourlet »
und Baudelaire flaniert durch die Straßen der Hauptstadt. Walter Benjamin (1892-1940) hat diesen Typus aufgrund von Baudelaires eigener Interpretation „Der Beobachter ist ein Fürst, der überall im Besitze seines Inkognitos ist,“ wie folgt definiert: „Wenn der Flaneur dergestalt zu einem Dichter wider Willen wird, so bekommt ihm das gesellschaftlich sehr zupaß. Er legitimiert seinen Müßiggang. Seine Indolenz ist nur eine scheinbare. Hinter ihr verbirgt sich die Wachsamkeit eines Beobachters, de den Missetäter nicht aus den Augen lässt. So sieht der Detektiv ziemlich weite Gefilde in seinem Selbstgefühl aufgetan. Er bildet Formen des Regierens aus, wie sie dem Tempo der Großstadt anstehen. Er erhascht die Dinge im Flug; er kann sich damit in die Nähe des Künstlers träumen.“ (W. Benjamin, Charles Baudelaire. Ein Lyriker im Zeitalter des Hochkapitalismus, Frankfurt/M. 1969, S. 41 ff.)
Seine Gedichte sind nicht leicht einzuordnen, von den Dichtern des Parnasse wie Musset scheint er sich gelöst zu haben und sie deuten schon auf eine neue Bewegung hin. Wie viele Schriftsteller seiner Zeit haderte er mit der politischen oder gar der gesellschaftlichen Entwicklung und pflegte sein bewusstes Anderssein als Dandy. Seine Gedichte nehmen viele Themen aus den dunklen Seiten der Gesellschaft auf, erzählen oft sprachgewaltig von Krankheit, Verfall und Tod, vom Schwanken zwischen Untergang und Aufstieg, die von einer Radikalität der Sprache noch weiter akzentuiert werden. Dieser Zwiespalt zwischen Angst und Hoffnung wurde zum Grundthema seiner Dichtung. Mit seiner Modernität, radikal neuen Themen kündigt Baudelaire neue Wege der Dichtung an und stellt seine Leser vor ganz neue Herausforderungen.
1869 ergänzte er seine Gedichtsammlung um Le spleen de Paris (Pariser Trübsinn, 1904). 1859 erscheint wieder ein Artikel über den Salon und dann widmet er dem Maler Constantin Huys unter dem Titel Le Peintre de la vie moderne… Schließlich folgt 1861 ein Aufsatz über Richard Wagner….
Baudelaire war auch Kunst- und Literaturkritiker Berühmt ist seine 1857 erschienene Besprechung von Gustave Flauberts Madame Bovary, Mœurs de Province oder seine Analysen der Gemälde von Eugène Delacroix, den er als „chef de l‘école moderne“ bezeichnet: vgl. H. Wittmann, Napoleon III. Macht und Kunst, Reihe Dialoghi / Dialogies. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs, hrg. V. Dirk Hoeges, Band 17, Frankfurt/M. 2013, S. 109 et passim.
In seinen Journaux intimes heißt es im Kapitel X Fusées:
« J’ai trouvé la définition du Beau, de mon Beau. – C’est quelque chose d’ardent et de triste, quelque chose d’un peu vague, laissant carrière à la conjecture. Je vais, si l’on veut, appliquer mes idées à un objet sensible, à l’objet par exemple, le plus intéressant dans la société, à un visage de femme. Une tête séduisante et belle, une tête de femme, veux-je dire, c’est une tête qui fait rêver à la fois, mais d’une manière confuse, de volupté et de tristesse ; qui comporte une idée de mélancolie, de lassitude, même de satiété, — soit une idée contraire, c’est-à-dire une ardeur, un désir de vivre, associés avec une amertume refluante, comme venant de privation ou de désespérance. Le mystère, le regret sont aussi des caractères du Beau. »
Wie viele andere Passagen in seinem Werk definiert Baudelaire hier das Schöne, hier ist es der Kopf einer Frau; das Geheimnis wie das Bedauern sind aber auch schön.
Über Baudelaire hat Sartre eines seiner Künstlerporträts verfasst: Baudelaire. Sartre selber fand es misslungen, gleichwohl illustriert diese Studie Sartres Methode auf gelungene Weise, wie jemand sich zu einem Künstler macht. Alle wichtigen Themen, mit denen Sartre in L‘être et le néant (Das Sein und das Nichts, 1943) die menschliche Freiheit erkundet, werden in diesem Porträt aufgegriffen und genutzt, um die Persönlichkeit Baudelaires und seine Entscheidung, Künstler zu werden, einer Analyse zu unterziehen. U. a. zitiert Sartre eine Passage aus Fusées, in der Tiere genannt werden: „mon petit âne mélancolique“ und die Frage „les satans n’ont-ils pas des formes de bêtes? Le chameau de Cazotte – chemau, diable et femme, » was Sartre dazu führt nach einer Transzendenz unserer eigenen nicht zu rechtfertigenden Wertefreiheit zu fragen, die auf unsere menschliche Freiheit verweist: „Par le fait, Baudelaire s’est toujours senti libre.“ (Sartre, Baudelaire, 1963, S. 47).
Man kann bei der Lektüre dieser Studie auf vielen Seiten EN für L’être et le néant an den Rand schrieben und entdeckt dabei, dass das Porträt Baudelaires auch eine Art Einleitung in sein oder Kommentar für sein philosophisches Hauptwerk gelesen werden kann und gleichzeitig auch als Form und Anleitung weiterer Künstlerporträts verstanden werden könnte. Bemerkungen wie z. B.: „Et, certainement, il est impossible de se voir vraiment avec les yeux d’Autrui, nous adhérons trop à nous-mêmes, » (S. 105) erinnert an die Szene des Schlüssellochguckers, der sich durch Schritte und den noch nicht vorhandenen Blick eines Anderen ertappt fühlt. Der Andere konstituiert uns durch seinen Blick, auch wenn er noch gar nicht stattgefunden hat.
Auch der letzte Satz seiner Studie resümiert die Beziehung zu L’être et le néant: Baudelaires Leben habe ihm erlaubt diese Wahrheit auf unerreichte Weise zu demonstrieren: „le choix libre que l’homme fit de soi-même s’identifie absoliment avec ce qu’on appelle sa destinée.“ (Ib. S: 245) Mit kaum einem anderen Satz hat Sartre seine Doktrin von der Verantwortung des Menschen für sich selbst, für seine Wahl, der er sich nicht entziehen kann, so präzise auf den Punkt gebracht. Er ist frei zu wählen, aber er muss wählen, sowie er damit begonnen hat, sind die Würfel gefallen, er ist dann schon engagiert, wie es in Qu’est-ce que la littérature? heißt: vgl. H. Wittmann, Sartre, Camus und die Kunst. Die Herausforderung der Freiheit, Reihe Dialoghi / Dialogies. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs, hrg. V. Dirk Hoeges, Band 18, Frankfurt/M. 2020, S. 24 et passim.
Gerade rechtzeitig zum 200. Geburtstag von Charles Baudelaire am 9. April 2021 gelesen.
Rezension: Karin Westerwelle, Baudelaire und Paris. Flüchtige Gegenwart und Phantasmagorie, Paderborn, Brill/Wilhelm Fink 2020.
Radio France Culture hat ein bemerkenswertes Tondokument veröffentlicht: zwei Jahre vor seiner Wahl zum > Staatspräsidenten ( 1969-1974) hat sich Georges Pompidou (1911-1974) während eines Kolloquiums zu Charles Baudelaire (1821-1867), den Dichter der Fleurs du Mal (1857), und zu seinem Verhältnis zur Religion und zu seiner Aktualität geäußert.
Georges Pompidou wurde am 5. Juli 1911 in Montboudif (Auvergne) geboren. Sein Schuzeit verbrachte er in Abi. Dann besuchte das Lycée Louis-le-Grand à Paris: Nach der Agrégation des lettres en 1934 erhielt er das Diplom der École libre des Sciences Politiques. Einer seiner Freunde war Leopold Sedar Senghor, Präsident der Republik Senegal 1960-1980. Zunächst unterrichtete Pompidou in Marseille, danach in Paris. 1944 wurde er Kabinettschef in der Provisorischen Regierung von de Gaulle und wurde wieder 1958 ins Kabinett geholt, als der General an die Macht zurückkehrte und die V. Republik gründete. 1961 veröffentlicht er eine vielbeachtete Anthologie de la Poésie française. Von 1962-1968 war er Premierminister. Nach dem Rücktritt von Charles de Gaulle wird er zum zweiten Staatspräsidenten der V. Republik gewählt.
Zu den Fleurs du mal gehören so wunderbare Gedichte wie L’Albatros, L’idéal, Le Cygne oder Chant d’automne. Die schwierige Jugend, die Probleme mit dem Stiefvater und die Entscheidung Dichter Schriftsteller zu werden, hat Jean-Paul Sartre (1905-1980) in einem Vorwort zu seinen Werken ausführlich untersucht: Sartre, Baudelaire, Paris 1963: „… die freie Wahl, mit der ein Mensch etwas aus sich macht, ist mit dem identisch, was man sein Schicksal nennt“. S. 245 Wegen der Fleurs du Mal wurden Baudelaire und seinem Verleger wegen der Verletzung der guten Sitten der Prozess gemacht: Sechs Gedichte mussten aus der Sammlung entfernt werden und wurden erst wieder 1868 hinzugefügt. In seiner Verteidigung verwahrte er sich gegen die Vorwürde und betonte, die Einheit seiner Gedichtsammlung. Baudelaire hat Werke von Edgar Allan Poe (1809-1847) in das Französische übersetzt. 1858 legte er eine Rezension von Gustave Flauberts (1821-1880) > Madame Bovary. Mœurs de Province (1857) vor.
En juillet dernier, je me suis promené au > Jardin du Luxembourg. D’abord, j’ai rencontré Stendhal, l’auteur de Le Rouge et le noir, puis Gustave Flaubert, l’auteur de Madame Bovary. Mœurs de Province. Mais où était Baudelaire? J’ai demandé un gardien qui hésitait, il demandait un autre collègue qui m’a dit que je trouverais un peu plus loin un troisième gardien, qui, finalement, savait que Baudelaire se trouve en face du Lycée Montaigne.
Michel de Montaigne (1533-1592), l’auteur des Essais lui, est ailleurs: Il est assis sur un bloc de pierre, rue de l’école de la Médecine face à l’entrée à la Sorbonne, dans son dos le merveilleux Musée de Cluny. Cette promenade m’a inspiré l’idée de présenter ici une petite série La littérature française et Gilles Floret en lira ici des extraits.
Charles Baudelaire (9 avril 1821 – 31 août 1867) abandonne ses études et rejoint la bohème à Paris. Il écrit sur Edgar Allan Poe et traduit ses oeuvres. Après la publication des Fleurs du mal (1857), il est accusé d’avoir offensé la „morale publique“. Il devait retitrer wuelques uns de ses poèmes de son receuil. En tant que critique, il s’intéressait surtout pour la liaison entre l’art et la littérature. Avant la révolution de 1848, il écrit sur les Salons de 1845 et 1846 et présente les peintures d’Eugène Delacrois et d’Horace Vernet au public. En 1859 il écrit sur l’exposition universelle à Paris et sur le Salon de 1859. Il y évoque „L’artiste moderne“ et „Le public moderne et la photographie. En novembre et décembre 1863, il publie au FIGARO une série d’articles: Le peintre de la vie moderne: „La modernité, c’est le transitoire, le fugitif, le contingent, l moitié de l’art, dont l’autre moitié est l’éternel et l’immuable.“ (Baudelaire, Œuvres complètes, ed. A. Ruff, Paris 1968, S. 553).
> Jean-Paul Sartre a écrit sur beaucoup d’écrivains et artistes. Il a aussi écrit un portrait de Charles Baudelaire et il le présente comme le type du „poète maudit“ (Sartre, Baudelaire, Paris, 1947, S. 9). Baudelaire avait choisi sa vie, comme il l’a vécu, c’est la thèse de Sartre. Son étude sur Baudelaire se termine par cette phrase qui affirme l’importance essentielle du choix: « … le choix libre que l’homme fait de soi-même s’identifie absolument avec ce qu’on appelle s adestinée. » (Sartre, S. 245)
Gilles Floret lit deux poèmes des Fleurs du Mal :
Gilles Floret liest zwei Gedichte aus Fleurs du Mal / Die Blumen des Bösen :
Im letzten Juli bin ich durch den
> Luxemburg-Garten gegangen. Zuerst habe ich Stendhal getroffen, der Autor von Le Rouge et le noir, dann Gustave Flaubert, der Autor von Madame Bovary. Mœurs de Province. Und wo ist Baudelaire? Ich habe einen Wächter gefragt, der zögerte, fragte einen Kollegen, der mich an einen dritten verwies, der genau wußte, Baudelaire befindet sich gegenüber vom Lycée Montaigne.
Michel de Montaigne (1533-1592) ist der Verfasser der Essais. Er sitzt auf einem Steinblock an der Rue de l’école de la médecine gegenüber dem Eingang der Sorbonne und das wunderbare Musée de Cluny ist in seinem Rücken. Dieser Spaziergang hat mich auf die Idee gebracht, die Denkmäler der anderen Schriftsteller und Künstler für diese kleine Serie zu nutzen: La littérature française et Gilles Floret wird hier rund in den folgenden Beiträgen der nächsten Wochen einige Auszüge lesen.
Charles Baudelaire (9. 4 1821 – 31. 8. 1867) gibt sein Studium auf und schließt sich der Bohème in Paris an. Er schreibt über und übersetzt Werke von Edgar Allan Poe und als Dichter der Fleurs du mal 1857 wurde er berühmt. Nach der Veröffentlichung dieser Gedichte wurde ihm wegen „Beschädigung der öffentlichen Moral“ der Prozeß gemacht. Einige der Gedichte durften in dem Band nicht erscheinen. Als Kritiker interessiert er sich vor allem für die Verbindung von Kunst und Literatur. Vor der Revolution von 1848 schreibt er über den Salons von 1845 und 1846 und stellt u. a. die Gemälde von Eugène Delacroix und Horace Vernet vor. Er schreibt über die Weltausstellung 1859 in Paris und wieder über den Salon von 1859, mit den Kapiteln „Der moderne Künstler“ und „Das Publikum und die Photographie“. Im November und Dezember 1863 veröffentlicht er im FIGARO seine Artikelserie mit dem Titel Le peintre de la vie moderne. „Die Modernität ist der Übergang das Flüchtige, das Zufällige, die eine Hälfte der Kunst, die andere Hälfte ist das Ewige und das Unveränderbare.“ (Baudelaire, Œuvres complètes, ed. A. Ruff, Paris 1968, S. 553).
Wie über viele andere Schriftsteller, Künstler und ihre Werke hat auch > Jean-Paul Sartre über Baudelaire ein Porträt verfaßt, in dem er ihn als Typ des „Poète maudit / verwünschten Dichters“ (Sartre, Baudelaire, Paris, 1947, S. 9) vorstellt. Baudelaire habe sich sein Leben so gewählt, wie er es gelebt habe, lautet Sartres These: Und im letzten Satz bestätigt Sartre die fundamentale Bedeutung der Wahl : “ … die freie Wahl, die der Mensch in bezug auf sich trifft, stimmt absolut mit dem überein, was man sein Schicksal nennt.“ (Sartre, S. 245)
Gilles Floret liest zwei Gedichte aus Fleurs du Mal / Die Blumen des Bösen :
Fragt man Google nach „Sartre Camus Kunst“ – oder nach Sartre und Rimbaud – weiß Google per KI folgendes zu berichten:
„Übersicht mit KI
Sartre und Camus, zwei Giganten des französischen Existenzialismus, hatten eine komplexe Beziehung zur Kunst: [Diese Aussage ist Unsinn… beide Autoren haben sich intensiv mit der Kunst beschäftigt. Im Werk von Sartre könnte man sogar sagen, dass die Kunst der zentrale Bezugspunkt in einem Werk ist: vgl. H.Wittmann, Sartre et la liberté de la création: l’art entre la philosophie et la littérature. in : G. Farina, M. Russo, (Hg.), Sartre et l’arte contemporanea. Immagini e imaginari, dans: Gruppo Ricerca Sartre, > Studi Sartriani, Anno XV / 2021, S. 83-102. „Komplexe Beziehung“ klingt nach schwieriger Beziehung… ] Sie sahen Kunst als zentrale Antwort auf das Absurde und als Mittel zur Sinnstiftung und moralischen Verpflichtung, wobei Camus die Autonomie der Kunst betonte [dann muss aber auch gesagt werden, was die „Autonomie der Kunst“ bei Camus bedeutet: Man könnte es so sagen “ Die Notizen in seinen Tagebüchern und seine eher beiläufigen Reflexionen über Kunst sind ein Hinweis darauf, dass in seinem Schaffen das Schreiben selbst und nicht eine Ideologietheorie im Vordergrund stand. Dies gilt übrigens auch für seine Vorstellung von der Autonomie der Kunst, die Camus gegen die Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts ins Feld führte.“ H.W: Vortrag 2008 in London] und Sartre das politische Engagement hervorhob, was schließlich in ihrem berühmten Bruch gipfelte, als Sartre Camus‘ „Der Mensch in der Revolte“ kritisierte und ihre unterschiedlichen Ansichten zur Rolle des Künstlers im politischen Kampf (Revolte vs. Revolution) aufeinanderprallten. [So ein Durcheinander, hier wird alles miteinander miteinander vermischt: Camus wird die Autonomie der Kunst zugeschoben, bei Sartre geht es um das „politische Engagement“, da kann man nur noch sagen, die KI rechnet Wortnachbarwahrscheinlichkeiten aus und kreiert irgendwelche Aussagen… von Zusammenhängen mag man gar nicht sprechen. Ja es gab den Bruch, der bezog sich aber auf Camus‘ Kritik „Der Mensch in der Revolte“ aufgrund politischer Differenzen, aber nicht wegen ihren unterschiedlichen Aussagen zur Rolle des Künstlers.]
Gemeinsamkeiten & Positionen
Kunst als Antwort auf das Absurde:Beide sahen Kunst nicht nur als ästhetische Schöpfung, sondern als fundamentale menschliche Reaktion auf die Sinnlosigkeit der Welt, wie Camus es in „Der Mythos des Sisyphos“ darlegte. [Bei Camus ist das Absurde eine Art Diagnose, dann folgen bei ihm die Aufgaben des Künstlers…. Die „Sinnlosigkeit der Welt“? Die Welt hat den Sinn, den sie ihm geben, sagt der Autodidakt zu Roquentin in La Nausée.]
Existenzialistische Wurzeln:Ihre Kunst und Philosophie waren tief im Existenzialismus verwurzelt, der die Freiheit und Verantwortung des Individuums betont.
Unterschiede & Konflikt
Camus‘ Ästhetik:Für Camus war Kunst eine Form der Revolte gegen das Absurde, die Freiheit und Moral vermittelte. Er suchte nach einer Ästhetik der Autonomie, die sich von Ideologien abgrenzte, wie in „Der Fremde“ oder „Die Pest“. [Die letzten Kapitel von „Der Mythos der Sisyphos“ oder „Der Mensch in der Revolte“ sowie zahlreiche Aufsätze wie auch seine Nobelpreisrede von Camus müssten hier genannt werden.]
Sartres Engagement:Sartre betonte stärker die politische Verpflichtung des Künstlers (Engagement). Seine Kunst, wie in „Der geschlossene Garten“, sollte aktiv die Welt verändern und die Freiheit des Menschen verwirklichen. [„Die politische Verpflichtung des Künstlers (Engagement)“: Viel ist über das Engagement in Sartres Werk geschrieben worden, in „Was ist Literatur?“ sagt er , wenn der Schriftsteller zu schreiben beginnt, ist er bereits engagiert, d. h. er hat einen Verantwortung für das, was er schreibt, er ist engagiert…man könne sich nicht „engagieren“. – Meint die KI „Hinter verschlossenen Türen“? Kunst im Werk von Sartre? Die Flaubertstudie oder seien Studien zu Tintoretto… aber davon hat die KI nichts gefunden.]
Der Bruch:Der Bruch 1952, ausgelöst durch Sartres Kritik an Camus‘ „Der Mensch in der Revolte“, entzündete sich an der Frage, ob der Künstler in der Revolte verharren oder eine revolutionäre, gewalttätige Handlung eingehen sollte, was ihre unterschiedlichen Kunstverständnisse widerspiegelt. [Hier wird Politik mit Kunst einfach vermischt… ohne dass daraus ein Sinn entsteht. Wie gesagt, die KI rechnet lediglich auf statistischer Ebene Wortnachbarwahrscheinlichkeiten aus, wobei die Intelligenz auf der Strecke bleibt.]
Fazit zur Kunst
Für beide war die Kunst ein existenzieller Akt: Bei Camus eine Form der Rebellion und Sinnstiftung innerhalb des Absurden, bei Sartre eine Form der Freiheit und politischen Einflussnahme; doch ihre Wege trennten sich in der Frage nach der Art und dem Ziel dieses künstlerischen Engagements. “ [Was für ein Durcheinander! Der Bruch zwischen beiden hat mit der Darstellung der Kunst in ihren Werken gar nichts zu tun.]
Jens Olaf Koch ist es mit dem Buch > Prompting kurz & gut richtig gut gut gelungen, LLMs zu erklären, sie verständlich zumachen und zu erklären, wie man ChatGPT & Co professionell nutzen kann. Koch weckt keine übertriebenen Hoffnungen, sondern erklärt präzise und sachgerecht, wie man die LLMs anspricht, ihnen Fragen stellt oder Aufgaben erteilt (prompten). Koch hat durchaus auch eine kritische Haltung zu diesen KI-Angeboten und weiß, dass z.B. das Reasoning (S. 148) noch fehlerhaft ist und auch das Problem mit den Wortnachbarwahrscheinlichkeiten erklärt er (S. 40 ff.).
Sartre und Rimbaud
Stehen im Prompt mehrere Hinweise auf einen Sachverhalt, so nimmt CHatGPT sie auf und sucht sich nach Wortnachbarscheinlichkeiten etwas zusammen:
Prompt am 27.1.2026: „Rimbaud und die Dichtung, dieses Manuskript von Sartre aus dem Jahre 1956 fügt sich wunderbar in seine Studien über die anderen Künstler ein, Bitte resümiere es in 300 Wörtern:“
ChatGPT, 27.1.2026: „Jean-Paul Sartres Manuskript „Rimbaud und die Dichtung“ (1956) lässt sich nahtlos in seine Reihe existenzialistischer Künstlerstudien einordnen, in denen er Literatur nicht primär als ästhetisches Produkt, sondern als Form des Handelns begreift. Wie bei Baudelaire, Mallarmé oder später Flaubert interessiert Sartre der Dichter als Subjekt, das sich durch Schreiben zu seiner Situation verhält – und sich dabei entwirft oder verweigert.
Im Mittelpunkt steht Rimbauds Verhältnis zur Dichtung als existenziellem Projekt. Sartre liest Rimbauds frühe poetische Produktivität nicht als Gabe oder Inspiration, sondern als bewusste Praxis der Negation. Dichtung wird zur Waffe gegen Sprache, Moral und Identität selbst. Rimbauds poetisches Experiment zielt auf eine Zerstörung der gegebenen Bedeutungen; das „Seher“-Programm erscheint bei Sartre als Versuch, durch radikale Sprachverfremdung eine neue Existenzform zu erzwingen.
Zentral ist dabei Sartres These, dass Rimbaud die Dichtung nicht um ihrer selbst willen betreibt. Sie ist Mittel, nicht Zweck: ein Übergangsstadium in einem umfassenderen Projekt der Selbstverweigerung. Rimbauds Gedichte sind Akte der Flucht – vor der bürgerlichen Ordnung, vor der literarischen Institution, letztlich auch vor sich selbst. In diesem Sinn deutet Sartre die poetische Radikalität als Vorstufe zu Rimbauds endgültigem Bruch mit der Literatur.
Das berühmte Schweigen nach 1875 erhält hier eine konsequente Deutung: Rimbaud verwirft die Dichtung, weil sie Gefahr läuft, selbst zur Rolle, zur Identität, zur Ware zu werden. Indem er aufhört zu schreiben, setzt er denselben Freiheitsimpuls fort, der sein Schreiben motiviert hat. Dichtung ist für Sartre bei Rimbaud zugleich Höhepunkt und Sackgasse.
Innerhalb von Sartres Künstlerstudien markiert Rimbaud damit einen Extremfall. Während andere Autoren an ihrer Kunst festhalten und sie reflektieren, opfert Rimbaud die Dichtung selbst. Sartre zeigt ihn nicht als romantischen Genie-Mythos, sondern als existenziellen Akteur, dessen kompromisslose Freiheit zugleich bewundert und kritisch befragt wird.“
Prompt am 27.1.2026: „und jetzt die genaue bibliographische Angabe des Rimbaud Buches oder ist es nur ein Manuskript ? Wo?“
ChatGPT am 27.1.2026: „Zur genauen bibliographischen Angabe von Sartres Arbeit über Rimbaud:
💡 Jean-Paul Sartres Text über Rimbaud aus dem Jahr 1956 existiert offenbar nicht als eigenständig gedrucktes Buch, sondern als unpubliziertes Manuskript bzw. als Aufsatz/Essay, der in Sartre-Studien oder Nachlässen auftaucht. In den gängigen bibliographischen Nachweisen („Les Écrits de Sartre“, einer kommentierten Bibliographie der Texte von Sartre bis 1969) werden zahlreiche seltene Texte und unveröffentlichte Stücke (Appendices mit Manuskripten, Essays etc.) aufgeführt, aber kein standardmäßig gedruckter Monographietitel „Rimbaud und die Dichtung“ aus 1956 im Sinne eines offiziellen Buches.
📌 Konsequenz: Die Arbeit, auf die du dich beziehst, ist – soweit bibliographische Nachweise zugänglich sind – kein separat veröffentlichtes Buch im Verlag, sondern ein Manuskript / unveröffentlichter Essay/Sammlung von Notizen, der Teil des Nachlasses oder der Sammlungen von Sartres gesammelten Schriften sein kann. …
Wenn du möchtest, kann ich dir helfen, einen konkreten Zitierstil (z. B. MLA, Chicago, APA) für diese Art von Manuskriptangabe zu formulieren – sag mir einfach für welchen Kontext (Seminararbeit, Bibliographie etc.).
Prompt am 27.1.2026: „bitte konkreter Zitierstil“
ChatGPT am 27.1.12026: „1. Chicago Manual of Style (Notes & Bibliography)
(Standard in Literatur-, Philosophie- und Kulturwissenschaften)
Fußnote (erste Nennung):
Jean-Paul Sartre, Rimbaud et la poésie (1956), unveröffentlichtes Manuskript, nachgewiesen in: Michel Contat und Michel Rybalka (Hg.), Les écrits de Sartre. Chronologie, bibliographie commentée (Paris: Gallimard, 1970).“
„Manchmal gibt es Momente, Stunden oder Tage, die ein ganzes Leben zweiteilen, ein Vorher und ein Nachher. Für Philippe Lançon war dieser Tag der 7. Januar 2015, als etwa gegen 11 h 28 als zwei bewaffnete Attentäter in die Redaktionsräume von Charlie Hebdo in Paris eindrangen, elf Personen töteten und mehrere verletzten:
Der Journalist Philippe Lançon überlebt das Attentat, aber eine Kugel hatte ihm den Unterkiefer zerschmettert. Für ihn beginnt ein langer Leidensweg. 17 Operationen werden notwendig sein, um die Folgen der Verletzung zumindest visuell ein wenig abzumildern. In dem Roman > Der Fetzen in der Übersetzung von Nicola Denis schildert er die Rekonstruktion seines Unterkiefers und damit auch seines Lebens, die so schwierige Rückkehr in seinen Beruf als Journalist bei Libération und Charlie-Hebdo.
Als er nach der ersten Notoperation wieder erwacht, steht sein Bruder Arnaud neben ihm. Der Schock, der Trauer um die Freunde, die Schmerzen: Lançon fällt nicht ganz ins Bodenlose, sein Bruder, seine Eltern, seine Freundin Gabriela und viele andere wie auch die Ärzte, besonders seine Chirurgin Chloé, die sogar Staatspräsident Hollande bei seinem Besuch bei Lançon beeindruckt (vgl. S. 270 f., 275 f.) , stehen ihm bei, sorgen für ihn und ebnen ihm den Weg in die Realität zurück.
Seine anderen Helfer und Unterstützer sind die Schriftsteller. Eigentlich sollte Lançon noch im Januar zu einer Vortragsreise über Literatur nach Princeton in die USA aufbrechen. Daraus wird nichts. Aber sein beeindruckendes Wissen über die Literatur hilft ihm über seine düsteren Stunden hinweg. Zuerst erzählt er von dem Stück Was ihr wollt von Shakepeare, das er am Vorabend des Attentats zusammen mit Nina im Théâtre des Quartiers Ivry besucht hatte. Die Details der Aufführung? Was ihn umtreibt ist die Suche nach Zeichen für das Kommenden, für das was über ihn nach dem Stück hereinbrechen wird. Er liest das Stück immer wieder auf der Suche nach der Passage.
Würde unsere Redaktion alle Schriftsteller nennen, die Lançon zitiert, wäre unser Lesebericht doppelt so lang. Nun, er soll blogmäßig nicht so lang werden. Aber darin steckt die Leseempfehlung für dieses Buch: Mit der Literatur solche Wunden und Schmerzen überstehen.
Und dann ist da Michel Houellebecqs Roman Unterwerfung, das gerade in diesen Tagen erschien. Lançon hatte eine Rezension in Libération veröffentlicht – Houellebecq et le Coran ascendant –erinnerte sich daran, dass er es vermieden hatte, irgendetwas über das Buch irgendwo zu lesen, um sich klugerweise den Blick auf das Buch nicht verstellen zu lassen. Für den nächsten Sonntag war ein Gespräch mit Houellebecq geplant: „Er sollte mir nicht erklären, was ich hätte lesen sollen und ich wollte nicht erklären, was ich vermeintlich gelesen hatte. Die meisten Interviews mit Schriftstellern oder Künstlern sind überflüssig. Sie paraphrasieren nur das zu Grunde liegende Werk. Sie befeuern den Werbe- und Personenrummel. Meiner Funktion entsprechend trug ich mit dazu bei. Meinem Naturell entsprechend stieß er mich ab. Ich sah darin eine Verletzung der Intimsphäre der Autonomie des Lesers, die durch die neu aufgebotene Information nicht auszugleichen war. Der Leser hätte Stille gebraucht und ich etwas Neues, aber wie alle, die das Buch für Sonderveröffentlichung gelesen hatten, wusste ich, dass es um Unterwerfung nicht still bleiben würde …“ (S. 29)
Während Lançon am Morgen des 7. Januar zu Hause seine Turnübungen macht, bereiten sich die Mörder auf ihr Verbrechen vor, und Houellebecq als Gast in France-Inter ordnet seinen Roman als „Satire“ und als „’nicht übermäßig glaubwürdige Politik-Fiktion“ ein: „Die Welt , in der Houellebecq lebte, hatte noch mehr Fantasie als die er beschrieb.“ (S. 41)
Die Textnachweise S. 550 f. deuten nur an, dass dieses Buch neben der Leidensgeschichte von Lançon vor allem verrät, wie er die Qualen und Schmerzen mit Hilfe der Literatur überstanden hat. Es stehen aber bei weitem nicht alle Namen der Schriftsteller auf dieser Liste, die Lançon in den Monaten nach dem Attentat begleiten.
Malerei und Literatur und Filme sind die Koordinaten, zwischen denen sich der Intellektuelle Lançon bewegt. Visuelle Eindrücke, wichtige Passagen der Literatur und das eigene Schreiben werden zu seinen Haltegriffen, die ihm Orientierung vermitteln: „Diese kleine Zeitung, die niemandem am Leder flicken wollte.“ (S. 126) Als Schreibender ist er wieder unter den Lebenden. Als er später in eines der Hefte sieht, findet er das, was er in den Tagen nach der ersten OP geschrieben hat: „Ich nehme eine Fackel und gehe durch die Höhle, über die ich zurückgekehrt bin.“ (S. 129)
Am Tag nach dem Attentat denkt er an Pascal (1623-1662), Pensées: „Alles Unglück der Menschen kommt daher, das sie nicht verstehen, in Ruhe in einem Zimmer zu bleiben.“ (S. 139) Xavier de Maistre (1763-1852) in Reise um mein Zimmer (1794) konnte das und beschreibt in seinem Buch seine Reise, die 42 Tage dauerte. Lançon denkt dabei an seine 52 Schritte über den Krankenhausflur, 52 hin 52 zurück. Lançon ordnet sich die Welt neu mithilfe von Big Brothers Neusprech aus George Orwells (1903-1950) Roman 1984: Vg. S. 141 f. Die ersten Duschen werden zu einer Qual. Er übersteht sie und denkt an Omaatas, der von den Ureinwohnern in Die Insel, dem Roman seiner Jugend, von Robert Merle (1908-2004) betreut wird. (vgl. S. 151)
Unter Polizeischutz bleibt er monatelang im Krankenhaus. Emergeny Room (1994) hatte er nicht gesehen, dafür aber Dr. House. Einen seiner Pfleger nannte Lançon Bill: „Wer durch diese Pforte tritt, lass jede Hoffnung fahren,“ stand auf seinem Spind: Dante (1265-1321), Inferno. Zwei Schwestern bewachen seine Aufwachphase und lösen Kreuzworträtsel: „Madame Bovary mit vier Buchstaben,“ sagt die eine, Lançon kritzelt „Emma“ auf sein Whiteboard: Gustave Flaubert, Madame Bovary, 1857: „Danke Flaubert“ (s. 214)
Bei der schwersten Operation wird ein Stück Knochen aus seinem Wadenbein entnommen, damit der Kiefer wieder geflickt werden kann. Und ein Fetzen (S. 263), ein Hautfetzen sollte transplantiert werden. Marcel Proust (1871-1922): Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (in der alten Pléiade-Ausgabe von Pierre Clarac) „diente mir als permanenter Fundus, um über meinen Zustand und über Chloé nachzudenken oder zu lachen.“ (S. 238) Und er liest immer wieder die Passagen über die Krankheit und den Tod der Großmutter.
Und er erinnert sich an Coupeau aus Der Totschläger von Émile Zola (1840-1902) und Oscar Thibault aus Die Thibauilts von Roger Martin du Gard (1881-1958). (vgl. S. 267). Kurz vor dem Einschlafen vor einer neuen Operation erinnert er sich an „Weder Wolke noch Sonne wird es geben…“ ein Gedicht von John D0nne (1572-1631).
Paul Valéry (1871-1945) schrieb Die Palme, ein Gedicht, das Rainer Maria Rilke 1875-1926) übersetzt hat: „Diese Tage, die leer dir scheinen / und wertlos für das All / haben Wurzeln zwischen den Steinen / und trinken dort überall,“ das durch seine Morphiumvisionen geisterte: S. 302.
Er hatte eine Maske mit einer Sauerstoffsonde und memoriert Charles Baudelaires (1821-1867) Die Reise: „Tod! alter Seemann – auf zum ankerlichten! /dies land hier sind wir müd – o tod voraus.“ Und noch der letzte Vers vor dem Schlaf: „Zum Unbekannte nach des Neuen spur!“ Il arrive à l’inconnu, sagte Rimbaud über den Dichter.
Thomas Mann (1875-1955), Der Zauberberg (1924) berichtet von Castorp, der im Sanatorium ankommt und sich so denkt, er werde drei Wochen dableiben: „Die springen hier um mit der menschlichen Zeit, das glaubst Du gar nicht.“ (S. 366)
„Schreiben ist das beste Mittel, um aus sich herauszutreten, selbst wenn nur von einem selbst die Rede ist.“ S. 390
Und wieder Marcel Proust. An ihm hat sich Lançon abgearbeitet: „Hör endlich auf den Überlegenen zu spielen…“ (S. 406, vgl. S. 406 f.) raunzte er den Autor der Recherche an: „Die Empörung gab meiner Bewunderung Nachrung.“ S. 406 – Ein richtig guter Satz: „Die Zeit rief sich von mir selbst ins Gedächtnis.“ (S. 408)
Franz Kafka (1883-1924) schriebt im Frühjahr 1920 aus Meran: „Im übrigen ist das Nachdenken über diese Dinge unnütz. Es ist so wie wenn man sich anstrengen wollte, einen einzigen Kessel in der Hölle zu zerschlagen, erstens gelingt es nicht und zweitens, wenn es gelingt, verbrennt man zwar in der glühenden Masse, die herausfließt, aber die Hölle bleibt in ihrer ganzen Herrlichkeit bestehen, Man muss es anders anfangen. Zunächst aber jedenfalls sich in einem Garten legen und aus der Krankheit, besonders wenn es keine eigentliche ist, so viel Süßigkeit ziehen, als nur möglich. Es ist viel Süßigkeiten darin.“ Lançon: „Diese Sätze dient mir fortan als Brevier, ja als Wegzehrung. (S. 410 f.)
Sogar Ernst Jüngers Bericht vom 11. Juni 1940, wie er in Laon das zerstörte Portal der Bibliothek durchschreitet, wird zitiert, als Lançon von Hôpital de la Salpêtrière ur Rehabilitation in das Hôpital des Invalides verlegt wird.
Weiter kämpft Lançon gegen die Schmerzen, zuweilen muss er zu Operationen wieder zurück in das Hôpital de la Salpêtrière. Der Pholosoph Nicolas Malebranche (1638-1715) steht ihm zur Seite: „An all diesen Dingen ist zu erkennen, dass man beständig den Anstrengungen des Körpers gegen den Geist widerstehen und sich nach und nach daran gewöhnen muss, nicht zu glauben, was uns die Zimmer von den umgebenden Körper zutragen, welche sich immer unserem Augenmerk und unserer Wertschätzung empfehlen, denn es gibt nichts Sinnhaftes, bei dem wir verweilen oder um das wir uns kümmern sollten“ (S. 443)
Nach einen ersten Besuchen bei sich zu Hause, die Wohnung, die er am 7. Januar 2015 morgens verlassen hatte, denkt er wieder an Proust und sagt sich „Hier verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart miteinander. Es ist die vermischte Zeit. (S. 519, vgl. auch S. 531 f..)
Philippe Lançon
> Der Fetzen
Roman
Aus dem Französischen von Nicola Denis
(Orig.: Le Lambeau)
2. Druckaufl. 2019, 551 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50423-1
Attention ! Les réponses des ChatGPT nous en disent beaucoup plus sur l’horizon littéraire de cette machine que sur les œuvres littéraires que nous demandons ici….
Écris un résumé de 200 mots de Louis Aragon, La semaine sainte:
ChatGPT:
„La Semaine Sainte“ est un roman écrit par Louis Aragon, un éminent écrivain français du 20e siècle, publié en 1958. Ce livre, qui fait partie de la trilogie „Le Monde réel“, est un témoignage poignant de la Seconde Guerre mondiale et de l’occupation allemande de la France.
L’histoire se déroule à Paris pendant la Semaine Sainte de 1944, quelques mois avant la libération de la ville. Le récit suit les destins croisés de plusieurs personnages, dont le narrateur, un écrivain, et sa compagne, une photographe. Ils vivent dans un contexte de guerre, de censure, et de clandestinité. Les thèmes de la résistance, de la peur, de l’espoir, et de l’amour sont au cœur du roman.
Aragon dépeint avec une grande sensibilité les émotions et les dilemmes moraux de ses personnages, confrontés à la dure réalité de l’occupation nazie. Le roman explore également les relations humaines et les sacrifices consentis au nom de la liberté. L’auteur décrit minutieusement les rues de Paris, les manifestations religieuses de la Semaine Sainte, et l’atmosphère oppressante de la ville en temps de guerre.
„La Semaine Sainte“ est un chef-d’œuvre littéraire qui mélange habilement la fiction et l’histoire, offrant une méditation profonde sur les valeurs, la foi, et la résistance face à l’oppression. Ce roman témoigne de la puissance de la littérature pour explorer les aspects les plus sombres de l’histoire tout en célébrant la force de l’humanité dans des moments de crise.“
Il y a manifestement deux romans d’Aragon : La semaine sainte, 1958, l’un qui raconte la fuite du roi Louis XVIII de Paris à l’approche des troupes de Napoléon dans la semaine du 19 au 26 mars de l’année 1815 et puis le roman dont parle ici ChatGPT… ChatGPT en allemand n’a pas encore entendu parle de „La semaine sainte“…
Qu’est-ce que Sartre écrit sur le Tintoret ?
ChatGPT:
„À ma connaissance, Jean-Paul Sartre, le philosophe existentialiste français, n’a pas écrit de manière substantielle ou détaillée sur le peintre vénitien Le Tintoret (Jacopo Tintoretto). Sartre était davantage connu pour ses œuvres philosophiques telles que „L’Être et le Néant“ et ses engagements politiques.
Si vous avez des détails plus spécifiques ou si vous faites référence à une œuvre particulière, veuillez me donner plus d’informations pour que je puisse vous aider de manière plus précise.“
„Jean-Paul Sartre, le philosophe et écrivain existentialiste français, a abordé la peinture et les artistes dans plusieurs de ses œuvres. Cependant, il n’a pas écrit spécifiquement sur le peintre italien Le Tintoret (Jacopo Tintoretto) dans ses œuvres les plus célèbres. (Belle formulation par laquelle ChatGPT avoue ne pas avoir la moindre idée, N.d.l.r.) Il se concentre davantage sur des thèmes philosophiques, existentiels et littéraires, notamment dans des ouvrages tels que „L’Être et le Néant“ et ses essais sur l’existentialisme. („ses essais“ ? CHatGPT denkt wohl an L’Existentialisme est un humanisme, Paris: Nagel 1947. N.d.l.r.)(ce qui est totalement faux, puisque l’art est au cœur de son œuvre… N.d.l.r.)
Sartre peut avoir mentionné des artistes ou des œuvres d’art dans certains de ses écrits, („Mentionné ?“ u. a. Saint Genet. Comédien et martyr, 752 S., L’Idiot de la famille. La vie de Gustave Flaubert de 1821 à 1857, 1970/72, 2801 S.) mais il est plus connu pour ses contributions à la philosophie existentielle, la littérature et l’analyse de la condition humaine. Si vous cherchez des commentaires spécifiques de Sartre sur Le Tintoret, vous devrez peut-être consulter des sources spécialisées en histoire de l’art ou en littérature.
En résumé, Sartre n’a pas écrit de manière significative sur Le Tintoret dans ses œuvres principales, et ses réflexions philosophiques se sont concentrées sur d’autres aspects de la philosophie existentielle et de la littérature.“
Écrivez un résumé en 200 mots de Sartre, Huis clos:
ChatGPT:
„Huis Clos“ (No Exit) est une pièce de théâtre écrite par Jean-Paul Sartre en 1943. L’histoire se déroule dans l’enfer, où trois personnages, Garcin, Inès et Estelle, se retrouvent emprisonnés ensemble pour l’éternité. Contrairement aux attentes traditionnelles de l’enfer, il n’y a ni torture physique ni démons, seulement une salle close et ces trois personnages.
Le huis clos réside dans les relations humaines et les interactions psychologiques. Les personnages sont condamnés à se confronter aux conséquences de leurs actions passées, à travers les yeux implacables et le jugement mutuel. Ils découvrent rapidement qu’ils sont leurs propres bourreaux et que l’enfer, selon Sartre, c’est les autres (Lien ajouté, N.d.l.r.)
La pièce explore des thèmes existentiels chers à Sartre, tels que la responsabilité individuelle, la liberté, et le regard de l’autre. Les dialogues percutants révèlent la complexité des relations humaines et mettent en lumière la nature parfois cruelle de la condition humaine. „Huis Clos“ est un chef-d’œuvre existentialiste qui illustre l’idée que l’enfer n’est pas un lieu physique, mais plutôt une construction résultant des choix et des relations humaines.“
Et comment ChatGPT réagit-il à la question suivante sur Hans Mayer, qui a traduit Les Mots de Jean-Paul Sartre en allemand ?
Hans Mayer a-t-il traduit les Mots de Sartre ?
„Non, Hans Mayer n’a pas traduit „Les Mots“ de Jean-Paul Sartre. La traduction allemande de cet ouvrage a été réalisée par Uli Aumüller. „Les Mots“ est l’autobiographie de Sartre, publiée en 1964, dans laquelle il explore son enfance et sa jeunesse, tout en exposant ses idées philosophiques et littéraires. Si vous cherchez une traduction allemande spécifique de l’œuvre, il serait utile de vérifier l’édition et le traducteur mentionnés dans la bibliographie de l’édition que vous consultez.“
Après avoir lu ces réponses, on ne s’étonne peut-être plus autant de ChatGPT… ses connaissances littéraires sont en effet quelque peu limitées. On objectera qu’à bien d’autres endroits, les réponses de ChatGPT sont étonnamment bonnes…. Mais la lecture des réponses donne tout de même une idée du fonctionnement de cette machine… il ne suffit pas de choisir les mots qui conviennent….
Achtung! Die Antworten von ChatGPTs verraten uns viel mehr über den literarischen Horizont dieser Maschine als über die literarischen Werke, nach denen wir hier fragen….
Schreib eine Zusammenfassung von Louis Aragon: „Die Karwoche“:
ChatGPT:
„Es tut mir leid, aber es scheint, dass es eine Verwechslung in der Titelangabe gibt. Louis Aragon hat kein Werk mit dem Titel „Die Karwoche“ geschrieben. Wenn Sie mir mehr Informationen über das Werk geben können oder wenn es unter einem anderen Titel bekannt ist, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung, um Ihnen bei einer Zusammenfassung oder weiteren Informationen zu helfen.“
Lesen Sie bitte die französische Version der Antwort auf die Bitte nach einem Resümee von „Semaine Sainte“. Bitte auf die Trikolore klicken.
„Jean-Paul Sartre, der französische Existentialist und Schriftsteller, hat sich in seinen Werken und Essays mit einer Vielzahl von Themen befasst, darunter Kunst und Malerei. Ein berühmtes Werk, in dem er auf die Kunst eingeht, ist sein Essay „Baudelaire“, in dem er insbesondere Charles Baudelaires Gedicht „Le Peintre de la Vie moderne“ (Der Maler des modernen Lebens) analysiert. In diesem Essay diskutiert er auch die Malerei von Tintoretto (Wie bitte? Tintoretto kommt in dem Essay über Baudelaire nicht vor… N.d.l.r.) im Zusammenhang mit Baudelaires Ansichten über die Modernität und die Darstellung des modernen Lebens.
Sartre betont in diesem Kontext die Idee, dass die moderne Kunst, wie sie von Baudelaire und anderen Künstlern dargestellt wird, das individuelle Bewusstsein und die Freiheit des Einzelnen hervorhebt. Er argumentiert, dass die Kunst die Realität nicht einfach kopiert, sondern sie durch die subjektive Wahrnehmung und Interpretation des Künstlers transformiert. Tintoretto und andere Künstler, die Baudelaires Ästhetik folgen, (Wie bitte? N.d.l.r.) werden daher als Wegbereiter für die Darstellung der modernen Welt und der individuellen Erfahrung angesehen.
Es ist wichtig zu beachten, dass Sartre in verschiedenen Werken auf Kunst und Malerei eingeht, und seine Ansichten können je nach Kontext variieren. Seine Analyse von Tintoretto ist im Allgemeinen im Rahmen seiner philosophischen Betrachtungen zur Existenz, Freiheit und Kunst zu verstehen.“
Man wird anmerken müssen, dass Tintoretto (1518-1594) sich wohl nicht von Charles Baudelaire (1821-1867) hat inspierieren lassen. Kingt gelehrt: ChatGPT: „Sartre betont in diesem Kontext die Idee, dass die moderne Kunst, wie sie von Baudelaire und anderen Künstlern dargestellt wird, das individuelle Bewusstsein und die Freiheit des Einzelnen hervorhebt.“ Bei genauem Lesen ist das aber eine langue de bois …
„Huis clos“ (Geschlossene Gesellschaft) ist ein Theaterstück des französischen Existentialisten Jean-Paul Sartre, das 1944 veröffentlicht wurde. Es ist ein Schlüsselwerk des existentialistischen Theaters und erforscht die Themen der Existenz, der Freiheit und der moralischen Verantwortung.
Die Handlung spielt in einem einzigen Raum, der als Hölle dargestellt wird, in dem drei Hauptfiguren – Garcin, Inès und Estelle – gefangen sind. Sie wurden in dieser existenziellen Hölle für die Ewigkeit verurteilt, wo sie gezwungen sind, ständig miteinander auszukommen und ihre Seelen vor den anderen zu enthüllen.
Während des Stücks werden die dunklen Seiten ihrer Persönlichkeiten und die Sünden, die sie in ihrem Leben begangen haben, aufgedeckt. Die Charaktere sind in einem ständigen Konflikt gefangen, da sie sich gegenseitig beobachten und beurteilen, ohne die Möglichkeit der Flucht oder der Erlösung.
(Wie üblich, wird hier der immer gleiche Unfug erzählt: N.d.l.r.:) Das Stück enthüllt die Existenzialistische Philosophie von Sartre, die besagt, dass die Hölle die anderen Menschen sind (Link hinzugefügt, N.d.l.r.) und dass die individuelle Freiheit die Verantwortung für die eigenen Entscheidungen und Handlungen bedeutet. „Huis clos“ stellt die Frage, ob die Menschheit aufgrund ihrer eigenen moralischen Wahl die Hölle erschaffen hat.
Insgesamt ist „Huis clos“ ein düsteres und existenziell tiefgehendes Theaterstück, das die menschliche Natur und die moralische Verantwortung in einer Welt ohne Gott oder Erlösung untersucht. Es bleibt ein wichtiger Beitrag zur existentialistischen Literatur und Philosophie.“
Und wie reagiert ChatGPT auf die folgende Frage nach Hans Mayer, der Les Mots von Jean-Paul Sartre übersetzt hat?
Hat Hans Mayer Les mots von Sartre übersetzt?
Hans Mayer, ein bekannter deutscher Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, hat nicht die Übersetzung von Jean-Paul Sartres Werk „Les Mots“ (auf Deutsch: „Die Wörter“) angefertigt. Die Übersetzungen von literarischen Werken werden in der Regel von spezialisierten Übersetzern angefertigt, die sich auf die jeweiligen Sprachen und Literaturtraditionen konzentrieren.
Es gibt jedoch Übersetzungen von „Die Wörter“ ins Deutsche, aber sie wurden von anderen Übersetzern angefertigt. Die Qualität und der Stil der Übersetzung können je nach Übersetzer variieren.
Um die genaue Übersetzung und den Übersetzer von „Die Wörter“ von Sartre zu ermitteln, sollten Sie in bibliografischen Verzeichnissen oder spezialisierten Literaturdatenbanken nach entsprechenden Informationen suchen oder sich an einer Literaturabteilung einer Bibliothek oder einem Literaturforschungszentrum erkundigen.“
Nach der Lektüre dieser Antworten staunt man vielleicht nicht mehr so viel über ChatGPT… sind doch seine literarischen Kenntnisse etwas beschränkt. Man wird einwenden, dass an vielen anderen Stellen die Antworten von ChatGPT überraschend gut sind…. Die Lektüren der Antworten vermittelt aber dennoch einen Eindruck davon, wie diese Maschine funktioniert… es genügt eben nicht, Wörter auszusuchen, die passen würden….
L’enthousiasme pour ChatGPT est incompréhensible. Pour le travail scientifique, l’usage de ce bot a une portée limitée. Il est vrai, il y en a des informations exactes, mais la manière d’utiliser ou même d’inventer des sources postent des questions fait douter de l’exactitude de ses sources. Ce bot est en fin de compte inutilisable, car il invente trop. Reste encore à revenir à l’article de Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet – 30. September 2016.
Prenons un exemple. Nous avons demandé à BING en français (basculer avec les drapeaux) et nous traduisons les questions et réponses suivantes :
Un exemple: je pose la question:
Comment Heiner Wittmann définit le concept de l’art dans l’œuvre de Sartre ?
BING (ChatGPT4): „Heiner Wittmann définit le concept de l’art dans l’œuvre de Sartre comme le reflet de la liberté humaine et de la responsabilité morale. Selon Wittmann, Sartre considère l’art comme une forme d’expression qui révèle la subjectivité de l’artiste et qui invite le lecteur ou le spectateur à participer à la création du sens. Wittmann analyse les études de Sartre sur différents artistes, comme Tintoretto, Flaubert ou Baudelaire, et montre comment Sartre utilise l’art pour illustrer sa philosophie existentialiste. Wittmann souligne également l’importance du cinéma dans l’œuvre de Sartre, qui a tenté d’écrire des scénarios et qui a été fasciné par la technique des images animées. Pour Wittmann, l’art chez Sartre est le point de référence essentiel de son œuvre littéraire et politique. “
De cette manière, des questions de droit d’auteur se posent : d’où le bot s’arroge-t-il le droit de lire toutes les sources – et d’en inventer d’autres ? On touche ici à des aspects très importants qu’Olaf Zimmermann, le président du Conseil allemand de la culture, vient d’évoquer dans une interview : > Intelligence artificielle : „Das wird den Kulturbereich hart treffen„. Le Conseil allemand de la culture demande à la politique de fixer des conditions et des limites claires, NDR 18.4.2021.
Question: Où trouve-t-on un article de Heiner Wittmann qui définit le concept de l’art dans l’œuvre de Sartre ?
BING (ChattPT4) : „Un article de Heiner Wittmann qui définit le concept de l’art dans l’œuvre de Sartre se trouve dans la revue Études Sartriennes, numéro 24, publié en 2018. Dans cet article intitulé „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“, Wittmann analyse la conception sartrienne de l’art comme un mode d’expression de la liberté humaine et comme un moyen de dévoiler la réalité. Il montre comment Sartre s’inspire des théories esthétiques de Hegel, Kierkegaard et Heidegger, mais aussi comment il se distingue d’eux par son refus de l’idée d’un art sacré ou transcendant. Wittmann souligne également l’importance du contexte historique et politique dans la réflexion de Sartre sur l’art, notamment à travers son engagement dans la Résistance et son soutien aux causes anticoloniales.“ Rouge= tout est faux.
Numéro 22 = 2018 ! je n’ai jamais écrit de ma connaissance „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“
Encore une question: Où est-ce que l’article „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“ a été publié ?
BING (ChattPT4) : „L’article „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“ a été publié dans la revue Philosophie, numéro 142, en 2019. Il s’agit d’une étude approfondie de la conception sartrienne de l’art comme moyen d’expression de la liberté humaine et de la responsabilité éthique. L’auteur analyse les principaux concepts de la théorie esthétique de Sartre, tels que l’imagination, l’analogon, la situation et l’engagement, et montre comment ils se rapportent à sa philosophie de l’existence. L’article propose également une comparaison entre l’art sartrien et l’art existentialiste d’autres auteurs, comme Camus, Beauvoir et Merleau-Ponty.“
Encore une question: Qui a écrit „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“ dans la revue Philosophie, numéro 142, en 2019?
BING (ChatGPT4) : „L’article intitulé „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“ a été publié dans la revue Philosophie, numéro 142, en 2019. Il a été écrit par Jean-Pierre Cometti, professeur émérite de philosophie à l’université d’Aix-Marseille. Dans cet article, il analyse la conception sartrienne de l’art comme un mode d’expression de la liberté humaine, qui se manifeste à travers la création et la réception des œuvres. Il montre comment Sartre articule sa théorie de l’art avec sa philosophie de l’existence, de la situation et de l’engagement. Il examine également les rapports entre l’art et la politique chez Sartre, ainsi que les limites et les paradoxes de sa pensée esthétique.“
Die Begeisterung für ChatGPT ist unverständlich. Für die wissenschaftliche Arbeit sind die Antworten des Bots nur bedingt geeignet. Die Art und Weise, wie er Quellen verwendet oder sogar erfindet, wirft Fragen auf und lässt einen an der Richtigkeit seiner Quellen zweifeln. Bleibt nur noch den folgenden Artikel noch einmal zu lesen: Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet – 30. September 2016.
Ein Beispiel. Wir fragten BING auf Französisch (Umschalten mit den Flaggen) und übersetzen die folgenden Fragen und Antworten:
Ein Beispiel: Ich stelle die Frage:
Wie definiert Heiner Wittmann den Begriff der Kunst in Sartres Werk?
BING (ChatGPT4): „Heiner Wittmann definiert den Begriff der Kunst in Sartres Werk als Reflexion der menschlichen Freiheit und moralischen Verantwortung. Wittmann zufolge betrachtet Sartre die Kunst als eine Ausdrucksform, die die Subjektivität des Künstlers offenbart und den Leser oder Zuschauer dazu einlädt, an der Sinnstiftung teilzunehmen. Wittmann analysiert Sartres Studien über verschiedene Künstler wie Tintoretto, Flaubert oder Baudelaire und zeigt, wie Sartre die Kunst nutzt, um seine existentialistische Philosophie zu veranschaulichen. Wittmann betont auch die Bedeutung des Kinos in Sartres Werk, da er versuchte, Drehbücher zu schreiben und von der Technik der bewegten Bilder fasziniert war. Für Wittmann ist die Kunst bei Sartre der wesentliche Bezugspunkt für sein literarisches und politisches Werk (hervorgehoben: H.W.“
Auf diese Weise stellen sich Fragen des Urheberrechts, woher nimmt der Bot sich das Recht alle Quellen auszulesen – und andere zu erfinden? Hier werden ganz wesentliche Aspekte berührt, die Olaf Zimmermann, der Vorsitzende des Deutschen Kulturrates gerade ein einem Interview benannt hat: > Künstliche Intelligenz: „Das wird den Kulturbereich hart treffen„. Deutscher Kulturrat fordert von der Politik, klare Rahmenbedingungen und Grenzen, NDR 18.4.2021.
Frage: Wo findet man einen Artikel von Heiner Wittmann, der den Begriff der Kunst in Sartres Werk definiert?
BING (ChatGPT4): „Ein Artikel von Heiner Wittmann, der den Begriff der Kunst in Sartres Werk definiert, findet sich in der Zeitschrift Études Sartriennes, Ausgabe 24, die 2018 veröffentlicht wurde. In diesem Artikel mit dem Titel „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“ analysiert Wittmann Sartres Konzept der Kunst als Ausdrucksform der menschlichen Freiheit und als Mittel zur Enthüllung der Realität. Er zeigt, wie Sartre sich von den ästhetischen Theorien Hegels, Kierkegaards und Heideggers inspirieren lässt, aber auch, wie er sich von ihnen durch seine Ablehnung der Idee einer heiligen oder transzendenten Kunst unterscheidet. Wittmann betont auch die Bedeutung des historischen und politischen Kontextes in Sartres Reflexion über die Kunst, insbesondere durch sein Engagement in der Résistance und seine Unterstützung antikolonialer Anliegen.“ Rot= alles falsch.
Numéro 22 = 2018! Ich habe meines Wissens noch nie geschrieben „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“.
Noch eine Frage: Wo wurde der Artikel „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“ (Die Kunst als Offenbarung der Freiheit bei Sartre) veröffentlicht?
BING (ChatGPT4): „Der Artikel „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“ wurde in der Zeitschrift Philosophie, Ausgabe 142, im Jahr 2019 veröffentlicht. Es handelt sich um eine eingehende Untersuchung von Sartres Konzept der Kunst als Ausdrucksmittel der menschlichen Freiheit und ethischen Verantwortung. Der Autor analysiert die wichtigsten Konzepte von Sartres ästhetischer Theorie, wie Imagination, Analogon, Situation und Engagement, und zeigt, wie sie sich auf seine Existenzphilosophie beziehen. Der Artikel bietet auch einen Vergleich zwischen Sartres Kunst und der existenzialistischen Kunst anderer Autoren wie Camus, Beauvoir und Merleau-Ponty.“
Den „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“ gibt es nicht.
Noch eine Frage: Wer hat „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“ in der Zeitschrift Philosophie, Ausgabe 142, im Jahr 2019 geschrieben?
BING (ChatGPT4): „Der Artikel „L’art comme révélation de la liberté chez Sartre“ wurde in der Zeitschrift Philosophie, Ausgabe 142, im Jahr 2019 veröffentlicht. Er wurde von Jean-Pierre Cometti verfasst, einem emeritierten Professor für Philosophie an der Universität Aix-Marseille. In diesem Artikel analysiert er Sartres Auffassung von Kunst als Ausdrucksform der menschlichen Freiheit, die sich durch das Schaffen und die Rezeption von Werken manifestiert. Er zeigt, wie Sartre seine Kunsttheorie mit seiner Philosophie der Existenz, der Situation und des Engagements verknüpft. Außerdem untersucht er die Beziehung zwischen Kunst und Politik bei Sartre sowie die Grenzen und Paradoxien seines ästhetischen Denkens.“