Kulturwissenschaft in der Romanistik und im Unterricht

29. September 2009 von H. Wittmann



Romanistentag Sektion V.1:

Die Mittagspause ist vorbei. Jetzt geht es weiter.

Sandra Schmidt (Osnabrück)
Kulturwissenschaft in der Romanistik – Kulturvermittlung in Unterricht und Studium

Im Tagungsreader steht:
“Was kann die Kulturwissenschaft in der Romanistik dazu beitragen, zukünftige LehrerInnen und ganz generell diejenigen, die auf dem Feld der Kultur tätig werden, darauf vorzubereiten, in der Kulturvermittlung handlungsfähig zu sein?

Dieser Frage nachzugehen, heißt zunächst zu klären, was kulturelle Vermittlungsprozesse in Schule, Universität und darüber hinaus beinhalten. Vergleichbar mit der Tätigkeit des Übersetzens, geht es bei der Vermittlung von und zwischen Kulturen um mehr, als um Wissensvermittlung über Kulturen.

Am Beispiel eines Austauschprojekts zum Thema „Zerstörung und Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg in Rouen und Osnabrück“, an dem Studierenden aus beiden Städten im Rahmen der Regionalpartnerschaft zwischen der Region Haute-Normandie und dem Land Niedersachsen teilgenommen haben, soll in diesem Vortrag verdeutlicht werden, welche Möglichkeiten und Perspektiven die Kulturwissenschaft als theoretisches und praktisches Handlungsfeld bietet.”

Ist die Kultur eine Kampfzone oder ein Handlungsfeld, fragt die Referentin? Was ist das Besondere an der romanistischen Kulturwissenschaft? Welchen Handlungsrahmen stellt sie zur Verfügung?

S. Schmidt zitiert: “Früher war Kultur eine Kraft der Versöhnung. Heute ist sie zu einem Kampfbegriff verkommen.” Terry Eagleton, “Die gefährliche Formel”, in: DIE ZEIT 20.08.09

Was ist Kultur? Bei Aleida Assmanns Definition steht der Bedeutung erzeugende Mensch im Mittelpunkt der Wissenschaft.

Die Referentin erläutert ihre Vorstellungen mit einem Austauschprojekt: Zerstörung und Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg am Beispiel der Osnabrück und Rouen, später kamen Hannover und Le Havre mit dazu.

Und danach geht es weiter mit

W., Die Blogosphäre in Frankreich: Politik und Internet für die Oberstufe. Didaktische Anmerkungen.
Im Tagungsreader steht:
“Ein Fach Medienkunde gibt es nicht, aber der Französischunterricht kann auch eine Anleitung zur Nutzung französischer Internetangebote bieten. Es geht nicht um Suchaufgaben, sondern darum, das Verständnis zu vermitteln, wie Web 2.0 u.a. mit Blogs die politische Diskussion in Frankreich beeinflusst. Das Mitmachnetz hat dem Dialog zwischen Bürgern und Politikern neue Dimensionen geöffnet. Das Wahljahr 2009 wird die politische Internet-Landschaft in Deutschland möglicherweise im Lauf dieses Jahres verändern, zurzeit setzen die politischen Parteien in Frankreich viel mehr auf Web 2.0 als die Parteien in Deutschland (Stand: 15. Januar 2009). Der Vortrag soll zeigen, wie eine Anleitung zur Medienbeobachtung in Frankreich das Interesse für die Landes- und Medienkunde bei den Schülern wecken kann.”

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